Okt 25 2007
Aus schwerer Zeit
Aus schwerer Zeit, ein christliches Gedicht zum Thema Zeit und Gottes Fürsorge
Die Lieder, gedichtet in Trübsal und Schmerzen,
Gedanken, gesammelt in dunkelster Stund’,
Die trösten gewöhnlich auch andere Herzen,
Die auch so zerrissen, so blutig und wund’.
Sie wirken im Segen, oft nahe und fern,
Im Dienste des Meisters, zur Ehre des Herrn.
Sie künden: Du bist nicht allein hier im Jammer,
So mancher ist mit dir in Trübsal und Not;
Du weinst nicht alleine in düsterer Kammer
In nächtlicher Stunde, die Augen dir rot.
Dich drückt hier ein Kreuze wohl oftmals recht schwer,
Doch dort ist ein Nächster, der leidet noch mehr.
Sie flüstern, du liegst hier vielleicht auf den Knien
Und blickest gen Himmel um Hilfe zu Gott,
Doch dort hat ein Pilger sich müde geschrien
Und ist am Verzweifeln, in Jammer und Not;
Und eure Gebete, die steigen im Chor
Vereinigt zum Throne der Gnaden empor.
Das stärkt dann die Seele, ein Kreuze zu tragen,
Dem Heilande nach, gelassen und still;
Die Tränen zu trocknen und nicht zu verzagen,
Wenn auch es im Kampfe oft heiß und oft schwül.
Man duldet voll Hoffnung und freut sich der Zeit,
Wo Gott einst die Seinen hier alle befreit.
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