Dez 05 2007
Weihnachten auf der Landstraße
Weihnachten auf der Landstraße, ein christliches Gedicht zum Thema Adevnt.
Wir sind jetzt schon Monate fort von Zuhaus’
und ziehen von Lager zu Lager,
doch überall weißt man uns gleich wieder aus;
und Mutter – es geht ihr wie Hagar.
Mutter weint viel – sehr leid sie uns tut,
steht täglich vor anderen Türen.
Unsere Kleinste, vier Jahre die Ruth,
fragt: müssen bald wir erfrieren?
Wir Großen, war haben fast alles verlernt,
die Schule ist fremd uns schon lange.
Der Vater ist tot. Die Heimat entfernt -
was werden soll, macht uns nur bange.
Polizei, Kommissar und auch die Mission,
sie sagen: "Hier könnt ihr nicht wohnen!"
Eine Heimat wir suchen seit Wochen jetzt schon,
wir Pilger aus anderen Zonen.
Es kommt bald die Weihnacht und Mutter weint mehr,
doch Christkind, du wirst uns verstehen.
Maria und Joseph, die hatten’s auch schwer,
als zur Schätzung sie einst mußten gehen.
‘ne Herberg’, o Christkind, du fandest im Stall,
und die Engel, sie taten lobsingen.
Lieb’ Christkind, du kommst auf jeden Fall,
um auch uns ein Weihnacht zu bringen.
Ich sag’ es der Mutter und sag’ es der Ruth,
ich sag’ es auch allen – den andern: -
der Heiland, er kommt, und der Heiland ist gut,
dann wird es auch Schluß sein mit Wandern.
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