Mrz 12 2008
Das Ostergericht
Das Ostergericht, ein christliches Anspiel zu Ostern für 6 Personen
Richter: Ich rufe die Menschen auf, die vor 2000 Jahren die Lüge verbreitet haben, dass Jesus von dem Tode auferstanden sei.
Die erste Zeugin soll vortreten.
Sie waren eine der ersten, die das Grab leer aufgefunden haben.
Salome: Ja, Herr, es war am Sonntagmorgen, ganz früh. Als wir ankamen, waren die Soldaten schon weg und der Stein abgewälzt. Das Grab war leer.
Richter: Sie sagen, dass das Grab leer war. Haben Sie es genau untersucht?
Salome: Nein, aber weil wir die Grabtücher gleich sahen und dann ein Engel uns sagte…
Richter: Ein Engel? Sicher meinen Sie nicht, dass im 21. Jahrhundert glauben sollen, dass Sie wirklich einen Engel gesehen haben.
Salome: Ich konnte es auch nicht glauben, weil ich so etwas vorher noch nie erlebt habe, aber es war ein Engel, und er sagte uns: „Er ist nicht hier – Er ist auferstanden!“
Richter: Er ist auferstanden!“ Sind Sie sicher, dass der Engel diese Worte gebraucht hat? Oder sagte er nur: Er ist nicht hier?“ Kann es nicht so gewesen sein, dass Sie in Ihrer Aufregung zum verkehrten Grab gekommen sind? Es gab doch viele Gräber im Garten – und dass dieser Engel“ in Wirklichkeit nur ein Gärtner war, der zu Ihnen sagte: „Wenn sie Jesus suchen, dann sind Sie hier verkehrt. Er ist nicht hier begraben.“
Salome: Nein, es war bestimmt das richtige Grab!
Richter: Woher wissen Sie das so genau?
Salome: Weil es versiegelt war – und Soldaten waren dort…
Richter: Sie haben vorher gesagt, dass die Soldaten nicht da waren.
Salome: Sie waren schon weggelaufen – aber es war das Grab bestimmt!
Richter: Aber Sie haben es nicht genau untersucht, ob der Leichnam vielleicht doch drinnen war?
Salome: Nein, Er war nicht darin…
Richter: Das ist alles. Kaiphas, bitte vortreten.
Sie waren Hohepriester in Jerusalem zu jener Zeit. Was meinen Sie zu dem, was Salome ausgesagt hat?
Kaiphas: Den ersten Teil muss ich leider bestätigen. Der Leichnam, der am Freitag ins Grab gelegt worden war, war Sonntag früh nicht mehr da. Wir haben alles genau untersucht, aber wir haben es zugeben müssen: Dass Grab war leer. Er war verschwunden.
Richter: Und was meinen Sie, wie das geschehen sei?
Kaiphas: Das ist mir klar: Die Jünger haben Ihn gestohlen und irgendwo anders begraben. Wir haben gefürchtet, dass das passieren könnte und darum haben wir Soldaten als Hüter davor gesetzt und den Stein versiegelt.
Richter: Und wie sind die Jünger hineingekommen?
Kaiphas: Es gab ein Erdbeben. Und Soldaten waren erschrocken, und da sie sehr abergläubisch waren, liefen sie davon. Die Jünger aber haben diese Gelegenheit ausgenützt.
Richter: Es wurde erzählt, dass die Soldaten schliefen.
Kaiphas: In unserer Verlegenheit haben wir ihnen Geld gegeben, dass sie das behaupten sollten.
Richter: Warum haben Sie die Soldaten bestochen, dass sie lügen sollen?
Kaiphas: Man muss Feuer mit Feuer, Lüge mit Lüge bekämpfen. Wir haben unsere reine Lehre zu bewahren gehabt. Seine Auferstehung wäre vor dem Volke eine Bestätigung Gottes, dass Er wirklich der Messias war. So eine Irrlehre konnten wir nicht erlauben.
Richter: Dankeschön.
Es wird behauptet, dass dieser Christus auferstanden sei, weil Er gesehen worden ist. Darf ich Maria Magdalena vortreten lassen?
Bitte. Maria, Sie behaupten, den auferstandenen gesehen zu haben?
Maria M: Ja, Herr, die anderen Frauen sind weggelaufen. Ich blieb zurück und war sehr traurig, weil ich meinte die Juden hätten Ihn weggetragen und woanders begraben. Ich war sehr aufgeregt und habe geweint.
Richter: Sie haben geweint? Sie sind sehr sensibel. Sie weinen oft. Sind Sie nicht etwas hysterisch veranlagt?
Maria M: Nein, hysterisch bin ich nicht.
Richter: Sie waren aber damals hysterisch, und so, dass Sie sich einbildeten, Sie hätten Ihren Herrn gesehen.
Maria M: Aber ich habe Ihn gesehen. Er stand neben mir, gerade wie Sie jetzt.
Richter: Es war der Gärtner. Derselbe, der vorher zu Salome gesprochen hatte, der Gärtner, von dem sie dachte, er sei ein Engel. Ihn haben Sie in Ihrer hysterischen Aufregung als…
Maria M: Nein, es war mein Herr. Nur zuerst dachte ich, es sei der Gärtner. Übrigens haben Ihn andere auch gesehen.
Richter: Wer? Wann sollen andere Ihn gesehen haben?
Maria M: Die Jünger und seine Mutter, in Jerusalem und Galiläa, einmal sogar 500 Leute.
Richter: Maria Magdalena, möchten Sie dem Gerichtshof etwas aus Ihrem Leben berichten, bevor Sie diesen Jesus und seine Jünger kennengelernt haben?
Maria M: Als ich meinen Herrn kennengelernt habe, begriff ich dass ich eine Sünderin war, dass haben wir alle gelernt, alle die mit Jesus waren. Er hat mir meine Sünden vergeben, Er hat mich von der Knechtschaft der sieben Dämonen befreit.
Richter: Wie konnte Er das tun?
Maria M: Weil Er nicht nur Mensch, sondern Gott ist.
Genau wie Er einem Blinden das Augenlicht gegeben oder einen Lahmen heilen konnte, genau wie Er Lazarus vom Tod auferweckt hat, so hatte er die Macht, mir meine Sünden zu vergeben. Er ist der Herr der Welt und des Lebens und Er ist nicht begraben in der Erde , wie Ihr meint.
Richter: Sie dürfen gehen.
Jetzt möchte der Fischer Petrus vortreten.
Sie sind Petrus, früher Simon, der Fischer von Galiläa?
Petrus: Ja, mein Bruder Andreas und ich haben unseren Beruf aufgegeben und sind unserem Herrn nachgefolgt.
Richter: Aber soviel haben Sie dabei nicht aufgeben müssen.
Sie haben ja viel mehr bekommen. Dieser Herr von euch war ein sehr volkstümlicher Prediger und Wunderdoktor. Wo Er hinkam, waren immer Massen von Menschen, und Sie als seine Jünger sind dadurch berühmt geworden. Für den unbekannten Fischer von Galiläa war ein sehr großer Schritt vorwärts.
Petrus: Ja, das bestimmt. Und warum der Herr aus mir so großes machen wollte, weiß ich heute auch noch nicht.
Richter: Als er starb, war das Abendteuer, die Ehre und alles für Sie zu Ende.
Petrus: So habe ich auch gemeint.
Richter: Aber dann dachten Sie: Wir brauchen nicht unser Geschäft zu schließen, wenn wir den Menschen sagen, Er sei nicht gestorben. Und so haben Sie in der nacht seine Leiche aus dem Grab gestohlen und dann überall erzählt, dass Er auferstanden sei. Und es hat gewirkt.
Petrus: Wenn Sie glauben, dass wir Schwindel verbreiten, dann müssen Sie glauben, dass wir uns selbst betrügen.
Nein, das was ich gesehen habe, sogar betastet habe, das kann ich nicht mehr verleugnen. Und dass es wahr ist, ist darin bewiesen, dass andere, die unseren auferstandenen Herrn nicht gesehen haben, uns glaubten. So viel Glauben hätten wir mit unseren armseligen Predigten nicht schaffen können, sondern der Herr hat’s getan, und Er tut es heute noch überall in der Welt, bis zu dieser Zeit.
Richter: Bis zu dieser Zeit? Jawohl – und es ist Zeit, dass dieser Schwindel aufhört.
Jetzt möchte ich jemanden aus dem 21. Jahrhundert rufen. Bitte, der letzte Zeuge
Glauben Sie, dass dieser Jesus von Nazareth auferstanden sei?
Junge: Ja, das glaube ich.
Richter: Haben Sie Ihn gesehen?
Junge: Nein.
Richter: Wie kommen Sie dann auf so etwas? Woher haben Sie diesen Glauben?
Junge: (Hier eigenes Zeugnis möglich) Von meine Eltern, vom Kindergottesdienst … das lernt jedes Kind.
Richter: Aber das glaubt kein vernünftiger Mann. Oder sind Sie noch ein kleines Kind, das alle Märchen glaubt, die Ihm erzählt werden?
Junge: Ich habe auch einmal gedacht, es sei nur ein Märchen, bis ich es ausprobiert habe.
Richter: Ausprobiert? Was?
Junge: Zu glauben, dass Jesus nicht irgendwo in Palästina begraben liegt, sondern dass Er wirklich auferstanden ist und dass Er der Lebendige Gott ist, der mir helfen kann.
Richter: Helfen? Brauchen Sie Hilfe? Sind Sie nicht klug genug allein durch diese Welt zu kommen wie ein richtiger Mann?
Junge: Besonders klug bin ich nicht, aber klug genug, um zu wissen, dass ich und niemand durchkommen kann. Schauen Sie, was für Mächte am Werk sind, was in der Politik ausgerichtet wird. Hören Sie den politischen Rednern zu. Schauen Sie die Kinoreklamen an – die Zeitschriften. Hören Sie die Stimmen unserer Zeit, wie sie rufen: “Hier, folge uns! Schließe dich unseren Reihen an! Mach mit!“ Man wird so verwirrt von dem allen – so durcheinander. Aber sie reden nicht nur, sondern sie haben Macht und können uns zwingen. Man kommt sich völlig hilflos vor. Wie ein Blatt, vom Winde verweht. Man gibt nach. Man zieht eine Uniform an und marschiert mit. Man schreit, wenn die anderen schreien. Man geht dahin, wo die Freunde rufen. Man kann nicht gegen das alles stehen, wenn man allein ist. Ich wenigstens brauche jemanden, der größer ist als dies alles, jemanden, der mich stärkt und mir hilft… und der da ist. Er ist Gott. Er heißt Jesus Christus.
Richter: Sie sind sehr sicher.
Junge: Ich habe meine Zweifel und Anfechtungen, aber ich bin gewiss, dass es ohne Ihn keinen Trost noch eine Hoffnung gibt, keinen festen Grund in dieser Welt und dass ich verloren bin. Ich glaube, Herr, hilf meinem Unglauben.
Richter: Obgleich wir manches rührendes Zeugnis gehört haben, denke ich doch, dass mit hundertprozentiger Sicherheit es niemand feststellen kann, dass Jesus von Nazareth tatsächlich auferstanden ist.
Junge: Darf ich etwas sagen?
Richter: Bitteschön!
Junge: (Zur Gemeinde) Der Herr ist auferstanden!
Gemeinde: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja!
|
|
Name: Das Ostergericht (38.5KB) Klicks: 718 |
Leave a Reply
You must be logged in to post a comment.
