Mrz 17 2008

Feindesliebe eines Schwarzen

Geschrieben von at 22:54 in Hochzeit,Liebe

Feindesliebe eines Schwarzen, ein christliches Anspiel zum Thema Liebe und zur Hochzeit für 3 Personen

Sprecher: Tag für Tag müssen sie schwer arbeiten. In der sengenden Sonne von früh bis spät wird geerntet. Und das nicht um den Lebensunterhalt zu verdienen und eine Familie zu versorgen. Nein! Ihrer Heimat entrissen, fern von ihren Angehörigen müssen sie hier Sklavenarbeit verrichten. Wenn man sie näher anschaut, wird man in manchen Geschichten die verzweifelte Ausweglosigkeit der Situation lesen können.
Doch es gibt auch Ausnahmen unter ihnen. Zu diesen gehört auch Jim. Irgendwo unterwegs von Afrika nach Westindien hat er die frohe Botschaft des Evangeliums gehört und sie dann mir Freuden aufgenommen. Sein Vertrauen zu Gottes unerschütterlicher Treue lässt ihn fest und getrost seinen Weg gehen. Durch seinen wahrhaft christlichen Lebenswandel hat er das Vertrauen seines irdischen Herrn gewonnen.

Herr: Jim, heute wirst du mit mir auf den Markt gehen.

Jim: Ja, Massa.

Sprecher: Gemeinsam legen der Sklave und sein Herr die Wegstrecke bis zum Markt zurück. Auf dem Markt wimmelt es nur so von Käufern und Verkäufern. Jeder versucht, seine Ware für einen besonders guten Preis loszuwerden. Hier bekommt Jim eine Aufgabe.

Herr: Ich brauche neue Arbeiter und weil du die Arbeit hier gut kennst, sollst du solche aussuchen die am besten dafür geeignet sind.

Jim: Ja, Massa.

Sprecher: Gewissenhaft erfüllt Jim die Aufgabe seines Herrn, als er unter den Feilgebotenen in einem Winkel einen alten Greis erblickt.

Jim: Massa, den musst du auch noch nehmen.

Herr: Warum?

Jim: O Massa, bitte nimm ihn.

Herr: Aber der kann doch gar nicht mehr arbeiten und außerdem haben wir schon genug.

Jim: Trotzdem Massa, nimm ihn.

Herr: Gut, wenn du unbedingt willst. (zum Sklaven) Komm mit!

Sprecher: Sie gehen heim. Bald darauf wird der alte Sklave krank. Jim pflegt ihn mit großer Sorgfalt und mit kindlicher Liebe bringt er ihm Essen und Trinken an sein Krankenlager. Dieses entgeht der Aufmerksamkeit seines Herrn nicht.

Herr: Jim!

Jim: Hier bin ich!

Herr: Sag mal, woher kommt es, dass du diesem alten Mann gegenüber so gut bist? Ist er etwa dein Vater?

Jim: Nein, Massa! Er ist nicht mein Vater.

Herr: Oder ist er sonst irgendwie mit dir verwandt?

Jim: Nein Massa, er ist auch nicht mit mir verwandt.

Herr: Dann ist er halt dein Freund.

Jim: Nein Massa, er ist auch nicht mein Freund.

Herr: Was ist er denn?

Jim: Massa, er ist mein Feind; dieser Mann war es, der mich, als ich noch ein kleines Kind war, bei meinem Vater und meiner Mutter geraubt und mich als Sklave verkauft hat. Ich habe aber im Wort Gottes gelesen:
“So deinem Feind hungert, so speise ihn; dürstet ihn, so tränke ihn!”
(Römer 12, 20)

Sprecher: Liebes Brautpaar! Wie dieses Bibelwort aus dem Römerbrief eine klare Auswirkung im Leben dieses gläubigen Sklaven gehabt hat, wünschen wir euch, dass auch ihr die Aufforderungen der Bibel für euch persönlich erkennt und befolgt.

-ENDE-

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