Mrz 15 2008

Wehrlosigkeit vor Gericht

Geschrieben von at 22:41 in Hochzeit

Wehrlosigkeit vor Gericht, ein christliches Anspiel zur Hochzeit für 6 Personen

Thielmann:  Grüß dich Olan!

Olan:  Hallo Thielmann!

Thielmann:  Ist was passiert?

Olan:  (aufgeregt) Ich werde Menno Schwarzentruber erschießen, ehe die Sonne untergeht!

Thielmann:  (ruhig) Warum?

Olan:  Er hat drei Kühe aus meinem Stall gestohlen, aber er leugnet es!

Thielmann:  Wie kannst du es beweisen, dass er deine Kühe gestohlen hat? Hast du es gesehen?

Olan:  Nein, aber ich weiß dass er es getan hat.

Sprecher:  Olans Augen funkelten vor Zorn. Thielmann betete still um Weisheit, nichts Falsches zu sagen. Olan, der Nachbar Menno Schwarzentrubers, war ein harter Mann, der wegen seines hitzigen Temperamentes in der Nachbarschaft viele Schwierigkeiten machte. Er schien jedoch Achtung vor Thielmann zu haben, da ihm dieser vor nicht langer Zeit geholfen hatte.

Thielmann:  Nun, Olan wenn du deine Kühe nicht vor Abend findest, kannst du dir drei Kühe aus meiner Herde nehmen.

Olan:  Das wäre nicht fair.

Thielmann:  (freundlich) Es ist auch nicht fair, dass du Menno Schwarzentruber ohne Beweis beschuldigst.

Sprecher:  Noch am gleichen Nachmittag wurde Olan benachrichtigt, dass seine Kühe gefunden worden sind. Der Vorfall wurde nie mehr erwähnt. Doch nach einigen Wochen kam der Sheriff zu Thielmann.

Sheriff:  Ich weiß, dass Olan dir und Menno Schwarzentruber viele Schwierigkeiten gemacht hat. Ich hörte davon, dass er drohte Menno zu töten. Er hat schon seit langer Zeit viel Unruhe gestiftet, aber eine Morddrohung ist ein schweres Vergehen. Ich möchte, da du diesen Festnahme befehl unterschreibst.

Thielmann:  Ich möchte das lieber nicht tun. Die Bibel sagt uns: Liebet eure Feinde; segnet die euch fluchen; tut Gutes denen die euch hassen, und betet für die so euch beleidigen und verfolgen. Der Herr will dass wir unseren Feinden vergeben, und wir bemühen uns mit seiner Hilfe danach zu leben.

Sheriff:  Ich schätze deine Haltung. Aber ich meine immer noch, dass Olan seine gerechte Strafe haben muss. Er darf nicht so davonkommen! (geht weg)

Sprecher:  Eine Woche später wurden Thielmann und Menno vor Gericht geladen um gegen Olan Mc Barfy auszusagen. Thielmann ging zum Staatsanwalt um die Freistellung zu ersuchen.

Thielmann:  Ich möchte nicht gegen meinen Nachbarn aussagen. Die Bibel lehrt uns unsere Feinde zu lieben. Ich möchte Sie bitten, mich freizustellen.

Staatsanwalt:  Sie können freigestellt werden wenn sie Olan dazu bewegen können, sich bei diesen sechs Nachbarn zu entschuldigen.

Sprecher:  Der Staatsanwalt nannte sechs Namen. Am nächsten Tag ging Thielmann zu Olan.

Thielmann:  Olan, ich bitte dich. Wenn du dich bei allen entschuldigst, wirst du dir viele Schwierigkeiten ersparen.

Olan:  Ich werde mich nicht entschuldigen. Mein Rechtsanwalt ist tüchtig. Ich habe nichts zu befürchten.

Thielmann:  Dann werde ich vor Gericht aussagen müssen! Und ich kann nur die Wahrheit sagen!

Sprecher:  Der Tag der Gerichtsverhandlung kam immer näher, und Thielmann betete viel für diesen Tag! Als es soweit war, wurden einige Zeugen befragt, bevor Thielmann hereingerufen wurde. Als Thielmann sich weigerte unter Eid auszusagen geriet der Richter in Verwunderung.

Richter:  Das habe ich noch nie gehört! Aber es reicht, wenn sie ihre Aussage bekräftigen. Ist es wahr, da Olan Mc Barfy ihnen viele Schwierigkeiten macht und eine Bedrohung für die Nachbarschaft ist?

Thielmann:  Olan hat mir nie etwas angetan, womit ich nicht leben kann.

Richter:  Haben Sie gehört, wie Olan eine Morddrohung ausgesprochen hatte?

Thielmann:  Ja, das habe ich. Aber ich muss sagen, dass alle Nachbarn wissen, dass Olan oft etwas sagt, was er gar nicht so meint. Vor allem wenn er erregt ist.

Richter:  Ich schätze Ihre Glaubensüberzeugung, aber ich wurde dazu erwählt, den Frieden in diesem Land aufrechtzuerhalten. Als Richter find ich Olan schuldig.

Sprecher:  Der Richter zog sich zurück um über den Fall zu entscheiden. Nach einer kurzen Zeit wurde das Urteil verkündigt. Es war weniger streng als sonst. Nach diesem Vorfall lernte Olan seine Nachbarn zu schätzen und seitdem gab es keinen unfreundlichen Nachbarn mehr in der Gegend.

Lieber ………… und ………… es ist einfach, Böses mit Bösem zu erwidern. Doch statt so die Probleme zu lösen, schaffen wir dadurch neue Probleme. Darum lasst Euch nicht vom Bösen überwinden, sondern überwindet das Böse mit Gutem.

ENDE

PDF Creator    Sende Artikel als PDF   

1 Punkt2 Punkte3 Punkte4 Punkte5 Punkte (Noch nicht bewertet)
Loading ... Loading ...

No responses yet

Trackback URI | Comments RSS

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.

eXTReMe Tracker Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de