Mrz 17 2008

Keine Zeit für den Ehepartner

Geschrieben von Christ at 23:15 in Dienst, Hochzeit

Keine Zeit für den Ehepartner, ein christliches Anspiel zur Hochzeit und zum Thema Dienst für 4 Personen

Sabrina: So, jetzt ist es schon sechs Uhr abends und Olaf ist noch immer nicht nach Hause gekommen. Bestimmt musste er wieder Überstunden machen. Immer diese Überstunden! Na ja, das geht ja noch, aber zudem muss er heute Abend wieder zur Jungschar und ich sitze wieder allein rum. Wir haben fast keine Zeit mehr zu einem persönlichen Gespräch, immer wird nur das Nötigste besprochen! So geht das nicht weiter. Wir müssen einfach mal darüber sprechen. Aber ich weiß noch nicht wann. (Inmitten ihrer Gedanken kommt ihr Mann nach Hause)

Olaf: Guten Tag!

Sabrina: Guten Abend, meinst du wohl!

Olaf: Ach, nimm es mir doch nicht übel. Ich musste wirklich heute Überstunden machen, es ging nicht anders. So, jetzt habe ich aber einen Bärenhunger! Es duftet schon verführerisch nach Essen.

Sabrina: (resigniert) Ja, das Essen ist fertig, deine Kleider für heute Abend sind auch schon bereitgelegt.

Olaf: Schön, jetzt muss ich mich auch schon beeilen, sonst komme ich zur Jungschar zu spät.

Sabrina: Ihr habt heute doch bis 8:00 Uhr, dann bleibt uns ja der Rest des Abends wenigstens.

Olaf: Ja, das stimmt – Oh, nein! Ich habe vergessen dir zu sagen, dass wir heute Abend noch Leiterbesprechung haben. Es wird wohl etwas länger dauern.

Sprecher: Sabrinas Miene wurde immer länger. Den Abend würde sie wieder ohne ihren Mann verbringen müssen.

Olaf: So, ich geh dann mal.

Sabrina: Ja, aber versuch so früh wie möglich nach Hause zu kommen.

Olaf: Natürlich. Wenn es dir allein zu langweilig wird, kannst du ja deine Freundin Elke einladen.

Sabrina: Wenn sie heute überhaupt zu Hause ist.

Olaf: Bestimmt! Versuch es doch mal. (der Mann geht)

Sabrina: (zu sich selbst) Na gut, ein Versuch ist es wert!

Sprecher: Zu Sabrinas Freude war ihre Freundin Elke zu Hause. Sie versprach sofort zu kommen.

Sabrina: Da bist du ja schon. Das ist wirklich schön, dass du kommen konntest.

Elke: Klar, heute Abend wäre ich sowieso allein gewesen. Thorsten ist nämlich zur Chorprobe gegangen. Wie jeden Mittwoch.

Sabrina: Naja, lass uns erstmal hinsetzen.

Elke: Hat Olaf heute etwa Spätschicht?

Sabrina: Das wäre ja noch schöner. Nee, Spätschicht hat er nicht. Er ist zur Jungschar gegangen.

Elke: Ach ja, ich hatte schon vergessen, dass er Jungschar macht. Ist doch wirklich schön, dass er einen Dienst hat, nicht wahr?

Sabrina: Ja, schön ist es schon – für ihn! Er hat an diesem Dienst sehr viel Freude, er kann auch gut mit Teenagern umgehen.

Elke: Und du?

Sabrina: Was ich?

Elke: Wie empfindest du es denn? Freust du dich nicht mit deinem Mann mit?

Sabrina: Ach, ich weiß auch nicht. Also, …

Elke: Ja, was ist denn los? Habt ihr euch vielleicht deswegen gestritten?

Sabrina: Nein, das nicht! Weißt du, es ist gar nicht so schön an so einem Abend allein zu sein, wo der Mann im Dienst ist. Manchmal komme ich mir so nutzlos vor.

Elke: Ich glaube schon. Im Grunde genommen gönnst du diesen Dienst deinem Mann, oder?

Sabrina: Ja, eigentlich gönne ich es ihm. Aber, es ist fast so – als ob ich ein wenig neidisch auf ihn bin.

Elke: Du meinst, dass er einen Dienst für Gott tut und du nicht.

Sabrina: Ja, genau das meine ich.

Elke: Sabrina, ist dir nicht bewusst was für einen großen Dienst du tust?

Sabrina: (verwundert) Ich?

Elke: Ja, du!

Sabrina: Wie, das verstehe ich nicht.

Elke: Du opferst Gott praktisch die gemeinsame Zeit mit deinem Mann, und das ist ein Dienst.

Sabrina: Aber ein schlechter Dienst, denn ich tue ihn ja ohne Freude.

Elke: Hast du schon mal versucht Freude an diesem Dienst zu bekommen?

Sabrina: Nee, eigentlich nicht – und wie auch?

Elke: Du kannst während dieser Zeit, wo dein Mann zur Jungschar ist für ihn beten. Denn das Gebet wird ihn stärken. So wird er in seinem Dienst mit der Jungschar gesegnet und du wirst Freude an deinem Opfer haben!

Sabrina: Du hast recht. Darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Übrigens, sagtest du nicht vorhin, dein Mann geht jeden Mittwoch zur Chorprobe?

Elke: Ja, warum?

Sabrina: Jungschar und Chorprobe fallen auf einen Tag. So könnten wir gemeinsam für unsere Männer beten. Was hältst du davon?

Elke: Na, wunderbar! Warum sind wir nicht früher auf diese Idee gekommen? (schaut auf die Uhr)Oh, es ist schon spät geworden. Über die Unterhaltung habe ich die Zeit ganz vergessen! Ich mache mich dann mal auf den Weg. (steht auf)

Sabrina: Du, ich muss mich noch bei dir bedanken. Du hast mir die Augen geöffnet.

Elke: Ich glaube wir haben uns gegenseitig die Augen geöffnet. Naja, bis dann.

Sabrina: Ja, mach’s gut!

Sprecher: Liebes Brautpaar! Vielleicht wird es dem einen oder anderen ähnlich gehen, wie in diesem Beispiel. Dann denkt daran: Ein freudiges Opfer und das Gebet sind eine große Unterstützung und ein nicht zu verachtender Dienst!

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