Mrz 15 2008

Helfen zahlt sich aus

Geschrieben von at 11:32 in Hochzeit

Helfen zahlt sich aus, ein christliches Anspiel zur Hochzeit für 4 Personen

Sprecher:   Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht. Lukas 16,10

Die Hotelhalle leerte sich, und nach einer halben Stunde war es zum Gähnen langweilig. Wer sollte auch noch kommen? Das Hotel war besetzt. Man musste nur noch auf ein paar Nachtschmetterlinge warten.

Charles:   Mensch, draußen ist ein Wetter, bei dem man keinen Hund auf die Straße jagen möchte. Ich geh jetzt rauf. Falls noch jemand kommt, schickst du ihn weg. Gute Nacht.

George:   Ist schon in Ordnung. Gute Nacht Charles.

Sprecher:   Kurz darauf bewegte sich die Drehtür. Ein älteres Ehepaar betrat die Halle.

George:   Guten Abend. Sie wünschen?

Mann:   Alle großen Hotels sind überfüllt. Können wir vielleicht bei Ihnen noch ein Zimmer bekommen?

George:   Tut mir leid, aber wir sind auch voll belegt. Wir können leider nicht dienen. – Doch halt, ich wüsste einen Ausweg. Wenn sie mit meinem eigenen Zimmer zufrieden sind, stelle ich es Ihnen gerne zur Verfügung. Ich kann doch zwei so nette Leute wie Sie nicht einfach in die Nacht und den Regen hinausschicken! Außerdem hab ich Nachtdienst.

Mann:   Herzlichen Dank für Ihre Freundlichkeit, wir nehmen sie gerne an.

Sprecher:   George nahm die Koffer und führte die Leute zu seinem Zimmer.
Als am nächsten Morgen der Herr seine Rechnung bezahlte, sagte er zu George:

Mann:   Junger Mann, Sie haben das Zeug dazu, Geschäftsführer des besten Hotels in Amerika zu werden. Vielleicht werde ich eins für Sie bauen. Auf Wiedersehen!

Sprecher:   George lachte über den Witz und schon bald hatte er ihn vergessen. Zwei Jahre später wurde George ein Brief überreicht.

George:   Nanu, von wem ist denn der?
Lieber Mr. Boldt! Statten Sie bitte dem Mann, der in jener Regennacht Ihr Gast war, einen Besuch ab. Die Fahrkarte habe ich beigelegt. Freundlichen Gruß, Ihr William Waldorf Astor.
Na das ist ja heiter. Aber ich fahre trotzdem hin

Sprecher:   Schon bald saß George im Zug, der in Richtung New York rollte. Dort gab es ein herzliches Wiedersehen.

Mann:   So, das freut mich, dass Sie gekommen sind. Wenn Sie Lust haben, machen wir einen kleinen Spaziergang.

George:   Ja, warum nicht. Die Gegend hier ist ja dann doch anders als bei uns.

Sprecher:   Nach kurzer Zeit kamen sie in die Hauptstraßen von New York. George schaute bewundernd zu den Häusern auf. Alle waren so hoch und neu. Sein Blick blieb an einem riesigen Gebäude hängen. Es war ein Palast aus roten Steinen. Der alte Herr zupfte George am Ärmel…

Mann:   Sie erinnern sich sicherlich noch an das letzte Gespräch unserer ersten Begegnung vor einigen Jahren. Ich möchte nun hiermit mein Versprechen einlösen, das ich Ihnen damals gab. Das ist das Hotel, das ich für Sie gebaut habe und in dem Sie Geschäftsführer sein sollen.

George:   Das kann doch nicht sein.

Mann:   Doch genau so habe ich mir das gedacht. Und ich bin überzeugt, dass Sie der richtige Mann für diese Aufgabe und für dieses Hotel sind.

Sprecher:   Liebes Brautpaar, die Treue wird gerade in den kleinen Dingen belohnt. Wir wünschen euch, dass euer Leben von dieser Treue und der dazugehörigen Portion Freundlichkeit gekennzeichnet wird.

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