Mrz 17 2008

Die Faulenzer

Geschrieben von Christ at 23:30 in Hochzeit

Die Faulenzer, ein christliches Anspiel zur Hochzeit für 5 Personen

Sprecher: Man sagt ja, dass es in unserer Zeit sehr viele Faulenzer gibt. Aber ich denke, solche wie Johann und Maria, gab es noch nie. Wie es bekannt ist, müssen auch die Faulenzer essen und trinken. Und so kochte diese Ehefrau Maria an einem Morgen eine Buchweizengrütze. Die Grütze war ihr echt gut gelungen. Das einzige Unglück an der Sache war, dass die Grütze an einem Teil des Topfbodens anbrannte. Als Johann und Maria mit dem Essen fertig waren, sprach Johann:

Johann: Das war aber eine tolle Grütze! Bestimmt bekam nicht einmal der König so etwas Schmackhaftes!

Maria: Bestimmt nicht! Und jetzt sage ich dir mal was: Ich habe gekocht und du wirst dafür den Topf spülen.

Johann: Bist du aber schlau! Ich denke ja nicht daran. Das ist keine Männerarbeit!

Maria: Es ist doch aber auch nicht die Arbeit der Frau einfach alles zu machen.

Johann: Maria, spül du den Topf, siehst du nicht, dass sich die Fliegen schon darauf setzen?

Sprecher: Es verging eine Stunde, dann die zweite - doch der Topf stand immer noch ungespült da.

Johann: Maria denkst du immer noch nicht daran den Topf zu spülen?

Maria: Lass mich in Ruhe. Wenn du mich noch weiter damit belästigst, zerschlage ich ihn auf deinem Kopf.

Sprecher: Der Tag neigte sich schon dem Ende, doch der Topf stand immer noch ungespült auf dem Tisch.

Johann: Weißt du was, Maria? Ich habe eine Idee! Wir werden uns so verabreden: Wer Morgen als Erster aufstehen wird oder als Erstes ein Wort sagen wird, der soll auch den Topf spülen.

Maria: Da kannst du aber lange warten. Von mir hörst du kein einziges Wörtchen.

Johann: Und von mir noch weniger!

Sprecher: Mit dieser Verabredung gingen Johann und Maria zu Bett. Es kam der Morgen. Maria müsste eigentlich aufstehen um die Kuh zu melken, und sie hinaus in die Herde zu treiben, aber sie hatte Angst aufzustehen: Dann müsste sie ja auch den Topf spülen. So blieb die Kuh ungemolken im Stall. Die Nachbarn bemerkten Marias Fehlen.

Nachbar: Was ist denn mit Maria und Johann los? Sie haben ihre Kuh nicht hinausgetrieben. Sind sie vielleicht krank? Man müsste mal nach ihnen schauen.

Sprecher: Die Nachbarn kamen ins Haus.

Nachbarin: Maria, Johann, was ist mit euch los? Warum liegt ihr noch beide im Bett? Um diese Zeit schläft doch keiner mehr.

Nachbar: Habt ihr was verschluckt? Sagt doch was! Seid ihr etwa krank?

Sprecher: Aber das Paar brachte kein Wort heraus. Sie dachten immer noch an den ungespülten Topf und deshalb wollte keiner als erstes etwas sagen.

Nachbar: Hör mal, Frau, sie sind wahrscheinlich verrückt geworden. Man darf sie jetzt doch nicht alleine lassen. Bleib doch ein bißchen bei ihnen und beobachte sie.

Nachbarin: Meinst du, ich habe Lust so einfach hier herumzusitzen? Wenn sie mir das bezahlen, dann mache ich es.

Nachbar: Wie sollen sie dir das bezahlen? Siehst du nicht, dass sie nicht mehr ganz normal sind? Sie wissen vielleicht gar nicht mehr, ob sie noch Geld haben. Ich habe eine Idee. Da, guck mal, auf der Bank liegt Marias Jacke, sie passt dir bestimmt. Die bekommst du dann für deine Arbeit.

Sprecher: In diesem Moment sprang Maria hoch, als ob sie eine Biene gestochen hätte.

Maria: Was? Ich bin noch am Leben und nicht tot. Dass ihr meine Sachen unter euch verteilt. Versucht mir ja nur was zu nehmen.

Sprecher: Auch Johann rührte sich jetzt.

Johann: Also Maria, du bist als erstes aufgestanden und hast als erste ein Wort gesagt, deshalb musst du jetzt auch den Topf spülen.

Sprecher: Die Nachbarn waren lange sprachlos, denn so etwas hatten sie noch nie erlebt.

Nachbarin: Gibt es denn noch solche faulen Menschen auf der Welt?

Nachbar: So viele wie du willst. Nach meiner Meinung, sind sie eher halsstarrig, als faul. Einer wollte dem anderen nicht nachgeben. Ein Stolz hat sich mit dem anderen Stolz getroffen.

Sprecher: Liebe …………… und …………..! Wir wünschen euch, dass ihr allezeit fleißig, demütig und nachgiebig seid. Liebt euch und helft euch untereinander, wie es unser himmlischer Vater von euch verlangt.

Und hier noch ein paar Bibelverse, die euch auf eurem Wege begleiten sollen: Sprüche 19, 15: "Faulheit bringt Schlafen, und eine lässige Seele wird Hunger leiden." Prediger 10, 18: "Denn durch Faulheit sinken die Balken, und durch lässige Hände wird das Haus triefend." Sprüche 13, 4: "Der Faule begehrt, und kriegt´s doch nicht; aber die Fleißigen kriegen genug."

Beitrag als PDF an PDF | PDF Software | PDF erstellen

1 Punkt2 Punkte3 Punkte4 Punkte5 Punkte (Noch nicht bewertet)
Loading ... Loading ...

Trackback URI | Comments RSS

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.

eXTReMe Tracker Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de