Mrz 15 2008
Der Pfiff in der Nacht
Der Pfiff in der Nacht, ein christliches Anspiel zum Thema Gebet und zur Hochzeit für 6 Personen
Doktor: Ach was! Beten hat ja doch keinen Wert!
Wilhelm: Da bin ich anderer Meinung, Herr Doktor! Ich will ihnen mal eine kleine Geschichte erzählen.
Doktor: Ach vielleicht eine Geschichte vom lieben Gott?
Wilhelm: Nein! Eine Geschichte von meiner Mutter.
Doktor: Was hat die denn damit zu tun?
Wilhelm: Das werden sie gleich sehen. Also – hören sie zu: Mitten im ersten Weltkrieg tat ich eines Tages einen riesigen Freudensprung…
– Musik -
Fred: Was ist denn mit dir los, Wilhelm?
Wilhelm: Kannst du dir das vorstellen, ich habe Urlaub bekommen.
Fred: Erst hieß es ja noch, es gibt keinen Urlaub.
Wilhelm: Hier schau: schwarz auf weiß. Jetzt habe ich aber keine Zeit mehr. Ich will die Eisenbahn nicht verpassen.
Erzähler: Die Eisenbahn fuhr für Wilhelm viel zu langsam. Um ein Uhr Nachts kam er dann auf den Frankfurter Hauptbahnhof an. Da keine Straßenbahn mehr fuhr machte er sich zu Fuß auf den Weg.
Wilhelm: Im Mondlicht sieht es hier ganz anders aus als früher, es sind ja auch schon zwei Jahre her. Ah, da ist ja auch schon mein Elternhaus.
Erzähler: Ganz unwillkürlich pfiff er den alten Pfiff mit dem er früher sein Heimkommen angemeldet hatte. Er tat es allerdings etwas gedämpft. Denn er wollte ja nicht die Straße alarmieren. Dabei dachte er, dass ihn gegen zwei Uhr nachts daheim doch niemand hören würde. Als er ein paar Schritte gegangen war ging im Haus das Licht an und bis er an die Haustür kam stand seine Mutter schon an der Tür und nahm ihn in die Arme.
Wilhelm: Mutter wie bist du schon an der Tür ehe ich geklingelt habe? Und woher weißt du denn…
Mutter: Ach, Junge, ich habe dich doch pfeifen gehört. Als ich den bekannten Pfiff hörte, wusste ich: Das ist Wilhelm.
(Szenenwechsel)
Wilhelm: Ich war tief bewegt. Das können sie sich wohl denken. Mein Urlaub war ganz unerwartet gekommen. Ich war also unangemeldet gekommen. Aber ich verstand auf einmal: Wenn eine Mutter schläft, dann schläft ihr Herz doch nicht. Das ist immer wach bei ihren Kindern.
Doktor: Ja eine schöne Geschichte. Aber was soll sie hier?
Wilhelm: Nun in meiner Bibel steht: Kann auch eine Mutter ihres Kindleins vergessen, dass sie nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes?
Und ob sie desselben vergäße, will ich doch dein nicht vergessen spricht Gott. Wenn nun schon eine Mutter den leisen Pfiff ihres Kindes hört, wie viel mehr wird der Vater im Himmel hören, wenn seine Kinder zu ihm rufen! Meinen sie nicht auch?
Sprecher: Wir wünschen euch liebes Brautpaar, dass das Gebet bei euch keinen Wert verliert, sondern dass ihr immer ein Gebetsleben führt, auch wenn Gott euer Gebet nicht gleich erhört.
-ENDE-
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