Aug 31 2007
Armer reicher Mann
Armer reicher Mann, ein christliches Anspiel zum Thema Hochzeit für fünf Personen.
Sprecher: Auf der Fahrt von Bremen nach Bielefeld bleibt der Wagen des Fabrikanten Petersen mit einem Motorschaden liegen. Während der Fahrer auf den Monteur und die Ersatzteile aus der Kreisstadt wartet, setzt sich der Unternehmer in das einzige Gasthaus. Er sucht sich einen Platz am Fenster und studiert die Speisekarte. Da kommt auch schon die Kellnerin.
Kellnerin: Guten Tag! Haben Sie sich schon etwas ausgesucht? Kann ich für Sie denn etwas bestellen?
Petersen: Ja, ein Jägerschitzel mit Bratkartoffel, gemischten Salat und Birnenkompott dazu bitte.
Kellnerin: Gut einen Augenblick bitte.
Sprecher: Während Herr Petersen auf das Essen wartet, kommt ein Landstreicher rein und setzt sich an einen Tisch daneben. Er bestellt das billigste Essen auf der Speisekarte: drei Hälften eingelegten Hering zu Butter und Graubrot. Nach einer Weile bekommen beide das, was sie bestellt haben und fangen an zu essen. Da sagt der Landstreiche zu Herr Petersen.
Landstr.: Kann es sein mein Herr daß ich etwas im Überfluß habe, wovon sie niemals genug bekommen und wovon sie doch sehr viel benötigen?
Petersen: Das glauben Sie doch selbst nicht.
Landstr.: Zahlen sie für mich ein Jägerschnitzel, wenn ich es Ihnen beweise?
Petersen: Gut, abgemacht!
Sprecher: Herr Petersen lächelte und ist sich sicher, daß der Landstreicher verlieren wird. Zwischen zwei Bissen sagt er:
Petersen: Das wichtigste im Leben ist wohl der Erfolg; ist es etwa nicht keine Leistung, innerhalb von acht Jahren ein blühendes Unternehmen mit 700 Beschäftigten aufzubauen?
Sprecher: Noch während er spricht, geht die Tür auf und der Fahrer kommt rein.
Fahrer: Herr Petersen, daß Auto ist repariert, wir können weiterfahren!
Sprecher: Herr Petersen springt auf und greift zum Mantel. Das halbe Jägerschnitzel bleibt auf dem Teller liegen.
Landstr.: Was Ihnen fehlt, mein Herr, ist mehr Zeit. Sie können nicht einmal in Ruhe zu Ende essen. Glauben Sie mir, im Gegensatz zu Ihnen, habe ich mehr Zeit als ich eigentlich benötige.
Sprecher: Der Fabrikant zahlt wortlos und verläßt das Gasthaus. Der Landstreicher aber läßt sich vom Wirt noch ein Jägerschnitzel bringen.
Liebes Brautpaar, Gott will nicht, daß wir rastlos und pausenlos durch das Leben rasen. Es ist auch nicht sein Wille, daß wir Menschen vor lauter Arbeits- und Lebenstempo, das Leben selbst nicht mehr beachten. Du, …………………………… (Namen einsetzen) als Familienvater, nimm dir eine Hand voll Ruhe, damit du sehen kannst, daß ja eine Frau, die du liebst dir die Suppe gekocht hat. Vor allem aber nimmt euch Zeit für Gott! Denn nur wenn ihr euch wirklich für Zeit nehmt, werdet ihr seinen Willen erfahren können und er wird euch in eurem gemeinsamen Leben segnen.
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