Mrz 17 2008

Die Kraft der Bibel

Geschrieben von Christ at 22:50 in Gottes Wort, Hochzeit

Die Kraft der Bibel, ein christliches Anspiel zum Thema Gottes Wort und zur Hochzeit für 5 Personen

Sprecher: Tiefe Wolken hingen über dem grauen Nachmittagshimmel und der Regen peitschte unaufhörlich gegen die Fenster. In der Arztpraxis im zweiten Stock saß Herr Greve angespannt im Wartezimmer und wartete darauf, dass sein Name über die Sprechanlage aufgerufen würde. Seine Stimmung passte heute ausgezeichnet zu dem trüben Wetter, denn der Arzt hatte schon bei der Untersuchung einige Bedenken geäußert. Er rätselte noch, wie wohl die Diagnose ausfallen könnte, als ihn plötzlich die Stimme einer Schwester aus seinen Gedanken herausriss.

Schwester: Herr Greve bitte in Nr. 2, Herr Greve.
Guten Tag, Herr Greve. Bitte nehmen sie hier Platz, der Doktor kommt sofort. Da ist er ja schon. (geht)

Doktor: Guten Tag.

Herr Greve: Guten Tag.

Doktor: Ich möchte nicht lange um den heißen Brei herumreden, sondern ihnen gleich die Ergebnisse mitteilen. Wir haben sie einige Male lange und gründlich untersucht. Ich habe auch den Rat anderer Ärzte hinzugezogen und alle gaben mir die gleiche Diagnose: Sie haben Tumor, jedoch nicht bösartig.

Herr Greve: Ist es sehr schlimm? Bestehen Hoffnungen?

Doktor: Noch ist er heilbar. Wir wollen unser Bestes tun. Ob wir Erfolg haben werden, liegt allein bei Gott. Ich stelle ihnen alle meine Geräte und Kenntnisse zur Verfügung, doch nur Gott allein hat die Macht über Leben und Tod. Sind sie bereit, mit der Behandlung zu beginnen?

Sprecher: Herr Greve kam sofort in Behandlung. Nach einigen Operationen und Therapien trat bei ihm allmählich die Genesung ein. Während er sich im Krankenhaus von seiner Krankheit erholte, besuchte ihn der Pastor seines Heimatortes bei einem seiner Krankenbesuche.

Pastor: Wir freuen uns, dass sie auf dem Weg der Besserung sind. Als sie krank waren, hat die Gemeinde für sie gebetet und Gott hat die Gebete erhört.

Herr Greve: Lieber Herr Pastor, lassen sie mich mit ihrem Christentum in Ruhe. Der eine sagt so und der andere so, und am Ende weiß man gar nicht mehr, was man glauben soll. Und so habe ich mir meinen eigenen Glauben zurechtgemacht.

Pastor: Haben sie vielleicht schon einmal daran gedacht, dass es Gott war, der ihnen die Genesung geschenkt hat?

Herr Greve: Gott hat mit meiner Genesung überhaupt nichts zu tun. Nur meiner eigenen Willenskraft zum Leben und der guten Medizin habe ich es zu verdanken, dass ich wieder gesund werde.

Sprecher: Der Pastor verabschiedete sich. Es gab ihm einen Stich ins Herz, das er bei seinem Krankenbesuch auf so oberflächliche und doch entschlossene Abwehr traf. Hier schien jedes weitere Gespräch überflüssig und darum ging er.
Ein Vierteljahr später traf der Pastor Herr Greve in einer seiner Bibelstunden wieder. Da saß er auf der vordersten Reihe und nickte ihm freundlich zu. Nach der Bibelstunde kam er auf ihn zu und sagte:

Herr Greve: Herr Pastor, ich habe eine Bitte an sie!

Pastor: Wenn ich kann, will ich sie ihnen gerne erfüllen. Worin besteht sie?

Herr Greve: Ich habe eine Schwägerin, die in irgendeiner Sekte ist. Und nun hat sie ganze kindliche Auffassungen von der Bibel. Dauernd verfolgt sie mich mit ihren Bibelsprüchen. Leider kann ich ihr gar nichts entgegnen, weil ich die Bibel nicht kenne. Das ist schließlich auch ein schweres Buch. Weil ich aber meiner Schwägerin jetzt einmal richtig widerlegen will, möchte sie bitten: Lehren sie mich die Bibel.

Pastor: Kennen sie das ABC?

Herr Greve: Aber gewiss!

Pastor: (gibt ihm eine Bibel) Das will ich ihnen schenken, wenn sie mir versprechen, dass sie es ganz durchlesen wollen.

Sprecher: Herr Greve nahm die Bibel und ging. Nach einem Vierteljahr traf wieder auf den Pastor.

Pastor: Nun, wie ist es ihnen mit der Bibel ergangen?

Herr Greve: Ganz eigentümlich ist es mir ergangen. Ich fing an zu lesen. Und da war vieles, das verstand ich nicht. Weil ich aber versprochen hatte, das Buch durchzulesen, machte ich weiter. Dann fand ich vieles, was mich schrecklich ärgerte. Es war, als wenn da einer auf mich sticheln wollte. Am liebsten hätte ich das Buch an die Wand geworfen. Aber weil ich es versprochen hatte, las ich weiter. Und dann fand ich vieles, was mich langweilte. Aber ich las weiter. Und sehr vieles – ja, ich muss offen sagen , – fand ich, das mich getröstet hat, wie mich noch nie etwas getröstet hat. Und als ich das Buch durch hatte, da musste ich zu mir sagen: Wenn das wahr ist, was in diesem Buch steht – und es ist wahr – dann bist du, wenn du wie bisher ohne Gott weiterlebst, ein verlorener Mann. Und dann gab es in meinem Herzen einen heißen Kampf, bis ich diesem Buch recht gab. Nun soll es die Grundlage meines Lebens werden.

Pastor: Es freut mich, dass sie zu dieser Erkenntnis gekommen sind und dass die Bibel auch heute noch die Kraft hat, Menschen zu verändern. Aber was sagt denn ihre Schwägerin dazu?

Herr Greve: Nachdem ich die Bibel durchgelesen hatte, habe ich gemerkt, dass sie keiner Sekte an gehört, sondern dass sie eine bibeltreue Christin ist.

Sprecher: Liebes Brautpaar, lasst euch durch die Aussagen der Bibel verändern, damit eure Mitmenschen auf Christus aufmerksam gemacht werden. Denn ein vorbildliches Leben nach dem Wort Gottes bewirkt mehr, als ein Versuch, die Bibel zu verteidigen.

-ENDE-

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