Nov 30 2007
Ich will nicht zurückbleiben!
Ich will nicht zurückbleiben, ein christliches Anspiel zum Thema Ewigkeit und Evangelisation für 4 Personen
Mutter: Verena, nimm doch bitte diese Äpfel und bringe sie Frau Lorenz, wir haben ja so viel geerntet.
Verena: Sicher, Mama.
Autor: Verena nahm den Korb und ging zu Frau Lorenz’ Haus. Sie schellte, aber niemand machte auf. Als Verena die Klinke herunterdrückte, öffnete sich die Tür. Seltsam! Sie war unverschlossen. Verena klopfte an die Küchentür. Keine Antwort. Sie klopfte an die Wohn- und an die Schlafzimmertür. Sie rief:
Verena: Hallo! – (zu sich) Vielleicht ist Frau Lorenz hinter dem Haus.
Autor: Aber auch dort und im Garten war niemand zu sehen, außer der Katze.
Verena: Wie sonderbar. Das ist doch gar nicht die Art von Frau Lorenz, auszugehen und alles offen zu lassen, wo sie doch sonst so sorgfältig ist. – (aufgeregt) Sollte der Herr Jesus gekommen sein und Frau Lorenz und alle wahren Christen zu sich geholt, mich aber zurückgelassen haben?
Autor: Wie betäubt sank Verena auf einen Stuhl. Jeder wusste, dass Frau Lorenz eine wiedergeborene Christin war, denn sie sprach zu den Leuten von ihrem Heiland. Auch mit Verena hatte sie oft ernste Gespräche geführt. Sie hatte ihr erklärt, wie wichtig es ist, dem Herrn Jesus seine Sünden zu bekennen, um errettet zu werden. Denn bald würde er wiederkommen und alle die zu sich nehmen, deren Sünden Er mit Seinem Blut abgewaschen hatte. Warum hatte sie nur der freundlichen Aufforderung von Frau Lorenz nicht Folge geleistet? Wie oft hatte sie sich nach solchen Gesprächen vorgenommen, den Herrn Jesus als ihren Retter und Heiland anzunehmen. Und jetzt – war es zu spät? Verena war erschrocken und verzweifelt. Einige Minuten später öffnete sich die Tür und Frau Lorenz trat ein. Verena seufzte erleichtert. Es war noch nicht zu spät.
Frau: (überrascht) Verena, wie schön, dich zu sehen. Aber wie bist du hier hereingekommen? Ich war ja schon erstaunt, dass die Tür offenstand.
Autor: Verena erzählte nun, wie es ihr ergangen war.
Frau: Dann muss Barbara mich falsch verstanden haben, als sie zur Arbeit ging und die Tür nicht zuschloss.
Verena: Ich denke, Gott wollte es so, dass die Tür unverschlossen blieb.
Autor: Als Frau Lorenz sie fragend ansah, erzählte Verena, was sie gerade erlebt hatte.
Verena: Und jetzt will ich keinen Augenblick länger zögern. Bitte, liebe Frau Lorenz, helfen sie mir, dass ich bereit bin, wenn der Herr Jesus wiederkommt.
Frau: Dann musst du jetzt mit dem Herrn Jesus sprechen.
Autor: Beide falteten ihre Hände und knieten nieder zum Gebet. Verena sagte dem Herrn Jesus, was für ein böses Mädchen sie oft gewesen war. Wie sie den Eltern manches Mal nicht gehorcht, wie sie gelogen und gestohlen hatte. Ja, alles was ihr einfiel, bekannte sie dem Heiland. Sie bat Ihn, Er möge doch alle ihre Sünden wegnehmen.
Frau: Nun dank Ihm auch, Verena.
Verena: Aber ich merke doch gar nicht, dass der Herr Jesus mich errettet hat.
Autor: Ja, zunächst hatte Verena Mühe, zu erfassen, dass der Herr Jesus ihre Sünden weggenommen hatte. Sie hatte Schwierigkeiten zu verstehen, dass der Herr “nur” auf dieses ihr ernstes Gebet gewartet hatte, um sie zu erretten. Doch bald schenkte Gott ihr die Gewissheit, sein Kind zu sein und sie konnte freudig sagen:
Verena: Ich bin Gottes Kind und nun gehe ich mit, wenn der Herr Jesu wiederkommt. Ich werde nicht zurückgelassen zum Gericht.
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