Nov 20 2007

Ich habe einen starken Gott

Geschrieben von at 01:10 in Ewigkeit

Ich habe einen starken Gott, ein christliches Anspiel zum Thema Ewigkeit für 6 Personen

Sprecher: Die Geschichte spielt an Bord eines Transportflugzeuges, das sich nachts hoch über der Erde inmitten eines gewaltigen Sturms befindet. Die große Gefahr verbirgt sich darin, dass die Verbindung mit der Erde unterbrochen ist und sie die Orientierung verloren haben. Wie ein riesiger Vogel verschwand die Maschine im Dunkel der Nacht. Die starken Motoren kämpften lautstark gegen die Gewalt der Natur und der feine Hagel trommelte zum Kampf.

Bernd: (brummend) Das Wetter ist natürlich bestens – keine Einwände. Aber das die Meteorologen sich mal wieder so verschätzt haben!?

Fredi: Die Menschen können ja nicht alles wissen.

Bernd: Richtig, aber um so einen Sturm zu übersehen, muss man einfach ein Idiot sein.

Fredi: Junge, du siehst alles wieder im schwarzen Licht.

Bernd: Meinst du? Abwarten! Wenn wir mit gebrochenen Händen und Füßen krampfhaft versuchen werden das Wrack dieses Kastens zu verlassen, wirst du anders reden.

Fredi: (lachend) Du alter Brummtopf! Wir sind ja schon des Öfteren in solchen Stürmen gewesen und ist uns je was passiert? Noch ein paar Stunden und dann haben wir Feierabend. Du wirst es dir dann wieder gemütlich machen, und wenn dann dein kleines Töchterchen kommt, singt sie dir geistliche Lieder.

Bernd: Geistliche Lieder… hm bei uns unmodern… „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden“ …Ha – ha…Friede?! Überall wird auf Menschen geschossen und gleichzeitig sitzen Tausende in warmen Zimmern und singen andächtig vom Kind in der Krippe.

Fredi: So wie ich sehe, bist du keiner guten Meinung von solchen?

Bernd: (grob) Ne!

Fredi: (etwas aufgeregt) Vielleicht klingt meine Frage etwas zu persönlich, aber warum bist du so ein Gegner von allem Religiösem?

Bernd: Darüber reden wir jetzt nicht.

Fredi: Warum nicht?

Bernd: Darum… Im Grunde habe ich nichts gegen religiöse Leute. Aber mir sind die Menschen zuwider, die behaupten, sie seien aufrichtige Christen und in Wirklichkeit gar keine sind. Ich denke es gibt nur solche, denn ich bin nie anderen begegnet.

Fredi: Ja, aber…

Bernd: Ich weiß schon, was du sagen willst. „Christen sind eigentlich auch nur Menschen!“ So?! Das habe ich schon öfter gehört. Aber in Wirklichkeit sagt ihr damit nur aus, dass zwischen einem Gläubigen und einem Ungläubigen gar kein Unterschied ist. – Außer am Sonntag, da geht der eine zur Kirche und der andere ins Kino. Aber wenn der Unterschied nur darin besteht dann…

Fredi: Stimmt nicht! Es gibt viele die ihren Glauben leben.

Bernd: Aber dann verstecken sie sich immer wenn ich komme, denn ich bin noch nie einem begegnet.

Fredi: Vielleicht hast du noch nie auf solche geachtet?

Bernd: Fredi hör mal (ernst) wir haben einander nichts vorzumachen. Ein jeder Mensch will glücklich sein und jeder sucht in seinem Leben Halt. Ich auch! Aber wie kann ich das erfahren, dass Gott mich glücklich machen will. Ich muss es doch in erster Linie bei denen sehen, die sich auf Gott verlassen und ihn fürchten. Zeig mir einen der so lebt.

Sprecher: Es trat eine Stille ein. Fredi wusste nicht was er antworten sollte. In all dem was Bernd behauptete, verbarg sich ein Teil Wahrheit. Aber im großen Ganzen hatte Bernd nicht recht. Was soll er Bernd antworten? Er brauchte ja nur auf sich zu sehen, um festzustellen, dass er nicht der Mann ist, auf den der Mechaniker hören will. Um genauer zu sein, er ist nicht der Mensch, dessen Vertrauen auf Gott als Beispiel genannt werden kann. Endlich bricht Bernd das Schweigen.

Bernd: Hör mal! Lass uns das Thema wechseln. Ich habe für meine Tochter eine Puppe gekauft. Wie gefällt sie dir?

Fredi: (zerstreut) Super!

Bernd: Die kann gehen. Guck mal, sie ist mit Batterien.

Fredi: Sie war bestimmt teuer?

Bernd: Aber sie gefällt mir… Moment mal.

Fredi: Was ist das denn?

Sprecher: Ein tiefes Schweigen. Bernds Augen bleiben an der Kanzel haften. Der Co – Pilot verlässt das Cockpit und begibt sich in das hintere Teil der Maschine. Seine Gesichtszüge verraten den Ernst der Situation.

Bernd: Wir verlieren an Höhe!

Bill: Tja, ich glaube das Leitwerk ist defekt. Auf jeden Fall lässt sich dieser Kasten nicht mehr lenken.

Sprecher: Bill wartet auf die beiden Männer und begibt sich wieder ins Cockpit. Fredi bekommt die Anweisung, die Verbindung mit der Erde herzustellen. Er schickt pausenlos ein Signal nach dem anderen. Seine Stirn ist mit Schweiß bedeckt. Allein bei dem Gedanken, dass es bis zum nächsten Flughafen noch eineinhalb Flugstunden sind. Bernd betritt das Cockpit um die Situation mit den Piloten zu besprechen. Aber die können auch nur sehr ungenau sagen, wo man sich befindet. Bob, der Pilot, schaltet den Suchscheinwerfer an und richtet ihn zur Erde. Das starke Licht verliert sich im Nebel. Es sind schlechte Aussichten. Bei so einem Wetter eine Landestelle zu finden, ist unmöglich.

Bob: (schroff) Bernd, setz dich auf deinen Platz und leg die Gurte an. Bereite dich zu einer Notlandung vor.

Bernd: Das heißt, ich soll mich auf den Tod vorbereiten? Ich bin ja nicht das erste Mal in der Luft. Für uns besteht keine Möglichkeit unversehrt zu landen?

Bob: Das sehen wir nachher. Und jetzt setz dich auf deinen Platz.

Sprecher: Bernd dreht sich um und geht in das Heck der Maschine, wo Fredi immer noch am Funken ist. Sein Hilferuf dringt durch die Nacht und Sturm. Er bekommt keine Antwort. Aber sein Ruf wurde gehört – von Gott. Ganz ruhig schildert Bernd ihm die Situation.

Fredi: Das heißt. ..das heißt… Ende?

Bernd: Ja, höchstwahrscheinlich ist das das Ende. Aber Fredi, ich denke es wird nicht schrecklich sein. Ein Aufprall – und alles ist aus.

Fredi: Es ist dann noch nicht alles aus, denn du und ich müssen vor Gott Rechenschaft ablegen.

Bernd: Das sagt deine Angst vor dem Tod!

Fredi: Und du hast keine Angst?

Bernd: Fredi, ich wollte dich nicht beleidigen. Vielleicht hast du…

Fredi: Was hab ich?

Bernd: Ach, nichts!

Sprecher: Vorne im Cockpit des Flugzeugs sitzen die Piloten. Bob versucht mit seinen Augen die Dunkelheit hinter dem Cockpitglas zu durchbohren, um etwas zu erkennen. Seine starken Hände halten den Steuerknüppel. Äußerlich strahlt er eine Ruhe aus.

Bill: Und du denkst, dass wir eine Möglichkeit haben zu landen?

Bob: Bei Gott sind alle Dinge möglich.

Bill: Bob, du bist sonst so schweigsam. Wir waren solcher Meinung, du wärst aus Eisen. Sag mal ehrlich – hast du auch Angst?

Bob: Ich habe Angst, aber ich weiß, dass mein Gott mich nicht verlässt.

Sprecher: Langsam schaukelnd schwebt die Maschine über der Erde. Plötzlich erscheint im Lichtkegel des Scheinwerfers so etwas wie ein Fluss mit reißenden Wasserströmen. Mit verzweifelter Anstrengung versucht Bob die Maschine unter Kontrolle zu halten. Bis zum letzten Augenblick versucht er alles, um die Katastrophe vorzubeugen. Nur noch etliche Sekunden und die Maschine stürzt ins Wasser.
Als Erster kam Bernd zu sich. Er schaute sich fragend um und versuchte über das Geschehene den Überblick zu gewinnen. Sie waren abgestürzt und er lebt. Durch einen Riss im Rumpf der Maschine kam das Wasser. Als er seine Gurte abgelegt hatte, kam Bill.

Bill: Bernd ist dir etwas passiert?

Bernd: Keine Ahnung, wahrscheinlich nicht. Meine Hände und Füße kann ich jedenfalls bewegen.

Sprecher: Sie eilten zu Fredi. Zum Glück war ihm nichts passiert und sie konnten ihn wieder ins Dasein zurückholen. Zu Dritt gingen sie ins Cockpit, wo Bob in seinem Sitz bewusstlos lag. Sein Bein war gebrochen. Behutsam hoben die Freunde ihn auf und trugen ihn ins hintere Abteil. Das Wasser stieg. Es wurde langsam Zeit das Wrack zu verlassen. Durch die Außentür gelangten sie auf die linke Tragfläche der Maschine. Man wusste nicht genau, wurde es vergessen oder vernachlässigt, aber die Rettungsausrüstung fehlte. Es wehte ein kalter Wind und sie standen da mit ihren nassen Kleidern. Wie lange sie das wohl aushalten werden? 20 Minuten, vielleicht eine halbe Stunde.
Bill feuerte eine Leuchtrakete ab. Ob die wohl einer sieht? Und wenn, wer wird sich bei diesem Wetter ins Wasser wagen. Zentimeter um Zentimeter sinkt das Flugzeug in die reißenden Fluten.

Bernd: So halten wir es hier nicht lange durch. Schieß noch eine Rakete.

Sprecher: Bernd reicht Bill sein Schießgerät, und Bill feuert es ab. Ein heller Feuerstahl erhebt sich über den Männern. Und dann passiert etwas Schreckliches. Eine starke Windböe reißt Bernd von der Tragfläche des Flugzeugs in die gähnend – schäumende Tiefe. Mit Entsetzen schauten die drei Männer ihrem Freund nach. Im Toben und Lärm des Sturms hörten sie nur noch die Worte:

Bernd: Zur Hilfe! O Gott!

Sprecher: Eine Seele in Not! Kann Gott denn nicht hören? In wilder Verzweiflung schlägt Bernd um sich, kämpfend mit der Kraft die ihn zu verschlingen droht, dass Wasser das ihn gepackt hat mit der kalten Kraft des Todes.
Leben will er! Leben! Für seine Frau, für die Tochter. Verzweifelt sucht er mit den Händen Halt im Wasser. Und wirklich, er entdeckt etwas Festes. Das Wasser hatte ihn zum Leitwerk der Maschine getrieben. Er musste alle seine Kräfte daransetzen, um sich am Höhenruder festzuhalten. Und nun hängt er da bis zur Hälfte im Wasser. Er lebt! Aber wer weiß, wie lange er es so aushält? Vielleicht wäre es für ihn besser im Wasser zu bleiben? O nein! Denn er will ja nicht sterben. Er hat Angst vor dem Tod. Gerade jetzt, wo das Wasser ihn wie ein gähnendes Grab umgibt, wo er den Tod so nahe spürt, überfällt ihn eine panische Angst.
Er darf nicht sterben! Er muss ja vor Gott treten und dazu ist er noch nicht bereit. Dieses hatte er jetzt begriffen. Die anderen drei Männer auf der Tragfläche, schießen eine Rakete nach der anderen in die Luft. Bernd klammert sich mit seinen schon steifen Händen an das Leitwerk. Er will leben, hat aber keine Kraft dem Tod zu widerstehen. O Gott!…?

In seiner ernsten Lage hat er den Namen Gottes angerufen. Aber ist er wirklich der Gott, von dem gesagt wird, er stößt die zu ihm kommen nicht weg? Oder ist er jetzt weit weg von ihm? Ein strafender Gott, welcher gleichgültig auf die Leiden der Menschen schaut. In einer ausweglosen Situation, starr vor Kälte, hängt Bernd am hintersten Teil der Maschine, welche langsam aber sicher sinkt. Er spürt wie seine Kräfte ihn verlassen. Noch einige Augenblicke und dann hört er ein Freudenschrei. Es ist Fredi, sein Schrei übertönte den Sturm. Hilfe kommt… Er kann es nicht glauben. Dreht den Kopf in Richtung Ufer und sieht ein schwaches Licht. Vielleicht ist es ein Boot, überlegt Bernd, welches die Rettung bringt! Die Hoffnung gibt ihm neue Kraft und er zieht sich wieder höher übers Wasser.
Die Leute auf der Tragfläche der Maschine rufen um Hilfe. Gespannt hinhörend vernimmt Bernd die Antwort. Es ist die Stimme eines Mannes aus dem Boot. Das Boot naht sich dem Flügel, wo in letzten Kräften die drei Männer kauern.

Fredi: Wir haben einen Verletzen, ihn zuerst.

Sprecher: Als Fredi und Bill auch ins Boot gestiegen waren, blieb nur ein schmaler Streifen der Bordwand über Wasser.

Bootsmann: Das Boot ist viel zu klein und dazu auch noch sehr alt. Aber am Ufer war kein anderes. Ich werde rudern und ihr schöpft das Wasser raus. Bis zum Ufer ist es nicht weit, aber der Sturm ist so stark und es ist sehr gefährlich.

Sprecher: Der alte Bootsmann setzte sich an die Ruder und legte ab. In diesem Moment erschallt ein herzzerreißender Schrei eines Mannes. Mit erstarrten Gesichtern hielten die Männer im Boot den Atem an.

Bootsmann: Ist da noch jemand?!

Fredi: Bernd! Und wir dachten er ist schon ertrunken!

Bootsmann: Für fünf Personen ist das Boot zu klein. Wir gehen alle unter. Seht wie tief das Boot schon jetzt ist.

Bill: Sie haben recht! Es geht nicht. Wir können Bernd nicht retten!

Bernd: Lasst mich hier nicht allein. Helft mir im Namen Gottes, helft…

Bootsmann: (leise)Im Namen Gottes…

Sprecher: Dann wendet der Bootsmann das Boot und rudert wieder zum sinkenden Flugzeug.

Bill: Was machen Sie? Wir kommen doch alle um. Sie haben es doch selbst gesagt.

Sprecher: Der Alte antwortete nicht. Schweigend rudert er in die Richtung, von der der Hilferuf kam. Als er Bernd erblickt, steuert er geschickt das Flugzeug an. Dann steigt er auf die Maschine. Mit einem Griff zieht er Bernd aus dem Wasser, nimmt ihn wie ein Kind auf den Arm und trägt ihn ins Boot. Ein unvorsichtiger Schritt, ein Windstoß und beide können ins Wasser fallen.

Bill: Das ist doch hirnverbrannt! Das Boot ist jetzt schon überladen!

Bootsmann: Und deswegen dürft ihr nicht länger hier bleiben. Fahrt in die Richtung, da ist das Ufer und da findet ihr auch mein Haus.

Bill: Aber.. .wie ist es mit Ihnen?!

Bootsmann: Ich habe einen starken Gott. Ich bin bereit zum Sterben. Und euer Freund, wie ich sehe, nicht.

Fredi: Aber das ist ja schon… das geht doch nicht.

Sprecher: Zur Antwort gab der Alte einen Stoß. Er stieß das Boot vom Flugzeug ab. Wie erstarrt blickten die Männer dem alten Bootsmann nach, bis er in der Dunkelheit verschwand. Dann ruderten sie in Richtung Ufer. Bernd saß immer noch wie vorm Kopf geschlagen. Von Zeit zu Zeit hob er den Kopf und schaute in die Richtung, wo in der gähnenden Dunkelheit der Bootsmann verschwunden war. Endlich – endlich ist das Ufer erreicht. Sie sind gerettet! Bill und Fredi schleppen den verletzten Bob ans Ufer. Bernd jedoch bleibt sitzen. Fredi ruft ihn aufs Land, bekommt aber keine Antwort. Denn Bernd hat abgelegt und ist in wenigen Augenblicken in der Nacht verschwunden. Nur noch das rauschende Wasser ist zu hören. Bernd legt alle seine Kräfte an, um wieder zu seinem Retter zurückzukehren. Er rudert was er kann. Die Wasserströme zerschlagen sich schäumend am Boot. Es sieht so aus, dass Bernd keine Müdigkeit kennt, trotz allem, was er in den letzten Stunden erlebt hat. Brennende Gedanken durchbohren sein Herz. Ich muss zum Unfallort zurück. Ich kann nicht zu meinen Freunden zurückkehren, wenn da noch ein Mensch ist, der sein Leben für mich riskierte.
Im wilden Tanz heben die Wellen das Boot und lassen es wieder fallen. Bernd hat nur noch einen Gedanken, zurück zu dem übriggebliebenen Rest des Flugzeugs, um den Alten Bootsmann zu retten. In der Dunkelheit kann er sich schlecht orientieren. Wahrscheinlich dreht das Boot nur Kreise und kommt nicht voran. Ist denn alles vergebens? Doch bald wird im Westen der Himmel heller. Bernd spürt wie ihn die letzten Kräfte verlassen. Der Wind verweht nach und nach den Morgennebel. Und dann bietet sich ein trauriger Anblick. Nur noch eine kleine Spitze vom Leitwerk ragte aus dem Wasser. Ein herzzerreißender Schrei riss sich aus seiner Brust. Der Alte war nicht mehr da… er war verschwunden… umgekommen in den Fluten des Wassers. Bernd stand im Boot in seiner voller Größe. Der Wind wehte um sein Gesicht, welches tiefes Leid widerspiegelte. Er ballte seine Fäuste, bis die Glieder ihm schmerzten, dann fiel er hin und weinte wie ein Kind…

Bernd: Der Alte ist ertrunken. Er hat mir das Leben gerettet, weil ich ihn bat, “Im Namen Gottes”. Fredi hatte ich gebeten, mir einen Menschen zu zeigen, der auf Gott vertraut. Und jetzt habe ich ihn gesehen. Und…und jetzt, o Gott! Vergib mir! Vergib mir meine Sünden, mein sinnloses Leben. Errette mich, denn ich gehe verloren. Ich habe dich da im Wasser gespürt. Als die Ströme mich umgaben und mitrissen, hast Du Rettung geschickt. Und jetzt rette meine Seele von dem Verderben. Du, der du so fern und doch so nahe bist.

Bootsmann: (sitzend)Ich habe einen starken Gott! Er gab auch für dich sein Leben.

Bernd: Eine Stimme? Diese altbekannten Worte, die ich früher so oft gehört habe und die doch meinem Herzen nichts sagten. Wem gehört diese Stimme? Vielleicht ist es Jesus, welcher gekommen ist, um in meinem engen, kalten Herzen Wohnung zu machen?

Sprecher: Auf dem Wasser schaukelt ein einsames Boot. Ein Mann sitzt darin, ein Mensch um dessen Seele Gott kämpft. Denn Jesus ist ja gekommen um das Verlorene zu retten, um Frieden zu geben den Mühseligen und Beladenen. Denen die unter der Last der Sünden und des Elends sind. Er trug unsere Missetat und Sünden. Er fing in der Krippe an und vollendete es am Kreuz auf Golgatha. Er hat gesiegt. Und jetzt steht er und klopft an Bernds Herz. Das Kind aus Betlehem, welches zum größten Retter von Golgatha geworden ist.

Etliche Stunden später fanden Fredi und Bill ihren Freund besinnungslos im Boot liegen, welches ans Ufer getrieben worden war. “Armer Junge”, sagte Bill. Aber im Himmel freuen sich die Engel. Sehen wir nicht da unter den frohlockenden Engeln den Alten Bootsmann?

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