Apr 23 2009
Der Fabrikant
Der Fabrikant, ein christliches Anspiel zum Thema Evangelisation für 7 Personen
Fabrikant: Heute spür ich meine Lunge stärker als sonst. Es wird immer schlimmer! Ich muss mich hinlegen!
Frau: Soll ich den Arzt holen?
Fabrikant: Ja, mein Hausarzt ist ein guter Freund von mir. Lass ihn sofort kommen. Ihm kann ich wenigstens trauen.
Sprecher: Die Frau machte sich auf den Weg. Verschiedene Gedanken flogen ihr durch den Kopf. Sollte ihr Mann an einer schlimmen Krankheit leiden? Was wohl der Doktor sagen wird? Als der Arzt hörte, dass sein Freund krank ist, machte er sich sofort auf den Weg. Dort angekommen untersuchte er seinen Freund und sagte dann ruhig:
Arzt: So, ich gebe dir jetzt eine Spritze und du wirst sehen wie schnell du wieder auf den Beinen bist! Aber jetzt muss ich gehen. Tschüss!
Fabrikant: Tschüss, danke für deine Mühe.(Kurze Zeit später) Wie siehst du denn aus und wieso weinst du? Hat er dir etwa was anderes gesagt?
Frau: Ja! (traurig)
Fabrikant: (erschrocken) Was, so ein Lügner! Ruf sofort Professor Derksen an und bitte ihn schnell zu kommen, ich bekomme solche Beklemmungen.
Sprecher: Kurze Zeit später kam Professor Derksen. Nach der Untersuchung sagt er:
Professor: Wenn sie es genau wissen wollen – menschliche Hilfe ist hier völlig ausgeschlossen. Regeln sie so schnell wie möglich ihre Geschäfte, denn bald wird eine Bewusstlosigkeit eintreten, aus der sie nicht mehr aufwachen. Das ist alles was ich ihnen sagen kann. Auf Wiedersehen.
Fabrikant: Auf Wiedersehen, Herr Professor. Und vielen Dank. (zur Frau) Weine nicht. Mein Testament ist gemacht und meine Geschäfte sind geordnet. Und doch habe ich solch eine Angst vor dem Tode. Ich fürchte, dass es danach ein anderes Leben gibt – und ein Gericht vor Gottes Richterstuhl. Ich bin nicht mit Gott im Reinen. Lasse doch sofort Pfarrer Karo kommen, den Prediger unserer Kirche.
Sprecher: Um acht Uhr kam der Pfarrer, ein bekannter Redner und moderner Wissenschaftler. Er setzt sich aufs Bett und fing an, über allerlei interessante Erfahrungen zu reden. Heftig unterbrach ihn der Kranke.
Fabrikant: Ich habe nicht mehr lange zu leben. Sagen sie mir bitte, Herr Pfarrer, ob es wissenschaftliche Beweise gibt, dass mit dem Tode alles aus ist.
Pfarrer: Beweise nicht so sehr, aber große Wahrscheinlichkeiten. Der Mensch lebt wohl weiter, aber nur in seinen Taten und Werken. Alles andere ist fromme Sage und symbolische Darstellung.
Fabrikant: Ja, so habe ich früher auch gedacht, aber jetzt, wo ich kurz vor dem Tode stehe, glaube ich bestimmt, dass ich vor dem Throne eines heiligen und lebendigen Gottes erscheinen muss. Oder haben sie überzeugende Beweise für ihre Lehre?
Pfarrer: Sie müssen sich zufriedengeben mit dem, was sie erlebt und getan haben.
Fabrikant: Aber das ist es ja gerade: Meine Taten klagen mich als Sünder an und sagen mir, dass ich verloren bin. Unehrlich in Geldgeschäften, untreu in meiner Ehe, hart gegen meine Arbeitnehmer. Können sie mir denn keine Hilfe bringen in meiner Not wegen meiner Sünden?
Pfarrer: (steht auf) (böse) Bitten sie den Arzt um eine Spritze. Dann wird ihre Angst verschwinden und sie können schlafend hinübergehen.
Fabrikant: Hinüber – aber wohin denn? Ich werde sie vor Gottes Thron anklagen! In meinem Leben haben sie mich irregeführt und jetzt lassen sie mich ohne einen Trost zurück.
Pfarrer: (achselzuckend) Unsinn, diese Argumente für die Vergeltung nach dem Tode! Von einem so gebildeten Menschen hätte ich das nicht erwartet. (er geht)
Fabrikant: Katrin, was soll ich nur machen? Ich habe Angst vor dem Gericht Gottes.
Frau: Unsere älteste Tochter sprach doch seinerzeit so lobend über den jungen Pfarrer Rosting. Er wohnt jetzt in unserer Stadt. Wollen wir ihn nicht bitten, ob er bereit ist, hierher zu kommen?
Fabrikant: Rosting? Ach ja, das ist so ein frommer Schwärmer. Aber auf jeden Fall weiß er, was er glaubt. Geh’ doch selbst mal zu ihm und erzähl ihm alles. Vielleicht kommt er, obwohl es schon sehr spät ist.
Sprecher: Gegen elf Uhr nahm Prediger Rosting neben dem Sterbenden Platz und ergriff dessen bebende Hand. Der Kranke seufzte tief. Dann gab er eine ergreifende Schilderung seines Lebens ohne Gott, seiner Genuss- und Selbstsucht. Einige Male zuckte seine Frau zusammen, als ihr Mann seine Ungerechtigkeit bekannte. Als er erschöpft in die Kissen zurücksank, sagte der Prediger ruhig und sehr ernst:
Prediger: Dann sind sie zweifellos verloren.
Fabrikant: Verloren! – Ja, das sagt mir auch mein Gewissen.
Prediger: Aber Jesus Christus ist gekommen zu suchen und zu erretten was verloren ist. Sobald sie erkennen, dass sie nichts wieder gutmachen können und wie ein Ertrinkender in der Brandung untergehen müssen, dann sind sie reif für die Gnade Gottes. Jesus Christus hat für die Errettung gottloser Sünder so unendlich viel gelitten. Seine Arme strecken sich nach einem jeden aus, der ihn in der Not ausruft. Er nimmt die Sünden so vollkommen weg, als ob sie nie begangen worden wären.
Fabrikant: (plötzlich sehr laut) ALLES ?
Prediger: Ja, alles! Die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden bekommen können.
Sprecher: Es war sehr still im Raum. Danach beteten sie miteinander. Der Prediger las dem Sterbenden nun noch einige Stellen aus der Heiligen Schrift vor:
Prediger: Wer zu mir kommt den werde ich nicht hinaus stoßen. (Joh.6,37) Kommt denn und lasst uns miteinander rechten, spricht der Herr. Wenn eure Sünden wie Scharlach sind, sollen sie weiß wie Schnee werden, wenn sie rot sind wie Karmesin, wie Wolle sollen sie werden.(Jes.1,18) Und das Blut Jesu Christi seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde.(1.Joh.1,7b) (kleine Pause) Glauben Sie, dass Jesus alle ihre Sünden vergibt?
Fabrikant: Ja, ich glaube, dass er alles vergibt.
Sprecher: Er richtete sich ein wenig auf, seine Augen waren weit geöffnet, so als ob sie droben schon die Herrlichkeit sahen. Ein Seufzer noch und er war entschlafen. Die Hinterbliebenen waren tief beeindruckt. Wenn du Jesus Christus noch nicht kennst, so komme heute und bekenne deine Schuld, er wird dir Frieden und das ewige Leben geben. Warte nicht bis es dir erst schlecht geht, sondern komme jetzt, solange du noch jung und gesund bist.
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