Nov 30 2007
Der alte Turm
Der alte Turm, ein christliches Anspiel zum Thema Evangelisation für 4 Personen
Sprecher: Das war eine frohe Überraschung, als der Vater eines Morgens zu seinem Sohn sagte:
Vater: Wilhelm, heute machen wir mal einen schönen Ausflug. In den Ferien wollen wir doch auch etwas sehen.
Sprecher: Unterwegs hielt der Vater plötzlich in einer alten Stadt an. Die Mutter fragte:
Mutter: Warum fahren wir nicht weiter?
Vater: Lasst uns mal die Sehenswürdigkeiten hier anschauen.
Sprecher: Wunderbar waren die alten Häuser mit ihren Fassaden. Reste von der alten Stadtmauer standen da, und Wilhelm hörte nicht auf mit Fragen. Überall wurde seine Neugierde geweckt. Auf einmal standen sie vor einem alten Turm. Er hieß im Volksmund “Schuldturm”.
Vater: Schau mal Wilhelm, wenn früher, in alter Zeit, ein Mann Schulden gemacht hatte, die er nicht bezahlen konnte, dann wurde er solange in diesen Turm gesperrt und festgehalten, bis er alles bezahlt hatte.
Sprecher: Erschüttert schaute Wilhelm auf das alte Gebäude. Dann wurde er sehr unruhig und sagte:
Willi: Vater, der Unglückliche konnte doch in dem Turm kein Geld verdienen. Dann kam der ja nie wieder heraus?
Vater: Doch Wilhelm, es bestand die Hoffnung noch, dass ein anderer kam, sich über ihn erbarmte und für ihn bezahlte. Einer musste kommen und den Mann loskaufen, dann war er frei.
Willi: (ruft) Vater, der Mann war dann aber dem Retter wohl sehr dankbar. Das ganze Leben wird er diese Liebestat nie vergessen haben.
Vater: So ist es mein Junge, das kann ich mir auch gut vorstellen. Doch, Wilhelm, ich kenne sogar einen, der dies getan hat. Ich war auch in einem Schuldturm. Schrecklich war diese aussichtslose Gefangenschaft. Meine Schuld war so groß, dass ich mein ganzes Leben hätte schaffen müssen und ich hätte doch nie etwas abtragen können.
Sprecher: Wilhelm blieb entsetzt stehen.
Willi: Du, Vater? Wie kann das denn möglich sein? Wie bist du denn wieder herausgekommen?
Sprecher: Nun begann der Vater dem Wilhelm zu erklären, dass jeder Mensch vor Gott ein solch großer Schuldner ist. Aufgrund dieser Verschuldung ist der Mensch verloren. Unmöglich ist es, diese Schuld selbst zu bezahlen, darum trifft jeden die ewige Trennung von Gott. Dieser Zustand ist furchtbar. Ewig draußen in Nacht und Grauen. Das ist viel schlimmer, als in solch einem Schuldturm.
Vater: Doch ich weiß, es ist einer gekommen und hat die Schuld bezahlt. Deshalb bin ich frei. Weißt du, wer das ist? Der Herr Jesus! Das hast du sicher auch schon in der Bibelstunde gehört, dass der Herr Jesus in 1.Timotheus 2, Vers 5 sagt: …einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gab als Lösegeld für alle. – Am Kreuze hat Er diese Riesensumme beglichen. Der Preis war Sein Leben, das Er einsetzte zu unserer Erlösung. Im Glauben habe ich diese Gewissheit erlangt.
Sprecher: Wilhelm ist ganz stille geworden. Nachdenklich geht er neben dem Vater her. Nun hat er das Ganze verstanden. Der Entschluss reifte in ihm, doch auch aus dem Schuldturm herauszukommen. Er ruhte nicht eher, bis auch er mit dem Vater bezeugen konnte:
Willi: Auch ich bin ein Losgekaufter. Der Herr Jesus zahlte auch für mich das Lösegeld.
Sprecher: Und was denkst du zu tun? Rufe doch den Herrn Jesus an, dass Er auch dich freikauft. Um das zu erleben, musst du Ihm deine Sünden bekennen und Ihm sagen, dass du Ihm dafür dankst, dass Er auch für dich am Kreuze gestorben ist.
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