Mrz 15 2008

Ali

Geschrieben von Christ at 22:30 in Evangelisation

Ali, ein christliches Anspiel zur Evangelisation für 5 Personen

Ali:   Ich mag es!!!

Mulla:   Aber du kannst kein Christ sein! Du bist Polizist! Und außerdem steht im Koran geschrieben: Wer glaubt, dass Jesus Christus Gottes Sohn ist, begeht Gotteslästerung!

Ali:   Glaubt es mir, ich mag das Kreuz!

Mulla:   Führt sie ab. Er kann das Kreuz nicht mögen! Er ist ein echter Moslem!

Ali:   (In Gedanken) Sie werden sie hinrichten, kaltblütig hinrichten! Es waren zwar politisch Gefangene, aber wir verstanden uns sehr gut. Ich kann die Marschrichtung und die ständige Kontrolle dieser Regierung auch nicht leiden. Und jetzt, alle sechs… Alle an einem Tag - hingerichtet! Sie werden hingerichtet! Und das nur wegen einem Kreuz. Er trug es nur aus Trotz um seinen Ärger über den Islam auszudrücken. Bei dieser Durchsuchung haben sie es gefunden. Es war lächerlich, sie haben alle befragt, obwohl sie von vorne rein wussten wem das Kreuz gehörte. Ich wollte ja alles auf mich ziehen um das Leben der anderen zu retten, aber zwecklos…

Autor:   Ali wurde zum Auspeitschen verurteilt. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten konnte jeder Mitgefangene die Auspeitschung mitverfolgen. Die Revolutionsgarden setzten die Strafe daher nach drei Schlägen aus, da die Auspeitschung eines Polizeibeamten ein schlechtes Bild auf die Regierung warf.
Nach diesem Zwischenfall nahm Ali seinen Dienst als Polizist wieder auf. Als er einen Unfall aufzuklären hatte, fand er am Unfallort ein Notizbuch.

Ali:   Vielleicht finde ich ja seine Anschrift? Das sind ja eine Menge Adressen, 17 Seiten. Doch halt, das sind ja alles Adressen die… Die Leute werden ja alle vom Staat heimlich beobachtet! Ich muss die Eltern warnen, selbst ihre Nachbarn könnten Spione für die Regierung sein!

Autor:   Weil Ali diese Informationen weitergegeben hatte, wurde er seinerseits von den Revolutionsgarden überwacht.

Ali:   (in Gedanken) Sie werden gefälschte Aussagen gegen mich sammeln um mich zu beseitigen. Es bleibt mir nur ein Ausweg! Flucht! Ich muss fliehen!

Autor:   Er entschloss sich Kanada zu seiner neuen Heimat zu machen. Nach seiner Flucht aus dem Iran kam Ali, nach einigen Schwierigkeiten, über die Türkei, Italien und die Schweiz nach Kanada. Als Ali nach Kanada kam, traf er auf Landsleute, die von der Heilsarmee unterstützt wurden.

Landsmann:   (fröhlich) Diese Christen sind sehr nett, sie helfen uns.

Ali:   Aber es sind Christen.

Landsmann:   Du solltest trotzdem bei ihnen um Hilfe bitten.

Ali:   Eigentlich könntest du recht haben. Nicht alle sind feindlich gegen uns gesinnt. Ich will’s versuchen.

Autor:   Bei seinem ersten Besuch überraschte Ali, den Mitarbeiter der Heilsarmee, als er während des Gesprächs plötzlich sagte:

Ali:   Ich möchte etwas mehr über das Christentum wissen.

Heilsarmist:   Ich will dir gerne davon erzählen…

Autor:   Sie kamen in ein ernstes Gespräch über Jesus Christus, und Ali erfuhr, dass Gott ihn liebte und dass Jesus in die Welt gekommen sei, Menschen von der Sünde zu erretten.

(Heilsarmist holt inzwischen Bücher.)

Ali:   Ich bin erstaunt, wie unterschiedlich der moslemische und der christliche Erlöser sind. Die Mullas sagen, dass wenn der moslemische Erlöser kommt, er seine Feinde töten wird. Er wird auf einem Pferd reiten und seine Feinde abschlachten. Aber davon ist bei Jesus ja gar nicht die Rede. Nein ganz im Gegenteil, man spricht nur von Liebe, Frieden von Freude und sogar von Vergebung! Wenn das stimmt…

Heilsarmist:   Hier Ali, ich will dir diese Bibel schenken, und dieses Buch, beide beschreiben den Weg zu Jesus Christus und somit zum ewigen Leben! Wenn du aufmerksam lesen wirst, wirst du erkennen wie Jesus Christus wirklich ist. Wenn du dich ihm ganz übergibst wirst du merken, wie wahr der Glaube an Jesus Christus ist. Ali, ich wünsche dir das Beste, lies nur darin. Ich würde mich freuen, wenn du auch zu unserem Gottesdienst kommen würdest.

Ali:   Ich werde in den Büchern lesen. Ich verspreche es ihnen.

Autor:   Ali begann die Bibel zu lesen, jeden Tag fast 10 Stunden. Eifrig studierte er die vier Evangelien; allein das Johannes-Evangelium las er ungefähr zwölfmal.

Ali:   (zu sich) Es ist merkwürdig, ich beginne Jesus zu lieben. Nun habe ich das Johannes-Evangelium durchgelesen, und ich kann nicht einmal mehr die iranische Regierung hassen.

Autor:   Ali begann zu Jesus zu beten. Am nächsten Sonntag kam eine Predigt über Johannes 1,6: Es war ein Mensch von Gott gesandt, der hieß Johannes. Nach der Versammlung bat Ali den Prediger um ein Gespräch, in dessen Verlauf dieser ihm das Evangelium von Jesus Christus und den Weg zum Heil erklärte. Ali konnte diesen Tag nicht vergessen.

Landsmann:   Ali, ich habe so ein merkwürdiges Gefühl, als würde noch
jemand in diesem Zimmer leben.

Ali:   Du hast recht, Jesus ist nun mit mir, egal wo ich bin! Er hat mir alles vergeben! Ich durfte ein neues Leben beginnen! Ich würde mich freuen wenn auch du Jesus finden würdest. Weißt du, ich bin ja so glücklich! Ich werde dem Prediger einen Dankesbrief schreiben.

Ich danke Gott und seinem Sohn Jesus Christus, der mich in Ihrem Büro wiedergeboren hat. Als Sie Ihre Hand auf meine legten, fürchtete ich, Ihre Hand würde an meiner Sünde verbrennen. Doch als Sie anfingen zu beten, spürte ich, wie ein Gewicht von mir abfiel. Ich fühlte mich erleichtert. Es war der schönste Tag in meinem Leben. Ich verließ den Saal, und das Wetter war viel schöner als vorher. Das Gras war so grün und rein, die Bäume so herrlich. Ich hätte alle umarmen und rufen können: Leute, ich bin ein Christ und Nachfolger Jesu geworden! Bitte nennen Sie mich von nun an Johannes, denn ich habe als erstes das Johannes-Evangelium gelesen.

ENDE

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