Okt 30 2007

Warten auf Erlösung (Teil 3)

Geschrieben von at 00:45 in Advent

Warten auf Erlösung, ein christliches Anspiel  zum 3. Advent für 5 Personen

Kind: Papa, erzählst du heute wieder eine Geschichte?

Vater: Zünde schon mal die Kerzen an und dann setzt du dich hier zu mir.

Kind: Gibt es noch eine Geschichte, wo Menschen gewartet haben?

Vater: Oh ja, sehr viele. Hör zu: Weißt du, ich habe dir doch oft erzählt, dass das Volk Israel von fremden Völkern bedroht wurde. So war das auch in der Zeit, von der ich heute erzählen möchte. Der König von Aram und der König von Israel belagerten Juda, um Jerusalem einzunehmen. Der König und das ganze Volk bekamen Angst. Der einzige Ausweg aus dieser Gefahr, schien ein Bündnis mit dem mächtigen Assyriern zu sein. Doch Gott, der noch viel mächtiger ist, den hatten sie vergessen. Aber es gab da noch einen Propheten, zu dem Gott redete.

Kind: So wie du jetzt mit mir redest? Wie hieß der denn?

Vater: Ich weiß nicht genau wie Gott mit Jesaja sprach, aber wir wissen aus der Bibel, dass Jesaja Gott verstanden hat und das ist wichtig! – Doch leider hat der König nicht auf Gott gehört: Einsam stand der König Ahas mitten im hektischen Treiben der Stadt die sich wieder auf eine Belagerung vorbereitete. Reiter jagten im Galopp durch das nahe Quelltor nach Süden.

Jesaja: Komm Schear – Jaschub, wir müssen zum König.

Ahas: (vorwurfsvoll) Jesaja, was machst du hier? Bist du gekommen, um mir Angst zu machen? Ich möchte nicht hören, was du sagst. Ich habe wichtige Fragen zu klären. Zwei Königreiche ziehen herauf und ich muss eine Entscheidung treffen.

Jesaja: Hüte dich und bleibe still; fürchte dich nicht, und dein Herz sei unverzagt vor diesen beiden Brandscheiten, die nur noch rauchen, vor dem Zorn Rezins und der Aramäer und des Sohnes Remaljas. Vertraue Gott, er ist stärker als das mächtigste Heer dieser Welt. Gott selbst sagt: `Fordere dir ein Zeichen vom Herrn, deinem Gott es sei unten in der Tiefe oder oben in der Höhe.’

Ahas: (zu sich) Ein Zeichen – wenn ich ein Zeichen erbitte, so liefere ich mich Gott aus. Die Kriegswagen der Assyrier sind ein deutliches Zeichen ihrer Macht. Ein Bündnis mit ihnen wäre unsere Rettung. – Aber ein Zeichen von Gott würde anzeigen, dass er da ist. Es würde mich verpflichten, ihm zu trauen. Ich kann es nicht. ( zu Jesaja) Ich kann es nicht. Ich will’ s nicht fordern, damit ich den Herrn nicht versuche.

Jesaja: Hört, ihr vom Hause David. Ist es euch zu wenig, dass ihr Menschen müde macht? Müsst ihr auch meinen Gott müde machen. Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben. Siehe, eine Jungfrau wird schwanger werden und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel. – Immanuel; Gott mit uns! (Ahas geht weg)

Schear-Jaschub: Aber Vater, wie will Gott mit uns sein, wenn der König nicht auf Gott hört?

Jesaja: Ich weiß es nicht, mein Sohn. Aber Gott steht zu seinem Wort und wir müssen ihm vertrauen.

- Musik -

Vater: Der König Ahas schloss gegen den Willen Gottes ein Bündnis mit den Assyriern. Er zog in den Krieg und verlor.

Schear-Jaschub: Vater, das ganze Volk ist in Trauer, der Krieg ist verloren!

Jesaja: Ich weiß.

Schear-Jaschub: Aber Vater, was ist mit der Verheißung? Wann kommt der Immanuel? Gott mit uns – Keiner glaubt daran. Das Volk ist verängstigt und abgekämpft. Es ist alles so dunkel.

- Musik -

Jesaja: Ja, es ist alles so dunkel. Doch es wird nicht dunkel bleiben über denen, die in Angst sind. Gott hilft den Schwachen, Gott vergibt den Schuldigen, er hat ein Ziel mit seinem Volk. Was jetzt geschieht, kann nicht das Ende sein. Gott will Frieden und Gerechtigkeit. Wir sehen noch keinen Ausweg, aber oft ist schon ähnliches geschehen. Als unser Volk aus Ägypten zog und am Schilfmeer von den Streitwagen des Pharao eingeholt wurde. Als zu Gideons Zeit, Midianiter ins Land einfielen! Auch da gab es keinen Ausweg mehr! Auch da war Finsternis! Aber dann kam die Wende, von Gott. Und doch, warum kann das nicht das Ende sein? Wir sind nur ein schwaches, ungehorsames Volk. Wir haben es gar nicht verdient, dass Gott sich unser erbarmt. Er hat schon so viel Geduld gehabt. – doch auch er muss müde werden. Müde werden, wie war das: ” Müsst ihr auch meinen Gott müde machen? Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben. Eine Jungfrau wird schwanger und ihr Sohn soll Immanuel heißen. – (freudig) Licht, ich sehe das Licht. Es ist noch nicht das Ende. Die Finsternis hat nicht das letzte Wort. Gott erbarmt sich über sein Volk. Das Volk, das im Finstern wandelt sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Land scheint es hell. Immanuel – Gott mit uns!

Kind: Das war eine schöne Geschichte, Papa. Steht sie so in der Bibel?

Vater: Nicht wortwörtlich, aber es stimmt, dass Jesaja ein großer Prophet zu der Zeit war und dass Gott durch ihn die wunderbare Verheißung seinem Volk gegeben hat.

Kind: Aber das Volk hat doch nicht auf Jesaja gehört. Der König hat doch auch gesagt: Ich will dich nicht hören.

Vater: Trotzdem es gab Menschen, die Gott lieb hatten, die haben den Worten von Jesaja geglaubt. Sie haben gewartet und es weitergesagt, dass der Erretter kommen würde. Es gab auch Menschen die es erleben durften, dass der Messias kam.

Kind: Ja, – wer denn?

Vater: Das wird wieder eine neue Geschichte, aber dafür ist es heute schon zu spät.

Kind: Erzählst du die dann nächstes Mal? (Vater nickt) Ich freue mich schon drauf.

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