Okt 30 2007

Warten auf Erlösung (Teil 2)

Geschrieben von at 00:40 in Advent

Warten auf Erlösung, ein christliches Anspiel zum 2. Advent für 7 Personen

Kind: Vati, darf ich heute wieder die Kerze anzünden?

Vater: Heute ist schon der zweite Adventssonntag. Du darfst schon zwei Kerzen anzünden.

Kind: Erzählst du mir heute wieder eine Geschichte wie Leute gewartet haben? Du sagtest doch, daß viele Menschen gewartet haben.

Vater: Heute möchte ich dir von Mose und dem Volk Israel erzählen als sie in der Wüste waren und Gott viele Wunder an ihnen tat:

Usa: Wie wunderbar hat uns Gott hierher gebracht. Er hat uns geführt und geleitet, angefangen mit dem Auszug aus Ägypten und dann das Schilfmeer…

Eliab: Ich weiß es noch wie jetzt, wie wir Mose beschuldigt haben uns hierher gebracht zu haben, damit uns die Ägypter töten. Aber dann diese wunderbare Errettung: Das Meer teilte sich und wir konnten alle hindurchgehen.

Reguel: Ja, so oft hat Gott uns geholfen, obwohl wir ihm nicht gehorsam waren.

Eliab: Wie sehr freuten wir uns, als wir nach der langen anstrengenden Wüsten Wanderung vor den Grenzen des verheißenen Landes Kanaan standen. Alle erwarteten mit Spannung die Rückkehr der ausgesandten Kundschafter, um zu erfahren, wie das Land ist.

Reguel: Ich sehe es noch heute wie es damals war:

Musik (Szenenwechsel)

Reguel: Sie kommen! Kundschafter kommen! Schnell sagt den anderen Bescheid!

Usa: Die Kundschafter sind da! Schaut mal welche großen Früchte sie mitbringen! Es scheint ein sehr reiches Land zu sein.

Gaddi: Schalom, da sind wir wieder! Es ist ein wunderbares Land! Es fließt wirklich Milch und Honig darin. Aber das Volk ist stark und groß, und die Städte sind befestigt und sehr stabil.

Eliab: Ach, wie sollen wir es schaffen gegen solche festen Städte zu kämpfen? Das schaffen wir nicht. Mose hat uns hierher geführt, dass wir alle sterben.

Kaleb: Lasst uns hinaufziehen und das Land einnehmen, denn wir können es überwältigen.

Gaddi: Wir schaffen es nicht gegen dies Volk, denn es ist uns zu stark. Die Leute die darin wohnen sind alle von großer Länge. Wir sahen dort auch Riesen, Anaks Söhne. Wir kamen uns vor wie Heuschrecken gegenüber diesen Riesen.

Kaleb: Das Land, das wir durchzogen haben, ist sehr gut! Wenn wir den Herrn kämpfen lassen, dann ist der Sieg unser und wir werden das Land besitzen. Bleibt beim Herrn, denn er ist mit uns. Habt keine Angst, denn er gibt uns den Sieg.

Musik (Szenenwechsel)

Usa: Aber wir vertrauten nicht auf Gott, sondern glaubten den bösen Kundschaftern.

Reguel: Und weil wir Gott ungehorsam waren befahl er uns zurück zugehen. So nah am Ziel und nun, zurück; wie schrecklich! Für 40 lange Jahre in die Wüste! (Gedankenpause)

Eliab: Ja, das war eine lange Zeit. Was haben wir da nicht alles erlebt. In dieser Zeit habe ich erst richtig erkannt, wie lieb Gott der Herr uns, sein Volk Israel hat. Trotz all unser Missetat und Sünde, trotz allen Unglaubens und Widerspruchs, hatte er immer wieder Geduld mit uns und war stets bereit uns zu vergeben.

Reguel: Mir kommt die Zeit viel länger als 40 Jahre vor. Wenn man auf etwas wartet, so scheint die Zeit doppelt so lang zu sein, als sie wirklich ist.

Usa: Wieso, worauf wartest du denn?

Reguel: Wir alle haben doch sehnsüchtig darauf gewartet, bis wir endlich das von Gott verheißene erreichen. Und nun ist es soweit – wir stehen direkt davor.

Eliab: Ja, du hast recht unsere Sehnsucht wird sich bald erfüllen. Wir brauchen nur noch ins Land hinein zuziehen und es einzunehmen. Bald hat dieses Warten ein Ende!

Usa: Dann werden wir in Frieden leben können. Wir werden uns ausbreiten und ein mächtiges, starkes Volk werden.

Reguel: Der Herr wird das Land in unsere Hand geben. Er kämpft für uns; so hat er es verheißen. Dann wollen unseren großen Gott loben und preisen und ihm allein dienen. (kleine Pause)

Usa: Wisst ihr was mir gerade einfällt?

Eliab: Was denn?

Usa: Gott hat uns doch damals in der Wüste Zin gesagt, dass keiner von uns in das Land Kanaan hineinkommen wird. Weil wir nicht glaubten, dass er uns in das Land hineinbringen kann.

Reguel: Du hast Recht! Jetzt erinnere ich mich auch daran. Oh, wie töricht haben wir doch gehandelt, dass wir Gott damals nicht vertrauten.

Eliab: Wir stehen kurz vor dem verheißenen Land, und kommen nicht hinein. So lange auf diese Zeit gewartet, alles vergebens. Wie schrecklich!

Usa: Aber, wenn Gott uns bis hierher hat kommen lassen – Vielleicht dürfen wir doch ins verheißene Land.

Eliab: Das glaube ich nicht. Gott hat sein Wort noch nie gebrochen. Was er sagt, das hält er.

Reguel: Der Herr sagte damals: “Eure Kinder, die jetzt weder Gutes noch Böses verstehen, die sollen hineinkommen; ihnen will ich’s geben, und sie sollen es besitzen.”

Usa: Ja, unseren Kindern will er’s geben, damit sie darin herrschen und sich ausbreiten. Und er wird ihr Gott sein. Er wird mitten unter ihnen wohnen und mit ihnen Gemeinschaft haben.

Eliab: Das sind doch die Worte, die Gott zu Mose gesagt hat: “Ich will ihnen einen Propheten, wie du bist, erwecken aus ihren Brüdern und meine Worte in seinen Mund geben; der soll zu ihnen reden, alles was ich ihm gebieten werde.”

Usa: Ja, das wird eine schöne Zeit, wenn Gott mitten unter seinem Volk wandeln und mit ihm Gemeinschaft haben wird. Er wird uns alles sagen, was wir zu tun haben. Und wir werden sein Volk sein. Ob dieser Prophet Gottes bald kommen wird?

Reguel: Er wird kommen! Aber keiner weiß wann!

Kind: Vati, wer ist dieser Prophet, den Gott senden wollte?

Vater: Damit ist Jesus gemeint.

Kind: Hat Gott nicht gesagt, wann Jesus kommen würde? Dann könnte man sich doch besser vorbereiten.

Vater: Nein, das hat Gott nicht gesagt, damit die Menschen ihn stets erwarten und immer bereit sind ihn aufzunehmen.

Kind: Und waren die Menschen bereit ihn aufzunehmen?

Vater: Das erzähle ich dir ein anderes Mal. Für heute reicht’s. Du musst jetzt schlafen gehen. Gute Nacht.

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