Mrz 12 2008
Drei Kreuze auf Golgatha!
Drei Kreuze auf Golgatha, ein christliches Anspiel zum Thema Jesu Leiden für 6 Personen
Sprecher 1: „Und als sie kamen an die Stätte, die da heißt Schädelstätte, kreuzigten sie Ihn daselbst und die Übeltäter mit Ihm, einen zur Rechten und einen zur Linken. (Lukas 23:33)
Golgatha heißt auf Deutsch Schädelstätte. Ein Hügel außerhalb Jerusalems, auf dem nach damaliger Ordnung Verbrecher hingerichtet wurden. Unter Agrippa wurde Golgatha mir einer Mauer umgeben und als zur Stadt gehörig bestimmt. Der Psalmdichter David und die Propheten des Alten Testaments haben den Messias, den Heiland und Erlöser der Welt, im Geiste auf Golgatha in seinen Kreuzesleiden gesehen und beschrieben.
Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor Ihm verbarg; darum haben wir Ihn nichts geachtet. Fürwahr, Er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten Ihn für den, der von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber Er ist um unsrer Missetat willen verwundert und um unserer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf Ihm, auf dass wir Frieden hätten; und durch seine Wunden sind wir geheilt. (Jesaja 53: 4-6)
Es gab keinen anderen Weg. Es konnte auch kein Bruder den anderen erlösen. Die Heiligkeit Gottes aber erforderte dieses hohe Opfer zur Sühnung der großen Schuld des Menschen. Wäre diese Tat nicht vollbracht, die ganze Menschheit ginge verloren. Nur der einzig Heilige Gottessohn konnte dieses Werk der Erlösung vollbringen, durch seinen stellvertretenden Tod am Kreuz.
Sprecher 2: Golgatha! – Seele, setz dich unter Jesu Kreuze, sieh was dort für dich geschah, dass es dich zur Buße reize. Willst du nicht mitkommen? – Komm und schaue dir genau an, was da geschah. Schon auf dem Weg zur Richtstätte war der HERR unter der Last des rauen und schweren Kreuzes zusammengebrochen. Schon unter den Schlägen und Misshandlungen der Soldaten und Obersten beim Verhör übermannten Ihn die menschlichen Schwächen – doch sterben sollte er am Kreuz.
Und indem sie hinausgingen, fanden sie einen Menschen von Kyrene, mit Namen Simon; den zwangen sie, dass er ihm das Kreuz trug. (Mt. 27:32)
Ein langer Menschenzug begleitete Jesus auf diesem schweren Gang. Einige lachten und spotteten, aber Jesu Freunde und Jünger waren in tiefer Trauer, auch die Frauen weinten stille.
Sprecher 3: Jetzt gelangen sie an die Stelle Golgatha! Drei Löcher sind in der steinigen Erde gegraben. Sie legen den müden und blutigen Heiland aufs Kreuz, und man hört die Hammerschläge auf Golgatha ertönen. Man treibt raue Nägel durch seine Hände, die so oft gesegnet, geheilt und vom Tode erweckt hatten, durch seine Füße, welche das ganze Land durchwanderten, um Menschen zu helfen.
Doch keine Klage kommt von den Lippen des Heilands. Wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird. (Jesaja 53:7) Hoch heben sie dann das Kreuz und stoßen es in den Erdloch. Ganz still wird es auf Golgatha. Einige aber spotten noch: Er hat andern geholfen, Er helfe sich selber, ist Er Christus, der Auserwählte Gottes. (Lukas 23:35) Jesus aber schwieg.
Lied: Weinen möchte ich, bitter weinen. Jesu Anblick bricht mein Herz!
Sprecher 4: Zwei Verbrecher werden auch ans Kreuz gebunden und geschlagen, einer rechts, der andere links von Jesus. Einer von ihnen lästert Jesus: Bist du Christus, so hilf dir selbst und uns. Da antwortete der andere, strafte ihn und sprach: Und du fürchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Verdammnis bist? Und wir zwar sind billig darin; denn wir empfangen, was unsre taten wert sind; dieser aber hat nichts Ungeschicktes getan. Und er sprach zu Jesus: Herr, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst. Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradiese sein.
Und es war um die sechste Stunde, und es ward eine Finsternis über das ganze Land bis an die neunte Stunde. Die Sonne verlor ihren Schein, und der Vorhang des Tempels zerriss mitten entzwei. (Luk. 23:39-45)
Sprecher 5: Noch in seiner letzten Stunde ruft der Heiland vom Kreuz: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun! (Luk. 23:43) Keine Klage, keine Beschuldigungen! Nein, viel mehr! Er bittet für das irregeführte Volk! Er, der von Gott und Menschen Verlassene, wird zur Vergebung. Das ist die Botschaft vom Kreuz auf Golgatha – die VERGEUNG. Einer der Verbrecher findet hier am Kreuz in der Mitte die Vergebung!
Woher diese Wandlung? Die Macht der Vergebung! Welch seliger Entschluss des Schächers! Der andre ändert seine Gesinnung nicht, er bleibt kalt Er kann an das Unsichtbare nicht glauben und sucht Rettung bei den Henkern Jesu. Wie traurig! Keine Vergebung! Vergebens gelebt, und jetzt auch noch die ewige Qual. Ganz dicht an der Quelle des Lebens – und doch vergebens!
Sprecher 6: Liebe Freunde: Zwei Gruppen von Menschen befinden sich auf Golgatha. Die eine Gruppe weilt dort vergebens. Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden. (1 Kor. 1:18) Sie beachten nicht das Kreuz der Vergebung, sondern sie leben vergebens!
Die andere Gruppe nimmt den Gekreuzigten zur Vergebung der Sünden an. Das sind die, die sich in Jesu teurem Blut waschen lassen. Für diese gilt das Wort vergeben!
Lieber Zuhörer! Noch steht das Kreuz von Golgatha da – das Kreuz der Vergebung! Noch kannst du die Vergebung finden! Komm und nimmt den Gekreuzigten an. Richte deinen Blick zum Kreuz! Heute ist noch Gnadenzeit und du wirst diesen Schritt nie betreuen.
Drei Gedanken so groß und nah: Vergebung, vergeben und vergebens!
Wie wählst du? Suche das Ewige und das Beste!
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