Archive für die Kategorie 'Geschichten aus dem Leben'

Nov 29 2008

Die drei weisen Alten

Die drei weisen Alten

Es war eines Tages im Frühling, als eine Frau vor ihrem Haus drei alte Männer stehen sah. Sie hatten lange weiße Bärte und sahen aus, als wären sie schon weit herumgekommen.

Obwohl sie die Männer nicht kannte, folgte sie ihrem Impuls, sie zu fragen, ob sie vielleicht hungrig seien und mit hinein kommen wollten.

Da antwortete er eine von ihnen: “Sie sind sehr freundlich, aber es kann nur einer von uns mit Ihnen gehen. Sein Name ist Reichtum” und deutete dabei auf den Alten, der rechts von ihm stand. Dann wies er auf den, der links von ihm stand und sagte: “Sein Name ist Erfolg. Und mein Name ist Liebe. Ihr müsst euch überlegen, wen von uns ihr ins Haus bitten wollt.”

Die Frau ging ins Haus zurück und erzählte ihrem Mann, was sie gerade draußen erlebt hatte. Ihr Mann war hoch erfreut und sagte: “Toll, lass uns doch Reichtum einladen”.

Seine Frau aber widersprach: “Nein, ich denke wir sollten lieber Erfolg einladen.”

Die Tochter aber sagte: “Wäre es nicht schöner, wir würden Liebe einladen?”

“Sie hat Recht”, sagte der Mann. “Geh raus und lade Liebe als unseren Gast ein”. Und auch die Frau nickte und ging zu den Männern.

Draußen sprach sie: “Wer von euch ist Liebe? Bitte kommen Sie rein und seien Sie unser Gast”.

Liebe machte sich auf und ihm folgten die beiden anderen.

Überrascht fragte die Frau Reichtum und Erfolg: “Ich habe nur Liebe eingeladen. Warum wollt Ihr nun auch mitkommen?”

Die alten Männer antworteten im Chor: “Wenn Sie Reichtum oder Erfolg eingeladen hätten, wären die beiden anderen draußen geblieben. Da Sie aber Liebe eingeladen haben, gehen die anderen dorthin, wohin die Liebe geht.”

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Sep 22 2008

Ein bewunderungswerter Bauplan

Ein Millionär, der meinte, dass für sein Geld alles möglich sei, beauftragte einen Architekten mit folgender Aufgabe:

„Sie sollen für mich einen Turm bauen, der einen Durchmesser von 4m hat. Darin müssen Treppen und Gänge, Wasserleitung und Materialaufzüge eingebaut werden. Die Wände dürfen nur einen halben Meter dick sein. Die Höhe des Turmes aber muss 1500 m betragen. Er muss sich nach allen Seiten biegen können, und in seiner Spitze soll eine chemische Fabrik eingebaut werden.

Wie weise der Mensch auch nicht ist, so würde er doch nicht imstande sein, so etwas zu bauen.
Aber es gibt einen „Turm“, dessen Höhe tatsächlich 400 mal größer ist als sein Durchmesser. Dieser „Turm“ ist der Roggenhalm.
Seine Wand ist nur einen halben Millimeter dick, während sein Durchmesser vier Millimeter beträgt, und seine Höhe 1,5 Meter.
In den Rippen des Halms finden sich Treppen und Gänge.
Aufzüge für Nährmittel und Leitungen für das Wasser sind vorhanden. An der Spitze des Halms, in der Ähre, befindet sich eine chemische Fabrik, in der das Mehl für das Brot des Menschen in Form von Körnern hergestellt und gespeichert wird.

So werden Milliarden von Ähren zum Zeugnis von der Größe und Güte Gottes.

Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit.
Gal. 5:22

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Jun 10 2008

Der Schatz der Schnecke

Geschrieben von under Geschichten aus dem Leben

Die Tiere hielten eine Versammlung ab und begannen sich darüber zu beklagen, dass die Menschen ihnen immer wieder Dinge wegnähmen.
„Sie klauen meine Milch“, schimpfte die Kuh.
„Sie stehlen meine Eier“,  jammerte die Henne.
„Sie nehmen mein Fleisch und machen Speck daraus“, beschwerte sich das Schwein.
„Sie machen Jagd auf mich wegen meines Öls“, entrüstete sich der Wal.
Und so ging es fort.
Schließlich meldete sich die Schnecke zu Wort: „Ich habe etwas, was sie auch gerne hätten, sogar mehr als alles andere. Etwa sie was mir gerne wegnähme, wenn sie könnten.“
„Und was ist das?“ fragten die anderen Tiere ganz gespannt.
Die Antwort der Schnecke war kurz: „Ich habe ZEIT.“

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Jun 10 2008

Pass auf, was du sprichst

Geschrieben von under Geschichten aus dem Leben

Zu einem weisen Mann kam einst eine Frau, die über die Menschen in ihrer Umgebung viel zu klatschen hatte. Von jedem wusste sie etwas zu berichten und immer nur schlechte Dinge.
Der weise Mann hörte sich alle Verleumdungen und Lügen eine Zeitlang an. Dann sagte er zu der Frau: „Geh auf die Wiese und nimm eine Pusteblume, puste die kleinen, federleichten Samenkörner in alle Windrichtungen und dann komm wieder zu mir zurück.“ Die Frau schaute den weisen Mann ganz verdutzt an, gehorchte aber und pustete den Samen über das Feld. Der Wind trieb die kleinen Samenkörner weit über das Land. Als die Frau zu dem weisen Mann zurückkam, sagte er zu ihr: „Nun habe ich noch einen Wunsch, geh noch einmal auf die Wiese und sammle alle Samenkörner wieder ein.“ – „Das ist unmöglich, guter Herr!“ rief die Frau erschrocken. „Ja“, sagte der weise Mann, „Gott, der Herr, wird jedes unnütze Wort, das aus deinem Munde kommt, richten. Wenn man schlechte Dinge über seine Mitmenschen erzählt, ist es auch unmöglich, den ausgestreuten, bösen Samen wieder einzufangen!“

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