Okt
25
2007
Die Spanne Zeit, ein christliches Gedicht zum Thema Zeit
Die Spanne Zeit ist mir vom Herrn gegeben
um in der Welt mit Eifer Ihm zu leben
als einer, der am Kreuz mit Ihm gestorben ist.
Wie kurz, wie kurz und wertvoll ist doch diese Frist!
Nein, keinen Tag will ich der Selbstsucht weihen;
denn so vertan, müsst ich ihn einst bereuen.
Ich frage lieber: Herr, was soll ich heute tun? -
und darf dabei in Seiner Gnadenfülle ruhn.
Dass doch mein Pfund noch Pfunde Ihm gewänne
und durch mein Licht noch manches Licht entbrennte,
Wie sagte unser Meister doch zu jedem gern:
»Du treuer Knecht, geh ein zur Freude deines Herrn!
Okt
25
2007
Zeit und Ewigkeit, ein chrisliches Gedicht zum Thema Zeit
Rastlos wälzt der Strom der Zeit
Seine stille Wogen
In das Meer der Ewigkeit,
Schnell dem Jetzt entflogen.
Lust und Leiden, Gram und Glück,
Böses nebst dem Guten,
Nichts von allem kehrt zurück
Aus den ew´gen Fluten.
Alles Schöne dieser Welt,
Was die Kunst errichtet,
Wieder mit der Zeit zerfällt,
Wesenslos vernichtet.
Nur ein einz’ger heller Stern
Dauert durch die Zeiten,
Leuchtend steht das Wort des Herrn
Fest in Ewigkeiten.
Okt
25
2007
Zeit ist Gnade, ein christliches Gedicht zum Thema Zeit
Sag mir, was ist doch die Zeit?
Mann sieht sie nicht, kann sie nicht fassen
und doch ist sie da, und immer bereit
Sich unaufhörlich nutzen zu lassen.
Nur steht sie nicht still, sie hält sich nicht auf
ganz rasch, ganz eilig, ist ihr Lauf.
Kaum merkt man sie neben sich stehn,
so ist sie auch schon am weitergehen.
Und wo eilt sie hin, diese köstliche Zeit?
Sie eilt dahin, nach der lichten Ewigkeit!
Sag mir, was ist doch die Zeit?
Zeit ist Gnade, so sagt man mir.
Gott schenkte sie mir, Gott schenkte sie dir
Aus seinem Reichtum, aus seiner Füll!
Nur sollen wir sie nutzen, das ist sein Will!
Zeit ist Gnade, das leuchtet mir ein
Drum soll sie uns kostbar, - ja heilig sein.
Sie fleißig zu nutzen, das sei unsere Pflicht
Um zu vergeuden gab Gott sie uns nicht,
Denn viele Jahre trug er uns her,
Durch dieses große Gnadenmeer!
Zeit ist Gnade und hört einmal auf
wenn einst vollendet hier dein Erdenlauf.
Dann fängt unbegrenzte Ewigkeit an
und fragt dann Gott: „Was hast du gemacht
mit der kostbaren, flüchtigen Zeit?“
Die ich dir hienieden geschenkt hab?
Wie hast du sie dann zugebracht?
Hast du sie im irdischen Treiben verstreut?
Sie verträumt mit Dingen dieser Welt?
Die doch nur nichtig und klein,
O, möge doch dies so nicht sein!
Wohl uns, wohl uns, wenn wir nutzen die Zeit
Und kaufen sie aus für die Ewigkeit!