Nov
07
2007
Rasch ist ein schlimmes Wort gesagt
Rasch wie der Pfeil vom Bogen fliegt.
Doch niemand weiß, wohin es trifft
Und wo das Ziel des Pfeiles liegt.
Klein ist das Wort, man achtet‘s kaum
Doch birgt es oft ein tödlich Gift.
Leicht ist der Pfeil, doch schmerzt er tief
Wenn er ein Herz verwundet trifft.
Darum sprich nie ein lieblos Wort
Nie leichthin und nie unbedacht
Den Pfeil zurückzurufen hat
Dein heißes Wünschen keine Macht.
Dein Wort sei Lieb und Güte nur
Nie Hass und Zorn und Bitterkeit
Kurz ist der Augenblick, doch bringt
Er nur oft langes tiefes Leid.
O wahre deine Zunge wohl
Halt über deinem Herzen wacht.
Leg auf den Bogen nie den Pfeil
Bevor sein Ziel, du wohl bedacht.
Nov
07
2007
Ein Wort – ist nur ein Hauch, der schnell verweht?
Ein Schall, ein nichts, das spurlos untergeht?
Oft scheint es so: doch wirkt ein jedes Wort,
ob gut, ob böse, in der Stille fort.
Was haben böse Worte oftmals schon
auf Erden angerichtet! Kaum entflohn
dem Munde wirkt die unheilvolle Saat
sich aus zu Früchten unheilvoller Tat.
Doch auch ein gutes Wort, hineingesät
im Menschenherzen, nicht verloren geht.
Hab nur Geduld, wenn’s oft auch lange währt,
bevor es gute Früchte uns beschert.
Bedenke sorgsam drum zu aller Frist,
dass nur ein guter Sämann du bist
mit deinen Worten, lass sie wahr und rein
und gut und heilsam stets zu hören sein.
Kein Wort in Ungeduld, Hass oder Zorn,
doch jedes Wort ein gutes Samenkorn.
O möchte bei mir und dir es also sein –
Wie würde dann die Ernte uns erfreun!