Archive für die Kategorie 'Trost'

Okt 28 2007

Herr, unser Gott, in deinem Namen

Geschrieben von under Trost

Herr, unser Gott, in deinem Namen ein christliches Gedicht.

Herr, unser Gott, in deinem Namen
Sind festlich wir vereint beisammen
In deines Tempels Heiligtum.
Dir woll’n wir Dankesopfer bringen.
Dir, Herr, gebühret Preis und Ruhm.
Dich preisen alle deine Werke,
Dir jauchzt der Welten zahllos Heer,
Du Gott der Weisheit, Kraft und Stärke,
Dir sei Anbetung, Lob und Ehr!

Du hast von deinen Himmelshöhen
Uns wieder gnädig angesehen
Und hast gesegnet unser Feld.
Du gabest Sonnenschein und Regen,
Gedeih’n und Wachstum allerwegen,
Du, der Erhalter aller Welt.
Wie viele Millionen Wesen
Hast du gespeiset ohne Zahl!
Wie gut du bist, o Herr gewesen.
Das schauen wie allüberall.

Du hast auf allen unsern Wegen
Uns deinen reichen Himmelssegen
Vieltausendfältig ausgestreut.
Manch Unglück hast du abgewendet
Und manche Wohltat uns gespendet,
die uns erquicket und erfreut.
Manch Blümlein blüht auf unserm Pfade,
manch Sternlein glüht am Himmelszelt,
das du in deiner Hand und Gnade
zu unsrer Freud dahin gestellt.

Und auch in dunklen Leidenstagen
Gabst du zum Dulden und zum Tragen
Uns täglich wieder neue Kraft;
Und kamen auch gar bange Stunden,
Schlug uns das Leben tiefe Wunden,
du hast uns reichen Trost verschafft.
Wollt’ uns die Bürde schwer erscheinen,
im prüfungsreichen Erdenlauf,
du hörtest unser Fleh’n und Weinen,
dein Licht ging hell uns wieder auf.

Drum wollen wir in frohen Chören
Dich, den Allgütigen, verehren,
der auch in diesem Gnadenjahr
uns stets ein liebevoller Vater,
ein treuer Helfer und Berater
und unser Trost und Beistand war.
Sieh unsre Dankesopfer steigen
Zu deinem heil’gen Thron hinan,
wollst freundlich dich hernieder neigen,
nimm unser Lob in Gnaden an.

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Sep 08 2007

Einsamkeit

Geschrieben von under Trost

Einsamkeit, ein christliches Gedicht zum Thema Trost.

Manchmal versteh ich die Welt nicht mehr.
Die Zukunft liegt vor mir, dunkel und schwer.
Ich bin so enttäuscht, zerrissen, verzagt
und warte darauf, daß jemand mich fragt,
was mit mir los ist, und wie es mir geht.
Einer, der sich um mich kümmert, der mich versteht.
Doch keiner kommt, ich bin allein,
und ich fühle, was es heißt, einsam zu sein.

Manchmal steht man mit Freunden zusammen;
sie kennen Dich alle, zumindest mit Namen.
Man steht in der Runde, die anderen lachen
und unterhalten sich über Kleider und andere Sachen.
Und du stehst da und hörst gar nicht zu;
deine Gedanken lassen dir keine Ruh.
Doch keiner merkt, wie verzweifelt du bist
und daß dir gar nicht zum Lachen zumute ist.
Und während ich stehe im Kreis, mittendrin,
merke ich, daß ich eigentlich einsam bin.

Manchmal geh ich zum Gottesdienst, ganz kaputt.
Was ich jetzt brauche, das ist neuer Mut.
Und ich sitze da und sehne mich,
daß einer ein freundliches Wort mit mir spricht.
Und an solchen dunklen Tagen
scheint auch die Predigt mir nichts mehr zu sagen.
Und was noch viel schlimmer ist als mein Leid,
das ist die schmerzliche Einsamkeit.

Manchmal kommt einer und fragt: "Wie geht’s?"
Man setzt eine Maske auf und antwortet stets:
"Gut, danke", und lächelt dabei gequält.
Und keiner merkt, daß mir was fehlt.
Die anderen scheinen so entfernt, so weit!
Und was bleibt, das ist die Einsamkeit.

Doch plötzlich fällt es mir wieder ein:
Du brauchst ja gar nicht einsam zu sein!
Dein bester Freund ist immer noch da,
Er hat gesehn, was kein anderer sah!
Er wartet darauf, daß du es Ihm sagst,
alles das, womit du dich so quälst und plagst.
Dann schließt man sich ins Zimmer ein
oder geht in den Wald, so ganz allein,
und sagt Jesus seine ganze Not.
Und dann kriegt man Frieden: Allein mit Gott.

Und ist das Herz auch ganz aufgewühlt;
wenn man sich völlig alleingelassen fühlt,
da merkt man erst, was man an Jesus hat,
denn Er gibt mehr als nur guten Rat.
Mehr als ein Freund ist Jesus mir wert,
weil Er mir nie den Rücken zukehrt.
Und fühl ich mich von allen Seiten bedroht,
dann brauch ich die Stille: Allein mit Gott.

Denn Jesus kann ich alles sagen;
all meine Sorgen, all meine Fragen.
Und ich weiß, daß Jesus mich versteht
und immer sieht, wie es mir geht.
Dann drückt die Last mich gar nicht mehr,
die mir auf dem Herzen lag so scher.
Und allem Bemühen des Teufels zum Spott
bin ich wieder fröhlich, allein mit Gott.

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Sep 04 2007

Das Kind des Steuermanns

Geschrieben von under Trost

Das Kind des Steuermanns, ein christliches Gedicht zum Thema Trost.

"Die Segel eingezogen und alle Mann auf’s Deck"
der Sturm kommt angeflogen aus finsterem Versteck.
Die Wogen wälzen rollend sich schon heran mit Macht,
der Donner regt sich grollend, und Mittag wird zur Nacht.

Doch hinten steht im Schiffe der Steuermann am Rad
und lenkt mit Blick und Griffe des schwankend Kieles Pfad.
Weiß klug vorbei zu halten am mörderischem Riff,
die Wellen kühn zu spalten, den ihm gehorcht das Schiff.

O braver Seemann zwinge des Elementes Wut,
o wackres Schifflein, dringe voran durch Sturm und Flut.
Viel bange Herzen zagen, und mit des Sturms Geräusch
mischt sich der Kinder Klagen, der Frauen Angstgekreisch.

Doch still und unerschrocken sitzt abseits dort ein Kind,
läßt ruhig sich die Locken zerwühlen von dem Wind.
Blickt stolz ins Meer vom Decke als wie von einem Thron
weiß nichts von Angst und Schrecke dem Steuermann sein Sohn.

Ihn fragt der Männer einer "Dir macht der Sturm nicht angst,
sag an, wie kommt es, Kleiner, daß du allein nicht bangst?"
Da wird von stolzem Feuer des Knaben Wange rot:
"Mein Vater steht am Steuer, drum hat es keine Not."

O starker Kindesglaube! Verstehst du’s Gotteskind?
ob um dein Schifflein schnaube der ungestüme Wind.
Der Himmel steht im Feuer, die finstre Tiefe droht:
dein Vater steht am Steuer, drum hat es keine Not!

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Aug 20 2007

Wo ist Trost?

Geschrieben von under Trost

Wo ist Trost wenn alles wanket
Wo ist Trost wenn alles bricht
Wo ist Trost wenn Wolk auf Wolke
Mir verdeckt der Sonnenlicht.

Wo ist Trost wenn tief verwundet
Mir das Herz weint in der Brust
Wenn mich Sturm um Sturm umtoben
Und der Schmerz durchfüllt die Brust.

Wo ist Trost wenn nur das Leben
Mir nun ew’ges Lichte wird
Wo ich dann den Heiland suche
Der allein mein Tröster ist.

Da ist nur ein einzig Plätzchen
Wo mir neue Kraft zugeht
In den kleinen stillen Stübchen
Auf den Knien, im Gebet.

Wenn ich stille und alleine
Dort auf meinen Knien sink
Und nur Tränen, anstatt Freuden
Meinem lieben Heiland bring.

Ist es mir als ob sein Auge
Stille, stille mit mir weint
Seine Stimme sagt dann leise
Droben werden wie vereint.

Darum knie ich immer wieder
Dort in meinem Kämerlein
Dort mein Heiland fand ich Frieden
Und mein Herz kann stille sein. 

 

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