Archive für die Kategorie 'Christliche Gedichte sortiert nach Themen'

Mrz 10 2009

Befiehl du deine Wege

Geschrieben von under Gottes Fürsorge und Führung

Befiehl du deine Wege
Und was dein Herze kränkt
Der allertreusten Pflege
Des, der den Himmel lenkt:
Der Wolken, Luft und Winden
Gibt Wege, Lauf und Bahn,
Der wird auch Wege finden,
Da dein Fuß gehen kann.

Dem Herren mußt du trauen,
Wenn dirs soll wohlergehn,
Auf sein Werk mußt du schauen,
Wenn dein Werk soll bestehn.
Mit Sorgen und mit Grämen
Und mit selbsteigner Pein
Läßt Gott ihm gar nichts nehmen,
Es muß erbeten sein.

Dein ewge Treu und Gnade,
O Vater, weiß und sieht,
Was gut sei oder schade
Dem sterblichen Geblüt:
Und was du dann erlesen,
Das treibst du, starker Held,
Und bringst zum Stand und Wesen,
Was deinem Rat gefällt.

Weg hast du allerwegen,
An Mitteln fehlt dirs nicht,
Dein Tun ist lauter Segen,
Dein Gang ist lauter Licht.
Dein Werk kann niemand hindern,
Dein Arbeit darf nicht ruhn,
Wenn du, was deinen Kindern
Ersprießlich ist, willst tun.

Und ob gleich alle Teufel
Hier wollten widerstehn,
So wird doch ohne Zweifel               
Gott nicht zurücke gehn:
Was er sich vorgenommen
Und was er haben will,
Das muß doch endlich kommen
Zu seinem Zweck und Ziel.

Hoff, o du arme Seele,
Hoff und sei unverzagt,
Gott wird dich aus der Höhle.
Da dich der Kummer plagt,
Mit großen Gnaden rücken;
Erwarte nur der Zeit,
So wirst du schon erblicken
Die Sonn der schönsten Freud.

Auf, auf, gib deinem Schmerze
Und Sorgen gute Nacht!
Laß fahren, was dein Herze
Betrübt und traurig macht!
Bist du doch nicht Regente,
Der alles führen soll;
Gott sitzt im Regimente
Und führet alles wohl.

Ihn, ihn laß tun und walten,
Er ist ein weiser Fürst
Und wird sich so verhalten,
Daß du dich wundern wirst,
Wenn er, wie ihm gebühret,
Mit wunderbarem Rat
Das Werk hinausgeführet,
Das dich bekümmert hat.

Er wird zwar eine Weile
Mit seinem Trost verziehn
Und tun an seinem Teile,
Als hätt in seinem Sinn
Er deiner sich begeben,
Und solltst du für und für
In Angst und Nöten schweben,
Als frag er nichts nach dir.

Wirds aber sich befinden,
Daß du ihm treu verbleibst,
So wird er dich entbinden,
da dus am wen’gsten gläubst;
Er wird dein Herze lösen
Von der so schweren Last,
Die du zu keinem Bösen
Bisher getragen hast.

Wohl dir, du Kind der Treue,
Du hast und trägst davon
Mit Ruhm und Dankgeschreie
Den Sieg und Ehrenkron.
Gott gibt dir selbst die Palmen
In deine rechte Hand,
Und du singst Freudenpsalmen
Dem, der dein Leid gewandt.

Mach End, o Herr, mach Ende
An aller unsrer Not!
Stärk unsre Füß und Hände
Und laß bis in den Tod
Uns allzeit deiner Pflege
Und Treu empfohlen sein,
So gehen unsre Wege
Gewiß zum Himmel ein.

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Mrz 10 2009

Bänderriss

Geschrieben von under Liebe

Bänderriss, ein christliches Gedicht zum Thema Liebe

Ein Band ist gerissen.
Viele Bänder zerreißen.
Reißt ein Band am Fuß, ist Gehen unmöglich.
Es geht nicht mehr.
Ein Bänderriss ist schmerzhaft,
bedarf vielleicht einer Operation,
einer langwierigen Heilung und Schonung.
Bänder können in unserem Körper reißen.
Durch einen Unfall, einen Fehltritt,
ein Missgeschick, durch Unachtsamkeit
oder mangelnde Hilfestellung anderer.
Der Leib Christi, die Gemeinde,
besteht auch aus vielen Gliedern.
Das Band, das sie zusammenhält,
ist die Liebe.
Bänderriss –
wie oft lässt sich diese Diagnose stellen,
wenn wir die Zerrissenheit in der Gemeinde,
in der Christenheit sorgfältig betrachten!
Wie viele Bande der Liebe, der Freundschaft,
der Gemeinschaft sind zerrissen!
Doch können diese Risse heilen!
Gott selbst, der große Arzt, will es tun.
Er kann und will die zerrissenen Bänder verbinden.
Schonung ist nötig,
Damit das Wunder der Heilung möglich wird.

Herr, der du die Liebe bist,
heile du alle Bande und Bänder
guter zwischenmenschlicher Beziehungen,
wo immer sie zerrissen sind
in den Kirchen, Gemeinden und Gemeinschaften,
in den Ehen, Familien und Freundschaften,
in den Kollegien und Teams
und wo immer Menschen verbunden waren
durch das Band deiner Liebe
und wo es nun zerrissen ist –
was auch immer die Gründe sein mögen!
Hilf uns,
Acht zu haben, dass keine weiteren Bänder zerreißen!
Und wo sie zerrissen sind,
hilf uns, sie zur Heilung vorzubereiten.
„Über alles aber ziehet an die Liebe,
die da ist das Band der Vollkommenheit.“
Wo überall dieses Band zerrissen ist, Herr,
da handle du.
Und wo es in Gefahr steht, zu zerreißen
da bewahre du!
Binde uns alle fest zusammen
mit deiner Liebe, die alle meint und alle eint.

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Mrz 10 2009

Drei Affen

Geschrieben von under Allgemein

Drei Affen, ein christliches Gedicht zum Thema Schöpfung/Evolution

Drei Affen saßen im Kokosnussbaum,
wo öfter zusammen sie kommen.
Da lausen sie sich und erzählen dabei
was sie erlebt und vernommen.

Der eine sagt: „Was ich heute gehört,
das macht mir mächtig zu schaffen:
Es gibt nämlich Menschen, die sagen ganz frei,
sie stammen ab von uns Affen.

Nein, so eine Schande für unser Geschlecht,
das will mir den Schlaf noch rauben!“
Die anderen sagten: „Das kann doch nicht sein!
Kein Affe würde das glauben!

Sieh dir das Treiben der Menschen doch an,
sonders der weißen Rassen.
Wer hat von Affen denn jemals gehört,
dass einer sein Weib hat verlassen.

Auch gab es noch nie eine Affenfrau,
die ihre Kinder ließ laufen,
damit sie Geld sich verdienen kann,
um unnützes Zeug zu kaufen.

Und trotz ihres vielen Reichtums und Gelds
reicht’s ihnen kaum noch zu Kleidern:
die Röcke so kurz und die Hosen so eng,
als fehlt es an Stoff und an Schneidern.

Auch gibt’s keine Affen, die, so wie der Mensch,
rauchen und sich betrinken,
die in Maschinen fahren umher
mit Rattern und Puffen und Stinken.“

Entrüstet hoben die Affen das Haupt
und rückten näher zusammen.
„Nein, wenn der Mensch auch gescheit zu sein glaubt –
von uns kann er nicht abstammen!“

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Dez 29 2008

Jahreswechsel

Geschrieben von under Neujahr

Ein Gedicht zum Jahreswechsel


Das Jahr geht nun zu Ende, nun sei auch still mein Herz.
In Gottes treue Hände leg ich nun Freud und Schmerz,
und was dies Jahr umschlossen, was Gott der Herr nur weiß,
die Tränen die geflossen, die Wunden brennend heiß.

Hier gehen wir und streuen die Tränensaat ins Feld,
dort werden wir uns freuen, im selgen Himmelszelt.
Wir sehnen uns hinieden dorthin ins Vaterland,
und wissen, die gechieden die ruhen dort schon aus.

O das ist sicher gehen durch diese Erdenzeit,
nur immer vorwärts sehen, mit seelger Freudigkeit;
wird uns durch Grabeshügel, der klare Blick verbannt,
Herr gib der Seele Flügel, daß sie hinüberschaut.

Hilf du uns durch die Zeiten und mache fest das Herz,
geh selber uns zur Seite, und führ uns heimatwärts.
Und ist es uns hinieden so öde, so allein,
o laß in deinem Frieden uns hier schon selig sein.

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