Archive für die Kategorie 'Christliche Gedichte sortiert nach Themen'

Mrz 20 2009

Die Predigt für die Katz

Geschrieben von under Allgemein

Der Pfarrer hielt die schönste Predigt,
und dennoch schliefen manche ein.
Da schlich auf einmal in die Kirche
des Pfarrers Katze sacht herein.
Ganz leise ging sie durch die Kirche
und setzte sich dann vorne hin
und sah hinauf zu ihrem Pfarrer
und hörte andachtsvoll auf ihn.
Da schauten alle auf die Katze,
schnell weckte man die Schläfer auf,
damit sie sähen wie die Katze
zu ihrem Pfarrer blickt hinauf.
„Ihr wundert euch,“, so sprach der Pfarrer,
„dass meine Katze kommt hierher
und dass sie aufpasst auf die Predigt,
das wundert euch vielleicht noch mehr.
Sie kommt hierher – ich will’s euch sagen –
und sucht sich vorne einen Platz,
weil sie gehört hat, dass ihr Pfarrer
hier hält die Predigt für die Katz.“

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Mrz 10 2009

Lamm Gottes

Geschrieben von under Abendmahl-Karfreitag

Lamm Gottes, ein christliches Gedicht zum Thema Abendmahl/ Karfreitag

Uns rührt deine himmlische Liebe,
Du Schöpfer der Enden der Welt.
Wie hast Du aus göttlichem Triebe
Dich unter die Sünder gestellt.

Es herrschte noch nächtliche Stille.
Dein Mund sprach nach Kämpfen und Not:
„Nun, Vater, geschehe Dein Wille,
ich gehe ans Kreuz, in den Tod!“

Die Hände sie schmählich Dir banden
die helfend nur Gutes getan.
Verhöhnend und spottend sie standen,
sie schauten und spieen Dich an.

Dein Rücken trug blutige Striemen,
und Speichel vom Angesicht rann.
Pilatus sprach fragend zu ihnen:
„Was hat Er denn Böses getan?“

Die Krone aus Dornen sie hatten
Und drückten sie Dir auf das Haupt.
O Heiland, Du musstest erstatten,
was niemals, was nie Du geraubt.

Dann gingst Du, gefolgt von den Massen
und trugest das Kreuze so schwer.
Mit höhnischen Augen, mit Hassen,
so liefen sie neben Dir her.

Man hat Dich ans Fluchholz geschlagen.
Die Sonne verlor ihren Schein.
Dort hast Du die Sünden getragen,
verlassen, verworfen, allein.

Lamm Gottes, das hast Du erduldet,
Lamm Gottes, das tatst Du für mich.
Denn alles, was ich hab verschuldet,
Du nahmst es freiwillig auf Dich.

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Mrz 10 2009

“Herr, komm bald wieder!”

Geschrieben von under Wiederkunft Jesu

„Herr, komm bald wieder!“, ein christliches Gedicht zum Thema Wiederkunft Jesu

Wir haben es uns gut hier eingerichtet,
der Tisch, das Bett, die Stühle steh’n.
“Der Schrank mit guten Dingen voll geschichtet,
wir sitzen, alles zu besehn.
Dann legen wir uns ruhig nieder,
und löschen müd’ vom Tag das Licht,
und beten laut: „Herr, komm doch wieder!“,
und denken leise: „Jetzt noch nicht!“.

Es musste manches lange Jahr verfließen,
bis alles stand und hing und lag.
Es ist nicht viel, doch wollen wir’s genießen,
freu’n uns auf jeden neuen Tag.
Das Glück hält unsere Sorgen nieder,
und webt die Stunden, dicht an dicht.
Wir sind gewiss, der Herr kommt wieder,
und denken still: „Doch jetzt noch nicht!“.

Ist uns der Himmel fremd geworden,
kann uns nur noch die Erde freu’n?
Soll unser Süden, unser Norden
die Grenze unseres Lebens sein?
Vom Himmel singen unsere Lieder,
doch nie vom irdischen Verzicht.
Wir singen laut: „Herr, komm doch wieder!“,
und denken leise: „Jetzt noch nicht!“.

Mag sein, wir sahen nur die vielen Gaben,
und sahen darin den Geber nicht,
von dem wir doch erst alle Freude haben
und der uns noch viel mehr verspricht.
Wir wollen neu das Sehen üben,
und auch das Danken nicht zuletzt.
Dann sagen es bald nicht nur unsere Lippen:
„Herr, komm doch wieder! Herr, komm jetzt!“

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Mrz 10 2009

Vor langer Zeit

Geschrieben von under Allgemein

1. Vor langer Zeit, da lebte ein Mann,
der kämpfte gegen das Unrecht an.
Er wurde groß, sein Geist wurde klar,
er wusste, was gut und böse war.
Er sprach zu den Menschen
und war deutlich zu versteh’n.
und viele kamen zu ihm,
um zu hören und zu seh’n.

2. Es mochte ihn nicht jeder
und das hatte seinen Grund,
denn er nahm, wenn er sprach
kein Blatt vor den Mund.
Die Lehre der Liebe war unerhört,
es gibt daran so vieles, was die Masse stört.
Die Worte von damals sind noch heute ein Skandal.
Der Mann, der sie sagte
ist uns viel zu radikal.

3. Für ihn steckt niemand zu tief im Dreck,
denn er liebt uns alle und schickt niemanden weg.
Er bietet uns an, seine Freunde zu sein
und uns von allen Zweifeln und Furcht zu befrei’n.
Die Wahl ist nicht leicht, er verlangt ziemlich viel.
Es steht für deine Zukunft
eine Menge auf dem Spiel.

4. Wenn er mit dir spricht, gilt das dir ganz allein.
Darum lass alle anderen zuerst einmal sein.
Und wenn du dich sehnst nach Liebe und Glück,
nach sprudelndem Leben, dann bleib nicht zurück.
Dann mach den Versuch, geh das Risiko ein,
denn erst wenn du ihn kennst,
wird dein Leben glücklich sein.

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