Archive für die Kategorie 'Neujahr'

Okt 24 2007

Zum neuen Jahr

Geschrieben von Christ under Neujahr

Zum neuen Jahr den alten Vater,
Des starker Arm die Welten hält;
Er hat sein Volk seit grauen Tagen
Auf Adlersflügeln treu getragen,
Ihm sei die Zukunft heimgestellt;
Zum neuen Jahr den alten Vater,
Des starker Arm die Welten hält!

Zum neuen Jahr den neuen Segen,
Noch Wasser genug hat Gottes Born;
Harrt fröhlich sein, ihr Kreaturen,
Bald deckt er die beschneiten Fluren
Mit grüner Saat und goldnem Korn;
Zum neuen Jahr den neuen Segen,
Noch Wasser genug hat Gottes Born!

Zum neuen Jahr die alten Sorgen,
Noch sind wir nicht im Jubeljahr;
Noch wallen wir auf Pilgerwegen
Berg auf und ab in Sonn’ und Regen,
Noch gilt’s zu kämpfen immerdar;
Zum neuen Jahr die alten Sorgen,
Noch sind wir nicht im Jubeljahr!

Zum neuen Jahr ein neues Hoffen,
Die Erde wird noch immer grün;
Auch dieser März bringt Lerchenlieder,
Auch dieser Mai bringt Rosen wieder,
Auch dieses Jahr lässt Freuden blüh’n.
Zum neuen Jahr ein neues Hoffen,
Die Erde wird noch immer grün!

Zum neuen Jahr den alten Glauben,
In diesem Zeichen siegen wir;
Glück zu, mein Volk, auf allen Bahnen.
Entrolle kühn der Zukunft Fahnen,
Doch Christus bleib’ das Reichspanier:
Zum neuen Jahr den alten Glauben,
In diesem Zeichen siegen wir!

Zum neuen Jahr ein neues Herze,
Ein frisches Blatt im Lebensbuch!
Die alte Schuld sei ausgestrichen,
Der alte Zwist sei ausgeglichen,
Und ausgetilgt der alte Fluch;
Zum neuen Jahr ein neues Herze,
Ein frisches Blatt im Lebensbuch!

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Okt 24 2007

Zur Jahreswende

Geschrieben von Christ under Neujahr

Des alten Jahres Stunden
sind alle bald entschwunden.
Was haben sie uns wohl gebracht?
Gab es nur Glück und Segen
auf allen unsren Wegen?
Vielleicht auch manche Trübsalsnacht?

Lasst uns nun an der Wende
des Jahrs’, das bald zu Ende,
still stehn, und wenden unsern Blick
zu den verflossnen Tagen
und stellen uns die Fragen:
Wünsch ich mir dieses Jahr zurück?

Hab ich auch nicht versäumet,
aus Lässigkeit verträumet
die angebotne Gnadenzeit?
Werd ich vor Gott bestehen,
wenn ich dereinst werd gehen
von hier? - Trag ich das Hochzeitskleid?

Hab ich in Krankheitstagen
die Hand, die mich geschlagen
auch dankbar, ehrfurchtsvoll geküsst?
Der Feinde bittres Schmähen,
der Freunde übersehen,
demütig, stille auch begrüßt?

Darf ich auch stille sagen:
Ich habe still getragen
die Last, die Gott mir auferlegt?
Hab ich nicht oft mit Murren
mich wegen Gottes Führen
voll Trotz und Zorn sich aufgeregt?

Ließ sich mein Herz erweichen
durch all die Liebeszeichen
die Gott an mir erwiesen hat?
Ach, wenn ich daran denke
vor Scham die Augen senke
ich dann und fleh zu Gott um Gnad.

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Okt 24 2007

Jahresschluss

Geschrieben von Christ under Neujahr

Leise die Stunden verrinnen
Die letzten im alten Jahr
Ich sitze in tiefem Sinnen,
Da wird mir so manches klar.

Wie rasch das Jahr ist verronnen,
Die Wochen und Monden flieh’n
Kaum hat es erst begonnen,
Nun seh ich von dannen zieh’n.

Viel ist von mir unterblieben,
Wozu es mich leise gemahnt.
Viel mehr hätt’ ich sollen lieben,
wo träge am Wege ich stand.

Nun, da die Stunden enteilen,
Tut es mir herzlich leid.
Ich wusste die Zeit nicht zu teilen
und fand für vieles nicht Zeit.

Ich hätte viel mehr sollen lesen
im heiligen Bibelbuch.
Es wär’ mir zum Segen gewesen,
und tat es lang nicht genug.

Hier wollte ein Brief ich schreiben,
dort wartet wohl jemand auf mich.
Oft ließ ich dann beides,
die kostbare Zeit, sie entwich.

Schwer will auf’s Herze mir fallen,
viel hab’ ich zwar gerne gewollt.
Was tat ich nun von dem allen?
Zur Hälfte nicht das, was ich sollt’.

Wozu mein Herz mich getrieben,
oft habe ich’s nicht getan.
Viel Gutes ist unterblieben,
Das klaget heute mich an.

Doch wie sieht der Meister von oben
auf meine Arbeit herab?
Ich weiß, Er kann mich nicht loben,
Wohl schlecht ich gedienet Ihm hab’.

Vergib mir, o Gärtner! - vergebens
hast Du schon so oft gesucht
Am Baum auch meines Lebens,
Wie am Feigenbaum die Frucht.

Vergib ihn, lass ihn noch stehen
und wenn auch im hintersten Raum.
Es möchte vielleicht noch geschehen,
dass Frucht dir bringe der Baum.

Lass wieder den Baum neu durchströmen,
den Saft, der Früchte erzeugt.
Er möchte ja selber nicht länger,
So träge und unfruchtbar sein.

Leise die Stunden verrinnen,
die letzten im alten Jahr.
Ich sitze im tiefen Sinnen,
da wird mir so manches klar.

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