Archive für die Kategorie 'Nachfolge'

Sep 23 2008

Harre aus!

Geschrieben von Christ under Ewigkeit, Nachfolge

Der Frühling kommt, schon scheint die Sonne wärmer,
Die Frühlingsblumen brechen durch die Erde.
Doch wenn man sieht die Welt, so denkt man oft:
„Ach, wenn’s  doch bald schon ew’ger Frühling werde.“

Wie sehnt man sich dabei nach einer Ruhe,
Die nicht gestört durch Sünd’ und Weltgebrause.
Wann kommt der Tag, an welchem Gottes Sohn
Uns, die wir Ihn hier lieben, holt nach Hause?

Wenn Müh’ und Sorgen nehmen überhand
Und jeder Schritt nach vorne wird nicht leichter,
Dann heb den inner`n Blick zu Dem empor,
der für uns hier versprochen hat zu streite.

Noch sind wir hier, noch heißt es: „Kämpfe treu!“
Die Treue wird der Herr einmal belohnen
Und Er wird selber legen auf das Haupt
Des Überwinders eine goldne Krone.

Drum harre aus, einst wird der Tag noch kommen,
An dem sich unsre Sehnsucht wird erfüllen.
Leg dich getrost in deines Vaters Hand,
Denn alles geht nach Seinem Plan und Willen.

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Sep 23 2008

Überwinde

Geschrieben von Christ under Nachfolge

Mitten in die Welt voll Streit, ist der Christ gestellt
Feindesmacht von jeder Seit’, sucht wie sie ihn fällt.
Doch es gilt ein Wörtlein hier, auch dem schwächsten Kinde,
Schreib es tief ins Herze dir; Überwinde!

Oft als Löwe kommt der Feind, macht dem Herzen bange,
dann, wenn alles ruhig scheint, kommt er leis’ als Schlange,
Ob er schmeichelt, ob er brüllt, sorg’ das er dich finde,
In des Heilands Näh gehüllt! Überwinde!

Kannst es nicht aus eigner Kraft, müsstest  bald erliegen,
Doch der Herr, der Wunder schafft, er gibt Kraft zum Siegen.
Schleicht die Trägheit sich herzu, fesselt dich so linde,
Raff dich auf, brich durch im nu; Überwinde!

Überwinde, wenn die Lust, naht zu deinem Herzen,
Glaub’s, man siegt nicht unbewusst, kämpfen ist nicht scherzen.
Groß ist deiner Feinde Zahl und sie naht geschwinde,
wär’s am Tag, zehntausendmal; Überwinde!

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Sep 22 2008

Unser Christentum

Geschrieben von Christ under Nachfolge

Unser Christentum auf Erden muss noch etwas Ganzes werden,
Jesus machet alles neu; drum verlangt er von den  Seinen
Die Ihn suchen, die Ihn meinen, wahren Ernst und ganze Treu.

Ach das halbe, laue Wesen, das sich mancher hat erlesen,
der sich auch bekehren will, - dies und das noch bei sich leiden
und sich nicht von allem scheiden, das führt wahrlich nicht zum Ziel.

Selbst sich einen Vorsatz fassen, sich auf eigene Kraft verlassen
Führt in größre Not hinein. „Ich“, ruft Jesus allen Schwachen,
„Ich will´s neu und anders machen; du sollst nichts, ich alles sein!“

Drum vertrau dich seinen Händen, lerne dich zu ihm recht wenden,
dann geht´s, wie es gehen soll. Jesus kann in allen Dingen,
was er will, auch selbst vollbringen; er ist macht- und gnadenvoll.

Auf das Wort lass fest dich gründen, denn darinnen ist zu finden,
alles, was der Heiland lehrt. Bleib einfältig daran hangen,
so wirst du gewiss erlangen, was zum Christentum gehört.

Wirst du matt: er ist die Quelle, die dir gibt auf alle Fälle
Ganz umsonst, was nötig ist; drum musst du niemals verweilen,
sondern gleich zum Heiland eilen, bei dem man kein Gut vermisst.

Unter allem Kampf und Leiden lass dich nicht von Jesus scheiden,
halte aus und bleib getreu; so wird Rat und Trost sich finden,
du wirst glücklich überwinden; denn der Sohn macht völlig frei.

Endlich wirst du in dem Sterben alles, alles bei ihm erben,
weil er alles will erneu´n . Du kannst guter Hoffnung leben:
Er wird dir den Himmel geben und dich ewig dort erfreun.

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Jan 10 2008

Und selig werden will ich doch!

Geschrieben von Christ under Nachfolge

Und selig werden will ich doch, ein christliches Gedicht zum Thema Nachfolge

Obzwar der Feind uns oftmals quälet
Und zeigt uns unsre Nichtigkeit.
Obgleich so vieles an uns fehlet
Zur christlichen Vollkommenheit;
Obgleich so manche bangen Stunden,
Und Trübsal unser warten noch -
Ob dem, das ich bereits empfunden,
Und selig werden will ich doch!

Obgleich der Menschen Spott und Lachen
Dem Christen auf dem schmalen Weg
Das Leben oft so bitter machen,
Ob dornenvoll der schmale Steg;
Ob auch des Kreuzes Last hier drücket,
Und schwer zuweilen Christi Joch
Und geht man öfters auch gebücket -
Und selig werden will ich doch!

Obgleich der Christ hier missverstanden
Von seinen besten Freunden wird,
Als Pilgrim hier in fremden Landen
Oft auf verlass’nen Straßen irrt;
Ob der Verleumdung bitt’re Fluten
Gleich Wogen brausen wild und hoch
Und die zerschlag’nen Herzen bluten -
Und selig werden will ich doch!

Das alles wird noch einmal enden,
Wie glücklich dann der treue Knecht,
Der sich nicht ließ von Jesus wenden
Und kämpfte bis zum Ende recht.
Und dann, nach einem sel’gen Sterben
Dort siegreich ein zum Tore zog
Als Himmelsbürger, Gotteserbe,
Und selig werden will ich doch! 

Wir sind ja hier nur auf der Reise,
Hienieden ist die Heimat nicht.
Ob nun auch hier in mancher Weise
Das Fuhrwerk fast am Wege bricht.
Wenn nur das Heim im Himmel winket,
Im Herzen die Gewissheit noch,
Ob uns der Weg auch holprig dünket,
Und selig werden will ich doch!

Denk’, wenn von lichten Himmelshöhen
Aus nie geahnter Seligkeit
Du wirst zurück ins Weltall sehen
Und auf den Jammer dieser Zeit
Und auf das Weh, und auf das Weinen
Und alles, was dich drücket noch -
Dann wird dir das so klein erscheinen
Und selig werden will ich doch!

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