Archive für die Kategorie 'Gnade'

Jan 09 2008

Gnade allein

Geschrieben von Christ under Gnade

Gnade allein, ein christliches Gedicht zum Thema Gnade

Gnade muss es sein -
Gnade allein!
Alles and’re geht in Stücke,
ist nur eine morsche Krücke.
Gnade muss es sein -
Gnade ganz allein!

Aller eigne Wert
nur den Hochmut nährt;
alles, was ich selbst erworben,
hat die Sünde ganz verdorben.
Gnade muss es sein -
Gnade ganz allein!

Wenn zu herb der Schmerz,
und schier bricht das Herz,
wenn im finstern Tal es dunkelt,
schau’ ich auf: Trotz allem funkelt
mir der Gnade Schein.
Gnade muss es sein!

Also Gnad’ allein,
Gnade muss es sein,
Gnad’ zum Weilen, Gnad’ zum Gehen,
Gnade, still beim Herrn zu stehen,
nichts als Gnad’ allein,
Gnade muss es sein!

Von einem schwerkranken Gläubigen
in Leidenstagen niedergeschrieben.

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Jan 09 2008

Gefunden

Geschrieben von Christ under Gnade

Gefunden, ein christliches Gedicht zum Thema Gnade

Das rühm’ ich als das größte
und allerbeste Gut,
dass Jesus mich erlöste
mit Seinem teuren Blut;
dass Er um mich geworben
mit ew’ger Liebestreu
und mir, da Er gestorben,
geschenkt das Leben neu.

Ein Wunder ist’s der Gnaden,
wie Er mich Armen fand
und meinen Fluch und Schaden
in Fried und Heil gewandt;
wie Er, des Heils Begründer,
auch zum Vollender wird,
dem allergrößten Sünder
der allertreuste Hirt.

Vom sündenkranken Wesen
gefall’ner Kreatur
bin ich durch Ihn genesen
zur göttlichen Natur.
Zum Gotteskind erhoben,
zum höchsten Hoheitsstand,
darf ich die Gnade loben,
die mich Verlornen fand.

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Nov 23 2007

Nicht halb

Geschrieben von Lazarus under Bekehrung, Dankbarkeit, Gnade, Güte

Nicht halb
 
Mir kann ein halber Segen nicht genügen.
Ich kann mich keiner halben Gnade freu’n.
Nein, nein, in ganzen, vollen, sel’gen Zügen
will Jesu Lebenslauf geatmet sein.

Ganz ungeteilt darf ich Ihm angehören,
Der mir ja auch Sein ganzes Herze gibt.
Der kam, die ganze Sünde zu zerstören
und mich auch nicht mit halber Liebe liebt!

Sein! Völlig Sein! Das heißt – der Welt entronnen;
die Brücken abgebrochen zu ihr hin.
Das heißt, den ganzen Himmel hier gewonnen
und vollen Frieden auch für Seel’ und Sinn.

Da gibt’s kein Hinken mehr auf beiden Seiten,
kein Rückwärtsschaun nach Sodoms Lustgefild,
kein hoffnungsloses mit der Sünde Streiten.
Nein, Jesus siegt und prägt in uns Sein Bild.

Er tut Sein Werk nicht halb im Schmerzenstiegel.
Nein, Er vollendet es mit hei’ger Hand,
bis Er heraufgedrückt das heiige Siegel,
dann nimmt Er es ins ewge Heimatland.
 

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Nov 06 2007

Unverdient gut

Geschrieben von Christ under Gnade

Unverdient gut, ein christliches Gedicht zum Thema Gnade

Unverdient gut! Welch herrliche Antwort
Wenn man dich fragt nach deinem Ergeh’n
Unverdient gut!, welch sicherer Standort
Wie auch die Stürme des Lebens durchweh’n
Ruhender Felsen in rauschender Flut
So wie es geht, geht es unverdient gut!

Glücklicher Mensch, der in Freuden und Leiden
So kann bekennen mit fröhlichem Mund
Der wie ein Schäflein auf saftigen Weiden
Wie auch auf dürrem und steinigem Grund
Weiß: in der göttlichen Hirten Hut
Hab ich es überall – unverdient gut!

O das ich’s könnte lernen von Herzen
Alles zu schauen in diesem Licht
Liebes und Böses, Freuden und Schmerzen,
Was mir beschert ist und was mir gebricht
Wie auch mein Gott mit mir handelt und tut
Alles ist heilsam und unverdient gut!

Schau nach erquickendem Schimmer ich wieder
Frühe des Morgenrots strahlenden Kranz
Oder drückt lärmende Sorge mich nieder
Tagt mir der Morgen ohn’ Freude und Glanz
Quält mich der Anfechtung giftige Brut
Herr hilf mir zu sprechen: "es ist unverdient gut!"

Unverdient gut, das sei mein Bekenntnis
Wenn Gottes liebende Sonne mich wärmt
Unverdient gut, – sei auch mein Geständnis
Wenn meine Seele in Kummer sich grämt
Grünende Au – oder sengende Glut
Hab ich nur Ihn – Hab ich’s unverdient gut!

Unverdient gut – wollte, wie ich verdiene,
Gott mit mir handeln nach heiligem Recht
Wahrlich kein leuchtendes Himmelslicht schiene
Jemals mir, schlechtem, unnützem Knecht,
Sonne und Mond werden finster wie Blut
Doch Gottes Gnade macht’s unverdient gut.

Heute ich nicht kann verstehen den Weg,
den der Vater mich führt.
Mühsam zu gehen, doch einst
werde ich dankend gerührt
von jenseits der Flut -
Alles, Herr, alles war unverdient gut!

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