Nov
23
2007
Nicht halb
Mir kann ein halber Segen nicht genügen.
Ich kann mich keiner halben Gnade freu’n.
Nein, nein, in ganzen, vollen, sel’gen Zügen
will Jesu Lebenslauf geatmet sein.
Ganz ungeteilt darf ich Ihm angehören,
Der mir ja auch Sein ganzes Herze gibt.
Der kam, die ganze Sünde zu zerstören
und mich auch nicht mit halber Liebe liebt!
Sein! Völlig Sein! Das heißt – der Welt entronnen;
die Brücken abgebrochen zu ihr hin.
Das heißt, den ganzen Himmel hier gewonnen
und vollen Frieden auch für Seel’ und Sinn.
Da gibt’s kein Hinken mehr auf beiden Seiten,
kein Rückwärtsschaun nach Sodoms Lustgefild,
kein hoffnungsloses mit der Sünde Streiten.
Nein, Jesus siegt und prägt in uns Sein Bild.
Er tut Sein Werk nicht halb im Schmerzenstiegel.
Nein, Er vollendet es mit hei’ger Hand,
bis Er heraufgedrückt das heiige Siegel,
dann nimmt Er es ins ewge Heimatland.
Nov
07
2007
Vollbracht, ein christliches Gedicht zum Thema Bekehrung und Ostern
Vom Kreuz auf Golgatha strömt Licht
in deine Sündennacht.
Hör, wie dein Heiland tröstend spricht
zu dir: „Es ist vollbracht!“
O Sünder, du musst Buße tun
vor Gottes Heiligkeit,
und ganz in Jesu Werk dann ruhn
zu deiner Seligkeit!
Gib doch das falsche Ringen auf -
nichts kommt dabei heraus.
Nur tiefer abwärts geht dein Lauf
hinein in Nacht und Graus!
Du sprengst die Sündenketten nie
in eigner Kraft und Macht;
was willst du tun? Drum komme, sieh
und glaub: „Es ist vollbracht!"
„Es ist vollbracht!" Nicht nur ein Teil,
nein, alles ist vollbracht!
Es fehlt nichts mehr zu deinem Heil,
vergangen ist die Nacht.
Tu Jesu auf dein ganzes Herz,
der du vom Schlaf erwacht,
nimm dankend an, blick himmelwärts
und sprich: „Er hat’s vollbracht!"
Okt
26
2007
Spätherbst, ein christliches Gedicht zum Thema Ewigkeit und Bekehrung
Das dürre Laub fällt zitternd von den Bäumen,
ein leises Sterben zieht durch die Natur,
vorbei die schönen Tage wie ein Träumen,
Vergänglichkeit verkündet Feld und Flur.
Welch eine Sprache redet solch Entfärben
zum Menschen, welchem Gott das Urteil spricht:
Auch dir ist es gesetzt, einmal zu sterben,
zu sterben, ja – doch danach das Gericht.
O möcht dies Wort noch manchen Sichren schrecken,
durchbohren manches Sünders Herz und Sinn,
vom Todesschlaf am Abgrund ihn erwecken,
dass er zu Jesu möcht’ um Rettung fliehn.
Glückselig, wer in Jesu Heil gefunden,
ihn schrecket nicht der Zeit Vergänglichkeit,
Tod und Gericht hat Jesus überwunden,
und für die Seinen naht die Herrlichkeit.
Okt
26
2007
Es ist die letzte Stunde, ein christliches Gedicht zum Thema Bekehrung und Ewigkeit
Es ist die letzte Stunde.
Habt ihr es schon bedacht?
Es geht von Mund zu Munde:
Ihr Gläubigen, erwacht!
Es ist die letzte Stunde.
Schaut auf zu eurem Herrn.
Vernehmt die frohe Kunde,
Er kommt, Er ist nicht fern.
Es ist die letzte Stunde.
Weiht nicht das Herz der Welt,
die, mit dem Feind im Bunde,
sich gegen Jesus stellt.
Es ist die letzte Stunde.
Lasst leuchten euer Licht,
damit in eurer Runde
das Zeugnis nicht zerbricht!
Es ist die letzte Stunde.
Bald werden wir Ihn sehn.
Dann jubeln Herz und Munde:
Wie unaussprechlich schön!