Mrz 02 2008
Karfreitag 2
Ein christliches Gedicht zum Thema Jesu Leiden.
Die Welt ist neu erstanden
in ihrer Frühlingspracht,
es zog aus allen Landen
des alten Winters Macht.
Es freun sich alle Wesen,
jede Kreatur,
es kam wie ein Erlösen
nun über die Natur.
Karfreitag ist es heute –
weißt du, was einst geschehn?
Weißt du, was es bedeute,
den Herrn am Kreuz zu sehn?
In all den Frühlingswonnen,
in all der Herrlichkeit,
da ist sein Blut verronnen,
da trug er bitt’res Leid.
Das Leid um unsre Sünden,
um unsre Schuldennot;
daß wir Erlösung finden,
stirbt er den Kreuzestod.
Verschmachtet und verlassen
von Gott, von aller Welt!
O Herz, kannst du es fassen,
daß Gott dies so bestellt?
Kannst du dich noch erfreuen
an diesem Frühlingstag?
Willst du nicht Tränen weihen
dem Herrn und seiner Schmach?
Du gehst so froh und glücklich
hin, durch die schöne Welt,
nimmst, wie es augenblicklich
dir in die Augen fällt.
O geh auch in Gedanken
hinauf nach Golgatha –
dort, wo sein’ Augen sanken,
da ist dein Heil dir nah.