Mrz 10 2009
Lamm Gottes
Lamm Gottes, ein christliches Gedicht zum Thema Abendmahl/ Karfreitag
Uns rührt deine himmlische Liebe,
Du Schöpfer der Enden der Welt.
Wie hast Du aus göttlichem Triebe
Dich unter die Sünder gestellt.
Es herrschte noch nächtliche Stille.
Dein Mund sprach nach Kämpfen und Not:
„Nun, Vater, geschehe Dein Wille,
ich gehe ans Kreuz, in den Tod!“
Die Hände sie schmählich Dir banden
die helfend nur Gutes getan.
Verhöhnend und spottend sie standen,
sie schauten und spieen Dich an.
Dein Rücken trug blutige Striemen,
und Speichel vom Angesicht rann.
Pilatus sprach fragend zu ihnen:
„Was hat Er denn Böses getan?“
Die Krone aus Dornen sie hatten
Und drückten sie Dir auf das Haupt.
O Heiland, Du musstest erstatten,
was niemals, was nie Du geraubt.
Dann gingst Du, gefolgt von den Massen
und trugest das Kreuze so schwer.
Mit höhnischen Augen, mit Hassen,
so liefen sie neben Dir her.
Man hat Dich ans Fluchholz geschlagen.
Die Sonne verlor ihren Schein.
Dort hast Du die Sünden getragen,
verlassen, verworfen, allein.
Lamm Gottes, das hast Du erduldet,
Lamm Gottes, das tatst Du für mich.
Denn alles, was ich hab verschuldet,
Du nahmst es freiwillig auf Dich.