Archive für die Kategorie 'Weihnachten'

Sep 23 2008

Ein Weihnachtsabend

Geschrieben von under Liebe,Weihnachten

Ein Weihnachtsabend; ein christliches Anspiel zu Weihnachten oder zum Thema Liebe für 14 Personen

Erzähler: Rauschend fuhr der Wind durch die kalten Bäume. Hier und dort brach ein Zweig ab und trieb die trockenen Blätter, die den Boden bedeckten, vor sich her. Die Tannen standen glitzernd mit weißem Schnee geschmückt in der Dunkelheit. Im Försterhaus saß der Förster in seinem Lieblingssessel und schaute seiner Gattin zu, die gerade dabei war, den Weihnachtstisch herzurichten.

Mit ihrem nicht mehr jungen aber doch noch blühenden Gesicht, den blauen Augen und dem weißen Häubchen auf dem dunklen Haar, vermittelte sie eine Atmosphäre des Friedens und der Geborgenheit. Aus der Stille heraus richtete er plötzlich das Wort an sie.

Förster: Hab ich dir je gesagt, Malwine, dass keiner außer dir es so gut versteht, das Weihnachtsfest zu etwas ganz Besonderem zu machen?
Wenn ich dir so zusehe, habe ich das Gefühl ein kleiner Junge zu sein, der die Geschenke gar nicht abwarten kann. Kannst du dir vorstellen, dass ich mich mit meinen sechzig Jahren immer noch wie ein Kind auf Weihnachten freue?
Ich glaube, wenn du nicht wärest, dann wäre das nicht so. Du denkst immer Tag und Nacht darüber nach, wie du mich überraschen kannst. Jetzt bin ich schon wieder unwahrscheinlich neugierig, was du dir diesmal für mich Neues ausgedacht hast.

Frau: Ach Gerhard, erwarte nur nicht zu viel, sonst ist die Enttäuschung nachher umso größer.

Förster: Du hast mich noch nie enttäuscht, Malwine. Das wirst du auch sicher diesmal nicht. Ach, warum vergeht die Zeit nur so langsam. Wenn Bruno mit dem Sieben-Uhr-Zug kommt, müsste er jetzt gerade aussteigen. Findest du es nicht auch eigenartig, dass er so lange nicht geschrieben hat?

Frau: Du weißt doch, dass er noch nie ein eifriger Briefschreiber war. Trotzdem werde ich auch langsam ungeduldig… Wenn er doch nur schon hier wäre…

Förster: Ich kann es kaum erwarten, das wir zusammen unter dem Weihnachtsbaum stehen. Das sind dann immer ganz gesegnete Augenblicke. Ich meine dann manchmal, im Himmel und nicht auf Erden zu sein.

Frau: Aber das allerschönste ist doch immer, wenn wir zusammen zum Gottesdienst gehen, der Weihnachtsbotschaft lauschen und daran denken, was der Herr Jesus für mich getan hat, als er seinen Vater verlassen hat und als Mensch zu uns auf die Erde kam.

Förster: Sicher, du hast recht. Das ist der einzige Grund unserer Freude. Wenn Jesus das nicht getan hätte und unsere Sünden nicht vergeben hätte, wären wir auf ewig verloren. So aber können wir uns auf ein ewiges Leben bei unserem Herrn freuen.

Elsa: Entschuldigungen sie die Störung, aber der Andrej steht hier draußen. Er möchte mit dem Förster sprechen.

1 Erzähler: Mit diesen Worten ließ die Magd einen jungen Mann in zerrissenen Kleidern herein. Aus dem bleichen Gesicht, das von einem struppigen Bart umrahmt war, blickten zwei dunkle Augen. Hilflos und flehend sah er sich um, senkte dann aber seine Augen zu Boden, weil er dem durchdringenden Blick des Försters nicht standhalten konnte.

Förster: Nun, Andrej, was willst du von mir?

Andrej: Ach, Herr Förster, ich bin nun endlich entlassen, aber ich kann keine Arbeitsstelle mehr bekommen. Keiner ist bereit mich einzustellen und da … Sie waren immer so gut zu mir und da dachte ich, sie würden es vielleicht noch mal mit mir versuchen.

Förster: Aber sag mal, was denkst du dir eigentlich? Glaubst du wirklich ich würde einen entlassenen Sträfling wieder in meinen Dienst nehmen? Wenn auch nur noch ein Funken Anstand und Scham in dir wäre, so hättest du es nicht gewagt meine Schwelle zu betreten!

Andrej: Sie haben das Recht so über mich zu sprechen… aber im Gefängnis habe ich den Herrn Jesus kennengelernt. Mit seiner Hilfe habe ich mir fest vorgenommen ein neues Leben zu beginnen. Ich wäre auch sicher nicht zu ihnen gekommen, wenn ich nicht gewusst hätte, dass auch sie den Heiland kennen und lieben.

Förster: So, du willst also ein neues Leben beginnen? Das freut mich natürlich, aber du kannst nicht von mir erwarten, dass ich dich wieder aufnehme. Du musst dir schon eine andere Beschäftigung suchen.

Andrej: Wollen sie mich wirklich abweisen? Was soll ich denn dann machen? Was soll aus mir werden?

Förster: Das hättest du dir vorher überlegen können.

Andrej: Dann geh ich wieder. Frohe Weihnachten!

Elsa: So, den sind wir los. Das hat er auch verdient. Meine Herrschaft ist ja sonst für alle Armen und Kranken da, aber diesen Verbrecher wieder aufnehmen? … Nein das wäre dann doch zu viel verlangt. Was sollen dann auch die Leute von uns denken?

Frau: Gerhard!? Wie konntest du nur so etwas tun?

Förster: Was hätte ich denn tun sollen, Malwine?

Frau: Du hättest anders handeln können… Du hättest ihn wieder aufnehmen sollen. Denk doch daran, was der Herr Jesus für uns getan hat. Es ist fast so, als ob er selbst vor einem steht und sagt: “Für dich gelitten, für dich gestorben, für dich tat ich das alles und was hast du für mich getan?“
Dann wünsche ich mir nichts mehr, als auch etwas für Ihn tun zu können. Gerhard, glaub mir, wir können unsere Dankbarkeit nicht besser beweisen, als wenn wir gerade denen Gutes tun, die auch den Herrn Jesus im Herzen haben, besonders in solchen Notsituationen.
Denn was wir den Ärmsten tun, ist genauso, als hätten wir es Ihm getan.

Förster: Ich bitte dich, verschone mich mit deinen Schwärmereien. Du würdest im ganzen Dorf keinen finden, der einen untreuen Gehilfen wieder in seinen Dienst nehmen würde.

Frau: Aber ein Christ sollte es trotzdem tun.

Förster: Nein, auch ein Christ nicht. Das ist doch alles Theorie. Schau mal, ich bin sicher, das wir so viel Gutes tun wie nur irgendwie in unseren Kräften steht, aber was zu viel ist, ist zu viel. Kann ich denn sicher sein, das der Andrej sich ernsthaft bessern will? Stell dir nur vor, er würde bald wieder rückfällig werden… das Risiko gehe ich nicht ein. Und außerdem ist es nicht meine Angelegenheit, mich um ihn zu kümmern.

Frau: Also, wirklich Gerhard, du…

Förster: Schweig, ich will kein Wort mehr hören, oder willst du mir noch die ganze Weihnachtsfreude nehmen?

Frau: Nein, das will ich natürlich nicht. Ich wollte doch nur, dass wir das Weihnachtsfest richtig genießen können. Aber können wir das denn, nachdem wir den Andrej so abgewiesen haben?

Förster: Hör auf, das Thema ist für mich erledigt!

2 Erzähler: Nachdem Andrej eine kurze Strecke des Weges zurückgelegt hatte schienen seine Füße ihn nicht mehr tragen zu wollen. Er lehnte an einen Baumstamm und schloss völlig erschöpft seine Augen. Es war wohl eine momentane Schwäche, die ihn überwältigte, und er machte auch keinen Versuch dagegen anzukämpfen. Wozu auch? Was half es, wenn er sich aufraffte und weiterschleppte – er wusste ja nicht einmal wohin. Wer würde ihn aufnehmen oder ihm Arbeit geben? Würde er nicht überall abgewiesen werden? War er nicht ein Verachteter, mit dem kein Mensch etwas zu tun haben wollte? Sie hatten ja auch allen Grund, ihm zu misstrauen. Das Vertrauen, das man in ihn gesetzt hatte er völlig missgebraucht.

Als er im Dienst des Försters stand, hat er es wirklich gut gehabt. Aber er geriet auf Abwege und das ging so weit, das man ihn eines Tages ins Gefängnis steckte. Zuerst war er wütend auf die Gesellschaft und meinte sich im Recht, doch nach und nach kam er dann doch zu der Einsicht, dass er eigentlich nichts anders verdient hatte. Ja, es kam sogar so weit, dass er dort in der Zelle unter Tränen erkannte, eigentlich gegen Gott gehandelt zu haben. Als er der Verzweiflung nahe war, erzählte ihm der Gefängniswächter von dem, der für die Sünden der Menschen gestorben ist. An diese Hoffnung klammerte er sich wie ein Ertrinkender und fand dann endlich bei Jesus Vergebung und inneren Frieden. Das war nun noch gar nicht so lange her. Nun hatte er seine Strafe abgebüßt und es war an der Zeit, sich eine Beschäftigung zu suchen. Zuversichtlich verließ er an jenem Morgen das Gefängnis und begann nach Arbeit zu suchen. Aber immer bekam er dieselbe Antwort. Entmutigt fasste er dann eines Nachts den Entschluss sich bittend an seinen früheren Herrn zu wenden. Nun war auch dieser Gang vergeblich gewesen.

Was sollte nun werden? Es dämmerte schon und vom Dorf tönten die Glocken herüber, die das Weihnachtsfest ankündigten.

Andrej: Ich habe kein Geld, um mir eine Unterkunft für die Nacht zu besorgen, geschweige denn für etwas zu Essen, damit ich nach den Feiertagen mit neuer Kraft versuchen kann Arbeit zu finden. Was wird nur, wenn ich wieder keine finde? Werde ich nicht wieder in mein altes Leben zurückkehren? Wozu eigentlich die quälenden Sorgen um mein weiteres Leben? … Ich könnte meinem Leben ja ein Ende machen… dann wäre endlich alles vorbei.

2 Erzähler: Als habe ihn einer einen Schlag ins Gesicht gegeben, hörte er es plötzlich wie eine Stimme, die ihm zurief

Stimme: Ist das sie Besserung, die du deinem Heiland und dir selbst versprochen hast? Jesus wird dir helfen, vertraue doch auf Ihn. Sei getrost. Er gibt dir nur so viele Lasten, wie du tragen kannst. Er hat dir deine Schuld vergeben und dir ewiges Leben geschenkt!

3 Erzähler: Und wie damals, als er zum ersten Mal die ganze Größe seiner Schuld erkannte, verbarg er auch jetzt sein Gesicht in den Händen und heiße Tränen rollten zwischen seinen bebenden Fingern hervor.

Stimme: So hat nun niemand ein Recht, jene zu verdammen, die in Christo Jesu sind.

3 Erzähler: So flüsterte es, als käme es aus den Tannen … oder riefen es ihm die Glocken zu, die aus dem Dorf an sein Ohr drangen? Es waren Weihnachtsklänge, die er hörte und in sein Herz drangen.

Stimme: Der Heiland ist geboren, gerade für dich, der du um deine Sünden weinst.

3 Erzähler: Da richtete Andrej sich auf und betete:

Andrej: Jesus, an dich will ich mich halten und wenn es noch so dunkel um mich ist. Wenn Du nur bei mir bist, dann habe ich den besten Freund, den man nur haben kann.

3 Erzähler: Nun machte er Anstalten, weiter zu gehen. Doch er kam nur einige Schritte weit. Dann sank er kraftlos vor Erschöpfung der durchstandenen Kämpfe zusammen um erneut bitterlich zu weinen.

Der Förster hatte zu dieser Zeit den Vorfall mit Andrej schon längst vergessen. Das baldige Wiedersehen mit seinem Sohn nahm all seine Aufmerksamkeit in Anspruch. Bruno war der ganze Stolz seiner Eltern. Er arbeitete als Bauführer in einer entfernten Stadt, doch zum Weihnachtsfest hatte er es sich noch nie nehmen lassen nach Hause zu fahren. So war er auch diesmal auf dem Weg zu seinen Eltern.

Im Försterhaus war die Mutter dabei, den Tisch zu decken, während ihr Gatte ungeduldig im Zimmer auf und ab wanderte, immer wieder auf die Uhr sah und dann und wann durchs Fenster auf die dunkle Straße blickte. Plötzlich bellten die Hunde und gleichzeitig hörte man, wie ein Wagen vor dem Hause hielt.

Förster: Er kommt! Aber warum kommt er denn mit dem Auto? Er geht doch sonst immer zu Fuß vom Dorf hier her. Hoffentlich ihm nichts passiert.

Frau: Nun geh schon hinaus und sieh nach.
Bruno, das du endlich da bist? Aber was ist geschehen, bist du krank?

Bruno: Ja, ich freue mich auch, dass ich endlich da bin. Aber keine Sorge, Mutter, ich war zwar schwer krank, aber jetzt bin ich wieder gesund. Ich bin nur noch etwas schwach.

Förster: Erzähl doch nichts, Bruno. Warum ist denn dein Arm in der Schlinge? Und was bedeutet das Pflaster auf deiner Stirn? Du warst doch nicht nur krank, da steckt doch etwas anderes hinter.

Bruno: Ich bin gefallen, Vater. Aber erst muss ich mich mal ausruhen und dann erzähle ich euch alles.

4 Erzähler: Er setzte sich an den Tisch und während die Mutter sich um sein Wohl bemühte, versuchte der Vater aus den Zügen seines Sohnes eine Antwort auf seine Fragen zu lesen.

Bruno: So, jetzt geht es mir besser. Wenn ich nur wüsste, wo ich anfangen soll zu erzählen. Es ist so viel, was ich erlebt habe.

Frau: Warum hast du uns nichts geschrieben?

Bruno: Zuerst konnte ich nicht und später wollte ich euch nicht unnötig beunruhigen.

Frau: Aber ich wäre doch sofort zu dir gekommen und hätte dich gepflegt.

Bruno: Ach Mutter, ich bin so gut gepflegt worden, wie du es auch nicht hättest besser gekonnt.

Frau: Wieso, warst du denn im Krankenhaus?

Bruno: Nein, aber ich glaube, ich werde mal von vorne beginnen zu erzählen.
Also, vor einiger Zeit habe ich den Auftrag bekommen, eine baufällige Rückseite einer Villa vor der Stadt abzureißen und wieder aufzubauen, wenn man sie nicht anders ausbessern hätte können. Um das festzustellen, ging ich auf den Balkon, der sich auf der fraglichen Seite des Hauses befand. Kaum hatte ich ihn betrete, fiel die ganze Mauer zusammen. Ehe ich überhaupt begriff, was geschehen war, lag ich schon unten. Ich verspürte einen heftigen Schmerz am Arm und aus einer Wunde am Kopf blutete es stark. Wie aus weiter Ferne hörte ich Stimmen vom Besitzer des Hauses.

Hausbesitzer: Ach du liebe Zeit, dass das passieren musste. Ist er verletzt? Was sollen wir nun mit ihm machen? Wo lassen wir ihn? Irgendwo müssen wir ihn ja hinbringen. Aber in mein Haus kommt er nicht, so blutig und schmutzig wie er ist.

Nachbar: Ich glaube, wir sollten einen Arzt rufen.

Frau des Nachbarn: Ja, der soll ihn ins Krankenhaus bringen, das gehört er auch hin. Wir können jetzt sowieso nicht viel helfen.

Nachbar: Aber ich fürchte, er würde den Transport nicht ertragen.

Bruno: Und so lag ich da, hörte das Gespräch und konnte mich selbst aber nicht äußern. Plötzlich rief dann eine Stimme: „Bringt ihn in mein Haus“

Förster: Das war wohl ein Freund von dir?

Bruno: Nein, das war ein ganz unbekannter Mann. Was dann weiter geschehen ist, weiß ich nicht mehr. Ich verlor das Bewusstsein und als ich wieder aufwachte, lag ich in einem fremden Bett. Neben mir stand eine alte Frau mit einem genauso lieben Gesicht, wie deins, Mutter. Dann kam auch ein alter Mann herein. Er war auch sehr freundlich und sagte: „Gott sei Dank, jetzt ist das Schlimmste überstanden.“ Sein Gesicht strahlte vor Freude.

Dann fragte ich, wo ich sei und wer sie wären und warum sie mich so aufgenommen hätten, das könne ich ihnen nie wieder gut machen.

Daraufhin sagte mir der Mann ich sollte mich nicht aufregen. Er setzte sich an mein Bett und erzählte mir, dass sie Leute seien, die die Liebe Gottes an sich selbst erfahren hätten und nun auch etwas für ihren Herrn tun wollen. Jetzt hätten sie Gelegenheit dazu gehabt, indem sie mir helfen würden, wie es nur in ihren Kräften stand. So sah ich dann täglich, wie diese lieben Leute für Gott leben. Sie haben so für mich gesorgt als wäre ich ihr eigener Sohn.

Förster: Erstaunlich, wenn man bedenkt, das diese Leute dich ja gar nicht gekannt haben. Sie wussten ja nicht, ob du es verdient hast, so umsorgt zu werden.

Bruno: Danach haben sie gar nicht gefragt. Sie taten es für den Herrn, so sehr liebten sie Ihn.

4 Erzähler: Es war auf einmal ganz still im Zimmer geworden. Jeder ging seinen eigenen Gedanken nach. In Mutter und Sohn breitete sich ein heißes Gefühl der Dankbarkeit aus, doch der Vater spürte gleichzeitig Beschämung und Reue. Hätte er wohl einen Fremden auch so aufgenommen und gepflegt, wie dieses Ehepaar es getan hatte? Hatte er überhaupt schon jemals daran gedacht, den Herrn auch durch die Tat lieben und nicht nur mit Worten. Natürlich tat er ab und zu Gutes an Bedürftigen, aber was war das schon? Sobald er sich persönlich einschränken musste, zog er sich zurück. Er hatte den Herrn nie genauso wiedergeliebt wie er geliebt wurde.
Dann sah der Förster Andrej vor seinen Augen. Er erinnerte sich an dessen flehentlichen Blick und seine bescheidene Bitte. Wie hat er sie nur so abschlagen können und das auch noch gerade heute, wo Gott ihm die ganze Fülle seiner Liebe hat erfahren lassen. Es war so, als stünde nun Jesus selbst vor ihm und fragte: „Konntest du wirklich an einem Armen so grausam handeln, obwohl ich für ihn genauso in die Welt gekommen bin und seine Schuld vergeben habe? Was bist du Besseres als er? Musstest du dich seiner nicht schon um meinetwillen annehmen?

4 Erzähler: Dann sagte Bruno in die Stille hinein

Bruno: Wollen wir nicht jetzt den Baum schmücken?

Förster: Ihr müsst mich entschuldigen, aber ich habe erst noch etwas anderes zu erledigen.

4 Erzähler: In den Augen der Mutter leuchtete es verständnisvoll auf und dann steckte sie langsam die ersten Kerzen an. Als sie damit fertig war, kehrte der Förster zurück in Begleitung seines früheren Gehilfen Andrej. Er hatte ihn erst im Dorf vermutet und wollte ihn dort suchen, aber dann fand er ihn schon am Eingang des Waldes. Mit wenig Mühe gelang es ihm, den Schlafenden zu wecken und mit sich nach Hause zu führen.

Förster: Ich bringe noch einen Gast mit. Nun können wir Weihnachten feiern. Wir wollen nicht nur mit Worten danken, sondern auch mit der Tat.

4 Erzähler: Zwar haben Försters schon oft das Weihnachtsfest glücklich gefeiert, aber so glücklich wie diesmal sind sie noch nie gewesen.

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Sep 23 2008

Gott hält, was Er verspricht

Geschrieben von under Weihnachten

Gott hält, was Er verspricht, ein christliches Anspiel zu Weihnachten für 3 Personen

Gedicht: Gott sei Dank durch alle Welt
der sein Volk beständig hält
und der Sünder Trost und Rat
zu uns hergesendet hat.
was der alten Väter Schar
höchster Wunsch und Sehnen war
und was sie geprophezeit
ist erfüllt in Herrlichkeit.

Verheißung: Micha 5:1 „Und du Bethlehem-Efrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei.“

Erfüllung: Matthäus 2:5 „Sie fragten: Wo ist der König der Juden geboren? Sie sagten zu Bethlehem in Judäa, denn also steht durch den Propheten geschrieben.“

Verheißung: Jeremia 33:15 „In jenen Tagen und zu jener Zeit werde ich dem David ein Spross der Gerechtigkeit hervorsprossen lassen und er wird Recht und Gerechtigkeit übern im Lande.“

Erfüllung: Matthäus 1:20-21 „Der Engel sprach: Joseph, Sohn Davids, Maria, deine Frau, wird einen Sohn bekommen. Du sollst seinen Namen Jesus heißen, denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden.“

Verheißung: Jesaja 9:1 „Das Volk, das Finstern wandelt, hat ein großes Licht gesehen.“

Erfüllung: Johannes 8:12 „Jesus spricht: Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln.“

Verheißung: Jesaja 9:6 „Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben. Und man nennt seinen Namen… Friedenfürst.“

Erfüllung: Epheser 2:14 „Er, Jesus, ist unser Friede.“

Verheißung: Jesaja 59:20 „Ein Erlöser wird kommen für Zion.“

Erfüllung: Lukas 2:38 „Die Prophetin Anna lobte den Herrn und redete von dem Kindlein Jesus zu allen, welche auf Erlösung warteten in Jerusalem.“

Verheißung: Jesaja 54:14 „Sei fern von Angst, denn du hast dich nicht zu fürchten.“

Erfüllung: Lukas 2:10 „Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die für ganze Volk sein wird, denn ist heute der Heiland geboren.“

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Mrz 15 2008

Die ihn aufnahmen

Geschrieben von under Weihnachten

Die ihn aufnahmen, ein christliches Anspiel zu Weihnachten für 9 Personen

Paul: (stöhnt auf / schaut sich um / Ein Blick fällt auf den Kalender / erschreckt) Was? – Morgen ist wieder der 24., dann ist es schon zwei Jahre her. Zwei Jahre ist eine lange Zeit. – Dann ging sie weg, einfach so. Ich sehe heute noch, wie sie mühsam versuchte ihre Tränen zu unterdrücken, ihre Sachen packte und ging. Die Tür fiel ins Schloss, ich hätte schreien können, doch ich schwieg, ich hätte weinen können, doch ich starrte nur stumm auf die Tür, und dann diese Leere. Warum habe ich sie bloß wieder weggeschickt, als sie bereit war zurück zu kommen? … (sie klopft) Ach, wozu denke ich noch darüber nach, es hat ja doch keinen Sinn! (seufzt) (sie klopft) (verwirrt) Hat es geklopft? Das kann nicht sein, mich besucht doch niemand. (klopft) Wer ist da? Herein! (seine Frau tritt ein) (fassungslos) Julia, du??!

Julia: Paul, ich… ich wollte dir etwas bringen. Ich… (überreicht ihm ein Geschenk)

Paul: Julia! … Äh, setzt dich bitte!

Julia: Willst du nicht auspacken?

Paul: Die Bibel!?

Julia: Ja, die Bibel. Sie hat mein Leben total verändert. (Pause) Weißt du, bei unserm letzten Streit, war ich zu stolz, um nachzugeben. Lieber wollte ich gehen, als bei dir um Verzeihung zu bitten. Danach kam eine furchtbare Zeit, ich merkte, wie sinnlos und leer mein Leben war. Ich irrte umher und suchte vergebens nach ein bisschen Glück und Liebe. Dann lernte ich Menschen kennen, die so eine innere Ruhe und Geborgenheit ausstrahlten, nach der ich mich immer gesehnt habe. Sie schenkten mir eine Bibel, die sie auch selbst auslebten.

Paul: Aber – wie hat die Bibel dein Leben verändert?

Julia: Durch sie lernte ich Jesus Christus kennen, der an Weihnachten auf diese Welt kam. Obwohl er der Sohn Gottes war, kam er um für meine und für deine Schuld zu sterben, damit wir ewig leben können.

Paul: Das verstehe ich nicht. Was hatte er denn davon?

Julia: Eigentlich gar nichts. Aber er hat uns so sehr geliebt, dass er kam, damit wir nicht sterben brauchen. Und was ich nicht verstehen kann, ist, dass die Menschen so lieblos sind, er kam in sein Eigentum, aber sie nahmen ihn nicht auf.

Paul: Woher weißt du das?

Julia: Das steht in der Bibel. Warte, ich zeige dir die Stelle. (Joh. 1,11-12). Das habe ich selbst erfahren. Ich habe Jesus in mein Leben aufgenommen und bin nun ein Kind Gottes geworden. Ich habe eingesehen, dass ich vieles verkehrt gemacht habe, auch der Streit damals. Kannst du mir vergeben, es tut mir wirklich leid.

Paul: Natürlich vergebe ich dir, aber… willst du nicht hier bleiben? Willst du nicht zurückkommen?

Julia: Meinst du wirklich? Ich würde sehr gerne kommen.

Paul: Ja, natürlich.

Julia: Gut, ich muss nur noch schnell meine Sachen holen.

- Musik -

Sprecher: So schnell hatte Julia noch nie ihre Koffer gepackt. Bevor sie sich auf den Weg zurück machte, dankte sie Gott, dass er ihr Gebet erhört hatte und legte ihm auch alles Weitere in die Hände. Indessen hatte Paul viele Dinge, über die er nachdenken musste. Immer wieder las er den Vers:

Paul: (liest Joh 1,11) Warum haben sie ihn denn nicht aufgenommen? – Aber Moment mal, wie war das mit meiner Frau? Sie kam auch zu mir zurück, nachdem sie weggelaufen war und ich wies ihr die Tür. Aber, Jesus hatte doch gar nichts Böses im Sinn, warum wurde er denn dann abgewiesen?

Julia: Guten Abend Paul. Da bin ich wieder.

Paul: Schön, dass du da bist. Ich habe so viele Fragen.

- Musik -

Sprecher: Während Julia versuchte seine Fragen zu beantworten, wurde Paul immer klarer, dass auch er Jesus aufnehmen musste. Als er nun im Gebet Jesus die Tür öffnete, fiel ein Strahl wahrer Weihnachtsfreude ins Herz.

Paul: Du Julia, ich muss immer wieder über den Vers nachdenken.

Julia: Was meinst du?

Paul: Du hast doch gesagt, dass die Juden Jesus nicht aufnahmen. Warum denn nicht?

Julia: Ja, warum? Warum nehmen die Menschen Jesus heute nicht auf?

Paul: Ich hab’s. Bestimmt wissen sie nichts von ihm!

Julia: Aber ich kenne doch Leute, die Jesus aufgenommen haben.

Paul: Warum sagen sie es denn nicht weiter? Ich muss es tun, die Menschen müssen es doch auch erfahren, was Weihnachten wirklich bedeutet.

Julia: Aber…

Paul: (unterbricht) Ich gehe in die Einkaufsstraße, dort kann ich die meisten Menschen erreichen. Ich lade sie ein und dann erzählen wir ihnen, was Weihnachten ist. Backst du schon einmal Plätzchen?

Julia: Aber Paul, du wirst doch nicht…

Paul: Natürlich, werde ich. Mach dir keine Sorgen um mich. Ich bin bald wieder da.

Sprecher: Klare Luft umfing Paul, als er auf die Straße trat. Er schlug den Mantel Kragen hoch und blickte um sich. Er sah lachende Kinder, die einen Schneemann bauten, und andere die mühsam versuchten die wirbelnden Schneeflöckchen einzufangen. Dann hob er seinen Blick und blinzelte, durch die im Sonnenlicht glitzernden Flocken hindurch, nach oben. Er dankte Gott, dass nicht nur außen die Sonne schien, sondern auch in seinem Herzen das Licht der Liebe Gottes strahlte, als er in die Einkaufsstraße trat und ihn immer mehr Leute umgaben.

Paul: Guten Tag. Wissen Sie schon, dass Jesus geboren ist?

Geschäftsmann: Lassen Sie mich. Ich habe es eilig.

Paul: Aber…

Geschäftsmann: Gehen Sie aus dem Weg, ich habe noch wichtige Aufträge zu erledigen!

(geht weg)

Paul: Wissen Sie denn schon, dass Jesus geboren ist?

Frau: Jesus?

Paul: Ja, Jesus. Er kam an Weihnachten als Kind auf diese Erde um…

Frau: Die Geschichte ist doch uralt. Was wollen Sie überhaupt?

(geht weg)

Paul: (total verdutzt) Seltsam.

Ehemann: Was stehen Sie hier im Weg? Gehen Sie doch zur Seite. Wir müssen durch!

Paul: Jesus ist doch geboren!

Ehefrau: Entweder gehen Sie vor oder zurück, aber bleiben Sie nicht mitten im Gedränge stehen!

Paul: Aber… Jesus ist doch geboren!

Ehemann: Das interessiert uns nicht. Wir haben wichtigeres zu tun.

(gehen weg)

Paul: (fassungslos) Das gibt es ja wohl nicht. Das kann nicht sein. Er kommt in sein Eigentum, und die seinen nehmen ihn nicht auf. – Nein! Das darf nicht wahr sein!

Bettler: Haben Sie etwas Geld für mich? Ich bin arbeitslos und habe nichts zu essen.

Paul: Nein, ich habe kein Geld. Aber kommen Sie doch mit mir nach Hause. Ich möchte mit Ihnen Weihnachten feiern.

Bettler: Weihnachten? Das gibt es bei mir schon lange nicht mehr.

Paul: Und doch kann es für Sie wieder Weihnachten werden, ich habe es auch erlebt. Kommen Sie doch mit, dann erzähle ich Ihnen, wie es bei mir war. (begeistert)

Bettler: Meinen Sie wirklich?

Paul: Ja, natürlich.

(gehen los, treffen einen Christen)

Christ: Darf ich Ihnen ein Traktat anbieten?

Paul: Was ist denn das?

Christ: Es geht um die Geburt Jesu Christi.

Paul: Wie, glauben Sie an diese Geschichte?

Christ: Ja, natürlich. Das ist mehr, als eine Geschichte, Jesus kann auch heute in Ihren Herzen geboren werden.

Paul: Das habe ich selbst erfahren. Aber die anderen wollen nichts davon hören.

Christ: Dann sind Sie ja auch Christ. Aber lassen Sie sich nicht von der Reaktion der Menschen entmutigen, mein Freund. Denn genau wie Jesus damals von den Menschen nicht aufgenommen wurde, so wird er auch heute von ihnen verachtet.

Paul: Aber warum sind Sie dann noch hier auf der Straße und versuchen die Menschen zu erreichen, wenn letztere doch nicht darauf hören?

Christ: Weil Gott auch nicht aufgibt. Er will den Menschen erreichen und beauftragt uns, es für ihn zu tun. Es gibt immer noch Menschen, die Jesus aufnehmen. Denn wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu heißen. (an die Zuhörer gewandt)

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Dez 09 2007

Die Wege des Herrn sind lauter Güte

Geschrieben von under Gottes Führung,Weihnachten

Die Wege des Herrn sind lauter Güte, ein christliches Anspiel zu Weihnachten und zum Thema Gottes Führung für 9 Personen

Sprecher: Die letzte Unterrichtstunde vor den Weihnachtsferien war beendet. Schnell packten die Studenten ihre Sachen zusammen und eilten fröhlich davon. Nur zwei von ihnen blieben in gedrückter Stimmung zurück. Das hatte der Direktor geboten, weil er ihnen etwas zu melden hatte. Sie wären auch gern so schnell wie möglich zur Bahn geeilt um rechtzeitig abfahren zu können, denn ihr Heim war viele Stunden weit entfernt. Da trat der Direktor ein und überreichte Georg ein Telegram. Er las:

Georg: Reisen gefährlich. Bleibt dort. Vater.

Sprecher: Verblüfft schwieg er. Der Direktor versuchte ihnen Mut zu machen.

Direktor: Nun ihr seid ja nicht die einzigen die nicht nach Hause kommen zum Fest. Ihr könnt euch euren Kameraden anschließen, die jedes Jahr hier die Weihnachtsferien zubringen müssen. Wünsche euch frohe Weihnachten!

Sprecher: Mit diesen Worten ließ er die enttäuschten Jungen stehen. Hans war ganz außer sich und rief:

Hans: Ich wollte, das Telegramm wäre eine Stunde später angekommen, dann wären wir schon unterwegs gewesen. Ich kann mir gar nicht vorstellen was das bedeuten soll. Warum hat Vati nur so Angst, wir sind doch nicht mehr klein.

Georg: Ach, Hans, Vater hatte uns bestimmt auch gern daheim. Sicher hat er Grund für seine Befürchtungen. Wir wollen versuchen, das Fest so gut wie es geht hier zu feiern.

Hans: Schön ist es am Heiligen Abend nur zu Hause mit allen unsern Lieben zusammen. Da sitzt Mutti am Klavier und spielt die schönen Weihnachtslieder, Vater erzählt die Weihnachtsgeschichte und dann sagen die Kleinen ihre Gedichte her… Ach es ist zum Heulen. Am liebsten würde ich trotzdem die Reise unternehmen. Was sollen nun die Geschenke, die wir fertig gemacht haben?

Sprecher: Bevor Georg etwas erwidern konnte, läutete das Telefon. Georg nahm den Hörer ab und lauschte gespannt. sein Gesicht erhellte sich. Er bedankte sich und sprach dann zu Hans, der ungeduldig daneben stand.

Georg: O Hans, freu dich! Wir haben eine Einladung für die Feiertage zu Papas Verwandten die hier nicht allzu weit wohnen. Der gute Vater wusste, dass wir enttäuscht sein werden, weil wir nicht nach Hause können, da hat er für ein anderes Vergnügen gesorgt.

Hans: Ah, das ist ja eine gute Idee von Vati! Wir wollen gleich alles zusammenpacken und uns Morgen früh auf den Weg machen. Wir müssen ja wohl auf Schusters Rappen wandern.

Georg: Ich denke das tut uns ganz gut, so eine Fußwanderschaft nach dem vielen Sitzen in der Klasse.

Sprecher: Am nächsten Morgen in aller Frühe gingen die zwei wohlgelaunt hinaus in der frostigen Wintermorgen. Die reifbedeckten Bäume glitzerten im hellen Sonnenschein. Der blendend weiße Schnee knirschte unter den Füßen. Am späten Nachmittag gelangten sie zu einem Gasthaus. Sie machten da eine kurze Rast, aßen eine warme Mahlzeit und wollten dann weitergehen. Der freundliche Wirt erkundigte sich nach dem Ziel ihrer Reise. Als er vernahm wo sie hin wollten, machte er ein ganz bedenkliches Gesicht und sagte:

Wirt: Ich würde euch raten lieber hier zu übernachten. Der Weg dahin geht durch einen ziemlich verwachsenen Wald. Der kurze Tag ist nun bald zu Ende. Außerdem zeigen sich am Himmel Schneewolken. Es könnte Sturmwetter geben, das wäre sehr gefährlich für euch.

Sprecher: Sie gingen vor die Tür und bemerkten die Wolken und auch den Wind. Georg hatte Bedenken und meinte.

Georg: Was meinst du Hans, sollten wir vielleicht den gutgemeinten Rat befolgen und hier übernachten?

Hans: Ach was! Wenn wir schon nicht zu Hause sein können, so wollen wir wenigsten bei unseren Freunden sein. Sie erwarten uns unbedingt heute zum Heiligen Abend.

Sprecher: Sie eilten vorwärts. Als sie den Wald erreicht hatten wurde es schon ganz dunkel. Es fiel dichter Schnee. Der Wind wirbelte die Flocken um sie herum. Endlos schien der Weg durch den Wald. Immer langsamer kamen sie weiter. Mit Schrecken bemerkten sie, dass sie vom Weg abgeirrt waren. Hans blieb stehen und seufzte.

Hans: Georg ich kann nicht mehr weiter. Mir fallen die Augen zu und meine Füße sind wie bleiern.

Georg: Nein Hans, wir dürfen jetzt nicht ruhen, sonst schlafen wir ein und erfrieren. Komm wir wollen suchen, vielleicht finden wir doch den Weg.

Hans: Ich kann wirklich nicht mehr weiter. Lass mich.

Georg: O was sollen wir nur machen! Hilf uns o Herr Jesus, dass wir nicht hier erfrieren…

Sprecher: Georg schaute sich noch einmal nach allen Seiten um. Plötzlich leuchtete nicht weit entfernt ein kleines Licht auf. Er rüttelte seinen Bruder aus dem Schlaf und rief:

Georg: Hans, wach auf, schau dort ist ein Lichtlein! Komm wir müssen uns beeilen das wir hinkommen, ehe es vielleicht verschwindet.

Sprecher: Das half. Hans fasste neuen Mut. Nach kurzer Zeit gelangten sie zu einer Hütte die fast untergeschneit war. Mit großer Mühe bannten sie sich einen Weg zur Tür. Auf ihr Klopfen öffnete ein größeres Mädchen die Tür und starrte erschrocken auf die Schneemänner. Mehrere kleinere Kinder umringte das Bett der Mutter, die krank dalag. Mit schwacher Stimme fragte sie.

Mutter: Wer seid ihr und was wollt ihr?

Sprecher: Hans erzählte kurz ihr Reiseabenteuer und bat

Hans: Wollen sie uns erlauben hier zu bleiben bis es hell wird und das Wetter sich ändert?

Mutter: Ja gerne. Ihr seht aber, wir haben nichts um euch zu bewirten und es ist auch nichts da um den Ofen zu heizen.

Georg: Das lasst unsere Sorge sein. Wir sind sehr dankbar, dass wir hier bleiben dürfen.

Sprecher: Sie fanden ein Beil, eilten in den Wald und kamen nach kurzer Zeit beladen mit Brennholz zurück. Schnell wurde Feuer im Ofen gemacht. Es wurde warm in dem kleinen Raum. Der Teekessel summte. Nun wurde der Tisch an das Bett der Kranken gerückt. Die Jungen rückten alles aus ihren Rücksäcken hervor. Da kam Brot, Käse und Wurst auf den Tisch. Die Kinder staunten. Sie waren ganz vertraulich geworden. Die arme Mutter war tief bewegt und dankt Gott für die wunderbare Hilfe. Nachdem sie gegessen hatten erzählte sie.

Mutter: Solange der Vater für die Familie sorgte kannten wir keinen Mangel. Aber dann kam er bei einem Unfall ums Leben. Ich konnte nicht viel verdienen. Oft langte es nicht für Nahrung und Kleidung. Wir konnten aber immer aus dem Wald das Holz holen zum heizen und brauchten nicht frieren. Aber heute konnte ich nicht aufstehen, so mussten wir heute am Heiligen Abend hungern und frieren. Doch nun hat der barmherzige Gott unser Flehen erhört und uns in der Not geholfen. Ihm sei Lob und Dank! Nun, euch kann ich gar nicht genug danken für alle Liebe die ihr uns erweist. Der Herr wolle es euch vergelten.

Hans: O das macht uns selbst Freude mit euch glücklich zu sein.

Georg: Ich glaube das hat wohl der liebe Gott so gewollt, dass wir hierher kommen mussten. Deshalb konnten wir nicht nach Hause fahren und mussten uns noch im Wald verirren. Wir waren ja auch in großer Gefahr. Wenn wir das Licht nicht erblickt hätten, wären wir wohl im Wald erfroren. Aber jetzt wollen wir richtig Weihnachten feiern. Die Kinder haben sicher auch was zu Weihnachten gelernt und können ihre Gedichte aufsagen nicht wahr?

1. Kind: Willkommen schöne Weihnachtszeit,
du bist es die die Welt erfreut
Es freut sich wieder jung und alt,
das es durch alle Lande schallt
Es freut sich wieder arm und reich,
der Herr schenkt ja doch allen gleich
Er gab uns den Herrn Jesus Christ,
der in die Welt gekommen ist. Amen.

2. Kind: Weihnachtsfreude schallet heut
auf der Erde weit und breit.
Weil der liebe heilge Christ
in die Welt gekommen ist.
Weihnachtsfreude! Nah und fern
Weihnachtsglocken klingen.
Ja der Heiland ist nun da
lasst uns fröhlich singen.
Möge mit der Engel Chor
unser Lied erschallen,
Fried auf Erden, Gott die Ehr,
Menschen Wohlgefallen! Amen.

3. Kind: Jesus unsre Weihnachtsfreude
nimm du unsre herzen ein.
Wollest selbst zu allen Zeiten
unser ein und alles sein! Amen.

Georg: Das war schön! Wir wollen nun auch das Lied singen das die Engel dort in Bethlehem sangen als Jesus geboren war.

LIED: Ehre sei Gott in der Höhe…

Sprecher: Nachdem das Lied beendet war erzählte Georg die Weihnachtsgeschichte wie es zu Hause der Vater tat. Dann bekamen die Kinder kleine Geschenke, die eigentlich für ihre kleinen Geschwister bestimmt waren. Das war eine Überraschung für diese Armen, die sich nicht erinnern konnten jemals ein Weihnachtsgeschenk zu erhalten. Endlich gingen alle müde aber glücklich zur Ruhe.
Der nächste Morgen brach an. Die Sonne strahlte vom blauen Himmel und kein Lüftchen regte sich. Ganz nahe stand die Hütte am Rand des Waldes. Als sie heraustraten auf den freien Feldweg, erblickten sie den Ort, den sie erreichen wollten. Bald waren sie in dem gastfreundlichen Hause und erzählten alles was sich zugetragen hatte. Alle Anwesenden hörten gespannt zu und als sie geendet hatten, waren alle dankbar und freudig gestimmt. Nun gab es eine frohe Feier, an die Georg und Hans sich noch lange erinnerten. Am meisten aber war es die Erfahrung die immer im Gedächtnis blieb, wie wunderbar Gott die Gebete erhört.
Wenn sie am Heiligen Abend glücklich und froh waren, vergaßen sie nicht, dass es viele arme Menschen gibt und suchten anderen Freude zu machen. In jener Nacht hatten sie auch erkannt, dass Jesus in die Welt gekommen ist um verlorene zu retten vom ewigen Tode. Sie nahmen auch diese Rettung dankbar an.

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