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	<title>Christliche Schatzkammer &#187; Weihnachten</title>
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	<description>Eine Sammlung christlicher Werke</description>
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		<title>Eine Weihnachtsgeschichte aus Brasilien</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 10:54:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Weihnachtsgeschichte aus Brasilien, ein christliches Anspiel zum Thema Weihnachten f&#252;r 5 Personen. Sprecher:  Die ersten Sonnenstrahlen spielen auf den grauen W&#228;nden der kleinen, &#228;rmlichen H&#252;tte. Laut Kr&#228;hen die H&#228;hne um die Wette. Ein neuer Tag beginnt. Pedro blinzelt m&#252;de. Doch pl&#246;tzlich ist er hellwach. Pedro:  Nur noch eine Woche bis Weihnachten! Sprecher:  Vorsichtig zieht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><code></code><em><strong>Eine Weihnachtsgeschichte aus Brasilien, ein christliches Anspiel zum Thema Weihnachten f&#252;r 5 Personen.</strong></em></p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Die ersten Sonnenstrahlen spielen auf den grauen W&#228;nden der kleinen, &#228;rmlichen H&#252;tte. Laut Kr&#228;hen die H&#228;hne um die Wette. Ein neuer Tag beginnt. Pedro blinzelt m&#252;de. Doch pl&#246;tzlich ist er hellwach.</p>
<p><strong>Pedro:</strong>  Nur noch eine Woche bis Weihnachten!</p>
<p><strong>Sprecher: </strong> Vorsichtig zieht er einen abgegriffenen, alten Lederbeutel aus dem Versteck unter der Matratze hervor. Dann breitet er seinen ganzen Schatz auf seinem Lager aus.</p>
<p><strong>Pedro:</strong>  27.000 – 28.000 – 29.000 Cruzeiros… Jetzt fehlen mir nur noch 1.000. Das sollte reichen.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Seine Augen strahlten.</p>
<p><strong>Pedro:</strong>  Zu Weihnachten will ich mir ein sch&#246;nes, buntes Hemd kaufen und eine neue Hose. Dann k&#246;nnen sie nicht mehr mit Fingern auf mich zeigen, auf meine viel zu kleine, geflickte Hose und das zerschlissene Hemd. Ausgelacht hatten sie mich, meine Klassenkameraden, und hinter meinem R&#252;cken getuschelt. Oh das tat weh!</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Wutentbrannt hatte er die F&#228;uste geballt, um zuzuschlagen, aber dann innegehalten. Mit Tr&#228;nen in den Augen hatte er sich abgewandt. Pedro seufzt.</p>
<p><strong>Pedro:</strong>  Ja, wir sind arm, sehr arm. Vater leidet schon viele Jahre an Tuberkulose. Und was die Mutter f&#252;r das W&#228;schewaschen bei reichen Leuten verdient, langt gerade zum Sattwerden.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Wenn Pedro abends auf seiner Matratze liegt, h&#246;rt er den Wind durch die W&#228;nde pfeifen. Leise tropft der Regen durch das morsche Dach. Aber Pedro f&#252;hlt sich geborgen. Seit er und Mutter Jesus geh&#246;ren, ist alle Not viel leichter zu ertragen. Sie beten gemeinsam. Alles, was sie traurig macht, sagen sie Jesus. Und nie hat er sie entt&#228;uscht. Pedro ist erst elf Jahre alt, aber er hilft schon mit, Geld zum Lebensunterhalt der Familie zu verdienen. Fr&#252;hmorgens, vor Schulbeginn, wenn andere Kinder noch gem&#252;tlich in ihren Betten schlafen, ist Pedro bereits unterwegs. Er arbeitet f&#252;r einen reichen Herrn, dessen dicker Bauch ahnen l&#228;sst, dass er immer genug zu essen hat. Sein vornehmes Haus steht hinter einer hohen Mauer, bewacht von zwei bissigen Hunden. Vor ihren scharfen Z&#228;hnen f&#252;rchtet sich Pedro sehr. Noch immer liegen die ausgebreiteten Geldst&#252;cke vor ihm. Sie funkeln in der Morgensonne. Er z&#228;hlt und z&#228;hlt wieder. Dann schlie&#223;t er die Augen. Er sieht sich in einer neuen Hose und einem bunten Hemd in den Klassenraum gehen. Die Kinder schauen ihn an, staunend, bewundernd. Keiner spottet mehr.</p>
<p><strong>Mutter:</strong>  Pedro! Beeil dich, gleich beginnt die Schule!</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Es ist Mutters mahnende Stimme, die ihn j&#228;h aus den Gedanken rei&#223;t. Tats&#228;chlich, fast h&#228;tte er die Zeit verpasst! Schnell schiebt er seinen Schatz wieder unter die Matratze, schnappt sich die Schultasche, und los geht’s. An der T&#252;r dreht er sich noch einmal um. Wie traurig Mutter aussieht! Seine kleine Schwester hat eine schwere Augenentz&#252;ndung. Rot und geschwollen sind ihre Augen. Behutsam w&#228;scht Mutter ihr den Eiter aus den Augen.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>- Musik -</strong></p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Am n&#228;chsten Morgen macht Pedro sich wie immer fr&#252;h auf zur Villa des reichen Herrn. Als er seine Arbeit beendet hat und seinen Lohn in Empfang nimmt, traut er seinen Augen nicht. 10.000 Cruzeiros extra legt der Mann ihm auf die Hand und zwinkert lustig mit den Augen.</p>
<p><strong>Herr:</strong>  Weil Weihnachten ist! …</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Pedro ist au&#223;er sich vor Freude, singt und springt nach Hause, gerade so, wie die jungen Ziegen neben ihm auf dem Weg.</p>
<p><strong>Pedro:</strong>  Mutter, Mutter! Stell dir vor, ich habe …</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Poltert er in die T&#252;r herein. Doch er stockt. Mutter weint.</p>
<p><strong>Pedro:</strong>  Warum weinst du, Mutter? Was ist passiert?</p>
<p><strong>Mutter:  </strong>Ach, Pedro, es steht schlimm mit Rosas Augen. Sie braucht dringend eine besondere Behandlung, sagte der Arzt heute Morgen. Aber, wei&#223;t du, die ist sehr teuer. Zu teuer. Soviel Geld haben wir nicht! Doch ohne diese Behandlung – wird Rosa erblinden.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Tieferschrocken f&#252;hlt Pedro alle Weihnachtsfreuden wie Seifenblasen platzen. Dann fasst er Mutters Hand.</p>
<p><strong>Pedro:  </strong>Mutter, lass uns mit Jesus reden. Er wei&#223; bestimmt einen Ausweg.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Heute f&#228;llt es ihm schwer, in der Schule aufzupassen. Hin und her schwirren seine Gedanken.</p>
<p><strong>Pedro:  </strong>Wenn ich … soll ich …? Nein ich kann nicht!</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Er denkt an seine neue Hose und das bunte Hemd. Und er denkt an Mutters Worte.</p>
<p><strong>Mutter:</strong>  (mit Echo) Ohne diese Behandlung wird Rosa erblinden.</p>
<p><strong>Pedro:</strong>  Was kann er nur tun?</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  So geht der Tag dahin ohne einen Ausweg, ohne Hilfe.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>- Musik -</strong></p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  L&#228;ngst schon wirft der Mond sein fahles Licht auf die D&#228;cher des kleinen Dorfes am Rand des Urwaldes. In Pedros H&#252;tte flackert schwach eine Kerze. Der Vater hustet, die kleine Schwester wimmert, und Mutter wischt ihr den Eiter aus den Augen.<br />
Pedro w&#228;lzt sich auf seinem Lager hin und her.</p>
<p><strong>Pedro:</strong>  Lieber Herr Jesus, du siehst wie arm wir sind. Aber du bist reich. Dir geh&#246;ren alle Sch&#228;tze der Welt. Hast du nicht eine Idee, wie wir Rosa helfen k&#246;nnen?</p>
<p><strong>Stimme:</strong>  Ja, die habe ich, aber dazu brauche ich dich.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Scheint eine leise Stimme in seinem Herzen zu sagen.</p>
<p><strong>Pedro:</strong>  Mich???</p>
<p><strong>Sprecher: </strong>   Ganz still liegt Pedro da – und denkt und denkt. Pl&#246;tzlich steht er von seinem Lager auf. Leise zieht er etwas unter seiner Matratze hervor und schleicht auf Zehenspitzen zur Mutter. Liebevoll legt er seine mageren &#196;rmchen um sie.</p>
<p><strong>Pedro:</strong>  Da, Mutter! Ob das wohl reicht?</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Unbeholfen landet der Geldbeutel auf ihrem Scho&#223;. Verwundert schaut sie ihren Sohn an.</p>
<p><strong>Mutter:</strong>  Reicht? – Wof&#252;r?</p>
<p><strong>Pedro:</strong>  Na, f&#252;r Rosas Augenbehandlung.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Mutter ist bewegt. Sie &#246;ffnet den kleinen Lederbeutel, und heraus fallen ein Cruzeiro nach dem anderen.</p>
<p><strong>Mutter:</strong>  Nein, mein Junge, das kann ich nicht annehmen. &#220;berleg mal, wie lange du daf&#252;r gespart und hart gearbeitet hast! Vergiss nicht, wie sie dich verspottet haben wegen deiner Hose!</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Sie sieht Pedros entt&#228;uschtes Gesicht.</p>
<p><strong>Mutter:</strong>  Nun – willst du wirklich?</p>
<p><strong>Pedro:</strong>  Ja, Mutter ich will!</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Fest dr&#252;ckt Mutter ihren tapferen Gro&#223;en an sich.</p>
<p><strong>Mutter:</strong>  Mein lieber Pedro.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Mehr vermag sie nicht zu sagen. Gleich am n&#228;chsten Morgen nehmen sie den Bus in die gro&#223;e Stadt und suchen die Augenklinik auf.<br />
Und, tats&#228;chlich, das Geld reicht f&#252;r eine gute Behandlung.<br />
Schon nach wenigen Tagen stellt sich eine deutliche Besserung ein.<br />
Es ist Weihnachtstag. Die ganze Familie sitzt um den Tisch, auf dem Mutters selbstgebackene, wei&#223;e Brote k&#246;stlich duften.<br />
Pedro tr&#228;gt das alte, sch&#228;bige Hemd und die viel zu kleine Hose. Aber was macht das schon! Rosas Augenlicht war gerettet. Er durfte mithelfen, dass sie nicht erblindete. Er durfte Gottes Mitarbeiter sein – er, der kleine Pedro.<br />
Mutter stimmt ein Weihnachtslied an. Leise singt der Wind durch die br&#252;chigen W&#228;nde. Pedros Augen leuchten. Er glaubt, niemand in der ganzen weiten Welt sei so gl&#252;cklich wie er – und so reich!</p>
<p><table style="border: 0px solid #CCC;" cellpadding="3" width="100%">
  <tr>
    <td width="35">
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    <td>
      <b>Name:</b> <a href="http://www.christenload.com/?file_id=378">Eine Weihnachtsgeschichte aus Brasilien</a> <small>(35KB)</small><br />
            <b>Klicks:</b> 501 <br />
          </td>
  </tr>
</table></p>
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		<title>Gute Eisbahn</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Nov 2008 13:53:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Gute Eisbahn, ein christliches Anspiel zu Weihnachten und zum Thema Gehorsam f&#252;r 6 Personen Sprecher: Es war ein herrlicher Wintertag. Blitzblank funkelte die Eisbahn im Sonnenschein und lud Jungen und M&#228;dchen zum Schlittschuhlaufen ein. Wie gut, dass heute Samstag war und ein schulfreier Nachmittag! Unter den eifrigsten, die gleich nach dem Essen auf dem Eis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Gute Eisbahn, ein christliches Anspiel zu Weihnachten und zum Thema Gehorsam f&#252;r 6 Personen</strong></em></p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Es war ein herrlicher Wintertag. Blitzblank funkelte die Eisbahn im Sonnenschein und lud Jungen und M&#228;dchen zum Schlittschuhlaufen ein. Wie gut, dass heute Samstag war und ein schulfreier Nachmittag!<br />
Unter den eifrigsten, die gleich nach dem Essen auf dem Eis erschienen, waren auch Otto Schmidt und sein j&#252;ngerer Freund Paul Maler. Otto hatte heute wieder mal einen besonderen Plan ausgeheckt, in den er nun seinen Freund einweihte.</p>
<p><strong>Otto:</strong> Wei&#223;t du, Paul, so sch&#246;n wie heut bekommen wir es nicht wieder. Das muss ausgenutzt werden. Was meinst du dazu, wenn wir einen richtigen Ausflug machen? Im Sommer bin ich mal mit meinem gro&#223;en Bruder im Kahn bis nach Bublitz gerudert, fein war das! Da sind wir in einem gem&#252;tlichen Gasthof eingekehrt und haben frisches Landbrot mit Hartk&#228;se gegessen, das hat geschmeckt, sag ich dir! Wie w&#228;r’s wenn wir heute auf unseren Schlittschuhen hinliefen? Ich hab extra ein paar Groschen mitgebracht. Und so weit ist es auch nicht. Ungef&#228;hr zwei Stunden hin, eine Stunde Pause, und zwei Stunden zur&#252;ck – dann sind wir gegen sieben wieder hier! Komm, das machen wir!</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Paul &#252;berlegte. So sehr ihn der Vorschlag auch lockte, so widerstrebte es ihm doch, ohne die Zustimmung seiner Mutter einen solchen Ausflug zu unternehmen. Seine Mutter war Witwe und er war ihr einziges Kind.</p>
<p><strong>Paul:</strong> Meine Mutter will aber, dass ich rechtzeitig zu Hause bin. Sie mag es nicht, wenn ich im Dunklen drau&#223;en bin. Sowieso – ich darf auf dem Eis nur soweit laufen, dass ich das Dorf noch sehen kann!</p>
<p><strong>Otto:</strong> Ach, kleiner, meinst du denn, ich d&#252;rfte soweit laufen? Wir fragen erst gar nicht, dann verbietet es uns auch keiner. Einmal ist keinmal!</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Paul z&#246;gerte immer noch.</p>
<p><strong>Paul:</strong> Meine Mutter legt aber sehr viel Wert darauf, dass ich meine Schulaufgaben am Samstag mache! Damit der Sonntag f&#252;r andere Dinge zur Verf&#252;gung steht.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Und doch – die Versuchung war zu gro&#223;, und schon liefen sie los &#252;ber die blanke Fl&#228;che.<br />
Die erste Stunde verging wie im Flug, die zweite wurde ihnen schon l&#228;nger, und sie begannen sich nach dem Ziel, und damit nach Rast, Ausruhen und einer guten Mahlzeit, zu sehnen.</p>
<p><strong>Paul:</strong> Wir sehen das Dorf ja immer noch nicht!</p>
<p><strong>Otto:</strong> Wie kommt das nur? Damals bei der Kahnfahrt kam es mir doch auch nicht so lange vor!</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Und nun – wieder eine halbe und eine ganze Stunde verging.</p>
<p><strong>Otto:</strong> Bublitz ist ja immer noch nicht zu sehen!</p>
<p><strong>Paul:</strong> Ich werde langsam m&#252;de und die Dunkelheit bricht auch schon herein.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Der Aufenthalt auf dem Eis wurde von Minute zu Minute unangenehmer. Paul begann zu weinen und auch Otto, so sehr er sich auch dagegen wehrte, bekam es langsam mit der Angst zu tun.</p>
<p><strong>Otto:</strong> Was sollen wir machen? Umkehren und den Weg zur&#252;ck laufen?</p>
<p><strong>Paul:</strong> Nein, es ist doch schon viel zu dunkel und au&#223;erdem sind wir schon viel zu m&#252;de.</p>
<p><strong>Otto:</strong> Also vorw&#228;rts, Bublitz muss doch bald in Sicht kommen.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Aber schlimm blieb die Sache auch dann. Kein Gedanke daran, heute noch nach Hause zu kommen – sie hofften, dass sie noch eine Unterkunft im Dorf finden w&#252;rden.</p>
<p><strong>Otto:</strong> Wie werden sich die Eltern wohl &#228;ngstigen?</p>
<p><strong>Paul:</strong> (ganz verweint und j&#228;mmerlich) Endlich, endlich…!</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Blinkten in der N&#228;he des Ufers nicht Lichter auf?</p>
<p><strong>Otto:</strong> Endlich!!!</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> M&#252;hsam schnallten die beiden mit ihren vor K&#228;lte starren Fingern die Schlittschuhe von den schmerzenden F&#252;&#223;en und humpelten ins Dorf.</p>
<p><strong>Otto:</strong> Da ist ja eine Gastst&#228;tte! (klopfen)</p>
<p><strong>Wirt: </strong> (kritische Blicke auf die Jungen) Wo kommt ihr denn her? Seid ihr von daheim fortgelaufen?</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Auf Ottos kleinlaute Erkl&#228;rung hin nickte der Wirt ein paar Mal und sagte dann:</p>
<p><strong>Wirt:</strong> So geht’s, wenn man auf eigenen F&#252;&#223;en stehen will und eine R&#252;cksprache mit den Eltern nicht mehr n&#246;tig zu haben glaubt. – Nach Bublitz habt ihr gewollt?<br />
Da h&#228;ttet ihr dem Fluss auf der anderen Seite folgen m&#252;ssen. Dies hier ist Friedrichshagen. Das ist mehr als doppelt so weit! Ihr k&#246;nnt froh sein, dass die Sache noch so abgelaufen ist. Und nun wollt ihr hier &#252;bernachten? Habt ihr denn Geld daf&#252;r?</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Zaghaft zog Otto die vier Groschen aus der Tasche und hielt sie dem Wirt hin – ob das wohl reichte? Der Wirt sch&#252;ttelte den Kopf.</p>
<p><strong>Wirt:</strong> Das reicht bei Weitem nicht, denn ich wette, ihr habt bestimmt gro&#223;en Hunger und Durst, und morgen werdet ihr euch auch nicht mit leerem Magen auf den Weg machen wollen – wenn ihr &#252;berhaupt im Stande dazu sein werdet.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Die Jungen lie&#223;en die K&#246;pfe h&#228;ngen. Auch Otto, der sonst nicht so leicht in Verlegenheit geriet, hatte alle Zuversicht allen und Mut verloren.</p>
<p><strong>Wirt:</strong> Nun. (Pause) Auf einen Schlafplatz und einen Schluck Milch mit Brot soll’s mir nicht ankommen. Aber ich hoffe, ein zweites Mal macht ihr solch einen Streich nicht wieder!</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Er setzte ihnen warme Milch, Brot und K&#228;se vor – ach, wie anders hatten sie sich dieses „P&#228;uschen“ ausgemalt! Als sie gegessen hatten, machte der Wirt ihnen in der Scheune neben dem Gasthof ein warmes Strohlager zurecht und gab ihnen ein paar dicke Decken.<br />
Otto und Paul sanken vor Ersch&#246;pfung bald in tiefen Schlaf.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Am n&#228;chsten Morgen weckte der Wirt die beiden.</p>
<p><strong>Wirt:</strong> Nun, wie ist’s? Ich habe meinen Wagen angespannt und will euch nach Hause fahren. Auf Schlittschuhen k&#228;met ihr heute nicht mehr hin. Um eurer Eltern willen tu ich’s. Ich habe selbst Kinder und wei&#223;, wie das ist, wenn man sich Sorgen macht um solche Taugenichtse!</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Ach ja, die Eltern! Das Herz wurde den beiden Jungen schwer bei den Gedanken an das bevorstehende Wiedersehen. Und doch mussten sie dem freundlichen Wirt dankbar sein, dass er sie so schnell wie m&#246;glich nach Hause bef&#246;rdern wollte.</p>
<p><strong>Wirt:</strong> Da, die ersten H&#228;user aus eurem Dorf!</p>
<p><strong>Paul:</strong> Da, unser Haus.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Ein Nachbar hatte sie gesehen und sagte es den Eltern.</p>
<p><strong>Otto:</strong> Sie haben uns wahrscheinlich im ganzen Dorf gesucht und die ganze Nacht vergeblich gerufen!</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Sie sch&#228;mten sich ma&#223;los.<br />
Auch Pauls Mutter hatte die Heimkehrenden bemerkt. Eilig st&#252;rzte sie hinaus, nahm den vom Wagen springenden Paul in die Arme und dr&#252;ckte ihn wieder und wieder ans Herz.</p>
<p><strong>Mutter:</strong> Mein Junge, mein Kind, hab ich dich wieder! Wie konntest du mir solchen Kummer machen!</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Der Wirt, der sich verstohlen die Augen wischte, wendete und fuhr davon, w&#228;hrend Otto, der gleichzeitig mit Paul abgestiegen war, bedr&#252;ckt und beklommen nach Hause ging. Z&#246;gernd &#246;ffnete er die Zimmert&#252;r und sah den Vater mit einem &#252;bern&#228;chtigten, bleichen Gesicht am Schreibtisch sitzen. Die tr&#252;ben, traurigen Blicke straften ihn h&#228;rter als die gr&#246;&#223;te Strafe. Was konnte er vorbringen, sich zu entschuldigen, sie zu vers&#246;hnen?</p>
<p><strong>Otto:</strong> Vater, – ich hab das nicht gewollt. Nie h&#228;tte ich euch absichtlich Angst und Sorge gemacht! Wir wollten ja nur nach Bublitz, wollten am selben Tage noch zur&#252;ckkommen. Es war eine Riesendummheit von uns, dass wir nicht umgedreht haben und in die andere Richtung gelaufen sind. Wir haben soviel Angst ausgestanden! – Ach, bitte, vergebt mir!</p>
<p><strong>Vater:</strong> Leichtsinn f&#252;hrt immer in die falsche Richtung, Otto, und diesmal hat es dich hart getroffen. Ich hoffe, dass diese Lehre dir f&#252;r die Zukunft zur Warnung dient. – Deine Schlittschuhe bleiben die n&#228;chsten acht Tage auf ihrem Regal.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Otto schluckte an seinen Tr&#228;nen. Eine ganze Woche nicht aufs Eis! Vielleicht taute es dann schon bald, und er konnte &#252;berhaupt nicht mehr Schlittschuhlaufen! Aber es geschah ihm, das f&#252;hlte er, nur Recht.<br />
Mit nassen Augen reichte er die Schlittschuhe dem Vater hin.</p>
<p><strong>Otto:</strong> Nimm sie, Vater – nur sei wieder gut!</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Dann ging Otto in sein Zimmer. Vor seinem Bett kniete er nieder und bekannte auch Jesus seinen Ungehorsam. Es war ihm voll bewusst, dass er sich nicht nur seinen Eltern gegen&#252;ber unrecht verhalten, sondern dass er auch Gottes Wort missachtet hatte und die Vergebung durch den Herrn Jesus brauchte. Er kannte den Bibelvers:</p>
<p><strong>Otto:</strong> Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern in allem, denn dies ist wohlgef&#228;llig vor dem Herrn.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Gab es Menschen in der Welt, die es besser mit ihm meinten, als seine Eltern? Und lag nicht ein besonderer Segen darin, ihnen zu vertrauen und ihnen unn&#246;tigen Kummer zu ersparen? Er wusste, so wollte es auch der Heiland. Von ganzem Herzen dem&#252;tigte er sich vor ihm. Als er von seinen Knien aufstand, konnte er sich wieder freuen.<br />
Die Erinnerung an diesen Wintertag hat Otto sp&#228;ter vor manchen unbedachten Streichen zur&#252;ckgehalten.</p>
<p><table style="border: 0px solid #CCC;" cellpadding="3" width="100%">
  <tr>
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      <b>Name:</b> <a href="http://www.christenload.com/?file_id=254">Gute Eisbahn</a> <small>(39.5KB)</small><br />
            <b>Klicks:</b> 633 <br />
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  </tr>
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		<title>Das Weihnachtsgesch&#228;ft</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Nov 2008 13:43:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Weihnachtsgesch&#228;ft, ein christliches Anspiel zu Weihnachten oder Advent f&#252;r 8 Personen Sprecher 1: Die kleine Stadt war ganz in Wei&#223; geh&#252;llt und wirkte wie ein M&#228;rchendorf. Das brachte die Leute richtig in Stimmung. M&#252;tter eilten noch einmal &#252;ber den Weihnachtsmarkt und gingen bepackt wieder nach Hause. Einige M&#228;nner schleppten Weihnachtsb&#228;ume und sahen aus wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Das Weihnachtsgesch&#228;ft, ein christliches Anspiel zu Weihnachten oder Advent f&#252;r 8 Personen<br />
</strong></em><br />
<strong>Sprecher 1:</strong> Die kleine Stadt war ganz in Wei&#223; geh&#252;llt und wirkte wie ein M&#228;rchendorf. Das brachte die Leute richtig in Stimmung. M&#252;tter eilten noch einmal &#252;ber den Weihnachtsmarkt und gingen bepackt wieder nach Hause. Einige M&#228;nner schleppten Weihnachtsb&#228;ume und sahen aus wie der Nikolaus. Die Kinder hatten ihren Spa&#223; am Schnee, sie waren an diesem herrlichen Tag am Rodelberg anzutreffen. Nur in der Amselstra&#223;e sah man an diesem Tag am Fenster der Erdgeschosswohnung eine plattgedr&#252;ckte Nasenspitze. Dani Dopsa war wohl der einzige Junge, der sich nicht im Schnee tummelte. Er sa&#223; am Fenster, schaute hinunter auf die Stra&#223;e und beobachtete die Leute. Er kannte alle Einwohner der Amselstra&#223;e. Es war keine gro&#223;e Stra&#223;e. An anderen Tagen hatte er den Vor&#252;bergehenden zugewunken oder einen Gru&#223; aus dem Fenster gerufen. Heute hatte er keine Lust.<br />
Dani &#228;rgerte sich &#252;ber die Leute. Wenn er in ihre frohen Gesichter sah, wenn er die Weihnachtsb&#228;ume anschaute, welche die V&#228;ter f&#252;r ihre Familien nach Hause schleppten, wurde er &#228;rgerlich und neidisch. Als dann eine Schar Kinder mit ihren Schlitten an seinem Fenster vorbeizog, da war es aus mit seiner Fassung. Eine dicke Tr&#228;ne des &#196;rgers und auch des Selbstmitleids rann &#252;ber sein Gesicht.</p>
<p><strong>Dani:</strong> Warum ist bei mir alles so anders? Warum kann ich nicht mit ihnen spielen?</p>
<p><strong>Sprecher 1:</strong> Dieses „Warum?“ hatte ihn schon oft besch&#228;ftigt, aber Gr&#252;beleien nutzten nichts. Dani war gel&#228;hmt und er wusste, dass kein Arzt ihm helfen konnte. Er wusste, dass er niemals seine Beine w&#252;rde gebrauchen k&#246;nnen.<br />
Fr&#252;her, noch vor einem Jahr, war das nicht ganz so schlimm f&#252;r ihn. Da wohnte Vati noch bei ihm. Er hatte immer lustige Sp&#228;&#223;e auf Lager und spielte am Abend „Mensch &#228;rgere dich nicht“ und „Elfer raus“ mit ihm. Dabei hatte Vati meist verloren. Und in der Adventszeit, da s&#228;gten sie miteinander Figuren aus und malten sie an.<br />
Aber nun waren seine Eltern geschieden. Er sah den Vater nur einmal im Monat, und da war dann alles anders als fr&#252;her, als sie noch eine Familie waren.</p>
<p><strong>Dani:</strong> <em>(sitzt und &#252;berlegt) (Seufzer)</em> Ach, es ist wirklich schrecklich. Die anderen Kinder k&#246;nnen jetzt drau&#223;en rumtoben, und ich… Und dazu auch noch die Sache mit Mama und Papa, einfach schlimm! Ich sitze hier den ganzen Tag nur herum und tue gar nichts… <em>(Pause)</em> Jaaa, genau! Jetzt wei&#223; ich was mir fehlt. Ich brauche einen Freund – das ist es!</p>
<p><strong>Sprecher 2:</strong> Ja, da hat Dani doch wirklich eine tolle Idee bekommen, einen Freund wollte er haben. Aber wie sollte er das anstellen? Bis jetzt hatte er doch keine Freunde. Und er konnte sich doch keinen einfach so mal zu Weihnachten w&#252;nschen! Doch auch f&#252;r dieses Problem fand er eine L&#246;sung.</p>
<p><strong>Dani:</strong> Genau, so mach ich es. Ich werde aus meinem Goldpapier kleine Sterne ausschneiden, und auf die wei&#223;e R&#252;ckseite etwas draufschreiben. Und dann werfe ich die Sterne aus dem Fenster, wenn ich Kinder unter meinem Fenster bemerke.</p>
<p><strong>Sprecher 2:</strong> Gedacht – getan. Schnell gab er seinem Rollstuhl einen Schubs und lenkte ihn zu seinem Schreibtisch. Nach einigem Kramen zog er ein St&#252;ck Goldpapier aus seinem Fach. Daraus schnitt er zwanzig kleine Sterne. Auf die wei&#223;e R&#252;ckseite schrieb er dann: „Ich suche einen Freund! Wer will mit mir spielen und basteln? Dani Dopsa, Amselstra&#223;e 1.“ Ob das eine gute Idee war?<br />
Dann richtete er sich entschlossen in seinem Rollstuhl auf und steuerte zur&#252;ck zu seinem Fensterplatz. Jedesmal, wenn er Kinderstimmen h&#246;rte, warf er einige Sterne aus dem Fenster. Er sah auch, wie sich Kinder b&#252;ckten und seine Sterne aufhoben. Ein Junge winkte zu ihm herauf. Ein anderer aber zerkn&#252;llte den Stern und warf ihn in den Schnee. Dani war es, als w&#252;rden sie ihn selbst in den Schnee werfen. Keiner wollte Freundschaft mit ihm haben. Wieder stieg Hass in seinem Herzen auf. Alle freuten sich auf Weihnachten, alle schmiedeten Pl&#228;ne. Nur er sa&#223; traurig da.</p>
<p><strong>Dani:</strong> <em>(sitzt zun&#228;chst niedergeschlagen, schreckt dann pl&#246;tzlich auf)</em> War da nicht eben etwas? Ach ja, die Klingel. Ist es Mutti? Ach nein, kann nicht sein; sie kommt erst nach sechs Uhr!</p>
<p><strong>Sprecher 2:</strong> Mit zittriger Hand nahm er den H&#246;rer der Sprechanlage. W&#252;rde sich gleich sein neuer Freund anmelden? Bevor Dani sich zu erkennen geben konnte, h&#246;rte er eine fr&#246;hlich Stimme aus dem H&#246;rer.</p>
<p><strong>Stefan:</strong> Ist dort Dani Dopser? Hier spricht Stefan K&#246;hler. Mach bitte auf, ich will mit dir basteln.</p>
<p><strong>Sprecher 2:</strong> Kaum hatte Dani den Knopf gedr&#252;ckt, da stand Stefan mit einem Koffer schon vor ihm.</p>
<p><strong>Stefan:</strong> <em>(begeistert)</em> Dani, ich habe eine Idee! Wir beide starten eine Weihnachtsaktion.</p>
<p><strong>Dani:</strong> <em>(erstaunt)</em> Eine Weihnachtsaktion?</p>
<p><strong>Stefan:</strong> Ja, genau. In unserer Stra&#223;e gibt es so viele Leute, die einsam und traurig sind, denen machen wir eine Weihnachtsfreude.</p>
<p><strong>Sprecher 2:</strong> Der gel&#228;hmte Junge schaute erstaunt auf. Er hatte noch nie daran gedacht, dass au&#223;er ihm noch jemand traurig sein k&#246;nnte.</p>
<p><strong>Dani:</strong> <em>(skeptisch)</em> Und an wen denkst du?</p>
<p><strong>Stefan:</strong> <em>(ohne zu z&#246;gern)</em> Genau gegen&#252;ber von dir wohnt Monika, sie hat den Fu&#223; gebrochen. In Haus Nr. 5 wohnt Oma L&#252;dke, die bekommt fast nie Besuch; sie ist sehr einsam. In Nr. 7 ist eine Familie neu zugezogen, die f&#252;hlen sich bestimmt noch fremd…</p>
<p><strong>Sprecher 3:</strong> Stefan sprudelte richtig &#252;ber. Dann fertigten sie beide eine Liste an. Zehn Leute wollten sie &#252;berraschen. Weihnachtssterne, Tannenzweige, einen Goldengel und eine Karte mit einem Vers sollten die Leute bekommen. Als der Plan fertig war schaute Dani seinen Freund fragend an.</p>
<p><strong>Dani:</strong> Stefan, wie bist du auf diese Idee gekommen?</p>
<p><strong>Stefan:</strong> Weil ich selber traurig und einsam war. Ich wohne noch nicht lange hier. Meine Eltern sind auch geschieden. Weil meine Mama arbeiten geht, bin ich viel alleine. Ich tat mir immer Leid und dachte, ich w&#228;re der &#228;rmste Junge auf der Welt.</p>
<p><strong>Dani:</strong> <em>(rei&#223;t vor Erstaunen den Mund auf w&#228;hrend Stefan redet, dann leise)</em> Dem geht es ja genau wie mir! Und ich dachte, ich w&#228;re der Einzige…</p>
<p><strong>Stefan:</strong> Eines Tages las ich in meiner Bibel, dass Jesus in die Welt gekommen ist, um unser Freund zu sein. Ich bat ihn, dass er mir die S&#252;nden vergibt und mich seien Liebe sp&#252;ren l&#228;sst. Es ist in meiner Familie alles beim Alten geblieben – Vati kam nicht zur&#252;ck, Mutter musste weiterhin arbeiten – aber Jesus gab mir Freude, als ich traurig war. Er hat mich auch daran erinnert, dass es noch mehr einsame Menschen gibt, die er froh machen will.</p>
<p><strong>Sprecher 3:</strong> Dani wurde pl&#246;tzlich still. Er h&#228;tte nie gedacht, dass dieser Stefan an Jesus glaubte. Er sehnte sich danach, Jesus ebenso als Freund kennen zu lernen. Als er wieder aufschaute, hielt Stefan ihm eine kleine Bibel unter die Nase. Er hatte die Weihnachtsgeschichte aufgeschlagen. Dani las die Geschichte, die er schon so oft geh&#246;rt hatte. Aber diesmal war es anders. Es war, als w&#252;rde w&#228;hrend des Lesens Jesus mit ihm reden.</p>
<p><strong>Stimme:</strong> „Dani, auch f&#252;r dich kam ich zur Welt, auch f&#252;r dich bin ich dann gestorben und f&#252;r dich bin ich auch auferstanden. Ich verstehe dich, weil ich auch einmal einsam war.“</p>
<p><strong>Sprecher 3:</strong> In Danis Herz zog Freude ein und er nahm sich vor, in der Adventszeit nicht an seine Sorgen zu denken, sondern an andere, die auch einsam waren. Sein zweiter Vorsatz war, in der Bibel mehr &#252;ber Jesus zu lesen, weil er allein ihn froh machen konnte.<br />
<strong><br />
Sprecher 4:</strong> Aus Oma L&#252;dkes K&#252;chenfenster zogen verhei&#223;ungsvolle D&#252;fte. Die alte Frau wirtschaftete mit hochroten Wangen in ihrer K&#252;che. Ab und zu blieb sie stehen und warf einen Blick aus dem Fenster, dann ging ein verschmitztes L&#228;cheln &#252;ber ihr faltiges Gesicht. Sie musste an den Vorabend denken.<br />
<em>(Pause)</em><br />
Es hatte pl&#246;tzlich Sturm gel&#228;utet. Als sie zur T&#252;r kam…</p>
<p><strong>Oma: </strong> Wer ist da? Ist denn niemand da? Seltsam. Nanu, was glitzert denn da im Licht der Lampe? O, ein kleiner Goldengel auf einem Tannenzweig mit vielen goldenen Sternen um sich herum! Wie niedlich!</p>
<p><strong>Sprecher 4:</strong> Ja, so entdeckte Oma L&#252;dke die Weihnachts&#252;berraschung der beiden Freunde. Tr&#228;nen traten ihr vor lauter Freude in die Augen. Es hatte jemand an sie gedacht, an sie, die alte, einsame Oma. Als sie dann im Lehnstuhl sa&#223; und die Karte las, musste sie an ihre Kindheit denken.</p>
<p><strong>Oma:</strong> Ich habe vergessen, dass Jesus der Grund meiner Weihnachtsfreude ist. Ich habe nicht mehr daran gedacht, dass er auch f&#252;r mich, eine alte, einsame Frau, in diese Welt gekommen ist.</p>
<p><strong>Sprecher 4:</strong> Pl&#246;tzlich zog eine gro&#223;e Freude in ihr Herz. Sie faltete die H&#228;nde und dankte dem Herrn Jesus, dass er auch f&#252;r sie gekommen war.<br />
Dann hatte sie eine Idee. Mit gro&#223;en, zittrigen Buchstaben schrieb sie ein Plakat und heftete es an ihren Gartenzaun. Die Vor&#252;bergehenden schauten es staunend an. Einige sch&#252;ttelten den Kopf, andere sagten: „Ich glaube, Oma L&#252;dke wird wunderlich.“ Die Leute konnten den Satz nicht verstehen. Nur einer, ein hochgewachsener Junge, schaute drauf und wusste Bescheid. Es war Stefan K&#246;hler. Auf dem Plakat stand n&#228;mlich: „Ich suche meinen Weihnachtswichtel.“<br />
Stefan, der ja selbst der Weihnachtswichtel war, lie&#223; Oma L&#252;dke lange warten. Er musste zuerst Dani Dopsa Bescheid sagen, und dann wollte er warten, bis es schon etwas dunkel geworden war. Die Sache musste vorsichtig angepackt werden, er durfte von niemandem in der Amselstra&#223;e als Weihnachtswichtel erkannt werden.<br />
Oma L&#252;dke schaute den ganzen Tag aus dem Fenster. Sie wollte schon die Hoffnung aufgeben. Endlich, kurz vor 6 Uhr, klingelte es.</p>
<p><strong>Stefan:</strong> <em>(l&#228;chelnd)</em> Hallo, ich bin Ihr Weihnachtswichtel, aber nicht ich alleine, Dani Dopsa geh&#246;rt auch dazu. Bei dem Glatteis konnte er aber nicht mitkommen.</p>
<p><strong>Oma:</strong> Macht nichts, Stefan. Aber komm nur herein. Du kannst es dir nicht vorstellen, wie froh ich &#252;ber euer Geschenk bin! Wie lieb von euch, dass ihr an so eine einsame, alte Frau denkt.</p>
<p><strong>Stefan:</strong> Ja, wir haben uns vorgenommen, in der Adventszeit in diesem Jahr m&#246;glichst vielen Leuten eine Freude zu machen.</p>
<p><strong>Oma:</strong> Das ist aber fein!</p>
<p><strong>Stefan:</strong> Mh, das riecht aber lecker! Da l&#228;uft einem ja das Wasser im Mund zusammen.</p>
<p><strong>Oma:</strong> Findest du wirklich? Hier, die sind f&#252;r euch.</p>
<p><strong>Sprecher 4:</strong> Mit diesen Worten stellte Oma L&#252;dke drei gro&#223;e Dosen, gef&#252;llt mit goldgelben, k&#246;stlich duftenden Weihnachtssternen vor ihn auf den Tisch. &#220;ber das alte Gesicht ging dabei ein Strahlen, und bevor Stefan etwas fragen konnte, erkl&#228;rte die Frau ihr Handeln.</p>
<p><strong>Oma:</strong> Ich will in euren Wichtelclub eintreten. Nimm die Sterne mit und verschenkt sie weiter. Wenn ihr noch etwas braucht oder ich irgendwie helfen kann, dann gib mir bitte Bescheid.</p>
<p><strong>Sprecher 4:</strong> Mit schnellen Schritten eilte Stefan zu Dani, jetzt gab es viel Arbeit. Sie mussten ihre Liste erweitern, neue Karten schreiben; ihr Weihnachtsgesch&#228;ft lief auf Hochtouren.</p>
<p><table style="border: 0px solid #CCC;" cellpadding="3" width="100%">
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    <td width="35">
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      <b>Name:</b> <a href="http://www.christenload.com/?file_id=114">Das Weihnachtsgeschäft</a> <small>(37KB)</small><br />
            <b>Klicks:</b> 6146 <br />
          </td>
  </tr>
</table></p>
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		<title>Das Weihnachtsspiel mit einer Botschaft</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Nov 2008 13:33:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Weihnachtsspiel mit einer Botschaft, ein christliches Anspiel zu Weihnachten f&#252;r 9 Personen Autor: Auch dieses Jahr wurde es soweit. Bald war Weihnachten. In der kleinen Gemeinde liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Es musste ein Krippenspiel mit den Kindern organisiert werden. Nach der Mitarbeiterbesprechung kam Vera nach Hause und sprach mit ihrem Mann Lucas. Vera: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Das Weihnachtsspiel mit einer Botschaft, ein christliches Anspiel zu Weihnachten f&#252;r 9 Personen</strong></em></p>
<p><strong>Autor:</strong> Auch dieses Jahr wurde es soweit. Bald war Weihnachten. In der kleinen Gemeinde liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Es musste ein Krippenspiel mit den Kindern organisiert werden. Nach der Mitarbeiterbesprechung kam Vera nach Hause und sprach mit ihrem Mann Lucas.</p>
<p><strong>Vera:</strong> Lucas, wir haben mit Onkel Jan und den anderen Mitarbeitern beschlossen, dass du dieses Jahr das Krippenspiel mit den Kindern ein&#252;bst.</p>
<p><strong>Lucas:</strong> Aber Vera, ich habe noch nie mit den Kindern gearbeitet, ich kann das nicht und au&#223;erdem hab ich wirklich nicht so viel Zeit, das wei&#223;t du doch.</p>
<p><strong>Vera:</strong> Nat&#252;rlich, ich wei&#223; dass du sehr besch&#228;ftigt bist, das hab ich den anderen auch erkl&#228;rt. Doch das kommt sicher daher, weil du so viele Talente hast. Du bist eben k&#252;nstlerisch begabt. Und zudem, wer, wenn nicht du, sollte es sonst machen, du bist doch vom Fach, du bist Regisseur!</p>
<p><strong>Lucas:</strong> Also gut&#8230; Aber wenn ich es mache, dann habe ich meine Bedingungen. Es muss viel besser werden, als in den letzten Jahren. Wir m&#252;ssen es so anpacken, dass es perfekt aussieht.</p>
<p><strong>Vera:</strong> Ja, sicher, sonst h&#228;tten wir dich ja nicht gefragt.</p>
<p><strong>Lucas:</strong> Ich will eine gute Beleuchtung und vor allem eine gute Toninstallation, damit man auch ganz hinten im Saal versteht, was auf der B&#252;hne gesprochen wird. Zudem m&#252;ssen die Kost&#252;me stimmen. Ich will keine Verkleidungsst&#252;cke mit alten Leint&#252;chern. Ich will ein Weihnachtsspiel mit einer Botschaft!</p>
<p><strong>Vera:</strong> Das ist genau das, was wir auch m&#246;chten. Ein Weihnachtsspiel mit einer Botschaft!</p>
<p><strong>Autor:</strong> So war es geschehen, dass er, Lucas Wei&#223;, Regisseur von einem Kinderweihnachtsspiel wurde. Bei der ersten Besprechung z&#228;hlte er gleich auf, was ihm alles wichtig war. Sie mussten damit rechnen, dass er alles ganz perfekt machen wollte. Er wiederholte, dass das wichtigste die Botschaft des Spiels sei. Alle waren damit einverstanden. Lucas wurde immer begeisterter. Vor allem, als er merkte, dass er ein paar ganz brauchbare Leute dabei hatte. z.B. Arnie, er war ein richtiger Tonfanatiker. Er kannte all die Tricks und Kniffe, dass man wirklich jedes Stimmchen im Saal h&#246;ren w&#252;rde. Er besorgte Lautsprecher und Mikrophone. Eine Sorge weniger f&#252;r Lucas. Lucas wollte auch, dass die Kleidung der Kinder m&#246;glichst naturgetreu nachgemacht wurde. Eine riesige Arbeit, doch es w&#252;rde sich bestimmt lohnen. Alle waren von Lucas’ Ideen begeistert. Alle, au&#223;er Onkel Jan, einem &#228;lteren Mann. Lucas fragte ihn.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Lucas:</strong> Onkel Jan, du sagst ja gar nichts. Findest du meine Vorschl&#228;ge nicht gut?</p>
<p><strong>Jan:</strong> Gut finde ich die eigentlich schon. Aber wir d&#252;rfen die Kinder nicht vergessen; die m&#252;ssen es schlie&#223;lich vorf&#252;hren.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Ja, die Kinder! Als Lucas mit ihnen anfing zu proben, verlor er beinahe den Mut. 40 Jungen und M&#228;dchen, die solch einen L&#228;rm veranstalteten, dass man meinte, eine Revolution w&#228;re ausgebrochen. Gl&#252;cklicherweise war Onkel Jan da. Er studierte Lieder mit den Kindern ein und begleitete sie auf dem Klavier. Auf ihn h&#246;rten die Kinder, es gelang ihm ohne M&#252;he, die Schar zur Ruhe zu bringen. Nach einiger Zeit, mit viel M&#252;he, hatte Lucas die Rollen verteilt. Alle jene, die er nirgends unterbrachte, durften im Engelchor mitsingen. Doch ein Junge, der kleine Rene, sang so falsch, dass ihn Lucas zum Hirten ernennen musste. Lucas Begeisterung steckte schon bald die Kinder an. Es lag ihm viel daran, dass sie begriffen, was er von ihnen erwartete und was die Bedeutung des Spiels war. Oft wiederholte er:</p>
<p><strong>Lucas:</strong> Kinder, ich m&#246;chte, dass ihr eins begreift: ich will ein Weihnachtsspiel mit einer Botschaft! Wisst ihr, was ich meine? Ich will, dass ihr so singt und spielt, dass die Zuschauer verstehen, warum Herr Jesus in diese Welt gekommen ist.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Lucas bekam immer mehr Spa&#223; beim Proben mit den Kindern. Nur ein Kind bereitete ihm Sorgen &#8211; der kleine Rene. Nicht, dass er nicht gewollt h&#228;tte, aber im entscheidenden Moment schien er &#252;berhaupt nicht bei der Sache zu sein. So war es auch dieses Mal beim Proben: der Engelchor fing leise an zu singen und eigentlich w&#228;re der Rene jetzt dran.</p>
<p><strong>Lucas:</strong> Hirte, was tr&#228;umst du? Ja, du Rene. Du bist wieder zu sp&#228;t mit deinem Einsatz. Was musst du jetzt sagen? Na?</p>
<p><strong>Rene:</strong> Ich sage, ich sage&#8230;</p>
<p><strong>Lucas:</strong> (unterbricht) Du musst nur sagen: &#8220;Schaut, es wird hell!&#8221;</p>
<p><strong>Autor:</strong> Doch es war hoffnungslos. Rene schaffte es einfach nicht. Nach der Probe sagte Lucas zu Onkel Jan.</p>
<p><strong>Lucas:</strong> Ich werde Rene’s Rolle einem anderen geben m&#252;ssen. Wie oft haben wir schon ge&#252;bt. Er schafft es einfach nicht.</p>
<p><strong>Jan:</strong> Nein, tu es nicht. Rene ist halt ein Tr&#228;umer. Der Text macht ihm keine M&#252;he, und wenn schon. Vera ist ja da, sie kann es ihm sonst vorsagen.</p>
<p><strong>Lucas:</strong> Aber ich will nicht, dass das ganze Spiel nur wegen einem Jungen verdorben wird.</p>
<p><strong>Jan:</strong> Ach, komm schon, das wird schon gehen. Sonst m&#252;ssen die anderen einfach weitermachen. Die Botschaft wird darunter schon nicht leiden.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Lucas musste sich geschlagen geben. Onkel Jan war wirklich jedes einzelne Kind wichtig. Eine Woche vor der Auff&#252;hrung wurde Rene krank. Am Tag als die Probe stattfinden sollte, sagte ihm die Mutter.</p>
<p><strong>Mutter:</strong> Rene, du bleibst heute zu Hause.</p>
<p><strong>Rene:</strong> Nein, Mama, ich muss unbedingt hin. Das ist wahrscheinlich die letzte Probe und bei mir hat es noch nicht richtig geklappt. Der Lucas wird bestimmt wieder schimpfen.</p>
<p><strong>Mutter:</strong> Eine einzige Probe zu verpassen ist bestimmt nicht so schlimm und du bist noch nicht ganz gesund. Ich werde dich schon entschuldigen.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Was die Mutter sagte, hielt sie auch ein. Rene musste da schon gehorchen, doch er war keineswegs beruhigt. Er wusste, dass er kein guter Schauspieler war. Eigentlich war er selbst schuld daran, und doch konnte er nichts daf&#252;r. Er wusste genau, was er beim Spiel sagen musste, doch wenn Onkel Jan auf dem Klavier spielte und die Kinder so sch&#246;n sangen, verga&#223; er alles um sich her. Ihm war, als ob er echte Engel und Hirten s&#228;he. Dann war er in Bethlehem und dachte an den Herrn Jesus. Und dann sollte er pl&#246;tzlich etwas sagen, aber so schnell konnte er sich nicht erinnern und Lucas schimpfte jedesmal. Doch jetzt nahm er sich vor:</p>
<p><strong>Rene:</strong> Bei der Auff&#252;hrung wird es schon klappen. Wenn alle Leute zuschauen, dann werde ich mich ganz fest zusammenrei&#223;en und aufpassen. Ich will es richtig machen, damit alle Zuschauer verstehen, weshalb der Herr Jesus auf die Welt gekommen ist. Onkel Jan hat uns davon erz&#228;hlt. Jesus ist gekommen, um in den Herzen der Menschen zu wohnen, aber die meisten wollten ihn nicht empfangen. Er fand nur Platz in einem Stall. Aber ich will den Herrn Jesus aufnehmen. Onkel Jan hat gesagt, wenn man ihn liebt, soll man ihn bitten, dass er ins Herz kommt. Dann tut Jesus das auch und bleibt f&#252;r immer drin. Und Lucas sagt auch immer, dass das die Botschaft vom Weihnachtsspiel ist.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Weil der Rene nicht zur Probe kam, ersetzte ihn der Lucas durch einen anderes Jungen, der den Wirt spielte und es klappte ausgezeichnet. Dann kam der Abend des Weihnachtsspiels. Lucas war noch nie so nerv&#246;s gewesen und es gab noch so viel zu tun. Die B&#252;hnenbilder waren ein gro&#223;er Erfolg. Alles sah so echt aus. Fast f&#252;hlte man sich 2000 Jahre zur&#252;ckversetzt, in den Stra&#223;en von Bethlehem. Arnie hatte auch nicht zu viel versprochen, die Tonqualit&#228;t war ausgezeichnet. Die Mikrophone waren so gut verteilt, dass man jedes Kind, das auf der B&#252;hne etwas sagen musste, im ganzen Saal h&#246;rte. Kurzum, alles lief planm&#228;&#223;ig. Dann str&#246;mten die erwartungsvollen Zuschauer in den Saal. Lucas war furchtbar aufgeregt. Er hatte alle H&#228;nde voll zu tun, die Kinder zu beruhigen. Zum Gl&#252;ck war Onkel Jan auch da. Und dann stand pl&#246;tzlich Rene vor ihm. Lucas hatte gar nicht mehr an ihn gedacht, er war froh gewesen, ihn so einfach los zu sein. Mit gro&#223;en, erwartungsvollen Augen schaute Rene Lucas an.</p>
<p><strong>Rene:</strong> Hallo, Lucas, ich bin wieder gesund.</p>
<p><strong>Lucas:</strong> Sch&#246;n, Rene, aber ich musste deine Rolle einem anderen geben.</p>
<p><strong>Rene:</strong> Aber, aber&#8230; ich kann es bestimmt&#8230;</p>
<p><strong>Lucas:</strong> Das geht jetzt nicht. Setz dich zu den Zuschauern, dann kannst du alles genau sehen.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Rene’s Augen f&#252;llten sich langsam mit Tr&#228;nen. In diesem Moment kam der Onkel Jan und sagte leise zu Lucas.</p>
<p><strong>Jan:</strong> Das kannst du nicht machen. Schau dir doch den Jungen an. Seine ganze Welt bricht zusammen, er hat sich so auf diesen Abend gefreut.</p>
<p><strong>Lucas:</strong> Und wenn es nicht klappt???</p>
<p><strong>Jan:</strong> Dann geht die Welt auch nicht unter. Aber ich glaube, dass Rene es bestimmt schafft!</p>
<p><strong>Lucas:</strong> Also gut. Er kann mitspielen, aber nicht als Hirte.<br />
(zu Rene gewandt) Rene, h&#246;r gut zu. Den Hirten spielt Andreas, das kann ich jetzt nicht mehr &#228;ndern. Aber du kannst seine Rolle &#252;bernehmen, den Wirt der Herberge. Wenn Josef und Maria kommen und nach einem Nachtlager fragen, brauchst du blo&#223; den Kopf zu sch&#252;tteln. Hast du verstanden? Du hast es ja in den Proben oft genug gesehen. Du musst nur im richtigen Moment den Kopf sch&#252;tteln.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Rene wurde blass, doch er konnte nichts mehr erwidern, denn Lucas war schon davon gerannt. Es gab ja noch so viel zu tun. Punkt um acht Uhr hob sich der Vorhang und das St&#252;ck begann. Alles klappte prima. Seitlich der B&#252;hne stand Lucas und beobachtete. Die Kinder spielten ausgezeichnet und die Engel sangen wunderbar. Langsam beruhigte sich Lucas. Das m&#252;hsame, wochenlange Proben hat sich gelohnt. Alles lief wie am Schn&#252;rchen. Maria und Josef kamen in Bethlehem an. Sie sahen wirklich so m&#252;de aus, als ob sie tagelang unterwegs gewesen w&#228;ren. Sie klopften bei der Herberge an und der Wirt mit seiner Frau traten heraus.</p>
<p><strong>Josef:</strong> Wir kommen von weit her und sind so m&#252;de, zudem bekommt meine Frau ein Baby. Haben Sie nicht einen Platz, wo wir f&#252;r die Nacht bleiben k&#246;nnen?</p>
<p><strong>Autor:</strong> Wie versteinert stand Rene da, seine Augen vor Entsetzen geweitet. Er &#246;ffnete seinen Mund, als ob er etwas sagen wollte, brachte aber keinen Ton heraus. Die Spannung im Publikum stieg. „Nein“- fl&#252;sterte ihm die Vera zu, doch Rene reagierte nicht. Tr&#228;nen rannten &#252;ber seine Wangen, als er Maria und Josef anschaute. Dann rettete die Wirtin die Situation.</p>
<p><strong>Wirtin:</strong> (laut) Nein! Wir haben kein Platz!</p>
<p><strong>Autor:</strong> Sagte sie laut, packte Rene am Arm, zog ihn in die H&#252;tte und schlug die T&#252;r zu. Und dann h&#246;rte man herzzerbrechendes Weinen.</p>
<p><strong>Rene:</strong> Ich kann ihn nicht drau&#223;en lassen! Ich will den Herrn Jesus nicht wegschicken!</p>
<p><strong>Lucas:</strong> Oh nein, dieser Bengel! Das ganze Spiel hat er vermiest. Ich habe es gewusst. Und diese perfekte Toninstallation, jetzt hat jeder im Saal das Weinen des Jungen geh&#246;rt. Meine ganze Arbeit ist umsonst&#8230;</p>
<p><strong>Autor:</strong> W&#252;tend wandte sich Lucas zu Onkel Jan, doch er brachte kein Wort mehr heraus, als er die Tr&#228;nen in den Augen des alten Mannes sah. Dieser fl&#252;sterte:</p>
<p><strong>Jan:</strong> Du wolltest ein Weihnachtsspiel mit einer Botschaft, dein Wunsch ist in Erf&#252;llung gegangen&#8230;</p>
<p><strong>Autor:</strong> Und jetzt erst bemerkte Lucas, wie still es im Saal geworden war, denn in allen Ohren klangen noch die Worte:</p>
<p><strong>Rene: </strong> (mit Echo) Ich kann ihn nicht drau&#223;en lassen! Ich will den Herrn Jesus nicht wegschicken!</p>
<p><table style="border: 0px solid #CCC;" cellpadding="3" width="100%">
  <tr>
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            <b>Klicks:</b> 5707 <br />
          </td>
  </tr>
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		<title>Ein Weihnachtsabend</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 20:42:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Weihnachtsabend; ein christliches Anspiel zu Weihnachten oder zum Thema Liebe f&#252;r 14 Personen Erz&#228;hler: Rauschend fuhr der Wind durch die kalten B&#228;ume. Hier und dort brach ein Zweig ab und trieb die trockenen Bl&#228;tter, die den Boden bedeckten, vor sich her. Die Tannen standen glitzernd mit wei&#223;em Schnee geschm&#252;ckt in der Dunkelheit. Im F&#246;rsterhaus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: bold; font-style: italic;">Ein Weihnachtsabend; ein christliches Anspiel zu Weihnachten oder zum Thema Liebe f&#252;r 14 Personen</span><br style="font-weight: bold; font-style: italic;" /><br />
<span style="font-weight: bold;">Erz&#228;hler:</span> Rauschend fuhr der Wind durch die kalten B&#228;ume. Hier und dort brach ein Zweig ab und trieb die trockenen Bl&#228;tter, die den Boden bedeckten, vor sich her. Die Tannen standen glitzernd mit wei&#223;em Schnee geschm&#252;ckt in der Dunkelheit. Im F&#246;rsterhaus sa&#223; der F&#246;rster in seinem Lieblingssessel und schaute seiner Gattin zu, die gerade dabei war, den Weihnachtstisch herzurichten.</p>
<p>Mit ihrem nicht mehr jungen aber doch noch bl&#252;henden Gesicht, den blauen Augen und dem wei&#223;en H&#228;ubchen auf dem dunklen Haar, vermittelte sie eine Atmosph&#228;re des Friedens und der Geborgenheit. Aus der Stille heraus richtete er pl&#246;tzlich das Wort an sie.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">F&#246;rster:</span> Hab ich dir je gesagt, Malwine, dass keiner au&#223;er dir es so gut versteht, das Weihnachtsfest zu etwas ganz Besonderem zu machen?<br />
Wenn ich dir so zusehe, habe ich das Gef&#252;hl ein kleiner Junge zu sein, der die Geschenke gar nicht abwarten kann. Kannst du dir vorstellen, dass ich mich mit meinen sechzig Jahren immer noch wie ein Kind auf Weihnachten freue?<br />
Ich glaube, wenn du nicht w&#228;rest, dann w&#228;re das nicht so. Du denkst immer Tag und Nacht dar&#252;ber nach, wie du mich &#252;berraschen kannst. Jetzt bin ich schon wieder unwahrscheinlich neugierig, was du dir diesmal f&#252;r mich Neues ausgedacht hast.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau:</span> Ach Gerhard, erwarte nur nicht zu viel, sonst ist die Entt&#228;uschung nachher umso gr&#246;&#223;er.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">F&#246;rster:</span> Du hast mich noch nie entt&#228;uscht, Malwine. Das wirst du auch sicher diesmal nicht. Ach, warum vergeht die Zeit nur so langsam. Wenn Bruno mit dem Sieben-Uhr-Zug kommt, m&#252;sste er jetzt gerade aussteigen. Findest du es nicht auch eigenartig, dass er so lange nicht geschrieben hat?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau:</span> Du wei&#223;t doch, dass er noch nie ein eifriger Briefschreiber war. Trotzdem werde ich auch langsam ungeduldig&#8230; Wenn er doch nur schon hier w&#228;re&#8230;</p>
<p><span style="font-weight: bold;">F&#246;rster:</span> Ich kann es kaum erwarten, das wir zusammen unter dem Weihnachtsbaum stehen. Das sind dann immer ganz gesegnete Augenblicke. Ich meine dann manchmal, im Himmel und nicht auf Erden zu sein.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau:</span> Aber das allersch&#246;nste ist doch immer, wenn wir zusammen zum Gottesdienst gehen, der Weihnachtsbotschaft lauschen und daran denken, was der Herr Jesus f&#252;r mich getan hat, als er seinen Vater verlassen hat und als Mensch zu uns auf die Erde kam.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">F&#246;rster:</span> Sicher, du hast recht. Das ist der einzige Grund unserer Freude. Wenn Jesus das nicht getan h&#228;tte und unsere S&#252;nden nicht vergeben h&#228;tte, w&#228;ren wir auf ewig verloren. So aber k&#246;nnen wir uns auf ein ewiges Leben bei unserem Herrn freuen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Elsa:</span> Entschuldigungen sie die St&#246;rung, aber der Andrej steht hier drau&#223;en. Er m&#246;chte mit dem F&#246;rster sprechen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">1 Erz&#228;hler:</span> Mit diesen Worten lie&#223; die Magd einen jungen Mann in zerrissenen Kleidern herein. Aus dem bleichen Gesicht, das von einem struppigen Bart umrahmt war, blickten zwei dunkle Augen. Hilflos und flehend sah er sich um, senkte dann aber seine Augen zu Boden, weil er dem durchdringenden Blick des F&#246;rsters nicht standhalten konnte.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">F&#246;rster:</span> Nun, Andrej, was willst du von mir?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Andrej:</span> Ach, Herr F&#246;rster, ich bin nun endlich entlassen, aber ich kann keine Arbeitsstelle mehr bekommen. Keiner ist bereit mich einzustellen und da &#8230; Sie waren immer so gut zu mir und da dachte ich, sie w&#252;rden es vielleicht noch mal mit mir versuchen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">F&#246;rster:</span> Aber sag mal, was denkst du dir eigentlich? Glaubst du wirklich ich w&#252;rde einen entlassenen Str&#228;fling wieder in meinen Dienst nehmen? Wenn auch nur noch ein Funken Anstand und Scham in dir w&#228;re, so h&#228;ttest du es nicht gewagt meine Schwelle zu betreten!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Andrej:</span> Sie haben das Recht so &#252;ber mich zu sprechen&#8230; aber im Gef&#228;ngnis habe ich den Herrn Jesus kennengelernt. Mit seiner Hilfe habe ich mir fest vorgenommen ein neues Leben zu beginnen. Ich w&#228;re auch sicher nicht zu ihnen gekommen, wenn ich nicht gewusst h&#228;tte, dass auch sie den Heiland kennen und lieben.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">F&#246;rster:</span> So, du willst also ein neues Leben beginnen? Das freut mich nat&#252;rlich, aber du kannst nicht von mir erwarten, dass ich dich wieder aufnehme. Du musst dir schon eine andere Besch&#228;ftigung suchen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Andrej:</span> Wollen sie mich wirklich abweisen? Was soll ich denn dann machen? Was soll aus mir werden?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">F&#246;rster:</span> Das h&#228;ttest du dir vorher &#252;berlegen k&#246;nnen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Andrej:</span> Dann geh ich wieder. Frohe Weihnachten!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Elsa:</span> So, den sind wir los. Das hat er auch verdient. Meine Herrschaft ist ja sonst f&#252;r alle Armen und Kranken da, aber diesen Verbrecher wieder aufnehmen? &#8230; Nein das w&#228;re dann doch zu viel verlangt. Was sollen dann auch die Leute von uns denken?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau:</span> Gerhard!? Wie konntest du nur so etwas tun?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">F&#246;rster:</span> Was h&#228;tte ich denn tun sollen, Malwine?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau:</span> Du h&#228;ttest anders handeln k&#246;nnen&#8230; Du h&#228;ttest ihn wieder aufnehmen sollen. Denk doch daran, was der Herr Jesus f&#252;r uns getan hat. Es ist fast so, als ob er selbst vor einem steht und sagt: “F&#252;r dich gelitten, f&#252;r dich gestorben, f&#252;r dich tat ich das alles und was hast du f&#252;r mich getan?“<br />
Dann w&#252;nsche ich mir nichts mehr, als auch etwas f&#252;r Ihn tun zu k&#246;nnen. Gerhard, glaub mir, wir k&#246;nnen unsere Dankbarkeit nicht besser beweisen, als wenn wir gerade denen Gutes tun, die auch den Herrn Jesus im Herzen haben, besonders in solchen Notsituationen.<br />
Denn was wir den &#196;rmsten tun, ist genauso, als h&#228;tten wir es Ihm getan.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">F&#246;rster:</span> Ich bitte dich, verschone mich mit deinen Schw&#228;rmereien. Du w&#252;rdest im ganzen Dorf keinen finden, der einen untreuen Gehilfen wieder in seinen Dienst nehmen w&#252;rde.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau:</span> Aber ein Christ sollte es trotzdem tun.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">F&#246;rster:</span> Nein, auch ein Christ nicht. Das ist doch alles Theorie. Schau mal, ich bin sicher, das wir so viel Gutes tun wie nur irgendwie in unseren Kr&#228;ften steht, aber was zu viel ist, ist zu viel. Kann ich denn sicher sein, das der Andrej sich ernsthaft bessern will? Stell dir nur vor, er w&#252;rde bald wieder r&#252;ckf&#228;llig werden&#8230; das Risiko gehe ich nicht ein. Und au&#223;erdem ist es nicht meine Angelegenheit, mich um ihn zu k&#252;mmern.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau:</span> Also, wirklich Gerhard, du&#8230;</p>
<p><span style="font-weight: bold;">F&#246;rster:</span> Schweig, ich will kein Wort mehr h&#246;ren, oder willst du mir noch die ganze Weihnachtsfreude nehmen?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau:</span> Nein, das will ich nat&#252;rlich nicht. Ich wollte doch nur, dass wir das Weihnachtsfest richtig genie&#223;en k&#246;nnen. Aber k&#246;nnen wir das denn, nachdem wir den Andrej so abgewiesen haben?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">F&#246;rster:</span> H&#246;r auf, das Thema ist f&#252;r mich erledigt!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">2 Erz&#228;hler:</span> Nachdem Andrej eine kurze Strecke des Weges zur&#252;ckgelegt hatte schienen seine F&#252;&#223;e ihn nicht mehr tragen zu wollen. Er lehnte an einen Baumstamm und schloss v&#246;llig ersch&#246;pft seine Augen. Es war wohl eine momentane Schw&#228;che, die ihn &#252;berw&#228;ltigte, und er machte auch keinen Versuch dagegen anzuk&#228;mpfen. Wozu auch? Was half es, wenn er sich aufraffte und weiterschleppte – er wusste  ja nicht einmal wohin. Wer w&#252;rde ihn aufnehmen oder ihm Arbeit geben? W&#252;rde er nicht &#252;berall abgewiesen werden? War er nicht ein Verachteter, mit dem kein Mensch etwas zu tun haben wollte? Sie hatten ja auch allen Grund, ihm zu misstrauen. Das Vertrauen, das man in ihn gesetzt hatte er v&#246;llig missgebraucht.</p>
<p>Als er im Dienst des F&#246;rsters stand, hat er es wirklich gut gehabt. Aber er geriet auf Abwege und das ging so weit, das man ihn eines Tages ins Gef&#228;ngnis steckte. Zuerst war er w&#252;tend auf die Gesellschaft und meinte sich im Recht, doch nach und nach kam er dann doch zu der Einsicht, dass er eigentlich nichts anders verdient hatte. Ja, es kam sogar so weit, dass er dort in der Zelle unter Tr&#228;nen erkannte, eigentlich gegen Gott gehandelt zu haben. Als er der Verzweiflung nahe war, erz&#228;hlte ihm der Gef&#228;ngnisw&#228;chter von dem, der f&#252;r die S&#252;nden der Menschen gestorben ist. An diese Hoffnung klammerte er sich wie ein Ertrinkender und fand dann endlich bei Jesus Vergebung und inneren Frieden. Das war nun noch gar nicht so lange her. Nun hatte er seine Strafe abgeb&#252;&#223;t und es war an der Zeit, sich eine Besch&#228;ftigung zu suchen. Zuversichtlich verlie&#223; er an jenem Morgen das Gef&#228;ngnis und begann nach Arbeit zu suchen. Aber immer bekam er dieselbe Antwort. Entmutigt fasste er dann eines Nachts den Entschluss sich bittend an seinen fr&#252;heren Herrn zu wenden. Nun war auch dieser Gang vergeblich gewesen.</p>
<p>Was sollte nun werden? Es d&#228;mmerte schon und vom Dorf t&#246;nten die Glocken her&#252;ber, die das Weihnachtsfest ank&#252;ndigten.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Andrej:</span> Ich habe kein Geld, um mir eine Unterkunft f&#252;r die Nacht zu besorgen, geschweige denn f&#252;r etwas zu Essen, damit ich nach den Feiertagen mit neuer Kraft versuchen kann Arbeit zu finden. Was wird nur, wenn ich wieder keine finde? Werde ich nicht wieder in mein altes Leben zur&#252;ckkehren? Wozu eigentlich die qu&#228;lenden Sorgen um mein weiteres Leben? &#8230; Ich k&#246;nnte meinem Leben ja ein Ende machen&#8230; dann w&#228;re endlich alles vorbei.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">2 Erz&#228;hler:</span> Als habe ihn einer einen Schlag ins Gesicht gegeben, h&#246;rte er es pl&#246;tzlich wie eine Stimme, die ihm zurief</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Stimme:</span> Ist das sie Besserung, die du deinem Heiland und dir selbst versprochen hast? Jesus wird dir helfen, vertraue doch auf Ihn. Sei getrost. Er gibt dir nur so viele Lasten, wie du tragen kannst. Er hat dir deine Schuld vergeben und dir ewiges Leben geschenkt!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">3 Erz&#228;hler:</span> Und wie damals, als er zum ersten Mal die ganze Gr&#246;&#223;e seiner Schuld erkannte, verbarg er auch jetzt sein Gesicht in den H&#228;nden und hei&#223;e Tr&#228;nen rollten zwischen seinen bebenden Fingern hervor.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Stimme:</span> So hat nun niemand ein Recht, jene zu verdammen, die in Christo Jesu sind.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">3 Erz&#228;hler:</span> So fl&#252;sterte es, als k&#228;me es aus den Tannen &#8230; oder riefen es ihm die Glocken zu, die aus dem Dorf an sein Ohr drangen? Es waren Weihnachtskl&#228;nge, die er h&#246;rte und in sein Herz drangen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Stimme:</span> Der Heiland ist geboren, gerade f&#252;r dich, der du um deine S&#252;nden weinst.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">3 Erz&#228;hler:</span> Da richtete Andrej sich auf und betete:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Andrej:</span> Jesus, an dich will ich mich halten und wenn es noch so dunkel um mich ist. Wenn Du nur bei mir bist, dann habe ich den besten Freund, den man nur haben kann.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">3 Erz&#228;hler:</span> Nun machte er Anstalten, weiter zu gehen. Doch er kam nur einige Schritte weit. Dann sank er kraftlos vor Ersch&#246;pfung der durchstandenen K&#228;mpfe zusammen um erneut bitterlich zu weinen.</p>
<p>Der F&#246;rster hatte zu dieser Zeit den Vorfall mit Andrej schon l&#228;ngst vergessen. Das baldige Wiedersehen mit seinem Sohn nahm all seine Aufmerksamkeit in Anspruch. Bruno war der ganze Stolz seiner Eltern. Er arbeitete als Bauf&#252;hrer in einer entfernten Stadt, doch zum Weihnachtsfest hatte er es sich noch nie nehmen lassen nach Hause zu fahren. So war er auch diesmal auf dem Weg zu seinen Eltern.</p>
<p>Im F&#246;rsterhaus war die Mutter dabei, den Tisch zu decken, w&#228;hrend ihr Gatte ungeduldig im Zimmer auf und ab wanderte, immer wieder auf die Uhr sah und dann und wann durchs Fenster auf die dunkle Stra&#223;e blickte. Pl&#246;tzlich bellten die Hunde und gleichzeitig h&#246;rte man, wie ein Wagen vor dem Hause hielt.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">F&#246;rster:</span> Er kommt! Aber warum kommt er denn mit dem Auto? Er geht doch sonst immer zu Fu&#223; vom Dorf hier her. Hoffentlich ihm nichts passiert.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau:</span> Nun geh schon hinaus und sieh nach.<br />
Bruno, das du endlich da bist? Aber was ist geschehen, bist du krank?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bruno:</span> Ja, ich freue mich auch, dass ich endlich da bin. Aber keine Sorge, Mutter, ich war zwar schwer krank, aber jetzt bin ich wieder gesund. Ich bin nur noch etwas schwach.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">F&#246;rster:</span> Erz&#228;hl doch nichts, Bruno. Warum ist denn dein Arm in der Schlinge? Und was bedeutet das Pflaster auf deiner Stirn? Du warst doch nicht nur krank, da steckt doch etwas anderes hinter.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bruno:</span> Ich bin gefallen, Vater. Aber erst muss ich mich mal ausruhen und dann erz&#228;hle ich euch alles.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">4 Erz&#228;hler:</span> Er setzte sich an den Tisch und w&#228;hrend die Mutter sich um sein Wohl bem&#252;hte, versuchte der Vater aus den Z&#252;gen seines Sohnes eine Antwort auf seine Fragen zu lesen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bruno:</span> So, jetzt geht es mir besser. Wenn ich nur w&#252;sste, wo ich anfangen soll zu erz&#228;hlen. Es ist so viel, was ich erlebt habe.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau:</span> Warum hast du uns nichts geschrieben?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bruno:</span> Zuerst konnte ich nicht und sp&#228;ter wollte ich euch nicht unn&#246;tig beunruhigen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau:</span> Aber ich w&#228;re doch sofort zu dir gekommen und h&#228;tte dich gepflegt.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bruno: </span>Ach Mutter, ich bin so gut gepflegt worden, wie du es auch nicht h&#228;ttest besser gekonnt.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau:</span> Wieso, warst du denn im Krankenhaus?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bruno:</span> Nein, aber ich glaube, ich werde mal von vorne beginnen zu erz&#228;hlen.<br />
Also, vor einiger Zeit habe ich den Auftrag bekommen, eine bauf&#228;llige R&#252;ckseite einer Villa vor der Stadt abzurei&#223;en und wieder aufzubauen, wenn man sie nicht anders ausbessern h&#228;tte k&#246;nnen. Um das festzustellen, ging ich auf den Balkon, der sich auf der fraglichen Seite des Hauses befand. Kaum hatte ich ihn betrete, fiel die ganze Mauer zusammen. Ehe ich &#252;berhaupt begriff, was geschehen war, lag ich schon unten. Ich versp&#252;rte einen heftigen Schmerz am Arm und aus einer Wunde am Kopf blutete es stark. Wie aus weiter Ferne h&#246;rte ich Stimmen vom Besitzer des Hauses.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Hausbesitzer:</span> Ach du liebe Zeit, dass das passieren musste. Ist er verletzt? Was sollen wir nun mit ihm machen? Wo lassen wir ihn? Irgendwo m&#252;ssen wir ihn ja hinbringen. Aber in mein Haus kommt er nicht, so blutig und schmutzig wie er ist.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Nachbar:</span> Ich glaube, wir sollten einen Arzt rufen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau des Nachbarn:</span> Ja, der soll ihn ins Krankenhaus bringen, das geh&#246;rt er auch hin. Wir k&#246;nnen jetzt sowieso nicht viel helfen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Nachbar:</span> Aber ich f&#252;rchte, er w&#252;rde den Transport nicht ertragen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bruno:</span> Und so lag ich da, h&#246;rte das Gespr&#228;ch und konnte mich selbst aber nicht &#228;u&#223;ern. Pl&#246;tzlich rief dann eine Stimme: „Bringt ihn in mein Haus“</p>
<p><span style="font-weight: bold;">F&#246;rster:</span> Das war wohl ein Freund von dir?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bruno:</span> Nein, das war ein ganz unbekannter Mann. Was dann weiter geschehen ist, wei&#223; ich nicht mehr. Ich verlor das Bewusstsein und als ich wieder aufwachte, lag ich in einem fremden Bett. Neben mir stand eine alte Frau mit einem genauso lieben Gesicht, wie deins, Mutter. Dann kam auch ein alter Mann herein. Er war auch sehr freundlich und sagte: „Gott sei Dank, jetzt ist das Schlimmste &#252;berstanden.“ Sein Gesicht strahlte vor Freude.</p>
<p>Dann fragte ich, wo ich sei und wer sie w&#228;ren und warum sie mich so aufgenommen h&#228;tten, das k&#246;nne ich ihnen nie wieder gut machen.</p>
<p>Daraufhin sagte mir der Mann ich sollte mich nicht aufregen. Er setzte sich an mein Bett und erz&#228;hlte mir, dass sie Leute seien, die die Liebe Gottes an sich selbst erfahren h&#228;tten und nun auch etwas f&#252;r ihren Herrn tun wollen. Jetzt h&#228;tten sie Gelegenheit dazu gehabt, indem sie mir helfen w&#252;rden, wie es nur in ihren Kr&#228;ften stand. So sah ich dann t&#228;glich, wie diese lieben Leute f&#252;r Gott leben. Sie haben so f&#252;r mich gesorgt als w&#228;re ich ihr eigener Sohn.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">F&#246;rster:</span> Erstaunlich, wenn man bedenkt, das diese Leute dich ja gar nicht gekannt haben. Sie wussten ja nicht, ob du es verdient hast, so umsorgt zu werden.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bruno:</span> Danach haben sie gar nicht gefragt. Sie taten es f&#252;r den Herrn, so sehr liebten sie Ihn.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">4 Erz&#228;hler:</span> Es war auf einmal ganz still im Zimmer geworden. Jeder ging seinen eigenen Gedanken nach. In Mutter und Sohn breitete sich ein hei&#223;es Gef&#252;hl der Dankbarkeit aus, doch der Vater sp&#252;rte gleichzeitig Besch&#228;mung und Reue. H&#228;tte er wohl einen Fremden auch so aufgenommen und gepflegt, wie dieses Ehepaar es getan hatte? Hatte er &#252;berhaupt schon jemals daran gedacht, den Herrn auch durch die Tat lieben und nicht nur mit Worten. Nat&#252;rlich tat er ab und zu Gutes an Bed&#252;rftigen, aber was war das schon? Sobald er sich pers&#246;nlich einschr&#228;nken musste, zog er sich zur&#252;ck. Er hatte den Herrn nie genauso wiedergeliebt wie er geliebt wurde.<br />
Dann sah der F&#246;rster Andrej vor seinen Augen. Er erinnerte sich an dessen flehentlichen Blick und seine bescheidene Bitte. Wie hat er sie nur so abschlagen k&#246;nnen und das auch noch gerade heute, wo Gott ihm die ganze F&#252;lle seiner Liebe hat erfahren lassen. Es war so, als st&#252;nde nun Jesus selbst vor ihm und fragte: „Konntest du wirklich an einem Armen so grausam handeln, obwohl ich f&#252;r ihn genauso in die Welt gekommen bin und seine Schuld vergeben habe? Was bist du Besseres als er? Musstest du dich seiner nicht schon um meinetwillen annehmen?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">4 Erz&#228;hler:</span> Dann sagte Bruno in die Stille hinein</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bruno:</span> Wollen wir nicht jetzt den Baum schm&#252;cken?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">F&#246;rster:</span> Ihr m&#252;sst mich entschuldigen, aber ich habe erst noch etwas anderes zu erledigen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">4 Erz&#228;hler:</span> In den Augen der Mutter leuchtete es verst&#228;ndnisvoll auf und dann steckte sie langsam die ersten Kerzen an. Als sie damit fertig war, kehrte der F&#246;rster zur&#252;ck in Begleitung seines fr&#252;heren Gehilfen Andrej. Er hatte ihn erst im Dorf vermutet und wollte ihn dort suchen, aber dann fand er ihn schon am Eingang des Waldes. Mit wenig M&#252;he gelang es ihm, den Schlafenden zu wecken und mit sich nach Hause zu f&#252;hren.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">F&#246;rster:</span> Ich bringe noch einen Gast mit. Nun k&#246;nnen wir Weihnachten feiern. Wir wollen nicht nur mit Worten danken, sondern auch mit der Tat.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">4 Erz&#228;hler:</span> Zwar haben F&#246;rsters schon oft das Weihnachtsfest gl&#252;cklich gefeiert, aber so gl&#252;cklich wie diesmal sind sie noch nie gewesen.</p>
<p><table style="border: 0px solid #CCC;" cellpadding="3" width="100%">
  <tr>
    <td width="35">
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      <b>Name:</b> <a href="http://www.christenload.com/?file_id=255">Ein Weihnachtsabend</a> <small>(47.5KB)</small><br />
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          </td>
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		<title>Gott h&#228;lt, was Er verspricht</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 19:04:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Gott h&#228;lt, was Er verspricht, ein christliches Anspiel zu Weihnachten f&#252;r 3 Personen Gedicht: Gott sei Dank durch alle Welt der sein Volk best&#228;ndig h&#228;lt und der S&#252;nder Trost und Rat zu uns hergesendet hat. was der alten V&#228;ter Schar h&#246;chster Wunsch und Sehnen war und was sie geprophezeit ist erf&#252;llt in Herrlichkeit. Verhei&#223;ung: Micha [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: bold; font-style: italic;">Gott h&#228;lt, was Er verspricht, ein christliches Anspiel zu Weihnachten f&#252;r 3 Personen</span></p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gedicht:</span> Gott sei Dank durch alle Welt<br />
der sein Volk best&#228;ndig h&#228;lt<br />
und der S&#252;nder Trost und Rat<br />
zu uns hergesendet hat.<br />
was der alten V&#228;ter Schar<br />
h&#246;chster Wunsch und Sehnen war<br />
und was sie geprophezeit<br />
ist erf&#252;llt in Herrlichkeit.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Verhei&#223;ung:</span> Micha 5:1 „Und du Bethlehem-Efrata, die du klein bist unter den St&#228;dten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei.“</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Erf&#252;llung:</span> Matth&#228;us 2:5 „Sie fragten: Wo ist der K&#246;nig der Juden geboren? Sie sagten zu Bethlehem in Jud&#228;a, denn also steht durch den Propheten geschrieben.“</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Verhei&#223;ung:</span> Jeremia 33:15 „In jenen Tagen und zu jener Zeit werde ich dem David ein Spross der Gerechtigkeit hervorsprossen lassen und er wird Recht und Gerechtigkeit &#252;bern im Lande.“</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Erf&#252;llung:</span> Matth&#228;us 1:20-21 „Der Engel sprach: Joseph, Sohn Davids, Maria, deine Frau, wird einen Sohn bekommen. Du sollst seinen Namen Jesus hei&#223;en, denn er wird sein Volk erretten von ihren S&#252;nden.“</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Verhei&#223;ung:</span> Jesaja 9:1 „Das Volk, das Finstern wandelt, hat ein gro&#223;es Licht gesehen.“</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Erf&#252;llung:</span> Johannes 8:12 „Jesus spricht: Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln.“</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Verhei&#223;ung:</span> Jesaja 9:6 „Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben. Und man nennt seinen Namen&#8230; Friedenf&#252;rst.“</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Erf&#252;llung:</span> Epheser 2:14    „Er, Jesus, ist unser Friede.“</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Verhei&#223;ung:</span> Jesaja 59:20 „Ein Erl&#246;ser wird kommen f&#252;r Zion.“</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Erf&#252;llung:</span> Lukas 2:38 „Die Prophetin Anna lobte den Herrn und redete von dem Kindlein Jesus zu allen, welche auf Erl&#246;sung warteten in Jerusalem.“</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Verhei&#223;ung:</span> Jesaja 54:14 „Sei fern von Angst, denn du hast dich nicht zu f&#252;rchten.“</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Erf&#252;llung:</span> Lukas 2:10 „F&#252;rchtet euch nicht, denn siehe, ich verk&#252;ndige euch gro&#223;e Freude, die f&#252;r ganze Volk sein wird, denn ist heute der Heiland geboren.“</p>
<p><table style="border: 0px solid #CCC;" cellpadding="3" width="100%">
  <tr>
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</table></p>
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		<title>Die ihn aufnahmen</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Mar 2008 10:18:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Die ihn aufnahmen, ein christliches Anspiel zu Weihnachten f&#252;r 9 Personen Paul: (st&#246;hnt auf / schaut sich um / Ein Blick f&#228;llt auf den Kalender / erschreckt) Was? &#8211; Morgen ist wieder der 24., dann ist es schon zwei Jahre her. Zwei Jahre ist eine lange Zeit. &#8211; Dann ging sie weg, einfach so. Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: bold; font-style: italic;">Die ihn aufnahmen, ein christliches Anspiel zu Weihnachten f&#252;r 9 Personen</span></p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul:</span> <span style="font-style: italic;">(st&#246;hnt auf / schaut sich um / Ein Blick f&#228;llt auf den Kalender / erschreckt)</span> Was? &#8211; Morgen ist wieder der 24., dann ist es schon zwei Jahre her. Zwei Jahre ist eine lange Zeit. &#8211; Dann ging sie weg, einfach so. Ich sehe heute noch, wie sie m&#252;hsam versuchte ihre Tr&#228;nen zu unterdr&#252;cken, ihre Sachen packte und ging. Die T&#252;r fiel ins Schloss, ich h&#228;tte schreien k&#246;nnen, doch ich schwieg, ich h&#228;tte weinen k&#246;nnen, doch ich starrte nur stumm auf die T&#252;r, und dann diese Leere. Warum habe ich sie blo&#223; wieder weggeschickt, als sie bereit war zur&#252;ck zu kommen? &#8230; <span style="font-style: italic;">(sie klopft)</span> Ach, wozu denke ich noch dar&#252;ber nach, es hat ja doch keinen Sinn! <span style="font-style: italic;">(seufzt) (sie klopft) (verwirrt)</span> Hat es geklopft? Das kann nicht sein, mich besucht doch niemand. <span style="font-style: italic;">(klopft)</span> Wer ist da? Herein! <span style="font-style: italic;">(seine Frau tritt ein) (fassungslos)</span> Julia, du??!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Julia:</span> Paul, ich&#8230; ich wollte dir etwas bringen. Ich&#8230; <span style="font-style: italic;">(&#252;berreicht ihm ein Geschenk)</span></p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul: </span>Julia! &#8230; &#196;h, setzt dich bitte!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Julia:</span> Willst du nicht auspacken?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul:</span> Die Bibel!?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Julia:</span> Ja, die Bibel. Sie hat mein Leben total ver&#228;ndert. <span style="font-style: italic;">(Pause)</span> Wei&#223;t du, bei unserm letzten Streit, war ich zu stolz, um nachzugeben. Lieber wollte ich gehen, als bei dir um Verzeihung zu bitten. Danach kam eine furchtbare Zeit, ich merkte, wie sinnlos und leer mein Leben war. Ich irrte umher und suchte vergebens nach ein bisschen Gl&#252;ck und Liebe. Dann lernte ich Menschen kennen, die so eine innere Ruhe und Geborgenheit ausstrahlten, nach der ich mich immer gesehnt habe. Sie schenkten mir eine Bibel, die sie auch selbst auslebten.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul:</span> Aber &#8211; wie hat die Bibel dein Leben ver&#228;ndert?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Julia:</span> Durch sie lernte ich Jesus Christus kennen, der an Weihnachten auf diese Welt kam. Obwohl er der Sohn Gottes war, kam er um f&#252;r meine und f&#252;r deine Schuld zu sterben, damit wir ewig leben k&#246;nnen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul:</span> Das verstehe ich nicht. Was hatte er denn davon?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Julia:</span> Eigentlich gar nichts. Aber er hat uns so sehr geliebt, dass er kam, damit wir nicht sterben brauchen. Und was ich nicht verstehen kann, ist, dass die Menschen so lieblos sind, er kam in sein Eigentum, aber sie nahmen ihn nicht auf.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul:</span> Woher wei&#223;t du das?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Julia:</span> Das steht in der Bibel. Warte, ich zeige dir die Stelle. (Joh. 1,11-12). Das habe ich selbst erfahren. Ich habe Jesus in mein Leben aufgenommen und bin nun ein Kind Gottes geworden. Ich habe eingesehen, dass ich vieles verkehrt gemacht habe, auch der Streit damals. Kannst du mir vergeben, es tut mir wirklich leid.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul:</span> Nat&#252;rlich vergebe ich dir, aber&#8230; willst du nicht hier bleiben? Willst du nicht zur&#252;ckkommen?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Julia:</span> Meinst du wirklich? Ich w&#252;rde sehr gerne kommen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul:</span> Ja, nat&#252;rlich.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Julia:</span> Gut, ich muss nur noch schnell meine Sachen holen.</p>
<p style="font-weight: bold; text-align: center;">- Musik -</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> So schnell hatte Julia noch nie ihre Koffer gepackt. Bevor sie sich auf den Weg zur&#252;ck machte, dankte sie Gott, dass er ihr Gebet erh&#246;rt hatte und legte ihm auch alles Weitere in die H&#228;nde. Indessen hatte Paul viele Dinge, &#252;ber die er nachdenken musste. Immer wieder las er den Vers:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul: </span> (liest Joh 1,11) Warum haben sie ihn denn nicht aufgenommen? &#8211; Aber Moment mal, wie war das mit meiner Frau? Sie kam auch zu mir zur&#252;ck, nachdem sie weggelaufen war und ich wies ihr die T&#252;r. Aber, Jesus hatte doch gar nichts B&#246;ses im Sinn, warum wurde er denn dann abgewiesen?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Julia:</span> Guten Abend Paul. Da bin ich wieder.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul:</span> Sch&#246;n, dass du da bist. Ich habe so viele Fragen.</p>
<p style="font-weight: bold; text-align: center;">- Musik -</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> W&#228;hrend Julia versuchte seine Fragen zu beantworten, wurde Paul immer klarer, dass auch er Jesus aufnehmen musste. Als er nun im Gebet Jesus die T&#252;r &#246;ffnete, fiel ein Strahl wahrer Weihnachtsfreude ins Herz.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul:</span> Du Julia, ich muss immer wieder &#252;ber den Vers nachdenken.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Julia:</span> Was meinst du?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul:</span> Du hast doch gesagt, dass die Juden Jesus nicht aufnahmen. Warum denn nicht?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Julia:</span> Ja, warum? Warum nehmen die Menschen Jesus heute nicht auf?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul: </span> Ich hab&#8217;s. Bestimmt wissen sie nichts von ihm!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Julia:</span> Aber ich kenne doch Leute, die Jesus aufgenommen haben.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul:</span> Warum sagen sie es denn nicht weiter? Ich muss es tun, die Menschen m&#252;ssen es doch auch erfahren, was Weihnachten wirklich bedeutet.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Julia:</span> Aber&#8230;</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul:</span> <span style="font-style: italic;">(unterbricht)</span> Ich gehe in die Einkaufsstra&#223;e, dort kann ich die meisten Menschen erreichen. Ich lade sie ein und dann erz&#228;hlen wir ihnen, was Weihnachten ist. Backst du schon einmal Pl&#228;tzchen?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Julia:</span> Aber Paul, du wirst doch nicht&#8230;</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul:</span> Nat&#252;rlich, werde ich. Mach dir keine Sorgen um mich. Ich bin bald wieder da.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Klare Luft umfing Paul, als er auf die Stra&#223;e trat. Er schlug den Mantel Kragen hoch und blickte um sich. Er sah lachende Kinder, die einen Schneemann bauten, und andere die m&#252;hsam versuchten die wirbelnden Schneefl&#246;ckchen einzufangen. Dann hob er seinen Blick und blinzelte, durch die im Sonnenlicht glitzernden Flocken hindurch, nach oben. Er dankte Gott, dass nicht nur au&#223;en die Sonne schien, sondern auch in seinem Herzen das Licht der Liebe Gottes strahlte, als er in die Einkaufsstra&#223;e trat und ihn immer mehr Leute umgaben.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul:</span> Guten Tag. Wissen Sie schon, dass Jesus geboren ist?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gesch&#228;ftsmann:</span> Lassen Sie mich. Ich habe es eilig.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul:</span> Aber&#8230;</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gesch&#228;ftsmann:</span> Gehen Sie aus dem Weg, ich habe noch wichtige Auftr&#228;ge zu erledigen!</p>
<p style="font-style: italic;">(geht weg)</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul:</span> Wissen Sie denn schon, dass Jesus geboren ist?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau:</span> Jesus?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul:</span> Ja, Jesus. Er kam an Weihnachten als Kind auf diese Erde um&#8230;</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau:</span> Die Geschichte ist doch uralt. Was wollen Sie &#252;berhaupt?</p>
<p style="font-style: italic;">(geht weg)</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul:</span> <span style="font-style: italic;">(total verdutzt)</span> Seltsam.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Ehemann:</span> Was stehen Sie hier im Weg? Gehen Sie doch zur Seite. Wir m&#252;ssen durch!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul:</span> Jesus ist doch geboren!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Ehefrau:</span> Entweder gehen Sie vor oder zur&#252;ck, aber bleiben Sie nicht mitten im Gedr&#228;nge stehen!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul:</span> Aber&#8230; Jesus ist doch geboren!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Ehemann:</span> Das interessiert uns nicht. Wir haben wichtigeres zu tun.</p>
<p style="font-style: italic;">(gehen weg)</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul:</span> <span style="font-style: italic;">(fassungslos)</span> Das gibt es ja wohl nicht. Das kann nicht sein. Er kommt in sein Eigentum, und die seinen nehmen ihn nicht auf. &#8211; Nein! Das darf nicht wahr sein!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bettler:</span> Haben Sie etwas Geld f&#252;r mich? Ich bin arbeitslos und habe nichts zu essen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul:</span> Nein, ich habe kein Geld. Aber kommen Sie doch mit mir nach Hause. Ich m&#246;chte mit Ihnen Weihnachten feiern.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bettler:</span> Weihnachten? Das gibt es bei mir schon lange nicht mehr.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul: </span> Und doch kann es f&#252;r Sie wieder Weihnachten werden, ich habe es auch erlebt. Kommen Sie doch mit, dann erz&#228;hle ich Ihnen, wie es bei mir war. <span style="font-style: italic;">(begeistert)</span></p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bettler:</span> Meinen Sie wirklich?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul:</span> Ja, nat&#252;rlich.</p>
<p style="font-style: italic;">(gehen los, treffen einen Christen)</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Christ:</span> Darf ich Ihnen ein Traktat anbieten?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul:</span> Was ist denn das?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Christ:</span> Es geht um die Geburt Jesu Christi.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul:</span> Wie, glauben Sie an diese Geschichte?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Christ:</span> Ja, nat&#252;rlich. Das ist mehr, als eine Geschichte, Jesus kann auch heute in Ihren Herzen geboren werden.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul:</span> Das habe ich selbst erfahren. Aber die anderen wollen nichts davon h&#246;ren.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Christ:</span> Dann sind Sie ja auch Christ. Aber lassen Sie sich nicht von der Reaktion der Menschen entmutigen, mein Freund. Denn genau wie Jesus damals von den Menschen nicht aufgenommen wurde, so wird er auch heute von ihnen verachtet.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Paul:</span> Aber warum sind Sie dann noch hier auf der Stra&#223;e und versuchen die Menschen zu erreichen, wenn letztere doch nicht darauf h&#246;ren?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Christ:</span> Weil Gott auch nicht aufgibt. Er will den Menschen erreichen und beauftragt uns, es f&#252;r ihn zu tun. Es gibt immer noch Menschen, die Jesus aufnehmen. Denn wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu hei&#223;en. (an die Zuh&#246;rer gewandt)</p>
<p><table style="border: 0px solid #CCC;" cellpadding="3" width="100%">
  <tr>
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          </td>
  </tr>
</table></p>
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		<item>
		<title>Die Wege des Herrn sind lauter G&#252;te</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Dec 2007 13:37:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gottes Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Wege des Herrn sind lauter G&#252;te, ein christliches Anspiel zu Weihnachten und zum Thema Gottes F&#252;hrung f&#252;r 9 Personen Sprecher: Die letzte Unterrichtstunde vor den Weihnachtsferien war beendet. Schnell packten die Studenten ihre Sachen zusammen und eilten fr&#246;hlich davon. Nur zwei von ihnen blieben in gedr&#252;ckter Stimmung zur&#252;ck. Das hatte der Direktor geboten, weil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-style: italic; font-weight: bold;">Die Wege des Herrn sind lauter G&#252;te, ein christliches Anspiel zu Weihnachten und zum Thema Gottes F&#252;hrung f&#252;r 9 Personen</span></p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Die letzte Unterrichtstunde vor den Weihnachtsferien war beendet. Schnell packten die Studenten ihre Sachen zusammen und eilten fr&#246;hlich davon. Nur zwei von ihnen blieben in gedr&#252;ckter Stimmung zur&#252;ck. Das hatte der Direktor geboten, weil er ihnen etwas zu melden hatte. Sie w&#228;ren auch gern so schnell wie m&#246;glich zur Bahn geeilt um rechtzeitig abfahren zu k&#246;nnen, denn ihr Heim war viele Stunden weit entfernt. Da trat der Direktor ein und &#252;berreichte Georg ein Telegram. Er las:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Georg:</span> Reisen gef&#228;hrlich. Bleibt dort. Vater.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Verbl&#252;fft schwieg er. Der Direktor versuchte ihnen Mut zu machen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Direktor:</span> Nun ihr seid ja nicht die einzigen die nicht nach Hause kommen zum Fest. Ihr k&#246;nnt euch euren Kameraden anschlie&#223;en, die jedes Jahr hier die Weihnachtsferien zubringen m&#252;ssen. W&#252;nsche euch frohe Weihnachten!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher: </span>Mit diesen Worten lie&#223; er die entt&#228;uschten Jungen stehen. Hans war ganz au&#223;er sich und rief:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Hans: </span>Ich wollte, das Telegramm w&#228;re eine Stunde sp&#228;ter angekommen, dann w&#228;ren wir schon unterwegs gewesen. Ich kann mir gar nicht vorstellen was das bedeuten soll. Warum hat Vati nur so Angst, wir sind doch nicht mehr klein.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Georg:</span> Ach, Hans, Vater hatte uns bestimmt auch gern daheim. Sicher hat er Grund f&#252;r seine Bef&#252;rchtungen. Wir wollen versuchen, das Fest so gut wie es geht hier zu feiern.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Hans: </span>Sch&#246;n ist es am Heiligen Abend nur zu Hause mit allen unsern Lieben zusammen. Da sitzt Mutti am Klavier und spielt die sch&#246;nen Weihnachtslieder, Vater erz&#228;hlt die Weihnachtsgeschichte und dann sagen die Kleinen ihre Gedichte her&#8230; Ach es ist zum Heulen. Am liebsten w&#252;rde ich trotzdem die Reise unternehmen. Was sollen nun die Geschenke, die wir fertig gemacht haben?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher: </span>Bevor Georg etwas erwidern konnte, l&#228;utete das Telefon. Georg nahm den H&#246;rer ab und lauschte gespannt. sein Gesicht erhellte sich. Er bedankte sich und sprach dann zu Hans, der ungeduldig daneben stand.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Georg: </span>O Hans, freu dich! Wir haben eine Einladung f&#252;r die Feiertage zu Papas Verwandten die hier nicht allzu weit wohnen. Der gute Vater wusste, dass wir entt&#228;uscht sein werden, weil wir nicht nach Hause k&#246;nnen, da hat er f&#252;r ein anderes Vergn&#252;gen gesorgt.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Hans: </span>Ah, das ist ja eine gute Idee von Vati! Wir wollen gleich alles zusammenpacken und uns Morgen fr&#252;h auf den Weg machen. Wir m&#252;ssen ja wohl auf Schusters Rappen wandern.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Georg: </span>Ich denke das tut uns ganz gut, so eine Fu&#223;wanderschaft nach dem vielen Sitzen in der Klasse.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Am n&#228;chsten Morgen in aller Fr&#252;he gingen die zwei wohlgelaunt hinaus in der frostigen Wintermorgen. Die reifbedeckten B&#228;ume glitzerten im hellen Sonnenschein. Der blendend wei&#223;e Schnee knirschte unter den F&#252;&#223;en. Am sp&#228;ten Nachmittag gelangten sie zu einem Gasthaus. Sie machten da eine kurze Rast, a&#223;en eine warme Mahlzeit und wollten dann weitergehen. Der freundliche Wirt erkundigte sich nach dem Ziel ihrer Reise. Als er vernahm wo sie hin wollten, machte er ein ganz bedenkliches Gesicht und sagte:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Wirt:</span> Ich w&#252;rde euch raten lieber hier zu &#252;bernachten. Der Weg dahin geht durch einen ziemlich verwachsenen Wald. Der kurze Tag ist nun bald zu Ende. Au&#223;erdem zeigen sich am Himmel Schneewolken. Es k&#246;nnte Sturmwetter geben, das w&#228;re sehr gef&#228;hrlich f&#252;r euch.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher: </span>Sie gingen vor die T&#252;r und bemerkten die Wolken und auch den Wind. Georg hatte Bedenken und meinte.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Georg:</span> Was meinst du Hans, sollten wir vielleicht den gutgemeinten Rat befolgen und hier &#252;bernachten?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Hans:</span> Ach was! Wenn wir schon nicht zu Hause sein k&#246;nnen, so wollen wir wenigsten bei unseren Freunden sein. Sie erwarten uns unbedingt heute zum Heiligen Abend.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Sie eilten vorw&#228;rts. Als sie den Wald erreicht hatten wurde es schon ganz dunkel. Es fiel dichter Schnee. Der Wind wirbelte die Flocken um sie herum. Endlos schien der Weg durch den Wald. Immer langsamer kamen sie weiter. Mit Schrecken bemerkten sie, dass sie vom Weg abgeirrt waren. Hans blieb stehen und seufzte.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Hans:</span> Georg ich kann nicht mehr weiter. Mir fallen die Augen zu und meine F&#252;&#223;e sind wie bleiern.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Georg:</span> Nein Hans, wir d&#252;rfen jetzt nicht ruhen, sonst schlafen wir ein und erfrieren. Komm wir wollen suchen, vielleicht finden wir doch den Weg.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Hans:</span> Ich kann wirklich nicht mehr weiter. Lass mich.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Georg:</span> O was sollen wir nur machen! Hilf uns o Herr Jesus, dass wir nicht hier erfrieren&#8230;</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Georg schaute sich noch einmal nach allen Seiten um. Pl&#246;tzlich leuchtete nicht weit entfernt ein kleines Licht auf. Er r&#252;ttelte seinen Bruder aus dem Schlaf und rief:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Georg:</span> Hans, wach auf, schau dort ist ein Lichtlein! Komm wir m&#252;ssen uns beeilen das wir hinkommen, ehe es vielleicht verschwindet.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Das half. Hans fasste neuen Mut. Nach kurzer Zeit gelangten sie zu einer H&#252;tte die fast untergeschneit war. Mit gro&#223;er M&#252;he bannten sie sich einen Weg zur T&#252;r. Auf ihr Klopfen &#246;ffnete ein gr&#246;&#223;eres M&#228;dchen die T&#252;r und starrte erschrocken auf die Schneem&#228;nner. Mehrere kleinere Kinder umringte das Bett der Mutter, die krank dalag. Mit schwacher Stimme fragte sie.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mutter:</span> Wer seid ihr und was wollt ihr?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Hans erz&#228;hlte kurz ihr Reiseabenteuer und bat</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Hans:</span> Wollen sie uns erlauben hier zu bleiben bis es hell wird und das Wetter sich &#228;ndert?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mutter:</span> Ja gerne. Ihr seht aber, wir haben nichts um euch zu bewirten und es ist auch nichts da um den Ofen zu heizen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Georg:</span> Das lasst unsere Sorge sein. Wir sind sehr dankbar, dass wir hier bleiben d&#252;rfen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Sie fanden ein Beil, eilten in den Wald und kamen nach kurzer Zeit beladen mit Brennholz zur&#252;ck. Schnell wurde Feuer im Ofen gemacht. Es wurde warm in dem kleinen Raum. Der Teekessel summte. Nun wurde der Tisch an das Bett der Kranken ger&#252;ckt. Die Jungen r&#252;ckten alles aus ihren R&#252;cks&#228;cken hervor. Da kam Brot, K&#228;se und Wurst auf den Tisch. Die Kinder staunten. Sie waren ganz vertraulich geworden. Die arme Mutter war tief bewegt und dankt Gott f&#252;r die wunderbare Hilfe. Nachdem sie gegessen hatten erz&#228;hlte sie.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mutter:</span> Solange der Vater f&#252;r die Familie sorgte kannten wir keinen Mangel. Aber dann kam er bei einem Unfall ums Leben. Ich konnte nicht viel verdienen. Oft langte es nicht f&#252;r Nahrung und Kleidung. Wir konnten aber immer aus dem Wald das Holz holen zum heizen und brauchten nicht frieren. Aber heute konnte ich nicht aufstehen, so mussten wir heute am Heiligen Abend hungern und frieren. Doch nun hat der barmherzige Gott unser Flehen erh&#246;rt und uns in der Not geholfen. Ihm sei Lob und Dank! Nun, euch kann ich gar nicht genug danken f&#252;r alle Liebe die ihr uns erweist. Der Herr wolle es euch vergelten.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Hans:</span> O das macht uns selbst Freude mit euch gl&#252;cklich zu sein.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Georg:</span> Ich glaube das hat wohl der liebe Gott so gewollt, dass wir hierher kommen mussten. Deshalb konnten wir nicht nach Hause fahren und mussten uns noch im Wald verirren. Wir waren ja auch in gro&#223;er Gefahr. Wenn wir das Licht nicht erblickt h&#228;tten, w&#228;ren wir wohl im Wald erfroren. Aber jetzt wollen wir richtig Weihnachten feiern. Die Kinder haben sicher auch was zu Weihnachten gelernt und k&#246;nnen ihre Gedichte aufsagen nicht wahr?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">1. Kind:</span> Willkommen sch&#246;ne Weihnachtszeit,<br />
du bist es die die Welt erfreut<br />
Es freut sich wieder jung und alt,<br />
das es durch alle Lande schallt<br />
Es freut sich wieder arm und reich,<br />
der Herr schenkt ja doch allen gleich<br />
Er gab uns den Herrn Jesus Christ,<br />
der in die Welt gekommen ist. Amen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">2. Kind:</span> Weihnachtsfreude schallet heut<br />
auf der Erde weit und breit.<br />
Weil der liebe heilge Christ<br />
in die Welt gekommen ist.<br />
Weihnachtsfreude! Nah und fern<br />
Weihnachtsglocken klingen.<br />
Ja der Heiland ist nun da<br />
lasst uns fr&#246;hlich singen.<br />
M&#246;ge mit der Engel Chor<br />
unser Lied erschallen,<br />
Fried auf Erden, Gott die Ehr,<br />
Menschen Wohlgefallen! Amen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">3. Kind:</span> Jesus unsre Weihnachtsfreude<br />
nimm du unsre herzen ein.<br />
Wollest selbst zu allen Zeiten<br />
unser ein und alles sein! Amen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Georg:</span> Das war sch&#246;n! Wir wollen nun auch das Lied singen das die Engel dort in Bethlehem sangen als Jesus geboren war.</p>
<div style="text-align: center;"><span style="font-weight: bold;">LIED:</span> Ehre sei Gott in der H&#246;he&#8230;</div>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Nachdem das Lied beendet war erz&#228;hlte Georg die Weihnachtsgeschichte wie es zu Hause der Vater tat. Dann bekamen die Kinder kleine Geschenke, die eigentlich f&#252;r ihre kleinen Geschwister bestimmt waren. Das war eine &#220;berraschung f&#252;r diese Armen, die sich nicht erinnern konnten jemals ein Weihnachtsgeschenk zu erhalten. Endlich gingen alle m&#252;de aber gl&#252;cklich zur Ruhe.<br />
Der n&#228;chste Morgen brach an. Die Sonne strahlte vom blauen Himmel und kein L&#252;ftchen regte sich. Ganz nahe stand die H&#252;tte am Rand des Waldes. Als sie heraustraten auf den freien Feldweg, erblickten sie den Ort, den sie erreichen wollten. Bald waren sie in dem gastfreundlichen Hause und erz&#228;hlten alles was sich zugetragen hatte. Alle Anwesenden h&#246;rten gespannt zu und als sie geendet hatten, waren alle dankbar und freudig gestimmt. Nun gab es eine frohe Feier, an die Georg und Hans sich noch lange erinnerten. Am meisten aber war es die Erfahrung die immer im Ged&#228;chtnis blieb, wie wunderbar Gott die Gebete erh&#246;rt.<br />
Wenn sie am Heiligen Abend gl&#252;cklich und froh waren, verga&#223;en sie nicht, dass es viele arme Menschen gibt und suchten anderen Freude zu machen. In jener Nacht hatten sie auch erkannt, dass Jesus in die Welt gekommen ist um verlorene zu retten vom ewigen Tode. Sie nahmen auch diese Rettung dankbar an.</p>
<p><table style="border: 0px solid #CCC;" cellpadding="3" width="100%">
  <tr>
    <td width="35">
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    <td>
      <b>Name:</b> <a href="http://www.christenload.com/?file_id=252">Die Wege des Herrn sind lauter Güte</a> <small>(39KB)</small><br />
            <b>Klicks:</b> 598 <br />
          </td>
  </tr>
</table></p>
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		<title>Vater Martin</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Dec 2007 20:25:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Vater Martin, ein christliches Anspiel zu Weihnachten f&#252;r 5 Personen (Musik) &#8220;Meine H&#228;nde waren voll von Dingen&#8221; Autor: Kennt ihr Vater Martin? Nein, dann kommt mit mir in die gro&#223;e Stadt Marsey. An einer Stra&#223;enecke in der Altstadt steht eine Holzh&#252;tte. Dort hat Vater Martin seine Werkstatt. In der Werkstatt wohnt er auch. Die H&#252;tte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-style: italic; font-weight: bold;">Vater Martin, ein christliches Anspiel zu Weihnachten f&#252;r 5 Personen</span></p>
<p>(Musik) &#8220;Meine H&#228;nde waren voll von Dingen&#8221;</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Kennt ihr Vater Martin? Nein, dann kommt mit mir in die gro&#223;e Stadt Marsey. An einer Stra&#223;enecke in der Altstadt steht eine Holzh&#252;tte. Dort hat Vater Martin seine Werkstatt. In der Werkstatt wohnt er auch. Die H&#252;tte ist sein Arbeitszimmer, sein Ess- und Schlafzimmer und auch die K&#252;che. Jetzt sitzt er vor dem Fenster an seinem Arbeitstisch. Auf dem Tisch liegen viele, viele Schuhe. Schuhe in allen Gr&#246;&#223;en, denn Vater Martin ist Schuhmacher. Die M&#252;tter sagen &#8220;Nur wenn Vater Martin die Schuhe besohlt hat, dann halten sie und Kinder k&#246;nnen sie tragen.&#8221; Der alte Schuhmacher sieht zufrieden aus, das war nicht immer so. Die Nachbarn sagen, dass er fr&#252;her oft traurig war, dann vor vielen Jahren hat er seine Frau verloren. Auch einen  Sohn hatte er gehabt.</p>
<p>Er war Matrose, aber er kam bei einem Schiffbruch ums Leben. Danach wurde Vater Martin ein stiller, ernster Mann, aber seit einiger Zeit ist das anders. Die Leute sagen, der alte Martin  ist fromm geworden, er geht zu den Stunden. Dort wird gesungen und von Gott geredet. Seitdem l&#228;cheln seine Augen oft. Er geht auch nicht mehr in die Wirtschaft. Er ist lieber zu Hause und liest in einem gro&#223;en Buch, in der Bibel.</p>
<p>Leise mit Musik beginnen &#8220;Leise rieselt der Schnee&#8221;</p>
<p>Und manchmal brennt die Petroleumlampe in seiner Werkstatt bis tief in die Nacht hinein. Es ist Heiliger Abend. Drau&#223;en ist es kalt und nass, aber in Vater Martins Werkstatt ist es behaglich warm. In dem kleinen Ofen knistert das Holzfeuer. Vater Martin hat seine Abendsuppe gegessen. Nun sitzt er in seinem alten Lehnstuhl. Vor ihm auf dem Tisch liegt die gro&#223;e Bibel.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Martin:</span> &#8220;Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte Ihn in Windeln und legte Ihn in eine Krippe. Denn sie hatte sonst keinen Raum in der Herberge.“ Kein Raum in der Herberge?! Bei mir h&#228;tte es ein Eckchen gegeben f&#252;r Ihn. Ich bin ganz allein, ich habe ja niemanden mehr auf der Welt. Wenn ich mir vorstelle, es w&#228;re heute zum ersten mal Weihnachten, wenn heute Abend der Heiland k&#228;me und wenn Er meine H&#252;tte sich aussuchte um  darin zur Welt zu kommen, aber was schenke ich Ihm dann. Die  Weisen vom Morgenland gaben Ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe. Ich habe eigentlich nichts. Doch halt! Die kleinen Kinderschuhe dort auf dem Brett. Meine sch&#246;nste Arbeit. Die w&#228;ren gerade das richtigste Geschenk, aber, hm, ach, was phantasiere ich denn da. Als ob der Heiland meine H&#252;tte braucht und meine Sch&#252;hchen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Der alte Martin  ist tief in Gedanken  versunken. Drau&#223;en sieht man immer mehr  Menschen auf der Stra&#223;e, die noch die letzten Eink&#228;ufe f&#252;r das Fest machen wollen, aber Vater Martin sitzt unbeweg-lich in seinem Stuhl. Ist er eingeschlafen? Pl&#246;tzlich h&#246;rt er wie ihn eine Stimme ruft.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Stimme: </span>Martin!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Martin:</span> Wer ist da?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Stimme:</span> Du m&#246;chtest Mich bei dir empfangen? Nun morgen komme Ich bei dir vorbei, schau nur immer eifrig auf die Stra&#223;e und sieh, ob du Mich erkennst.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Martin reibt sich die Augen. Die Lampe ist verloschen. Jetzt schl&#228;gt es Mitternacht vom Kirchturm. Es ist Weihnachten.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Martin:</span> Wer war das? Der Heiland?! Er hat versprochen bei mir vorbeizukommen. Ist es vielleicht nur ein Traum gewesen? Auf jedenfalls will ich auf Ihn warten. Ich habe Ihn noch nie gesehen, aber Sein Bild habe ich oft in den Kirchen gesehen. Sicher werde ich Ihn erkennen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Musik</span> &#8220;O Du Fr&#246;hliche&#8221;</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Am n&#228;chsten Morgen steht Vater Martin schon fr&#252;h auf. Drau&#223;en ist es noch dunkel, doch die Lampe in der Werkstatt brennt lustig. Der alte hat das Feuer schon angeflammt. Auf dem Ofen steht das Kaffeewasser. Nachdem er aufger&#228;umt hat stellt er sich ans Fenster. Allm&#228;hlich wird es hell drau&#223;en. Immer wieder schaut Vater Martin auf die Stra&#223;e.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Martin:</span> Der Stra&#223;enkehrer. Der hat es nicht leicht bei der K&#228;lte. Der Arme. F&#252;r ihn ist heute kein Weihnach-ten. Ich will ihm eine Tasse Kaffee geben. Hey! Komm doch herein mein  Freund. W&#228;rm dich ein bisschen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Stra&#223;enkehrer:</span> Das lass ich mir nicht zwei mal sagen. Danke, danke! Man k&#246;nnte meinen, man w&#228;r’ in Sibirien, so kalt ist es.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Martin:</span> Du trinkst doch sicher gerne eine Tasse hei&#223;en Kaffee, was?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Stra&#223;enkehrer:</span> Darauf sage ich nicht nein. (leise fl&#252;stern): Es gibt doch noch gute Menschen auf der Welt.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Der alte Schuster beeilt sich seinen Gast zu bedienen, dann stellt er sich wieder ans Fenster und schaut hinaus.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Stra&#223;enkehrer:</span> Was schaust du denn immer auf die Stra&#223;e? Wartest du auf jemanden?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Martin:</span> Ja, ich warte auf meinen Meister.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Stra&#223;enkehrer:</span> Auf deinen Meister? Und ich habe immer gedacht, der Vater Martin w&#228;r’ sein eigener Meister.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Martin:</span> Ich meine einen anderen Meister.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Stra&#223;enkehrer:</span> Aha!?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Martin:</span> Er hat mir versprochen heute irgendwann bei mir vorbeizukommen. Wei&#223;t du wie Er hei&#223;t? Es ist Jesus!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Stra&#223;enkehrer:</span> Aha! Diesen Namen habe ich schon irgendwo einmal geh&#246;rt. Wo wohnt Er?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Nun erz&#228;hlt Vater Martin, was ihm am Abend vorher passiert ist. Er sagt auch dem Stra&#223;enkehrer wer Jesus ist und wozu Er gekommen ist.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Stra&#223;enkehrer:</span> Und jetzt wartest du auf Ihn? Ich glaube kaum, dass Er kommt. Aber das ist egal. Du hast mir von Ihm erz&#228;hlt  und ich m&#246;chte gerne mehr &#252;ber Ihn wissen. Kannst du mir ein  Buch &#252;ber Ihn beschaffen?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Martin: </span>Das kann ich. Hier hast du ein kleines Evangelium.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Stra&#223;enkehrer: </span> Vielen Dank. Jetzt kann die Arbeit wieder weitergehen. Fr&#246;hliche Weihnachten!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Martin:</span> Fr&#246;hliche Weihnachten mein Freund!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Allm&#228;hlich sieht man mehr Menschen auf der Stra&#223;e. Angestrengt schaut der alte Mann jeden an, der an seinem Fenster vor&#252;ber geht. So vergehen die Stunden. Da geht eine junge  Frau &#252;ber die Stra&#223;e. Sie ist &#228;rmlich gekleidet. Ihr Gesicht  ist blass und ihre Augen sind traurig. Auf dem Arm tr&#228;gt sie ein kleines Kind. Martin kann nicht anders. Er hat tiefes Mitleid  mit ihr. Er &#246;ffnet die T&#252;r seiner H&#252;tte.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Martin:</span> Hallo!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau: </span>Ja!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Martin: </span>Junge Frau! Du siehst aus, als ob es dir nicht gut geht.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau:</span> Ich bin auf dem Weg zum Krankenhaus. Ich hoffe  nur, dass sie mich aufnehmen mit dem Kind. Mein Mann ist zur See gefahren und ich warte schon seit Monaten auf ihn. Ich habe lange kein Geld mehr und nun bin ich noch krank geworden.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Martin:</span> Armes Kind. Nun komm doch herein.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau: </span>Oh, gerne!<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Martin:</span> Bei mir kannst du auf jedenfalls ein St&#252;ck Brot bekommen und eine Tasse Milch f&#252;r den Kleinen habe ich auch noch.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau:</span> Oh, vielen Dank!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Martin:</span> Aber, was ist das, der Kleine hat ja nicht mal Schuhe an, bei diesem Wetter!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau: </span>Ach, wenn sie w&#252;ssten, ich habe gar nichts mehr anzuziehen f&#252;r ihn. Seine letzten Sch&#252;hchen hat er so lange getragen, bis sie ganz zerfetzt waren.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Martin:</span> Warte mal. Ich habe genau das richtige f&#252;r den Jungen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Martin holt die Kindersch&#252;hchen, die auf dem Brett stehen. Einen  Augenblick steht er da und z&#246;gert, die Sch&#252;hchen in der Hand. Dann zeigt er sie der jungen Frau. Sie wei&#223; nicht wie sie ihm danken soll. Martin stiehlt sich wieder ans Fenster.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau: </span>Warten sie auf jemand?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Martin:</span> Ich erwarte meinen Meister heute.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau:</span> Oh!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Martin:</span> Hast du schon einmal etwas von Jesus geh&#246;rt?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau: </span>Ja, im Religionsunterricht.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Martin:</span> Auf Ihn warte ich.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau: </span>So? Und glauben sie, dass Er hier vorbeikommen wird?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Martin:</span> Ja, Er hat das mir gesagt.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau:</span> Ist das m&#246;glich? Oh wie gern w&#252;rde ich dabei sein. Aber, ob sie sich nicht irren? Doch ich muss jetzt gehen, sonst komm ich zu sp&#228;t ins Krankenhaus.<br />
<span style="font-weight: bold;"> </span><br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Martin: </span>Nimm dieses B&#252;chlein mit.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau:</span> Vielen Dank!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Martin: </span>Darin steht die ganze Geschichte von Jesus. Lies es aufmerksam. Es ist nicht dasselbe, als wenn man Ihn selbst sieht, aber doch beinahe. Und vielleicht begegnet Er dir dann sp&#228;ter auch noch mal.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau: </span>Wie soll ich ihnen nur f&#252;r alles danken.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Stunde um Stunde geht dahin. Immer mehr Leute kommen und gehen auf der Stra&#223;e. Junge und Alte, Frauen und M&#228;nner. Mancher Bettler bleibt vor der alten H&#252;tte stehen. Ob Vater Martin eine Gabe f&#252;r sie hat? Sie werden nicht entt&#228;uscht. F&#252;r jeden, der in Not ist, hat der alte Schuhmacher eine kleine Hilfe und ein ermutigendes Wort. Aber, sein Meister kommt nicht! Schon beginnt es zu dunkeln. Die Laternen werden angez&#252;ndet. Hinter den Fenstern leuchten die &#214;llampen auf. Martins Augen sind ganz m&#252;de geworden, er kann die Menschen auf der Stra&#223;e nur noch verschwommen, wie im Nebel sehen, dann wird es allm&#228;hlich still. Vater Martin ist traurig. W&#228;hrend er sein  bescheidenes Abendbrot zubereitet, murmelt er leise:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Martin:</span> Es war ein Traum und ich hatte doch so sehr gehofft, Er w&#252;rde kommen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Nach dem Abendessen schl&#228;gt der alte Schuhmacher seine Bibel auf. Aber er ist zu traurig um etwas lesen zu k&#246;nnen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Martin: </span>Er ist nicht gekommen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Auf einmal ist der ganze Raum erf&#252;llt mit einem hellen Licht. Ohne dass die T&#252;r sich ge&#246;ffnet hatte ist die Werkstatt voller Menschen. Vor den erstaunten Augen Martins steht der Stra&#223;enkehrer und dort die junge Frau mit ihrem kleinen, hinter ihnen sieht er zwei, drei, vier Bettler, einen Blinden, ei-nige Nachbars Kinder, f&#252;r die er immer ein gutes Wort hatte. Alle sagen:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Alle: </span>Hast du mich gesehen?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Martin:</span> Was soll das bedeuten? Wer seid ihr?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Nun sieht Vater Martin wie das Kind auf dem Arm seiner Mutter die Hand ausstreckt, immer mehr beugt es sich zu ihm hin&#252;ber. Da legt das Kind das Fingerchen auf die aufgeschlagene Bibel. Es will ihm einen Vers zeigen. Martin schaut hin und liest:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Martin:</span> &#8220;Ich bin hungrig gewesen und ihr habt Mich gespeist, Ich bin ein Gast gewesen und ihr habt Mich beherbergt, Ich bin nackt  gewesen und ihr habt Mich bekleidet, Ich bin krank gewesen und ihr habt Mich besucht, Ich bin gefangen gewesen und ihr seid zu  Mir gekommen. Denn was ihr getan habt einem meiner geringsten  Br&#252;der, das habt ihr Mir getan.&#8221;</p>
<div style="text-align: center;">AMEN</div>
<div style="text-align: left;"><table style="border: 0px solid #CCC;" cellpadding="3" width="100%">
  <tr>
    <td width="35">
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    </td>
    <td>
      <b>Name:</b> <a href="http://www.christenload.com/?file_id=257">Vater Martin</a> <small>(39.5KB)</small><br />
            <b>Klicks:</b> 903 <br />
          </td>
  </tr>
</table></div>
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		<item>
		<title>Das Weihnachtswunder</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Dec 2007 20:06:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Weihnachtswunder, ein christliches Anspiel zu Weihnachten f&#252;r 10 Personen Autor: Am Freitagabend vor dem ersten Advent brachte Herr J&#252;rgens einen Arm voll Tannengr&#252;n mit nach Hause. Als die Kinder zu Bett gegangen waren, sagte er zu seiner Frau: Vater: Morgen werden wir den Adventskranz binden, da werde ich es den Kindern sagen. Einmal muss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: bold; font-style: italic;">Das Weihnachtswunder, ein christliches Anspiel zu Weihnachten f&#252;r 10 Personen</span></p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Am Freitagabend vor dem ersten Advent brachte Herr J&#252;rgens einen Arm voll Tannengr&#252;n mit nach Hause. Als die Kinder zu Bett gegangen waren, sagte er zu seiner Frau:<br />
<span style="font-weight: bold;"> </span><br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Vater: </span>Morgen werden wir den Adventskranz binden, da werde ich es den Kindern sagen. Einmal muss es doch gesagt sein, und je eher, desto besser. So gew&#246;hnen sie sich an den Gedanken.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mutter: </span>Ich bin nur froh, dass du mir die Aufgabe abnimmst, es ihnen zu sagen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Nickte Frau J&#252;rgens mit einem Seufzen. Am n&#228;chsten Tag sa&#223;en sie beisammen, der Vater mit seinen sechs Kindern und die Mutter mit einer Flickarbeit unter der Lampe. Karl, der j&#252;ngere der beiden Buben, sagte:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Karl: </span>Wenn man den Adventskranz macht, ist bald Weihnachten.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette: </span>,,Ooch, dann dauert es noch eine ganze Weile. Ich w&#252;nschte, es w&#228;re schon soweit.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Herr J&#252;rgens hielt jetzt den geeigneten Augenblick f&#252;r gekommen, er wechselte einen Blick mit seiner Frau, holte tief Atem und sagte:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Vater: </span>Warum feiern wir eigentlich Weihnachten, Kinder?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Die Antworten &#252;berst&#252;rzten sich geradezu:</p>
<p>Weil es so sch&#246;n ist!</p>
<p>Weil wir dann feiern!</p>
<p>Weil wir viele Pl&#228;tzchen kriegen und N&#252;sse und lauter sch&#246;ne Sachen was man sich schon lange gew&#252;nscht hat.</p>
<p>&#8230; und wegen dem Weihnachtsbaum!&#8221;</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Der Vater hielt sich die Ohren zu.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Vater: </span>Genug, Kinder, ich wei&#223; Bescheid. An eines aber hat niemand von euch gedacht. Nun, Christel, was meine ich wohl?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Christel wurde ein bisschen rot und sagte:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Christel: </span>Nat&#252;rlich freuen wir uns, weil der Heiland geboren ist. Aber eigentlich freuen wir uns zu Weihnachten doch vor allem &#252;ber die Geschenke.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Vater: </span>Richtig, das ist leider nun einmal so. Meint ihr, ohne Geschenke g&#228;be es an Weihnachten nichts zum Freuen?&#8221;</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Die Kinder zuckten die Achseln, sahen sich schweigend an. Die Mutter beugte sich tiefer &#252;ber die N&#228;harbeit.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Vater: </span>Ihr antwortet mir nicht? Ich muss euch leider sagen, wir werden in diesem Jahr Weihnachten ohne Geschenke feiern. Ich will euch auch erkl&#228;ren, warum das so sein wird. Ihr Gro&#223;en versteht das schon. Als wir im vorigen Jahr zusammen mit unserem Nachbarn Weber unser Haus gebaut haben, nahm ich bei meiner Firma ein Darlehen auf, um Weber zu helfen, der nicht genug hatte sparen k&#246;nnen wegen seiner kranken Frau. Dieses Darlehen wird mir von meinem Lohn in Raten einbehalten. Der Nachbar wollte es mir in gleicher H&#246;he, wie es mir abgezogen wird, vom Lohn zur&#252;ckzahlen. Aber nun ist er im Sommer verungl&#252;ckt und ich war ein paar Wochen krank. So ist es gekommen, dass wir gerade nur das N&#246;tigste haben. F&#252;r Geschenke bleibt nichts &#252;brig, soviel Mutter und ich auch gerechnet und &#252;berlegt haben. Schulden machen f&#252;r Geschenke, das gibt es bei uns nicht. Wir laufen auch nicht zur F&#252;rsorge oder halten bei der Gemeindeschwester um Hilfe an. Wir leiden keine Not, auch wenn es keine Weihnachtsgeschenke gibt. Schaut mich nur nicht so verst&#246;rt an, Kinder, wir wollen froh und dankbar sein. Wir haben immer satt zu essen, eine warme Stube und sind gesund. Ihr sollt sehen, wir werden Weihnachten trotzdem fr&#246;hlich feiern, auch ohne Drum und Dran.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Nach einem beklommenen Schweigen fragte Rudi:<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Rudi:</span> Auch keinen Weihnachtsbaum?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Vater: </span>Doch, einen Weihnachtsbaum sollt ihr haben, und Mutter wird auch wie in jedem Jahr Pl&#228;tzchen backen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Gretel war rot vor &#196;rger, als sie jetzt sagte:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gretel: </span>Aber das ist unrecht! Webers haben mit deinem Geld ihr Haus fertiggebaut, und wir sollen deswegen nichts zu Weihnachten bekommen!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Vater:</span> M&#246;chtest du, dass die schw&#228;chliche, junge Frau Weber und ihre lahme Schwiegermutter ausziehen m&#252;ssen und nicht einmal wissen wohin, nur damit du dein Weihnachtsgeschenk hast?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gretel: </span>Das nicht, Vater, aber ungerecht ist es doch.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Vater: </span>Die beiden Frauen sind schlimm genug dran, Weihnachten allein und in Trauer um den Verungl&#252;ckten zu verleben. Die Sache mit dem Geld wird vom Siedlerverband geregelt, das geht mir nicht verloren. Nur dauert das eine Weile. Aber nun wollen wir nicht weiter davon reden, sondern unsern Adventskranz fertigmachen. Wenn Gott uns alle gesund erh&#228;lt, wollen wir dankbar und zufrieden sein. Auf diese Weise kommen wir dazu, &#252;ber den Sinn des Festes richtig nachzudenken. Das ist auch ein Gewinn.<br />
<span style="font-weight: bold;"> </span><br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>An diesem Abend kamen die Kinder in ihren Schlafkammern nicht gleich zur Ruhe. Rudi und Karl schlichen sich zu den M&#228;dchen hin&#252;ber. Die Sache mit den Weihnachtsgeschenken musste in aller Ruhe besprochen werden. Sie hockten auf Christels Bettrand beieinander und fl&#252;sterten erregt. Dar&#252;ber erwachte Annette, sie richtete sich auf und sagte, nachdem sie ein Weilchen den Reden der Geschwister gelauscht hatte:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette:</span> Was habt ihr nur, man muss es einfach dem Heiland sagen. Der kann alles.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gretel:</span> Ach, Sp&#228;tzchen, Weihnachtsgeschenke macht der liebe Gott aber nicht. Da kannst du lange warten.<br />
<span style="font-weight: bold;"> </span><br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Annette:</span> Ich habe aber geh&#246;rt, wie Karl den Vers gelernt hat, „Unser Gott ist im Himmel, Er kann machen, was Er will.“</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Karl:</span> „Er kann schaffen, was er will“, hei&#223;t es.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette: </span>Schaffen oder machen, das ist dasselbe. Wenn Er will, kann er auch Weihnachtsgeschenke schaffen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gretel:</span> Er will aber nicht.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette:</span> Warum nicht? Woher wei&#223;t du das? Gibt es daf&#252;r auch einen Vers in der Bibel?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Christel:</span> Annettchen!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Christel, die ihre f&#252;nfj&#228;hrige Schwester &#252;ber alles liebte, nahm die Kleine in den Arm.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Christel:</span> Der liebe Gott &#8211; ja &#8211; das ist n&#228;mlich so -.<br />
<span style="font-weight: bold;"> </span><br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Christel merkte, sie konnte nicht erkl&#228;ren, was sie selber nicht verstand.<br />
<span style="font-weight: bold;"> </span><br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Annette:</span> Nun sag doch, wie ist das denn? Er hat doch damals den Wein gemacht bei der Hochzeit, und dann das mit den hungrigen Leuten, die alle satt wurden, f&#252;nftausend, das sind doch eine ganze Menge, nicht wahr? Und wir sind nur so ein paar.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Christel:</span> Das war damals, als der Herr Jesus noch auf der Erde war.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette: </span>Vater sagt immer, er ist auch jetzt noch bei uns.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gretel:</span> Annette, das verstehst du noch nicht.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Half Gretel ihrer gro&#223;en Schwester aus der Verlegenheit. Nein, Annette verstand es nicht. Am andern Tag wollte sie es vom Vater erkl&#228;rt haben.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette: </span>Vati, nicht wahr, in der Bibel steht, Gott kann machen, was Er will.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Christel stie&#223; Rudi an. Wie w&#252;rde sich der Vater herausreden? Sie wussten bereits, wie Annette jetzt weiterfragen w&#252;rde.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Vater: </span>Gewiss, das steht in der Bibel, und das ist auch so.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette: </span>Na also, dann kann er auch machen, dass wir alle was zu Weihnachten kriegen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Annette sah die Geschwister triumphierend an.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Vater: </span>So meinst du das, hm. Wir haben schon etwas geschenkt bekommen, Annette. Gott hat uns seinen lieben Sohn geschenkt, und deshalb feiern wir Weihnachten.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Annette: </span>Ja, und damit wir daran denken, bekommen wir etwas, wei&#223;t du, Vati, zur Erinnerung. Das haben wir bei der Sonntagschultante gelernt.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Vater: </span>Wir k&#246;nnen auch einmal ohne Geschenk daran denken, Annette, wir bekommen ja immerhin einen Weihnachtsbaum.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette: </span>Ein Weihnachtsbaum ist sowieso immer da zu Weihnachten. Pass nur auf, wir werden schon alle was bekommen, glaubst du nicht? Ich glaub&#8217;s!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Dieses Gespr&#228;ch verfolgte Vater und Mutter durch die n&#228;chsten Tage und Wochen. Sie wurden immer wieder daran erinnert. Annette unterhielt sich mit all ihren Bekannten dar&#252;ber, und sie hatte viele Bekannte: den Milchmann, den Brieftr&#228;ger, die Verk&#228;uferinnen im Lebensmittelgesch&#228;ft, ganz abgesehen von Fr&#228;ulein R&#246;der, der Sonntagschultante, die ihr in dieser Frage ma&#223;gebend war. Eines Tages erz&#228;hlte sie ihrer Mutter:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette:</span> Mutti, der Milchmann sagt, der liebe Gott, das w&#228;re ein guter Mann, aber zu Weihnachten schenke er einem nichts. Das ist doch Unsinn.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mutter:</span> Wie kommt der Milchmann dazu, so etwas zu sagen?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette:</span> Ich habe ihn gefragt, ob der liebe Gott wohl machen kann, dass wir alle etwas zu Weihnachten bekommen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mutter:</span> Annette, das geht den Milchmann nichts an, ob und was wir zu Weihnachten bekommen. Erz&#228;hle das in Zukunft nicht bei den Leuten herum, h&#246;rst du?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Ein paar Tage sp&#228;ter berichtete Annette:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette:</span> Der Brieftr&#228;ger, Mutti, der wei&#223; auch, der liebe Gott kann alles!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mutter: </span>Hast du etwa mit dem Brieftr&#228;ger dar&#252;ber gesprochen, dass wir nur einen Weichnachtsbaum haben werden zu Weihnachten?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette: </span>Nein, Mutti, ich habe ihn nur gefragt, ob er wei&#223;, dass Gott alles machen kann.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> In der Sonntagschule erkl&#228;rte Fr&#228;ulein R&#246;der auf Annettes Frage, Gott k&#246;nne gewiss alles machen, wir sollten nur beten, dann bringe Er alles zurecht.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette: </span>Gut, dann werde ich beten!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frl.R&#246;der: </span>Worum willst du beten?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette: </span>Ich soll es niemandem sagen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Fr&#228;ulein R&#246;der, die eine h&#228;usliche Sorge vermutete, gab dem Kind den Rat:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frl.R&#246;der: </span>Gott kann alles zurechtbringen, Annette, ganz gleich, worum es sich handelt. Bete nur und vertraue.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Jubelnd kam das Kind mit dieser Botschaft nach Hause.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette:</span> Man muss nur beten und vertrauen, dann kriegen wir alle etwas zu Weihnachten!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mutter:</span> Annette, wen hast du nun schon wieder gefragt?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette:</span> Die Tante in der Sonntagschule, und die muss es ja wissen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mutter:</span> Du hast ihr erz&#228;hlt, wir h&#228;tten in diesem Jahr keine Weihnachtsgeschenke?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Fragte die Mutter best&#252;rzt.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette:</span> Nein, von Weihnachten habe ich kein W&#246;rtchen gesagt.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Die Geschwister lachten &#252;ber Annettes Beharrlichkeit, die Eltern aber empfanden sie als starke Belastung. Sa&#223;en sie abends allein beisammen, kamen sie immer wieder zu dem Ergebnis, Annettes Zuversicht w&#252;rde entt&#228;uscht werden.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mutter:</span> K&#246;nntest du nicht ein Schr&#228;nkchen f&#252;r die Kinder zimmern? Sie brauchen es so n&#246;tig. Karl und Rudi m&#252;ssen unbedingt Schuhe haben, und ein bi&#223;chen Sperrholz f&#252;r ein Puppenbettchen…</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Vater:</span> Nein, Mutter, du wei&#223;t, es wird mir schwer genug, die Zinsen f&#252;r das vierte Quartal zusammenzubringen, dann kommen die Feiertage, an denen nichts verdient wird. Wir k&#246;nnen nicht Annette etwas geben und die andern zusehen lassen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mutter:</span> Aber in dem Kind wird innerlich etwas zerst&#246;rt, wenn es Weihnachten entt&#228;uscht wird.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Die Mutter wischte mit dem Handr&#252;cken &#252;ber die Augen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Vater: </span>Wenn wir Weihnachten trotz allem froh und vergn&#252;gt beisammen sind, begreift das Kind vielleicht doch, wie wenig es auf Geschenke ankommt.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mutter: </span>Vergiss nicht, das Kind ist erst f&#252;nf Jahre alt.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Vater:</span> Es steht geschrieben, Gott offenbart es den Unm&#252;ndigen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Der Vater, der so sprach, rang innerlich darum, Gott m&#246;ge seinem kleinen M&#228;del den Glauben er-halten und die Zuversicht, die es so froh machte. Am Montagmorgen, der Vater war zur Arbeit, die Geschwister in die Schule gegangen, da zog die Mutter Annette das kurze, sch&#228;bige M&#228;ntelchen an und machte sich auf den Weg zum Einkaufen. Sie gingen die lange Stra&#223;e in die Stadt hinein. Annette wagte keine Frage, das kleine Herz war schwer und traurig, weil sie nicht mit der Mutter dar&#252;ber sprechen konnte, wovon sie ganz erf&#252;llt war. Der Weg war weit. Annette wusste, Mutter wollte in dem Laden einkaufen, wo alles billig war. In letzter Zeit ging sie immer dorthin. Sie kamen an die breite Stra&#223;e, wo ein Laden am andern war. Wie sch&#246;n alles im Spielzeugladen ausgestellt war! Annette sah die Mutter bittend an.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette:</span> Darf ich dort gucken, solange du einkaufst?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Einen Augenblick z&#246;gerte die Mutter. W&#252;rden die Dinge im Schaufenster nicht erneut W&#252;nsche wecken? Annettes Augen bettelten.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mutter: </span>Meinetwegen. Bleib aber am Schaufenster stehen, bis ich dr&#252;ben aus dem Laden komme.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>So stand das Kind und presste das Gesicht an die Fensterscheibe. Um diese Zeit war das Schaufenster noch nicht von Kindern belagert, und so konnte Annette alles in Ruhe betrachten, Puppen in rosa Kleidchen und in blauen und gr&#252;nen, sitzend und liegend, mit Bubikopf und mit langen Z&#246;pfen, die rechts und links &#252;ber die Schultern hingen. Das Puppenhaus mit einer richtigen Treppe und einer Badestube, daneben eine Puppenschule und zwischen all den Herrlichkeiten eine Babypuppe &#8211; ein Traum von einer Babypuppe.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mann: </span>Suchst du dir etwas Sch&#246;nes aus?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Annette sah zu dem Mann auf der hinter ihr ans Schaufenster getreten war. Es &#252;bermannte sie.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette: </span>Dort, die Babypuppe -</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Und dann fiel es ihr wieder ein, und sie sagte leise:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette: </span>Aber wir bekommen nichts.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mann:</span> Wir? Wer ist das?<br />
<span style="font-weight: bold;"> </span><br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Annette: </span>Vati, Mutti, Christel, Gretel, Karl und Rudi, Hella und ich.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Der Mann lachte auf.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mann: </span>Wie war das? Sag&#8217;s noch einmal!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette:</span> VatiMuttiChristelGretelKarlundRudi,Hellaundich.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mann:</span> Hella und Rudi und wie sie alle hei&#223;en, sind das deine Geschwister?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette: </span>Hmm.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mann: </span>Und wie hei&#223;t du?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette: </span>Annette J&#252;rgens.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mann:</span> Seid ihr nicht brav gewesen?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette:</span> Doch &#8211; aber</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Da fiel ihr ein, sie sollte ja niemandem etwas davon sagen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mann: </span>Aber, Annette, was aber?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Das Kind warf mit einer herausfordernden Geb&#228;rde den Kopf zur&#252;ck. Aus tiefstem Herzensgrund rief es aus:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette:</span> Und ich glaube, wir kriegen doch etwas, weil der liebe Gott alles machen kann, was er will!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mann:</span> Da hast du recht, Kleine.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Der Mann nickte Annette zu und ging weiter. Gleich darauf war er zwischen den Leuten auf der Stra&#223;e verschwunden. Annette h&#228;tte gern mit der Mutter &#252;ber das Erlebnis am Schaufenster gesprochen, aber die Mutter war auf dem ganzen Weg so ernst und eilig, da wagte sie es nicht. Und dann war der Tag da. Nach dem Mittagessen durften die Kinder nicht mehr in die Wohnstube, sie sollten den Weihnachtsbaum nicht vorher sehen. Diesmal war er recht klein, der Vater schm&#252;ckte ihn jedoch mit gr&#246;&#223;ter Liebe und Sorgfalt. Die Mutter gab sich M&#252;he, ruhig und heiter zu erscheinen. Die Kinder sa&#223;en in den Schlafkammern herum ohne Erwartung, ohne Freude. Sie sahen der Mutter an, es gab nichts als den Weihnachtsbaum. Nur Annette war fr&#246;hlich.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette:</span> Ich freue mich! Ich freue mich!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Sang sie und ihre Augen strahlten.</p>
<p>(fl&#252;sternd zum Bruder)<br />
<span style="font-weight: bold;">Christel:</span> Ich schenke ihr meine Puppe. Wenn sie nichts bekommt, f&#228;ngt sie an zu heulen. Das halte ich nicht aus, dann heule ich mit.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette:</span> Was fl&#252;stert ihr? Was habt ihr? Ach, wenn es doch schon dunkel w&#228;re!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Sehr zeitig ging die Familie zur Weihnachtsfeier in die Kirche. Sie bekamen einen guten Platz. Annette schmiegte sich an die Mutter und zeigte auf die strahlenden Weihnachtsb&#228;ume.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette:</span> Ist unser auch so sch&#246;n?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Frau J&#252;rgens konnte nicht sprechen. Hei&#223; und hart sa&#223; es ihr in der Kehle. Die Kinder gaben sich redlich M&#252;he, mit der Gemeinde zu singen. Die sonst so hellen Stimmen klangen heute heiser und leise. Wie Gro&#223; und Klein nach Hause dr&#228;ngte nach dem Gottesdienst! Familie J&#252;rgens hatte es nicht so eilig. Sie kamen fr&#252;h genug an den leeren Tisch. Hier und da und dort sah man bereits die ersten Weihnachtsb&#228;ume hinter den Fenstern aufleuchten.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Vater:</span> Wie gut ist es doch, wenn man ein Heim hat, ein Zuhause. Wir wollen von Herzen dankbar daf&#252;r sein.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Die Kinder wagten nicht, einander anzusehen. Annette aber fragte:<br />
<span style="font-weight: bold;"> </span><br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Annette:</span> Vati, wir bescheren doch gleich, wenn wir nach Hause kommen?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Sie wirbelte davon, klinkte das Pfortchen auf und rief:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette: </span>Kommt doch nur, schnell, ich halte es nicht mehr aus!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mutter:</span> Oh, das halte ich fast auch nicht mehr aus. Das Kind scheint wirklich zu glauben…  Bringt eure M&#228;ntel nach oben. Ich z&#252;nde inzwischen die Kerzen an.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Langsam, mit schweren Schritten, gingen die Kinder hinauf. Als sie die Treppe wieder herunterkamen, stand die T&#252;r zum Wohnzimmer weit offen. Das warme Licht der Kerzen fiel in breitem Streifen auf den Flur. Da geschah das Merkw&#252;rdige. Rudi erz&#228;hlte sp&#228;ter oft davon.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Rudi:</span> Ich h&#246;rte, dass ein Auto vor der T&#252;r hielt. Erst dachte ich mir nichts dabei, aber als die Wagent&#252;r knallte, kriegte ich so ein komisches Gef&#252;hl, musste schlucken und konnte keinen Schritt weitergehen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Christel: </span>Ja! (best&#228;tigte Christel jedesmal)</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Rudi:</span> Mir wurden die Knie weich, weil ich Schritte auf dem Kies knirschen h&#246;rte &#8211; und dann schellte es schon.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Es schellte, noch w&#228;hrend die Kinder auf der Treppe standen. Der Vater machte die T&#252;re auf.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mann: </span>Bin ich hier recht bei Familie J&#252;rgens?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Hinter einem gro&#223;en Herrn erschien eine Frau. Beide waren angezogen wie alle Leute, da war kein Nikolausbart und kein Christkindsgewand. Aber beide hatten Pakete im Arm. Sie blieben in der Wohnzimmert&#252;r stehen und die junge Frau begann zu singen:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Lied:</span> „Vom Himmel hoch, da komm ich her&#8230;“</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Alle sangen mit, zaghaft erst, dann immer fr&#246;hlicher und als das Lied zu Ende war, sagte der Mann:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mann: </span>Packt aus, Kinder!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Und er holte nochmals Pakete aus dem Wagen vor der T&#252;r. Papier h&#228;ufte sich, Kartons wurden zur Seite geschoben. Annette h&#252;pfte von einem Bein aufs andere, den Traum einer Babypuppe auf dem Arm, und jauchzte immerzu:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Annette:</span> Ich hab&#8217;s gewusst! Ich hab&#8217;s gewusst! Er kann machen, was er will!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Endlich konnte der Vater den fremden Herrn fragen:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Vater: </span>Von wem haben Sie unsere Adresse? Und woher haben Sie gewusst&#8230;?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mann:</span> Das ist nicht schwer, eine Adresse zu bekommen. Man sieht ein kleines M&#228;del am Schaufenster stehen, fragt wie es hei&#223;t, und in zwei Lagen kann man alles weitere erfahren. Unsere b&#252;rokratischen Melde&#228;mter haben auch etwas Gutes.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Christel:</span> Wie haben Sie das nur so fein abgepasst? Wir wollten gerade in die Stube gehen.<br />
<span style="font-weight: bold;"> </span><br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Mann:</span> Auch das war nicht schwer. Wir sind mit euch in der Kirche gewesen und sind euch dann mit einem kleinen Abstand gefolgt. Als wir drau&#223;en sahen, die Kerzen sind angez&#252;ndet, da wussten wir, jetzt ist es soweit.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Vater:</span> Sie haben uns einfach &#252;berrumpelt.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mann:</span> Ich glaube, das war auch n&#246;tig. Wenn ich erst lange gefragt h&#228;tte, darf ich Ihre Kinder bescheren, Sie h&#228;tten wohl kaum Ja dazu gesagt. Ich habe nur eine Bitte. Machen Sie kein Gerede davon. Meine Frau und ich, wir bescheren an Weihnachten immer eine kinderreiche Familie. Wenn man selber keine Kinder hat&#8230; .</p>
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