Archive für die Kategorie 'Weihnachten'

Mrz 15 2008

Die ihn aufnahmen

Geschrieben von Christ under Weihnachten

Die ihn aufnahmen, ein christliches Anspiel zu Weihnachten für 9 Personen

Paul:   (stöhnt auf / schaut sich um / Ein Blick fällt auf den Kalender / erschreckt) Was? - Morgen ist wieder der 24., dann ist es schon zwei Jahre her. Zwei Jahre ist eine lange Zeit. - Dann ging sie weg, einfach so. Ich sehe heute noch, wie sie mühsam versuchte ihre Tränen zu unterdrücken, ihre Sachen packte und ging. Die Tür fiel ins Schloss, ich hätte schreien können, doch ich schwieg, ich hätte weinen können, doch ich starrte nur stumm auf die Tür, und dann diese Leere. Warum habe ich sie bloß wieder weggeschickt, als sie bereit war zurück zu kommen? … (sie klopft) Ach, wozu denke ich noch darüber nach, es hat ja doch keinen Sinn! (seufzt) (sie klopft) (verwirrt) Hat es geklopft? Das kann nicht sein, mich besucht doch niemand. (klopft) Wer ist da? Herein! (seine Frau tritt ein) (fassungslos) Julia, du??!

Julia:   Paul, ich… ich wollte dir etwas bringen. Ich… (überreicht ihm ein Geschenk)

Paul:   Julia! … Äh, setzt dich bitte!

Julia:   Willst du nicht auspacken?

Paul:   Die Bibel!?

Julia:   Ja, die Bibel. Sie hat mein Leben total verändert. (Pause) Weißt du, bei unserm letzten Streit, war ich zu stolz, um nachzugeben. Lieber wollte ich gehen, als bei dir um Verzeihung zu bitten. Danach kam eine furchtbare Zeit, ich merkte, wie sinnlos und leer mein Leben war. Ich irrte umher und suchte vergebens nach ein bisschen Glück und Liebe. Dann lernte ich Menschen kennen, die so eine innere Ruhe und Geborgenheit ausstrahlten, nach der ich mich immer gesehnt habe. Sie schenkten mir eine Bibel, die sie auch selbst auslebten.

Paul:   Aber - wie hat die Bibel dein Leben verändert?

Julia:   Durch sie lernte ich Jesus Christus kennen, der an Weihnachten auf diese Welt kam. Obwohl er der Sohn Gottes war, kam er um für meine und für deine Schuld zu sterben, damit wir ewig leben können.

Paul:   Das verstehe ich nicht. Was hatte er denn davon?

Julia:   Eigentlich gar nichts. Aber er hat uns so sehr geliebt, dass er kam, damit wir nicht sterben brauchen. Und was ich nicht verstehen kann, ist, dass die Menschen so lieblos sind, er kam in sein Eigentum, aber sie nahmen ihn nicht auf.

Paul:   Woher weißt du das?

Julia:   Das steht in der Bibel. Warte, ich zeige dir die Stelle. (Joh. 1,11-12). Das habe ich selbst erfahren. Ich habe Jesus in mein Leben aufgenommen und bin nun ein Kind Gottes geworden. Ich habe eingesehen, dass ich vieles verkehrt gemacht habe, auch der Streit damals. Kannst du mir vergeben, es tut mir wirklich leid.

Paul:   Natürlich vergebe ich dir, aber… willst du nicht hier bleiben? Willst du nicht zurückkommen?

Julia:   Meinst du wirklich? Ich würde sehr gerne kommen.

Paul:   Ja, natürlich.

Julia:   Gut, ich muss nur noch schnell meine Sachen holen.

- Musik -

Sprecher:   So schnell hatte Julia noch nie ihre Koffer gepackt. Bevor sie sich auf den Weg zurück machte, dankte sie Gott, dass er ihr Gebet erhört hatte und legte ihm auch alles Weitere in die Hände. Indessen hatte Paul viele Dinge, über die er nachdenken musste. Immer wieder las er den Vers:

Paul:   (liest Joh 1,11) Warum haben sie ihn denn nicht aufgenommen? - Aber Moment mal, wie war das mit meiner Frau? Sie kam auch zu mir zurück, nachdem sie weggelaufen war und ich wies ihr die Tür. Aber, Jesus hatte doch gar nichts Böses im Sinn, warum wurde er denn dann abgewiesen?

Julia:   Guten Abend Paul. Da bin ich wieder.

Paul:   Schön, dass du da bist. Ich habe so viele Fragen.

- Musik -

Sprecher:   Während Julia versuchte seine Fragen zu beantworten, wurde Paul immer klarer, dass auch er Jesus aufnehmen musste. Als er nun im Gebet Jesus die Tür öffnete, fiel ein Strahl wahrer Weihnachtsfreude ins Herz.

Paul:   Du Julia, ich muss immer wieder über den Vers nachdenken.

Julia:   Was meinst du?

Paul:   Du hast doch gesagt, dass die Juden Jesus nicht aufnahmen. Warum denn nicht?

Julia:   Ja, warum? Warum nehmen die Menschen Jesus heute nicht auf?

Paul:   Ich hab’s. Bestimmt wissen sie nichts von ihm!

Julia:   Aber ich kenne doch Leute, die Jesus aufgenommen haben.

Paul:   Warum sagen sie es denn nicht weiter? Ich muss es tun, die Menschen müssen es doch auch erfahren, was Weihnachten wirklich bedeutet.

Julia:   Aber…

Paul:    (unterbricht) Ich gehe in die Einkaufsstraße, dort kann ich die meisten Menschen erreichen. Ich lade sie ein und dann erzählen wir ihnen, was Weihnachten ist. Backst du schon einmal Plätzchen?

Julia:   Aber Paul, du wirst doch nicht…

Paul:   Natürlich, werde ich. Mach dir keine Sorgen um mich. Ich bin bald wieder da.

Sprecher:   Klare Luft umfing Paul, als er auf die Straße trat. Er schlug den Mantel Kragen hoch und blickte um sich. Er sah lachende Kinder, die einen Schneemann bauten, und andere die mühsam versuchten die wirbelnden Schneeflöckchen einzufangen. Dann hob er seinen Blick und blinzelte, durch die im Sonnenlicht glitzernden Flocken hindurch, nach oben. Er dankte Gott, dass nicht nur außen die Sonne schien, sondern auch in seinem Herzen das Licht der Liebe Gottes strahlte, als er in die Einkaufsstraße trat und ihn immer mehr Leute umgaben.

Paul:   Guten Tag. Wissen Sie schon, dass Jesus geboren ist?

Geschäftsmann:   Lassen Sie mich. Ich habe es eilig.

Paul:   Aber…

Geschäftsmann:   Gehen Sie aus dem Weg, ich habe noch wichtige Aufträge zu erledigen!

(geht weg)

Paul:   Wissen Sie denn schon, dass Jesus geboren ist?

Frau:   Jesus?

Paul:   Ja, Jesus. Er kam an Weihnachten als Kind auf diese Erde um…

Frau:   Die Geschichte ist doch uralt. Was wollen Sie überhaupt?

(geht weg)

Paul:   (total verdutzt) Seltsam.

Ehemann:   Was stehen Sie hier im Weg? Gehen Sie doch zur Seite. Wir müssen durch!

Paul:   Jesus ist doch geboren!

Ehefrau:   Entweder gehen Sie vor oder zurück, aber bleiben Sie nicht mitten im Gedränge stehen!

Paul:   Aber… Jesus ist doch geboren!

Ehemann:   Das interessiert uns nicht. Wir haben wichtigeres zu tun.

(gehen weg)

Paul:   (fassungslos) Das gibt es ja wohl nicht. Das kann nicht sein. Er kommt in sein Eigentum, und die seinen nehmen ihn nicht auf. - Nein! Das darf nicht wahr sein!

Bettler:   Haben Sie etwas Geld für mich? Ich bin arbeitslos und habe nichts zu essen.

Paul:   Nein, ich habe kein Geld. Aber kommen Sie doch mit mir nach Hause. Ich möchte mit Ihnen Weihnachten feiern.

Bettler:   Weihnachten? Das gibt es bei mir schon lange nicht mehr.

Paul:   Und doch kann es für Sie wieder Weihnachten werden, ich habe es auch erlebt. Kommen Sie doch mit, dann erzähle ich Ihnen, wie es bei mir war. (begeistert)

Bettler:   Meinen Sie wirklich?

Paul:   Ja, natürlich.

(gehen los, treffen einen Christen)

Christ:   Darf ich Ihnen ein Traktat anbieten?

Paul:   Was ist denn das?

Christ:   Es geht um die Geburt Jesu Christi.

Paul:   Wie, glauben Sie an diese Geschichte?

Christ:   Ja, natürlich. Das ist mehr, als eine Geschichte, Jesus kann auch heute in Ihren Herzen geboren werden.

Paul:   Das habe ich selbst erfahren. Aber die anderen wollen nichts davon hören.

Christ:   Dann sind Sie ja auch Christ. Aber lassen Sie sich nicht von der Reaktion der Menschen entmutigen, mein Freund. Denn genau wie Jesus damals von den Menschen nicht aufgenommen wurde, so wird er auch heute von ihnen verachtet.

Paul:   Aber warum sind Sie dann noch hier auf der Straße und versuchen die Menschen zu erreichen, wenn letztere doch nicht darauf hören?

Christ:   Weil Gott auch nicht aufgibt. Er will den Menschen erreichen und beauftragt uns, es für ihn zu tun. Es gibt immer noch Menschen, die Jesus aufnehmen. Denn wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu heißen. (an die Zuhörer gewandt)

ENDE

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Dez 09 2007

Die Wege des Herrn sind lauter Güte

Geschrieben von Christ under Weihnachten, Gottes Führung

Die Wege des Herrn sind lauter Güte, ein christliches Anspiel zu Weihnachten und zum Thema Gottes Führung für 9 Personen

Sprecher:  Die letzte Unterrichtstunde vor den Weihnachtsferien war beendet. Schnell packten die Studenten ihre Sachen zusammen und eilten fröhlich davon. Nur zwei von ihnen blieben in gedrückter Stimmung zurück. Das hatte der Direktor geboten, weil er ihnen etwas zu melden hatte. Sie wären auch gern so schnell wie möglich zur Bahn geeilt um rechtzeitig abfahren zu können, denn ihr Heim war viele Stunden weit entfernt. Da trat der Direktor ein und überreichte Georg ein Telegram. Er las:

Georg:  Reisen gefährlich. Bleibt dort. Vater.

Sprecher:  Verblüfft schwieg er. Der Direktor versuchte ihnen Mut zu machen.

Direktor:  Nun ihr seid ja nicht die einzigen die nicht nach Hause kommen zum Fest. Ihr könnt euch euren Kameraden anschließen, die jedes Jahr hier die Weihnachtsferien zubringen müssen. Wünsche euch frohe Weihnachten!

Sprecher:  Mit diesen Worten ließ er die enttäuschten Jungen stehen. Hans war ganz außer sich und rief:

Hans:  Ich wollte, das Telegramm wäre eine Stunde später angekommen, dann wären wir schon unterwegs gewesen. Ich kann mir gar nicht vorstellen was das bedeuten soll. Warum hat Vati nur so Angst, wir sind doch nicht mehr klein.

Georg:  Ach, Hans, Vater hatte uns bestimmt auch gern daheim. Sicher hat er Grund für seine Befürchtungen. Wir wollen versuchen, das Fest so gut wie es geht hier zu feiern.

Hans:  Schön ist es am Heiligen Abend nur zu Hause mit allen unsern Lieben zusammen. Da sitzt Mutti am Klavier und spielt die schönen Weihnachtslieder, Vater erzählt die Weihnachtsgeschichte und dann sagen die Kleinen ihre Gedichte her… Ach es ist zum Heulen. Am liebsten würde ich trotzdem die Reise unternehmen. Was sollen nun die Geschenke, die wir fertig gemacht haben?

Sprecher:  Bevor Georg etwas erwidern konnte, läutete das Telefon. Georg nahm den Hörer ab und lauschte gespannt. sein Gesicht erhellte sich. Er bedankte sich und sprach dann zu Hans, der ungeduldig daneben stand.

Georg:  O Hans, freu dich! Wir haben eine Einladung für die Feiertage zu Papas Verwandten die hier nicht allzu weit wohnen. Der gute Vater wusste, dass wir enttäuscht sein werden, weil wir nicht nach Hause können, da hat er für ein anderes Vergnügen gesorgt.

Hans:  Ah, das ist ja eine gute Idee von Vati! Wir wollen gleich alles zusammenpacken und uns Morgen früh auf den Weg machen. Wir müssen ja wohl auf Schusters Rappen wandern.

Georg:  Ich denke das tut uns ganz gut, so eine Fußwanderschaft nach dem vielen Sitzen in der Klasse.

Sprecher:  Am nächsten Morgen in aller Frühe gingen die zwei wohlgelaunt hinaus in der frostigen Wintermorgen. Die reifbedeckten Bäume glitzerten im hellen Sonnenschein. Der blendend weiße Schnee knirschte unter den Füßen. Am späten Nachmittag gelangten sie zu einem Gasthaus. Sie machten da eine kurze Rast, aßen eine warme Mahlzeit und wollten dann weitergehen. Der freundliche Wirt erkundigte sich nach dem Ziel ihrer Reise. Als er vernahm wo sie hin wollten, machte er ein ganz bedenkliches Gesicht und sagte:

Wirt:  Ich würde euch raten lieber hier zu übernachten. Der Weg dahin geht durch einen ziemlich verwachsenen Wald. Der kurze Tag ist nun bald zu Ende. Außerdem zeigen sich am Himmel Schneewolken. Es könnte Sturmwetter geben, das wäre sehr gefährlich für euch.

Sprecher:  Sie gingen vor die Tür und bemerkten die Wolken und auch den Wind. Georg hatte Bedenken und meinte.

Georg:  Was meinst du Hans, sollten wir vielleicht den gutgemeinten Rat befolgen und hier übernachten?

Hans:  Ach was! Wenn wir schon nicht zu Hause sein können, so wollen wir wenigsten bei unseren Freunden sein. Sie erwarten uns unbedingt heute zum Heiligen Abend.

Sprecher:  Sie eilten vorwärts. Als sie den Wald erreicht hatten wurde es schon ganz dunkel. Es fiel dichter Schnee. Der Wind wirbelte die Flocken um sie herum. Endlos schien der Weg durch den Wald. Immer langsamer kamen sie weiter. Mit Schrecken bemerkten sie, dass sie vom Weg abgeirrt waren. Hans blieb stehen und seufzte.

Hans:  Georg ich kann nicht mehr weiter. Mir fallen die Augen zu und meine Füße sind wie bleiern.

Georg:  Nein Hans, wir dürfen jetzt nicht ruhen, sonst schlafen wir ein und erfrieren. Komm wir wollen suchen, vielleicht finden wir doch den Weg.

Hans:  Ich kann wirklich nicht mehr weiter. Lass mich.

Georg:  O was sollen wir nur machen! Hilf uns o Herr Jesus, dass wir nicht hier erfrieren…

Sprecher:  Georg schaute sich noch einmal nach allen Seiten um. Plötzlich leuchtete nicht weit entfernt ein kleines Licht auf. Er rüttelte seinen Bruder aus dem Schlaf und rief:

Georg:  Hans, wach auf, schau dort ist ein Lichtlein! Komm wir müssen uns beeilen das wir hinkommen, ehe es vielleicht verschwindet.

Sprecher:  Das half. Hans fasste neuen Mut. Nach kurzer Zeit gelangten sie zu einer Hütte die fast untergeschneit war. Mit großer Mühe bannten sie sich einen Weg zur Tür. Auf ihr Klopfen öffnete ein größeres Mädchen die Tür und starrte erschrocken auf die Schneemänner. Mehrere kleinere Kinder umringte das Bett der Mutter, die krank dalag. Mit schwacher Stimme fragte sie.

Mutter:  Wer seid ihr und was wollt ihr?

Sprecher:  Hans erzählte kurz ihr Reiseabenteuer und bat

Hans:  Wollen sie uns erlauben hier zu bleiben bis es hell wird und das Wetter sich ändert?

Mutter:  Ja gerne. Ihr seht aber, wir haben nichts um euch zu bewirten und es ist auch nichts da um den Ofen zu heizen.

Georg:  Das lasst unsere Sorge sein. Wir sind sehr dankbar, dass wir hier bleiben dürfen.

Sprecher:  Sie fanden ein Beil, eilten in den Wald und kamen nach kurzer Zeit beladen mit Brennholz zurück. Schnell wurde Feuer im Ofen gemacht. Es wurde warm in dem kleinen Raum. Der Teekessel summte. Nun wurde der Tisch an das Bett der Kranken gerückt. Die Jungen rückten alles aus ihren Rücksäcken hervor. Da kam Brot, Käse und Wurst auf den Tisch. Die Kinder staunten. Sie waren ganz vertraulich geworden. Die arme Mutter war tief bewegt und dankt Gott für die wunderbare Hilfe. Nachdem sie gegessen hatten erzählte sie.

Mutter:  Solange der Vater für die Familie sorgte kannten wir keinen Mangel. Aber dann kam er bei einem Unfall ums Leben. Ich konnte nicht viel verdienen. Oft langte es nicht für Nahrung und Kleidung. Wir konnten aber immer aus dem Wald das Holz holen zum heizen und brauchten nicht frieren. Aber heute konnte ich nicht aufstehen, so mussten wir heute am Heiligen Abend hungern und frieren. Doch nun hat der barmherzige Gott unser Flehen erhört und uns in der Not geholfen. Ihm sei Lob und Dank! Nun, euch kann ich gar nicht genug danken für alle Liebe die ihr uns erweist. Der Herr wolle es euch vergelten.

Hans:  O das macht uns selbst Freude mit euch glücklich zu sein.

Georg:  Ich glaube das hat wohl der liebe Gott so gewollt, dass wir hierher kommen mussten. Deshalb konnten wir nicht nach Hause fahren und mussten uns noch im Wald verirren. Wir waren ja auch in großer Gefahr. Wenn wir das Licht nicht erblickt hätten, wären wir wohl im Wald erfroren. Aber jetzt wollen wir richtig Weihnachten feiern. Die Kinder haben sicher auch was zu Weihnachten gelernt und können ihre Gedichte aufsagen nicht wahr?

1. Kind:  Willkommen schöne Weihnachtszeit,
du bist es die die Welt erfreut
Es freut sich wieder jung und alt,
das es durch alle Lande schallt
Es freut sich wieder arm und reich,
der Herr schenkt ja doch allen gleich
Er gab uns den Herrn Jesus Christ,
der in die Welt gekommen ist. Amen.

2. Kind:  Weihnachtsfreude schallet heut
auf der Erde weit und breit.
Weil der liebe heilge Christ
in die Welt gekommen ist.
Weihnachtsfreude! Nah und fern
Weihnachtsglocken klingen.
Ja der Heiland ist nun da
lasst uns fröhlich singen.
Möge mit der Engel Chor
unser Lied erschallen,
Fried auf Erden, Gott die Ehr,
Menschen Wohlgefallen! Amen.

3. Kind:  Jesus unsre Weihnachtsfreude
nimm du unsre herzen ein.
Wollest selbst zu allen Zeiten
unser ein und alles sein! Amen.

Georg:  Das war schön! Wir wollen nun auch das Lied singen das die Engel dort in Bethlehem sangen als Jesus geboren war.

LIED: Ehre sei Gott in der Höhe…

Sprecher:  Nachdem das Lied beendet war erzählte Georg die Weihnachtsgeschichte wie es zu Hause der Vater tat. Dann bekamen die Kinder kleine Geschenke, die eigentlich für ihre kleinen Geschwister bestimmt waren. Das war eine Überraschung für diese Armen, die sich nicht erinnern konnten jemals ein Weihnachtsgeschenk zu erhalten. Endlich gingen alle müde aber glücklich zur Ruhe.
Der nächste Morgen brach an. Die Sonne strahlte vom blauen Himmel und kein Lüftchen regte sich. Ganz nahe stand die Hütte am Rand des Waldes. Als sie heraustraten auf den freien Feldweg, erblickten sie den Ort, den sie erreichen wollten. Bald waren sie in dem gastfreundlichen Hause und erzählten alles was sich zugetragen hatte. Alle Anwesenden hörten gespannt zu und als sie geendet hatten, waren alle dankbar und freudig gestimmt. Nun gab es eine frohe Feier, an die Georg und Hans sich noch lange erinnerten. Am meisten aber war es die Erfahrung die immer im Gedächtnis blieb, wie wunderbar Gott die Gebete erhört.
Wenn sie am Heiligen Abend glücklich und froh waren, vergaßen sie nicht, dass es viele arme Menschen gibt und suchten anderen Freude zu machen. In jener Nacht hatten sie auch erkannt, dass Jesus in die Welt gekommen ist um verlorene zu retten vom ewigen Tode. Sie nahmen auch diese Rettung dankbar an.

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Dez 05 2007

Vater Martin

Geschrieben von Christ under Weihnachten

Vater Martin, ein christliches Anspiel zu Weihnachten für 5 Personen

(Musik) "Meine Hände waren voll von Dingen"

Autor:  Kennt ihr Vater Martin? Nein, dann kommt mit mir in die große Stadt Marsey. An einer Straßenecke in der Altstadt steht eine Holzhütte. Dort hat Vater Martin seine Werkstatt. In der Werkstatt wohnt er auch. Die Hütte ist sein Arbeitszimmer, sein Ess- und Schlafzimmer und auch die Küche. Jetzt sitzt er vor dem Fenster an seinem Arbeitstisch. Auf dem Tisch liegen viele, viele Schuhe. Schuhe in allen Größen, denn Vater Martin ist Schuhmacher. Die Mütter sagen "Nur wenn Vater Martin die Schuhe besohlt hat, dann halten sie und Kinder können sie tragen." Der alte Schuhmacher sieht zufrieden aus, das war nicht immer so. Die Nachbarn sagen, dass er früher oft traurig war, dann vor vielen Jahren hat er seine Frau verloren. Auch einen  Sohn hatte er gehabt.
            
Er war Matrose, aber er kam bei einem Schiffbruch ums Leben. Danach wurde Vater Martin ein stiller, ernster Mann, aber seit einiger Zeit ist das anders. Die Leute sagen, der alte Martin  ist fromm geworden, er geht zu den Stunden. Dort wird gesungen und von Gott geredet. Seitdem lächeln seine Augen oft. Er geht auch nicht mehr in die Wirtschaft. Er ist lieber zu Hause und liest in einem großen Buch, in der Bibel.

Leise mit Musik beginnen "Leise rieselt der Schnee"           
             
Und manchmal brennt die Petroleumlampe in seiner Werkstatt bis tief in die Nacht hinein. Es ist Heiliger Abend. Draußen ist es kalt und nass, aber in Vater Martins Werkstatt ist es behaglich warm. In dem kleinen Ofen knistert das Holzfeuer. Vater Martin hat seine Abendsuppe gegessen. Nun sitzt er in seinem alten Lehnstuhl. Vor ihm auf dem Tisch liegt die große Bibel.

Martin:  "Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte Ihn in Windeln und legte Ihn in eine Krippe. Denn sie hatte sonst keinen Raum in der Herberge.“ Kein Raum in der Herberge?! Bei mir hätte es ein Eckchen gegeben für Ihn. Ich bin ganz allein, ich habe ja niemanden mehr auf der Welt. Wenn ich mir vorstelle, es wäre heute zum ersten mal Weihnachten, wenn heute Abend der Heiland käme und wenn Er meine Hütte sich aussuchte um  darin zur Welt zu kommen, aber was schenke ich Ihm dann. Die  Weisen vom Morgenland gaben Ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe. Ich habe eigentlich nichts. Doch halt! Die kleinen Kinderschuhe dort auf dem Brett. Meine schönste Arbeit. Die wären gerade das richtigste Geschenk, aber, hm, ach, was phantasiere ich denn da. Als ob der Heiland meine Hütte braucht und meine Schühchen.

Autor:  Der alte Martin  ist tief in Gedanken  versunken. Draußen sieht man immer mehr  Menschen auf der Straße, die noch die letzten Einkäufe für das Fest machen wollen, aber Vater Martin sitzt unbeweg-lich in seinem Stuhl. Ist er eingeschlafen? Plötzlich hört er wie ihn eine Stimme ruft.

Stimme:  Martin!

Martin:  Wer ist da?

Stimme:  Du möchtest Mich bei dir empfangen? Nun morgen komme Ich bei dir vorbei, schau nur immer eifrig auf die Straße und sieh, ob du Mich erkennst.

Autor:  Martin reibt sich die Augen. Die Lampe ist verloschen. Jetzt schlägt es Mitternacht vom Kirchturm. Es ist Weihnachten.

Martin:  Wer war das? Der Heiland?! Er hat versprochen bei mir vorbeizukommen. Ist es vielleicht nur ein Traum gewesen? Auf jedenfalls will ich auf Ihn warten. Ich habe Ihn noch nie gesehen, aber Sein Bild habe ich oft in den Kirchen gesehen. Sicher werde ich Ihn erkennen.

Musik "O Du Fröhliche"

Autor:  Am nächsten Morgen steht Vater Martin schon früh auf. Draußen ist es noch dunkel, doch die Lampe in der Werkstatt brennt lustig. Der alte hat das Feuer schon angeflammt. Auf dem Ofen steht das Kaffeewasser. Nachdem er aufgeräumt hat stellt er sich ans Fenster. Allmählich wird es hell draußen. Immer wieder schaut Vater Martin auf die Straße.

Martin:  Der Straßenkehrer. Der hat es nicht leicht bei der Kälte. Der Arme. Für ihn ist heute kein Weihnach-ten. Ich will ihm eine Tasse Kaffee geben. Hey! Komm doch herein mein  Freund. Wärm dich ein bisschen.

Straßenkehrer:  Das lass ich mir nicht zwei mal sagen. Danke, danke! Man könnte meinen, man wär’ in Sibirien, so kalt ist es.
            
Martin:  Du trinkst doch sicher gerne eine Tasse heißen Kaffee, was?

Straßenkehrer:  Darauf sage ich nicht nein. (leise flüstern): Es gibt doch noch gute Menschen auf der Welt.

Autor:  Der alte Schuster beeilt sich seinen Gast zu bedienen, dann stellt er sich wieder ans Fenster und schaut hinaus.

Straßenkehrer:  Was schaust du denn immer auf die Straße? Wartest du auf jemanden?

Martin:  Ja, ich warte auf meinen Meister.

Straßenkehrer:  Auf deinen Meister? Und ich habe immer gedacht, der Vater Martin wär’ sein eigener Meister.

Martin:  Ich meine einen anderen Meister.

Straßenkehrer:  Aha!?

Martin:  Er hat mir versprochen heute irgendwann bei mir vorbeizukommen. Weißt du wie Er heißt? Es ist Jesus!

Straßenkehrer:  Aha! Diesen Namen habe ich schon irgendwo einmal gehört. Wo wohnt Er?

Autor:  Nun erzählt Vater Martin, was ihm am Abend vorher passiert ist. Er sagt auch dem Straßenkehrer wer Jesus ist und wozu Er gekommen ist.

Straßenkehrer:  Und jetzt wartest du auf Ihn? Ich glaube kaum, dass Er kommt. Aber das ist egal. Du hast mir von Ihm erzählt  und ich möchte gerne mehr über Ihn wissen. Kannst du mir ein  Buch über Ihn beschaffen?

Martin:  Das kann ich. Hier hast du ein kleines Evangelium.

Straßenkehrer:  Vielen Dank. Jetzt kann die Arbeit wieder weitergehen. Fröhliche Weihnachten!

Martin:  Fröhliche Weihnachten mein Freund!

Autor:  Allmählich sieht man mehr Menschen auf der Straße. Angestrengt schaut der alte Mann jeden an, der an seinem Fenster vorüber geht. So vergehen die Stunden. Da geht eine junge  Frau über die Straße. Sie ist ärmlich gekleidet. Ihr Gesicht  ist blass und ihre Augen sind traurig. Auf dem Arm trägt sie ein kleines Kind. Martin kann nicht anders. Er hat tiefes Mitleid  mit ihr. Er öffnet die Tür seiner Hütte.
                             
Martin:  Hallo!

Frau:  Ja!

Martin:  Junge Frau! Du siehst aus, als ob es dir nicht gut geht.

Frau:  Ich bin auf dem Weg zum Krankenhaus. Ich hoffe  nur, dass sie mich aufnehmen mit dem Kind. Mein Mann ist zur See gefahren und ich warte schon seit Monaten auf ihn. Ich habe lange kein Geld mehr und nun bin ich noch krank geworden.

Martin:  Armes Kind. Nun komm doch herein.

Frau:  Oh, gerne!

Martin:  Bei mir kannst du auf jedenfalls ein Stück Brot bekommen und eine Tasse Milch für den Kleinen habe ich auch noch.

Frau:  Oh, vielen Dank!

Martin:  Aber, was ist das, der Kleine hat ja nicht mal Schuhe an, bei diesem Wetter!

Frau:  Ach, wenn sie wüssten, ich habe gar nichts mehr anzuziehen für ihn. Seine letzten Schühchen hat er so lange getragen, bis sie ganz zerfetzt waren.

Martin:  Warte mal. Ich habe genau das richtige für den Jungen.

Autor:  Martin holt die Kinderschühchen, die auf dem Brett stehen. Einen  Augenblick steht er da und zögert, die Schühchen in der Hand. Dann zeigt er sie der jungen Frau. Sie weiß nicht wie sie ihm danken soll. Martin stiehlt sich wieder ans Fenster.

Frau:  Warten sie auf jemand?

Martin:  Ich erwarte meinen Meister heute.

Frau:  Oh!

Martin:  Hast du schon einmal etwas von Jesus gehört?

Frau:  Ja, im Religionsunterricht.

Martin:  Auf Ihn warte ich.

Frau:  So? Und glauben sie, dass Er hier vorbeikommen wird?

Martin:  Ja, Er hat das mir gesagt.

Frau:  Ist das möglich? Oh wie gern würde ich dabei sein. Aber, ob sie sich nicht irren? Doch ich muss jetzt gehen, sonst komm ich zu spät ins Krankenhaus.
                             
Martin:  Nimm dieses Büchlein mit.

Frau:  Vielen Dank!

Martin:  Darin steht die ganze Geschichte von Jesus. Lies es aufmerksam. Es ist nicht dasselbe, als wenn man Ihn selbst sieht, aber doch beinahe. Und vielleicht begegnet Er dir dann später auch noch mal.

Frau:  Wie soll ich ihnen nur für alles danken.

Autor:  Stunde um Stunde geht dahin. Immer mehr Leute kommen und gehen auf der Straße. Junge und Alte, Frauen und Männer. Mancher Bettler bleibt vor der alten Hütte stehen. Ob Vater Martin eine Gabe für sie hat? Sie werden nicht enttäuscht. Für jeden, der in Not ist, hat der alte Schuhmacher eine kleine Hilfe und ein ermutigendes Wort. Aber, sein Meister kommt nicht! Schon beginnt es zu dunkeln. Die Laternen werden angezündet. Hinter den Fenstern leuchten die Öllampen auf. Martins Augen sind ganz müde geworden, er kann die Menschen auf der Straße nur noch verschwommen, wie im Nebel sehen, dann wird es allmählich still. Vater Martin ist traurig. Während er sein  bescheidenes Abendbrot zubereitet, murmelt er leise:

Martin:  Es war ein Traum und ich hatte doch so sehr gehofft, Er würde kommen.

Autor:  Nach dem Abendessen schlägt der alte Schuhmacher seine Bibel auf. Aber er ist zu traurig um etwas lesen zu können.

Martin:  Er ist nicht gekommen.

Autor:  Auf einmal ist der ganze Raum erfüllt mit einem hellen Licht. Ohne dass die Tür sich geöffnet hatte ist die Werkstatt voller Menschen. Vor den erstaunten Augen Martins steht der Straßenkehrer und dort die junge Frau mit ihrem kleinen, hinter ihnen sieht er zwei, drei, vier Bettler, einen Blinden, ei-nige Nachbars Kinder, für die er immer ein gutes Wort hatte. Alle sagen:

Alle:  Hast du mich gesehen?

Martin:  Was soll das bedeuten? Wer seid ihr?

Autor:  Nun sieht Vater Martin wie das Kind auf dem Arm seiner Mutter die Hand ausstreckt, immer mehr beugt es sich zu ihm hinüber. Da legt das Kind das Fingerchen auf die aufgeschlagene Bibel. Es will ihm einen Vers zeigen. Martin schaut hin und liest:

Martin:  "Ich bin hungrig gewesen und ihr habt Mich gespeist, Ich bin ein Gast gewesen und ihr habt Mich beherbergt, Ich bin nackt  gewesen und ihr habt Mich bekleidet, Ich bin krank gewesen und ihr habt Mich besucht, Ich bin gefangen gewesen und ihr seid zu  Mir gekommen. Denn was ihr getan habt einem meiner geringsten  Brüder, das habt ihr Mir getan."

AMEN

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