Mrz 17 2008
Der Reisbauer
Der Reisbauer, ein christliches Anspiel zur Hochzeit und zum Thema Vergebung für 4 Personen
Sprecher: Jeden Morgen schöpft Herr Ching Wasser aus dem Brunnen um damit seine Reisfelder zu bewässern. Es ist eine schwere und mühsame Arbeit, aber ein Reisbauer weiß, dass es ohne dieses tägliche Bewässern keine gute Ernte gibt. Nach getaner Arbeit betrachtet er seine Felder. Da fällt ihm plötzlich auf, dass die Felder seines Nachbarn, die etwas tiefer liegen, gar nicht bewässert sind.
H. Ching: Nanu, wie stellt er sich das vor? Ohne Wasser wird doch nichts aus dem Reis. Ob Herr Chengo vielleicht krank ist, oder das Bewässern vergessen hat? Seltsam! Na, ich kann später mal vorbeischauen. Ich möchte zuerst noch das Dach ausbessern.
-MUSIK-
H. Ching: So, das Dach ist wieder in Ordnung. Ich will noch schnell nach dem Nachbar sehen.
(schockiert) Aber was ist denn das? Auf meinen Feldern ist ja gar kein Wasser mehr, und die von Herrn Chengo sind bewässert.
Sprecher: Als Herr Ching sich dem Wall nähert, der seine Felder umgibt, stellt er fest, dass dieser an mehreren Stellen zerstört ist. Und so konnte das Wasser ungehindert von seinen höher gelegenen Feldern auf die seines Nachbarn laufen. Die Wut will in ihm aufsteigen, doch er versucht ruhig zu bleiben. Während dem Mittagessen berichtet er seiner Frau davon.
H. Ching: Hoffentlich passiert es jetzt nicht öfter. Ich glaube Herr Chengo kann uns Christen nicht ausstehen und versucht uns das Leben, wo nur eben möglich, sauer zu machen.
F. Ching: Du hast recht, aber trotzdem sollten wir ihm diese Gemeinheit vergeben. Wir werden selber nur unglücklich, wenn wir den Hass in unser Herz lassen.
H. Ching: (atmet schwer auf) Ja, dann muss ich jetzt den Wall reparieren und noch einmal mit dem Bewässern anfangen. Es fällt mir schwer, Herr Chengo zu vergeben, aber ich möchte es tun.
Sprecher: Herr Ching versucht seinem Nachbarn gegenüber immer freundlich zu sein und lässt sich nichts anmerken. Doch dieser führt tatsächlich das aus, was Herr Ching befürchtet hat. Jeden Morgen bringt Herr Ching Wasser auf seine Felder und mittags steht es auf dem Feld des Nachbarn, weil dieser den Wall durchbrochen hat.
H. Ching: Es macht mich traurig, dass Herr Chengo so ungerecht handelt. Ich vergebe es ihm, aber diese Sache lastet auf mir. Ob ich mit ihm vielleicht darüber reden soll? Ach ich glaube er wird mir sowieso nicht zuhören.
Sprecher: Immer wieder täglich vergibt Herr Ching seinem Nachbarn. Er leidet sehr unter dieser Ungerechtigkeit und eines Tages klagt er einem anderen Christen seine Not.
H. Lin: Ching, ich kann dich gut verstehen. Du musst deinem Nachbarn immer wieder vergeben. Bedenke nur wie viel Ungerechtigkeiten du dem Herrn Jesus gegenüber getan hast. Bitte Gott um Kraft zur Vergebung.
H. Ching: Das tue ich auch. Ich habe Chengo vergeben, aber ich bin trotzdem nicht froh dabei.
H. Lin: Ching, ich möchte dir einen Rat geben: Vergib ihm nicht nur, sondern hab ihn auch lieb dabei.
H. Ching: Lieben? Wie soll ich das denn tun?
H. Lin: Sieh mal Ching, Vergeben heißt, dem anderen das Böse nicht anrechnen. Du musst die Gemeinheiten mit Liebe zudecken. H. Chengo sollte merken, dass du ihm wirklich vergeben hast und ihm Liebes tust. Eine Möglichkeit ihm Liebe zu erweisen wäre, dass du morgens früher aufstehst und zuerst das Feld deines Nachbarn bewässerst und dann erst dein eigenes.
Ich weiß, dass dieser Weg nicht einfach ist, aber wenn du es wirklich tust, wirst du am Ende staunen, wie froh du dabei geworden bist. Und glaube mir, dein Nachbar wird darüber staunen und dich als Christ bewundern. Er wird ganz bestimmt deine Liebe vernehmen und zum Nachdenken über sein Verhalten kommen.
H. Ching: Danke Lin, für deinen guten Rat. Ich möchte es probieren.
H. Lin: Ich werde für dich beten, Ching. Gott möge dir dabei helfen.
-MUSIK-
Sprecher: Herr Ching hat Wort gehalten und bewässert jeden Morgen zuerst das Feld seines Nachbarn und dann sein eigenes. Nach einiger Zeit merkt er, wie froh er dabei wird und er kann seinem Nachbarn von Herzen vergeben und lieben.
Auch Herr Chengo hat diese gemerkt und ist verwundert und gleichzeitig verlegen über seine Gemeinheit. Er muss feststellen, dass hinter dem Christentum nicht nur leere Worte, sondern auch Taten der Liebe stehen können.
H. Ching: Liebe ………. und ……….. ! Wir möchten euch mit diesem Anspiel Mut zur Vergebung machen. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die zu Unfrieden und Streit führen, aber auch diese Kleinigkeiten müssen bereinigt werden. Versucht deshalb mit Liebe zu vergeben und zeigt diese Liebe eurem Ehepartner und Mitmenschen.