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Mai 07 2008

Titus und seine Familie

Geschrieben von sanfterose under Nachfolge, Treue

Titus und seine Familie, ein christliches Anspiel zum Thema Nachfolge und Treue für 8 Personen.

Teil I

Oberst: Ach, was ist doch für ein strenger Befehl vom König gekommen ist. Warum muss das gerade mir passieren? Aber hier steht es klar und deutlich. Ich will es euch vorlesen: (ließt zu den Gästen gewandt)

Hier ist mein Befehl den du sofort auszuführen hast. Die Christen sollen für ihre grässliche Schwärmerei auf Erden ausgerottet werden. Es gilt kein Ansehen der Person. Diese Menschen sollen von der Erde vertilgt werden. Sie sollen sich selbst entscheiden ob sie die Qual oder den Frieden auf Erden haben wollen. Du aber befolge diesen Befehl sofort.“

(Betrübt) Das ist leichter gesagt als getan. Diese Sache muss ich mir erst gut und gründlich überlegen. So einfach ist es nicht Menschen umzubringen. Wenn man die Christen doch auf eine andere Art und Weise dazu bringen könnte sich von diesem Glauben abzusagen. Vielleicht fällt mir noch etwas ein?

Da, - mir kommt ein Gedanke wie man diese Christen zum wanken bringen könnte. Man müsste einen Mann, der einen starken Glauben hat, davon überzeugen das es besser ist sich vor dem König zu beugen. Wenn er dann auf den Vorschlag eingeht sind die anderen leichter zu überzeugen. Welcher Mann hat den bei diesen Christen etwas zu sagen? Titus!!! Er steht wirklich fest und entschieden im Glauben, den werde ich dazu bringen ihn zu lassen. Nun ich werde ihn holen lassen.

(zum Hauptmann) Hauptmann? Hör einmal her, es ist ein sehr strenger Befehl vom König gekommen.

Hauptmann: Was ist geschehen?

Oberst: (Befehlend) Geh zu Titus und sage ihm dass er sofort zu mir kommen soll. Ich habe ihm etwas Wichtiges zu sagen.

Hauptmann: Zu Befehl! Ich hole ihn!

Oberst: (zu sich) Ob das alles so wird wie ich es mir vorstelle?

Titus: Darf ich einzutreten?

Oberst: Jawohl! Ich habe dich ja gerufen.

Titus: Und was kann ich tun?

Oberst: Ich denke, das ist nichts schweres, du wirst mir bestimmt gehorchen. Sage dich vom Christentum los und dann wirst du Ruhm und Ehre in dieser Welt haben.

Titus: Herr Oberst, meine Antwort ist klar und bestimmt. Nein, auch wenn man mir das Leben nehmen würde, ich werde meinen Heiland nicht verleugnen. Ich will ihm nur noch treuer dienen.

Oberst: (spöttisch) Du armer Mann, überlege es dir gut. Nimm diese Warnung an. Wenn du dich nicht von deinem Gott lossagst musst du den Martertod sterben.

Titus: Absagen? Von Gott und Jesus Christ? Er ist doch mein Erlöser und mein Retter. Oh nein! Davor möge mich der Herr bewahren. Lieber sterbe ich.

Oberst: (drohend) Wenn du diesen guten Rat nicht annimmst wirst du auf grausame Art dein Leben beenden.

Titus: Vor einem grausamen Tod fürchte ich mich nicht. Nein, ich will mit Freuden für Jesus Christus sterben, denn auch er hat sein Leben für mich dahin gegeben.

Oberst: So, so! Vor dem Tod fürchtest du dich nicht? Dann werden wir andere Mittel suchen um dich zum Absagen zu zwingen. Aber jetzt kannst du erstmal nach Hause gehen.

Titus: Lebt wohl Herr Oberst. Möge der Herr Euch Euer böses Tun nicht vergelten.

Oberst: Lieber Mann, du wolltest nicht auf mich hören, jetzt aber wirst du sehen was wir alles tun können. Du hast doch drei liebe Kinder nun wollen wir sehen ob du bestehen wirst wenn wir eins nach dem anderen von wegholen werden.

Lied / Musik

Teil II

Titus: Kinder, ich habe vom Oberst eine ernste Nachricht bekommen. Der König verlangt dass wir uns vom Glauben absagen, sonst müssen wir Verfolgung erleiden. Wir aber wollen Gott auch für diese Zeit danken. Er wird uns den Himmel zubereiten. Wir finden im Psalm 31; 1-7 passende Worte die uns trösten

Herr auf dich traue ich, lass mich nimmermehr zuschanden werden, errette mich durch deine Gerechtigkeit! Neige deine Ohren zu mir, hilf mir eilends! Sei mir ein starker Fels und eine Burg, dass du mir helfest. Denn du bist mein Fels und meine Burg, und um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen. Du wollest mich aus dem Netzte ziehen, das sie mir heimlich stellten; denn du bist meine Stärke. In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott. Ich hasse, die sich halten an nichtige Götzen; ich aber hoffe auf den Herrn.

Gott will seine Kinder aus allem Bösen durch seine Mächtige Hand befreien. Er wird uns nach seiner Gnade Hilfe senden. Lasst uns, bevor wir in die Prüfung gehen, gemeinsam zum Heiland beten.

Marcus: Ja Vater, der Herr wird uns dann zur Seite stehen und durchtragen.

Erzähler: So beteten sie ganz ernst zu Gott: „Vater, höre unser flehen. Hilf uns auch in Trübsal und Gefahr auf deine Hilfe zu vertrauen. Lass uns im Glauben fest bestehen. Herr, auch wenn wir durch den Tod gehen werden, mögest du uns beschützen und bewahren. Doch dein Wille geschehe.“

Lied / Musik

Hauptmann: Titus, hier ist ein strenger Befehl! Wenn eure jüngste Tochter den Glauben nicht aufgibt, soll sie in dieser Nacht verbrannt werden.

Titus: Mein liebes Kind, eine harte Prüfung ist für dich bestimmt. Willst du unserm Herrn und Meister auch so treu sein Wie einst Polikarpus? Als er Christus lästern sollte, sagte er: „Ich diene meinem Gott schon 86 Jahre und er hat mich in allen Gefahren bewahrt. Deshalb will ich ihn mit Freuden bekennen und mich für ihn verbrennen lassen.“
Mein Kind, willst auch du so treu sein?

Mutter: Es bricht mir fast das Herz Maria, wenn ich daran denke was für dich bestimmt ist, und doch kann ich nur sagen: bleib unserm Herrn Jesus Christus treu.

Maria: O, Papa und Mama, ich weiß das Jesus mich liebt. Ihm will ihm gerne mein Leben geben. Er ist ja auch für mich gestorben. Darum liebe Eltern, betet das ich treu bleibe, damit wir uns dann im Himmel wieder sehen.

Marcus: Komm, wir wollen dich alle noch nach draußen begleiten.

Hauptmann: (Böse) Nein! Es darf niemand mitkommen! Wie könnt ihr nur zulassen dass wir sie töten? Tut doch einfach was der König befohlen hat!

Mutter: Herr Hauptmann, es fällt uns wirklich nicht leicht sie gehen zu lassen. Ich fühle mich, als würde man mir das Herz aus dem Leibe reißen, aber deshalb Christum absagen? Drum gehe mit Gott Maria, er sei mit dir.

Erzähler: So ging Maria im festen Glauben mit dem Hauptmanns. Ihr liefen die Tränen über das Gesicht und doch vertraute sie auf Gott.

Lied / Musik

Teil III

Mutter: Ach Titus, dieser Morgen erinnert mich an unsere Tochter.
Was haben sie wohl alles mit ihr gemacht? Ist sie Standhaft geblieben? Hat sie lange gelitten? Titus, mir bricht das Herz. Mein Kind – mein Kind!!!

Titus: Vertraue auf Gott Esther, denn ich habe für die weiteren schweren Stunden wieder ein schönes Trostwort gefunden. Es wird uns die Kraft geben alles tragen. Sie stehen im gleichen Psalm. Psalm 31; 8 – 15 geschrieben: Ich freue mich und bin fröhlich über deine Güte, das du mein Elend ansiehst und nimmst dich meiner an in Not und übergibst mich nicht in die Hände des Feindes; du stellst meine Füße auf weitem Raum. Herr, sei mir gnädig, denn mir ist angst! Mein Auge ist trübe geworden vor Gram, matt meine Seele und mein Leib. Denn mein Leben ist hingeschwunden in Kummer und meine Jahre in Seufzen. Meine Kraft ist verfallen durch deine Missetat, und meine Gebeine sind verschmachtet. Vor all meinen Bedrängern bin ich ein Spott geworden, eine Last meinen Nachbarn und ein Schrecken meinen Bekannten. Die mich sehen auf der Gasse fliehen vor mir. Ich bin vergessen in ihrem Herzen wie ein Toter; ich bin geworden wie ein zerbrochenes Gefäß. Denn ich höre, wie viele über mich lästern: Schrecken ist um und um! Sie halten Rat miteinander über mich und trachten danach, mir das Leben zu nehmen. Ich aber, Herr, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott! Genauso wie ich eben gelesen habe wollen auch wir uns im Herrn freuen und ihm auch in dieser Trübsal fröhlich nachfolgen.

Akkord

Hauptmann: Ich muss euch sagen dass von eurem kleinem Kind nur noch ein Häufchen Asche geblieben ist. Nun schickt mich der Oberst die ältere Tochter zu holen. Hoffentlich wirst du klüger als deine Schwester sein. Man wird dich mit Gold überschütten, alle deine Bitten erfüllen und dir das größte Glück auf Erden geben wenn du dich von deinem Glauben absagen.

Julia: Ehrwürdiger Herr, Gold und Perlen brauche ich nicht, die teuerste, wertvollste und köstlichste Gabe ist Jesus. Was nützen mir Glück und Schätze in Fülle wenn ich an meiner Seele Schaden nehme?

Hauptmann: Es ist doch schade wenn ein Blümchen wie du vernichtet werden solltest. Du bist doch noch so jung…

Julia: O Hauptmann, das Fleisch des Menschen ist Gras, auch solche Blumen, - glauben Sie mir. Das Gras wird verwelken und die Blume fällt ab, nur der, der Jesus hat, wird bestehen.

Hauptmann: (wegwerfend / verächtlich) Ach…, du könntest auf Erden sehr glücklich leben und jetzt wirst du den wilden Tieren vorgeworfen. Hast du nicht Angst? Willst du es dir nicht anders überlegen?

Julia: Ignatius starb als Märtyrer für Jesus und erwarb sich eine Krone. Ich will genauso sprechen wie er es damals tat: „Ich bin ein kleines Getreidekörnlein und durch des Raubtieres Zähne werde ich gemahlen.

Titus: O Julia, ich freue mich das du Jesu Lehre ins Herz genommen hast. Gott schenke dir Kraft für ihn zu sterben.

Mutter: (Verzweifelt) Julia, dich gehen zu lassen fällt mir schwer, und doch möchte ich mit dem Herrn sagen: bleibe ihm treu.

Julia: Mir ist als wenn der Himmel offen steht. Dort bei Jesus werden wir uns wieder sehen.

Hauptmann: (streng / drängend) Komm jetzt, wenn du deine Meinung nicht änderst, sollst du sterben.

Lied / Musik

Teil IV

Mutter: Wieder ein neuer Tag, was wird heute wohl passieren?

Titus: Ja, auch mir ist das Herz schwer. Doch lass uns den Psalm noch weiter lesen. Psalm 31; 16 – 21 Meine Zeit steht in deinen Händen. Errette mich von der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen. Lass leuchten dein Angesicht über deinem Knecht; hilf mir durch deine Güte! Herr, lass mich nicht zuschanden werden; denn ich rufe dich an. Die Gottlosen sollen zuschanden werden und hinabfahren zu den Toten und schweigen. Verstummen sollen die Lügenmäuler, die da reden wider den Gerechten frech, stolz und höhnisch. Wie groß ist deine Güte Herr, die du bewahrt hast, denen die dich fürchten, und erweisest vor den Leuten, denen die auf dich trauen. Du birgt sie in deinem Schutz von den Rotten der Leute, du deckst sie in der Hütte vor den zänkischen Zungen. Unsere Zeit steht in Gottes Händen und er wird all unsere Geschicke zu unserem Besten lenken. Lass uns geduldig sein, denn alles soll nach seinem Willen geschehen.

Lied / Musik

Hauptmann: Ich muss wieder zu Euch kommen und werde euren Sohn mitnehmen. Eure Tochter hat das große Glück verschmäht. Sie hat alles was der Oberst ihr bot zurück gewiesen. Jetzt ist der Sohn an der Reihe, aber ich gebe Euch noch etwas Zeit, überlegt es euch gut. Seht ihn Euch einmal an, er ist jung und kräftig, er könnte Euch helfend zur Seite stehen. Ihr habt ja sonst niemanden mehr. Bedenkt alles denn noch habt Ihr Zeit. Bleibt ihr bei Eurem Glauben? Nun dann wartet ein schrecklicher Tod auf ihn.

Marcus: (bestimmt) Nein, ich werde Gott nicht verleugnen, Ich leide gerne für ihn denn sein lieber Sohn starb für mich, deshalb fürchte ich keinen Tod. Er wird mir auch in dieser Not helfen.

Hauptmann: (spöttisch) So…Weißt du was der Oberst mit dir vorhat? Der Oberst will dich kreuzigen lassen! Denke doch mal nach! Diese große Qual! Wirst du es ertragen?

Marcus: Es ist für mich eine große Freude. Ich werde genauso sterben wie unser Heiland.

Titus: Mein lieber Sohn, Gott steh dir bei, bleibe ihm bis in den Tod getreu.

Mutter: Behalte deinen Glauben! Bei Jesus erwartet dich die Ehrenkrone.

Erzähler: Nun sind die Eltern alleine geblieben, alle Kinder sind von ihnen gegangen. Und doch bleiben sie fest im Glauben an Gott. Der Oberst hatte ihn nicht rauben können, er blieb unbeweglich auf Gott gegründet. Doch lasst uns weiter auf die Eltern schauen. Der folgende Tag brachte wieder eine große Prüfung mit sich.

Lied / Musik

Teil V

Mutter: Ich habe eben die Schritte des Hauptmanns gehört. Gott möge uns beistehen, damit auch wir getreu bleiben können wie unsere Kinder.

Titus: Ja, er möge uns helfen, nur durch seine Gnade, können wir ein Licht in dieser Nacht sehen.

Hauptmann: Jetzt seid ihr gemeint, edle Frau. Ihr müsst vor dem Oberst erscheinen. Bis jetzt habt Ihr mit Eurem Mann zusammen gehalten, habt Eure Kinder den Tieren und Flammen gegeben. Jetzt aber steht Euer eigens Leben auf dem Spiel. Wollt Ihr es retten? Sagt Euch nur von eurem Glauben an Gott ab, sonst geht Ihr geradewegs in den Tod, und werdet ohne Rücksicht enthauptet.

Mutter: Denn Glauben an Gott kann ich nicht lassen und so werde ich aus diesem Leben scheiden. Ich will jetzt nur noch an Jesus denken. Bei ihm wird es viel schöner sein. Titus, ich werde von dir keinen Abschied nehmen, denn wir treffen uns bei Jesus wieder.

Titus: Der Herr sei dir jetzt Stecken und Stab Esther, er möge dich bis ins finstere Grab führen und dich dann droben in Gnaden annehmen. Das ist alles was ich dir noch sagen kann.

Titus: (zu sich) Und mich gebe ich nun in Jesu Hände, denn auch mein Ende ist nahe. Der Herr, mache mich völlig bereit um ihn in die Ewigkeit zu folgen. Mit David will ich früh und spät loben. Es steht hier so schön in dem Psalm 31; 22 – 25: Gelobt sei der Herr; denn er hat seine wunderbare Güte mir erwiesen in einer festen Stadt. Ich sprach wohl in meinem Zagen: ich bin von deinen Augen verstoßen. Doch du hörtest die Stimme meines Flehens, als ich zu dir schrie. Liebet den Herrn, alle seine Heiligen! Die Gläubigen behütet der Herr und vergilt reichlich dem, der Hochmut übt. Seid getrost und unverzagt alle, die ihr des Herren harret!
Den Gläubigen schützt der Herr und mehr brauche ich nicht. Ich glaube fest dass der Herr mein ist und etwas Schöneres, als den Herrn zu lieben und bei ihm in Ewigkeit zu sein, kann es für mich nicht geben.

Lied / Musik

Hauptmann: Jetzt seid Ihr dran Titus, und nun sollt Ihr sofort zum Oberst kommen. Er erwartet Euch. Seid Ihr bereit?

Titus: Ja.

Erzähler: Die Hoffnung dass auch er bald bei dem Herrn sein würde tröstete ihn und hielt die Verzagtheit fern. So kam Titus froh und ruhig zum Oberst.

Teil VI

Oberst: Schau dir mal diese schöne Sachen an, das alles wollte ich deinen Kindern geben, aber sie haben diese Schätze verachtet, ja, sie haben sie noch nicht mal angeschaut. Dir möchte ich noch größere Schätze zeigen… Doch ich sehe es schon auch das wird umsonst sein. Gibt es auf dieser Erde nichts was deinem Herzen gefällt?

Titus: Ach Oberst, Euer Bemühen ist ganz umsonst, ich brauche nichts als meinen Jesus.

Oberst: Titus! Wenn das so ist, dann komm jetzt sofort mit!!!

Teil VI

Erzähler: Titus folgt dem Oberst langsam in einen anderen Raum? Was würde ihn erwarten? Trotz seines Gottvertrauens war große Angst in seinem Herzen.

Titus: Ist das wahr? Was ist bloß mit mir geschehen? Meine Lieben, ihr lebt ja. Ich dachte, ihr seid grausam hingerichtet und jetzt steht ihr auf einmal vor mir. Wie groß und schön ist doch dieses Wiedersehen. Lasst uns Gott von Herzen loben und preisen. Er hat uns so wunderbar geführt und geholfen.

Oberst: Euer Glaube hat großes gewagt. Ich sehe eure große Liebe zum Herrn. Diese Liebe hat mich, der ich so fern von Gott war, besiegt.

Titus: Aber warum habe Sie uns so schwer geprüft? Wenn wir Gott auch loben, es waren sehr harte Prüfungen für uns.

Oberst: Ich weiß, aber es war meine Pflicht. Der König gab diesen Befehl. Komm mit Titus, ich werde dir alles erzählen.

Kurze Pause

Teil VIII

Oberst: Von den Christen wird in diesem Land viel gehalten und ich habe sie gern, dann aber kam vom König ein strenger Befehl dass alle Christen sofort ausgerottet werden sollten. Der König ist ein großer Feind dieser Religion und deshalb erlaubte er allen sie zu verspotten und zu verhöhnen. Würden die Christen dann immer noch nicht vom Glauben lassen, wollte er es mit harten Mitteln wagen. Ich aber kannte den lebendigen Glauben nicht und glaubte dass er leicht zu rauben sei. Mit dir fing ich das traurige Werk an. Du bist ja ein bekannter Mann. Deshalb dachte ich: Wenn er sich lossagt werden es die anderen auch tun. Ich bot euch alle Schätze in Hülle und Fülle an und dachte ich würde es schaffen. Aber ihr wolltet euren Glauben nicht aufgeben sondern wurdet nur noch fester. Da gab ich dem Hauptmann den strengen Befehl einen nach dem anderen von euch abzuholen. Als sie dann hier waren stellte ich sie auf eine starke Probe, aber auch da lobten sie nur den Herrn.

Hauptmann: Auch ich habe bei dir einen Glauben gesehen den ich nie vergessen werde. Diese ganzen Geschehnisse haben mich dazu gebracht zu Gott zu beten. Ich möchte mein Leben dem Herrn hingeben.

Oberst: Wie du weist, mein lieber Titus, ließ ich erst eure kleine Tochter zu mir in den Saal führen. Als sie dann zu mir gebracht wurde, habe ich mir alles Mögliche ausgedacht was so ein Kind erfreuen könnte. Aber es schien mir dass ihr Glaube dadurch nur noch fester wurde. Als sie dann nichts aus meiner Hand nahm habe ich ihr ganz ernst mit dem Feuertod gedroht. Ich ließ sie sogar das Feuer sehen, doch sie stand ganz ruhig und wartete auf den Befehl ins Feuergrab zu treten. Da konnte ich nicht anders und habe sie befreit. Dem Hauptmann befahl ich dann die zweite Tochter zu holen, ihr drohte ich, dass sie unter wilden, reißenden Tieren ihr junges Leben verlieren sollte. Sie kam mit einem einem ernsten Gesicht und zeigte keine Angst vor dem Tod. Da versuchte ich ihr den Glauben zu nehmen, ich wollte ihr kostbare Sachen und Geld schenken aber sie sagte: „Das brauche ich nicht.“ Da ließ ich sie in den Raum führen wo die reißenden Tiere rein gelassen werden sollten. Man ließ sie allein und ich schaute zum Fenster um sehen was sie nun tun würde. Sie stand ganz still, mit dem entschlossenen Mut ihr junges Leben dahinzugeben. Der Anblick drang mir sehr tief ins Herz und so ließ ich deine Tochter zu der kleineren Schwester führen.

Hauptmann: Und ich bekam erneut einen Befehl, diesmal sollte ich den Sohn holen. Was hat er für einen Glauben gehabt. Dieser Glaube war’s, der mich zu dem festen Entschluss brachte mein Leben zu ändern.

Oberst: Ja, das was wir bei deinen Töchtern gesehen hatten fanden wir auch bei deinem Sohn. Er ist ja noch sehr jung, doch als er seinen Glauben bekannte, da hat er dort gestanden wie ein Mann. Er sah weder die Drohung und den Schrecken. Wir ließen ihn dann sein Kreuz, den Hammer und die Nägel sehen, doch er sagte zu den Dienern: „Tut was man euch befohlen hat. Ich sterbe gerne wie Jesus Christus.“ Ich sah hier eine große verborgene Kraft, eine Kraft die deinen Kindern den Mut gab so zu handeln. Diese Kraft besiegte nun mein Herz und ich will von nun an mit euch himmelwärts ziehen. Als dann auch die Mutter hierhin gebracht wurde habe ich sie gleich zu den Kindern gegeben. Das Glück war nicht zubeschreiben. Dir sind sie nun alle zurückgegeben, führe dein Familienleben weiter. Doch, eine Bitte habe ich noch, nehmt mich in eurem Kreise auf, ich möchte mich euch auf der Reise zum Himmel anschließen.

Hauptmann: Auch ich möchte mich euch anschließen. Lasst uns als Freunde den Weg mit Jesus gehen

Oberst: Und wenn ich hier auf der Erde auch alles verlieren sollte, wenn die Leiden auch groß werden sollte, ich will Jesus nachfolgen!

Titus: Lasst uns gemeinsam seinen Namen ehren und preisen. Es war eine schwere Prüfung, aber Gott hat seinen reichen Segen dazu geschenkt, möge er es auch weiter tun.

 

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Sep 29 2007

Brief ohne Abnehmer

Geschrieben von bekki under Dienst, Treue

Brief ohne Abnehmer, ein christliches Anspiel zum Thema Dienst und Treue für 6 Personen

Leiter:   Wir können also zusammenfassend feststellen, dass in unserer Gemeinde ein ziemlich reges Leben herrscht. Es wurden mehr Gottesdienste gehalten als im Vorjahr, wir haben Morgenandachten eingeführt und unsere Versammlungen waren verhältnismäßig gut besucht. Auch unsere Kasse ist in bester Ordnung. Im großen und ganzen bin ich mit unserer Gemeinde ganz zufrieden und nehme an, dass das auch eure Meinung ist.
Damit wären wir nun am Ende unserer …
(Es klopft an der Tür.)

(flüstert) Die Lichter weg! Schnell, die Papiere unter den Tisch.
(Es klopft noch einmal.)

Ja, was ist denn? Komm herein!

Bote:   (mit einem Brief in der Hand) Friede sei mit euch! Ich suche die Christen in Sardes.

Leiter:   Was willst du? Christen? Hier bei uns?

Bote:   Ich habe einen Brief – aus Patmos – von Johannes, dem Apostel.

Leiter:   Hast du uns erschreckt! Wie hast du uns denn gefunden?

Bote:   Die Brüder in Tyatira, bei denen ich war, gaben mir Bescheid. Leitest du die Gemeinde zu Sardes?

Leiter:   Ja, das ist mein Amt.

Bote:   Dann höre, was Johannes dir sagen lässt.

Bruder:   Johannes – ist er noch verbannt?

Leiter:   Was weiß er von uns? Was kann er uns sagen? Ist er auf seiner Insel ganz abgeschnitten vom Leben der Gemeinden?

Bote:   Er gibt nur weiter, was Gott ihm sagen lässt.

Leiter:   So lies, wir wollen hören.

Bote:   (faltet den Brief auseinander und liest): Das sagt, der die sieben Geister Gottes hat und die sieben Sterne: Ich weiß deine Werke, denn du hast den Namen, dass du lebst …

Leiter:   Habe ich es nicht gesagt: Wir sind bekannt als eine lebendige Gemeinde.

Bote:   Höre: Du hast den Namen, dass du lebst und bist tot!

Leiter:   Was liest du da?

Bote:   … und bist tot!

Leiter:   Und das soll Johannes geschrieben haben? Wer hat ihm das erzählt?

Bote:   Johannes ist nur die Stimme. Gott redet durch ihn.

Bruder:   Wehe uns! So urteilt der Herr über uns.

Leiter:   Unsinn! Das muss eine Verwechslung sein. Hast du noch mehr Briefe?

Bote:   Ja. Dieser hier geht nach Ephesus, dieser nach Philadelphia.

Leiter:   Zeig her, was schreibt er denen?

(Nimmt den Brief in die Hand und liest) „Du hast mein Wort behalten und hast meinen Namen nicht verleugnet … Siehe, ich komme bald … Halte, was du hast, dass niemand deine Krone nehme.“

Das soll der Gemeinde in Philadelphia gelten, diesem armseligen Häuflein? Du hast dich geirrt. Umgekehrt soll es sein!

Bote:   Ich irre mich nicht. Höre weiter, was in dem Brief steht: „Werde wach!“

Bruder:   Ja, das gilt uns. Wir haben uns eingeschläfert mit unserer guten Meinung von uns selbst.

Leiter:   Du schweigst! – Den Brief nehme ich nicht an! Er trifft mich nicht. Geh weiter und lass uns in Ruhe. Wir brauchen deine Ratschläge nicht. Die Beratung ist zuende. Geht in Frieden!

(Alle stehen auf und gehen. Zuletzt steht der Bote allein.)

Bote:   Sie verweigern die Annahme. Aber der Brief geht weiter – ob er nicht doch seinen Abnehmer findet?

Gerda:   Also, die Elli spielt wirklich ganz groß! Du siehst die Bälle kaum, so setzt sie die hin – und immer auf die äußerste Tischkante. Und dabei schick – einen Pullover hatte sie an, einfach Klasse.

Inge:   Angabe! Wenn du mal lieber einen Roman lesen würdest. Mein letzter Roman war super – einfach spannend. Er hat mich so richtig mitgenommen.

Gerda:   Romane! Das ist doch alles nur ausgedacht. Beim Tischtennis, da siehst du doch wenigstens lebendige Menschen, das ist viel interessanter.

Christa:   Weiter wisst ihr auch nichts. Leben ist ja schließlich noch etwas mehr als Kino und Tischtennis.

Inge:   Aber in die Kirche laufen und in der Bibel lesen, das soll wohl das Leben sein?

Bote:   Entschuldigt bitte, dass ich euch störe. Ich habe einen Brief für euch.

Gerda:   Für uns, wieso – von wem?

Bote:   Von jemand, der euch gut kennt und der es sehr gut mit euch meint.

Gerda:   Nun mal nicht so geheimnisvoll! Wer ist denn der Absender?

Bote:   Es ist der, in dessen Hand alles Leben steht.

Inge:   Was, ein Brief vom lieben Gott persönlich? Du, das ist was für dich!

Gerda:   Ach was, für mich ganz bestimmt nicht!

Christa:   Hört doch erst mal hin. Lesen Sie doch bitte mal vor, was in dem Brief steht.

Bote:   Er ist in einer Sprache geschrieben, die euch etwas unverständlich ist, ich werde ihn deshalb gleich übersetzen: „Ich weiß, dass du viel zu tun hast. Ich kenne auch den ganzen Betrieb, den du dein Leben nennst. Es scheint dir und auch anderen so, als ständest du mitten im Leben drin – aber in Wirklichkeit bist du tot.“

Inge:   Ein starkes Stück!

Christa:   Da hört ihr es mal, was euer Leben wert ist. Aber mir wollt ihr ja nicht glauben.

Bote:   Auch du bist gemeint.

Christa:   Wieso ich? Ich gehöre zu einer lebendigen Gemeinde und singe sogar im Jugendchor. Also, mir brauchen Sie das nicht zu sagen.

Gerda:   Mit dem Betrieb, da hat er irgendwie recht.

Inge:   Dir wird wohl mulmig? Nee, nee, lieber Briefträger, geh`n Sie mal ein Haus weiter. Bei uns landen Sie nicht mit Ihrem Brief. Für so was haben wir gar keinen Bedarf. Wir sind noch wach.

(Alle gehen, der Bote steht allein. Er überlegt einen Augenblick, dann wendet er sich an die Zuhörer:)

Bote:   Annahme verweigert! Da bleibt mir nichts anderes übrig, als mich an euch alle zu wenden. Vielleicht kommt der Brief hier doch richtig an. Hört, was Gott euch schreibt: „Werde wach und stärke das andere, das sterben will.“

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