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Mrz 15 2008

Pfingsten

Geschrieben von Christ under Pfingsten

Pfingsten, ein christliches Anspiel zu Pfingsten für 13 Personen

- Szene 1 -

Eliel: Das war ja was, mit diesem Nazarener.

Amram: Nazarener? Was meinst du?

Eliel: Na den einen, den Wunderheiler, der sich als König der Juden ausgab. Der sogar am Sabbat heilte.

Amram: Ach den meinst du. Das war wirklich ein Ding. Heilt Kranke, erweckt Tote und kann sich selber nicht helfen.

Abia: Nicht einmal einer seiner Jünger versuchte ihm zu helfen.

Eliel: Ha, da war ja auch keiner mehr um ihm zu helfen. Die waren doch alle weggelaufen.

Amram: Vor der Kreuzigung waren sie immer bei ihm, aber als es erst brenzlig wurde, versuchte jeder sich selbst in Sicherheit zu bringen. Da dachte wohl keiner mehr an ihn.

Abia: Der Hohepriester Kaiphas hat gesagt, dass der Nazarener in drei Tagen auferstehen wollte.

Etan: Ja, die Soldaten, die vor dem Grab Wache hielten, verkündeten, dass die Jünger ihn gestohlen haben, und jetzt überall erzählen, dass er auferstanden sei.

Eliel: (verächtlich) Ach, ist doch lächerlich. Wie kann denn jemand der gestorben ist, wieder lebendig werden? Solche Geschichten können sich doch nur die Jünger ausdenken.

Thomas: (geht gerade vorbei) Das sind keine Geschichten. Ich habe ihn selber gesehen. Er ist wirklich auferstanden! Er lebt!

Etan: Wo kommt der denn plötzlich her? Sind ja ganz schön mutig geworden, diese Jünger.

(Musik)

- Szene 2 -

Jakobus: Kommt, lasst uns nach Jerusalem gehen.

Matthäus: Lasst uns gehen. Petrus, Johannes kommt ihr mit?

Johannes: Ja, wir kommen mit. – Wir haben in den letzten Wochen viel erlebt. Wenn ich daran denke, wie traurig wir waren, als Jesus gefangen genommen wurde.

Matthäus: Und später erst, als er gekreuzigt wurde, – wie schrecklich!!

Petrus: Ach, hört auf. Es ist alles vorbei, Jesus lebt! Wie oft hat er sich uns offenbart, seitdem er auferstanden ist. Und eben haben wir mit eigenen Augen gesehen, wie er zum Vater aufgefahren ist. Und er hat gesagt: Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

- Szene 3 -

Tamalia: Unser Mehl ist alle, du müsstest mal wieder auf den Markt, damit ich heute noch Kuchen backen kann.

Eliel: Du hast recht Tamalia, ich mache mich gleich auf den Weg. Soll ich vielleicht auch ein par Feigen mitbringen?

Tamalia: Ja, das wäre nett.

Eliel: Bis später. (er geht)

Amram: (trifft auf Eliel) Sei gegrüßt Eliel.

Eliel: Sei gegrüßt Amram. Wo gehst du hin?

Amram: Ich bin auf dem Weg zum Markt. Ich soll ein paar Einkäufe machen.

Eliel: Das trifft sich gut. Ich bin auch auf dem Weg dort hin. Lass uns zusammen gehen.

Amram: Hast du schon gehört. Die Römer haben die Steuer schon wieder erhöht. Wo führt das nur hin?

Eliel: Und wir können nichts dagegen machen. Sie machen mit uns, was sie wollen. Wie lange müssen wir das noch aushalten?

Amram: Es sieht nicht so aus, als ob sich bald etwas ändern wird. Wir können nur das Beste hoffen.

Eliel: So, wir sind da. Hier ist ja ganz schön viel los heute.

Amram: Heute lobt Etan seine Früchte aber besonders; lass uns sehen, was er anzubieten hat. (gehen näher) Na, Etan zeig mal, was du uns heute zu bieten hast.

Etan: Mensch Freunde, kommt mal her. (flüsternd) Habt ihr schon gehört?

Amram: Ne, was denn?

Etan: Diese Jünger – na, ihr wisst schon welche ich meine.

Eliel: Jünger? Gibt’s die immer noch?

Etan: Ja, sie kommen jetzt wieder raus.

Amram: Meinst du, dass sie etwas im Schilde führen?

Etan: Sieht ganz so aus. Die versammeln sich heute alle dort drüben in dem Haus.

Eliel: Ha, die beratschlagen wohl, wie sie die Römer schlagen wollen. Da bin ich ja gespannt.

Amram: Na, ich möchte jetzt endlich meine Feigen haben, zwei Pfund bitte. Ich muss noch weiter.

Eliel: Ja, für mich auch und einen Sack Mehl.

Amram: Mach’s gut Etan! Und lass dich nicht von den Jüngern beeinflussen.

Etan: Keine Angst, doch nicht von denen. Ich lass mir nicht den Kopf verdrehen.

Eliel: Oh, nun muss ich aber nach Hause. Meine Tamalia wartet schon. Sie wollte ja noch Kuchen backen; jetzt aber schnell! Mach’s gut Amram.

Amram: Ja, du auch.

(Musik)

- Szene 4 -

Abia: (steht mit Amram zusammen) Was erzählen die Jünger da? Jesus ist auferstanden?

Amram: Mmhmm. Ich weiß nicht was ich von der Sache halten soll. – Die Jünger sind ja ganz schön mutig geworden.

Abia: Sie sagen, dass er zum Himmel aufgefahren sein soll.

Eliel: (kommt dazu) Was steht ihr denn hier rum? Was ist da denn los?

Amram: Die Jünger erzählen, dass der gekreuzigte Nazarener auferstanden und zum Himmel gefahren sein soll.

Eliel: Aha! Deshalb der Auflauf dahinten!

Etan: (kommt dazu) Hey Freunde, dahinten laufen einige dieser Jünger und sprechen in verschiedenen Sprachen. Ich habe sogar meine Muttersprache erkannt und selbst Ägypter, Parther und Meder können sie verstehen.

Amram: Wie kann das nur zugehen, was ist mit denen bloß passiert?

- Szene 5 -

Abia: Etan, schau mal! Ist das nicht der Lahme, der immer am Tempel saß und bettelte?

Etan: Na klar, das ist er! Was ist denn mit dem passiert?

Abia: Komm her, wir fragen ihn mal. Hey sag mal, seit wann kannst du laufen?

Gelähmter: Ja, das war so: Ich saß im Tempel und bettelte. Plötzlich sah ich zwei Männer auf mich zukommen; die wollten wohl in den Tempel gehen. Wie immer, bat ich sie mir etwas zu geben. Aber der eine sagte: “Silber und Gold habe ich nicht, doch was ich habe das gebe ich dir.” Dann befahl er mir im Namen Jesu aufzustehen, und ich konnte laufen.

Etan: Zwei Männer sagst du? Wer waren sie?

Gelähmter: Ich weiß es nicht so genau. Es waren bestimmt Anhänger von diesem Jesus.

Abia: Aah, die Jünger. Das waren bestimmt die Jünger.

Gelähmter: Die stehen meistens dahinten auf dem Markt und predigen von Jesus.

Abia: Kommt, lasst uns hingehen, vielleicht sind sie da gerade.

Gelähmter: Da, seht ihr. Dort stehen sie! (Abia geht auf die Jünger zu)

Abia: Sagt mal, wer hat euch denn die Macht gegeben diesen Mann hier zu heilen?

Petrus: Wir haben ihn nicht geheilt, sondern Jesus, den ihr gekreuzigt habt und der auferstanden ist, hat ihn geheilt.

Etan: Moment mal, wie kann denn der gestorbene Jesus auferstehen und zum Himmel fahren, und dann immer noch Kranke heilen?

Petrus: Ihr Männer aus Israel! Warum wundert ihr euch? Und weshalb staunt ihr? Glaubt ihr denn, wir hätten diesen Gelähmten aus eigener Kraft geheilt oder weil wir so fromm sind? Nein, es ist der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter, der uns mit dieser Wundertat die Macht und Ehre seines Sohnes Jesus gezeigt hat. Diesen Jesus habt ihr verraten und verleugnet, obwohl Pilatus entschlossen war, freizulassen. Für den Heiligen und Gerechten habt ihr das Todesurteil verlangt, aber den Mörder habt ihr begnadigt. Ihr habt den getötet, von dem alles Leben kommt. Aber Gott hat ihn von den Toten auferstehen lassen. Das können wir bezeugen. Weil wir an Jesus glauben, hat er diesen Mann hier geheilt. Ihr alle kennt ihn und wisst, dass er gelähmt war. Doch nun ist er gesund geworden, weil er an Jesus geglaubt hat. Ich weiß liebe Brüder, euch war nicht klar, was ihr damals getan habt, und auch eure Führer wussten es nicht. Doch Gott hat dadurch erfüllt, was alle Propheten angekündigt haben: Der verheißene Retter muss leiden. Jetzt aber ändert euch von Grund auf, und kehrt um zu Gott, damit er euch die Sünden vergibt.

(Musik)

Priester: Wir haben die Jünger! Sie sind im Nebenzimmer. Der Mann, den sie geheilt haben ist auch bei ihnen.

Hohepriester: Bringt sie herein, das Verhör kann beginnen.

Priester: (zu Jüngern) Kommt rein!

Hohepriester: Wer hat euch für das, was ihr getan habt, den Auftrag und die Vollmacht gegeben?

Petrus: Ihr Führer und Älteste unseres Volkes! Wenn wir uns hier vor Gericht dafür verantworten sollen, dass wir Gutes getan und diesem Kranken geholfen haben, dann sollt ihr und alle Leute in Israel wissen: Durch die Macht des Namens Jesu Christi von Nazareth steht der Mann hier gesund vor euch. Er ist es, den ihr gekreuzigt habt und den Gott von den Toten auferweckte.

Priester: Was sollen wir mit ihnen machen?

Hohepriester: Dass sie in Jerusalem ein Wunder gewirkt haben, können wir nicht ableugnen. Schließlich haben das viele mit eigenen Augen gesehen.

Priester: Damit ihr Einfluss auf das Volk aber nicht noch grösser wird, sollten wir ihnen streng verbieten, jemals wieder von diesem Jesus zu reden.

(gehen zu den Jüngern)

Hohepriester: Wir gebieten euch, zu niemandem mehr in dem Namen Jesu Christi zu sprechen.

Johannes: Entscheidet selbst, ob wir euch mehr gehorchen sollten als Gott. Wir können unmöglich verschweigen, was wir gesehen und gehört haben.

(Musik)
(die Jünger setzen sich während der Musik an den Tisch; Petrus und Johannes stehen)

Petrus: Als Johannes sagte, dass wir gar nicht anders können, als zu predigen, wurden sie noch böser und drohten uns zu bestrafen und zu peinigen.

Matthäus: Haben sie euch dann gleich freigelassen?

Johannes: Sie mussten, denn das ganze Volk war auf unserer Seite. Alle lobten Gott, dass er durch uns diesen Lahmen geheilt hatte.

Sprecher: Als die Jünger dies berichtet hatten, beteten sie gemeinsam zu Gott: Herr, du hast den Himmel, die Erde und das Meer erschaffen und dazu alles, was lebt. Es sind deine Worte, die unser Vater David, dein Knecht, durch den Heiligen Geist gesprochen hat: Warum toben die Heiden, und weshalb schmieden die Völker ihre nutzlosen Pläne? Die Machthaber der Erde rüsten auf, und alle Herrscher verbünden sich zum Kampf gegen Gott und seinen Christus. Genau das ist in dieser Stadt geschehen. Sie haben sich verbündet: Herodes und Pilatus, die Römer und ganz Israel. Sie sind eins geworden im Kampf gegen Jesus, deinen heiligen Sohn, den du erwählt hast. Und nun, Herr, höre ihre Drohungen! Hilf allen, die an dich glauben, deine Botschaft ohne Angst weiterzusagen. zeige deine Macht! Lass Heilungen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Sohnes Jesus!

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