Archive für die Kategorie 'Ostern - Auferstehungsfest'

Mrz 12 2008

Das Ostergericht

Geschrieben von Christ under Ostern - Auferstehungsfest

Das Ostergericht, ein christliches Anspiel zu Ostern für 6 Personen

Richter:   Ich rufe die Menschen auf, die vor 2000 Jahren die Lüge verbreitet haben, dass Jesus von dem Tode auferstanden sei.
Die erste Zeugin soll vortreten.
Sie waren eine der ersten, die das Grab leer aufgefunden haben.

Salome:   Ja, Herr, es war am Sonntagmorgen, ganz früh. Als wir ankamen, waren die Soldaten schon weg und der Stein abgewälzt. Das Grab war leer.

Richter:   Sie sagen, dass das Grab leer war. Haben Sie es genau untersucht?

Salome:   Nein, aber weil wir die Grabtücher gleich sahen und dann ein Engel uns sagte…

Richter:   Ein Engel? Sicher meinen Sie nicht, dass im 21. Jahrhundert glauben sollen, dass Sie wirklich einen Engel gesehen haben.

Salome:   Ich konnte es auch nicht glauben, weil ich so etwas vorher noch nie erlebt habe, aber es war ein Engel, und er sagte uns: „Er ist nicht hier – Er ist auferstanden!“

Richter:   Er ist auferstanden!“ Sind Sie sicher, dass der Engel diese Worte gebraucht hat? Oder sagte er nur: Er ist nicht hier?“ Kann es nicht so gewesen sein, dass Sie in Ihrer Aufregung zum verkehrten Grab gekommen sind? Es gab doch viele Gräber im Garten – und dass dieser Engel“ in Wirklichkeit nur ein Gärtner war, der zu Ihnen sagte: „Wenn sie Jesus suchen, dann sind Sie hier verkehrt. Er ist nicht hier begraben.“

Salome:   Nein, es war bestimmt das richtige Grab!

Richter:   Woher wissen Sie das so genau?

Salome:   Weil es versiegelt war – und Soldaten waren dort…

Richter:   Sie haben vorher gesagt, dass die Soldaten nicht da waren.

Salome:   Sie waren schon weggelaufen – aber es war das Grab bestimmt!

Richter:   Aber Sie haben es nicht genau untersucht, ob der Leichnam vielleicht doch drinnen war?

Salome:   Nein, Er war nicht darin…

Richter:   Das ist alles. Kaiphas, bitte vortreten.
Sie waren Hohepriester in Jerusalem zu jener Zeit. Was meinen Sie zu dem, was Salome ausgesagt hat?

Kaiphas:   Den ersten Teil muss ich leider bestätigen. Der Leichnam, der am Freitag ins Grab gelegt worden war, war Sonntag früh nicht mehr da. Wir haben alles genau untersucht, aber wir haben es zugeben müssen: Dass Grab war leer. Er war verschwunden.

Richter:   Und was meinen Sie, wie das geschehen sei?

Kaiphas:   Das ist mir klar: Die Jünger haben Ihn gestohlen und irgendwo anders begraben. Wir haben gefürchtet, dass das passieren könnte und darum haben wir Soldaten als Hüter davor gesetzt und den Stein versiegelt.

Richter:   Und wie sind die Jünger hineingekommen?

Kaiphas:   Es gab ein Erdbeben. Und Soldaten waren erschrocken, und da sie sehr abergläubisch waren, liefen sie davon. Die Jünger aber haben diese Gelegenheit ausgenützt.

Richter:   Es wurde erzählt, dass die Soldaten schliefen.

Kaiphas:   In unserer Verlegenheit haben wir ihnen Geld gegeben, dass sie das behaupten sollten.

Richter:   Warum haben Sie die Soldaten bestochen, dass sie lügen sollen?

Kaiphas:   Man muss Feuer mit Feuer, Lüge mit Lüge bekämpfen. Wir haben unsere reine Lehre zu bewahren gehabt. Seine Auferstehung wäre vor dem Volke eine Bestätigung Gottes, dass Er wirklich der Messias war. So eine Irrlehre konnten wir nicht erlauben.

Richter:   Dankeschön.
Es wird behauptet, dass dieser Christus auferstanden sei, weil Er gesehen worden ist. Darf ich Maria Magdalena vortreten lassen?
Bitte. Maria, Sie behaupten, den auferstandenen gesehen zu haben?

Maria M:   Ja, Herr, die anderen Frauen sind weggelaufen. Ich blieb zurück und war sehr traurig, weil ich meinte die Juden hätten Ihn weggetragen und woanders begraben. Ich war sehr aufgeregt und habe geweint.

Richter:   Sie haben geweint? Sie sind sehr sensibel. Sie weinen oft. Sind Sie nicht etwas hysterisch veranlagt?

Maria M:   Nein, hysterisch bin ich nicht.

Richter:   Sie waren aber damals hysterisch, und so, dass Sie sich einbildeten, Sie hätten Ihren Herrn gesehen.

Maria M:   Aber ich habe Ihn gesehen. Er stand neben mir, gerade wie Sie jetzt.

Richter:   Es war der Gärtner. Derselbe, der vorher zu Salome gesprochen hatte, der Gärtner, von dem sie dachte, er sei ein Engel. Ihn haben Sie in Ihrer hysterischen Aufregung als…

Maria M:   Nein, es war mein Herr. Nur zuerst dachte ich, es sei der Gärtner. Übrigens haben Ihn andere auch gesehen.

Richter:   Wer? Wann sollen andere Ihn gesehen haben?

Maria M:   Die Jünger und seine Mutter, in Jerusalem und Galiläa, einmal sogar 500 Leute.

Richter:   Maria Magdalena, möchten Sie dem Gerichtshof etwas aus Ihrem Leben berichten, bevor Sie diesen Jesus und seine Jünger kennengelernt haben?

Maria M:   Als ich meinen Herrn kennengelernt habe, begriff ich dass ich eine Sünderin war, dass haben wir alle gelernt, alle die mit Jesus waren. Er hat mir meine Sünden vergeben, Er hat mich von der Knechtschaft der sieben Dämonen befreit.

Richter:   Wie konnte Er das tun?

Maria M:   Weil Er nicht nur Mensch, sondern Gott ist.
Genau wie Er einem Blinden das Augenlicht gegeben oder einen Lahmen heilen konnte, genau wie Er Lazarus vom Tod auferweckt hat, so hatte er die Macht, mir meine Sünden zu vergeben. Er ist der Herr der Welt und des Lebens und Er ist nicht begraben in der Erde , wie Ihr meint.

Richter:   Sie dürfen gehen.
Jetzt möchte der Fischer Petrus vortreten.
Sie sind Petrus, früher Simon, der Fischer von Galiläa?

Petrus:   Ja, mein Bruder Andreas und ich haben unseren Beruf aufgegeben und sind unserem Herrn nachgefolgt.

Richter:   Aber soviel haben Sie dabei nicht aufgeben müssen.
Sie haben ja viel mehr bekommen. Dieser Herr von euch war ein sehr volkstümlicher Prediger und Wunderdoktor. Wo Er hinkam, waren immer Massen von Menschen, und Sie als seine Jünger sind dadurch berühmt geworden. Für den unbekannten Fischer von Galiläa war ein sehr großer Schritt vorwärts.

Petrus:   Ja, das bestimmt. Und warum der Herr aus mir so großes machen wollte, weiß ich heute auch noch nicht.

Richter:   Als er starb, war das Abendteuer, die Ehre und alles für Sie zu Ende.

Petrus:   So habe ich auch gemeint.

Richter:   Aber dann dachten Sie: Wir brauchen nicht unser Geschäft zu schließen, wenn wir den Menschen sagen, Er sei nicht gestorben. Und so haben Sie in der nacht seine Leiche aus dem Grab gestohlen und dann überall erzählt, dass Er auferstanden sei. Und es hat gewirkt.

Petrus:   Wenn Sie glauben, dass wir Schwindel verbreiten, dann müssen Sie glauben, dass wir uns selbst betrügen.
Nein, das was ich gesehen habe, sogar betastet habe, das kann ich nicht mehr verleugnen. Und dass es wahr ist, ist darin bewiesen, dass andere, die unseren auferstandenen Herrn nicht gesehen haben, uns glaubten. So viel Glauben hätten wir mit unseren armseligen Predigten nicht schaffen können, sondern der Herr hat’s getan, und Er tut es heute noch überall in der Welt, bis zu dieser Zeit.

Richter:   Bis zu dieser Zeit? Jawohl – und es ist Zeit, dass dieser Schwindel aufhört.
Jetzt möchte ich jemanden aus dem 21. Jahrhundert rufen. Bitte, der letzte Zeuge
Glauben Sie, dass dieser Jesus von Nazareth auferstanden sei?

Junge:   Ja, das glaube ich.

Richter:   Haben Sie Ihn gesehen?

Junge:   Nein.

Richter:   Wie kommen Sie dann auf so etwas? Woher haben Sie diesen Glauben?

Junge:   (Hier eigenes Zeugnis möglich) Von meine Eltern, vom Kindergottesdienst … das lernt jedes Kind.

Richter:   Aber das glaubt kein vernünftiger Mann. Oder sind Sie noch ein kleines Kind, das alle Märchen glaubt, die Ihm erzählt werden?

Junge:   Ich habe auch einmal gedacht, es sei nur ein Märchen, bis ich es ausprobiert habe.

Richter:   Ausprobiert? Was?

Junge:   Zu glauben, dass Jesus nicht irgendwo in Palästina begraben liegt, sondern dass Er wirklich auferstanden ist und dass Er der Lebendige Gott ist, der mir helfen kann.

Richter:   Helfen? Brauchen Sie Hilfe? Sind Sie nicht klug genug allein durch diese Welt zu kommen wie ein richtiger Mann?

Junge:   Besonders klug bin ich nicht, aber klug genug, um zu wissen, dass ich und niemand durchkommen kann. Schauen Sie, was für Mächte am Werk sind, was in der Politik ausgerichtet wird. Hören Sie den politischen Rednern zu. Schauen Sie die Kinoreklamen an - die Zeitschriften. Hören Sie die Stimmen unserer Zeit, wie sie rufen: “Hier, folge uns! Schließe dich unseren Reihen an! Mach mit!“ Man wird so verwirrt von dem allen – so durcheinander. Aber sie reden nicht nur, sondern sie haben Macht und können uns zwingen. Man kommt sich völlig hilflos vor. Wie ein Blatt, vom Winde verweht. Man gibt nach. Man zieht eine Uniform an und marschiert mit. Man schreit, wenn die anderen schreien. Man geht dahin, wo die Freunde rufen. Man kann nicht gegen das alles stehen, wenn man allein ist. Ich wenigstens brauche jemanden, der größer ist als dies alles, jemanden, der mich stärkt und mir hilft… und der da ist. Er ist Gott. Er heißt Jesus Christus.

Richter:   Sie sind sehr sicher.

Junge:   Ich habe meine Zweifel und Anfechtungen, aber ich bin gewiss, dass es ohne Ihn keinen Trost noch eine Hoffnung gibt, keinen festen Grund in dieser Welt und dass ich verloren bin. Ich glaube, Herr, hilf meinem Unglauben.

Richter:   Obgleich wir manches rührendes Zeugnis gehört haben, denke ich doch, dass mit hundertprozentiger Sicherheit es niemand feststellen kann, dass Jesus von Nazareth tatsächlich auferstanden ist.

Junge:   Darf ich etwas sagen?

Richter:   Bitteschön!

Junge:   (Zur Gemeinde) Der Herr ist auferstanden!

Gemeinde:   Der Herr ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja!

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Mrz 12 2008

Der Auferstandene

Geschrieben von Christ under Ostern - Auferstehungsfest

Der Auferstandene, ein christliches Anspiel zu Ostern für 11 Personen

1 Person:   Nach der siegreichen Auferstehung ist der Herr als Lebender vielen erschienen. Durch diese Auferstehungskraft stärkt er auch heute noch unseren Glauben.

2 Person:   Kann jemand beweisen, dass Jesus wirklich auferstanden ist? Vielleicht wurde der Stein von Menschen entfernt.

1 Person:   Darin besteht überhaupt kein Zweifel. Nach der Auferstehung ist Jesus seinen Jüngern oft als Lebendiger Herr erschienen.

2 Person:   Oft sagst du? Vertust du dich da nicht? Dann sag doch, wie oft der Herr seinen Jüngern erschienen ist.

1 Person:   Nach seiner siegreichen Auferstehung ist Jesus noch vierzig Tage auf Erden gewesen. Man hat ihn nicht nur mit den Augen gesehen, sondern ihn auch mit den Händen betastet. Durch sein Erscheinen wurden die niedergeschlagenen Freunde getröstet. Meine Freunde werden dir gern davon erzählen, wo Jesus sich den Seinen offenbart hat!

3 Person:   Maria Magdalena war vom Tod ihres Herrn besonders betroffen. Aus Liebe zum Meister eilte sie schon in aller Frühe zum Grab, um ihn zu salben. Doch fand sie ihn nicht. Als sie so am leeren Grab stand und weinte, erschien ihr der Herr. Erst als er sie beim Namen nannte, erkannte sie ihn. Der Herr selbst sandte sie zu den Jüngern, um ihnen diese Freude mitzuteilen.

4 Person:   Auch andere Frauen, die dem Herrn gefolgt waren, suchten sein Grab auf. Im leeren Grab sahen sie einen Engel, der zu ihnen sprach: „Was suchet ihr den Lebendigen bei den Toten, er ist nicht hier, er ist auferstanden! Gehet hin und sagt es auch seinen Jüngern.“ Als sie nun hingehen, begegnete ihnen selbst der Herr. Ihre traurigen Herzen erfüllten sich mit großer Freude.

5 Person:   Petrus war immer einer der eifrigsten Jünger Jesu gewesen. Doch als Jesus gefangengenommen wurde, hatte Petrus ihn dreimal verleugnet. Obwohl er es schon bitterlich beweint hatte, konnte er seinen Fall doch nicht vergessen. Jesus wusste um die Traurigkeit seines Jüngers. Und er selbst verwandelte diese Traurigkeit in Freude, in dem er ihm erschien.

6 Person:   Zwei Jünger gingen nach Emmaus. Die Mauern der Stadt Jerusalem lagen schon weit hinter ihnen. Unterwegs schloss sich ihnen ein Wanderer an, der scheinbar das gleiche Ziel hatte. Er merkte sofort, dass diese beiden Männer traurig waren. Er fragte nach dem Grund ihrer Traurigkeit. „Du musst wohl der Einzige sein, der von den Ereignissen der letzten Tage nichts weiß.“ – antworteten ihm die Männer. Da fing der Wanderer an, ihnen die Schrift auszulegen. Es musste alles so sein, damit die Schrift erfüllt ward. Als sie dann nach Emmaus kamen, luden die Jünger den Wanderer ein, mit ihnen ins Haus zu gehen, denn draußen wurde es schon dunkel. Beim Abendessen sprach der Gast den Segen über das Brot und gab es ihnen. Da wurden ihnen die Augen aufgetan. In ihm erkannten sie ihren Herrn. Er aber war nicht mehr zu sehen.

7 Person:   Am Abend waren die Jünger in einem Hause versammelt. Aus Angst vor den Juden hatten sie die Tür verriegelt. Doch plötzlich stand Jesus vor ihnen. Sie konnten es sehen, dass er es selbst war, und nicht ein Geist. Er aß dann noch mit ihnen und legte ihnen die Schrift aus.

8 Person:   Thomas, ein Jünger Jesu, war an diesem Abend nicht dabei. Als die Jünger ihm von dem Auferstanden berichteten, glaubte er es nicht. „Erst dann, wenn ich mit meinen Händen die Wunden betastet habe, werde ich glauben. Euren Worten kann ich nicht glauben.“ Als der Herr später noch einmal zu den Jüngern kam, sprach er Thomas an. Dieser konnte nur beschämt sagen: „Mein Herr und mein Gott.“

9 Person:   Es war Nacht, die Jünger befanden sich auf dem Meer. Die Zeit verging, doch die Fischer hatten noch nichts gefangen, obwohl es die beste Zeit zum Fischen war. Gegen Morgen sahen sie eine Gestalt am Ufer, es war der Herr. Auf seinen Befehl hin warfen die Jünger das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus. So viele Fische haben sie noch nie gefangen. Nach dem sie an Ufer zusammen gesessen hatten, stellt Jesus dem Petrus die Frage: „Hast du mich lieb?“ Dort bekam Petrus den Auftrag, die Schafe der Herde Christus zu weiden.

10 Person:   Der Apostel Paulus schreibt in seinen Briefen an die Korinther, dass an einer Stelle mehr als 500 Männer den auferstandenen Herrn gesehen haben. Das war nicht von ungefähr, denn diese konnten die Botschaft von dem Auferstandenen mit Sicherheit und Überzeugung weitersagen.

11 Person:   Nach dem der Herr sein Werk auf Erden vollendet hatte, versammelte er seine Jünger auf dem Ölberg. Dort gab er ihnen den Missionsauftrag. Nach dem letzten Segen wurde er einer Wolke zum Vater emporgehoben. Er ging, doch sein Trost blieb: „Ich bin bei euch alle Tage!“

2 Person:   Jetzt sehe ich, dass es viele Beweise für die Auferstehung Jesu gibt. Ich möchte alle Zweifel verschwinden lassen, und Jesus jetzt als meinen persönlichen Erretter annehmen.

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Mrz 12 2008

Die Verleugnung des Petrus

Die Verleugnung des Petrus, ein christliches Anspiel zu Karfreitag und Ostern für 12 Personen

Autor:   Palästina, ein herrliches Land, dem Volk der Verheißung gegeben. Ein Land, wo die Liebe des Ewigen besonders sichtbar wird. Überall Felder und Gärten, gleich einem Paradies, das Gott den Menschen schenkte. Wohin das Auge auch nur hinschaut, sei es auf die unendlichen Weiten, die blumigen Wiesen oder die felsigen Berge der Wüste, sie alle zeugen von der Allmacht des Schöpfers.
Auf einer der vielen Anhöhen dieses Landes liegt die Stadt Jerusalem. Schon von Ferne können die Pilger, die sich auf dem Weg dorthin befinden, die stolz aufragenden Türme sehen. Die Menschen eilen in größeren oder in kleineren Gruppen der großen Stadt zu. Denn wieder feiert man das Passa und die Menschen kommen in die Stadt ihrer Väter, um im heiligen Tempel anzubeten.

Reisender:   Sind sie nicht zufällig ein Hiesiger? Ich würde gerne etwas mehr von diesem Propheten hören; denn bis in unsere Gegend ist nur ein Gerücht von Ihm gekommen.

Bewohner:   Ja, dieser Prophet ist sehr bekannt, Er predigt in Wort und Tat, Er lehrt das Böse zu verzeihen und ein Opfer für den Nächsten zu sein. Viel Gutes hat Er getan. Er half allen, die zu Ihm in ihrer Not kamen. Ob Taube oder Stumme - sie verließen Ihn mit einem dankbaren Herzen. Die Aussätzige reinigte Er, aus den Besessenen trieb Er die Teufel aus, Tote auferweckte Er und manch ein Blinder wurde sehend. Sogar Sünde hat Er vergeben.

Reisender:   Wird Er zum Fest kommen?

Bewohner:   Glaube kaum, denn das ganze Synedrium wurde sich einig den Gottes Sohn zu töten. Die Juden sind gegen Ihn, - aus Neid natürlich.

Autor:   Unterdessen gedenken alle an den Auszug aus Ägypten. So kommt der Abend, sie essen das Lamm in den Häusern, hinter verschlossenen Türen. Und in einem von diesen Häusern, fern aller Sorge und Störung, ist Jesus mit seinen zwölf Jüngern. Sie haben sich zum Abendmahl versammelt. Jetzt liegen sie zu Tische in dem vorbereiteten, ruhigen Raume, essen das Brot und trinken den Wein. Jesus spricht zu ihnen voller Liebe, doch sind es sonderbare Worte. Er spricht von Seinem Tode, von dem Verrat und von den Wunden; dass Er die Sünden der ganzen Welt tragen wird. Nach dem Abendmahl gehen sie in den Garten, ihre Schritte in der Finsternis dem Bach Kidron zuwendend. Sie können in der Finsternis soeben den Weg erkennen. Auf den Weg zwischen mächtigen Ästen umweht sie die Frische der Nacht und vom Himmel funkeln friedlich die Sterne. Der Mond gleitet still über die Wipfel der Bäume. Der Wind streicht ihnen wie ein Altbekannter über die Köpfe. Während sie so auf dem Wege daher gehen, machen die Jünger sich Gedanken, wo wohl Judas verblieben ist. Sie schauen sich um, doch er ist nirgends zu sehen. Hier ist auch schon der altbekannte Ort „Gethsemane“. Wie oft sind sie mit Jesus hier gewesen.
Doch jetzt lässt Jesus die Jünger allein, außer drei - Johannes, Jakobus und Petrus. Diese nimmt Er mit in den Garten der alten Oliven. Und in tiefer Traurigkeit sagt Jesus: „Ich bin betrübt bis in den Tod, Ich gehe dorthin, um zu beten.“ So ging Er weg und ließ sie allein. Er fiel zu Boden und betete. Im Todeskampf erhob Er sein Angesicht zu Gott. In tiefer Trübsal rief Er: „O, mein Vater, es geschehe Dein Wille. Doch bitte Ich, wenn es möglich ist, lass diesen Kelch an Mir vorübergehen.“

Johannes:   Hörst du, Petrus, wie Er betet? Ich habe von Ihm so etwas noch nie gehört. Wie betrübt Er ist.

Petrus:   Ja, es ist als ob sich etwas Schreckliches ereignen wird. - Doch ich bin so müde.

Johannes:   Er hat aber gesagt, wir sollen wachen, - besonders wir drei.

Jakobus:   Schau mal, die anderen schlafen schon alle. Ja, wir sind heute sehr müde geworden. Warum wohl Judas nicht unter uns ist?

Johannes:   Er ist schon vom Abendmahl weggegangen. Petrus, schläfst du schon? - Ich glaub, ich schlaf auch gleich ein.

Autor:   Jetzt tritt Jesus zu ihnen und findet sie schlafend. „Könnt ihr nicht eine Stunde mit Mir wachen? Wacht und betet, “ - sagt Er zu ihnen und verlässt sie wieder. In unbeschreiblicher Not schreit Er zum Vater ohne Unterstützung von den Freunden zu haben. Er schreit um Hilfe vom Himmel. Die Freunde waren von dem Rauschen der Baumwipfel und dem Zirpen der Grashüpfer eingeschläfert. Sie hatten einen lauten und ruhelosen Tag hinter sich. Der Wind, der in gewissen Abständen über die Köpfe der Schlafenden wehte, trug das dumpfe Stöhnen Jesu an ihr Ohr. Er schien sie wecken zu wollen, damit sie ihrem trauenden Meister zur Hilfe kämen. Der Mond schien wieder einmal hinter den Wolken hervor und sah vorwurfsvoll auf die schlafenden Jünger. Es sah aus, als wolle die ganze Schöpfung Jesus zu Hilfe kommen, um Ihn zu trösten, Ihn zu stärken. Nur die Jünger lagen friedlich da und schliefen.
Doch jetzt hörte man aus irgendeiner Richtung Lärmen und Schreien. Jesus kam nun zu seinen Jüngern, weckte sie und sprach: „Steht auf, es ist nahe gekommen, der mich verrät“.

Petrus:   Was ist das für ein Lärm?

Jakobus:   Sie kommen hierher.

Johannes:   Eine Menge mit Lanzen und Fackeln, - Soldaten sind dabei. Ob sie wohl jemanden suchen?

Autor:   Der Garten erfüllte sich mit einer wütend lärmenden Menge. Er wurde von den Fackeln erhellt. Die Jünger schauten verständnislos und besorgt auf ihren Meister. Was wird jetzt passieren?
Petrus sieht Judas näherkommen und hört ihn sagen:

Judas:   Sei gegrüßt, Rabbi!

Petrus:   Judas… ?! Johannes, siehst du es? Wir haben uns gefragt, wo er geblieben ist, - siehst du, er ist der Verräter.

Autor:   Unterdessen umringte die Menge Jesus, so wurden die Jünger einfach zur Seite gedrängt. Nun fing man an Ihn zu verlachen und zu spotten. Man drehte Ihm die Hände nach hinten und stieß Ihn zum Garten hinaus. Die ganze Menge drängte sich auf den Weg, der aus dem Garten führt.

Petrus:   Johannes! Was ist denn das? Man hat Ihn gefangen genommen und führt Ihn weg. Wie konnte Jesus das zulassen? Was wird jetzt mit Ihm passieren?

Johannes:   Was mit Ihm sein wird? Hast du nicht gesehen, mit welcher Schadenfreude sie Ihn umringt haben? Ich fürchte es wird alles bös enden.

Petrus:   Sie werden Ihn wohl zu dem Hohepriester bringen.

Johannes:   Ja, ich habe einen Knecht des Hohepriesters unter ihnen gesehen, - ich gehe mit ihnen, ich kann nicht in Unwissenheit über Sein Ergehen bleiben. Komm Petrus.

Jakobus:   Wohin wollt ihr, Petrus, Johannes? Seht, unsere Freunde sind alle weggelaufen.

Johannes:   Wir gehen hinter der Menge her, um zu erfahren, was mit Jesus passieren wird.

Autor:   Und so folgten sie der Volksmenge. Der Zug hatte sich in die Länge gezogen. Irgendwo vorne musste Jesus sein. Umgeben von Soldaten und Dienern mit Lanzen, Schwertern und Stöcken. Es sah aus, als hätten sie einen großen Verbrecher gefangen. Überall hörte man Gelächter, heiseres Schreien und Fluchen. Der Straßenstaub, der von den Füßen der Menge erhoben war hing schwer über den Köpfen der Menschen und erschwerte die Sicht und das Atmen. Es schien, als wollte er die Menge zum Stillstand bringen. Bald kamen sie zu dem Palast des Hohepriesters Kaiphas. Die Menge strömte in die geöffneten Pforten. Das hat es noch nie gegeben. Noch nie waren die Tore so gastfrei geöffnet gewesen wie diesmal. Heute aber dient die allgemeine Ablehnung und Feindschaft zu dem Heiligen Gefangenen als Eintrittskarte. Die Ältesten und Schriftgelehrten sind versammelt. Sie suchen falsche Zeugen, um auf irgendeine Weise den Schuldlosen zu beschuldigen und zum Tode zu verurteilen.

Johannes:   Komm, Petrus, wir gehen auch in den Hof.

Autor:   Der ganze Hof des Hohepriesters hatte sich in eine Mördergrube verwandelt. Während der Hohe Rat falsche Zeugen suchte, machten die Diener Feuerstellen auf dem Hof. Alle Gekommene wärmten sich am Feuer. Mit scharfer Beurteilung redeten sie von dem, was vorging. Petrus näherte sich unentschlossen dem Feuer und streckte zögernd seine Hände aus. Die neben ihn stehende Magd rückte etwas zur Seite.

Dienerin:   Komm etwas näher, wärm dich nur. Warte mal, bist du nicht einer von seinen Jüngern? Ich guck auch schon, dass du so schüchtern bist. Als ich dich letztens in der Stadt mit Ihm sah, warst du mutiger.

Petrus:   Was du nicht sagst? Ich kenne Ihn nicht, ich schwöre. Wie konntest du mich mit Ihm sehen?

Dienerin:   Ja, ja, erzähl nur.

Autor:   Petrus verschwand in die Mitte des Hofes und wärmte sich jetzt am anderen Feuer. Da ging eine Frau an ihm vorbei. Sie trug ein Bündel Kleinholz und stieß Petrus damit zufällig an.

Frau:   Entschuldigung, ich bin so unvorsichtig. O, was machst du denn hier? Du warst doch auch mit Jesus!?

Petrus:   Ach was, ich kenne Ihn überhaupt nicht. Ich war nicht mit Ihm.

Frau:   Ist nicht wahr, du warst mit Ihm. Ich hab dich doch gesehen.

Petrus:   Ich muss weg von hier. Es kennen mich hier anscheinend mehrere. - Es ist so finster in der Seele. - Es ist so weit gekommen, dass ich Ihm absagen musste.

Diener:   Hör mal, bist du nicht auch einer von den Jüngern des Nazareners?

Petrus:   Nein, nein, du wirst dich wohl irren.

Diener:   Natürlich habe ich mich geirrt. Selbst deine Sprache verrät dich. Genau, du warst mit dem Galiläer.

Petrus:   Nein, stimmt nicht.

Autor:   In diesem Augenblick krähte der Hahn. Nun kamen Petrus die Worte in den Sinn, die Jesus ihm am Abend sagte: „Bevor der Hahn kräht, wirst du mich drei mal verleugnen.“ Petrus ging vom Hof und weinte bitterlich.

Petrus:   Ich habe Ihn verleugnet! Ich, der vor kurzem noch stolz behauptet habe, es niemals zu tun! Ich hatte sogar versprochen mit Ihm in den Tod zu gehen, mit Ihm zu sterben! O, warum, warum habe ich es nur getan?!… Eine große Schuld habe ich mir dadurch aufgeladen, die mich zu erdrücken droht. Ob mein Meister sie mir jemals verzeihen kann?… Aber Sein Blick… Sein letzter Blick… er war nicht vorwurfsvoll, sondern voller Liebe und Erbarmen. O, Herr, wolltest Du mir damit sagen, dass Du mir schon vergeben hast?! Mir, der ich so kläglich versagt habe?

Autor:   Jesus wurde immer noch beschuldigt und gequält. Danach wurde Er gekreuzigt. Vor Seinem Tode übergab Er seine Mutter dem Lieblingsjünger. In der neunten Stunde schrie Er laut; „Es ist vollbracht!“ und verschied. Er starb, doch das, was der Himmlische Vater vorhatte, war vollbracht. Unsere Rettung, die Versöhnung mit Gott war jetzt geschehen.

- Lied -

Autor:   Nun kam Josef und bat um den Leib Jesu. Er legte Ihn in Garten in sein Grab und wälzte einen Stein vor die Tür. Man stellte Hüter vor dem Grab und versiegelte den Stein.
Morgen ist der Sabbat, ein Ruhetag…

Johannes:   Petrus, du hast dich sehr verändert, du bist so blass. - Ach, die armen Frauen, die können kaum gehen, besonders die Mutter. Ich werde ihr helfen, denn Jesus hat sie ja vor dem Tod mir anvertraut.

Petrus:   Ja, Johannes, geh nur, ich komm später nach. Ich muss jetzt etwas allein sein.

Autor:   Der Sabbat war vergangen. Der erste Tag der Woche brach an, die Morgenröte erhellte den Osten. Der Wind säuselte leise in den Blättern des Gartens, die Vöglein zwitscherten, die Tauperlen glänzten in den ersten Strahlen der aufgehenden Sonne. In aller Frühe gingen die Frauen mit Spezereien zum Grab, sie hinterließen Spuren in dem nassen Gras. Sie wollten den Leib ihres lieben Meisters salben.

Magdalena:   Was ist denn das? Maria, mir ist unwohl. Ich habe das Gefühl, als ob die Erde bebt und unter den Füßen verschwindet.

Maria:   Nicht nur als ob, es ist tatsächlich ein Erdbeben, komm, wir laufen schnell zum Grab.

Magdalena:   Sieh mal, der Stein ist abgewälzt und das Grab ist leer. Jemand hat den Herrn weggetragen.

Maria:   Und wer ist da in weißen Kleidern?

Engel:   Wen sucht ihr? Jesus, den Gekreuzigten? Er ist auferstanden, Er lebt! Geht, sagt es Seinen Jüngern, auch Petrus. Jesus wird vor euch nach Galiläa hingehen.

Magdalena:   Er ist auferstanden, Er lebt! Gott sei gepriesen, ich werde Ihn wieder lebendig sehen!

Maria:   Komm, wir laufen zu den Jüngern und teilen ihnen die Freude mit, denn sie sind ja noch in Trauer.

Magdalena:   Ja, komm schnell:

Maria:   (zu Petrus und Johannes gewandt)
Freunde, Jesus lebt! Er ist auferstanden!!!

Magdalena:   Wir waren beim Grabe und ein Engel hat es uns gesagt!

Maria:   Der Engel sagte noch, dass wir hingehen und es euch allen sagen sollten, besonders auch Petrus.

Petrus:   Mir? Auch mir?

Johannes:   Petrus, komm, wir laufen zum Grab und sehen uns das selber an.

Autor:   Das Grab war leer, nur die Leinwand lag darin. Petrus und Johannes waren nun davon überzeugt und kehrten freudig zurück. Doch in den Augen Petrus sah man noch die Traurigkeit.

Johannes:   Was ist denn mit dir, Petrus? Wir sollen uns doch jetzt freuen, und du siehst noch so traurig aus.

Petrus:   Ach, Johannes, Er will mich sehen. Aber wie soll ich Ihm in die Augen schauen? Dort, auf dem Hofe habe ich Ihn dreimal verleugnet, bevor der Hahn krähte. Ich sagte, dass ich Ihn nicht kenne. Und Jesus hat es mir ja schon vorher angekündigt. Wie kann man so etwas vergeben?

Johannes:   Petrus, du zweifelst noch an Seiner Vergebung? Er will dich ja persönlich sehen und das sagt schon aus, dass Er dir vergeben hat.

Petrus:   Johannes, wie gut, dass Jesus auferstanden ist! Mit Ihm sind auch alle unsere Hoffnungen aufgelebt. Komm, wir gehen zu den Freunden und berichten ihnen, was wir gesehen haben. Vielleicht weiß jemand noch nichts von dem Auferstandenen.
Jakobus, Jesus ist auferstanden!!!

Jakobus:   Seid ihr beim Grab gewesen?

Johannes:   Ja, Er lebt!! Christus ist auferstanden!!!

Alle drei Jünger:   Er ist wahrhaftig auferstanden!!!

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Mrz 12 2008

Der Herr ist auferstanden!

Geschrieben von Christ under Ostern - Auferstehungsfest

Der Herr ist auferstanden, ein christliches Anspiel zu Ostern 7 für Personen

1. Jünger:  Sind die Türen gut verschlossen?
Ist der Riegel vorgeschoben?
Seit sie unsern Herrn gekreuzigt,
fürchte ich der Feinde Toben.
Wenn der Meister musste sterben,
droht den Jüngern auch Verderben.

2. Jünger:  Warum hat Er uns verlassen?
Schafe sind wir ohne Hirte.
Nein, ich konnte Ihm nicht glauben,
dass Er uns verlassen würde.
Wie ich mich dagegen wehrte,
wenn ich solche Worte hörte.

3. Jünger:  Ja, ER hat davon gesprochen,
mehrmals vor den Schreckenstagen:
„Fangen werden mich die Priester,
werden mich verspotten, schlagen
und zum Schluss zum Kreuze führen,
tausend Schmerzen wird’ ich spüren“

4. Jünger:  War Er nicht der Sohn der Höchsten?
In die Welt, als Mensch geboren,
sprach zu uns von Gottes Willen.
Gottes Sache ist verloren,
seit sie Jesus dort begraben.
Niemand kann mehr Hoffnung haben.

1. Frau:  Seht ihr dort das Morgenrot?
Die Sonne wird bald scheinen.
Jesus, unser Herr ist tot,
wir wollen Ihn beweinen.

2. Frau:  Wir wollen seinen armen Leib
mit duftendem Öl begießen,
dann haben wir Ihm für alle Zeit,
den letzten Dienst erwiesen.

3. Frau:  Dort ist der Garten, die Felsen, das Grab
Doch wie kommen wir hinein.
Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür,
den riesigen, schweren Stein?

1. Jünger:  Sind die Türen gut verschlossen?
Ist der Riegel vorgeschoben?
Seit sie unsern Herrn gekreuzigt,
fürchte ich der Feinde Toben.
Wenn der Meister musste sterben,
droht den Jüngern auch Verderben.

Alle Frauen:  Öffnet uns, macht auf die Tür!

1. Frau:  Hört doch, was uns erst erschreckt!

2. Frau:  Frohe Botschaft sollt ihr hören!

3. Frau:  Gott hat Jesus auferweckt!

1. Frau:  Leer das Grab!

2. Frau:  Es lebt der Herr!

3. Frau:  Gott sei Lob und Preis und Ehr!

1. Jünger:  Leer das Grab? Was soll das heißen?
Ich versteh’ kein einz’ges Wort.

2. Jünger:  Jesus wolltet ihr doch salben und nun?
Nun ist Er fort?

3. Jünger:  Jesus, sagt ihr, sei verschwunden?
Gar nichts habt ihr mehr gefunden?

1. Frau:  Myrre hatten wir bereit.
Weil wir Jesus so geliebt,
wollten wir Ihm Ehr erweisen.
Ach, wir waren so betrübt!
Offen fanden wir das Grab
Und der Stein, der lag seitab.

2. Frau:  Auf dem Stein, wie Blitz so helle,
saß ein Mann im weißen Kleid.
Wächter lagen an der Stelle,
todesgleich am Boden beide.
Stumm ich in die Knie brach,
als der Engel zu mir sprach.

3. Frau:  “Fürchtet euch doch nicht, ihr Frauen!
Ihr sucht Jesus hier im Grab?
Doch der Herr ist auferstanden!
Gott Ihm neues Leben gab.
Seine Jünger soll’n Ihn sehen,
wenn sie nach Galiläa gehen!

1. Jünger:  Diese Frauen sind von Sinnen.

2. Jünger:  Sie ertragen nicht den Schmerz,
Jesus tot im Grab zu sehen.
Träume ziehen durch ihr Herz.

3. Jünger:  Engel hätte Gott gesendet?
Sonne hat sie nur geblendet!

1. Frau:  Ganz erschrocken, doch voll Freude,
liefen wir zu euch, ganz schnell.

2. Frau:  … und dann stand der Herr am Wege! Jesus selbst!
Und auf der Stelle fielen wir zu Seinen Füßen.
Freundlich hörten wir Ihn grüßen.

3. Frau:  “Geht zu meinen Brüdern.” Sprach Er.

1. Frau:  „Fürchtet euch doch nicht, ihr Frauen!“

2. Frau:  “Dort in Galiläa” – sprach Er,
werden sie mich alle schauen.“

3. Frau:  Glaubt es doch! Es lebt der Herr!
Gott sei Lob und Preis und Ehr!

1. Jünger:  Dort im Lande Galiläa
Hab ich Jesus einst gefunden.

2. Jünger:  Dort am See Genezareth
hab ich mich mit Ihm verbunden.

3. Jünger:  Ja, ich werde dahin gehen,
ich will Jesus wiedersehen.

Amen

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