Archive für die Kategorie 'Neujahr'

Sep 23 2008

Gib Rechenschaft über deine Verwaltung

Geschrieben von under Dienst,Neujahr

Gib Rechenschaft über deine Verwaltung, ein christliches Anspiel zu Neujahr oder zum Thema Dienst für 8 Personen

Sprecher: Das Leben gleicht dem Sommertag,
ist Licht und Schatten reich,
und nun auch dieses Lebensjahr
mit windesschnell verstreicht.
O wie schnell flieht doch die Zeit
Die der Herr hier uns beut.

Nun ist auch das Jahr 2001 zum Ende gekommen. Überall hört man dies und viele ziehen Bilanz ihrer Arbeit. So sind auch wir Kinder Gottes in dieser Stunde verpflichtet dem Höchsten gegenüberzutreten und Rechenschaft abzulegen.
So saß auch ein Diener Gottes am Abend des letzten Tages des Jahres und zog Bilanz seiner getaner Arbeit.

Diener Gottes: Ja viele Besucher gab’s in diesem Jahr. Viele kamen mit Problemen, mit Ängsten und Schwierigkeiten und ich konnte ihnen den Weg zum inneren Frieden weisen. Unsere Gemeinde ist gewachsen, darüber ist mein Herz voll Freude. Meine Arbeit war mir viel Wert. Unter den Brüdern herrschte Einigkeit, meine Predigten und Ermahnungen waren sichtlich zum Nutzen, und die Zahl der Zuhörer wuchs immer fort. Ich tat alles, um zum geistlichen Wachstum, derer die Herr in meine Fürsorge gegeben hat, beizutragen und mitzuwirken.

Sprecher: Als er an diesem Silvesterabend so saß und nachdachte, da ging plötzlich die Tür lautlos auf und zwei fremde Männer kamen herein. Was ihn sehr verwunderte, waren die vielen chemischen Vorrichtungen, Geräte und Maße in den Händen des zweiten Mannes. Sie kamen auf ihn zu und sprachen ihn an:

Laborant: Sind Sie ein Diener Gottes?

Diener Gottes: Ja.

Laborant: Haben Sie denn Eifer zu diesem Dienst?

Diener Gottes: Eifer verspürte ich soviel, dass es mir sogar sehr angenehm ist, diese Frage zu hören.

Doktor: Gut, mein Laborant analysiert sofort ihren Eifers mit einer Waage der Gerechtigkeit, und das Gewicht schreibt er ins Buch. Lesen Sie es bitte vor.

Laborant: 100 Pfund Eifer.

Diener Gottes: Das hab ich mir auch so gedacht.

Doktor: Ruhig, es ist noch nicht beendet. Schlagen Sie bitte 100 Pfund in kleine Stücke, legen Sie diese in den Kessel und stellen Sie ihn aufs Feuer, es soll schmelzen. Wenn es abgekühlt ist, wird der Laborant alles sorgfältig betrachten, wiegen und wieder ins Buch eintragen.

Sprecher: Während der Arzt und Laborant die Analyse erzeugten, schwitzte der Diener Gottes heftig vor Aufregung und ganz besonders noch als das Ergebnis vorgelesen wurde.

Laborant: Analyse vom Eifer des Dieners Gottes, eines Kandidaten auf Belohnung mit der Ehrenkrone:
Allgemeines Gewicht:100 Pfund
Bei der Analyse hat sich die Qualität aus 10 Teilen – Eigenschaften herausgestellt.

Eigene eitle Ehre                 23 Pfund
Liebe zu Gott                           4 Pfund
Suche nach Eigenruhm     19 Pfund
Liebe zum Menschen            4 Pfund
Ruf-Hochmut                        11 Pfund
Gaben-Hochmut                  14 Pfund
Mitleid zu Armen Menschen 5 Pfund
Hirtenschaft                             5 Pfund
Liebe zur Macht                    12 Pfund
Lauteres Eifer                         3 Pfund
_____________________________________
Gesamtgewicht                 100 Pfund

Doktor: Wiederholen Sie bitte zur Klarheit noch einmal das Gewicht des lauteren Eifers.

Laborant: Das Gewicht des lauteren Eifers ist nur 3 Pfund schwer.

Diener Gottes: Kann das sein, dass zu meinem Eifer und großem Wunsch dem Herrn zu dienen, so viel Sündiges und Unnötiges hinein geschlichen hat? Nein, nein, das stimmt nicht.

Sprecher: Der Doktor und Laborant besuchen ein anderes Haus, wo eine Kranke wohnt. Gleichzeitig ist es dem Diener Gottes völlig bewusst geworden, dass er nur 3 Pfund Eifer hat. Er beugte seine Knie vor Gott und betet: „Herr, befreie mich vom eigenen ICH.“
Der Arzt und Laborant kommen nun herein zur kranken Frau.

Doktor: Ich sehe, Sie bedürfen einer heilenden Behandlung.

Kranke: O ja. Ich bin sehr krank, ich leide Tag und Nacht unter Kopfschmerzen. Das Hören schwindet und die Ohren schmerzen, aber wovon ich krank bin weiß ich nicht.

Doktor: Prüfen Sie bitte, Laborant, und stellen Sie durch Analyse die Krankheit dieser Seele fest und schreiben Sie es alles ins Buch. Danach lesen Sie es laut vor.

Laborant: Die Kopfschmerzen sind nicht merkwürdig; sie kommen vom vielen Denken ans Irdische und weniger ans Himmlische. Ihre Füße sind geschwollen vom öfteren Gehen zum Ort, wo sie nicht hingehören. Zum Beispiel: Gang zum Markt während der Gottesdienstzeit, Gang zur Nachbarin um Gerüchte zu verbreiten. Der Ohrenschmerz kommt davon, dass Sie es gerne haben, da zu sitzen, wo die Gottlosen sitzen und ihrem Sinnlosen Reden zuzuhören. Die Halsschmerzen kommen vom vielen Reden. Sie wissen jetzt alle Ursprünge ihrer Krankheiten und es ist notwendig, dass Sie die Heilbehandlung nach dem Evangeliumsrezept, das heißt: Buße von Grund des Herzens ausführen.

Kranke: Ich habe oft von anderen gehört, die auch diese Leiden haben! Also ist es notwendig sich genau an das Rezept zu halten um zu genesen. Ich bin sehr froh, Herr Doktor, dass Sie mich darauf hingewiesen haben, wie ich wieder gesund und froh werden kann.

Sprecher: Nun gehen sie ins nächste Haus, das am Stadtrand ist, um noch eine Familie zu besuchen. Sie treten ein.

Doktor: Ist’s erlaubt?

1 Schwester: Bitte kommen Sie herein.

Doktor: Wie geht’s Ihnen gesundheitlich?

2 Schwester: Gut! Sehr gut!

Doktor: Gleich erfahren wir es, die Analyse sagt uns alles. Ich bitte den Laborant eine Analyse zu erzeugen bei beiden Schwestern.

1 Schwester: Herr, Doktor, wir sind nicht leidend, denn wir arbeiten ja auch nur wenig.

Doktor: Wir werden’s sofort erfahren! Lesen Sie uns bitte vor, was die Analyse sagt.

Laborant: Es zeigt sich: Sehnenausdehnung in den Armen von ständiger Hilfe an Notbedürftige und vom Almosen geben. Es zeigen sich ganz harte Knie bei beiden Schwestern und das ist vom ständigen Gebet für die Prediger und um die Einheit der Kinder Gottes. Der Schmerz in den Knien gibt nicht nach. Das Gehirn ist in sehr gutem Zustand. Dieses alles zeigt uns die Analyse.

Doktor: Ich sehe bei ihnen den Christensinn und der muss normal sein. Sie trachten nach dem Himmlischen und darum ist ihr Sinn gesund.

Laborant: Jetzt noch die Schulter, Herr Doktor, die Analyse zeigt etwas Unwahrscheinliches: Sehr stark entwickelte Muskeln von schweren Lasten, die sie ohne Murren für den Namen Jesu Christi und für andere Menschen tragen.

Doktor: Es soll euch nicht bestürzen, wenn euer Adam alt wird und oft krank sein wird, denn euer Himmlische Vater wird euch statt dessen einen himmlischen, verklärten Leib geben.

1 Schwester: Der Herr helfe uns, alles ohne Murren zu tun und sich nicht zu rühmen, als alleine des Herrn, denn unser Fleisch kann bald stolz werden und es wünscht die irdische Ehre zu genießen. Aber besser ist weniger Worte und mehr in der Tat zu wirken.

Doktor: Alles was ihr tut, tut mit Freuden. Seid nicht träge, wenn ihr helfen könnt. Denn der himmlische Vater belohnt es hundertfältig schon hier auf Erden und gibt das ewige Leben.

Sprecher: Ihr lieben Brüder und Schwestern, der Herr kontrolliert uns alle und die genaue Analyse wird im Himmel in Bücher eingetragen, wie der Prophet Maleachi in Kapitel 3, Vers 16 sagt: „Der Herr merkt und hört es, und es wird vor Ihm ein Gedenkbuch geschrieben für die, welche den Herrn fürchten und an seinen Namen gedenken.“ Also ist alles dort oben bekannt, irret euch nicht: In Seiner Hand ist die Waage der Gerechtigkeit. Er wägt richtig und genau. Wollen alle heute sagen: „Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich’s meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.“ (Psalm 139:23-24)

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Sep 23 2008

Der Großvater

Geschrieben von under Neujahr

Der Großvater, ein christliches Anspiel zu Neujahr für 5 Personen

Sprecher: Es war ein schöner Wintermorgen. Draußen glitzerten im Raureif Baum und Strauch; und in die freundliche Stube warf die liebe Sonne ihre Strahlen hinein, als wollte sie mithelfen, das Stübchen recht behaglich zu machen. Der Großvater im Lehnstuhl freute sich der Sonnenstrahlen und sagte leise vor sich hin:

Großvater: Das Jahr nimmt einen guten Anfang.

Sprecher: Nicht so froh wie der alte Mann war der Knabe dort am Fenster. Hans, der Enkel des Großvaters, sah durch das Guckloch, dass die Sonne in die Eisblume des Fensters gemacht hatte. Da draußen tummelten und vergnügten sich seine Freunde im Schnee und er musste hier drinnen dem Großvater aufwarten. Das gefiel dem Hans nicht. Und noch weniger gefiel ihm, dass der Großvater sagte:

Großvater: Hans hole dir die Bibel und lies mir den 23. Psalm vor.

Sprecher: Mürrisch tat es der Hans. Und weil er’s nicht gern tat, las er so schlecht, dass der Großvater ihm stillschweigend die Bibel fortnahm, um selbst zu lesen. Und als der Großvater las, nahm der Junge die Gelegenheit wahr und huschte aus dem Zimmer. Damit übertrat er das gebot seiner Mutter, die ihm streng befohlen hatte:

Mutter: Du bleibst beim Großvater bis ich wiederkomme!

Sprecher: Die Freunde empfingen ihn mit lautem Geschrei, und im Nu war eine regelrechte Schneeballschlacht im Gange. Doch merkwürdig, Hans überkam bald eine so starke Unruhe, dass er sagte:

Hans: Haltet mal eben an, ich will schnell mal nach meinem Großvater sehen.

Kamerad: Unsinn!

Sprecher: riefen die anderen Jungen.

Kamerad: Du willst dich nur drücken. Mach keine Flausen und bleib hier.

Hans: Nein, ich muss nach dem Großvater sehen.

Sprecher: Damit lief Hans schnell ins Haus zurück. Wie gut war es, dass er kam. Die Bibel lag auf der Erde, und der Großvater lag zurückgelehnt in seinem Lehnstuhl. Seine Augen waren geschlossen; das Gesicht war so weiß wie der Kalk an der Wand.

Hans: Großvater!

Sprecher: Rief Hans erschrocken. Keine Antwort. Noch einmal:

Hans: Großvater!

Sprecher: Wieder keine Antwort. Und noch ein paar mal rief der Junge. Aber der Großvater gab keine Antwort. Bleich und regungslos lag er im Lehnstuhl, die herabhängenden Hände waren ganz kalt. Da packte den großen Jungen die Reue. Nun war der Großvater am Ende gar tot, und er war zuletzt so unfreundlich zu ihm gewesen, war sogar trotz seiner Mutter Verbot davongelaufen. Hans weinte bitterlich, kniete vor Großvater und betete.

Hans: Ach, lieber Heiland, lass doch den Großvater noch einmal wieder aufwachen und noch bei uns bleiben. Vergib mir meine Schuld und alle meine Sünden. Ich will dich und auch den Großvater recht lieb haben. Amen.

Sprecher: Dann war es ganz still im Zimmer. Nur die Uhr tickte leise. Hans sah, dass es gleich 11:00 Uhr war. Da würde die Mutter bald kommen. Wie sie wohl erschrecken, wie sie wohl weinen würde! Die Tränen kamen Hans wieder, als er daran dachte, wie groß das Leid der Mutter sein würde. Da schlug es 11:00 Uhr, und von dem Schlag der Uhr erwachte der Großvater wieder.

Großvater: Bist du da Hans?

Sprecher: Fragte er leise.

Hans: Ja, Großvater!

Großvater: Bring mir einen Schluck Wasser.

Sprecher: Hans brachte es.

Großvater: Junge mir wurde vorhin so schlecht, und du warst nicht da. Komm, hilf mir, dass ich ins Bett komme.

Sprecher: Hans stützte den alten zitternden Mann, und dabei fiel eine Träne auf des Großvaters Hans.

Großvater: Du weinst Hans?

Hans: Ja, lieber Großvater.

Sprecher: rief der Junge schluchzend.

Hans: Du sollst nicht sterben!

Großvater: So, warum denn nicht?

Hans: Weil ich dich noch lieb haben will. Ich will auch bei dir bleiben und nie mehr fortlaufen, Großvater.

Sprecher: Großvater lächelte und legte sich ganz leise ins Bett. Dann fragte er:

Großvater: Willst du das wirklich?

Hans: Ganz gewiss, Großvater! Ich bat den Heiland um Vergebung, und ich will ganz neu anfangen.

Sprecher: Da zog der Großvater den Knaben an sich, legte ihm die zitternde Hand aufs Haupt und sagte innig:

Großvater: Gott segne dich Hans! Gerade heute morgen habe ich für dich gebetet, dass der Herr sich deiner annehmen und dich das lieben lehren wolle. Mein Gebet ist erhört und deins auch, Hans. Du hast einen guten Anfang gemacht, das macht mich froh.

Sprecher: Dem guten Anfang ist ein guter Fortgang gefolgt. Es war deutlich an Hans zu spüren, dass der Herr etwas an ihm getan und einen neuen Menschen aus ihm gemacht hatte. Die Mutter hatte einen folgsamen Jungen und der Großvater keine bessere Stütze und keinen liebevollen Vorleser als den Hans. Der Großvater hatte noch einige Jahre gelebt, und Hans hat ihm oft seine freie Zeit geweiht, und ihm aus der Bibel oder sonst aus Büchern vorgelesen. Und von dem schönen Neujahrsmorgen haben sie noch oft miteinander gesprochen.

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Mrz 15 2008

Nur ein Jahr Garantie

Geschrieben von under Evangelisation,Neujahr

Nur ein Jahr Garantie, ein christliches Anspiel zum Thema Evangelisation oder zu Neujahr für 4 Personen

Meyer: Guten Tag, Herr Gutenberg.

Gutenberg: Oh – guten Tag, Herr Meyer. Schön, sie mal wieder zu sehen. Wie geht’s denn so?

Meyer: Ganz gut. – Und wie läuft ihr kleines Uhrengeschäft?

Gutenberg: Gut … ach, wo sie gerade vom Geschäft reden – ich habe da letztens etwas erlebt, was mich sehr zum Nachdenken gebracht hat.

Meyer: Was denn, erzählen sie doch!

Gutenberg: Ja, das war so. (Meyer geht) (Musik)

Erzähler: Ein junges, blasses Mädchen betritt den Uhrenladen, ohne vorher die Uhren im Schaufenster zu betrachten, sie kommt direkt auf den Inhaber zu und sieht ihn mit großen, hellen Augen an.

Gutenberg: Guten Tag, kann ich ihnen helfen?

Mädchen: Guten Tag. Ich möchte gerne eine Armbanduhr, aber bitte nicht so teuer.

Gutenberg: Ja, dann schauen sie mal, ob hier etwas für sie dabei ist.

Erzähler: Der alte Uhrenmacher zeigt auf ein mit rotem Samt bespanntes Brett, auf dem genug Auswahl liegt. Das Mädchen betrachtet die Uhren und sagt dann zögernd:

Mädchen: Schön sind sie alle. – Ich nehme die hier. (zeigt auf eine Uhr)

Gutenberg: Das ist eine sehr billige Uhr, die billigste überhaupt. Aber die Garantie gilt auch nur für ein Jahr. Ich würde ihnen diese hier empfehlen. Sie ist zwar etwas teurer, aber das Werk ist viel besser und die Firma gibt 3 Jahre Garantie. Ich glaube sie würde gut zu ihnen passen.

Mädchen: (kleine Pause) Ich nehme doch lieber die billige, auch wenn sie nicht so gut ist.

Gutenberg: Wie sie meinen, mir soll es egal sein. Aber wie gesagt, nur ein Jahr Garantie.

Mädchen: Das macht nichts. Ein Jahr Garantie genügt. Der Arzt hat mir nur noch ein Jahr gegeben. Er meint, länger würde ich nicht mehr zu leben haben. Ich bin sehr krank. – Also ich nehme die Uhr. Sie brauchen sie nicht eizupacken.

Erzähler: Sie hält den linken Arm hin und schaut den Uhrenmacher bittend an. “Aber natürlich, gerne”, sagt dieser und befestigt die Uhr an dem fast durchsichtigen Arm. Das Mädchen legt dankbar einen Geldschein auf den Zahlteller. Der alte Mann geht zur Kasse und gibt das Wechselgeld heraus. Er reicht der jungen Kundin die Hand und sagt leise:

Gutenberg: Die Uhr möge ihnen viele gute Stunden anzeigen, gefüllt mit Gottes Hilfe und Beistand. ich wünsche ihnen alles Gute für die Zukunft – und sollte etwas mit der Uhr nicht stimmen, können sie gerne vorbeikommen.

Mädchen: Ich danke ihnen. So ein Wort tut gut, wenn man meistens nur Worte des Mitleidens und lügenhafter Vertröstung zu hören bekommt. Vielen Dank noch mal. Auf Wiedersehen.

Gutenberg: Auf Wiedersehen. (Mädchen geht, Meyer kommt) Ich habe sie noch bis vor die Tür begleitet und ihr lange nachgesehen. Dabei musste ich mich sehr über das Mädchen wundern.

Meyer: Wieso?

Gutenberg: Du hättest sie mal sehen sollen, trotzdem dass sie so krank ist, hatte sie einen festen und frohen Schritt. Sie ging tapfer ihren Weg, obwohl sie wusste, dass sie nicht mehr lange zu leben hat. Ihr Leben hängt an einem dünnen Faden. Der Arzt kann ihr nicht mal mehr als ein Jahr Garantie geben. Überlege mal Walter, wenn du wüsstest, dass du nicht mehr als ein Jahr Garantie auf dein Leben hättest, ich glaube ich würde jeden Tag, jede Stunde und jede Minute sinnvoller verbringen, als ich es bisher getan habe.

Meyer: Du hast recht. Wir wissen überhaupt nicht, wie lange wir noch zu leben haben, denn auch unsere Zeit ist von Gott begrenzt. Wer weiß, vielleicht kann schon im nächsten Augenblick unsere, von Gott geschenkte Zeit, zu Ende sein.

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Nov 25 2007

Das Bleigießen

Geschrieben von under Neujahr

Das Bleigießen, ein christliches Anspiel zu Neujahr für 6 Personen

Sprecher: Die Stadt ist noch weihnachtlich geschmückt, doch ist Weihnachten schon vorbei. Man wartet auf das neue Jahr. Der Schnee ist dieses Jahr wieder hoch ausgefallen und bereitet den Autofahrern allerhand Schwierigkeiten. Es ist kalt, der Wind bläst stark, Leute wechseln die Straßenseiten, sie sind in ihren Kleidern wie vermummt. Sie gehen in die Geschäfte und kommen mit Taschen, gefüllt mit Neujahrsartikeln wieder raus. Die Geschäfte machen damit Riesenumsatz. Neujahr ist aber nicht nur das kalte Wetter und die Feuerwerke. Neujahr ist die Zeit, in der auch der Aberglaube hohen Umsatz macht. Wie immer geht man auch dies Jahr zum beliebten Bleigießen. Blei wird heiß gemacht und dann in einen Behälter mit kaltem Wasser gegossen. Bald erstarrt das Blei zu einer Form. Aus dieser Form deutet man die Zukunft des nächsten Jahres. Beim Einkaufen treffen sich einige Jugendliche der Stadt. Udo, Nadine und Anja sind sich einig, wie immer zum Jahreswechsel, Blei zu gießen, doch Karsten blickt der Sache kritisch entgegen.

Nadine: Karsten willst du dies Jahr etwa nicht zum Bleigießen kommen? Du warst doch sonst immer dabei.

Karsten: Ach, ich weiß nicht. Mir scheint die ganze Sache zu stark in Aberglaube oder sogar in Geisterbeschwörung auszuarten.

Udo: Geisterbeschwörung? Solch ein Schwachsinn, wir kommen doch nur zum traditionellen Bleigießen zusammen? Wie kommst du auf den Gedanken, dass die ganze Sache in Geisterbeschwörung ausarten sollte? Wir gießen doch nur heißes Blei.

Karsten: Früher war es ja auch anders. Doch nun scheint mir diese Tradition mehr und mehr zur Geisterbeschwörung zu werden. Wenn ich nur daran denke wie ihr einfach so in den Raum ruft und um ein vierblättriges Kleeblatt, ein Hufeisen oder ein Glücksschweinchen bittet. Ihr wisst zwar selbst nicht an wen dieser Ruf gerichtet ist, doch ich wäre da lieber vorsichtig mit.

Nadine: Karsten, du wirst uns doch wohl nicht den Spaß verderben? Du warst doch sonst immer dabei.

Karsten: Du weißt, ich war noch nie ein Spielverderber, aber…

Udo: Was aber? Sprich weiter.

Karsten: Aber, aber ihr habt mich doch überredet.

Sprecher: Draußen schießen schon die ersten Feuerwerksraketen empor, doch in einem Keller sitzt eine Gruppe Jugendlicher und befasst sich intensiv mit dem Bleigießen. Eine kleine Tischlampe beleuchtete schwach den Raum.

Nadine: Guckt mal, mein Blei hat sich zu einem Hufeisen geformt.

Udo: Kein Wunder, wenn du es auch in der Form gießt.

Nadine: Nein, das war einfach Glück. Ich bin mir fest überzeugt, dass ich im nächsten Jahr viel Glück haben werde.

Udo: Ach, warum klappt es bei mir nur nicht?! Es sind alles so sinnlose Formen.

Sprecher: Udo steigerte sich so hinein, dass er in seinem Wahn begann zu fluchen. Aus Spaß und Übermut fing er im Halbscherz an irgendwelche Mächte anzurufen. Karsten überfiel die Angst, die Gänsehaut ging seinen Körper hoch und runter, er ahnte Böses. (Karsten geht)

Udo: Karsten, wo willst du denn hin?

Karsten: Ich gehe, ihr treibt es doch zu weit mit eurem Bleigießen.

Udo: Karsten, was ist los? Wo bleibt dein Sinn für Humor? Es ist doch alles nur Spaß. Du verdirbst uns die ganze Stimmung, aber wir können auch alleine weitermachen. (Karsten geht weg) Ach, wieder so etwas Nichtssagendes. Ich gebs auf. Da Nadine gieß du für mich, du kannst das besser.

Anja: Halt! Was Sinnloses sagst du? Ich sehe es ganz deutlich. Es ist eine Katze, eine Katze. – Udo, das bedeutet nichts Gutes.

Sprecher: In diesem Wahn fuhr Udo nach Hause. Dirks Worte klingen ihm noch in den Ohren. Er sieht das Blei sich zu einer Katze formen. Doch plötzlich überquert tatsächlich eine Katze den Weg. Gleich sieht Udo darin die Erfüllung der Aussage Dirks. Er tritt auf die Bremse! Als Udo aufwacht befindet er sich im Krankenhaus, sein Gesicht ist verbunden, die Beine im Gips. Immer wieder sieht er die Katze, sie wird ihm zum Albtraum. Einige Tage des neuen Jahres sind vergangen. Als der Pfarrer der Stadt von dem Vorfall hörte, besuchte er Udo, der nun schon ansprechbar war.

Pfarrer: Hallo Udo.

Udo: Hallo Herr Pfarrer, was führt sie denn hier her?

Pfarrer: Udo ich hörte von dem was ihr gemacht habt. Ich wollte dich besuchen und mich mit dir darüber unterhalten. Meinst du nicht, dass ihr damit einen großen Fehler getan habt?

Udo: Ach, geben Sie sich keine Mühe Herr Pfarrer. Sie machen aus mir keinen Christen.

Pfarrer: Udo glaubst du wirklich, dass die Katze an deinem Unglück schuld war?

Udo: Herr Pfarrer, bitte lassen sie mich in Ruhe damit. Ich bin müde und möchte davon nichts hören, bitte lassen Sie mich allein.

Sprecher: Der Pfarrer ging, doch wusste er, dass Udo nochmal von ihm besucht werden müsste. Er wusste um Udos Seelenzustand und wollte ihm gerne helfen. Doch Udo war immer noch eigensinnig. Des Nachts schreckte er einige male auf und schrie laut auf. Aus seinen Augen sah man pure Angst. Der Satan quälte Udo. Er reichte dem Satan im Halbscherz seinen kleinen Finger, und nun reißt der Satan am ganzen Arm. Immer wieder wird er in seinen Albträumen von Dämonen, Erdteufeln und dem Satan verfolgt. Wieder und wieder sieht er den Bleiklumpen, läuft ihm die Katze über den Weg. Er war froh als es wieder Tag wurde. Aber trotz der Angst die er durchgestanden hat, konnte er sich nicht überwinden den Pfarrer zu rufen. Doch der Pfarrer kam ungerufen.

Pfarrer: Udo, hast du deine Meinung noch nicht geändert?

Udo: Doch Herr Pfarrer, ich sehe ein, dass ich es zu weit getrieben habe. Dieses Blei und die Katze sind mir zum Albtraum geworden. Immer wieder verfolgen mich Dämonen, ja der Satan selbst, in meinen Albträumen. Die Nacht war so schrecklich. Herr Pfarrer, ich habe Angst. Angst, dass mich der Satan ganz in Besitz nimmt. Was soll ich nu tun? Herr Pfarrer, bitte helfen Sie mir.

Pfarrer: Udo es war dein Aberglaube der dich ins Krankenhaus brachte. Wie du gemerkt hast steht hinter diesem Aberglauben der Satan mit seinen Mächten. Udo, es gibt noch eine Chance für dich – Jesus Christus. Lass ihn in dein Herz, so fliehen alle bösen Mächte. Willst du frei werden?

Udo: Ja.

Sprecher: Udo bekannte dem Herrn seine Sünden im Gebet und bald kehrte Friede und Freude in sein Herz. Er war glücklich, dass er nicht mehr Angst haben musste vor den bösen Mächten, dass er frei wurde vom Bleigießen und von der Katze. Er war froh, dass er frei war von jeglichem Aberglauben an Glückskleeblätter, Hufeisen, Schornsteinfeger und Glücksschweinchen. Er war glücklich, dass er so eine wichtige Lebensentscheidung am Anfang des Jahres treffen konnte. Ihn erwartete ein frohes neues Jahr.

http://www.christenload.com/wp-content/plugins/downloads-manager/img/icons/doc.gif Name: Das Bleigießen (29.5KB)
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