Archive für die Kategorie 'Nachfolge'

Okt 04 2007

Wenn die Sterne verlöschen

Geschrieben von under Dienst,Nachfolge

Wenn die Sterne verlöschen, ein christliches Anspiel zum Thema Dienst für 6 Personen

Autor:  Es war kühl und sah nach Regen aus. Christine Brüning nahm das Tuch fester um die Schulter und sagte:

Chris:  Nein, nein das ist nicht war, das kann er mir nicht antun.

Lilli:  Omi, was hast du? Bist du mir böse?

Chris:  Aber nein, mein Liebling.

Autor:  Heute konnte Lilli ihre Omi nicht verstehen. Seitdem vorhin der Telefonanruf kam war Omi ganz anders  als sonst. Endlich standen sie vor dem Hochhaus wo Lillis Eltern wohnen.

Jakob:  Guten Morgen Mutter! (Sie winkt abwehrend mit der Hand) Guten Morgen mein Kind.

Lilli:  Wo ist Mutti?

Jakob:  In der Küche, gehe hin. Mutter, es ist mir klar, dass das alles ein wenig überraschend für dich ist. Ich weiß, dass es für dich und Vater nicht leicht ist. Aber freut es dich nicht auch ein bisschen?

Chris:  Freuen? Das ist wohl zu viel verlangt. Wie kommt ihr überhaupt auf die Idee? Äußere Mission! Als ob es hier bei uns nicht genug Aufgaben gäbe für euch.

Jakob:  Wenn es nur unsere Idee wäre Mutter, dann hättest du Grund dich aufzuregen. Gott hat uns in die Mission gerufen. In jenem Waisenhaus von dem ich dir erzählt habe, warten etwa 80 Kinder auf die neuen Heimeltern. Als ich vor 8 Jahren auf die Bibelschule ging, warst du doch froh?

Chris:  Ja, das war etwas anderes. Damals ging es um ein biblisches Fundament. Das konnte ich gut heißen.

Jakob:  Mutter, ich  muss mich doch über dich wundern. Dass es dich schmerzt deinen kleinen Liebling zu verlieren, kann ich verstehen. Aber Gott hat doch Anspruch auf unser Leben…

Chris:  Du bist mein einziger Sohn!

Autor:  Bekümmert sah Jakob Brüning seiner Mutter nach, die erregt die Wohnung verließ. Christine war so aufgeregt, dass sie eine völlig verkehrte Richtung eingeschlagen hatte. Ihre Gedanken eilten zurück. Sie erinnerte sich an den Brief wo Jakob geschrieben hatte:  ,,Eine große Neuigkeit, der Heiland ist jetzt auch mein Heiland." Wie hatten sich Wilhelm und sie darüber gefreut. Nach dem Studium ging Jakob auf die Bibelschule. Danach hatte er  einen Beruf als Lehrer ausgeübt. Und als er ihnen dann seine junge, zarte Braut Carmen vorstellte war das Glück vollkommen. Als ihnen ein Jahr nach der Hochzeit ein Töchterlein geschenkt wurde, bot Christine sich an die kleine Lilli tagsüber zu betreuen, damit Carmen nicht ihre gute Stelle aufzugeben brauchte. Es klappte auch ganz gut. Und nun so etwas.

Chris:  Was soll denn die kleine Lilli da draußen in der Wildnis? Nein, Jakob muss einsehen, dass er sich da Hirngespinste in den Kopf gesetzt hat. Hier in der Heimat gibt es genug zu tun. Wenn ich zu Hause bin, werde ich noch einmal anrufen, ich werde ihm den Kopf zurechtsetzen. Er muss auch an seine Familie denken.

Autor:  Wilhelm, ihr Mann saß vor dem Hause. Er dachte auch bei sich, dass es besser gewesen wäre, wenn Jakob mit Carmen hergekommen wären um die Sache zu besprechen. Doch Jakobs Herz war bei der Zusage, die er erhalten hatte so voll gewesen, dass er die Neuigkeit gleich telefonisch sagte. Wilhelm ging ins Haus und sah seine Frau telefonieren.

Chris:  Du weißt überhaupt nicht was du deiner Frau und deinem Kind antust. Hast du denn gar kein Verantwortungsgefühl? Nein ich kann dich nicht verstehen, und ich will dich nicht verstehen. (legt erregt den Hörer auf)

Willi:  Bedeute ich dir denn gar nichts mehr?

Chris:  Natürlich Wilhelm! Aber der Junge, mein Augenstern!

Willi:  Wir haben unseren Jungen im christlichen Glauben erzogen. Als er sein Leben Jesum übergeben hat, warst du überglücklich. Wenn ihm in unserer Gemeinschaft Aufgaben übertragen wurden, warst du stolz darauf, seine Mutter zu sein. Hat er denn dies alles für dich getan? Hat nicht unser Herr und Heiland den ersten Anspruch auf sein Leben?

Autor:  So ernst hatte Wilhelm Brüning lange nicht mehr mit seiner Frau gesprochen. Nach diesem Abend nahm Christine ein Schlafmittel ein, um ihre Gedanken wenigstens auf eine kurze Zeit loszuwerden. Eine Stunde früher als sonst brachten Jakob und Carmen am nächsten Morgen ihre Tochter zu den Eltern.

Jakob:  Mutter, warum grämst du dich so?

Carmen:  Du verlierst uns doch nicht für ewig!

Lilli:  Omi, ich gehe die Hühner füttern… ja?

Chris:  Geh mein Kind.

Jakob:  Was war denn unser Leben bisher, Mutter? Ein Trachten nach immer größerem Wohlstand und Luxus. Hatten wir uns einen Wunsch erfüllt, so waren schon wieder einige andere offen. Natürlich freuen wir uns für unsere schöne Wohnung, auch der Urlaub war schön, aber waren wir jemals ganz zufrieden? Nein, wir wurden immer anspruchsvoller. Es tut uns leid, dass wir euch wehtun müssen, aber wir müssen ,,Ja" sagen zu Gottes Ruf.

Carmen:  Es wird Zeit, wir müssen uns jetzt gehen, sonst kommen wir noch zu spät.

Autor:  Lilli spielte im Sandkasten. Christine war ganz still geworden. Plötzlich sagte Wilhelm:

Willi:  Christine! Grübelst du schon wieder? Freue dich doch über die Tage und Wochen, wo wir Lilli noch haben dürfen.

Chris:  Ich kann sie nicht hergeben, ich kann das nicht…

Willi:  Du betest für Missionare, und nun da dein Sohn hinausziehen will, stellst du dich quer. Ich verstehe dich nicht.

Chris:  Das ist etwas ganz anderes.

Willi:  Selbstverständlich. So lange mir die Sache nicht zu nahe kommt, ist alles gut. Aber wehe, wenn mehr gefordert wird als ich geplant habe.

Autor:  Der Tag der Abreise rückte immer näher. Christine half beim Packen.

Lilli:  Omi, jetzt machen wir bald eine Reise mit dem Flugzeug, das wird fein sein. Omi, kommst du auch mit?

Chris:  Glaubst du, dass deine Omi noch Platz hat im Flugzeug neben den vielen Kisten, Koffer und Schachteln?

Lilli:  Du darfst auf meinem Schoß sitzen.

Willi:  Das wäre ein Vorschlag! Den sollten wir fast annehmen, was?

Autor:  Das Ehepaar Brüning begleitete ihre Kinder zum Flughafen. Das Flugzeug mit den Lieben erhob sich und verschwand aus ihren Blicken.

Chris:  Zuerst war Jakob mein Augenstern, dann kam Carmen dazu noch unser Liebling – mein kleiner Augenstern. Nun sind alle Sterne verloschen. Nun ist es finster um mich her.

Willi:  Auch an mir sind diese Tage nicht spurlos vorüber gegangen. Aber eigentlich folgt dann ein neuer Tag, wenn die Sterne verlöschen.

Autor:  Und dieser neue Tag kam in Christines Leben. Durch eine Verletzung ihres Fußes musste sie ärztliche Hilfe beanspruchen. Sie wurde von der Krankenschwester Gertrude, Christines ehemalige Schulkollegin betreut. Als Christines Verletzung sich besserte, nahm Gertrude sie mit zu Krankenbesuche. Da lernte Christine Armut, Not und Elend kennen. Besonders lag ihr der Besuch bei der Familie Roller am Herzen. Rollers einzige Tochter, Silvia, hatte schon mit 18 Jahren das Elternhaus verlassen und war auf Abwege geraten. Silvia arbeitete in derselben Stadt in einer Nachtbar.

Chris:  Silvia wohnt ganz in unserer Nähe und ist doch so weit entfernt, sie besucht ihre kranke Mutter nicht ein einziges mal. Unsere Kinder sind so weit fort, aber sie sind Botschafter des Evangeliums und stehen in Gottes Hand. Was wäre wohl geworden, wenn mir Jakob genau so genommen worden wäre wie Silvia ihren Eltern. Ach Gott meint es ja so gut mit uns.

Autor:  In manchem Krankenstübchen wartete ein bleiches Gesicht auf Christine Brüning. Sie brachte kleine Blumensträuße und Freude mit ins Haus, las aus der Bibel und sang vor. Bei der Familie Roller machte sie auch Großputz. Und wenn sie nach Hause ging, dachte sie bei sich:" Ich bin ja nicht die Gebende, sonder die Empfangende".

Willi:  Endlich bist du da.

Chris:  Bist du mir böse?

Willi:  O nein, aber hier. (überreicht ihr einen Brief mit einem Bild.)

Chris:  Ach unser zweites Enkelkind.

Willi:  Ja! Das Geld habe ich auch schon zusammen. So Gott will und wir leben sehen wir sie alle bald in Wirklichkeit wieder. Freust du dich?

Chris:  Ja, das tu ich. Obwohl ich unsere Kinder gerne öfter sehen würde, freue ich mich, dass sie Gott dienen können. Gott hat unsere Kinder gesegnet und hält sie in seiner Hand, das tröstet mich.

PDF    Sende Artikel als PDF   

No responses yet

Okt 04 2007

Mehr als Philosophie!

Geschrieben von under Nachfolge

Mehr als Philosophie, ein christliches Anspiel zum Thema Nachfolge für 9 Personen

Reporter:  Guten Tag! Ich bin Reporter und möchte ihnen einige Fragen stellen. Wenn Sie dafür etwas Zeit opfern würden?

Mann:  Sehr gern, aber nehmen Sie doch Platz. Ich möchte gern Ihre Fragen beantworten, das heißt, wenn ich es kann.

Reporter:  Die erste Frage, die ich Ihnen stellen möchte lautet: Wie kommen Sie dazu von Gott zu predigen, vor allem hier in Südkorea, wo doch die meisten Buddhisten sind?

Mann:  Sicher, hier im Lande ist Ihre Frage berechtigt, doch ich möchte folgendes sagen: Ganz gleich ob ich hier in Südkorea oder in irgendeinem anderen Land oder auf einem anderen Kontinent wäre, so würde ich Gott überall verherrlichen. Denn die Welt muss wissen, wie groß mein Gott ist.

Reporter:  Sie sagten gerade: Wie groß Ihr Gott ist? Bedeutet denn Buddha für Sie nichts mehr? Ist der Buddhismus denn nicht das Richtige?

Mann:  Nein, und noch mal nein! Buddha ist tot, und der Buddhismus ist ebenfalls eine nutzlose, tote und wirkungslose Irrlehre. Diese Lehre hat schon unübersehbar viel Schaden an lebendigen Seelen angetan, und reißt heute noch Menschenmassen in die Hölle hinein.

Reporter:  Sie sagen Menschenmassen? Nun, bei Ihnen ist es ja identisch. Zu Ihrem Gottesdienst kommen ja auch Menschenmassen von allen Ecken des Landes.

Mann:  Das stimmt, es kommen sehr viele Menschen zu den Gottesdiensten, und Gott sei dafür gedankt. Wir haben durch Gott viele Wunder erlebt. Ich durfte mit einem zerfetzten Zelt beginnen, und heute ist es ein großes Gotteshaus. Gott hat unser Werk gesegnet! Wir mussten fünf Gottesdienste pro Tag abhalten um allen Zuhörern das wunderbare Wort des Lebens zu bringen. Nun ist das neue Haus eingeweiht und hat 10.000 Sitzplätze, doch trotzdem müssen wir pro Tag zwei Gottesdienste durchführen um 20.000 aktive Mitglieder der Gemeinde mit dem Wort zu erreichen.

Reporter:  Das ist ja sensationell, was hier abläuft! Was meinen Sie, wo liegt das Geheimnis derartigen Wachstums?

Mann:  Ihre Frage kann ich nur mit Tatsachen beantworten. Wir predigen Christus, denselben gestern, heute, morgen und in alle Ewigkeit. Wir glauben an Wunder und erleben sie. Eines der vielen Wunder bin ich mit meinem gesunden Leib, denn Jesus nahm mich, einen sterbenden, fluchenden Buddhisten an und machte aus mir einen erlösten, gesunden und mit Geist erfüllten Christen. Es ist mehr als Philosophie, mehr als Religion, es ist die Gegenwart des lebendigen Christus.

Reporter:  Wie nahm er sie denn an, der Christus? Wie geschah es? Was war denn das Motiv, dass Sie sich zu ihm wandten?

Mann:  Das Motiv war die Tatsache meiner Wiedergeburt und des gesunden Körpers.

Reporter:  Würden Sie dies vielleicht mit Situationen, die dieser Entscheidung zugrunde liegen, etwas näher erläutern? Das hat sicherlich eine große Bedeutung, denn es war ja schließlich Ihre Wende im Leben!

Mann:  Ja, das war die radikale Wende in meinem Leben. Um es Ihnen sachgerecht zu schildern, muss ich etwas zurückgreifen. Es war so…

(Musik setzt ein, etwas später beginnt er zu erzählen)

Ich lag in einer Lehmhütte, eingewickelt in eine schmutzige und zerrissene Decke, ich wartete auf den Tod. Meine Hoffnung war dahin. Alle Anstrengungen und der Kampf um eine Ausbildung waren umsonst. Ich war ein Todgeweihter. Es schien mir alles so unfair, denn ich wollte leben, wie alle anderen. Von meiner Kindheit an habe ich zu Buddha gebetet, jetzt lag ich im Sterben, und Buddha half nicht. Jedoch überraschte mich das nicht, denn in all den Jahren hatte ich nie eine Gebetserhörung erlebt. In meiner Kindheit, die ich in Südkorea verbrachte, haben mich meine Eltern mit den schwierigen Lektionen buddhistischer Philosophie voll gestopft. Zusammen beugten wir uns vor den Göttern und räucherten.
Durch den Krieg flüchteten wir nach Pusan. Geld und Nahrungsmittel waren knapp, und ich musste hart arbeiten um der Ausbildung weiter nachgehen zu können. Eines Tages brach ich während der Arbeit zusammen. Blut stürzte aus meinem Munde und quoll durch meine Nase. Ich kämpfte gegen das Ersticken, und war schnell bewusstlos. Wie lange ich da lag weiß ich nicht mehr. Wie und mit welcher Mühe ich mich nach Hause schleppte sah und weiß nur Gott allein.

-Lied-

Vater:  Mein Sohn, wie siehst du denn aus? Was ist passiert?

Mutter:  Kind, du verblutest ja!

Mann:  Mutter ich… ich… (fällt in Bewusstlosigkeit)

Mutter:  (zum Vater) Er ist bewusstlos. Wir müssen etwas unternehmen.

Vater:  Ja, aber was? Es ist ja schon Nacht. Wir müssen bis morgen warten.

Mutter:  Den Arzt können wir jetzt unmöglich aufsuchen. Außerdem fällt er von einer Bewusstlosigkeit in die andere. Zu all dem steigt das Fieber.

-Musik-

Mann:  Endlich ist die Nach vorbei, endlich wieder Licht. Was geht mit mir vor? Wo bin ich? Bin ich schon gestorben, oder lebe ich noch. ..? Mutter, Vater wo seid ihr?

Vater:  Wir sind doch hier. Wir haben die ganze Nacht um die gesorgt. Jetzt wollen wir dich ins Krankenhaus bringen, vielleicht kann der Arzt etwas tun?

-Lied-

Mutter:  Guten Tag, Herr Doktor, können Sie unserem Sohn helfen?

Doktor:  Leider kann ich nicht viel dazu sagen. Er muss erst geröntgt werden. Ihr Sohn sieht nicht gut aus, ich schlage vor wir röntgen sofort. (geht)

Mutter:  Der Doktor hat nicht einmal ein Trostwort verloren, es wird wohl sehr schlecht mit unserem Jungen stehen.

Vater:  Ich befürchte, er wird’s nicht überstehen. Seit letzter Zeit sah ich ihn nicht mehr zu Buddha beten. Er wurde zu lässig im Gebet und dies wird wohl die Strafe dafür sein.

Mutter:  Wir sollten lieber nicht vom Tod reden, und schon gar nicht in seiner Gegenwart. Er soll nicht daran denken.

Vater:  Ja, du hast recht, meine Liebe, denn Tod und Leben sind nicht real, nur Buddha ist Gegenwart.

Mutter:  Sieh, der Doktor kommt. Lass uns hören was er sagt.

Doktor:  (kommt mit Akten in der Hand) Es tut mir leid, aber ich kann wirklich nichts mehr für ihren Sohn tun. Außerdem hat er höchstens nur noch einen Monat zu leben.

-Musik-  (setzt plötzlich ein)

Mann:  (schreit vor Verzweiflung) Doktor! Doktor, sie stürzen mich mit diesen Worten in einen dunklen Abgrund! Ist das wirklich wahr?! Nur einen Monat?!

Doktor:  Ich will euch keine falschen Hoffnungen machen, aber ich will es auch nicht schlimmer machen, als es wirklich ist. Was ich gesagt habe stimmt aufs Wort. Sehen sie sich die Röntgenbilder an. Die rechte Lungenhälfte ist durch Tuberkulose völlig zerstört. Der obere Teil ist zusammengeklappt, und Gangrän hat eingesetzt. Die linke Lungenhälfte ist auch schon angegriffen. Unterernährung und harte Arbeit haben das Herz vergrößert, so dass der Kreislauf schwer gestört ist. Es gibt keine medizinische Hilfe für diese Dinge, und ohne Geld gibt es keinen Sanatoriums- Aufenthalt. Es tut mir wirklich leid, aber es ist die Wahrheit.

-Lied-

Vater:  Wie du siehst, mein Sohn, haben die Ärzte dich aufgegeben, aber Mutter und ich werden dich zu Hause pflegen. Lass dich doch trösten, denn es gibt kein Leben und keinen Tod, weder Freude noch Leid nur Buddha ist Realität. Vergiss Leben und Tod und habe Frieden.

Mann:  Vater, es ist genug! Ich will nichts mehr davon hören! Das Blut, das ich erbreche ist real und mein Leben ist auch real. Buddha samt der Philosophie haben mir nichts genutzt. Und da ich bald sterben muss, so ist auch der Tod eine wahre Realität.

-Musik-

Mann:  Schon wieder eine dieser langen Nächte, wie ich diese Nächte voller Schmerzen und Angst doch hasse. (in Schmerzen) Ich vergehe… Ich verzage und resigniere. Gibt es einen Gott, wenn ja, wo ist er dann? O Gott, wenn es dich gibt, so komm doch und hilf mir zum Sterben bereit zu sein. Wenn du irgendwo im Universum bist und mich hörst, dann antworte mir.

-Pause-

Mutter:  Wach auf mein Junge, hier ist Besuch für dich.

Mann:  Wer ist es denn?

Mutter:  Es ist ein Mädchen, aber ich kenne sie nicht.

Mann:  Ein Mädchen? Was will denn ein Mädchen von einem Todgeweihten? Gut, wenn sie schon da ist so lass sie herein.

Mutter:  Treten sie bitte ein.

Mädchen:  Guten Morgen.

Mann:  Guten Morgen.

Mädchen:  Ich möchte ihnen etwas von Jesus erzählen. Ich möchte ihnen eine gute Botschaft bringen.

Mann:  Was? Sie wollen mir etwas erzählen? Und dann noch von Jesus?

Mädchen:  Ja, sie sind ja ein sterbender Mann, darum will ich ihnen etwas von Jesus Christus erzählen.

Mann:  Wissen sie denn eigentlich wie die Frauen in unserem Glauben sich zu verhalten haben, dass sie zu schweigen haben? Und sie wollen mich unterrichten, einen Mann? Jetzt aber raus, und verschwinden sie so schnell sie können. Außerdem sind diese Zimmer mit Millionen von Tuberkulose Bakterien erfüllt. Die ganze Luft ist hier verseucht.

Mädchen:  Seien sie nur unbesorgt. Mein Gott, welchem ich diene wird mich beschützen. Wissen sie, für meinen Gott ist es nicht zu schwer, aber wenn sie nichts annehmen wollen, muss ich leider gehen.

-Lied-

Mutter:  Mein Sohn, das Mädchen das du gestern abgefertigt hast ist schon wieder da.

Mann:  Schon wieder? Sie ist ganz schön mutig, aber nur so lange bis sie sich angesteckt hat. Lass sie eintreten.

Mutter:  (an das Mädchen gewandt) Wenn sie unbedingt meinen,  meinen Sohn belästigen zu müssen, dann kommen sie herein.

Mädchen:  Guten Morgen! Ich hoffe sie haben diese Nacht gut geschlafen? Ich wünschte ihnen heute die gute Botschaft von Jesus Christus erzählen zu dürfen.

Mann:  Wie können sie heute morgen schon wieder kommen, ich habe sie gestern doch hinausgewiesen. Wie wagen sie es, so etwas zu tun?

Mädchen:  Die Liebe Christi dringt mich es zu tun, und um jeden Preis zu wagen.

Mann:  Und was nützt das alles? Wozu das ganze?

Mädchen:  Ich kann nur eines sagen: Gott hat einen Plan mit dir. Und bevor du jetzt wie gestern schimpfst, möchte ich einige Verse aus der Bibel vorlesen. Höre gut zu, denn diese Worte sind für dich geschrieben.

Mann:  Was, für mich? Du lügst. Du bist nicht besser als Buddha oder alle die… 

(wird durch Bibel lesen unterbrochen – traurige Musik während des Lesens)

Mädchen:  (liest aus Jesaja 53,3-7)

Mann:  Wer war der Arme, der für uns die Krankheiten tragen und unsere Schuld auf sich laden musste?

Mädchen:  Es war Jesus Christus, der Sohn des lebendigen Gottes! Wenn du erlaubst, singe ich dir ein Lied von ihm.

Mann:  Wenn du es unbedingt tun willst.

-Lied-

Mann:  Aber jetzt geh bitte, ich will das nicht mehr hören.

Mädchen:  Na gut, wenn du nicht hören willst, dann muss ich leider wieder gehen. (geht)

Mann:  Endlich ist sie wieder gegangen. Jetzt verstehe ich gar nichts mehr – Buddha, Jesus Christus, Gottes Sohn, Gott… Wo ist denn da der Zusammenhang? Was stimmt denn jetzt, oder ist alles nur Trug und Schein? Aber bevor ich sterbe, will ich wissen, was stimmt und was nicht und zwar genau! Es muss ja was geben!

-Musik-

Mann:  Ja, herein.

Mädchen:  Guten Morgen, wie geht es dir?

Mann:  Wenn ich dich sehe, nicht mehr so gut. Es wird ja immer schlimmer und unerträglicher mit dir. Heute ist es schon der fünfte Tag, an dem du zu mir kommst und mir von deinem Jesus erzählst, den ich nicht kenne. Jeden Tag liest und singst du mir von deinem Gott. Wieso tust du das trotz meiner ansteckenden Krankheit und meines Spottes?

Mädchen:  Weil mein Jesus mich zu dir schickt um mit dir zu beten, denn er will dir helfen. Jesus trug ja schon deine Krankheiten und Schmerzen für dich. (weint)

Mann:  Wenn Er Macht hat die Toten zu erwecken, kann er vielleicht auch mir helfen! Du sagst ja, dass Er lebt, wie kann ich Ihn denn finden?

Mädchen:  Ich kann dir nur das Neue Testament, das ich mitgebracht habe, empfehlen. Nimm es und lies alles durch – vom Anfang bis zum Ende. Da stehen auch Antworten auf deine viele Fragen. Und ich… (traurig) …ich muss jetzt gehen.

Mann:  Gut, ich will versuchen es durchzulesen. Auf Wiedersehen.

Mädchen:  Auf Wiedersehen!

-Musik-

Erzähler:  Er fing an, in Matthäus 1 zu lesen, in der Hoffnung, die Antworten auf seine vielen Fragen zu finden. Doch da im 1. Kapitel nur Namen aufgezeichnet sind, wurde es ihm uninteressant und er legte das Buch enttäuscht zur Seite. Doch da erscholl wie aus der Ferne die Stimme des Mädchens.

Mädchen:  Nimm es und lies alles durch – vom Anfang bis zum Ende. Da stehen auch Antworten auf deine vielen Fragen.

Mann:  Ich soll alles durchlesen? Ich versuche es noch mal, vielleicht sind da ja nicht nur Namen?

-Lied-

Mann:  Oh, von Stunde zu Stunde wird das Ganze nicht nur interessant, sondern auch wichtig. Es ist das was ich brauche – keine Philosophie, kein Buddhismus. – Es ist der Mann den ich brauche! Er heilt Kranke und Sterbende, genau solche wie mich. Wenn ich ihn nur finden könnte; er würde mir helfen. Schade, dass das Mädchen nicht mehr kommt, heute sind es schon drei Tage, dass sie weg bleibt. Ich habe sie wohl sehr beleidigt, und nun kommt sie nicht mehr. Sie könnte mir bestimmt sagen, wie ich Jesus finden kann. Warum habe ich sie nur so böse beleidigt. Sie wünschte mir doch nur Gutes. Und trotz alle dem: Ich gehe in meinen letzten Tagen auf die Suche nach Jesus!

-Lied-

Fremder:  Sagen sie bitte, geht es ihnen nicht gut? Kann ich etwas für sie tun?

Mann:  Nein, danke. Ist schon gut. Mir ist nur ein bisschen schwindelig. Ich muss nur versuchen etwas mehr Luft zu holen, dann geht es wieder.

Fremder:  Wieso eilen sie denn so? Es treibt sie doch keiner. Das kann auf die Dauer nicht gut gehen, denn sie sehen nicht gut aus.

Mann:  Ja, ich weiß es, aber ich muss eilen, denn mir bleiben nur noch einige Tage zu leben. Jedoch muss ich Jesus finden, bevor ich sterbe.

Fremder:  Ich kenne sie zwar nicht, aber ich glaube, ich weiß was sie meinen. Ich nehme an, sie wollen zu diesem ausländischen Priester, der von Jesus erzählt.

Mann:  Und sie wissen wo er ist?

Fremder:  Ja sicher, denn er hat schon manche aus unserer Stadt in Verwirrung gebracht.

Mann:  Würden sie mir den Weg dahin erklären?

Fremder:  Hm! Wie mache ich das wohl am besten? Halt, ich hab’s. Da, die arme Frau dahinten, die so gebückt geht, wenn sie ihr folgen, dann kommen sie direkt dahin. Sie geht jetzt zum Gottesdienst, wo dieser Ausländer predigen wird.

Erzähler:  Er tat, wie ihm gesagt wurde und schon aus der Ferne hörte er die bekannten Lieder, die ihm das Mädchen gesungen hatte. Er trat in das Zelt. Ganz vorne stand ein Mann und predigte.

Prediger:  Jesus ruft heute immer noch Menschen zu sich. Keiner ist ausgeschlossen, denn wir lesen in Matthäus 11,28… (lesen). Dazu eine weitere Stelle aus der Bibel. Sie zeigt uns eine offene Tür zu Ihm – Matthäus 9, 18-26… (lesen). Diese Geschichte erläutert uns den Vers ,,Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid." Wir sehen, dass Jesus nicht an dem Obersten vorbeigeht, sondern dass er auf seine Bitte eingeht. Weiter sehen wir auch, dass er immer zu erreichen ist. Als Jesus unterwegs zum Obersten ist, wird eine Frau, die schon 12 Jahre Blutfluss hatte, auf wunderbare Weise geheilt. Aber auch heute gibt es noch die Möglichkeit, Jesus in seinem Leben zu erfahren. Ist heute jemand hier, der es tun möchte? Ist hier jemand, der sein Leben neu beginnen möchte?

Mann:  (zu sich) Jetzt oder nie! Ich muss zum Sterben bereit sein!

Erzähler:  Er stand auf, ging nach vorne und erlebte dort die wunderbare Begegnung mit Jesus.

Prediger:  Glauben Sie, dass Jesus Ihnen alle Sünden vergeben hat?

Mann:  Ja, ich glaube es! Aber was geht in mir vor? Ich fühle mich irgendwie ganz anders. (nach kurzer Pause) Entschuldigen Sie mich jetzt bitte, aber ich muss schnell nach Hause, und es meinen Eltern erzählen.

Prediger:  Aber natürlich. Das ist der richtige Weg – weiter sagen. Gott segne dich!

-Musik-

Erzähler:  Er eilte so schnell er konnte nach Hause, erfüllt mit großer Freude. Sein innigstes Verlangen war, diese Freude anderen weiterzugeben.

Mann:  Vater, Mutter, wo seid ihr?! Kommt schnell her, ich muss euch was erzählen!

Vater:  Ja, mein Kind, was ist denn? Du bist ja so aufgeregt.

Mutter:  Geht es dir nicht gut?

Mann:  Nein doch, nein! Ich habe Jesus gefunden! Ich bin so überfüllt von seiner Liebe und Freude, weil ich mir gewiss bin, dass wenn ich diese Tage sterbe, ich zu Ihm in den Himmel komme. So steht’s in der Bibel. Ich habe es gelesen und heute selbst erfahren.

Vater:  Du bist ein Christ geworden?! Dazu noch so frech und aufdringlich. Mir fehlen die Worte! Unser Leben lang haben wir dich im Hinblick auf Buddha erzogen, und du wirfst es alles in den Dreck. Ich will dich nicht mehr sehen! Verschwinde, und komme mir als Christ nie mehr unter die Augen!

Mutter:  Geh, und bleibe mir fern, denn ein Christ kann nicht mein Sohn sein!

-Musik-

Mann:  (geht niedergeschlagen davon) Wo soll ich hin? Niemand, außer Jesus kann mich jetzt verstehen. Was soll ich tun?

Erzähler:  Niedergeschlagen und enttäuscht ging er davon. Wo sollte er hin? Er schritt dem Walde zu und entdeckte plötzlich den Prediger, der ihm schon mit schnellen Schritten entgegen kam.

Prediger:  Mein lieber Freund,  Sie haben die frohe Kunde schon Ihren Eltern gebracht?

Mann:  Ja, das habe ich schon getan.

Prediger:  Und wie haben sie darauf reagiert?

Mann:  Sie… sie haben mich…  (weint)

Erzähler:  Weiter konnte er nichts sagen, Tränen erstickten seine Stimme.

Prediger:  Ja, ja,  ich weiß schon, was Sie sagen wollen. Sie haben Sie vertrieben. (Mann nickt)  Ich glaube, Gott hat es so geführt, dass ich gerade meinen Spaziergang machen wollte, und Sie dabei getroffen habe. Das ist mir eine wohlbekannte Geschichte.  Du bist nicht der Erste, und ich glaube auch nicht der Letzte. Hast Du einen Unterschlupf für die Zukunft?

Mann:  Nein, und außerdem bin ich ein Todgeweihter.  Ich habe Tuberkulose.

Prediger:  Sagen Sie so etwas nicht, Sie sind doch ein Christ. Denn nur Gott allein weiß die Stunde, wann wir sterben werden. Bei dieser Gelegenheit möchte ich Sie nach Hause einladen. Ich habe keine Angst vor der Tuberkulose. Sie werden bei mir wie ein Sohn behandelt.

Mann:  Ich kann Ihnen gar nicht genug danken!

Prediger:  Das brauchen Sie auch nicht, es macht Jesus, im Himmel.

-Lied-

Prediger:  Es ist spät geworden, ich möchte dir nur noch eine gute Nacht nach so vielen Kämpfen wünschen.

Mann:  Gute Nacht! (zu sich) Gott sei Dank, dass ich nicht im Wald zu vergehen brauche vor Hunger und Kälte.

-Musik-

Mann:  (Uhr schlägt 3.00 Uhr) Die Uhr hat erst drei geschlagen, Wie ist doch die Nacht so lang. Und die Schmerzen steigen wieder an. Was soll ich machen? Herr, mein Gott, hilf mir oder nimm mich von dieser Erde…  (Pause) Aber was ist denn das? Mir ist so warm und wohl. Ist das die Gegenwart Gottes? Es ist nicht wie bei Buddha – keine Angst,  keine Verzweiflung. Wo sind denn die Schmerzen? Es geht mir so gut wie noch nie. Es ist etwas mit mir geschehen, aber was? Sobald es Morgen wird, gehe ich zum Prediger und frage ihn. (Musik dauert etwas an, dann geht er hin, klopft an.)

Prediger:  Ja, bitte.

Mann:  Guten Morgen! Entschuldigen Sie mich bitte für die frühe Störung, aber ich muss Ihnen etwas berichten.

Prediger:  Ich höre Dich.

Mann:  Als ich mich heute Nacht in Schmerzen auf dem Bett wälzte, schrie ich in meinen Qua-len zu Gott. Und nach einer kurzen Zeit wurde das ganze Zimmer erfüllt mit hellem, warmem Licht. Es war die Gegenwart Jesu. Da fing ich an zu beten, und ich betete und betete, dabei wurde mir immer besser. Jetzt fühle ich mich so gut wie nie im in meinem Leben.

Prediger:  Gott hat an Dir ein Wunder vollbracht. Ihm die Ehre.

Mann:  Ich muss allen sagen, wie groß Jesus ist. Ich gehe auch zum Doktor, der mich schon aufgegeben hatte.

Prediger:  Gott sei mit Dir und segne Dich!

-Musik-

Mann:  Doktor, Doktor! Hier bin ich! Ich lebe! Ich bin gesund!

Doktor:  Moment mal, sind Sie nicht der Tuberkulosenkranke, den ich fast vor einem Monat aufgeben musste?

Mann:  Ja, das bin ich. Jesus hat mich in dieser Nacht geheilt, und ich brauche nicht mehr so früh zu sterben.

Doktor:  Ich kann Ihnen nicht glauben, dass Jesus so etwas tun kann. Darf ich Sie noch einmal röntgen?

Mann:  Ja, bitte, wenn Sie es mir nicht  glauben. 

Doktor:  Ich traue meinen Augen nicht mehr, aber ihr Herz und die Lungen sind vollkommen normal. Wie bei Neugeborenen; es ist ein Wunder, keine Medizin vermag so etwas.

Mann:  Ja, Doktor, ein Wunder, das es nur bei Jesus gibt. Phil. 4,13 ,,Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht."

Erzähler:  Lieber Zuhörer! Hast auch du schon diese wunderbare Heilung von deinen Sünden erlebt?! Jesus ist nicht ein toter Gott, Er lebt. Er ist wahrhaftig auferstanden! Er ruft dich heute: ,,Komm zu mir". Nur Er allein macht dich frei von deiner Last, die du vielleicht schon viele Jahre mit dir trägst.

PDF Download    Sende Artikel als PDF   

No responses yet

« Prev

eXTReMe Tracker Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de