Archive für die Kategorie 'Gottes Führung'

Okt 29 2008

Urwalderlebnisse

Geschrieben von under Gottes Führung

Urwalderlebnisse, ein christliches Anspiel zum Thema Gottes Führung für 7 Personen

Sprecher: Daniel und Dorothea hießen die Kinder einer Missionarsfamilie in Afrika. In ihren Schulferien durften sie oft zu Tante Kathia gehen, die im Urwald eine Missionsstation betreute. Schon in den ersten Tagen dieser Ferien verletzte sich Kathia ihren Fuß mit einem spitzen Stein, so dass sie einige Tage das Bett hüten musste. Für Daniel wurden diese Tage etwas langweilig. Er wäre doch so gerne im Urwald herum gestrolcht mit seinem Schwesterchen. So bat er eines Tages Tante Kathia, ob er nicht mit Kumar, das war ihr Hausboy, dieser war ein paar Jahre älter als Daniel, am nächsten Tag mit ihm in den näher gelegenen Wald gehen dürfte. So gab ihnen Tante Kathia einige wichtige Ratschläge über alles, was sie nicht tun durften:

Kathia: Also, keine hohen Bäume oder gefährliche Felsen erklettern, aber auch nicht zu tief in den Wald eindringen wegen den wilden Tieren.

Sprecher: Beide Jünglinge hatten ihr Herz schon dem Herrn Jesus übergeben, darum setzte die Tante Vertrauen auf die beiden Jungen. Die Buben willigten gerne ein, die Hinweise zu befolgen.
Am nächsten Tag ging’s dann los. Proviant durften sie in Genüge mitnehmen.

Daniel: Komm, Kumar, wir wollen einen neuen Weg ausfindig machen! Diesen und jenen Weg sind wir nun schon oft gegangen!

Sprecher: Daniel wies auf verschiedene Spuren hin, die an bekannten Bäumen vorbeiführten. Man konnte nicht recht feststellen, ob die Stege von Menschen oder von Tieren festgetrampelt worden waren.

Daniel: Komm, wir wollen hier dieser Spur folgen.

Sprecher: Und siehe da, Daniel entdeckte als erster eine kleine Waldlichtung. Wohl hatten sie schon einige lichte Stellen gefunden, aber diese hier war anders als alle anderen. In der Mitte des Platzes befand sich etwas wie eine Hütte, die aus Steinen aufeinandergeschichtet worden war. Oben drauf lagen Dinge, die im hellen Licht der Sonne glitzerten.

Daniel: (erstaunt) Was ist denn das?

Kumar: Ach, ich denke, es ist ein Altar, und zwar ein heidnischer Altar. Lass ihn in Ruhe!!

Daniel: Den will ich näher auskundschaften.

Kumar: Nein, lass ihn, vielleicht ist jemand in der Nähe, der uns sieht!

Sprecher: Daniel achtete nicht auf Kumar. Er umfasste mit der einen Hand seinen festen Stock und mit der anderen sein Messer. Unerschrocken schritt er auf den Götzenaltar zu, der von Menschenhänden errichtet worden sein musste. Kumar folgte ihm mit Tränen in den Augen. Es waren nicht Tränen der Trauer, sondern Tränen der Freude, und doch hatte er ein gewisses Zittern in seinen Gliedern. Seitdem er sein Leben dem Herrn Jesus übergeben hatte, war er frei und glücklich und von allem heidnischen Wesen los. Denn auch er war einer der Unglücklichsten gewesen, die die dämonischen Mächte fürchteten, und lange genug war er mit einem solchen Altar vertraut gewesen. So hatte er ein tiefes Mitleid mit den Menschen, die diesen Altar gebaut hatten, und die hier ihre Götter anbeteten. Kumar hätte sich abgewandt und wäre weitergegangen. Aber Daniel erinnerte sich plötzlich an eine Geschichte im Alten Testament. Er dachte an den Altar des falschen Gottes Baal, und er selbst fühlte sich gedrungen wie Gideon, welchen Gott gesandt hatte, um den Altar zu zerstören. Er wusste, Jesus Christus ist gekommen, um mit einem Opfer die Sündenschuld aller Menschen zu tragen. Dieser Götzenaltar hier musste nun zerstört werden, und er wollte es tun. Noch bevor Kumar begriff, was da vor sich ging, hatte Daniel die Kupfergefäße mit seinem Stock vom Altar weggeschleudert. Dann machte er sich daran, die Steine auseinanderzureißen.

Kumar: Hör auf, hör auf, du wirst die Götter erzürnen.

Sprecher: Plötzlich hatte ihn der alte, böse Aberglaube wieder ergriffen. Daniel hielt inne von seinem Zerstörungswerk und schaute Kumar entsetzt an.

Daniel: Kumar, wie kannst du so etwas sagen!? Du als Christ, der den lebendigen Gott anbetet! Ich bin von deinem Benehmen ganz enttäuscht!

Sprecher: Noch bevor der arme, verwirrte Kumar eine Antwort geben konnte, durchdrang ein unheimliches Geheul die Luft. – Es war ein erschütternder, heidnischer Schrei, der aus dem Wald heraus hallte. Er kam aus jener Richtung, aus der die Jungen eben gekommen waren. Beide Jünglinge standen wie angewurzelt da. Das Geheul ließ ihnen fast das Blut in den Adern stocken. Dann rannten die beiden kopflos über die Lichtung und sausten auf der anderen Seite einen Pfad hinunter, um möglichst rasch von diesem markerschütternden Geheul wegzukommen und in Sicherheit zu geraten. Jetzt blieben sie stehen und starrten einander an.

Daniel: Was nun?

Sprecher: Kumar erinnerte sich an die Ermahnungen seiner weißen Meisterin und fühlte sich unbehaglich.

Kumar: Du hättest den Altar nicht beschädigen dürfen.

Daniel: Vielleicht nicht.

Kumar: Wir gehen nicht hier zurück. Wir werden hier herumgehen. Dann treffen wir weiter unten wieder auf unseren Pfad, den wir kennen.

Sprecher: Aber ohne Kompass, ohne Wegzeichen war es bei der stets wechselnden Landschaft fast unmöglich, einen geraden Kurs einzuhalten. Die beiden Jungen waren schon ein ziemliches Stück gewandert, bis sie endlich feststellten, dass sie sich hoffnungslos verirrt hatten. Beide verspürten Hunger und Müdigkeit, und es war selbst im tiefen Wald sehr heiß. Was sollten sie nur tun?

Daniel: Komm, wir wollen beten.

Sprecher: Gemeinsam sanken sie auf ihre Knie. Mit reuevollem Herzen bekannte Daniel dem Herrn Jesus, dass er an allem Schuld sei, was geschehen war. Gemeinsam baten sie den Herrn um Hilfe, dass sie den Heimweg finden könnten. Sie standen auf und setzten ihren Weg fort im festen Glauben und Vertrauen zu ihrem himmlischen Vater, der sie den rechten Weg führen würde. So fanden sie einen Trampelpfad. Dieser machte eine scharfe Biegung nach links. Sonst war kein anderer Weg zu erblicken. So folgten sie diesem. Die Bäume wurden lichter, und Sonnenstrahlen fielen auf die rötliche Erde. Vor ihnen ragte eine senkrechte Felswand empor. Auf halber Höhe klaffte das riesige “Maul” einer Höhle. Aber wie man dort hinauf und wieder hinunterkommen konnte, konnten sie sich nicht vorstellen.

Mann: Hallo, ihr jungen Herren! Was hat euch in dieses Gebiet geführt?

Sprecher: Es war eine raue Stimme eines Mannes, die sie in englisch von hinten erschreckte. Sie wandten sich um – da stand ein Mann von ungefähr zwei Metern Länge vor ihnen, und er trug einen Vollbart. Die zwei Knaben kamen sich gleich wie Zwerge vor, diesem großen Mann gegenüber. Der Riese hatte weiße Haut. Zaghaft schauten die beiden an ihm hinauf, wohl etwas unbehaglich. Dann öffnete dieser seine großen Hände. Darin lagen das Lämpchen, das Ölkännchen und die kleine Glocke vom zerstörten Altar.

Mann: Habt ihr diese Dinge schon einmal gesehen?

Daniel: (zaghaft, stotternd) Mein Herr, wir wussten nicht, dass diese Gegenstände Ihnen gehören!

Mann: (grollend) Warum habt ihr den Altar zerstört?

Sprecher: Daniel holte Luft, bat schnell den Herrn Jesus um Kraft, um ein Zeugnis für Ihn zu sein. Alsbald antwortete Daniel dem Riesen:

Daniel: Kumar und ich glauben nicht an die Mächte der Dämonen. Wir verehren keine heidnischen Götter. Wir beten den einzigen, wahren Gott und Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn an. In der Bibel steht geschrieben, dass solche Altäre zerstört werden müssen. Und deshalb – deshalb habe ich ihn niedergerissen! — Es ist erstaunlich, dass Sie an einen solchen Unsinn glauben, mein Herr!

Mann: Ich glaube gar nichts, mein Junge, aber mein Hausboy tut es. Du hattest kein Recht, seinen Altar zu zerstören. Du musst dich bei ihm entschuldigen. – Es ist am besten, ihr kommt gleich mit mir mit und tut das.

Sprecher: Er zeigte auf die Höhle im Felsen und nahm jeden der Knaben an einen Arm, damit sie sich nicht davonmachen konnten. Daniel verspürte plötzlich, dass es Gottes Wille sei, dem großen Mann zu folgen. Munter und fröhlich fragte Daniel:

Daniel: Wie kommen wir denn dort hinauf?

Sprecher: Kumar staunte nur noch mit offenem Mund und starrte seinen Freund an. Der große Mann lachte und pfiff schnell durch die Finger. Und schon erschien die Gestalt eines braunen Jungen in der Öffnung der Höhle, und eine lange Strickleiter wurde hinuntergelassen.

Mann: Wie heißt du?

Daniel: Daniel.

Sprecher: Dann wandte er sich an Kumar in der Eingeborenensprache. Daniel gab sich alle Mühe, um auf gutem Fuß mit dem “Riesen” zu bleiben, wenn sie jemals wieder nach Hause gelangen wollten. Als sie oben am Rand der Höhle saßen, sprach der “Große”:

Mann: Ich wusste gar nicht, dass ich Nachbarn in meiner Nähe habe.

Sprecher: Daniel spürte aber aus seinem Tonfall, dass er darüber nicht sehr erfreut war, gab dann aber sofort zur Antwort, dass sie nur für ein paar Wochen hier in den Ferien bleiben würden. Er erklärte ihm, was sich mit Tante Kathia zugetragen hatte, darum seien sie hier. Dann bat Daniel den “Riesen”, ob er ihnen vielleicht sagen könnte, wie sie den Heimweg wieder finden können. Der “Riese” rief seinen kleinen Diener “Arul”. Dieser kam und stellte sich neben Kumar.

Mann: Die beiden sind gekommen, um sich bei dir zu entschuldigen, sie haben deinen Opferaltar beschädigt, kannst du ihnen vergeben?

Sprecher: Da Arul dies bejahte, sprach der “Riese”:

Mann: Welch ein großer Unterschied ist es, eure beiden Gesichter zusehen, Aruls und Kumars!

Sprecher: Dies bemerkte er in englischer Sprache.

Daniel: Dies ist, weil Kumar sein Herz dem Herrn Jesus geschenkt hat. Er kann sich jetzt immer freuen, weil Jesus ihm seine Sünden vergeben hat.

Mann: Unter einer Bedingung will ich euch heimlassen, und Arul wird euch ein Stück weit begleiten, wenn ihr mir versprecht, dass ihr morgen wieder herkommt und die Steine vom Altar wieder aufschichtet, wie sie gewesen sind. Und zudem sagt bitte niemandem etwas, dass ihr hier Menschen getroffen habt.

Sprecher: Daniel und Kumar schauten sich einige Augenblicke an, dann versprachen sie es. Denn beide fühlten, dass sich eine Gelegenheit bieten würde, zwei Menschen das Evangelium sagen zu können.

Kumar: Dürfen wir Arul von Jesus erzählen, wenn wir morgen wiederkommen?

Mann: Ihr dürft ihm erzählen, was ihr wollt, und wenn er euch glaubt, ist es mir auch egal!

Sprecher: So begleitete Arul die beiden Jungen an den Waldrand und zeigte ihnen den Weg, sie versprachen sich gegenseitig, sich am gleichen Ort am nächsten Tag wieder zu treffen.
Am Abend, als dann die ganze Schar um Tante Kathias Tisch saß und die Bibel gelesen wurde, sagte Daniel:

Daniel: Tante, ich möchte Missionar werden wie mein Vater. Ich möchte schon jetzt anfangen, den Menschen von Jesus zu erzählen. Kannst du mir ein paar Bibelteile in der Eingeborenensprache geben? Wir möchten morgen nochmals in den Wald gehen. Wer weiß, ob der Herr Jesus uns nicht plötzlich Menschen in den Weg führt.

Sprecher: Daniel benahm sich ganz still, erzählte nichts von all dem Erlebten, und auch Kumar betete im Stillen, dass der Herr alles führen und segnen möchte.
Indem Daniel am nächsten Tag den Steinaltar wieder aufbaute, erzählte Kumar seinem Landskameraden in seiner eigenen Sprache von Jesus Christus, wie er selbst durch sein Erlösungswerk am Kreuz auf Golgatha Frieden gefunden habe.
Es war einige Tage später. Tante Kathia wollte gerade mit ihren Ferienkindern aufbrechen zu einer Wanderung, als Dorothea von der Veranda hereingerannt kam. Ihre Augen waren vor Entsetzen weit aufgerissen.

Dorothea: Dort draußen ist ein großer Mann mit langen Haaren und einem Bart. Er fragte, ob hier ein Junge, namens Daniel wohnt.

Daniel: Das ist der Riese.

Kathia: (verblüfft) Wer?

Daniel: Der große Mann in der Höhle im Felsen. Weißt du Tante, ich habe Dir nichts davon erzählen dürfen! Was will er wohl? Ich dachte nicht, dass er einmal zu uns kommen würde. Komm, wir fragen ihn, ob er zu uns herein kommen will.

Kathia: Was habt ihr wohl angestellt, Buben?

Sprecher: Da steht er am Rande der Veranda, der große Mann mit schmerzverzerrtem Gesicht und bittenden Augen. Wie sie ihn näher betrachtet, entweicht die Angst sofort von Kathia.

Kathia: Können wir ihnen helfen?

Mann: Ob Sie das wohl können? Mein Junge Arul ist krank, sehr krank, und ich habe keine Medizin mehr. Ich fürchte, er ist dem Tode nahe. Vielleicht haben Sie noch Medizin, die ihm helfen könnte.

Kathia: Kommen Sie herein und erzählen Sie mir alles!

Sprecher: Die Jungen blieben auf der Veranda und beteten von tiefstem Herzen für Arul. Der “Riese” entdeckte sie nicht beim Weggehen. Tante Kathia betete ebenfalls für den Kranken und gab dem Mann die gewünschte Medizin.
Vom Ausflug wurde nichts mehr an diesem Tag. Dafür erzählten jetzt Kumar und Daniel alles, was sie erlebt hatten, und dankten dem Herrn Jesus für seine Liebe.
Schon zwei Tage später erschien der “Riese” und erzählte, dass es Arul wieder viel besser gehe. Dann schaute er auf Daniels Gesicht, das auf den Mann gerichtet war.

Mann: Vielen Dank dafür, Daniel, vielen Dank für alle eure Hilfe!

Sprecher: Tante Kathia ging mit dem Mann zur Seite, um etwas mit ihm zu besprechen.
Als der “Große” wieder gegangen war, hatte sie eine wunderbare Neuigkeit für die jungen Leute:

Kathia: Sobald Arul transportiert werden kann, will der “Riese” ihn aus der Höhle zu uns auf die Missionsstation hinuntertragen.

Sprecher: Die Freude, die jetzt die kleine Gesellschaft erfüllte, war nicht zu ermessen.

Daniel: Gott hat uns geführt, Kumar! Sind das nicht wunderbare Wege?

Sprecher: Ein paar Tage später war es soweit, und Arul fand eine neue Heimat. Hier wurde er gut gepflegt und mit viel Liebe umgeben. Wohl hatte er noch eine zu schwache Stimme, um zu sprechen, dazu quälte ihn noch das Heimweh nach dem “Riesen”.
Eines Tages, als Dorothea zu dem Patienten hinüber schaute, sah dieser in ihr lächelndes Gesicht und sagte leise:

Arul: Ich möchte auch Jesus Christus als meinen Freund und Erlöser haben.

Sprecher: Aruls Bitte erfreute Daniels und Dorotheas Herz mächtig. Der Kranke verlangte, mit seinem braunen Freund, Kumar, zu sprechen.
Als Tante Kathia ins Krankenzimmer kam, erkannte sie sofort, dass Aruls Gesicht strahlte. Er sagte zu ihr:

Arul: Jesus-Freund, ich möchte wie Du sein! Sage mir, wie das möglich ist!

Sprecher: In diesem Augenblick trat ein Mann über die Türschwelle, und der “Riese” stand vor ihnen. Tante Kathia wandte sich mit Tränen in den Augen zu ihm:

Kathia: Jetzt hat Arul das erste Mal wieder gesprochen!

Mann: Was hat er denn gesagt?

Kathia: Er äußerte sich, dass er auch Jesus als seinen besten Freund haben möchte, und bat: “Sage mir bitte den Weg dazu!” Und Kumar erzählte Arul auf seine Bitte hin, wie er ein Freund von Jesus werden könne, und wie dieser ihm alle seine Sünden vergebe und ihm tiefen, inneren Frieden schenken werde.

Sprecher: Das strahlende Gesicht von Tante Kathia hatte den großen Herrn ganz aus der Fassung gebracht. Bald einmal verabschiedete er sich von der Missionsstation und verschwand wieder in den Urwald. Arul fand Frieden mit Gott und erlebte die Vergebung seiner Sünden. Ja, nun war der Herr Jesus auch sein bester Freund geworden. Wie freuten sich Daniel und Kumar, dass ihr erlebtes Abenteuer im Urwald solch kostbare Früchte trug.

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Mrz 17 2008

Der Herr behütet dich

Geschrieben von under Gottes Führung,Hochzeit

Der Herr behütet dich, ein christliches Anspiel zur Hochzeit und zum Thema Gottes Führung für 4 Personen

Jim: Endlich dienstfrei. Dieser Staub und dieser ständige Menschenauflauf in diesem Land macht mir echt zu schaffen.

Joe: Die Hitze erst. Nicht auszuhalten bei unserer Uniform. Aber unsere freien Tage lassen wir uns deshalb jetzt nicht verderben.

Ben: Was schlagt ihr vor, wo wir am besten unsere Zeit verbringen?

Jim: Wir könnten erst einmal aufs Feld, ein bisschen frische Luft schnappen und ein paar wilde Tiere jagen.

Ben: Willst du sie mit der Hand erschlagen? Ich habe keine Lust das Gewehr wieder mit mir rumzutragen.

Joe: Aber warum denn nicht. Bei beweglichen Zielen kannst du uns dann ja mal endlich deine Schießkünste unter Beweis stellen.

Jim: Genau, das finde ich auch.

Sprecher: Die drei jungen englischen Offiziere, die in Indien stationiert waren, nutzten ihre freie Zeit, um ein wenig Abwechslung zu erleben. Sie trafen sich, wie verabredet auf einem Feld.

Ben: Also, das mit den wilden Tieren, das war wohl nichts.

Jim: Mir ist eine Eidechse über den Weg gelaufen.

Joe: Hast du sie getroffen?

Jim: Von wegen. Hey seht mal, da liegt ein Kochtopf. Der könnte doch unsere Zielscheibe werden. Was haltet ihr davon?

Joe: Gute Idee. Auf einen Löwen oder ähnliches können wir noch lange warten.

Ben: Aber…der gehört doch bestimmt der Hindufrau, dahinten auf dem Acker.

Joe: Woher willst du das wissen? Außerdem wird das umso spaßiger, wenn die Suppe aus dem Kochtopf läuft. Jede Fontäne als Zeichen für einen Treffer.

Sprecher: Gesagt, getan. Die drei Männer richteten ihre Gewehre auf den Topf und schossen. Einer nach dem andern. Sie zielten gut und waren auch als gute Schützen bekannt. Doch nicht eine Kugel traf.

Jim: Sag mal Ben, welcher Opa hat dir das Schießen beigebracht? Und du willst uns weismachen, dass du auch bewegliche Ziele treffen kannst, wo für dich nicht einmal so ein Kochtopf in Frage kommt?

Joe: Du Jim, ich frage mich, wie du zu dem Titel „Bester Scharfschütze” im letzten Jahr gekommen bist? Deine Kugel ist ja in den 5m entfernt liegenden Busch geflogen.

Ben: Wisst ihr was ihr beiden ”Neunmalklug”? Ich hätte gern gewusst, wer euch überhaupt in den Rang der Offiziere befördert hat. Ist ja wirklich ein lächerliches Bild das ihr da abgebt.

Sprecher: Die Herren wurden immer hitziger und schossen um die Wette – vergebens, nicht eine Kugel erreichte ihr Ziel. Es war ihnen ein Rätsel und sie mussten es lösen. Sie warfen ihre Gewehre hin und stürzten auf den Topf zu. Staunend prallten sie zurück. In dem Topf lag glücklich lächelnd und mit den Händchen zappelnd ein braunes Kindlein, das Kind der armen Hindufrau.
Spiegelt diese Geschichte nicht auch unsere Situation als Christen wieder? Sind wir nicht oft auch dem Kugelhagel des Satans ausgesetzt?
Der Herr behütet dich sagt uns der Psalmsänger in Psalm 121,5. Er stellt uns zudem eine Waffenrüstung zur Verfügung, mit der wir erfolgreich gegen die Angriffe des Satans angehen können.

Liebes Brautpaar wir wünschen euch, dass ihr von dieser Waffenrüstung Gebrauch macht und Gottes Hilfe und Schutz in Anspruch nehmt, um selbst die schärfsten Geschütze des Feindes abwehren zu können.

-ENDE-

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Mrz 15 2008

Glück im Leben!

Geschrieben von under Gottes Führung,Hochzeit

Glück im Leben, ein christliches Anspiel zum Thema Gottes Führung oder zur Hochzeit für 5 Personen

Sprecher:   In einem kleinen Dorf im Herzen Chinas wohnte der Bauer Li-Peng mit seinem Sohn in ziemlich ärmlichen Verhältnissen. Sie hatten nicht viel Land, das sie bebauen konnten, und lebten mehr schlecht als recht von dem Ertrag ihrer Arbeit. Mit Hilfe ihres alten Pferdes konnten sie aber die Arbeit erledigen, die auf sie alljährlich zukam.

Nachbar 1:   Ach, guten Tag Li -Peng. So eine hektische Erntezeit wie in diesem Jahr haben wir nicht oft gehabt. Wie weit seid ihr mit der Arbeit gekommen?

Li-Peng:   Die Ernte haben wir fast ganz eingefahren. Durch die vergleichsweise guten Bedingungen hatten wir natürlich auch die Möglichkeit schon jetzt so weit zu sein. Auch der Ertrag ist besser geworden, wie im letzten Jahr. Da werden wir in diesem Winter hoffentlich nicht auf die Hilfe anderer angewiesen sein.
Wir haben da aber ein kleines Problem bekommen. Unser einziges Pferd, das bis jetzt sehr gute Dienste geleistet hat, ist uns heute Mittag, während wir gegessen haben, entlaufen. Hast du es vielleicht irgendwo gesehen?

Nachbar 1:   Nein, ich habe es nicht bemerkt. Es ist aber auch tragisch, dass dieses gerade in der Erntezeit passieren muss, wo ein Pferd einfach unentbehrlich ist. Ich würde euch ja gerne helfen, aber ich habe auch nur eines das ich gerade selbst brauche.
Gerade so ein Unglück muss euch auch noch in der Erntezeit begegnen.

Li-Peng:   Woher weißt du, dass es ein Unglück ist? Ich bin dankbar, dass wir zumindest den größten Teil der Arbeit erledigen konnten.

Sprecher:   Und so trennten sich die Nachbarn und jeder ging seinen Pflichten nach. Der Bauer Li-Peng war noch am grübeln, wie er diese Situation jetzt am besten meistern könnte, da kam plötzlich sein Sohn angestürmt.

Sohn:   Vater, unser Pferd ist wieder zurückgekommen, und hat gleich eine ganze Herde Wildpferde mitgebracht. Lasst uns sie gleich einfangen.

Li-Peng:   Ja, lasst uns gleich loslaufen. Nimm die Stricke dort hinten im Schuppen mit.

- Musik -

Nachbar 2:   Guck dir das einmal an, es passieren doch heutzutage noch merkwürdige Dinge. Da läuft dir erst dein einziges Pferd davon und bringt dann aber gleich eine ganze Herde dieser schönen Wildpferde mit. Du hast wirklich Glück gehabt.

Li-Peng:   Woher weißt du, dass es Glück ist?

Nachbar 2:   Na hör einmal! Alle Dorfbewohner beneiden dich um diese Wildpferde.

Sprecher:   Vater und Sohn waren natürlich sofort dabei, diese Wildpferde zu trainieren, um sie auch bei der anfallenden Arbeit gebrauchen zu können.
Bei einer Gelegenheit geschah es dann, als der Sohn gerade auf seinem stärksten Pferd unterwegs war, dass er von dem wild gewordenen Tier, herunter geworfen wurde. Er fiel so hart, dass er sich auch noch unglücklicherweise das Bein brach.

Nachbar 1:   Guten Tag, Nachbar. Ich wollte mich mal erkundigen, wie es deinem Sohn geht. Nach diesem schweren Sturz von dem wilden Pferd, tut mir der arme Junge richtig leid, dass er nun so lange im Bett bleiben muss. Ich sagte schon immer zu meiner Frau: wilden Tieren darf man nie zu schnell das Vertrauen schenken, auch wenn es nur Pferde sind. Hat dein Sohn noch andere Verletzungen bekommen, außer dem gebrochenen Bein?

Li-Peng:   Bis auf das Bein, bin ich froh, dass es nicht schlimmer passiert ist. Der Arzt hat alles behandelt, so dass ich zuversichtlich bin, dass er bald wieder gesund ist.

Nachbar 1:   Wer hätte es sich träumen lassen, dass aus der ganzen Sache mit den Wildpferden so ein Unglück werden könnte?

Li-Peng:   Woher weißt du, dass es ein Unglück ist?

Sprecher:   Kurz darauf brach in dem Land ein Krieg aus, wo dieser Sohn auch angefordert wurde. Doch mit einem gebrochenen Bein konnten sie ihn nicht gebrauchen. Er durfte zu seiner und der Eltern Freude zu Hause bleiben und brauchte nicht mit in den Krieg ziehen.

Liebe ___________________ und ______________________.
Lebensumstände, die euch in eurer Zukunft begegnen werden, sind nicht nur an dem Sichtbaren und Gegenwärtigen zu beurteilen. Schenkt euer Vertrauen Gott, der auch die kompliziertesten Zusammenhänge durchschaut, so werdet ihr euch froh und getragen von ihm in allen Lebenslagen wissen. In Römer 8, 28 steht:
Wir wissen aber, dass denen die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach seinem Vorsatz berufen sind.

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Mrz 06 2008

Der Wert einer Seele

Geschrieben von under Gottes Führung

Der Wert einer Seele, ein christliches Anspiel zum Thema Gottes Führung für 5 Personen

Elise: Hallo Ruth, ich habe Eintrittskarten für ein Konzert der weltberühmten Glockenspieler am Dienstagabend. Kommst Du mit? Ich habe so etwas noch nie gehört.

Ruth: Aber an dem Abend ist doch Gebetsversammlung.

Elise: Ich weiß, aber dies ist der letzte Abend. Gebetsversammlung haben wir noch öfter.

Ruth: Niemals möchte ich wegen so etwas eine Gebetsversammlung versäumen. Das ist mir die Veranstaltung nicht Wert.

Elise: Das ist das letzte und schönste Konzert. So etwas erlebt man nicht alle Tage und außerdem, wir können auch dort in unseren Herzen den Herrn anbeten.

Ruth: Nein, ich gehe zur Kirche, auch wenn das Konzert noch so schön ist. Mir ist die Gemeinschaft mit dem Herrn und den Gläubigen wichtiger, als so eine weltliche Veranstaltung.

Sprecher: Eigentlich ging es Elise ja auch nicht anders. Sicher wäre es wichtiger zum Gottesdienst zu gehen, um dort all die wichtigen Dinge vor Gott zu bringen. Aber könnte man nicht einmal eine Gebetsstunde auslassen? So schlimm konnte es doch gar nicht sein. Immer wieder musste sie an die entschiedene Ruth denken. ”Ich gehe zur Kirche!” hatte sie gesagt und war dabei geblieben.

Elise: (zu sich) Ich würde so gerne zum Konzert gehen. Aber Gottes Wort sagt uns: ”Verlasset nicht die Versammlungen der Heiligen.” Irgendwie mahnt es mich, doch lieber zur Kirche zu gehen. Beim Konzert werde ich sowieso keine Ruhe finden. Und nachher bin ich unglücklich, weil ich das getan habe, was eigentlich nicht richtig ist. Ich gehe lieber zur Gebetsversammlung.

(später)

Ruth: Hallo Elise du bist ja doch zum Gottesdienst gekommen. Fällt das Konzert etwa aus?

Elise: Nein, Gottes Geist mahnte mich, doch lieber zur Gebetsversammlung zu gehen. Mir wurde die Gemeinschaft mit Gott plötzlich wichtiger als die Glockenspieler, nicht zuletzt auch durch deine vorbildliche Entschiedenheit.

Ruth: Ich freue mich, dass du dich entschlossen hast, hierher zu kommen. Ich habe für dich gebetet.

Sprecher: Und plötzlich überkam Elise eine unbekannte Freude, wie wenn man etwas ganz Wunderbares erlebt hat. Von ganzen Herzen sang sie die Lieder mit, die jetzt angestimmt wurden. Und als am Ende des Gottesdienstes die Musik kaum verklungen war, sprang sie auf und sagte voller Freude:

Elise: (freudig) Ich wollte heute Abend zum Konzert der Glockenspieler gehen, aber ich fühlte, dass es meine Pflicht sei, in der Gebetsversammlung zu sein; wie viel fröhlicher und glücklicher bin ich jetzt, als ich beim Konzert sein könnte. Auch die schönste Musik kann einem Herzen nicht schöner klingen als das Lied, das wir eben gesungen haben.

Prediger: Das ist schön Elise, dass du der Stimme des Geistes mehr Gehör geschenkt hast, anstatt deine eigene Pläne zu verwirklichen. Darauf ruht der Segen Gottes. Vielleicht ist heute hier in unserer Mitte jemand, der diese Stimme des Geistes auch vernommen hat. Heute darfst du den ersten Schritt zu Gott dem Heiland tun und dich ihm für immer ausliefern.

Sprecher: Der Prediger hatte kaum ausgeredet, als eine vornehme Frau mit innerer Überzeugung und Reue langsamen Schrittes nach vorne kam, auf die Knie fiel, um dem Heiland ihr Leben zu übergeben. Nach der Versammlung kam Ruth zu Elise und sagte:

Ruth: Die Frau, die nach vorne gegangen ist, wünscht mit dir bekannt zu werden.

Elise: Mit mir? Ich habe sie noch nie gesehen. Was sie wohl will? (geht zu ihr)
Guten Abend, ich bin die Elise. Sie wollten mich sprechen?

Frau: Ja, ich wollte sagen, dass ich mich heute Abend entschlossen habe, mein Leben dem lieben Heiland zu geben, ist die Folge Ihres Zeugnisses. Seit ungefähr 10 Jahren war ich in keiner Kirche, und heute Abend bin ich nur einer Freundin zu Gefallen hierhergekommen. Wie sie sagten: ”Ich habe das Konzert aufgegeben, um in die Gebetsversammlung zu kommen, und keine Musik könne schöner klingen, als das Lied”, da dachte ich bei mir: Diese Leute haben etwas, was ich nicht besitze; und ein Hunger erwachte in meinem Herzen, der mich nach vorn an den Altar trieb. Gepriesen sei der Herr! Meinen herzlichsten Dank, denn ihr Zeugnis war die Veranlassung, dass ich heute Abend eine Nachfolgerin Jesu geworden bin.

Elise: Oh, das ist ja wunderbar! Ich danke ihnen, dass sie mir dies erzählt haben, es soll mir mein Leben lang eine Lehre sein.

Sprecher: In dieser Nacht passierte ein großes Zugunglück. Von dem großen Getöse aufgewacht lief Elise mit ihrem Vater zur Unglücksstelle, denn sie wohnten nahe der Eisenbahnlinie. Wie groß war das Erstaunen, als sie am brennenden Zug angekommen, gleich in der ersten verunglückten Person das Antlitz jener Frau, die sich am Abend zuvor bekehrt hatte, erblickten. Sie hatte große Brandverletzungen, denen sie dann kurze Zeit später erlag. Nach diesem Erlebnis nahm Elise sich vor, immer nach Gottes Willen zu fragen und stets auf die Stimme des Geistes zu hören.

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