Okt 02 2007
Das Gebet hat eine Macht
Das Gebet hat eine Macht, ein christliches Anspiel für 6 – 8 Personen
1. Soldat: Gerd, hast du gesehen, der Müller betet wieder!
2. Soldat: Ach, der hat doch auch nichts Besseres zu tun! Ich verstehe nicht, wie manche Leute noch so rückständig sein können. Der glaubt doch tatsächlich noch, dass das Gebet etwas bewirken kann!
1. Soldat: (spöttisch) Du, solchen Märchen habe ich als Kind auch mal geglaubt.
Sprecher: Oft hört man derartige Gespräche in den Zimmern der Kaserne. Seitdem der Müller dazugekommen ist, der so fromm tat und in der Öffentlichkeit auch noch betet, ist er zum Gespött der anderen Soldaten geworden! Frank Müller jedoch versucht ruhig zu bleiben und lässt sich durch nichts seine Gemeinschaft mit Gott nehmen.
Eines Tages geht unter den Soldaten aufgeregtes Geflüster umher:
1. Soldat: Hast du es auch gehört? Unser Leutnant soll versetzt werden und der Winkelmann von nebenan soll unseren Zug übernehmen?
3. Soldat: Was, der Winkelmann? Na, das kann ja heiter werden!
2. Soldat: Das können die doch nicht machen! Alles, bloß das nicht!
(Müller geht eilig vorbei)
1. Soldat: Hey, Frank, wohin so eilig? Komm mal her!
Müller: Ja, was ist denn?
3. Soldat: Stell dir vor, unser Leutnant wird versetzt und der Winkelmann soll uns jetzt führen!
2. Soldat: Frank, du kannst beten, oder? (spöttelnd) Und du sagst Gott erhört Gebete; dann bete doch, damit der Leutnant bei uns bleiben kann!
Sprecher: Alle brechen in schallendes Gelächter aus, nur Frank ist gar nicht zum Lachen zumute. Müssen sie ihn denn immer so gemein hänseln? Am Abend bringt er die Sache mit dem Leutnant vor Gott; im Vertrauen, dass er auch hier helfen kann.
-Musik-
2. Soldat: Na Frank, du betest schon eine ganze Woche! Morgen soll der Neue kommen! Es bringt wohl nichts dein Beten!
1. Soldat: Du kannst ruhig aufhören mit Beten; das bringt doch nichts.
Müller: Spottet nicht. Gott will es wahrscheinlich so haben, dass wir einen anderen Leutnant bekommen. Wie es auch kommen mag – aber eines sage ich euch: (mit Nachdruck) Ich bleibe dennoch bei Gott, er hat mich noch nie enttäuscht.
2. Soldat: Ich merke schon, dir ist nicht mehr zu helfen!
Sprecher: Jetzt betet Frank noch heftiger, Gott solle es doch, wenn es sein Wille ist, so führen, dass der alte Leutnant bleibt. Und Gott antwortet!
(6 Soldaten stehen gerade in einer Reihe, Leutnant vor ihnen)
Leutnant: (mit strenger Stimme) Ihr habt sicherlich mitbekommen, dass ich versetzt werden sollte! Durch einige Umstellungen hat sich jedoch etwas geädert. Vorläufig werde ich weiterhin diesen Zug führen!
2. Soldat: (verwundert, blickt auf Frank) Also erhört Gott doch Gebete.
Sprecher: Seitdem ist einige Zeit vergangen und ein Teil der Soldaten haben den Wehrdienst absolviert. Am letzten Tag vor der Entlassung wollen sich einige Soldaten einen Spaß erlauben und schmieren schwarze Schuhcreme ihren Kameraden ins Gesicht. Als sie sich Frank vornehmen wollen, tritt ein Verteidiger auf.
2. Soldat: Lasst den Müller bloß in Ruhe!
1. Soldat: Was ist denn mit dir los? Warum verteidigst du ihn? Es werden keine Ausnahmen gemacht! Jeder ist heute dran!
3. Soldat: Genau, los auf ihn!
(2. Soldat stellt sich schützend vor Frank)
2. Soldat: Nein, – nicht, ich verbiete allen, Frank anzurühren! Er könnte sonst beten, dass es uns schlecht geht und dann können wir nichts verhindern. Wir haben es doch selbst gesehen, wenn Frank betet, so wird er erhört.
Sprecher: Wir sollen ein reges Gebetsleben führen und uns nicht scheuen, Gott zu bekennen. Dann werden auch die Mitmenschen einsehen, dass es einen lebendigen Gott gibt, der eingreifen und helfen kann.