Archive für die Kategorie 'Frieden'

Mai 05 2008

Toni auf der Heidelberger Mauer

Geschrieben von Christ under Evangelisation, Frieden

Toni auf der Heidelberger Mauer, ein christliches Anspiel zum Thema Frieden und Evangelisation für 7 Personen

Klaus: Schau dir mal den Toni an. Schon wieder hat er seinen Platz an der Heidelberger Mauer eingenommen. Braucht wahrscheinlich mal wieder Geld.

Rainer: So eine Unverschämtheit. Betteln, anstatt es auf ehrliche Weise zu versuchen. Ne du, für solche habe ich keinen Pfennig über. Die sollen mit dem was sie haben klarkommen und nicht immer alles für Alkohol und Drogen ausgeben. Komm Klaus, gehen wir schnell weiter, sonst wird mein Mitgefühl doch noch erregt. (gehen schnell vorüber)

Oma: Schau mal Anne, dieser Arme Mann. Lass uns etwas Geld in seinen Hut werfen, damit er sich etwas Ordentliches zu Essen kaufen kann. Der sieht schon ganz verhungert aus.

Anne: Nein Oma, für solche Bettler ist mir mein Geld viel zu schade. Mit Sicherheit gibt er das Geld nicht für seinen Hunger, sondern für seinen Durst aus. Sieh ihn dir doch mal genauer an. Ganz heruntergekommen. Kein Wunder, dass die Bürger ihn verachten.

Oma: So sollst du nicht sprechen. (gehen vorbei)

Erzähler: Diese Bemerkungen muss Toni so oft hören und dann steigen ihm die Tränen in die Augen.

Toni: Alles ist so sinnlos auf dieser Erde. Ist man erst in diesem Teufelskreis hineingeraten, so kommt man nicht wieder heraus. Man dreht sich wie eine Spirale, die kein Ende hat. Alleine schaffe ich es nicht, hier herauszukommen, aber wer hilft mir schon?
O gäbe es doch nur einen Menschen, der mich aus diesem Schlamassel herausreißen könnte und mir hilft. Doch alles ist hoffnungslos.

- Musik -

Erzähler: Toni hat schon einiges in seinem Leben hinter sich. Als Halbwaise, von einem Heim ins andere geschoben, weil Schwächlinge nicht erwünscht waren, versucht er es zunächst mit Alkohol, der ihm wenigstens im Rausch seinen Zustand vergessen lässt. Bald genügt ihm der Alkohol nicht mehr, und er greift nach härteren Mitteln, den Drogen, von denen er nun nicht mehr loskommt. Er dreht sich wirklich wie auf einer Spirale ohne Ende, die ihn immer tiefer sinken lässt. Schon bald schlägt er sein Nachtquartier auf einer Parkbank auf und den Rest der Zeit verbringt er an der Heidelberger Mauer, um dort zu betteln. Am nächsten Tag sitzt Toni wieder auf seinem alten Platz an der Mauer, als ihn ein freundlicher junger Mann anspricht.

Paul: Guten Tag. Ich heiße Paul Müller. Ich sah sie gerade im Vorbeigehen in dieser Kälte sitzen. Es ist sicher kein angenehmer Platz. Ich möchte Sie herzlich zu unserem Teeabend einladen, wo sie sich ein bisschen aufwärmen können.

Toni: Sie müssen hier neu sein. Mit mir spricht doch sonst niemand mehr. Ich bin für sie ein Außenseiter geworden.

Paul: Dann sind gerade Sie der richtige. Kommen Sie gleich mit. Der Teeabend fängt gleich an.

Toni: Was macht ihr eigentlich auf so einem Teeabend?

Paul: Wir führen offene Gespräche, singen Lieder und anschließend hören wir Geschichten aus der Bibel.

Toni: Was, Sie glauben noch an die Bibel? Die ist doch schon total veraltet.

Paul: Sie ist zwar das älteste Buch auf der Erde, dafür aber noch das aktuellste.

Toni: Na ja, schaden wird es nicht und außerdem gibt es endlich eine warme Stube und nicht das Kopfsteinpflaster.

- Musik -

Erzähler: Als Toni am Abend die Teestube verlässt, ist er ganz begeistert. Hier hat er zum ersten Mal gespürt, dass er verstanden und akzeptiert wird. Die kleine Ansprache hat ihm sehr gut gefallen, auch wenn er noch nicht alles versteht. Besonders ein Vers ist ihm im Gedächtnis geblieben. In Gedanken sagt er ihn noch einmal auf:

Toni: Denn also hat Gott die Welt geliebt, – die Welt? Also auch mich – das er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben. (Joh. 3,16)
Er ist für mich gestorben, für mich, nur weil er mich liebt. Also gibt es jemand der mir helfen kann, der mich aus diesen schrecklichen Sog herausreißen kann. Es gibt jemand, der mich liebt, mit dem ich rechnen darf, auch wenn mich alle verlassen haben.
Ich muss sofort noch einmal zurück in die Teestube und die Sache mit Gott ins Reine bringen.

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Mai 05 2008

In letzter Minute…

Geschrieben von Christ under Frieden

In letzter Minute, ein christliches Anspiel zum Thema Frieden für 3 Personen

Autor:     Thomas lebt in einem kleinen Dorf in einer rauen Gegend. Die Bewohner der niedrigen Häuser, deren Dächer auf der Westseite beinahe auf den Boden reichen, sind fast ausnahmslos Bauern. Der Westwind meint es dort gar gut und weht riesige Schneewolken über die langen Dächer. Wenn im späten Frühling endlich der Schnee verschwunden ist, grünt und blüht die Heide in wunderbarer Pracht. Wie nach einem langen Winterschlaf kommen Menschen und Vieh aus Hütten und Ställen und bringen wieder Leben ins Dorf. Ist das ein Ereignis, wenn zum ersten Mal die ungeduldige Viehherde hinaus zur Weide getrieben wird! Da sind nicht nur der Hirte und sein Hund dabei, auch viele Kinder und Jugendliche begleiten den fröhlichen Auszug. Sie achten darauf, dass kein Tier im Übermut von der Herde fortläuft. Wenn die Kühe auf der eingezäunten Weide in Sicherheit sind, lagert sich das junge Volk gemütlich am Waldrand. Übermütige Gespräche gehen hin und her – dabei kommt man unverhofft auf das Thema Glauben zu sprechen. Bald scheiden sich die Geister. Einige wollen von Jesus, von Gott und der Bibel überhaupt nichts wissen. Andere dagegen geben freimütig zu, dass sie ein Schäflein des guten Hirten sind. Darüber wird viel gespottet. Der größte Spötter ist Thomas. Immer wieder versucht er, die "Frommen" zu ärgern. Willi, der entschieden dem Herrn Jesus nachfolgt, sagt ihm ganz klar, dass er ohne den Herrn Jesus verloren geht. Thomas lacht nur und lästert weiter. Ganz erschüttert über das böse Verhalten seines Kameraden, antwortet Willi mit einem Wort aus der Bibel:

Willi:     Irret euch nicht, Gott lässt sich nicht spotten! Denn was irgendein Mensch sät, wird er auch ernten " (Galater 6, Vers 7).

Autor:     Betroffen schweigt Thomas. Er weiß nichts mehr zu erwidern. Da es Zeit zur Heimkehr ist, verlassen alle den Platz am Waldrand. Jahre ziehen ins Land. Thomas hat die Schulzeit beendet und ist Bergmann geworden. Willi arbeitet in einem Industriebetrieb in der Stadt. Eines Tages geht es wie ein Lauffeuer durchs Dorf: In der Tongrube ist ein Unglück geschehen! Ein Stollen ist eingestürzt. Ein Bergmann ist verschüttet worden – es ist Thomas! Die nächste Nachricht lautet: Er muss noch leben, denn man hat Klopfzeichen vernommen! Fieberhaft arbeiten die Bergleute, um den Stollen freizulegen. Sie gönnen sich keine Ruhe. Die Mannschaften treten abwechselnd an, damit Tag und Nacht gearbeitet werden kann. Der Steiger, so nennt man den Vorgesetzten der Bergleute, macht ein bedenkliches Gesicht. Er hat auch Ursache dazu. Wer eine Tongrube kennt, weiß, dass dort immer Wasser vorhanden ist. Aus dem Stollen kam vorher ein munteres Bächlein, weiß wie Milch von Ton gefärbt. Die eingestürzte Stollenwand verhindert nun das Abfließen des Wassers. Es muss sich also im Berg ein See gebildet haben. Das ist natürlich katastrophal für den Eingeschlossenen. Endlich, nach zwei Tagen schwerster Arbeit, gelingt der Durchstich! Ein wilder Wasserstrahl schießt aus dem Loch. Die helfenden Bergleute springen zur Seite. Sobald das Wasser abgeflossen ist, kriechen sie durch die Öffnung und finden Thomas. An einen Grubenpfosten gelehnt, hält er sich mühsam aufrecht. Aber das Wunder ist geschehen – er lebt! In aller Eile bringt man den völlig erschöpften und unterkühlten Bergmann nach Hause. Der Arzt bemüht sich um ihn. Einer der ersten Besucher ist Willi. Mit Mühe richtet sich der Gerettete in seinem Bett auf.

Thomas:     Willi, es war so schrecklich! Nachdem mit donnerndem Getöse das ‘Hangende’ herunter gebrochen und meine Lampe erloschen war, stand ich wie gelähmt in der Finsternis. Zunächst dachte ich noch zuversichtlich, dass mich die Kameraden bald herausbuddeln würden. Da kroch es plötzlich kalt und nass in meine Schuhe. Das Wasser! Ein eisiger Schreck durchfuhr mich. Nun wusste ich, dass das Wasser  nicht mehr abfließen kann. Es wird sich stauen und ich muss elend ertrinken. Nun kam mir meine furchtbare Lage zum Bewusstsein. Um mich bemerkbar zu machen, schlug ich wie wild mit meiner Hacke an den Grubenstempel. Dicke Tonbrocken klatschten ins Wasser. Ich musste aufhören. Das Wasser stieg und stieg. Nun hatte ich Zeit zum Nachdenken. Die Erinnerung an jene Stunde am Waldrand wurde lebendig in mir. Oh, wie hatte ich damals über Gott und Jesus gespottet! Jetzt war die Strafe Gottes da. Gott lässt sich nicht spotten. Mit feurigen Buchstaben schienen diese Worte in mein Gehirn eingegraben. Ich erntete eine furchtbare Saat. Langsam, doch beständig stieg das Wasser. Es reichte schon bis an meine Knie. Wie lange war ich schon eingeschlossen? Ich wusste es nicht. Ich schrie zu Gott: ‘Herr im Himmel, erbarme dich, rette mich, ich will mich bestimmt bekehren, wenn ich aus dieser Todeshöhle herauskomme!’ Das Wasser stieg weiter… Endlich hörte ich schürfende Geräusche. Stimmen drangen an mein Ohr. Meine Retter! Schaffen sie es? Willi, ich habe die Hölle durchlebt! Weißt du, wo mir das Wasser stand, als urplötzlich der Durchstich erfolgte und die Todesflut davon schoss? – Es stand mir am Kinn!

Autor:      Erschöpft sinkt Thomas in die Kissen zurück. Willi sagt nicht viel. Er betet still für den Kranken und geht dann nach Hause. Einige Tage später klopft es mitten in der Nacht heftig an Willis Haustür. Erschrocken springt Willi auf und hastet nach draußen. Im fahlen Mondlicht erkennt er Thomas.

Thomas:     (jubelnd) Willi, du sollst es zuerst erfahren, in dieser Nacht habe ich meinen Heiland gefunden. Ich habe Frieden mit Gott und bin errettet!

Autor:      Das ist eine Freude! Ein Käuzchen huscht erschrocken ins Eulenloch, ein Hund bellt – sie vernehmen es nicht. Doch auch der Himmel ist in Bewegung, denn dort ist Freude über einen Sünder, der Buße getan hat. Bald kann jedermann erkennen, dass Thomas eine echte Bekehrung erlebt hat. Freudig legt er Zeugnis ab und erzählt seine Bekehrungsgeschichte. Dadurch, dass er zwei Tage im eiskalten Grubenwasser ausharren musste, hatte er schwere gesundheitliche Schäden erlitten. Er wurde ernstlich krank. Es dauerte nicht lange, da holte ihn der Herr Jesus heim. Als glückliches Gotteskind durfte er dorthin gehen, wo es kein Leid, kein Geschrei und keine Tränen mehr gibt. Liebe Kinder! Alle, die Ihr den Herrn Jesus kennt, macht es wie Willi und legt für Euren Heiland Zeugnis ab, auch wenn Ihr vielleicht verspottet werdet. Er hat gesagt: "Ihr sollt meine Zeugen sein!" Und wenn Du diese Geschichte gelesen hast und noch nicht errettet bist, schiebe Deine Bekehrung bitte nicht auf die lange Bank! Denk an den jungen Bergmann! Wie schnell kann es zu spät sein. Und dann…?

ENDE

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Aug 10 2007

Hoffnung für den Kapitän

Geschrieben von admin under Frieden

Sprecher: Johann Müller war schon seit vielen Jahren Kapitän. Die raue See und die wilden Matrosen hatten ihn zu einem harten, herzlosen Mann gemacht. Er war ein gottloser Mensch und so schlecht, dass man dachte, ein Mensch könnte gar nicht schlechter sein. Doch Johann Müller verstand sein Handwerk und wurde trotz allem von seiner Mannschaft als ihren Kapitän geachtet. Er verstand sich durchzusetzen. Noch nie hatte er ein Schiff verloren und brachte auch seine Leute immer durch. Deshalb hielten sie zu ihm.
Das Schiff war wieder auf hoher See. Der Kapitän war von einer unheilbaren Krankheit befallen und wurde mit jedem Tag schwächer. Er versuchte es vor seinen Leuten zu verheimlichen, obwohl er innerlich fühlte, dass sein Ende nahe war, dass er bald sterben musste. Er hatte keine ruhige Minute mehr. Immer wenn er alleine war, plagten ihm seine Gedanken.

Kapitän: Bald werde ich sterben, doch was dann? Was ist, wenn es einen Gott gibt? Wenn es einen Himmel und eine Hölle gibt, wenn wir für unser Leben Rechenschaft abgeben müssen und unsere Sünden bestraft werden? Geh’ ich dann rettungslos verloren? Gibt es keine Hoffnung mehr für mich?

Sprecher: Der Kapitän ließ den 1. Steuermann rufen, in der Hoffnung, dass er ihm die Antwort geben könnte.

Kapitän: Hör zu, Steuermann. Ich fühle, dass es mit mir zu Ende geht. Ich werde bald sterben. Wenn du eine Bibel hast, so lies mir doch vor, ob Gott noch Gnade für mich hat und bete für mich.

1.Steuerm.: Aber, Herr Kapitän, ich habe keine Bibel und beten kann ich auch nicht. Es tut mir leid, aber da kann ich Ihnen nicht weiterhelfen.

Kapitän: Dann hol schnell den 2.Steuermann. Vielleicht kann er mir helfen.

(Kapitän wartet, der 1.Steuermann holt den 2. Steuermann)

Nun, wie steht es mit dir? Kannst du für mich beten und mir etwas aus der Bibel vorlesen? Ich werde nicht mehr lange leben und möchte nicht verloren gehen.

2.Steuerm.: Ich habe noch nie in der Bibel gelesen, Herr Kapitän, und beten? Ich weiß gar nicht, wie man das macht.

Sprecher: Der Kapitän war verzweifelt, ließ aber auch den 3.Steuermann rufen und fragte auch ihn.

3.Steuerm.: O ja, Herr Kapitän. Als ich noch klein war hat meine Mutter mich gelehrt zu beten und mir aus der Bibel vorgelesen. Doch seit vielen Jahren, seit ich von zu Hause fort bin, habe ich nicht mehr gebetet, nie in einer Bibel gelesen. Ich kann Ihnen nicht helfen.

Kapitän: Gibt es keinen Menschen auf meinem Schiff, der eine Bibel hat, niemand der zu beten versteht? ‘Glaubt denn keiner an Gott?

1.Steuerm.: Nein, Herr Kapitän. Von unseren Leuten glaubt keiner an Gott. Ich habe noch nie bei den Männern eine Bibel gesehen. Auch…

3.Steuerm.: Doch! Ich habe Willi, dem Jungen, der für unseren Koch arbeitet, einmal eine Bibel gesehen. Er liest oft in einem Buch. Es ist bestimmt die Bibel.

Kapitän: Dann beeilt euch und ruft ihn her!

Sprecher: Willi war gerade dabei Kartoffel zu schälen als man ihn rief.

1 Steuerm.: Los, Willi! Du sollst zum Kapitän kommen. Schnell! Beeile dich!

Willi: Ich komme! (zu sich) Was ist denn los? Ich habe doch nichts falsch gemacht!

Sprecher: Wenn man zum Kapitän kommen sollte, so hieß das nichts Gutes. Aber Willi nahm allen Mut zusammen und ging zur Kapitänskajüte. Er befürchtete Strafe zu bekommen und öffnete mit zitternd und klopfendem Herzen die Tür und meldete sich beim Kapitän.

Kapitän: Willi, hast du eine Bibel?

Willi: Ja, Herr Kapitän, ich habe eine Bibel, aber ich lese sie nur in der Freizeit. Ich versäume meine Arbeit nicht.

Kapitän: Hör mal, mein lieber junge. Ich weiß, dass ich bald sterben muss. Hol bitte deine Bibel und lies mit etwas vor. Schau mal nach, ob es darin steht, dass Gott Sündern vergibt!

Sprecher:
Willi lief los, um seine Bibel zu holen. Er blätterte aufgeregt hin und her und wusste nicht, was er dem Kapitän vorlesen sollte. So bat er Gott, dass Richtige zu finden. Da erinnerte er sich, dass seine kranke Mutter auf dem Sterbebett bat, ihr etwas aus Jesaja 53 vorzulesen. Schnell lief er zum Kapitän und begann dasselbe Kapitel vorzulesen. Er kam bis zum fünften Vers…

Willi: Aber er ist um unsere Missetat willen verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten und durch seine Wunden sind wir geheilt….

Kapitän:
Halt, junge. Lies es noch einmal vor. Das ist für mich geschrieben.

Sprecher: Der Vers wurde wiederholt. Willi merkte, dass es dem Kapitän ansprach. Er wurde etwas freier und wollte es seinem Zuhörer noch deutlicher erklären.

Kapitän:
Oh, wie tut es so gut, so etwas zu hören! Ist für mich denn wirklich noch Rettung da?

Willi: Herr Kapitän, meine Mutter erlaubte mir einst den Vers auch anders zu lesen. Sie sagte, ich habe das Recht meinen Namen einzusetzen. Darf ich den Vers noch einmal lesen, so wie meine Mutter es mir erklärte?

Kapitän:
Ja, mein Junge, ja!

Willi:
“Aber er ist um “Willis” Missetat willen verwundet und um “Willis” Sünde willen zerschlagen. Die Strafe “Willis” liegt auf ihn, auf dass “Willi” Frieden hätte und durch seine Wunden ist “Willi” geheilt.”

Kapitän: Mein Junge, lies mir den Vers bitte noch einmal vor, aber diesmal setzt du den Namen deines Kapitäns ein

Willi: “Aber er ist um “Johann Müllers” Missetat willen verwundet und um “Johann Müllers” Sünde willen zerschlagen. Die Strafe “Johann Müllers” liegt auf ihn, auf dass “ Johann Müller” Frieden hätte und durch seine Wunden ist “Johann Müller” geheilt.”

Kapitän: Genug, mein Junge. Du kannst nun gehen. Ich weiß jetzt, dass auch mir meine große Schuld vergeben wird. Ich muss nicht mehr verloren gehen, wenn ich sterbe.

Sprecher: Der Kapitän fand Frieden mit Gott, weil er seinen verlorenen Zustand erkannt hatte. Er lebte nur noch einige Tage. Aber in dieser kurzen Zeit, musste die ganze Besatzung in seine Kajüte kommen. Allen bat er um Vergebung. Obwohl er sein Leben lang gottlos gewesen war, wusste er was er zu tun hatte.
Er erzählte allen seinen Leuten von Gottes Gnade und dass sie ihre Sünden bekennen mussten. Sie sollten nicht so werden wie er war und sich rechtzeitig zu Gott bekehren. In tiefen Frieden schlief er ein.

-ENDE-

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Aug 10 2007

David Rabinovitz

Geschrieben von admin under Frieden

1. Sprecher: In der Schule nannten ihn die Knaben” Prahler” und” Kieke”. Heute hatten einige von ihnen sogar verächtlich gelacht, als der Lehrer die Auszeichnung der Woche in Mathematik ihm zuerkannte. Keiner löste die Rechenaufgaben so rasch wie er, und was das Sprachstudium an betraf; so sprach wohl jeder von ihnen Englisch, er aber las, sprach und schrieb in sieben verschiedenen Sprachen. Es war ihm wohl bewusst, warum sie ihn so niederträchtig behandelten: er war nämlich ein Jude – und als solcher verhasst!
Davids Zorn brannte heftig, als er nach der Schule seinen Heimweg antrat. An der Ecke stieß er unvermittelt auf Anderson, den Raufbold der Schule.

Anderson: He da, Prahler, wo schleichst du hin?

David: Ich bin kein Prahler. Ich bin ein Hebräer.

Anderson: Hallo! ,, Hebräer!” Das tönt großartig! Ein” Kieke” bist du – ein Jesustotschläger.

1. Sprecher: Seine Beschimpfungen bekräftigte er mit einer Handvoll Kieselsteinen, die er David plötzlich entgegen schleuderte. Bleich vor Wut und Schmerz und wie ein gejagtes, verwundetes Tier eilte der prächtige Israeli heim. Nie mehr, nein wirklich nie mehr wollte er in diese Schule zurückkehren!
An jenem Abend erzählte er alles seinem Vater. Es war Sabbat- Abend- Freitag.
Die Vorhänge waren gezogen, und die brennenden Kerzen warfen einen hellen Schein auf die fein profilierten jüdischen Gesichter, die sich um den Tisch versammelt hatten. Am oberen Ende stand der Vater: er war Rabbiner. Vor ihm saßen die anmutig – sanfte Mutter, ihre beiden bildhübschen Töchter, sowie David, der 12 jährige einzige Sohn. Das Nachtessen war vorüber, der” Tenach” (Altes Testament) wurde gelesen und dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs waren Gebete dar gebracht worden.
Plötzlich fragte David:

David: Vater, haben die Juden Jesus tatsächlich getötet?

Vater: Was soll das bedeuten, mein Sohn? Weißt du nicht, dass dieser Name in unserem Haus nicht genannt werden darf?

David: Aber, Vater, ein Knabe nannte mich heute in der Schule Jesus – Totschläger. Ich hasse ihn! Ich will nie wieder in diese Schule zurückkehren. Ich kann nicht mehr!

Vater: Beleidigungen – ja, mein Sohn, die müssen wir in Kauf nehmen, wo immer wir sind. Leiden sind nun mal das Los der Juden! Du aber musst zur Schule gehen, David. Wenn du ein großer Rabbiner werden willst, musst du die beste Ausbildung genießen. Was diesen Namen Jesus anbetrifft, mein Sohn, so waren es nicht die Juden, die ihn kreuzigten, sondern die Römer. Und es war recht so, David, denn er lästerte Gott als er behauptete, er sei Gottes Sohn. Er vollbrachte herrliche Wunder, weckte selbst Tote auf, aber weil er sich der Sünde schuldig gemacht hatte, zu behaupten, Israels Messias zu sein, war sein Tod unvermeidlich. Lass diesen Namen nicht wieder über deine Lippen kommen. Geh jetzt für eine Stunde in den Park, dann heim und früh zu Bett.

1. Sprecher: Langsam und nachdenklich spazierte er zum Park, setzte sich auf eine Bank. Ein Frau saß am anderen Ende der Bank.

Missionarin: Ist jener Stern nicht ganz wunderbar?
David: Ja, Venus ist der hellste von allen.

Missionarin: Weißt du, an wen sie mich erinnert? Wie heißt du?

David: David Rabinovitz.

Missionarin: O, du bist ein jüdischer Knabe! Ich habe viele jüdische Freunde. Nun, weißt du, David, an wen mich dieser Stern erinnert? An den Stern von Bethlehem. Kennst du die Geschichte von diesem Stern, David?

David: Nein, wie heißt sie?

Missionarin: Es war ein wunderbarer Stern, der die Weisen vom Morgen lande nach Bethlehem führte, wo sie das kleine Kind fanden, das soeben als König geboren wurde.

David: Ein König?

Missionarin: Ja, David, König der Juden – Israels Messias!

David: O, nein! Nicht der Messias! Der ist noch nicht gekommen. Aber mein Vater sagt, sein Kommen sei jetzt sehr nahe.
Missionarin: Sein zweites Kommen ist nahe, David, sein Kommen in Herrlichkeit. Aber das erste Mal musste er als Opfer für die Sünden kommen. Du weißt, dass Gott Opfer fordert. Und deshalb musste der Messias sterben – für dich und für mich.

David: Aber mein Vater hat mir das nie erzählt. Woher wissen Sie das?

Missionarin: Höre mir zu, David, ich will es dir erzählen. In diesem Buch – es ist dein Altes Testament – schrieben die Propheten: Er würde in Bethlehem geboren werden; er würde arm und niedrig sein; er würde nach Ägypten hinunter ziehen und dann in Nazareth ein Leben der Vollkommenheit, Heiligkeit und Liebe leben. Als erwachsener Mann wurde er große Wunder vollbringen; und schließlich würde er am Kreuz sterben und am dritten Tage auferstehen. Nun, im letzten Teil des Buches – dem Neuen Testament – wird uns von diesem Kind alles erzählt. Jede alttestamentliche Prophetie ist mit ihm in Erfüllung gegangen.

David: Sie meinen doch nicht etwa den Menschen Jesus?

Missionarin:
Doch, David, gewiss! Ich glaube von ganzem Herzen, dass Jesus Christus Israels Messias ist!

David: Nein, nein! Er ist nicht der Messias! Er ist schuld, dass unser Volk so leiden muss. Mein Vater sagt, ich dürfe diesen Namen nicht einmal erwähnen.

Missionarin: Lieber David, ich glaube, dein Vater hat die wunderbare Geschichte von Jesus und seiner Liebe noch nie richtig gelesen. O, es ist eine ganz wunderbare Geschichte!

David: Ja, wenn sie wahr wäre.

Missionarin: Sie ist wahr! Ich will dir dieses Neue Testament schenken, wenn du versprichst, dass du es lesen wirst. Willst du David?

David: Ja, wenn es mir mein Vater erlaubt!
Missionarin: Wenn ich darf; komme ich morgen zu dir heim und rede mit deinem Vater, Ich werde das kleine Testament mitbringen.

1. Erzähler: Die neuen Freunde reichten sich die Hand und verabschiedeten sich.

David: Ob die Geschichte wahr ist? Ich möchte wissen, ob die Dame recht hat, und ob mein Vater sich vielleicht irrt? Ob Jesus möglicherweise doch der Messias sein könnte?

1. Erzähler: Die Dame spazierte am Ufer entlang, und betete zu ihrem Herrn.

Missionarin: O Gott, gib mir diesen prächtigen Jüngling. Schenke es, dass David und alle Lieben in seinem Heim ihren wahren Messias finden.

2. Erzähler: Ein kalter Novembertag schlug gegen die Fenster. Im Hause der Familie Rabinovitz war es warm und hell.

Mutter: Ich fühle mich so müde. Bitte Vater, lies, dann lege ich mich zur Ruhe.

2. Erzähler:
Der Rabbiner las den wunderbaren 80. Psalm und erbat Gottes Segen für sein Heim und seine Lieben. David nahm seine Mutter in seine starke Arme und trug sie die Treppe hinauf Sanft legte er sie auf ihr Bett und küsste sie.

Mutter: Gute Nacht, David, mein Geliebter. Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig, der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

2. Erzähler:
Er ging die Treppe hinunter und betrat wieder das Wohnzimmer.

Vater: David ich habe einen Plan, den ich schon lange mit dir besprechen wollte. Ich glaube, nun ist die Zeit gekommen, ihn auszuführen. Im Oktober sollst du dich in der Hebräischen Universität in Jerusalem einschreiben. Und nach fünf Jahren wirst du einer der leitenden Rabbiner in ganz Palästina sein. Ja, wer weiß vielleicht kommt bis dann sogar unser Messias! Und du, David, darfst Ihm in den Tempelvorhöfen dienen!

2. Erzähler: Davids Herz schlug wild. Seit er vor zwei Jahren zum Glauben gekommen war, suchte David die Gelegenheit seinen himmlischen Vater zu bekennen. Und nun wusste er – der Moment war gekommen.

David: Lieber Vater, höre mich; ich kann nicht nach Palästina gehen, um Rabbiner zu werden, weil ich an Jesus Christus glaube! Ich bekenne Ihn jetzt vor dir als meinen Erretter und meinen Herrn als Gottes Sohn und Israels Messias!

Vater: David Rabinovitz, bist du verrückt? Wie wagst du es diesen Namen in meinem Haus auszusprechen! David, mein Sohn, willst du deines Vaters Herz brechen?

David: O, mein Vater, sprich nicht so. Ich liebe dich, mein Vater, und es bricht mein Herz, dich zu verwunden. Aber ich muss Ihm, meinem Herrn und Erretter, Jesus Christus, den ersten Platz einräumen. O, Vater, Lass mich dir erzählen, wie ich zu dieser Erkenntnis kam.

2. Erzähler: Er zog das Neue Testament aus seiner Tasche. Dann erzählte er, wie er es sorgfältig mit dem alten Testament verglichen habe. Es gehe durch die ganze Bibel, vom ersten Buch Moses an bis zur Offenbarung, ein Beweis dafür, dass das Alte und das Neue Testament eine Einheit bilden, und dass sowohl das Neue als auch das Alte Testament das inspirierte bevollmächtigte Wort sei. Mehr konnte der wütende orthodoxe Jude nicht ertragen. Weiß vor Wut riß er das Neue Testament aus Davids Hand und warf es ins Feuer.

Vater: Halt kein Wort mehr! David, ich stelle dir nur diese eine Frage: Willst du dich hier und jetzt von deinem Glauben an Jesus Christus los sagen?

David: Niemals!

Vater: Dann höre mich! Es ist jetzt zehn Uhr. Fünf Minuten vor zwölf werde ich mir deine Antwort holen. Wenn du bis dahin deine Torheit bereut hast, so werde ich dir freimütig vergeben. Aber, wenn du auf diesem gottlosen Unsinn beharrst, wirst du von meinem Heim und Herzen für immer scheiden müssen. Das wird deine Mutter töten. Und wenn sie sterben wird, dann wirst du ihr Mörder sein! – Nun triff die Wahl!

2. Erzähler: David blieb allein. Jede Faser seines Körpers zitterte vor Angst. So verstrich beinahe eine Stunde und dann ganz langsam, aber bestimmt, fühlte er in seinem Herzen den Frieden Gottes einkehren. ,,Fürchte dich nicht; denn ich bin mit dir; schaue nicht ängstlich umher, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ja, ich helfe dir, ja, ich schütze dich mit der Rechten meiner Gerechtigkeit.”
Fünf Minuten vor zwölf erschien der Vater. Sein Gesicht totenblass.

Vater: David Rabinovitz, glaubst du an Jesus Christus?

David: Ja! Ich glaube an Jesus Christus, den Sohn Gottes, den Messias Israels.

Vater: Dann geh! – verlasse mein Herz und mein Heim . Geh – für immer – in die äußerste Finsternis.

2. Erzähler: Mit satanischer Wut wurde David durch die Eingangstüre hinaus gestoßen, kopfvoran die Steintreppe hinunter. Wund am Körper, nieder geschmettert und gequält an Seele und Herz, lag er einige Augen blicke da, ohne Hut und Mantel. Aber sein Geist in ihm triumphierte noch immer. Dann einen letzten Blick auf das geliebte Heim werfend, rannte er fort. Im Park suchte er seine vertraute Bank auf, die kostbare Erinnerungen in ihm wach rief Hier hatte er sich auf alle Zusammenkünfte mit der Missionarin gefreut. Hier war es auch, wo David an jenem Nachmittag im Herbst vor zwei Jahren durch das Wort Gottes allein, endlich seinen Messias gefunden hatte. Er, David Rabinovitz, war jetzt völlig mittellos! Aber trotzdem fürchtete er sich nicht.
Er war völlig erschöpft, aber seltsam getröstet. Morgen würde er zu der Missionarin gehen und sie würde ihm sicher helfen. David legte seinen Kopf auf seinen Arm, streckte sich auf der harten Bank und schlief- von Gottes Liebe umgeben – bald darauf ein.

3. Erzähler: Ein stolzes Schiff der Amerika-Palästin-Linie näherte sich an einem Dezembernachmittag kurz vor Sonnenuntergang seinem Ankerplatz im New Yorker Hafen. Zwei verließen als die ersten den Landungssteg. Es war David Rabinovitz – jetzt Dr. Rabinovitz – der angesehene Rektor einer christlichen Schule von Palästina. Zusammen mit seiner Gattin war er, dem kurzen, aber dringenden Telegramm: ,,Mutter liegt im Sterben, komm!” gefolgt.
In Montreal angekommen, eilten David und seine Frau zum Hause seines Vaters. Hier war alles noch genauso, wie er es vor zehn Jahren verlassen hatte. Ein weißhaariger Herr betrat das Zimmer.

Vater: Meine Frau liegt im Sterben. Sie, mein Herr, können hinauf kommen.

3. Erzähler: David folgte seinem Vater. Gerade vor der Tür standen seine Schwestern. Davids Mutter lag auf ihrem Bett, genau dort, wo er sie vor zehn Jahren sanft niedergelegt hatte. Sie hatte es seither nie mehr verlassen. Sobald sie David erblickte, vernahm man ein leises von Freude und Schmerz gemischtes Stöhnen. Im selben Augenblick umschlang David die zerbrechliche Gestalt. Nachdem alle an der Seite ihres Bettes standen, hörten sie:

Mutter: Ich glaube an Jesus Christus.

3. Erzähler: Dann schlossen sich ihre Augen, mit einem strahlenden Lächeln auf ihrem noch immer schönen Gesicht, für immer.
Davids Herz frohlockte – seine Gebete waren erhört. Laut lobte und dankte er Gott. Während seine Schwestern laut zu wehklagen anfingen, wurde David von seinem Vater mit unerbittlicher Härte zum Zimmer hinaus und die Treppe hinunter gejagt. Wieder einmal wurde er aus seines Vaters Hause ausgewiesen.

Musik

Drei Wochen später wurde in der kleinen jüdischen Missionsstation in Montreal das Weihnachtsfest gefeiert.
David Rabinovitz erzählte die Weihnachtsgeschichte ganz einfach, aber überzeugend, dass es im Raum ganz still ,wurde. Drei der Anwesenden, ein Jüdischer Herr und zwei junge Jüdinnen, schienen von der Geschichte ganz besonders gefesselt. Als David seine Geschichte beendet hatte, lud er ein.

David: Wie viele von euch wollen diesen Herrn Jesus annehmen als ihren Messias, ihren Erretter, ihren König?

3. Erzähler: Da kam eine ganze Schar jüdischer Kinder nach vorn und kniete nieder. Da erhob sich der ältere Herr und ging langsam, aber entschlossen nach vorn und fiel dann neben den Kindern auf seine Knie, indem er seinen Kopf in seinen Armen verbarg und herzzerbrechend weinte. Der stolze Geist hatte sich gebeugt. Mit unaussprechlicher Freude kniete David neben dem gebrochenen alten Mann nieder und zog ihn sanft an sich und umarmte ihn innig. Dicke Tränen strömten über sein Gesicht, als sein Vater mit herzzerbrechender Stimme um Vergebung flehte. Dann kamen Davids Schwestern, zuerst Debora, dann Miriam, und standen neben ihren Vater. Auch sie schenkten ihre Herzen dem Herrn.

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