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	<title>Christliche Schatzkammer &#187; Ewigkeit</title>
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	<description>Eine Sammlung christlicher Werke</description>
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		<title>Keine Strafe &#8211; sondern Liebe</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Apr 2009 16:46:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Evangelisation]]></category>
		<category><![CDATA[Ewigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Keine Strafe &#8211; sondern Liebe, ein christliches Anspiel zum Thema Evangelisation, Ewigkeit f&#252;r 11 Personen Autor: Es war in einer hellen Mondscheinnacht gegen Weihnachten. Der frisch gefallene Schnee lag wie feiner Puder auf dem D&#252;nenland. Der Wind strich mit leisem Wehen daher, das mit der zunehmenden Nacht st&#228;rker und st&#228;rker wurde. Es dauerte noch lange [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Keine Strafe &#8211; sondern Liebe, ein christliches Anspiel zum Thema Evangelisation, Ewigkeit f&#252;r 11 Personen</strong></em></p>
<p><strong>Autor:</strong> Es war in einer hellen Mondscheinnacht gegen Weihnachten. Der frisch gefallene Schnee lag wie feiner Puder auf dem D&#252;nenland. Der Wind strich mit leisem Wehen daher, das mit der zunehmenden Nacht st&#228;rker und st&#228;rker wurde. Es dauerte noch lange bis die Sonne aufging, aber in Ole Konges Stube brannte schon Licht. Dort sa&#223; sein Sohn Erik auf einem Stuhl und war eifrig damit besch&#228;ftigt, seine Wasserstiefel einzucremen. Er war von kr&#228;ftiger Gestalt, gro&#223; und breitschultrig, mit regelm&#228;&#223;igen, derben Gesichtsz&#252;gen. Die dicke isl&#228;ndische Jacke lie&#223; ihn noch vierschr&#246;tiger erscheinen.<br />
Auf dem Tisch stand schon das Fr&#252;hst&#252;ck, das die Mutter hereingebracht hatte. Als Erik mit den Stiefeln fertig war, begann er zu essen. Da wurde die T&#252;r ge&#246;ffnet und Eriks Schwester Ellen, kam herein.<br />
<strong><br />
Ellen:</strong> Guten Morgen Erik. Gehst du jetzt?</p>
<p><strong>Erik:</strong> Guten Morgen, ich werde jetzt gehen, aber warum bist du so fr&#252;h auf, wo du doch die Erlaubnis hattest auszuschlafen?</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Oh, ich konnte nicht schlafen, ich muss mit dir reden.<br />
<strong><br />
Autor:</strong> Ellen setzte sich auf eine Bank neben dem Tisch und sah Erik an.</p>
<p><strong>Erik:</strong> Nun, was wolltest du denn sagen?</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Erik, es ist mir, als sollte heute etwas geschehen &#8211; dir &#8211; irgendein Ungl&#252;ck zusto&#223;en.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Doch er sagte mit scherzhaftem L&#228;cheln:</p>
<p><strong>Erik:</strong> Du tr&#228;umst gewiss noch, Herzensschwesterchen.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Das kann sein, aber ich habe doch Angst um dich. Ich hatte einen so sonderbaren Traum: Das Meer verschlang dich und du riefst mir zu „Ellen, wie viel geh&#246;rt dazu?“ und dann verschwandest du in den Fluten. Oh, ich habe solche Angst um dich, Bruder.</p>
<p><strong>Erik:</strong> Warum sorgst du dich so sehr um mich? Du solltest mehr um dich sorgen. Ich habe keine Angst vor dem Tod.<br />
<strong><br />
Ellen:</strong> Darf ich das denn nicht?</p>
<p><strong>Erik:</strong> Doch, das darfst du, Schwesterchen, aber ich f&#252;rchte du vergisst, dass du eine unsterbliche Seele hast, die teuer erkauft ist. Du wei&#223;t wohl, dass ich zu jeder Stunde wenn mich Gott abrufen will, bereit bin, aber du? Hast du denn nicht &#252;ber die Frage nachgedacht, die dir gestellt wurde? Was willst du darauf antworten?</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Ich wei&#223; es nicht!</p>
<p><strong>Autor:</strong> So sa&#223;en sie ein paar Minuten, doch dann stand Erik auf, verabschiedete sich von der eben hereingekommenen Mutter und Ellen, und trat in die mondhelle Nacht hinaus. Ellen wurde von der Mutter ins Bett geschickt, denn sie sah blass aus.</p>
<p><em>Musikst&#252;ck</em></p>
<p><strong>Autor:</strong> Ellens vergangenes Leben war ohne Gott verlebt worden. Sie hatte ihn wegen einem Mann, den sie sehr liebte, abgelehnt, weil dieser nichts davon wissen wollte. Der Maler, Knud Alb&#228;k, war in ihr Leben getreten, als sie schon ganz nah an Gott war, aber da er es nicht wollte, gab sie Gott auf. Ellens Gro&#223;vater hatte die Verlobung, die stattgefunden hatte, traurig gestimmt, weil er einer von den wenigen Christen in dem Fischerdorf war. Er hatte oft mit Ellen dar&#252;ber gesprochen, dass sie sich bekehren sollte, aber sie hatte das Gl&#252;ck dieser Welt gew&#228;hlt. Die Eltern hatten auch nichts gegen die Verbindung, denn sie kannten Gott auch nicht. Ellen war ganz zufrieden in ihrem Gl&#252;ck; sie wollte kein anderes. Doch die Frage die ihr nachts gestellt wurde, hatte sie zum Nachdenken gezwungen.<br />
Der Mond, der hoch am Himmel stand, war von hastig jagenden Wolken verdeckt. Ellen stand am Fenster und schaute den Schatten nach, die &#252;ber den Schnee glitten, denn schlafen konnte sie nicht. Die Frage „Wie viel geh&#246;rt dazu?“ stand ihr vor den Augen. Ihrem Bruder hatte sie darauf geantwortet „Ich wei&#223; es nicht“, aber sich selbst gegen&#252;ber musste sie ehrlich sein. Jetzt musste sie anders antworten. Sie w&#252;rde diese Frage gerne so weit wegschieben, um nicht darauf antworten zu m&#252;ssen und sie zu vergessen, aber sie wusste genau, dass sie das nicht tun konnte. Sie wusste auch, dass sie seit ihrer Verlobung vor Gott geflohen war. Vorher hatte sie schon etwas von Gottes N&#228;he gef&#252;hlt, aber seit sie Knud liebte, stand Gott so vor ihr, als ob er nur verlangte und sie wollte ihm nichts geben. Sie war sich im Klaren dar&#252;ber, dass Gott alles, ihr ganzes Herz wollte. Doch sie wusste, dass es nicht sein konnte, wenn sie sich das Gl&#252;ck, das jetzt ihr ganzes Leben ausf&#252;llte, bewahren wollte. Doch gleichzeitig stieg eine Angst in ihr auf, Gott k&#246;nnte gewaltsam in ihr Leben eingreifen, um ihren Sinn zu beugen. Diese Angst war in dieser Nacht mit erneuter St&#228;rke &#252;ber sie gekommen; der schreckliche Traum hatte sie hervorgerufen.<br />
Ellen warf sich auf ihr Bett und presste ihr Gesicht fest in das Kissen. So lag sie einige Zeit. Endlich fiel sie in einen unruhigen Schlummer. Als sie aufwachte war sie sehr m&#252;de und die Stirn brannte ihr. Da klopfte es an die T&#252;r und die Mutter trat ein. Sie &#252;berreichte Ellen mit ein paar freundlichen Worten einen Brief von Knud Alb&#228;k, dann sagte sie:</p>
<p><strong>Karin:</strong> Es gibt gewiss hohen Seegang. Vater hat den Ballon aufgezogen.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Ellen sprang wie elektrisiert aus dem Bett, zog sich in Windeseile an, trank auch den Kaffee nicht und ging so schnell sie konnte zum Strand. Unterwegs traf sie ihren Gro&#223;vater und sie eilten zusammen weiter.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Glaubst du, dass es heute schlimm wird, Gro&#223;vater?</p>
<p><strong>Opa:</strong> Es ist wohl m&#246;glich. Es sieht nicht all zu gut aus, aber es kommt ja haupts&#228;chlich auf die Flut an.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Sind denn alle Boote drau&#223;en?</p>
<p><strong>Opa:</strong> Nein, nur ein Dutzend etwa.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Jetzt kam Ellens Vater und noch einige M&#228;nner von der Mannschaft des Rettungsbootes, zu ihnen.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Wird das Rettungsboot ausgesetzt, Vater?</p>
<p><strong>Vater:</strong> Ich halte es f&#252;r meine Pflicht, die Brandung tobt ja f&#252;rchterlich und ich meine, sie nimmt zu.<br />
<strong><br />
Autor:</strong> Es kamen noch viele andere vom Dorf an den Landungsplatz. Drei Boote waren schon nahe am Ufer, aber etliche waren noch weit drau&#223;en, doch alle strebten dem Ufer zu. Ellen hatte sich auf den Rand eines Bootes gesetzt, das am Ufer lag, und beobachtete nur die drei Boote, wo sich auch ihr Bruder befand; anderes sah sie nichts.</p>
<p><strong>Maria:</strong> Nun kommt das Rettungsboot.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Mit diesen Worten setzte sich Maria, eine junge Frau aus dem Dorf, neben Ellen auf den Bootsrand.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Ob sie wohl in das Rettungsboot hin&#252;bergehen?</p>
<p><strong>Maria:</strong> Das m&#252;ssen sie wohl, aber sie tun es ja sehr ungern.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Aber es ist auch kein Spa&#223;, wenn man das Boot und die Ger&#228;te im Stich lassen soll. Aber das Leben ist trotzdem wertvoller.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Maria fiel es auf, dass Ellen leichenblass aussah und ihre Lippen zitterten.<br />
<strong><br />
Maria:</strong> Ellen, du siehst krank aus, du solltest nach Hause gehen.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Nein, ich gehe nicht nach Hause &#8211; nicht ehe die Boote hereingekommen sind.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Pl&#246;tzlich erklangen durchdringende Schreie vom Ufer. Das Rettungsboot, das ein ganz neues System war und ziemlich sicher schien, hatte sich quer gegen die Wogen gedreht und in weniger als in einer Sekunde lag es mit dem Kiel nach oben im Wasser. Sofort fuhren etliche andere Boote vom Ufer ab. Denn Minuten, ja Sekunden k&#246;nnen kostbar sein, wenn Menschen im eiskalten Wasser umhertreiben.<br />
Erik war unter das Boot gekommen. Mit aller Kraft schaffte er es irgendwie hinaus zukommen. Als er endlich soweit zur Besinnung gekommen war, sah er ein Boot, nur ein paar Meter entfernt. Er schwamm drauf zu und klammerte sich an ein Seil des Bootes, wo sich auch noch ein paar andere festhielten. Als pl&#246;tzlich eine gro&#223;e Welle alle von dem Boot wegriss, f&#252;hlte Erik schon wie seine Kr&#228;fte von der K&#228;lte gel&#228;hmt wurden. W&#228;hrend sich eine neue Woge &#252;ber ihn ergoss, f&#252;hlte er etwas neben sich; er griff danach und bekam ein Ruder zu halten. Daran hielt er sich &#252;ber Wasser. Dann sah er eine Gestalt, die auf ihn geschleudert wurde. Es war Stefan, einer der Fischer vom anderen Boot.</p>
<p><strong>Erik:</strong> Halt dich an dem Ruder fest.<br />
<strong><br />
Stefan:</strong> Ich kann beinahe nicht mehr.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Stefan st&#246;hnte, aber er fasste doch nach dem Ruder.</p>
<p><strong>Erik:</strong> Ist kein Boot zu sehen?<br />
<strong><br />
Stefan:</strong> Ich wei&#223; nicht. Ich meinte, vorhin h&#228;tte ich eins gerade vor mir gesehen.</p>
<p><strong>Erik:</strong> Warum hast du keinen Rettungsg&#252;rtel an?</p>
<p><strong>Stefan:</strong> Ich hatte keine Zeit mehr dazu.<br />
<strong><br />
Erik:</strong> H&#246;r Stefan, Ich merke, dass uns das Ruder nicht beide tragen kann, denn ich kann nicht mehr schwimmen.</p>
<p><strong>Stefan:</strong> Was sollen wir denn tun?</p>
<p><strong>Erik:</strong> Du sollst dich daran festhalten. Ich kann sterben, du aber nicht.<br />
<strong><br />
Stefan:</strong> Erik, ich danke dir!</p>
<p><strong>Erik:</strong> Aber bekehre dich dann, Stefan, h&#246;rst du, wenn Gott dir das Leben rettet.</p>
<p><strong>Stefan:</strong> Ja, Herr errette mich &#8211; rette meine Seele, so wie ich jetzt bin, kann ich nicht sterben!</p>
<p><strong>Autor:</strong> Eriks Kr&#228;fte waren ersch&#246;pft. Er f&#252;hlte wie ihm die K&#228;lte alle Glieder l&#228;hmte.</p>
<p><strong>Erik:</strong> Lebewohl, Stefan &#8211; gr&#252;&#223;e &#8211; gr&#252;&#223;e alle &#8211; Ellen &#8211; Jesus -</p>
<p><strong>Autor:</strong> Dieses waren Eriks letzte Worte, die er noch herausbrachte, dann lie&#223; er das Ruder los und versank.<br />
Stefan schlang die Arme um das Ruder; er versuchte noch um Hilfe zu rufen, aber er war wie gel&#228;hmt von der K&#228;lte. Schlie&#223;lich verlor er das Bewusstsein vollst&#228;ndig. In diesem Augenblick wurde er von zwei kr&#228;ftigen Armen erfasst und in ein Boot hineingezogen.<br />
W&#228;hrenddessen hatte Ellen geh&#246;rt, dass sich alle Fischer, auch Erik, ins Rettungsboot gerettet hatten und es &#252;berkam sie eine wohlt&#228;tige Ruhe. Sie wusste, dass ihr Vater das Boot lenkte, da war nun wohl alle Gefahr vor&#252;ber.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Wie t&#246;richt ist es doch gewesen, dass ich mich von ein paar Traumgeschichten so habe erschrecken lassen. Was heute geschehen ist, habe ich ja schon oft miterlebt.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Mit einem m&#252;den L&#228;cheln lehnte sie ihren Kopf zur&#252;ck, denn sie war sehr m&#252;de und brauchte dringend Ruhe. Sie f&#252;hlte sich krank. Aber kaum hatte sie sich etwas entspannt, erklang vom Ufer her ein durchdringender Jammerruf, der sie wieder aufscheuchte. Ein einziger Blick auf die Brandung gen&#252;gte, dass ihr Hals sich zusammenschn&#252;rte, als ob sie ersticken m&#252;sste. Endlich erklang es wie ein Jammerschrei:</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Mein Vater &#8211; Erik!</p>
<p><strong>Autor:</strong> Dann fiel sie Maria ohnm&#228;chtig in die Arme. Obwohl Marias Herz vor Angst und Schmerz zusammengeschn&#252;rt war, weil ihr Mann noch drau&#223;en mit den Wogen k&#228;mpfte, wagte sie trotzdem nicht das kranke M&#228;dchen allein zu lassen. Endlich kam Ellen wieder zu sich. Sie konnte kaum aufrecht sitzen. Sie hatte offenbar heftiges Fieber.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Er ertrinkt und Vater vielleicht auch. Da drau&#223;en liegen sie &#8211; in dem kalten Wasser &#8211; ich sehe, wie sie sich an das Boot anklammern. Nun kommt eine Sturzwelle. Maria, ich kann es nicht mehr mit ansehen.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Sie hielt die H&#228;nde vor die Augen, nahm sie aber sofort wieder weg.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Oh, es ist schrecklich &#8211; nun sind nur noch zwei Mann am Boot &#8211; und dort schwimmt einer &#8211; ist das nicht Erik?</p>
<p><strong>Autor:</strong> Ellen hatte ihren Bruder erkannt. Sie stie&#223; einen Schrei aus und w&#228;re r&#252;ckw&#228;rts &#252;ber den Bootsrand gefallen, wenn Maria sie nicht gest&#252;tzt h&#228;tte. In diesem Augenblick trat Ellens Gro&#223;vater zu ihnen. Er half Maria, Ellen in das Fischerh&#228;uschen zu bringen. Dann setzte er sich neben Ellen.<br />
<strong><br />
Ellen:</strong> O Gro&#223;vater, sie ertrinken -  er ertrinkt, Erik!</p>
<p><strong>Opa:</strong> Gott ist allm&#228;chtig, Ellen.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Ellen versuchte &#252;ber diesen Satz nachzudenken, aber ihr Kopf war zu m&#252;de. Sie sah nur die schreckhaften Bilder der letzten Stunden vor sich.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> O nein, er ertrinkt &#8211; ich wei&#223; es &#8211; ich sah ihn ja, nachts.</p>
<p><strong>Opa:</strong> Und wenn es nun wirklich geschieht, was dann, Ellen?</p>
<p><strong>Ellen:</strong> O, ich wei&#223; es wohl, es ist die Strafe Gottes.</p>
<p><strong>Opa:</strong> Nein, es ist der Ruf Gottes, der Ruf der Liebe Gottes, mein liebes Kind.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Ja, es ist der Ruf Gottes, er klang von drau&#223;en herein, und er t&#246;nt mir noch immer in den Ohren, aber ich wollte ihn nicht h&#246;ren &#8211; ich wollte nicht.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Diese Worte fl&#252;sterte Ellen eint&#246;nig und klagend.</p>
<p><strong>Opa:</strong> Aber willst du es jetzt, Ellen? Oder soll Alb&#228;ck eine ewige Fessel f&#252;r dich sein?</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Alb&#228;ck?</p>
<p><strong>Autor:</strong> Ellen fasste nach ihrer Stirn. Sie schwieg eine Weile, dann sagte sie pl&#246;tzlich:<br />
<strong><br />
Ellen:</strong> Gro&#223;vater, wie streng Gott ist!</p>
<p><strong>Opa:</strong> Gott ist lauter Liebe.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Auch heute?</p>
<p><strong>Opa:</strong> Ja, Ellen, auch heute.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Ach wenn&#8230;</p>
<p><strong>Autor:</strong> Sie kam nicht weiter. Einige M&#228;nner brachten eine leblose Gestalt herein und legten sie auf den Boden. Ellen sprang auf und schwankte vorw&#228;rts und warf sich mit einem Schrei &#252;ber den Toten.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Erik, Erik!</p>
<p><strong>Autor:</strong> Die Stimme versagte ihr und sie wurde ohnm&#228;chtig. Schnell wurde sie wieder zu Bewusstsein gebracht und nach kurzer Zeit sa&#223; sie, an ihren Gro&#223;vater gelehnt, auf einem Wagen mit dem sie heimw&#228;rts fuhren. Hinter ihr, mit einem Segel zugedeckt, lag ihr Bruder.</p>
<p><em>Musikst&#252;ck</em><br />
<strong><br />
Autor:</strong> Es war ein harter Kampf, der drau&#223;en in der Brandung ausgek&#228;mpft wurde. Die drei kleinen Boote wurden mehrmals halb mit Wasser gef&#252;llt und es sah verzweifelt aus. Aber mit der Entschlossenheit und Unerschrockenheit der Mannschaft gelang es doch sie &#252;ber den erregten Wogen zu halten. Acht Mann, darunter zwei von der Rettungsmannschaft, mussten das Leben lassen. Die anderen wurden gerettet, aber alle in einem mehr oder weniger ermatteten Zustand.<br />
Die meisten wurden in dem Hause des Strandvogts untergebracht, wo ihnen eine kr&#228;ftige und kundige Pflege zuteil wurde. Im Moment war man mit Ole Konge besch&#228;ftigt. Er konnte gar nicht wieder warm werden. Er wurde von zwei M&#228;nnern im Zimmer umher gef&#252;hrt, doch er schwankte noch wie ein Betrunkener. Der starre Ausdruck in seinen Augen zeigte, dass er noch nicht ganz zum Bewusstsein zur&#252;ckgekehrt war.<br />
Auch mit den anderen Verungl&#252;ckten war man besch&#228;ftigt. Einer lag bewusstlos auf dem Tisch und ein paar M&#228;nner rieben ihm die F&#252;&#223;e und den Unterleib. Pl&#246;tzlich ert&#246;nte Wagengerassel und gleich danach trat der Arzt ein. Es war ein alter Mann und er schien keine Eile zu haben, sich mit den Kranken zu besch&#228;ftigen. Er legte seinen Pelz ab, zog ein Notizbuch aus seiner Tasche und begann einen Geretteten, der am Ofen sa&#223;, &#252;ber das Ungl&#252;ck auszufragen. Er war n&#228;mlich mehr Zeitungsreferent als Arzt.</p>
<p><strong>Karin:</strong> Aber wollen Sie denn nicht nach den Kranken sehen, Herr Doktor?</p>
<p><strong>Autor:</strong> fragte Ole Konges Frau, denn es hatte ihr zu lange gedauert.</p>
<p><strong>1.Arzt:</strong> Ja gewiss, meine gute Frau, ich komme jetzt zu ihnen. Na,- ist das ihr Mann? Wie geht es ihm? Noch recht schlecht &#8211; jawohl das sieht man. Habt ihr Wasser aus ihm herausgebracht? Das ist sehr gut.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Er legte die Hand auf Ole Konges Herz.</p>
<p><strong>1.Arzt:</strong> Tut es hier weh &#8211; na, er kann nicht gut sprechen &#8211; nun, macht nur so weiter mit ihm. &#8211; Und da sitzt einer &#8211; h&#246;r mein Freund, hier ist ein wenig Wein &#8211; nehmen sie einen Schluck davon.<br />
<strong><br />
Fischer:</strong> Nein, danke!<br />
<strong><br />
1.Arzt:</strong> Also nicht, nun es ist vielleicht auch am Besten es nicht zu nehmen. Und da liegt einer &#8211; ist er tot? Nein, es ist noch Leben da &#8211; aber schwach. Er hat sich auch noch irgendwo gesto&#223;en, er blutet ja &#8211; die Haut ist hier etwas abgesch&#252;rft &#8211; na, das ist nicht schlimm. Ja, nun werde ich etwas aufschreiben, das k&#246;nnt ihr dann anwenden.</p>
<p><strong>Autor:</strong> In diesem Augenblick trat der Distriktsarzt ein. Es war ein j&#252;ngerer Mann. Sobald er eingetreten war, wandte der Alte sich zum Gehen.</p>
<p><strong>1.Arzt:</strong> Na, Karlsen, nun k&#246;nnen sie weiter machen &#8211; ich muss noch ins Nachbardorf zu einer alten Frau.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Der junge Arzt hatte die Lage bald &#252;berschaut.</p>
<p><strong>2.Arzt:</strong> Sind Tote da?</p>
<p><strong>Karin:</strong> Ja &#8211; Erik, unser Sohn &#8211; ist tot.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Karin f&#252;hrte ihn zum Toten und nach einer kurzen Untersuchung best&#228;tigte dies der Arzt.</p>
<p><strong>2.Arzt:</strong> Ja, hier ist nichts mehr zu machen.<br />
<strong><br />
Karin:</strong> Und unsere Tochter ist bestimmt sehr krank.</p>
<p><strong>2.Arzt:</strong> Ich werde gleich nach ihr sehen. Aber zuerst m&#252;ssen die M&#228;nner hier aus aller Gefahr sein.<br />
<strong><br />
Autor:</strong> Schnell traf der Arzt seine Anordnungen und nahm sich selbst des Schlimmsten an. Als er es soweit gebracht hatte, dass er ihn den anderen &#252;berlassen konnte, ging er zu Ellen. Nach einer sorgf&#228;ltigen Untersuchung, meinte der Arzt.</p>
<p><strong>2.Arzt:</strong> Ein Organ ist nicht erkrankt. Es ist eine starke Erk&#228;ltung mit einer &#220;berspannung der Nerven. Aber wenn nichts Unvorhergesehenes dazu kommt, wird sie bald wieder hergestellt sein. Sie muss nur vollst&#228;ndige Ruhe haben und selbstverst&#228;ndlich muss immer jemand bei ihr sein.<br />
<strong>Autor:</strong> Inzwischen war Maria wieder von Hause gekommen.<br />
<strong><br />
Maria:</strong> Ich kann hier bleiben, bis ihr mit den M&#228;nnern fertig seid. Ihr habt ja noch alle H&#228;nde voll zu tun.</p>
<p><strong>Karin:</strong> Ich danke dir, Maria.<br />
<strong><br />
Autor:</strong> Eine Stunde sp&#228;ter war alles ruhig im Haus. Die M&#228;nner waren fortgegangen und Ole Konge war zu Bett gegangen. Doch er konnte nicht schlafen. Er stand wieder auf, denn eine unwiderstehliche Macht zog ihn zur der Leiche seines Sohnes. Dort setzte er sich hin und weinte wie ein Kind. Stunde um Stunde sa&#223; er da und das wiederholte sich, solange die Leiche noch im Hause war. In dieser Zeit war Ole Konge schweigsam und verschlossen. Eines Tages, als er wieder so dasa&#223;, trat Gr&#246;nh&#246;j, der Gro&#223;vater, ein. Auf dem Gesicht des Strandvogts zeigte sich ein Ausdruck des Widerwillens. Gr&#246;nh&#246;j betrachtete Erik eine Weile, dann legte er Ole Konge die Hand auf die Schulter und sagte leise:</p>
<p><strong>Opa:</strong> Wenn du glauben k&#246;nntest, w&#252;rdest du die Herrlichkeit Gottes sehen.</p>
<p><strong>Ole K.: </strong> Ist das die Herrlichkeit Gottes?!</p>
<p><strong>Opa:</strong> Du siehst nur deinen Sohn, aber nicht  Gottes Sohn &#8211; den Herrn der Herrlichkeit. Und er hat gesagt: Wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am j&#252;ngsten Tage.</p>
<p><strong>Ole K.:</strong> Es gibt keinen Gott!</p>
<p><strong>Opa:</strong> Doch, Ole, und du hast seine Macht gef&#252;hlt.</p>
<p><strong>Ole K.:</strong> Warum hat er dann nicht seine Hand &#252;ber meinen Jungen gehalten?</p>
<p><strong>Opa:</strong> Um dein Herz zum Sohn Gottes hinzuziehen. Niemand kommt zum Sohne, der Vater, der ihn ausgesandt hat, ziehe ihn denn. Lieber Ole &#8211; komm zum Sohn Gottes, und du wirst sehen, welche Herrlichkeit auch &#252;ber diesem Sarg liegt.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Ole Konge zuckte ungeduldig die Schultern, stand kurz entschlossen auf und verlie&#223; das Zimmer.</p>
<p><em>Musikst&#252;ck</em></p>
<p>Ellen &#252;berwand ihre Krankheit schneller, als irgendjemand zu hoffen gewagt hatte. In der zweiten Nacht schon befiel sie ein schwerer tiefer Schlaf, aus dem sie mit vollem Bewusstsein erwachte. Doch sie war sehr m&#252;de. Ihre Mutter sa&#223; neben Ellens Bett, als diese die Augen aufschlug. Ellen sah ihre Mutter nicht sofort. Als das Geschehene ihr wieder in den Sinn kam, legte es sich ihr wie ein schwerer Stein auf ihre Brust, und sie st&#246;hnte laut auf. Die Mutter fasste ihre Hand und einen Augenblick ruhten die Blicke der Beiden ineinander. Eine Frage bedr&#228;ngte Ellen besonders. Sie wagte sie kaum auszusprechen, doch schlie&#223;lich kam es wie ein angstvolles Fl&#252;stern von ihren Lippen:</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Mutter? Vater ist doch nicht&#8230;?</p>
<p><strong>Karin:</strong> Nein, mein Kind, Gott sei Dank! Aber Erik&#8230;!</p>
<p><strong>Autor:</strong> Ein Schluchzen erstickte ihre Stimme. Ellen weinte nicht. Nach einer Weile sagte Ellen:</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Mutter, ich bin schuld daran!</p>
<p><strong>Karin:</strong> Was meinst du damit, mein Kind?</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Ich bin schuld daran, das Erik sterben musste.</p>
<p><strong>Karin:</strong> Plage dich doch nicht mit solchen Gedanken! Was h&#228;ttest du denn dagegen tun k&#246;nnen?</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Ja, Mutter, er starb um meinetwillen, weil ich Gott widerstand. O, Mutter es ist schrecklich, wenn man Gott widersteht.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Die Mutter wusste nicht was sie antworten sollte. Sie konnte ihrer Tochter nichts Tr&#246;stendes oder Helfendes sagen, denn das Gebiet war ihr unbekannt. Auch hatten die Worte ihrer Tochter ihr einen Stich ins Herz gegeben. Sie hatte ja selbst auch nicht Gott angenommen, obwohl ihr Vater und Sohn oft dar&#252;ber gesprochen hatten. Doch sie wollte nichts unversucht lassen was Ellens Herz aufmuntern k&#246;nnte, deshalb sagte sie:</p>
<p><strong>Karin:</strong> Der Gro&#223;vater sitzt drau&#223;en in der K&#252;che. Er m&#246;chte sehen wie es dir geht. Soll ich ihn herein rufen?</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Ja, bitte Mutter.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Als der Gro&#223;vater eintrat, glitt ein m&#252;des L&#228;cheln &#252;ber Ellens Gesicht.</p>
<p><strong>Opa:</strong> Nun liebe Ellen, jetzt geht es dir ja besser.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Er strich ihr z&#228;rtlich &#252;ber die bleichen Wangen.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Ich wei&#223; nicht. Ich wei&#223; es nicht, ob es mir je wieder besser gehen wird.</p>
<p><strong>Opa:</strong> Gewiss, gewiss, kleine Ellen, nur kein gr&#252;beln, sei froh, dass du so weit bist.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> O Gro&#223;vater, es war ein furchtbarer Tag.</p>
<p><strong>Opa:</strong> Es war einer der gro&#223;en Tage Gottes.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Ja, des strengen, strengen Gottes.</p>
<p><strong>Opa:</strong> Ja, des Gottes, der streng erscheinen kann, der aber doch die Liebe ist. Glaubst du nicht, dass er die Liebe ist, Ellen?</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Ich kann gar nichts glauben. Ich erinnere mich nur, ich sehe, ich h&#246;re. Ich h&#246;re das schreckliche Branden der Wogen und einen Hilferuf, und niemand kann helfen, weil Gott es nicht will, &#8211; und alles, alles t&#246;nt wie eine Stimme des j&#252;ngsten Gerichts.</p>
<p><strong>Opa:</strong> Liebe Ellen, ich verstehe dich so gut &#8211; es erscheint alles so streng, ja b&#246;se, aber ich glaube, dass du soweit kommst, es auch noch in einem anderen Lichte zu sehen.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Ellen fuhr in ihrem eigenen Gedankengang fort.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Und ich h&#246;re andere Stimmen. Sie klingen weich und mild. Es sind deine und Eriks Worte. Aber sie sprechen von Gericht, Gericht, Gericht.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Sie verbarg das Gesicht in den H&#228;nden, wie in Angst.</p>
<p><strong>Opa:</strong> Ja, liebe Ellen so t&#246;nt es aus einem Herzen, das nicht in Gemeinschaft mit Gott steht. Wir m&#252;ssen Gott zuerst als Richter begegnen, ehe wir ihn als Erl&#246;ser ergreifen k&#246;nnen.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Alles ist durch die Macht Gottes geschehen, und warum musste das alles geschehen? Nicht um derentwillen, die da drau&#223;en waren, sondern um meinetwillen, Gro&#223;vater.</p>
<p><strong>Opa:</strong> Das war vielleicht einer der Gr&#252;nde. Jedenfalls war es eine m&#228;chtige Stimme, die auch zu dir sprechen wollte.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Gott wollte mich strafen.</p>
<p><strong>Opa:</strong> Nein Ellen, du kennst Gott nicht.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Doch, Gro&#223;vater, ich kenne ihn. Ich bin ihm einmal &#8211; ja mehr als einmal sehr nahe gewesen,- aber &#8211; aber dann sagte ich doch nein. Ich konnte nicht anders: Und jetzt &#8211; jetzt ist es zu sp&#228;t. Es gab eine Zeit, da verstand ich, dass des Herrn Angesicht &#252;ber uns leuchten kann. Doch seitdem ist es mir so, als ob er sein Angesicht von mir gewandt h&#228;tte &#8211; f&#252;r immer und ewig.</p>
<p><strong>Opa:</strong> Nein, Ellen, nein nicht f&#252;r ewig. Seine Augen sind nie von dir abgewandt gewesen. Doch deine Augen sind geblendet, dass du ihn nicht sehen konntest.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Doch, doch, ich sage dir &#8211; ich glaube, Erik w&#228;re gerettet worden, wenn ich damals mein Herz h&#228;tte beugen k&#246;nnen. Aber mein Herz war hart, ich konnte mich nicht beugen. Knud hatte es damals gefesselt. Dies ist nun die Strafe Gottes, und jetzt ist es zu sp&#228;t. Ich hatte meine Gelegenheiten und ich wollte nicht, nun ist es zu sp&#228;t. Zu sp&#228;t.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Ellen st&#246;hnte laut auf.</p>
<p><strong>Opa:</strong> Liebe Ellen, du warst fr&#252;her im Irrtum und bist es jetzt auch noch. Aber ich sage dir aufs Neue &#8211; du kennst Gott nicht, du kennst Jesus nicht, denn ihn erkennen ist das ewige Leben, sagt er selbst.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Die Worte des alten Mannes waren nur leere Laute f&#252;r Ellen. Sie konnten nicht bis in ihr Herz dringen.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Ach Gro&#223;vater, ich bin so ungl&#252;cklich. Es ist, als ob die Sonne f&#252;r mich verloschen w&#228;re.</p>
<p><strong>Opa:</strong> Ellen, darf ich dir etwas sagen &#8211; wenn du nur beten k&#246;nntest &#8211; zu Gott beten, der dich liebt, auch wenn du es nicht wei&#223;t &#8211; du w&#252;rdest dann bald merken, dass die Sonne aller Sonnen f&#252;r dich nicht verloschen ist.</p>
<p><strong>Autor:</strong> In diesem Augenblick trat Ole Konge ins Zimmer. Der alte Mann stand auf und Ole Konge setzte sich an seinen Platz.</p>
<p><strong>Ole K.:</strong> Guten Morgen, mein M&#228;dchen.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Seine Stimme hatte einen weichen leicht bebenden Klang im Gegensatz zu seinem Gesicht, das noch strenger als sonst schien.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Guten Morgen, Vater.</p>
<p><strong>Autor: </strong> H&#228;tte Ole Konge jetzt dem Drang seines Herzens nachgegeben, so w&#228;re er in lautes Schluchzen ausgebrochen. Er bezwang sich aber, weil er es nicht ge-wohnt war, seine Gef&#252;hle zu zeigen. Er richtete sich gerade auf und sagte mit erzwungener Gleichg&#252;ltigkeit.</p>
<p><strong>Ole K.:</strong> Du musst jetzt etwas essen und dann musst du ruhen.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Der Gro&#223;vater verstand diese Anspielung und wollte gehen.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Vater? Gro&#223;vater darf doch bei mir bleiben?</p>
<p><strong>Ole K.:</strong> Ja, aber ich meine&#8230; na du wei&#223;t schon, was ich meine.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Ach Vater, wenn wir nun an Eriks Stelle gewesen w&#228;ren, meinst du nicht, dass es dann gut gewesen w&#228;re, wenn wir Eriks Glauben gehabt h&#228;tten?</p>
<p><strong>Ole K.:</strong> Ich wei&#223; es nicht.</p>
<p><strong>Autor:</strong> antwortete Ole Konge bestimmt. Nun war er wieder ganz der Alte.</p>
<p><strong>Ole K.:</strong> Ich glaube, dass ich mit dem Glauben, den ich habe, wohl sterben kann.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Damit verlie&#223; er das Zimmer und der Gro&#223;vater folgte ihm. Kurz darauf kam die Mutter mit etwas Speise ins Zimmer.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Ich kann nichts mehr essen, Mutter.</p>
<p><strong>Karin:</strong> Doch, du musst wirklich etwas essen, mein Kind, sonst kannst du ja nicht zu Kr&#228;ften kommen. Und du sollst doch bis zur Beerdigung wieder gesund sein.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Als die Mutter sie wieder allein gelassen hatte, fiel Ellens Blick auf das Bild &#252;ber ihrem Bett: Knud Alb&#228;ck, ihre gro&#223;e Liebe. Und schon st&#252;rmten die Gedanken wieder auf sie ein.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Ich liebe ihn ja. Aber diese Schatten verdunkeln mein gl&#228;nzendes M&#228;rchenland der Zukunft, das ich mir so oft ertr&#228;umte. Und diese Schatten kommen von Gott. Die Wahrheit hat mein widerspenstiges Herz getroffen. Ich bin wie ein angeschossener Hirsch, der zu fliehen versucht hatte, doch nun bin ich gest&#252;rzt und bin am verbluten. Ja, ich wei&#223;, ich kann nicht mehr vor Gott fliehen. Ich werde ihn nie vergessen k&#246;nnen. Es ist mir nun klar, dass das Leben ohne Gott, das ich mir ausgemalt habe, nur das Leben Evas au&#223;erhalb des verlorenen Paradieses gewesen w&#228;re. Die einzelnen seltenen Sonnenstrahlen h&#228;tten nicht die Macht die Todesschatten zu durchdringen. Ich habe soviel mal nein zu Gott gesagt und jetzt kann ich ihn nicht finden. Ich kann nicht.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Sie ergriff Knud Alb&#228;ck’s Brief und begann zu lesen.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Freue dich Ellen. Nun geht es bald zum Traualtar&#8230;</p>
<p><strong>Autor:</strong> Weiter kam sie nicht. Sie f&#252;hlte pl&#246;tzlich, als ob sich eine eiskalte Hand auf ihr Herz legte.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Traualtar &#8211; Hochzeit. Ich bin zu einer anderen Hochzeit geladen. Zur Hochzeit des Lammes bin ich geladen. Und ich habe abgesagt, genau wie die Geladenen in dem Beispiel Jesu. Und der Hausherr ist zornig geworden. Ja. Gott ist zornig &#252;ber mich geworden. Meine Hoffnung ist aus. Ich bin verworfen. Ich werde in der Ewigkeit nicht mit Erik zusammen sein. Er ist bei Gott. Ach Erik!</p>
<p><strong>Autor:</strong> Unwillk&#252;rlich hatte sie den Namen laut gerufen. Es klang wie ein Schmerzensschrei. Sie schlug die H&#228;nde vors Gesicht und fing an zu weinen. Das wirkte beruhigend auf ihr Gem&#252;t.</p>
<p><em>Musik</em></p>
<p><strong>Autor:</strong> So verging Stunde um Stunde. Ellen sprach kaum etwas im Laufe des Tages. Gegen Abend schlief sie ein, erwachte aber gegen Mitternacht wieder. Sobald sie die Augen aufschlug, war sie gleich wieder mitten in ihrem tiefen Seelenkampf. W&#228;hrend ihrer Krankheit hatte man ein zweites Bett in ihr Zimmer gestellt. In diesem lag ihre Mutter und schlief ruhig. Pl&#246;tzlich erwachte diese und h&#246;rte Ellen st&#246;hnen.</p>
<p><strong>Karin: </strong> Was ist dir denn, Ellen?</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Ach Mutter, ich bin verloren.</p>
<p><strong>Karin:</strong> Was ist das f&#252;r ein Gerede? Wie kommst du darauf?</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Gott hat es gesagt.</p>
<p><strong>Karin:</strong> Nein, ganz gewiss nicht, es ist ja entsetzlich sich so etwas auch nur einzubilden.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Ach Mutter, es ist keine Einbildung, es ist Wahrheit.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Die Mutter erkannte bald, dass sie das Heilmittel nicht besa&#223;, das die kranke Seele ihrer Tochter heilen k&#246;nnte. Deshalb fragte sie im  verzweifelten Ton:</p>
<p><strong>Karin:</strong> Was sollen wir denn tun, mein Kind?</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Ich wei&#223; es nicht. Ach, wenn ich doch tot w&#228;re &#8211; tot wie Erik!</p>
<p><strong>Karin:</strong> Ellen, so darfst du nicht sprechen.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Doch, Mutter, denn Erik sitzt nun an der gro&#223;en Hochzeitstafel im Himmel, aber ich werde dort nicht dabei sein.</p>
<p><strong>Karin:</strong> Ellen, h&#246;r doch auf mit solchen Reden! Das ist ja krankhaft. Warum solltest du denn nicht dabei sein?</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Weil ich Gottes Ruf nicht gehorcht habe und &#8211; Mutter &#8211; ich f&#252;rchte, auch du und der Vater haben nicht gehorcht.</p>
<p><strong>Karin:</strong> Nun wird es aber zu schlimm Ellen, denk doch ein wenig dar&#252;ber nach was du sprichst. Du richtest ja deinen Vater und deine Mutter.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Ach, nein, liebe Mutter, ich richte keinen von euch beiden. Aber du wei&#223;t, Gro&#223;vater und Erik haben mit euch dar&#252;ber gesprochen und wir waren oft der Meinung, man sollte sich nichts daraus machen.</p>
<p><strong>Karin: </strong>Ja, man kann zu weit gehen mit der Religion, das habe ich immer gesagt und das ist auch jetzt noch meine Ansicht.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Glaubst du wirklich dass Erik zu weit gegangen ist?</p>
<p><strong>Karin:</strong> Nein &#8211; es war nur gut f&#252;r ihn. Aber glaubst du nicht, dass der Herr uns andere auch annehmen w&#252;rde?</p>
<p><strong>Ellen:</strong> F&#252;r euch ist die T&#252;r noch offen, aber ich habe dem Ruf des Herrn widerstanden und nun ist meine Seele verdammt.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Die Mutter antwortete nicht; sie war aus dem Gleichgewicht gekommen. Schlie&#223;lich sagte sie:</p>
<p><strong>Karin:</strong> Mein liebes Kind, versuche nun einzuschlafen, dann wollen wir morgen weitersehen.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Ellen versuchte auch einzuschlafen, aber es gelang ihr nicht. Sie f&#252;hlte sich einsam und verlassen. Erst gegen Morgen fiel Ellen in einen tiefen Schlaf. Als sie wieder erwachte, war es hell und das Bett der Mutter leer. Im Laufe des Tages kam der Gro&#223;vater. Ellen sprach lange mit ihm. Doch ihr Ohr schien f&#252;r die freie Gnade Gottes taub zu sein. Um ihr Herz lag ein dicker Panzer, den das Wort Gottes nicht zu durchdringen vermochte. Sie w&#228;hnte sich verworfen, versto&#223;en, verloren.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Ach Gro&#223;vater, in meinem Herzen t&#246;nt es immerfort: h&#228;tte ich doch nur der Stimme des Herrn gehorcht, h&#228;tte ich doch seine Hand ergriffen, damals, ja damals! Dann w&#228;re ich jetzt gl&#252;cklich &#8211; selig. Aber nun t&#246;nt es nur zu sp&#228;t, zu sp&#228;t!</p>
<p><strong>Autor:</strong> Der Gro&#223;vater wusste nichts mehr zu sagen, aber  in seinem Herzen war er sicher, dass der Teufel seine gemarterte Beute loslassen m&#252;sse und dass sie Ruhe finden w&#252;rde in den Armen Jesu. Deshalb sagte er freudig; indem er aufstand um zu gehen.</p>
<p><strong>Opa:</strong> Meine kleine Ellen, keine Seele auf der Welt, die nach den Wasserstr&#246;men schreit, wird verschmachten und du auch nicht.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Am Nachmittag kam Maria um sich nach Ellens Befinden zu erkundigen. Auch sie versuchte ihr die Liebe Gottes vorzustellen, aber mit demselben Erfolg wie der Gro&#223;vater.<br />
Auf diese Weise verging ein Tag nach dem anderen. Ein paar mal musste man Ellen in den Saal f&#252;hren. Sie wollte ihren Bruder sehen und die Szenen die sich da abspielten, waren herzzerrei&#223;end.<br />
Endlich kam der Begr&#228;bnistag. Von allen Seiten str&#246;mten festlich gekleidete Leute herbei. In einigen Stunden w&#252;rde sich ein langer Trauerzug nach dem kleinen, einfachen Friedhof begeben, wo ein gro&#223;es geschm&#252;cktes, gemeinsames Grab bereit war, die acht S&#228;rge aufzunehmen.<br />
Bei Ole Konge waren auch schon die ersten G&#228;ste eingetroffen. Maria war zu Ellen hineingegangen. Pl&#246;tzlich wurde die T&#252;r ein wenig ge&#246;ffnet.</p>
<p><strong>Stefan:</strong> Darf ich hereinkommen?</p>
<p><strong>Maria:</strong> Es ist Stefan &#8211; darf er hereinkommen?</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Ja, gern.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Stefan setzte sich auf einen Stuhl am Fenster.</p>
<p><strong>Stefan:</strong> Ich hatte dir eigentlich noch einen Gru&#223; zu &#252;berbringen, Aber ich habe noch keine Zeit dazu gehabt. Wir haben ja seit dem Ungl&#252;ck so viel zu besorgen gehabt.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Einen Gru&#223;?</p>
<p><strong>Stefan:</strong> Ja, von Erik. Du wei&#223;t doch, dass ich der letzte war, mit dem er gesprochen hat, ehe er unterging. Dein Name war der letzte, den er aussprach. Nein, das stimmt nicht ganz, der allerletzte war Jesus. Und wie geht es dir?</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Es geht mir nicht gut, mein K&#246;rper ist m&#252;de und meine Seele ist krank.</p>
<p><strong>Stefan:</strong> Warum ist sie krank?</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Weil ich von Gott verworfen bin, Stefan.</p>
<p><strong>Stefan:</strong> Das klingt sonderbar, aber k&#246;nntest du dich nicht auch t&#228;uschen?</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Nein, ich t&#228;usche mich nicht. Ich habe zu Gott mit Wissen nein gesagt, und deshalb bin ich verworfen.</p>
<p><strong>Stefan:</strong> Nein, Ellen, das stimmt nicht, denn wenn das wahr w&#228;re, dann l&#228;ge ich jetzt auf dem Grunde des Meeres, oder jedenfalls w&#252;rde mein Leib jetzt hier liegen wie Eriks; und meine Seele w&#228;re an einem noch viel traurigeren Ort.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Ich verstehe dich nicht, Stefan.</p>
<p><strong>Stefan:</strong> Nein, da hast du recht, aber nun will ich es dir erkl&#228;ren. Ich bin auch von Gott gerufen worden, das ganze letzte Jahr hindurch. Und ich hatte auch nein gesagt, weil mir die Branntweinflasche lieber war, als meine Seele.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Ja, aber du warst dir des Rufes nicht bewusst gewesen.</p>
<p><strong>Stefan:</strong> Du kannst mir glauben, das ich mir dessen bewusst war, im letzten halben Jahre wenigstens. Und ich konnte nicht anders, ich musste Gott recht geben, aber ich wollte nicht. Ich l&#246;ckte wider den Stachel, wie weh es auch tat.</p>
<p><strong>Ellen: </strong> Aber das, was du vorhin sagtest, Stefan, vom Grund des Meeres und von Erik?</p>
<p><strong>Stefan:</strong> Ja. Wir wurden da drau&#223;en umher geworfen, nachdem das Boot gekentert war. Ich war am Ende meiner Kr&#228;fte, als ich durch Gottes Finger an Eriks Seite geschleudert wurde. Bis zu diesem Tag hatte ich zu Gott nein gesagt. Und als ich nun im Wasser lag, da konnte ich weder ja noch nein sagen. Mir war es, als sei mein Herz ein Stein. Aber da begegnete mir Gott wieder, und da wurde es ernst.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Sehr lebendig schilderte Stefan dann, wie es in dem gro&#223;en Augenblick drau&#223;en zugegangen war und schloss mit den Worten:</p>
<p><strong>Stefan:</strong> Du siehst, Ellen, dass Gottes Langmut gr&#246;&#223;er war als mein Trotz, und das ich nicht verworfen war.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Ellen war immer aufmerksamer geworden. Sie sah Stefan unverwandt an.</p>
<p><strong>Stefan:</strong> Ja, sieh mich nur verwundert an, aber es ist doch wahr, dass ich nicht verworfen war. Er hat mich so innig geliebt, dass er zwei f&#252;r mich sterben lie&#223;. Denk dir, zwei Leben f&#252;r einen so elenden Trunkenbold wie ich es war.</p>
<p><strong>Autor:</strong> In Ellen wallte und wogte es. Ein warmer Hauch zog &#252;ber ihre Seele hin.</p>
<p><strong>Stefan:</strong> Na, siehst du nun, dass das nur so ein Gerede ist, wenn du sagst, du seist verworfen. Das ist nur so  ein Unsinn, den dir der Teufel einbilden will.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Glaubst du also nicht, dass Eriks Tod eine Strafe Gottes war?</p>
<p><strong>Stefan: </strong> Ich will dir sagen, was ich glaube, Ellen. Du bist ein M&#228;dchen mit einem starken Willen, und solche Menschen muss Gott oft h&#228;rter anfassen, um ihr Herz beugen zu k&#246;nnen. Nein, eine Strafe war es nicht, es war nur ein harter Griff, um dich zu Gott zu ziehen. Gott kannte uns besser als wir ihn gekannt haben. Und da hat er ungef&#228;hr so gedacht: Erik muss sterben, damit die Beiden endlich begreifen. Etwas Geringeres tut es nicht.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Ellens Herz f&#252;llte sich allm&#228;hlich mit Sonnenschein und Leben; schlie&#223;lich brach es jubelnd hervor.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Dein Friede wird sein wie ein Wasserstrom und deine Gerechtigkeit wie Meereswogen. Wunderbarer Gott, du wolltest also den kleinen Wurm nicht zertreten, sondern ihn zu dir erheben. So war es also keine Strafe &#8211; sondern Liebe. Dank dir Herr Jesus. Lob und Dank sei dir f&#252;r das Leben, das du f&#252;r die S&#252;nde der Welt gegeben hast, auch f&#252;r meine S&#252;nden &#8211; und Lob und Dank f&#252;r das Leben, dass du genommen hast, um mein widerspenstiges Herz zu dir zu ziehen!</p>
<p><strong>Autor:</strong> Da trat der Gro&#223;vater ein und l&#228;chelnd rief Ellen ihm entgegen.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Gro&#223;vater, nun ist meine Seele gesund und mir ist, als sei auch mein K&#246;rper gesund.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Der Gro&#223;vater hatte es schon gesehen, denn auf dem Gesicht, das ihm entgegenleuchtete, lag der Glanz der Sonne Gottes.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Darf ich nun Erik noch einmal sehen, nur einen Augenblick hineingehen? Das darf ich doch?</p>
<p><strong>Autor:</strong> Dies konnte man ihr nat&#252;rlich nicht verweigern. An Marias Arm ging Ellen in das Zimmer, wo Erik lag. Die G&#228;ste waren schon um den Sarg versammelt und in einer kleinen Weile sollte die Feier beginnen.<br />
Ellen blieb lange an dem Sarg stehen, unbeweglich und stumm, die Augen unverwandt auf den Toten gerichtet. Sie weinte nicht. Nur ein feuchter Glanz war in ihren Augen zu sehen. Endlich riss sie sich los. Sie legte die Hand auf die Stirn ihres Bruders und sagte leise, aber doch so laut, dass es alle h&#246;ren konnten.</p>
<p><strong>Ellen:</strong> Erik, so viel geh&#246;rte dazu?</p>
<p><strong>Autor:</strong> Dann wurde sie in ihr Zimmer zur&#252;ckgef&#252;hrt.</p>
<p>Lieber Freund, der du noch nicht Gottes Kind bist, vielleicht f&#252;hlst auch du dich heute von Gott versto&#223;en, weil du seinen Ruf schon mal abgelehnt hast. Doch Gott verst&#246;&#223;t keinen, der sich nach Frieden sehnt. Auch dich ruft er heute wieder. So komme zu Jesus. Lege deine S&#252;ndenlast bei seinem Kreuz ab. Er wartet auf dich!</p>
<p><table style="border: 0px solid #CCC;" cellpadding="3" width="100%">
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    <td width="35">
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      <b>Name:</b> <a href="http://www.christenload.com/?file_id=196">Keine Strafe - sondern Liebe</a> <small>(82KB)</small><br />
            <b>Klicks:</b> 637 <br />
          </td>
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		<title>Ich will nicht zur&#252;ckbleiben!</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Nov 2007 17:55:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Evangelisation]]></category>
		<category><![CDATA[Ewigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich will nicht zur&#252;ckbleiben, ein christliches Anspiel zum Thema Ewigkeit und Evangelisation f&#252;r 4 Personen Mutter: Verena, nimm doch bitte diese &#196;pfel und bringe sie Frau Lorenz, wir haben ja so viel geerntet. Verena: Sicher, Mama. Autor: Verena nahm den Korb und ging zu Frau Lorenz&#8217; Haus. Sie schellte, aber niemand machte auf. Als Verena [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-style: italic; font-weight: bold;">Ich will nicht zur&#252;ckbleiben, ein christliches Anspiel zum Thema Ewigkeit und Evangelisation f&#252;r 4 Personen</span></p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mutter: </span>Verena, nimm doch bitte diese &#196;pfel und bringe sie Frau Lorenz, wir haben ja so viel geerntet.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Verena: </span>Sicher, Mama.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Verena nahm den Korb und ging zu Frau Lorenz&#8217; Haus. Sie schellte, aber niemand machte auf. Als Verena die Klinke herunterdr&#252;ckte, &#246;ffnete sich die T&#252;r. Seltsam! Sie war unverschlossen. Verena klopfte an die K&#252;chent&#252;r. Keine Antwort. Sie klopfte an die Wohn- und an die Schlafzimmert&#252;r. Sie rief:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Verena: </span>Hallo! &#8211; (zu sich) Vielleicht ist Frau Lorenz hinter dem Haus.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Aber auch dort und im Garten war niemand zu sehen, au&#223;er der Katze.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Verena:</span> Wie sonderbar. Das ist doch gar nicht die Art von Frau Lorenz, auszugehen und alles offen zu lassen, wo sie doch sonst so sorgf&#228;ltig ist. &#8211; (aufgeregt) Sollte der Herr Jesus gekommen sein und Frau Lorenz und alle wahren Christen zu sich geholt, mich aber zur&#252;ckgelassen haben?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Wie bet&#228;ubt sank Verena auf einen Stuhl. Jeder wusste, dass Frau Lorenz eine wiedergeborene Christin war, denn sie sprach zu den Leuten von ihrem Heiland. Auch mit Verena hatte sie oft ernste Gespr&#228;che gef&#252;hrt. Sie hatte ihr erkl&#228;rt, wie wichtig es ist, dem Herrn Jesus seine S&#252;nden zu bekennen, um errettet zu werden. Denn bald w&#252;rde er wiederkommen und alle die zu sich nehmen, deren S&#252;nden Er mit Seinem Blut abgewaschen hatte. Warum hatte sie nur der freundlichen Aufforderung von Frau Lorenz nicht Folge geleistet? Wie oft hatte sie sich nach solchen Gespr&#228;chen vorgenommen, den Herrn Jesus als ihren Retter und Heiland anzunehmen. Und jetzt &#8211; war es zu sp&#228;t? Verena war erschrocken und verzweifelt. Einige Minuten sp&#228;ter &#246;ffnete sich die T&#252;r und Frau Lorenz trat ein. Verena seufzte erleichtert. Es war noch nicht zu sp&#228;t.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau: </span>(&#252;berrascht) Verena, wie sch&#246;n, dich zu sehen. Aber wie bist du hier hereingekommen? Ich war ja schon erstaunt, dass die T&#252;r offenstand.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Verena erz&#228;hlte nun, wie es ihr ergangen war.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau: </span>Dann muss Barbara mich falsch verstanden haben, als sie zur Arbeit ging und die T&#252;r nicht zuschloss.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Verena: </span>Ich denke, Gott wollte es so, dass die T&#252;r unverschlossen blieb.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Als Frau Lorenz sie fragend ansah, erz&#228;hlte Verena, was sie gerade erlebt hatte.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Verena:</span> Und jetzt will ich keinen Augenblick l&#228;nger z&#246;gern. Bitte, liebe Frau Lorenz, helfen sie mir, dass ich bereit bin, wenn der Herr Jesus wiederkommt.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Frau:</span> Dann musst du jetzt mit dem Herrn Jesus sprechen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Beide falteten ihre H&#228;nde und knieten nieder zum Gebet. Verena sagte dem Herrn Jesus, was f&#252;r ein b&#246;ses M&#228;dchen sie oft gewesen war. Wie sie den Eltern manches Mal nicht gehorcht, wie sie gelogen und gestohlen hatte. Ja, alles was ihr einfiel, bekannte sie dem Heiland. Sie bat Ihn, Er m&#246;ge doch alle ihre S&#252;nden wegnehmen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau:</span> Nun dank Ihm auch, Verena.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Verena: </span>Aber ich merke doch gar nicht, dass der Herr Jesus mich errettet hat.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Ja, zun&#228;chst hatte Verena M&#252;he, zu erfassen, dass der Herr Jesus ihre S&#252;nden weggenommen hatte. Sie hatte Schwierigkeiten zu verstehen, dass der Herr &#8220;nur&#8221; auf dieses ihr ernstes Gebet gewartet hatte, um sie zu erretten. Doch bald schenkte Gott ihr die Gewissheit, sein Kind zu sein und sie konnte freudig sagen:<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Verena: </span>Ich bin Gottes Kind und nun gehe ich mit, wenn der Herr Jesu wiederkommt. Ich werde nicht zur&#252;ckgelassen zum Gericht.</p>
<p><table style="border: 0px solid #CCC;" cellpadding="3" width="100%">
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		<title>Drei Kreuze und neun Galgen</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Nov 2007 12:45:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ewigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Drei Kreuze und neun Galgen, ein christliches Anspiel zum Thema Ewigkeit f&#252;r 6 Personen Sprecher: Vor bald zweitausend Jahren waren auf Golgatha drei Kreuze aufgerichtet. Am mittleren hing Jesus Christus, der Heiland der Welt; rechts und links von ihm zwei M&#246;rder, von denen der eine im letzten Augenblick seines s&#252;ndigen Lebens Reue zeigte und um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-style: italic; font-weight: bold;">Drei Kreuze und neun Galgen, ein christliches Anspiel zum Thema Ewigkeit f&#252;r 6 Personen</span></p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher: </span>Vor bald zweitausend Jahren waren auf Golgatha drei Kreuze aufgerichtet. Am mittleren hing Jesus Christus, der Heiland der Welt; rechts und links von ihm zwei M&#246;rder, von denen der eine im letzten Augenblick seines s&#252;ndigen Lebens Reue zeigte und um Vergebung bat, worauf ihm ein sofortiger Zugang ins Paradies zugesagt wurde. Der andere ging ungerettet hin&#252;ber in die Ewigkeit. Das Kreuz steht nicht mehr, aber die Fr&#252;chte, die das stellvertretende Leiden und Sterben Christi tr&#228;gt, werden immer noch offenbar. Der amerikanische Feldprediger Henry Gerecke war f&#252;r die geistliche Betreuung der deutschen Kriegsverbrecher zust&#228;ndig. Im August 1943 wurde er in einem gro&#223;en Krankenhaus angestellt. Einige Monate sp&#228;ter wurde er als geistlicher Pfleger der hohen Nazi- Personen w&#228;hrend ihres gerichtlichen Verh&#246;rs angestellt. Auch seine eigenen zwei S&#246;hne waren Opfer dieser Misset&#228;ter geworden. Als er den Nazi- F&#252;hrern in ihren Zellen vorgestellt wurde, fragte er sich selber:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gerecke:</span> Wie muss ich diese Menschen begr&#252;&#223;en, die so unendlich viel Leid &#252;ber die Welt gebracht haben, und die Ursache sind vom Verlust von Millionen von Leben? Wie soll ich diese M&#228;nner bearbeiten und die Saat von Gottes Wort in ihre Herzen legen, ohne selber das Wachstum zu verhindern?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Zuerst wurde er in G&#246;rings Zelle gebracht, dann machte er allen anderen einen kurzen Besuch. Er hatte Gott um eine Botschaft f&#252;r diese M&#228;nner gebeten. Diese Menschen sollten etwas h&#246;ren vom Heiland, der auch f&#252;r sie am Kreuze litt und starb. Es waren 21 Angeklagte. Eine Doppelzelle wurde zu einer kleinen Kapelle eingerichtet, wo die Gottesdienste gehalten werden konnten. Ein fr&#252;herer Oberstleutnant der SS war der Organist. Das einfache Evangelium vom Kreuz hatte sein Herz umgewandelt. Keitel, von Ribbentrop, Reader, D&#246;nitz, von Neurath, Speer, Schacht, Frick, Funk, Fritzsche, von Schirach, Sauckel und G&#246;ring waren unter Gereckes Zuh&#246;rerschaft. Sie sangen drei Lieder, dann folgte eine kurze Ansprache und zum Schluss das Gebet. Nie wurden sie durch irgendetwas gest&#246;rt. Sauckel war der erste, der sein Herz dem Evangelium &#246;ffnete. Er war Vater von 10 Kindern und hatte eine gl&#228;ubige Frau.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sauckel: </span>Kann denn der Sohn Gottes mich wirklich frei machen von allen meinen S&#252;nden? Ich habe doch so viel Schlechtes getan.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gerecke:</span> Sicher kann er das. Er ist doch f&#252;r deine S&#252;nden am Kreuz gestorben und wieder auferstanden, damit wir, auch du, das ewige Leben erleben k&#246;nnen. Du musst glauben, dass er dir die S&#252;nden vergibt, dann macht er dich ganz frei.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sauckel:</span> Oh, ist das sch&#246;n, ganz frei zu sein, keine Schuld mehr zu haben. Oh Gott, sei mir S&#252;nder gn&#228;dig.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Gott hat durch sein Wort und seinen Geist m&#228;chtig an drei weiteren M&#228;nnern gearbeitet und als reuige S&#252;nder durften sie die Vergebung um Christi willen annehmen. Keitel, der Chef der Wehrmacht, dankte Gerecke f&#252;r seine geistliche Hilfe.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Keitel:</span> Sagen sie bitte denen einen gro&#223;en Dank, die daran gedacht haben, uns Verbrechern geistliche Hilfe zukommen zu lassen. Sie haben mir mehr geholfen, als sie vermuten k&#246;nnen. M&#246;ge Christus mir beistehen!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Dieses sagte er unter Tr&#228;nen. Dann folgte die Verk&#252;ndigung der Urteile. 10 von den M&#228;nnern, darunter auch Keitel, Kaltenbrunner und G&#246;ring, wurden zum Strang verurteilt. Die andern bekamen lebensl&#228;ngliche Haft oder 20 Jahre Haft. Nur drei M&#228;nner wurden freigesprochen. Noch zum letzten mal durften die Verurteilten mit ihren Frauen sprechen. Es waren schwere Augenblicke f&#252;r sie alle. Sauckels Frau musste versprechen, die Kinder in der Furcht des Herrn zu erziehen. G&#246;ring war einer von denen, die den Herrn noch nicht angenommen hatten. Er fragte nur nach seinem T&#246;chterchen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau:</span> Bitte, denk doch daran, dass du jetzt bald Gott begegnen wirst. Wie willst du ihn empfangen? Tu doch Bu&#223;e und lass dich vers&#246;hnen mit Gott.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">G&#246;ring: </span>Ich brauche keinen Gott. Ich habe bis jetzt ohne Gott gelebt, ich kann auch ohne ihn sterben und jetzt h&#246;r doch endlich auf, davon zu sprechen. Was sagt denn unsere Edda dazu, dass sie den Vater verurteilt haben?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau:</span> Edda hofft, ihren Vater im Himmel wiederzusehen. Das Kind glaubt und du nicht. Oh, wie wird es entt&#228;uscht sein, wenn es h&#246;rt, dass du den Herrn nicht annehmen willst, dass du so kalt und hart sein kannst. Wir haben immer f&#252;r dich gebetet!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">G&#246;ring:</span> Ach dieser Kinderglaube, und du bist such schon davon angesteckt. H&#246;r doch nicht auf das Gefasel des Kindes.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau:</span> Die Liebe Jesu Christi hat mich ergriffen und ich durfte die Vergebung meiner S&#252;nden erlangen. Das Kind hat mir den richtigen Weg gezeigt und zeigt ihn auch dir. Du willst aber ohne Gott und ohne die Vergebung deiner S&#252;nde in den Tod gehen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Nach dem Gespr&#228;ch mit seiner Frau war G&#246;ring ger&#252;hrt und zum ersten Mal sah man Tr&#228;nen bei ihm. Am Abend vor der Hinrichtung hatte Gerecke noch ein langes Gespr&#228;ch mit ihm. Er wies ihn auf die Notwendigkeit hin, sich bereit zu machen, Gott zu begegnen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gerecke:</span> Denken sie doch daran, dass Jesus f&#252;r ihre S&#252;nden gestorben ist. Sie k&#246;nnen sie alle bei ihm abladen und brauchen sie nicht mit in den Tod zu nehmen. Sie m&#252;ssen ihn nur darum bitten, er wartet doch darauf.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">G&#246;ring:</span> Ich brauche keinen Gott zum Sterben. Sie meinen wohl, sie werden mich weich kriegen. Das ist doch nur f&#252;r Kinder und Frauen. Christus starb f&#252;r sie aber nicht f&#252;r mich.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gerecke:</span> Wie wollen sie Gott mit ihren ganzen Schulden begegnen? Haben sie denn gar keine Angst davor?<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">G&#246;ring:</span> Ich kenne keine Angst. Ich habe bis jetzt nicht in Angst gelebt. Wenn ich sterbe, treffe ich keinen Gott, tot ist tot.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gerecke:</span> Ihr T&#246;chterchen Edda hofft und glaubt, ihren Vater im Himmel wiederzusehen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">G&#246;ring:</span> Das Kind glaubt auf seine Art und ich auf meine.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Eine Stunde sp&#228;ter nahm G&#246;ring sich das Leben. Eine kleine Ampulle lag auf seiner Brust. So ging er hin&#252;ber in die Ewigkeit. Und dann brach auch die letzte Stunde f&#252;r die neun anderen an. Zwei von ihnen gingen mit einem „Heil Hitler“ in die Ewigkeit. Die andern starben, auf Gottes vergebende Gnade trauend. Das tat Gott in dem Leben derer, die nach menschlichem Ma&#223;stab die tiefste Verachtung verdienten. Wenn du auch in der Zelle deines Gef&#228;ngnisses sitzt, wenn du auch ein zum Tode Verurteilter bist, oder wenn du als eine gebundene Seele auf freien F&#252;&#223;en heruml&#228;ufst, jedermanns Achtung genie&#223;end, es ist keine S&#252;nde zu gro&#223; und kein S&#252;nder zu schn&#246;de f&#252;r das Opfer, das Gott in Christus uns bot. Er hasste die S&#252;nde und strafte sie in seinem eigenen Sohn; darum hat er den S&#252;nder unendlich lieb, das gilt auch dir!<br />
<table style="border: 0px solid #CCC;" cellpadding="3" width="100%">
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		<title>In den Tagen des Menschensohnes</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Nov 2007 20:15:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ewigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[In den Tagen des Menschensohnes, ein christliches Anspiel zum Thema Ewigkeit f&#252;r 10 Personen Erz&#228;hler: Viele Predigten h&#246;rt man in den letzten Jahren vom Nahe sein und Wiederkommen des Herrn. Noch dringender reden die Zeichen der Zeit von diesem Ereignis, eine Sprache, die nicht nur zu h&#246;ren, sondern auch zu sehen ist. Alles deutet darauf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-style: italic; font-weight: bold;">In den Tagen des Menschensohnes, ein christliches Anspiel zum Thema Ewigkeit f&#252;r 10 Personen</span><br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Erz&#228;hler: </span>Viele Predigten h&#246;rt man in den letzten Jahren vom Nahe sein und Wiederkommen des Herrn. Noch dringender reden die Zeichen der Zeit von diesem Ereignis, eine Sprache, die nicht nur zu h&#246;ren, sondern auch zu sehen ist. Alles deutet darauf hin, dass der Tag der Wiederkunft unseres Herrn nicht mehr ferne ist. Sind wir auf dieses gro&#223;e Ereignis vorbereitet? Gleichen wir den Jungfrauen, die gen&#252;gend &#214;l in ihren Lampen hatten, den Br&#228;utigam zu erwarten und ihm mit hellen Lichtern zu begegnen? M&#246;ge der Herr bei seiner Wiederkunft uns wachend finden, einen jeden auf dem Platz, den er f&#252;r uns bestimmt hat.<br />
In einem Zugabteil befanden sich drei M&#228;nner. Professor Bitter und der Fabrikant Gutter f&#252;hrten ein lebhaftes Gespr&#228;ch miteinander, der dritte unbekannte Mann h&#246;rte schweigend zu.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bitter: </span>Sieh einer an! Das ist doch der Herr Gutter, mein lieber Freund? Ich habe Sie vorhin ja &#252;berhaupt nicht erkannt, wo kommen Sie denn her?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gutter: </span>Wir hatten eine Besprechung und mussten etliche Gesch&#228;ftsfragen kl&#228;ren.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bitter: </span>Ach so!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gutter: </span>Ja, ja. Sie als Arzt sind ohne Sorgen. Ihre Patienten kommen nach wie vor, aber wir.-</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bitter: </span>Ja, stimmt genau, niemand will sich aus diesem Jammertal entfernen, und wenn die H&#252;tte noch so bauf&#228;llig ist &#8211; der Professor Bitter soll sie doch noch mal reparieren. Jeder h&#228;ngt an seinem Leben.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gutter:</span> Werter Herr Professor, aber alles k&#246;nnen Sie doch wohl auch nicht. Oder ist es nicht mehr wahr, was Plato gesagt hat, dass unser Wissen ein St&#252;ckwerk ist?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bitter:</span> Meinetwegen St&#252;ckwerk, wenn wir nur vorw&#228;rts kommen in unserem Werk. Der Krebs ist schon heilbar. Ich habe ihn zuerst geheilt.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gutter: </span>Was sagen Sie?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bitter:</span> Der Krebs ist heutzutage nicht mehr schlimmer als Schnupfen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gutter: </span>Wirklich? So weit ist die Medizin schon?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bitter: </span>Es wird nicht mehr lange dauern, dann kann man gerade das Einf&#228;ltige von dem St&#252;ckwerk aus der Bibel ausl&#246;schen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gutter:</span> Ach so, in der Bibel steht das? Nun, dann ist es kein Wunder. Da stehen ja lauter Phantasien drin.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Fremder: </span>Irret euch nicht, Gott l&#228;sst sich nicht spotten.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gutter:</span> (ver&#228;chtlich) Wie k&#246;nnen Sie uns mit “euch” anreden?<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Fremder:</span> Mein Herr, man sollte sich f&#252;rchten, einen Spruch aus der Bibel zu schm&#228;hen. Sie beweisen damit, dass Sie in der Bibel gar nicht zu Hause sind. Trotzdem urteilen Sie dar&#252;ber. Es kommt die Zeit, wo Sie einmal alles einsehen werden. Gebe Gott, dass es f&#252;r Sie beide nicht zu sp&#228;t sein m&#246;ge.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gutter:</span> Nun h&#246;ren Sie mal, bester Herr, l&#228;uten Sie blo&#223; nicht die H&#246;llenglocken! Wer glaubt denn heutzutage noch an diesen Unfug?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Fremder:</span> Es bleibt doch, verzeihen Sie mir, meine Herren, bei dem Wort der Bibel: „Die Toren sprechen in ihrem Herzen, es ist kein Gott.“</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gutter:</span> (erregt) H&#246;ren Sie mal, das ist doch eine Frechheit! Was erlauben Sie Sich eigentlich?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Fremder:</span> Bitte, regen Sie Sich doch nicht auf. Wenn Sie die Ehre meines Herrn antasten, dann kann ich nicht schweigen. Die Ehre meines Heilands, der mich mit Seinem Blut erkauft hat, der mich gl&#252;cklich und selig gemacht hat… Meine Herren, bei Jesus hat man es wirklich gut. Bei Ihm allein ist wahrer Friede und dauerhaftes Gl&#252;ck zu finden. Weder Ihre Wissenschaft, noch Ihr Geld wird Ihnen ein Trost sein, wenn Sie sterben m&#252;ssen, oder wenn der Herr kommt. Meine lieben Herren, bedenken Sie es doch, mit Seinem Blute hat der Herr auch f&#252;r Sie bezahlt, und Sie verachten dies teure Blut. Ich bitte Sie, tun Sie es nicht mehr l&#228;nger. Wir haben doch so einen herzlichen Heiland! (geht weg)</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gutter:</span> Das war ja eine ganze Predigt!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bitter: </span>(erschrocken) Was ist denn das?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gutter: </span>(etwas erregt) Der Zug ist am bremsen &#8211; und h&#228;lt an.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bitter: </span>Wir sind doch noch nicht da?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gutter: </span>Wir sind noch auf freier Strecke!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bitter:</span> Was soll denn das? Warum h&#228;lt der Zug? (schaut auf die Uhr) Zwei Minuten nach Mitternacht. (der Schaffner kommt) Haben wir kein Einfahrtssignal, Herr Schaffner?<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Schaffner:</span> Der Lokomotivf&#252;hrer ist verschwunden.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gutter:</span> Was hei&#223;t das “verschwunden”? Der Kerl ist sicher betrunken gewesen und heruntergefallen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Schaffner:</span> Der und betrunken? Nein, das gab&#8217;s bei ihm nicht. Sein Gehilfe sagt, er sei in einem Nu verschwunden und dann hat der Gehilfe sofort den Zug angehalten.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau:</span> (tritt erschrocken ein und in solchem Zustande redet sie) Herr Schaffner, wo ist mein Kind? Meine Tochter ist weg. Luise! Sie ist verschwunden und noch etliche aus unserem Fahrwagen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Schaffner:</span> Sie m&#252;ssen doch gemerkt haben, wie das Kind verschwunden ist?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau:</span> Nein, das ist es ja gerade. Ich habe etwas geschlafen. Als der Zug pl&#246;tzlich anhielt bin ich aufgewacht. Ich schaute mich nach meiner Tochter um, konnte sie jedoch nirgends entdecken. Sie ist einfach verschwunden, spurlos verschwunden.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bitter:</span> Das gibt&#8217;s doch gar nicht. Hier fehlt jemand, dort fehlt jemand. Was soll das blo&#223; hei&#223;en? Auch der unbekannte Mann aus unserem Abteil ist nicht mehr da!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Erz&#228;hler:</span> Dem Professor war es, als ob eine kalte Hand nach seinem Herze griff. Der Zug fuhr endlich weiter. Professor Bitter sa&#223; still in einer Ecke des Abteils mit geschlossenen Augen. Was mochte das alles zu bedeuten haben? Sollten seine Frau und seine Tochter doch recht gehabt haben? Wie oft hatte seine Frau unter Tr&#228;nen versucht, ihm von der Liebe Jesu zu berichten, aber er hatte sie dann nur aus seinem Zimmer geschoben und gesagt: “Ich habe f&#252;r solche Dinge keine Zeit!” Seine Frau, ja sie war eine gute Hausfrau, eine so sorgsame Gattin, eine so liebende Mutter gewesen. Ob wirklich dieser Jesus auch seinem Herzen Frieden geben k&#246;nnte? Der Zug fuhr endlich in den Bahnhof ein. Professor Bitter suchte so schnell wie m&#246;glich einen Wagen, und voller Ungeduld ging es dem Hause zu. Zu Hause angekommen machte Bitter schnell die Rechnung f&#252;r die Fahrt, dann &#246;ffnete er mit zitternder Hand die Haust&#252;r. Jetzt wird er die Zimmert&#252;r aufgehen h&#246;ren, und seine Frau, seine liebe Marta wird ihn begr&#252;&#223;en und willkommen hei&#223;en, wie sie es sonst getan hatte. aber &#8211; nein -&#8230; Die Wohnzimmert&#252;r &#246;ffnet sich nicht. Eine Unruhe steigt in ihm hoch. Er h&#246;rt seinen eigenen Herzschlag. Sollte der schreckliche Augenblick wirklich da sein? Hastig legt er seinen Mantel ab und geht ins Wohnzimmer. Die Lampe brennt auf dem Tisch, das Zimmer ist leer. Ihm wird bange ums Herz; die Stille ist grausam. Kalter Schwei&#223; perlt von seiner Stirn. Er eilt ins Schlafzimmer &#8211; Marta! &#8211; keine Antwort. Er macht das Licht an. Die Betten sind leer. Was mag das alles bedeuten? Er ruft laut au&#223;er sich. Nur das Echo dringt aus dem gro&#223;en Wohnzimmer, dann wieder alles still. Eine Grabesstille. Jetzt eilt er ins Obergemach. Mit einigen hastigen S&#228;tzen springt er die Treppe hinauf, klopft an die T&#252;r und betritt das Dienstm&#228;dchenzimmer.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bitter: </span>(erregt) Sophie, wo ist meine Frau? Wo ist Edith?<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Sophie:</span> Herr Professor, die beiden Frauen sa&#223;en im Zimmer, als ich zu Bett ging. Der junge Herr ist ausgegangen. Er wollte in die Schenke gehen, wie ich h&#246;rte.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bitter:</span> Sophie, meine Frau ist nicht da, meine Tochter auch nicht! Da muss ein Ungl&#252;ck geschehen sein. Still, unten geht die Haust&#252;r auf, das wird sie sein.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Erz&#228;hler:</span> Aber es war nur Werner, sein Sohn. Er arbeitete nicht, trieb sich gew&#246;hnlich in den Kneipen herum und verzehrte so das Geld seines Vaters. Kein Wunder, dass Bitter nicht viel von seinem Sohn hielt, doch in diesem Augenblick war es eine Seele, mit der er seine Angst teilen konnte. Eilend stieg er hinunter.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Werner: </span>Guten Abend, Vater, von der Reise schon zur&#252;ck?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bitter:</span> Werner, wo ist Mutter?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Werner: </span>Mutter, woher soll ich das wissen? Bin doch selbst eben nach Hause gekommen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bitter: </span>Werner, die Mutter ist verschwunden und Edith auch.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Werner:</span> Verschwunden? Vater, du machst wohl Witze?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bitter: </span>Junge, sehe ich nach Spa&#223; aus?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Werner: </span>Nein, nat&#252;rlich nicht. Aber was soll das Ganze?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bitter:</span> Schau her, ihre Sachen sind alle da, Hut und Mantel. Ausgegangen sind sie also nicht.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Sophie: </span>(kommt) Sind die beiden noch nicht da?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bitter:</span> Nein.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Sophie: </span>Gleich nach 8 Uhr ist Ihre Frau und Ihre Tochter zur Bibelstunde zu Pastor Willmann gegangen. Von da kamen sie aber zur&#252;ck und hielten sich im Wohnzimmer auf. Als ich sie um 10 Uhr verlie&#223;, lasen sie noch in der Bibel.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bitter</span><span style="font-weight: bold;">: </span>Werner, komm setz dich einmal hin. Ich will dir sagen, weshalb ich so erregt bin. Du wei&#223;t, deine Mutter hat oft davon gesprochen, dass jeder Mensch sich bekehren muss. Sie meinte, ohne eine &#220;bergabe des eigenen Lebens an Jesus Christus, sei es unm&#246;glich, Vergebung der Schuld und ewiges Leben zu bekommen. Sie hat oft gesagt, dass jeder Mensch seine Seele vorbereiten muss; entweder f&#252;r den Tod, oder aber f&#252;r die Entr&#252;ckung, wo der Herr in einem Augenblick alle Bekehrten zu sich holt. H&#246;r zu, Werner, wir k&#246;nnen nicht so weiterleben wie bisher. Unser Leben muss sich &#228;ndern.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Werner: </span>Bitte, Vater, halte keine Moralpredigt. Es hat bei mir doch keinen Zweck.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bitt</span><span style="font-weight: bold;">er: </span>Werner, wir leben in der S&#252;nde! Es darf nicht so bleiben. Gott wird uns zur Verantwortung ziehen.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Werner: </span>Entschuldige, Vater, aber du bist so komisch.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bit</span><span style="font-weight: bold;">ter: </span>Warum?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Werner: </span>“Warum” fragst du? Ich will dir sagen warum. Warst nicht du es, Vater, der mir den Glauben raubte? Sagtest nicht du es, dass die Religion nicht f&#252;r solche Herrschaft, wie wir es sind, sei? Warst nicht du es, der stets &#252;ber das Beten der Mutter lachte und spottete? Wer hat mir meinen Kinderglauben genommen? Wer anders, als du? Als ich zum seligen Pastor Berghausen in den Unterricht ging und mich bem&#252;hte, ein Leben mit Gott zu f&#252;hren, wer hat mir da Extrastunden gegeben, dem Pastor entgegen zu arbeiten? &#8211; Du kannst zufrieden sein, Vater, dein Werk ist dir gelungen. Ich war ein gelehriger Sch&#252;ler. Ich bin l&#228;ngst mit dem Glauben fertig geworden. Keine Spur ist davon &#252;briggeblieben. Du hast ihn gr&#252;ndlich beseitigt. Das hast du erreicht. Besser bin ich durch deinen Unterricht nicht geworden, gl&#252;cklicher auch nicht. Ich habe die Welt genossen. Alles ist &#246;de und leer. Und du willst mir jetzt Moral predigen? Und wenn ich, wie die Mutter gesagt hat, verloren gehe, dann Vater, bist du schuld. Und wenn es eine H&#246;lle gibt f&#252;r solche Menschen wie du und ich, dann werde ich in der H&#246;lle noch sagen: &#8220;Du bist schuld!”  (der Sohn geht weg)</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bit</span><span style="font-weight: bold;">ter:</span> O, schreckliche Wahrheit &#8211; er hat recht! Ich bin schuld.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Erz&#228;hler:</span> Professor Bitter sa&#223; noch lange da und weinte. Dann faltete er seine H&#228;nde und legte seine tr&#228;nenvollen Augen darauf. Der allwissende Gott sah den Zustand dieses Mannes und wusste wohl, was dieser zusammengebrochene Mann wollte. Der Professor wurde ruhiger. Sein Leben zog an ihm vor&#252;ber, jener sch&#246;ne Tag kam ihm in den Sinn, an dem er Marta fragte, ob sie seine Frau werden wollte. Da bekam er das Ja &#8211; Wort, aber er war nicht gl&#228;ubig. Oh, damals versprach er ihr alles zu glauben, auch zur Kirche zu gehen. Und wie hatte er sein Versprechen gehalten? Wie oft h&#228;tte es Streit zwischen ihnen gegeben, wenn sie nicht Hut und Mantel hingelegt h&#228;tte und gesagt: „Ich kann ja auch zu Hause bleiben, wenn du mit uns den Abend verbringen willst.” Und er war dann doch nicht bei Ihr geblieben. Mehr und mehr schloss sie sich an ihre Tochter Edith. Nun, die Tochter, das lie&#223; er sich noch gefallen, aber der Sohn sollte kein Gl&#228;ubiger werden. Und was war aus ihm geworden? Ein J&#252;ngling erst, aber ausgelaugt und abgelebt wie ein Greis. Und das war seine Schuld. Wie mag die Mutter doch gelitten haben, als sie die Entwicklung ihres Sohnes sah? Daher kam wohl das fr&#252;he Ergrauen ihres Haares. Wie oft hatte Bitter, wenn er zur ungewohnten Stunde in ihr Zimmer eintrat, sie betend vorgefunden. Da betete sie auch f&#252;r ihn, der ihr das Leben verdorben hatte, der ihr das Gl&#252;ck stahl. Ja, diese treue Frau war jetzt nicht mehr da. Nur er und sein Sohn, aber daran war er schuld. Und schuldbewusst kam aus der Tiefe seines Herzens ein Gebet: „Gott, Du Heiland meiner Frau und meiner Tochter, sei Du auch meiner Seele ein Heiland! Kann so ein Mensch wie ich Vergebung erlangen?” Noch lange rang Bitter in diesem Zustand. Der Morgen graute schon als er sich endlich von seinen Knien erhob. Seine Gelenke waren wie erstarrt. Er machte sich auf die Suche nach seinem Sohn. Im Vorbeigehen warf er einen Blick in den Spiegel. Was war denn das? Diese eine Nacht hatte sein Haar schneewei&#223; werden lassen. Doch er kam nicht weit. Eilends wurde er zu einem Selbstm&#246;rder gerufen, der sich die Pulsadern aufgeschlitzt hatte. Der Mann schrie laut: „Ich bin schuld. Meine Frau hatte doch recht mit ihrem Gott und Jesus. Und nun ist sie verschwunden.&#8221; Ich will euch sagen wo sie ist” sagte Bitter zu den Umstehenden. Sie ist daheim bei dem Herrn Jesus. In dieser Nacht um 12 Uhr hat der Herr alle Frommen weggeholt in den Himmel. Wir aber    sind wegen unserer S&#252;nden zur&#252;ckgeblieben.“ W&#228;hrenddessen machte er Arzthilfe an dem Verwundeten und dann verlie&#223; er das Haus. Auf den Stra&#223;en herrschte eigent&#252;mliche Unruhe. Arbeiter, die zur Fabrik gingen, kehrten wieder um, weil die Fabrik geschlossen war. Da fehlte ein Betriebsf&#252;hrer, da ein Maschinenaufseher, da mehrere Meister, und dort Arbeiter, kurz, &#252;berall L&#252;cken. Und gerade die fehlten, die sonst am zuverl&#228;ssigsten und am treuesten waren. Lauter n&#252;chterne, ordentliche, ruhige Leute. Zu Hause angekommen, fragte ihn Sophie erschrocken, was mit dem Professor geschehen sei, denn sie sah sein schneewei&#223;es Haar. Sie setzten sich und Bitter erz&#228;hlte ihr seine Erlebnisse. “Sophie, meine Frau und meine Tochter sind wirklich fort. Sie sind daheim beim Herrn” sagte er langsam. Sophies Herz war tief ersch&#252;ttert. Nach dem Kaffee entschloss sich Bitter zu Pastor Willmann zu gehen, wo seine Lieben gestern Abend gewesen waren. War das wirklich gestern Abend? Es kam ihm wie eine Ewigkeit vor. Was hatte er seit gestern Abend nicht alles erlebt und erlitten.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bitter: </span>(im Hause Willmanns) Guten Morgen!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Diener: </span>Guten Morgen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bitter:</span> Ist Pfarrer Willmann schon zu sprechen?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Diener:</span> Die Eheleute Willmann sind noch oben, sie m&#252;ssten aber jeden Augenblick herunterkommen. Wen darf ich melden?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bitter:</span> Professor Bitter.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Diener:</span> Bitte, nehmen Sie Platz.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Bitter:</span> Also doch zur&#252;ckgelassen. Ich h&#228;tte gedacht, dass er auch entr&#252;ckt w&#228;re. Ja, ja, dieser fromme Mann.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Diener:</span> (erregt) Herr Professor, Familie Willmann ist nicht da. Die Betten sind leer, auch die Kinder fehlen. Was soll das blo&#223; bedeuten?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bitter:</span> Sie sind beim Herrn. Ja, ja, das war ein frommer Mann, der Pastor Willmann. Sie sind entr&#252;ckt.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Diener:</span> Entr&#252;ckt, entr&#252;ckt? &#8211; Dann sind wir zur&#252;ckgeblieben und ich war doch auch mal bekehrt. O mein Gott.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Erz&#228;hler:</span> Nun ging Bitter zu Pastor Quante, seinem guten Freund. Dem Pastor Willmann war er bisher aus dem Weg gegangen, aber mit Pastor Quante verstand er sich besser. Er ist gewiss zu Hause. Richtig. Aber der K&#252;ster war auch schon bei ihm. Was der wohl wollte?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Quante:</span> Herr Professor, was wollen Sie bei mir? Ich bin der elendste Mensch auf dieser Erde. Mein Leben ist verloren und wertlos. Ich bin ein blinder Blindenleiter gewesen. O Herr Professor, Sie k&#246;nnen es nicht verstehen, Sie wissen nicht, was das hei&#223;t, das ganze Leben verloren zu haben.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Bitter:</span> Ich verstehe Sie vollkommen, Herr Pastor. Ich bin genau in Ihrer Lage. Ich habe auch ein verlorenes Leben zu beklagen. Die Wissenschaft, der Ruhm, das waren unsere G&#246;tzen, bei Ihnen, wie bei mir. Herr Pastor, es ist jetzt zu sp&#228;t.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Quante: </span>Es ist zu sp&#228;t, h&#246;ren Sie nur, was der K&#252;ster mir heute fr&#252;h schon erz&#228;hlte. Er war fr&#252;h morgens zum Kirchhof gegangen um nachzusehen, ob das Grab f&#252;r den Klostermeister schon fertig w&#228;re, denn er sollte heute begraben werden. Dort angekommen fiel er fast in Ohnmacht vor Schrecken. Er behauptete, dass wenigstens 50 &#8211; 60 Gr&#228;ber offen, die Grabsteine weggew&#228;lzt und die Gr&#228;ber leer seien. Ich habe den K&#252;ster noch nie in solchem Zustand gesehen. Er wusste nicht, was dies zu bedeuten hatte. Ich wei&#223; es aber genau. Die Entr&#252;ckung ist geschehen, und wir sind zur&#252;ckgeblieben, wie schreck-lich!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bitter:</span> Die Toten in Christo werden zuerst auferstehen, schreibt Paulus. Wir haben das Gr&#246;&#223;te der Weltgerichte miterlebt, aber wir waren nicht bereit. Ach, Herr Pastor, es war eine entsetzliche Nacht, auch f&#252;r mich. Meine Frau und Tochter sind daheim. Mein Sohn und ich sind zur&#252;ckgeblieben.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Quante:</span> Ach, lieber Herr Professor, was sollen wir denn tun? Helfen Sie uns doch.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bitter:</span> Ich kann Ihnen nicht helfen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Erz&#228;hler: </span>Professor Bitter ging nach Hause. Auf den Stra&#223;en war ein gro&#223;es Durcheinander. Sparkassen und Kaufh&#228;user wurden gepl&#252;ndert. Die Polizei war machtlos. Professor Bitter kam traurig nach Hause. Zu Hause angekommen, nahm er die Bibel und las: „Von der Zeit aber und Stunde, liebe Br&#252;der, ist nicht not euch zu schreiben, denn ihr selbst wisset gewiss, dass der Tag des Herrn kommen wird wie ein Dieb in der Nacht“. Er las noch weiter, aber er konnte es nicht fassen. Es war jetzt deutlich, dass die Bibel recht behalten hatte. Die biblischen Prophezeiungen hatten sich erf&#252;llt, und er hatte sich dar&#252;ber lustig gemacht.<br />
&#220;ber das Sinnen und Nachdenken h&#246;rte Bitter die Kirchenglocken l&#228;uten. Im Kirchenzettel stand, dass Pastor Willmann heute im Hauptgottesdienst predigen w&#252;rde. Viele kamen zum Gottesdienst. Auch Bitter machte sich auf den Weg. Nein, die Zuh&#246;rer w&#252;rden heute wohl entt&#228;uscht werden. Pastor Willmann war nicht mehr da. Pastor Quante w&#252;rde die Vertretung machen. Und so war es auch. Die Kirche war &#252;berf&#252;llt. Da trat Pastor Quante vor den Altar, merkw&#252;rdig blass. Er beugte seine Knie zum Gebet, was er sonst nicht tat. Nach dem Gebet las er aus der Bibel: „Gleich aber, wie es zur Zeit Noahs war, also wird auch die Zukunft des Menschensohnes sein. Denn gleich wie sie waren in den Tagen der Sintflut, sie a&#223;en, sie tranken, sie freiten und lie&#223;en sich freien, bis an den Tag, da Noah in die Arche einging und sie achteten nicht, bis die Sintflut kam und sie alle dahin nahm. Also wird auch die Zukunft des Menschensohnes sein. Da werden zwei auf dem Felde sein, einer wird angenommen, der andere wird verworfen werden; zwei werden mahlen auf der M&#252;hle, einer wird angenommen, der andere wird verwarfen werden“ Da fing er an zu reden: „Meine Freunde, ich muss euch etwas bekennen. Alle Jahre, die ich Pastor dieser Gemeinde gewesen bin, bin ich ein Mietling, aber nicht ein Hirte gewesen. Ich habe euch gepredigt, und bin selbst verwerflich geworden. Ihr wisst, dass mein ganzes Leben verfehlt ist. Alle meine Predigten waren ohne Saft und Kraft. Ich habe Lob und Ehre gesucht f&#252;r meine Person. Pastor Willmann ist nicht mehr unter uns. Der Herr hat seinen treuen Knecht heimgeholt. Wir aber sind zur&#252;ckgeblieben.“<br />
Anf&#228;nglich h&#246;rte man, wie M&#228;nner und Frauen schluchzten und weinten, dann aber gab es ein gro&#223;es Durcheinander. Da kamen Beschuldigungen, Vorw&#252;rfe, Spotten und Lachen. Es brach dem alten Bitter fast das Herz. Er versuchte Pastor Quante zu verteidigen, denn schon hatte man eine Flasche Branntwein nach ihm geworfen. Pastor Quante und Professor Bitter entfernten sich schnell, denn es war in der Kirche, als w&#228;re die H&#246;lle entbrannt.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Quante: </span>O, Herr Professor, was ist das? Haben sie je so etwas erlebt?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bitter: </span>Nein, aber wir werden noch schrecklicheres erleben. Dies ist erst der Anfang. Der Herr hat das Salz, seine Gemeinde, von dieser Erde hinweg genommen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Quante:</span> Ich m&#246;chte gerne noch gutmachen was ich verdorben habe.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bitter: </span>Ja, das m&#246;chte ich auch, aber es ist zu sp&#228;t. Auf Wiedersehen. (Der Professor reicht dem Pastor die Hand und geht)</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Erz&#228;hler: </span>Drau&#223;en ging die Sonne unter. Ihr zarter Schein umstrahlte die h&#246;chsten Geb&#228;ude der Stadt. Professor Bitter eilte zu Pastor Quante, wie sie besprochen hatten. Beide wollten sich noch einmal sprechen. Auf den Stra&#223;en standen noch immer gruppenweise Menschen. Aus den &#252;berf&#252;llten Wirtsh&#228;usern kamen andere dazu. Viele ballten ihre F&#228;uste und l&#228;sterten alle Frommen und die noch geistlich gesonnen waren. An polizeiliche Hilfe war nicht zu denken, denn es war nirgends ein Schutzmann zu sehen. Das Volk war bis zum Wahnsinn aufgebracht. Man wollte Rache nehmen an den Frommen, die an dem Elend so vieler Trennungen schuld sein sollten. Als erster sollte Pastor Quante seinen Lohn bekommen und dann Professor Bitter. Professor Bitter hatte das Haus des Pastors beinahe erreicht, als er eine Menschenmenge herankommen sah. “Was ist denn los?” fragte er die Herbeieilenden. “Nieder mit den Frommen!” br&#252;llte man ihm entgegen. Einen Augenblick stand der Professor regungslos da, dann sprang er auf eine Treppenstufe und rief so laut er konnte der Menschenmenge zu: „Liebe Leute, der Herr hat Seine Frommen hinweg genommen, aber wir waren nicht bereit, und jetzt sind wir auf ewig&#8230;”  Ein Stein, der ihn an die Stirn traf, machte seiner Rede ein schnelles Ende. Die Menschenmenge schlug wie wild mit Steinen auf ihn ein. “Nieder mit den Frommen” h&#246;rte man &#252;berall schreien. Dann st&#252;rmten sie das Pastorhaus, wo Pastor Quante ein &#228;hnlicher Tod widerfuhr. Der Anf&#252;hrer dieser Menge war der junge Bitter. Ihm war bewusst geworden, was es hei&#223;t, f&#252;r immer verloren zu sein.<br />
Diese Begebenheit ist nur ein Sinnbild der Entr&#252;ckung der Kinder Gottes. Aber wie &#252;berraschend wird sie viele Menschen treffen? Wie viele werden sich in der Situation des Professor Bitter wiederfinden? Die Bibel spricht davon, dass dieser Tag wie ein Dieb in der Nacht pl&#246;tzlich da sein wird. Dann wird offenbar werden, welches Verh&#228;ltnis wir zu Jesus hatten. Dann wird keiner mehr danach fragen, wie gut wir es verstanden haben, Geld zu machen und unser Leben abzusichern, Zukunftspl&#228;ne zu schmieden und unsre Pers&#246;nlichkeit zu entfalten. Das einzige, was dann noch z&#228;hlt ist die Frage: „Steht mein Name im Buche des Lebens? Habe ich auf diesen gro&#223;en Tag hin gelebt?” Und dieser gro&#223;e Tag kommt immer n&#228;her. Bald wird es Wirklichkeit sein, und wir stehen alle vor dem gro&#223;en Herrn. Wie wirst du ihm entgegentreten? Wie wirst du ihm begegnen?</p>
<p><table style="border: 0px solid #CCC;" cellpadding="3" width="100%">
  <tr>
    <td width="35">
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      <b>Name:</b> <a href="http://www.christenload.com/?file_id=139">In den Tagen des Menschensohnes</a> <small>(57.5KB)</small><br />
            <b>Klicks:</b> 481 <br />
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		<title>Titanic</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Nov 2007 19:41:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ewigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Titanic, ein christliches Anspiel zum Thema Ewigkeit f&#252;r 13 Personen Offizier: Ihr Name? Schmidt: Josef Schmidt. Offizier: Mister Schmidt, Sie sind Steuermann? Schmidt: Ja, Sir, aber nur Binnenschiffer. Offizier: Sie wollen nach New York? Haben Sie Verwandte dort? Schmidt: Nein, Sir, ich m&#246;chte in die Vereinigten Staaten &#252;bersiedeln. Offizier: Sie sprechen sehr gut Englisch. Ihre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-style: italic; font-weight: bold;">Titanic, ein christliches Anspiel zum Thema Ewigkeit f&#252;r 13 Personen</span></p>
<p><span style="font-weight: bold;">Offizier:</span> Ihr Name?<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Schmidt:</span> Josef Schmidt.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Offizier:</span> Mister Schmidt, Sie sind Steuermann?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Schmidt:</span> Ja, Sir, aber nur Binnenschiffer.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Offizier:</span> Sie wollen nach New York? Haben Sie Verwandte dort?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Schmidt:</span> Nein, Sir, ich m&#246;chte in die Vereinigten Staaten &#252;bersiedeln.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Offizier:</span> Sie sprechen sehr gut Englisch. Ihre Sprachkenntnisse werden Ihnen noch sehr n&#252;tzlich sein.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Schmidt:</span> Ich hoffe, Sir.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Offizier:</span> Also, hier haben Sie Ihre Schiffskarte &#8211; Sie wohnen in Kabine E 50, der Steward zeigt Ihnen den Weg. Viel Gl&#252;ck w&#252;nsche ich Ihnen!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Am 11.April 1912 betritt Josef Schmidt um 13 Uhr das stolzeste, sch&#246;nste und neuste Schiff der Welt, ein Kunstgebilde der Innenarchitektur und Inbegriff neuzeitlichen Fortschritts.<br />
Dieses Schiff soll ein Symbol der erhabenen, stolzen Welt sein. Mehr als 1300 Passagiere und 890 Besatzungsmitglieder befinden sich an Bord, als der Luxusdampfer zu seiner ersten Reise &#252;ber den Atlantik in See sticht.<br />
(besonders langsam und deutlich lesen)<br />
Hoch &#252;ber dem geheimnisvollen Abgrund der Meerestiefe st&#252;rmt das gro&#223;e Schiff mit 46300 Bruttoregistertonnen, einer L&#228;nge von 269 m, 28 m Breite und 7 Stockwerken hoch, voller Menschen, Gep&#228;ck, Lebensmittel und Energiebedarf dahin.<br />
Josef  Schmidt ist schon drei Tage unterwegs nach Amerika, um seiner Berufung nachzukommen, missionarisch unter den noch in Amerika lebenden Indianern zu wirken. Lange hatte er f&#252;r seine Pl&#228;ne gebetet, bis er zu wissen meinte, von Gott zu dieser Arbeit berufen zu sein. Seine gut bezahlte Stellung als Steuermann hatte er gek&#252;ndigt und unter dem Segen seiner Kirchengemeinde Deutschland verlassen.<br />
Nun ist er wieder an Deck und unterh&#228;lt sich mit dem Deckoffizier.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Schmidt:</span> Das Wetter hat sich wieder etwas beruhigt.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Offizier:</span> Am ersten Tag haben wir tats&#228;chlich eine wilde Sturmfahrt erlebt. Aber in unserm Schiff kann uns nichts passieren. Wir n&#228;hern uns schon der K&#252;ste von Amerika.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Schmidt:</span> Man erz&#228;hlt, dieses neu erbaute Schiff habe das Pr&#228;dikat „Unsinkbar“ erhalten.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Offizier:</span> Das stimmt. Dieser Dampfer hat einen doppelten Boden und ist in 16 wasserdichte Abteilungen unterteilt. Au&#223;erdem sichert ein Netz von elektrischen Kontrollapparaten, Alarm- und Telefonleitungen gegen &#220;berraschungen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Schmidt:</span> Das ist ja raffiniert.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Offizier:</span> In der Tat, hier kann man sich sicher und geborgen f&#252;hlen. So, ich m&#246;chte jetzt essen gehen. Auf Wiedersehen!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Nach diesem Gespr&#228;ch geht Josef Schmidt in die Doppelkabine der 3. Klasse und liest in der Heiligen Schrift die Begebenheit von der Seereise des Apostels Paulus auf dem Mittelmeer:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Schmidt:</span> (liest Apg. 27,15)<br />
Was muss das f&#252;r eine &#8220;Nussschale&#8221; gewesen sein gegen das m&#228;chtige Stahlmonstrum, auf dem ich mich jetzt befinde. Die drei Schiffsschrauben mit ihren zwei Vierzylinder &#8211; Kolbenmaschinen verleihen dem Schiff die kaum denkbare Kraft von 50 000 PS, die H&#246;chstgeschwindigkeit betr&#228;gt ca. 24 Knoten. Aber die interessanteste Sicherheitsvorrichtung ist eine wasserdichte Konstruktion.<br />
(liest weiter Apg. 27,18-25)</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Im stillen Gebet dankt Schmidt dem Gott, der Himmel und Erde geschaffen und der den besten Schutz gegen alle Unsicherheiten gibt. Ja, an ihn will sich Josef halten, von ihm allein Schutz und jede Hilfe erwarten. Er zieht sich seine Windjacke an und beginnt einen erneuten Rundgang durch das Schiff. Obwohl er nun schon drei Tage an Bord lebt, steht er immer wieder irritiert vor der Vielzahl von G&#228;ngen in den verschiedenen Stockwerken.<br />
Es ist eine mondlose, ruhige Nacht. Die funkelnden Sterne leuchten in geheimnisvoller Zwiesprache mit dem schwarzen Himmelsraum. Die Wasseroberfl&#228;che gleicht einer polierten Glasplatte. Josef Schmidt hat den Ozean noch nie in solcher eindr&#252;cklichen Stille gesehen. Seine Seele weitet sich beim Anblick der erhabenen Gr&#246;&#223;e und H&#246;he des dunklen Panoramas.</p>
<div style="text-align: center;"><span style="font-weight: bold;">- Musik -</span></div>
<p>Josef tritt den R&#252;ckweg an. Er steigt die eiserne Treppe hinunter. Durch die langen wei&#223;en G&#228;nge, die zu den Luxuskabinen f&#252;hren, vorbei an den Balls&#228;len, Tennispl&#228;tzen, Bibliotheken und Billiardr&#228;umen. Er h&#246;rt Stimmen aus der Bar, wo bei einem Kartenspiel laut diskutiert wird. Eine vornehme, mit Diamanten geschm&#252;ckte Dame kommt ihm entgegen von einem Steward begleitet, der ihr behilflich ist, die Kabine zu finden. Lebhaft gibt der in Wei&#223; gekleidete Steward technische Erkl&#228;rungen ab:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Steward:</span> Gn&#228;dige Frau, niemand wird das Schiff zum Sinken bringen. Der Kapit&#228;n kann durch ein einfaches Bet&#228;tigen eines elektrischen Schalters augenblicklich alle Schotten schlie&#223;en und damit das Schiff praktisch unsinkbar machen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Dame:</span> Meinen Sie?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Steward:</span> Aber gewiss, gn&#228;dige Frau, selbst Gott k&#246;nnte dieses Schiff nicht versenken&#8230;</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Dame:</span> Aber, aber&#8230; mein Herr, ist das nicht Gottesl&#228;sterung?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Steward:</span> Ich bitte vielmals um Entschuldigung. Ich glaube, die Werftarbeiter in England haben diesen Satz an die Au&#223;enwand der Titanic geschrieben.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Dame:</span> Das ist ja entsetzlich!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Auch Josef ist &#252;ber dieses kurze Gespr&#228;ch schockiert. Als er seine Kabine erreicht hat, kniet er an seinem schmalen Bett nieder und betet um Vergebung aller seiner S&#252;nden und allen gottlosen Treibens an Bord dieses Schiffes.</p>
<div style="text-align: center;"><span style="font-weight: bold;">- Musik -</span></div>
<p>Die meisten Passagiere liegen bereits in dieser ruhigen und kalten Sonntagnacht in ihren kuscheligen, gem&#252;tlichen Betten. Auch Josef schlie&#223;t seine Augen und schlummert bei den monotonen Ger&#228;uschen langsam ein. Bilder aus der Heimat erscheinen ihm: Josef sieht seine Mutter, wie sie betend am Bett kniet &#8211; er h&#246;rt den Vater bei Tisch das Dankgebet sprechen &#8211; eine Katze erscheint und kratzt an der T&#252;r &#8211; das Kratzen l&#228;sst nicht nach.<br />
Pl&#246;tzlich ist Josef hellwach. Er sp&#252;rt, dass Traum und Wirklichkeit ineinander &#252;bergegangen sind.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Schmidt:</span> Was ist das? Ein merkw&#252;rdiges Knirschen von der &#228;u&#223;eren Schiffsseite.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Das Ger&#228;usch ist nicht sehr stark; es gen&#252;gt aber, dass er sofort von seinem Bett aufsteht. Er lehnt sich an den Hohlraum des runden Bullauges. Da sieht er durch das Glasfenster eine Graugr&#252;ne Wand aus Eis vor&#252;bergleiten.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Schmidt:</span> Wir haben einen Eisberg gerammt!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> So schnell er kann, zieht er sich wieder die Schuhe an. Noch immer h&#246;rt er das knirschende Scharren und ged&#228;mpft polternde Ger&#228;usch an der &#228;u&#223;eren Schiffswand. Dann ist es still. Josef blickt erschrocken auf das kleine Zifferblatt am Arm &#8211; es ist gerade 20 Minuten vor Mitternacht.</p>
<div style="text-align: center;"><span style="font-weight: bold;">- Musik -</span></div>
<p>Der Vollmatrose Frederik Fleet starrt intensiv in die schimmernde Nacht; tiefe Nebelb&#228;nke kriechen von Neufundland her&#252;ber und schieben sich als milchige Watte vor den Bug des Schiffes. Fleet ist einer der sechs Ausguckposten, der hoch &#252;ber der Kommandobr&#252;cke vom Mast her Ausschau h&#228;lt. Er tr&#228;gt die gr&#246;&#223;te Verantwortung, denn dieser n&#228;chtliche Sp&#228;her gilt als das “Auge des Schiffes“. Ab und zu wechselt er einige Worte mit Lee, seinem Kollegen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Fleet:</span> Mensch, ist das kalt! Es scheint immer k&#228;lter zu werden.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Lee:</span> Ist ja auch kein Wunder! Es wird doch st&#228;ndig vor Eis gewarnt. Aber bis jetzt ist alles glatt gelaufen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Fleet:</span> Du hast recht. (spricht zu sich selbst) Hm, da sind kleine Punkte. Sie werden von Sekunde zu Sekunde gr&#246;&#223;er. (wird immer aufgeregter)<br />
Lee! Siehst du dort!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Lee:</span> Was soll ich sehen?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Fleet:</span> Da, vorn, die Punkte! Sie t&#252;rmen sich zu einer hohen Wand!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Rasch schl&#228;gt er dreimal an die Signalglocke und rei&#223;t fast zur gleichen Zeit den H&#246;rer des Telefons von der Gabel, um Sprachkontakt zur Kommandobr&#252;cke zu bekommen.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">1. Offizier:</span> Was haben Sie gesehen?<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Fleet:</span> Vor uns treibender Eisberg hart voraus!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">1. Offizier:</span> Verstanden.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Sofort st&#252;rzt er zum Maschinentelegrafen und zieht auf “&#228;u&#223;erste Kraft zur&#252;ck“. Entgeistert starren die gewarnten Besatzungsmitglieder auf den wachsenden Eisberg. Der Erste Offizier wird totenbleich. Die feuchte, glitzernde Wand scheint das Schiff zermalmen zu wollen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Lee:</span> (panisch) Die Titanic wird gar nicht langsamer.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Fleet:</span> So schnell k&#246;nnen Schiffe auch nicht bremsen! Halt! Wir schwenken nach Steuerbord! Es ist ein Wunder!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Lee:</span> Puh, das war knapp! Wir sind noch einmal um Haaresbreite davongekommen!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Messerscharf gleitet der Dampfer an der Eiswand vorbei. Zugleich aber geht ein fast unmerklicher Sto&#223; durch den Riesenleib der Titanic.<br />
Der Erste Offizier, der jetzt das Kommando f&#252;hrt, greift hart nach dem Schalter, der die wasserdichten Schotten schlie&#223;t. &#8211; Doch alles scheint zu sp&#228;t &#8211; urgewaltige Naturm&#228;chte haben zugeschlagen. Sekunden sp&#228;ter, das Knirschen war gerade erstorben, st&#252;rzt Kapit&#228;n Smith aus seiner Kabine.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Kapit&#228;n:</span> Was war das?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">1. Offizier:</span> Ein Eisberg, Sir! Ich lie&#223; die Ruder hart Steuerbord herumrei&#223;en und die Maschine auf &#228;u&#223;erste Kraft zur&#252;cksetzen. Ich wollte die Wand Backbord liegen lassen. Wir waren aber zu dicht am Eis. Mehr konnte ich nicht tun.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Kapit&#228;n:</span> Schlie&#223;en Sie die Schotten!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">1. Offizier:</span> Die Schotten sind bereits geschlossen, Sir!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Josef Schmidt bemerkt, dass die Maschinen gestoppt sind. Schnell l&#228;uft er den Gang entlang, w&#228;hrend er seine wetterfeste Jacke anzieht. Er bleibt an Deck stehen. Er will sich genau vergewissern, ob nicht bei der Kollision etwas Schlimmes passiert ist. Zu ihm gesellt sich ein junger Deutscher aus K&#246;ln. Dieser junge Mann ist kaum 20 Jahre alt.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Deutscher:</span> Meinen Sie, die Sache ist ernst zu nehmen?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Schmidt: </span> Ich denke schon, sonst h&#228;tte der Kapit&#228;n die Fahrt nicht unterbrochen.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Deutscher:</span> Aber es herrscht keine Katastrophenstimmung, es heulen keine Sirenen! Kein schrilles Glockenzeichen ist zu vernehmen, nichts deutet auf eine unheilvolle Situation hin. Jedes Anzeichen einer Gefahr fehlt einfach.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Schmidt:</span> Der Schein tr&#252;gt. Schauen Sie doch dort hinauf!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Er deutet auf die vier Schornsteine, drei von ihnen blasen Dampf mit steigendem L&#228;rm ab.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Schmidt:</span> Als ich in meiner Kabine war, h&#246;rte ich ein verd&#228;chtiges Knirschen an der Schiffswand und sah den dunkelgr&#252;nen Eisberg am Bullauge sehr dicht vor&#252;berziehen. Vielleicht haben wir ein Leck &#8211; auf alle F&#228;lle werden wir die Fahrt nicht so bald wieder fortsetzen k&#246;nnen, sonst w&#252;rde man nicht so kr&#228;ftig Dampf ablassen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Deutscher:</span> Aber die Titanic gilt als vollkommen unsinkbar!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Schmidt:</span> Was ist schon vollkommen, das Menschenhand geschaffen hat? Vollkommenheit bleibt das Privileg Gottes &#8211; alles andere ist unvollkommen und verg&#228;nglich.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Deutscher:</span> Sie haben also ernsthafte Bedenken?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Schmidt:</span> Auf alle F&#228;lle ist der Schaden so gro&#223;, dass der Kapit&#228;n sich entschlossen hat, die Weiterfahrt f&#252;r einige Zeit zu unterbrechen; das ist sehr viel und es ist &#228;u&#223;erst ernst zu nehmen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Deutscher:</span> M&#246;glich, dass ein Schaden entstanden ist. Vielleicht wird es ein paar Stunden dauern und dann geht die Reise weiter.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Die Titanic liegt wie tot im Wasser, das tr&#228;ge gegen die Bordwand pl&#228;tschert, Einige Eisst&#252;cke bedecken die Laufstege und das Deck. Sonst scheint alles normal zu sein. Kapit&#228;n Smith ist bereits mit seinem Ersten Offizier zu einer Inspektion unterwegs.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Kapit&#228;n:</span> Lass uns m&#246;glichst wenig Aufsehen erregen. Wir nehmen den schmalen Mannschaftsgang!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">1. Offizier:</span> Ja, Sir!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Kapit&#228;n:</span> Wir d&#252;rfen keine Panik an Bord aufkommen lassen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Beide laufen tief unten durch das Labyrinth der G&#228;nge, vorbei an dem Postraum, in dem unaufhaltsam Wasser eindringt.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">1. Offizier:</span> Wassereinbruch! Wassereinbruch! Gro&#223;es Leck! Das Wasser dringt sehr schnell ein.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Um 0.05 Uhr, also erst 25 Minuten nach der Kollision mit dem Eisberg, befiehlt der Kapit&#228;n dem Chefoffizier die Boote klarzumachen. Seinem Ersten Offizier gibt er die Anweisung, die Passagiere zu sammeln. Dem Funker wird Befehl gegeben, sofort den Hilferuf auszusenden.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Kapit&#228;n:</span> Bitte funken Sie ununterbrochen das Notsignal! Das Schiff ist durch Unterwassereis schwer besch&#228;digt und kann nur noch kurze Zeit &#252;ber Wasser gehalten werden. Wir sinken.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Funker:</span> Senden wir doch das neue Zeichen SOS. Vielleicht ist es die erste und f&#252;r uns die letzte Chance, diesen Ruf zu senden!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Alle Schiffe, die in der eisigen Verlassenheit des Nordatlantiks ihre Route ziehen, k&#246;nnen sich &#252;ber Hunderte von Meilen von der anbahnenden Katastrophe ein Bild machen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Funker:</span> SOS &#8211; Titanic! Wir sinken, helft! Kommt uns zur Hilfe! SOS &#8211; Save our souls  &#8211; Rettet  unsere Seelen!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Ein wei&#223;er Sternenregen ergie&#223;t sich &#252;ber das todeswunde Schiff, doch gilt “WEISS“ nicht als Notsignal, sondern “ROT“. &#8211; Aber Notraketen waren ja sowieso &#252;berfl&#252;ssig, das Schiff galt ja als unsinkbar!<br />
Es dauert l&#228;ngere Zeit, ehe sich der Dampfer “Frankfurt“ meldet.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Funker Fr.:</span> Ist es schlimm?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Funker:</span> Wir sinken!<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Funker Fr.:</span> Die Titanic, das unsinkbare Schiff, unter Feuerwerk? Besoffene Bande!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Allm&#228;hlich kommt Bewegung in die schlaftrunkene Gesellschaft. Schon nach wenigen Minuten ergie&#223;t sich ein Menschenstrom in die gro&#223;en S&#228;le. Die Besatzungsmitglieder treiben alle sanft durch die G&#228;nge. Den Passagieren werden Schwimmwesten angelegt. Auf die aufgeregten Fragen wird nur geantwortet:<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">1. Offizier:</span> Wir proben nur ein Rettungsman&#246;ver.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Dame:</span> Mitten in der Nacht bei dieser K&#228;lte?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">1. Offizier:</span> Wir m&#252;ssen auf alle Situationen gut vorbereitet sein. Also, bitte; legen Sie Ihre Schwimmweste an!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Dame:</span> Aber die Titanic ist doch unsinkbar, oder?<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Darauf wei&#223; der Offizier keine Antwort. Doch langsam erkennen die Menschen, dass es kein &#220;bungsman&#246;ver ist, sondern bittere Wahrheit. Panik breitet sich unter der Menschenmasse aus.</p>
<div style="text-align: center;"><span style="font-weight: bold;">- Musik -</span></div>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Um 0.45 Uhr wird das erste Rettungsboot zu Wasser gelassen.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">1. Offizier:</span> Frauen und Kinder zuerst in die Boote. Das Schiff ist gr&#252;ndlich ausger&#252;stet, f&#252;r jeden gibt es einen Platz in den Rettungsbooten.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Doch die Wahrheit sieht ganz anders aus. Es gibt nur 20 h&#246;lzerne Rettungsboote und vier gro&#223;e Rettungsfl&#246;&#223;e aus Leinwand. All diese Boote k&#246;nnen h&#246;chstens 1200 Menschen aufnehmen, aber es befinden sich mehr als 2400 Personen an Bord der Titanic. Da das Schiff f&#252;r unsinkbar galt, sparte man, um f&#252;r alle einen Platz zu schaffen.<br />
Auf den ausgesandten Notruf antwortet ein britisches Passagierschiff: Carpartia an Titanic, kommen mit Volldampf, sind gegen drei Uhr dort! Aushalten!<br />
Die See schwappt bereits &#252;ber das vordere Deck der Titanic, das Br&#252;llen der Dampfpfeifen ist erstorben und die Neigung des Schiffes hat sichtlich zugenommen. Die Flut steigt und dringt in das gr&#246;&#223;te Schiff der Welt. Nein, die Titanic ist keine Arche, sondern wird in k&#252;rzester Zeit zu einem Riesensarg f&#252;r Hunderte Menschen. Die Menschenmenge st&#246;&#223;t und dr&#228;ngt zu den Booten. M&#228;nner versuchen Frauen und Kinder r&#252;cksichtslos zur Seite zu dr&#228;ngen. Der Erste Offizier zieht seine Pistole:<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">1. Offizier:</span> Wenn je ein Mann versucht die Boote zu erreichen, schie&#223;e ich ohne Anruf!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Aus einem Boot schreit ein Steward:<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Steward:</span> Wir haben keinen Seemann an Bord!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">1. Offizier:</span> Sind Seeleute hier?<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Schmidt:</span> Ich bin Steuermann, Sir.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">1. Offizier:</span> Steuermann sind Sie?<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Schmidt:</span> Ja, aber nur bei der Binnenschifffahrt.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">1. Offizier:</span> Dann &#252;bernehmen Sie vorerst das Boot, bis ich ein Mitglied der Besatzung gefunden habe.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Ehe Josef Schmidt recht nachdenken kann, sitzt er als F&#252;hrer im Rettungsboot. Einige Boote haben jetzt die Titanic verlassen. Eines nach dem andern rudert langsam von dem riesigen Luxusdampfer weg.<br />
Auf dem Schiff klammern sich M&#228;nner an die M&#228;ntel von Besatzungsmitgliedern.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Deutscher:</span> Ich gebe Ihnen tausend Dollar f&#252;r einen Platz!<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Ein anderer &#252;berbietet ihn:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mann:</span> Hunderttausend Dollar! &#8211; Eine Million! Mein ganzes Verm&#246;gen!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Kopf&#252;ber und kopfunter fallen sie in die Rettungsboote. Wie Strandgut liegen die Passagiere in den Booten &#252;bereinander, verletzt, mit gebrochenen Gliedern, verrenkten Armen, ohnm&#228;chtig, einige vor K&#228;lte und Grauen st&#246;hnend.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Offizier:</span> Halt! Zur&#252;ck! Die Boote sind &#252;berf&#252;llt! Nicht &#252;berladen!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Um die Menge zu beruhigen spielt das Schiffsorchester den Choral: “N&#228;her mein Gott zu Dir.&#8221; Einige Leute beten zum ersten Mal in ihrem Leben. Auch Josef Schmidt im Rettungsboot ruft zu Gott um Gnade f&#252;r alle Zur&#252;ckbleibende.<br />
Da &#8211; pl&#246;tzlich scheint ein inwendiger Sto&#223; das Schiff getroffen zu haben &#8211; auf das kleine Schiff kommt eine Meereswoge zu. Das Vorderschiff der Titanic sinkt wie ein schwerer Felsen ins Meer, w&#228;hrend sich das Heck wie ein Monstrum erhebt.<br />
Wie dunkle &#196;pfel fallen M&#228;nner, Frauen und Kinder in das unheimliche Wassergrab. Keiner ist imstande auf dem Deck noch aufrecht zu stehen. Das Heck steigt immer weiter bis zu einer H&#246;he von 60°. Josef denkt an die Hunderte und Aberhunderte Passagiere, die sich jetzt in den langen G&#228;ngen des Schiffsleibes zu Tode schreien, k&#228;mpfen und ertrinken.<br />
Um 2.20 Uhr verschwindet der gro&#223;e Koloss gurgelnd in der Tiefe. &#220;ber der spiegelglatten See h&#246;rt man weithin die gr&#228;sslichen Wahnsinnsschreie aus Hunderten von Menschenkehlen, deren K&#246;rper in gro&#223;en Schwimmwesten im Eiswasser treiben und denen die K&#228;lte wie mit Rasiermessern in die Leiber zu schneiden scheint. Manche treiben auf Brettern, andere auf Korkst&#252;cken, Kisten und T&#252;ren &#252;ber den unheimlichen Tiefen des Meeres. Wird jemand von ihnen noch gerettet werden k&#246;nnen?<br />
Die gr&#246;&#223;te Schiffskatastrophe der Geschichte ist wohl allen bekannt. Aber geht es dir nicht auch oft so wie den Leuten auf der Titanic? Du f&#252;hlst dich sicher und meinst, dass du noch viel Zeit hast, dich mit der Frage der Ewigkeit zu besch&#228;ftigen. Du t&#228;uscht dein Gewissen mit dem Gedanken: &#8220;So schlimm ist es um mich wohl nicht bestellt, es leben ja alle so!&#8221;</p>
<p>Doch es ist h&#246;chste Zeit! SOS &#8211; Rette deine Seele!</p>
<p><table style="border: 0px solid #CCC;" cellpadding="3" width="100%">
  <tr>
    <td width="35">
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      <b>Name:</b> <a href="http://www.christenload.com/?file_id=146">Titanic</a> <small>(43KB)</small><br />
            <b>Klicks:</b> 633 <br />
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  </tr>
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		<title>Ich habe einen starken Gott</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Nov 2007 00:10:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ewigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe einen starken Gott, ein christliches Anspiel zum Thema Ewigkeit f&#252;r 6 Personen Sprecher: Die Geschichte spielt an Bord eines Transportflugzeuges, das sich nachts hoch &#252;ber der Erde inmitten eines gewaltigen Sturms befindet. Die gro&#223;e Gefahr verbirgt sich darin, dass die Verbindung mit der Erde unterbrochen ist und sie die Orientierung verloren haben. Wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: bold; font-style: italic;">Ich habe einen starken Gott, ein christliches Anspiel zum Thema Ewigkeit f&#252;r 6 Personen</span></p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Die Geschichte spielt an Bord eines Transportflugzeuges, das sich nachts hoch &#252;ber der Erde inmitten eines gewaltigen Sturms befindet. Die gro&#223;e Gefahr verbirgt sich darin, dass die Verbindung mit der Erde unterbrochen ist und sie die Orientierung verloren haben. Wie ein riesiger Vogel verschwand die Maschine im Dunkel der Nacht. Die starken Motoren k&#228;mpften lautstark gegen die Gewalt der Natur und der feine Hagel trommelte zum Kampf.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bernd:</span> (brummend) Das Wetter ist nat&#252;rlich bestens &#8211; keine Einw&#228;nde. Aber das die Meteorologen sich mal wieder so versch&#228;tzt haben!?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Fredi:</span> Die Menschen k&#246;nnen ja nicht alles wissen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bernd:</span> Richtig, aber um so einen Sturm zu &#252;bersehen, muss man einfach ein Idiot sein.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Fredi:</span> Junge, du siehst alles wieder im schwarzen Licht.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bernd:</span> Meinst du? Abwarten! Wenn wir mit gebrochenen H&#228;nden und F&#252;&#223;en krampfhaft versuchen werden das Wrack dieses Kastens zu verlassen, wirst du anders reden.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Fredi:</span> (lachend) Du alter Brummtopf! Wir sind ja schon des &#214;fteren in solchen St&#252;rmen gewesen und ist uns je was passiert? Noch ein paar Stunden und dann haben wir Feierabend. Du wirst es dir dann wieder gem&#252;tlich machen, und wenn dann dein kleines T&#246;chterchen kommt, singt sie dir geistliche Lieder.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bernd:</span> Geistliche Lieder&#8230; hm bei uns unmodern… „Ehre sei Gott in der H&#246;he und Friede auf Erden“ …Ha – ha…Friede?! &#220;berall wird auf Menschen geschossen und gleichzeitig sitzen Tausende in warmen Zimmern und singen and&#228;chtig vom Kind in der Krippe.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Fredi:</span> So wie ich sehe, bist du keiner guten Meinung von solchen?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bernd:</span> (grob) Ne!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Fredi:</span> (etwas aufgeregt) Vielleicht klingt meine Frage etwas zu pers&#246;nlich, aber warum bist du so ein Gegner von allem Religi&#246;sem?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bernd:</span> Dar&#252;ber reden wir jetzt nicht.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Fredi:</span> Warum nicht?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bernd:</span> Darum… Im Grunde habe ich nichts gegen religi&#246;se Leute. Aber mir sind die Menschen zuwider, die behaupten, sie seien aufrichtige Christen und in Wirklichkeit gar keine sind. Ich denke es gibt nur solche, denn ich bin nie anderen begegnet.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Fredi:</span> Ja, aber&#8230;</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bernd:</span> Ich wei&#223; schon, was du sagen willst. „Christen sind eigentlich auch nur Menschen!“ So?! Das habe ich schon &#246;fter geh&#246;rt. Aber in Wirklichkeit sagt ihr damit nur aus, dass zwischen einem Gl&#228;ubigen und einem Ungl&#228;ubigen gar kein Unterschied ist. &#8211; Au&#223;er am Sonntag, da geht der eine zur Kirche und der andere ins Kino. Aber wenn der Unterschied nur darin besteht dann&#8230;</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Fredi:</span> Stimmt nicht! Es gibt viele die ihren Glauben leben.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bernd:</span> Aber dann verstecken sie sich immer wenn ich komme, denn ich bin noch nie einem begegnet.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Fredi:</span> Vielleicht hast du noch nie auf solche geachtet?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bernd:</span> Fredi h&#246;r mal (ernst) wir haben einander nichts vorzumachen. Ein jeder Mensch will gl&#252;cklich sein und jeder sucht in seinem Leben Halt. Ich auch! Aber wie kann ich das erfahren, dass Gott mich gl&#252;cklich machen will. Ich muss es doch in erster Linie bei denen sehen, die sich auf Gott verlassen und ihn f&#252;rchten. Zeig mir einen der so lebt.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Es trat eine Stille ein. Fredi wusste nicht was er antworten sollte. In all dem was Bernd behauptete, verbarg sich ein Teil Wahrheit. Aber im gro&#223;en Ganzen hatte Bernd nicht recht. Was soll er Bernd antworten? Er brauchte ja nur auf sich zu sehen, um festzustellen, dass er nicht der Mann ist, auf den der Mechaniker h&#246;ren will. Um genauer zu sein, er ist nicht der Mensch, dessen Vertrauen auf Gott als Beispiel genannt werden kann. Endlich bricht Bernd das Schweigen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bernd:</span> H&#246;r mal! Lass uns das Thema wechseln. Ich habe f&#252;r meine Tochter eine Puppe gekauft. Wie gef&#228;llt sie dir?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Fredi:</span> (zerstreut) Super!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bernd:</span> Die kann gehen. Guck mal, sie ist mit Batterien.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Fredi:</span> Sie war bestimmt teuer?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bernd:</span> Aber sie gef&#228;llt mir&#8230; Moment mal.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Fredi:</span> Was ist das denn?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Ein tiefes Schweigen. Bernds Augen bleiben an der Kanzel haften. Der Co &#8211; Pilot verl&#228;sst das Cockpit und begibt sich in das hintere Teil der Maschine. Seine Gesichtsz&#252;ge verraten den Ernst der Situation.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bernd:</span> Wir verlieren an H&#246;he!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bill:</span> Tja, ich glaube das Leitwerk ist defekt. Auf jeden Fall l&#228;sst sich dieser Kasten nicht mehr lenken.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Bill wartet auf die beiden M&#228;nner und begibt sich wieder ins Cockpit. Fredi bekommt die Anweisung, die Verbindung mit der Erde herzustellen. Er schickt pausenlos ein Signal nach dem anderen. Seine Stirn ist mit Schwei&#223; bedeckt. Allein bei dem Gedanken, dass es bis zum n&#228;chsten Flughafen noch eineinhalb Flugstunden sind. Bernd betritt das Cockpit um die Situation mit den Piloten zu besprechen. Aber die k&#246;nnen auch nur sehr ungenau sagen, wo man sich befindet. Bob, der Pilot, schaltet den Suchscheinwerfer an und richtet ihn zur Erde. Das starke Licht verliert sich im Nebel. Es sind schlechte Aussichten. Bei so einem Wetter eine Landestelle zu finden, ist unm&#246;glich.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bob:</span> (schroff) Bernd, setz dich auf deinen Platz und leg die Gurte an. Bereite dich zu einer Notlandung vor.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bernd:</span> Das hei&#223;t, ich soll mich auf den Tod vorbereiten? Ich bin ja nicht das erste Mal in der Luft. F&#252;r uns besteht keine M&#246;glichkeit unversehrt zu landen?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bob:</span> Das sehen wir nachher. Und jetzt setz dich auf deinen Platz.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Bernd dreht sich um und geht in das Heck der Maschine, wo Fredi immer noch am Funken ist. Sein Hilferuf dringt durch die Nacht und Sturm. Er bekommt keine Antwort. Aber sein Ruf wurde geh&#246;rt &#8211; von Gott. Ganz ruhig schildert Bernd ihm die Situation.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Fredi:</span> Das hei&#223;t. ..das hei&#223;t… Ende?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bernd:</span> Ja, h&#246;chstwahrscheinlich ist das das Ende. Aber Fredi, ich denke es wird nicht schrecklich sein. Ein Aufprall &#8211; und alles ist aus.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Fredi:</span> Es ist dann noch nicht alles aus, denn du und ich m&#252;ssen vor Gott Rechenschaft ablegen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bernd:</span> Das sagt deine Angst vor dem Tod!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Fredi:</span> Und du hast keine Angst?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bernd:</span> Fredi, ich wollte dich nicht beleidigen. Vielleicht hast du&#8230;</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Fredi:</span> Was hab ich?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bernd:</span> Ach, nichts!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Vorne im Cockpit des Flugzeugs sitzen die Piloten. Bob versucht mit seinen Augen die Dunkelheit hinter dem Cockpitglas zu durchbohren, um etwas zu erkennen. Seine starken H&#228;nde halten den Steuerkn&#252;ppel. &#196;u&#223;erlich strahlt er eine Ruhe aus.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bill:</span> Und du denkst, dass wir eine M&#246;glichkeit haben zu landen?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bob:</span> Bei Gott sind alle Dinge m&#246;glich.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bill:</span> Bob, du bist sonst so schweigsam. Wir waren solcher Meinung, du w&#228;rst aus Eisen. Sag mal ehrlich &#8211; hast du auch Angst?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bob:</span> Ich habe Angst, aber ich wei&#223;, dass mein Gott mich nicht verl&#228;sst.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Langsam schaukelnd schwebt die Maschine &#252;ber der Erde. Pl&#246;tzlich erscheint im Lichtkegel des Scheinwerfers so etwas wie ein Fluss mit rei&#223;enden Wasserstr&#246;men. Mit verzweifelter Anstrengung versucht Bob die Maschine unter Kontrolle zu halten. Bis zum letzten Augenblick versucht er alles, um die Katastrophe vorzubeugen. Nur noch etliche Sekunden und die Maschine st&#252;rzt ins Wasser.<br />
Als Erster kam Bernd zu sich. Er schaute sich fragend um und versuchte &#252;ber das Geschehene den &#220;berblick zu gewinnen. Sie waren abgest&#252;rzt und er lebt. Durch einen Riss im Rumpf der Maschine kam das Wasser. Als er seine Gurte abgelegt hatte, kam Bill.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bill:</span> Bernd ist dir etwas passiert?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bernd:</span> Keine Ahnung, wahrscheinlich nicht. Meine H&#228;nde und F&#252;&#223;e kann ich jedenfalls bewegen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Sie eilten zu Fredi. Zum Gl&#252;ck war ihm nichts passiert und sie konnten ihn wieder ins Dasein zur&#252;ckholen. Zu Dritt gingen sie ins Cockpit, wo Bob in seinem Sitz bewusstlos lag. Sein Bein war gebrochen. Behutsam hoben die Freunde ihn auf und trugen ihn ins hintere Abteil. Das Wasser stieg. Es wurde langsam Zeit das Wrack zu verlassen. Durch die Au&#223;ent&#252;r gelangten sie auf die linke Tragfl&#228;che der Maschine. Man wusste nicht genau, wurde es vergessen oder vernachl&#228;ssigt, aber die Rettungsausr&#252;stung fehlte. Es wehte ein kalter Wind und sie standen da mit ihren nassen Kleidern. Wie lange sie das wohl aushalten werden? 20 Minuten, vielleicht eine halbe Stunde.<br />
Bill feuerte eine Leuchtrakete ab. Ob die wohl einer sieht? Und wenn, wer wird sich bei diesem Wetter ins Wasser wagen. Zentimeter um Zentimeter sinkt das Flugzeug in die rei&#223;enden Fluten.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bernd:</span> So halten wir es hier nicht lange durch. Schie&#223; noch eine Rakete.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Bernd reicht Bill sein Schie&#223;ger&#228;t, und Bill feuert es ab. Ein heller Feuerstahl erhebt sich &#252;ber den M&#228;nnern. Und dann passiert etwas Schreckliches. Eine starke Windb&#246;e rei&#223;t Bernd von der Tragfl&#228;che des Flugzeugs in die g&#228;hnend &#8211; sch&#228;umende Tiefe. Mit Entsetzen schauten die drei M&#228;nner ihrem Freund nach. Im Toben und L&#228;rm des Sturms h&#246;rten sie nur noch die Worte:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bernd:</span> Zur Hilfe! O Gott!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Eine Seele in Not! Kann Gott denn nicht h&#246;ren? In wilder Verzweiflung schl&#228;gt Bernd um sich, k&#228;mpfend mit der Kraft die ihn zu verschlingen droht, dass Wasser das ihn gepackt hat mit der kalten Kraft des Todes.<br />
Leben will er! Leben! F&#252;r seine Frau, f&#252;r die Tochter. Verzweifelt sucht er mit den H&#228;nden Halt im Wasser. Und wirklich, er entdeckt etwas Festes. Das Wasser hatte ihn zum Leitwerk der Maschine getrieben. Er musste alle seine Kr&#228;fte daransetzen, um sich am H&#246;henruder festzuhalten. Und nun h&#228;ngt er da bis zur H&#228;lfte im Wasser. Er lebt! Aber wer wei&#223;, wie lange er es so aush&#228;lt? Vielleicht w&#228;re es f&#252;r ihn besser im Wasser zu bleiben? O nein! Denn er will ja nicht sterben. Er hat Angst vor dem Tod. Gerade jetzt, wo das Wasser ihn wie ein g&#228;hnendes Grab umgibt, wo er den Tod so nahe sp&#252;rt, &#252;berf&#228;llt ihn eine panische Angst.<br />
Er darf nicht sterben! Er muss ja vor Gott treten und dazu ist er noch nicht bereit. Dieses hatte er jetzt begriffen. Die anderen drei M&#228;nner auf der Tragfl&#228;che, schie&#223;en eine Rakete nach der anderen in die Luft. Bernd klammert sich mit seinen schon steifen H&#228;nden an das Leitwerk. Er will leben, hat aber keine Kraft dem Tod zu widerstehen. O Gott!&#8230;?</p>
<p>In seiner ernsten Lage hat er den Namen Gottes angerufen. Aber ist er wirklich der Gott, von dem gesagt wird, er st&#246;&#223;t die zu ihm kommen nicht weg? Oder ist er jetzt weit weg von ihm? Ein strafender Gott, welcher gleichg&#252;ltig auf die Leiden der Menschen schaut. In einer ausweglosen Situation, starr vor K&#228;lte, h&#228;ngt Bernd am hintersten Teil der Maschine, welche langsam aber sicher sinkt. Er sp&#252;rt wie seine Kr&#228;fte ihn verlassen. Noch einige Augenblicke und dann h&#246;rt er ein Freudenschrei. Es ist Fredi, sein Schrei &#252;bert&#246;nte den Sturm. Hilfe kommt&#8230; Er kann es nicht glauben. Dreht den Kopf in Richtung Ufer und sieht ein schwaches Licht. Vielleicht ist es ein Boot, &#252;berlegt Bernd, welches die Rettung bringt! Die Hoffnung gibt ihm neue Kraft und er zieht sich wieder h&#246;her &#252;bers Wasser.<br />
Die Leute auf der Tragfl&#228;che der Maschine rufen um Hilfe. Gespannt hinh&#246;rend vernimmt Bernd die Antwort. Es ist die Stimme eines Mannes aus dem Boot. Das Boot naht sich dem Fl&#252;gel, wo in letzten Kr&#228;ften die drei M&#228;nner kauern.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Fredi:</span> Wir haben einen Verletzen, ihn zuerst.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Als Fredi und Bill auch ins Boot gestiegen waren, blieb nur ein schmaler Streifen der Bordwand &#252;ber Wasser.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bootsmann:</span> Das Boot ist viel zu klein und dazu auch noch sehr alt. Aber am Ufer war kein anderes. Ich werde rudern und ihr sch&#246;pft das Wasser raus. Bis zum Ufer ist es nicht weit, aber der Sturm ist so stark und es ist sehr gef&#228;hrlich.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Der alte Bootsmann setzte sich an die Ruder und legte ab. In diesem Moment erschallt ein herzzerrei&#223;ender Schrei eines Mannes. Mit erstarrten Gesichtern hielten die M&#228;nner im Boot den Atem an.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bootsmann:</span> Ist da noch jemand?!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Fredi:</span> Bernd! Und wir dachten er ist schon ertrunken!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bootsmann:</span> F&#252;r f&#252;nf Personen ist das Boot zu klein. Wir gehen alle unter. Seht wie tief das Boot schon jetzt ist.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bill:</span> Sie haben recht! Es geht nicht. Wir k&#246;nnen Bernd nicht retten!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bernd:</span> Lasst mich hier nicht allein. Helft mir im Namen Gottes, helft&#8230;</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bootsmann:</span> (leise)Im Namen Gottes&#8230;</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Dann wendet der Bootsmann das Boot und rudert wieder zum sinkenden Flugzeug.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bill:</span> Was machen Sie? Wir kommen doch alle um. Sie haben es doch selbst gesagt.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Der Alte antwortete nicht. Schweigend rudert er in die Richtung, von der der Hilferuf kam. Als er Bernd erblickt, steuert er geschickt das Flugzeug an. Dann steigt er auf die Maschine. Mit einem Griff zieht er Bernd aus dem Wasser, nimmt ihn wie ein Kind auf den Arm und tr&#228;gt ihn ins Boot. Ein unvorsichtiger Schritt, ein Windsto&#223; und beide k&#246;nnen ins Wasser fallen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bill:</span> Das ist doch hirnverbrannt! Das Boot ist jetzt schon &#252;berladen!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bootsmann:</span> Und deswegen d&#252;rft ihr nicht l&#228;nger hier bleiben. Fahrt in die Richtung, da ist das Ufer und da findet ihr auch mein Haus.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bill:</span> Aber.. .wie ist es mit Ihnen?!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bootsmann:</span> Ich habe einen starken Gott. Ich bin bereit zum Sterben. Und euer Freund, wie ich sehe, nicht.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Fredi:</span> Aber das ist ja schon&#8230; das geht doch nicht.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Zur Antwort gab der Alte einen Sto&#223;. Er stie&#223; das Boot vom Flugzeug ab. Wie erstarrt blickten die M&#228;nner dem alten Bootsmann nach, bis er in der Dunkelheit verschwand. Dann ruderten sie in Richtung Ufer. Bernd sa&#223; immer noch wie vorm Kopf geschlagen. Von Zeit zu Zeit hob er den Kopf und schaute in die Richtung, wo in der g&#228;hnenden Dunkelheit der Bootsmann verschwunden war. Endlich &#8211; endlich ist das Ufer erreicht. Sie sind gerettet! Bill und Fredi schleppen den verletzten Bob ans Ufer. Bernd jedoch bleibt sitzen. Fredi ruft ihn aufs Land, bekommt aber keine Antwort. Denn Bernd hat abgelegt und ist in wenigen Augenblicken in der Nacht verschwunden. Nur noch das rauschende Wasser ist zu h&#246;ren. Bernd legt alle seine Kr&#228;fte an, um wieder zu seinem Retter zur&#252;ckzukehren. Er rudert was er kann. Die Wasserstr&#246;me zerschlagen sich sch&#228;umend am Boot. Es sieht so aus, dass Bernd keine M&#252;digkeit kennt, trotz allem, was er in den letzten Stunden erlebt hat. Brennende Gedanken durchbohren sein Herz. Ich muss zum Unfallort zur&#252;ck. Ich kann nicht zu meinen Freunden zur&#252;ckkehren, wenn da noch ein Mensch ist, der sein Leben f&#252;r mich riskierte.<br />
Im wilden Tanz heben die Wellen das Boot und lassen es wieder fallen. Bernd hat nur noch einen Gedanken, zur&#252;ck zu dem &#252;briggebliebenen Rest des Flugzeugs, um den Alten Bootsmann zu retten. In der Dunkelheit kann er sich schlecht orientieren. Wahrscheinlich dreht das Boot nur Kreise und kommt nicht voran. Ist denn alles vergebens? Doch bald wird im Westen der Himmel heller. Bernd sp&#252;rt wie ihn die letzten Kr&#228;fte verlassen. Der Wind verweht nach und nach den Morgennebel. Und dann bietet sich ein trauriger Anblick. Nur noch eine kleine Spitze vom Leitwerk ragte aus dem Wasser. Ein herzzerrei&#223;ender Schrei riss sich aus seiner Brust. Der Alte war nicht mehr da&#8230; er war verschwunden&#8230; umgekommen in den Fluten des Wassers. Bernd stand im Boot in seiner voller Gr&#246;&#223;e. Der Wind wehte um sein Gesicht, welches tiefes Leid widerspiegelte. Er ballte seine F&#228;uste, bis die Glieder ihm schmerzten, dann fiel er hin und weinte wie ein Kind&#8230;</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bernd:</span> Der Alte ist ertrunken. Er hat mir das Leben gerettet, weil ich ihn bat, &#8220;Im Namen Gottes&#8221;. Fredi hatte ich gebeten, mir einen Menschen zu zeigen, der auf Gott vertraut. Und jetzt habe ich ihn gesehen. Und…und jetzt, o Gott! Vergib mir! Vergib mir meine S&#252;nden, mein sinnloses Leben. Errette mich, denn ich gehe verloren. Ich habe dich da im Wasser gesp&#252;rt. Als die Str&#246;me mich umgaben und mitrissen, hast Du Rettung geschickt. Und jetzt rette meine Seele von dem Verderben. Du, der du so fern und doch so nahe bist.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bootsmann:</span> (sitzend)Ich habe einen starken Gott! Er gab auch f&#252;r dich sein Leben.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bernd:</span> Eine Stimme? Diese altbekannten Worte, die ich fr&#252;her so oft geh&#246;rt habe und die doch meinem Herzen nichts sagten. Wem geh&#246;rt diese Stimme? Vielleicht ist es Jesus, welcher gekommen ist, um in meinem engen, kalten Herzen Wohnung zu machen?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Auf dem Wasser schaukelt ein einsames Boot. Ein Mann sitzt darin, ein Mensch um dessen Seele Gott k&#228;mpft. Denn Jesus ist ja gekommen um das Verlorene zu retten, um Frieden zu geben den M&#252;hseligen und Beladenen. Denen die unter der Last der S&#252;nden und des Elends sind. Er trug unsere Missetat und S&#252;nden. Er fing in der Krippe an und vollendete es am Kreuz auf Golgatha. Er hat gesiegt. Und jetzt steht er und klopft an Bernds Herz. Das Kind aus Betlehem, welches zum gr&#246;&#223;ten Retter von Golgatha geworden ist.</p>
<p>Etliche Stunden sp&#228;ter fanden Fredi und Bill ihren Freund besinnungslos im Boot liegen, welches ans Ufer getrieben worden war. &#8220;Armer Junge&#8221;, sagte Bill. Aber im Himmel freuen sich die Engel. Sehen wir nicht da unter den frohlockenden Engeln den Alten Bootsmann?</p>
<p><table style="border: 0px solid #CCC;" cellpadding="3" width="100%">
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		<title>Die J&#228;hzorn Bauern</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Nov 2007 12:06:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erntedankfest]]></category>
		<category><![CDATA[Ewigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Die J&#228;hzorn Bauern, ein christliches Anspiel zum Thema Erntedankfest und Ewigkeit f&#252;r 8 Personen Autor: An der chinesischen Gartenmauer steht solche Inschrift: „Es ist schon sp&#228;ter als du denkst“. Damit ist aber nicht deine Taschen- oder Handuhr gemeint, denn die w&#228;re schnell reguliert. Es ist auf der Weltuhr sp&#228;ter als du denkst. Auch in deinem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: bold; font-style: italic;">Die J&#228;hzorn Bauern, ein christliches Anspiel zum Thema </span><span style="font-weight: bold; font-style: italic;">Erntedankfest</span><span style="font-weight: bold; font-style: italic;"> und </span><span style="font-weight: bold; font-style: italic;">Ewigkeit</span><span style="font-weight: bold; font-style: italic;"> f&#252;r 8 Personen</span></p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> An der chinesischen Gartenmauer steht solche Inschrift: „Es ist schon sp&#228;ter als du denkst“. Damit ist aber nicht deine Taschen- oder Handuhr gemeint, denn die w&#228;re schnell reguliert. Es ist auf der Weltuhr sp&#228;ter als du denkst. Auch in deinem Lebensabschnitt ist es sp&#228;ter, als du denkst. Gleich wie der heutige Tag vorbei geht und nie, nie wieder kommt, so geht unser Leben Tag f&#252;r Tag der Ewigkeit entgegen. Und es geht schnell, ja schneller als wir denken. Und doch ist dieses nicht die Hauptsache. Wichtig ist, dieses kurze Leben nicht vergeblich gelebt zu haben! O, wie viele Menschen leben gleichg&#252;ltig dahin, als ob sie niemals sterben m&#252;ssten, als ob es keine Ewigkeit g&#228;be. Und wenn heute von &#228;hnlichen Menschen die Rede sein wird, bitten wir Gott, dazu Gnade zu schenken, dass es f&#252;r uns eine Warnung sein m&#246;chte und wir alle zubereitet werden, einst mit Freuden dem Herrn entgegen zu gehen, wenn er ruft.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Musik:</span> („N&#228;her mein Gott zu dir”)</p>
<p>Au&#223;erhalb des Dorfes, mitten im Feld lag der Erlenhof. Hohe m&#228;chtige Erlen umgaben das Anwesen. Unheimlich, geradezu als h&#252;teten sie irgendein Geheimnis. Einsam lag das Geh&#246;ft da, als wollte es von niemandem etwas wissen, als dulde es keinen Fremden auf dem Hof. Jeder nannte den Namen des Erlenhofbauern mit einer gewissen Scheu, mit einer Zur&#252;ckhaltung, &#252;ber die man nicht gerne Worte verlor. Jeder kannte im Dorf jenen unsagbar zornigen Menschen, der keinen Freund im Dorf hatte und haben wollte. Der stolz darauf war nur Feinde zu haben, und mit  seiner ganzen Umwelt im Unfrieden zu leben.<br />
Der Vater des Erlenhofbauern hatte einst sein Anwesen dicht bei der Kirche gehabt und von dort aus seine Felder bestellt. Auch er lebte st&#228;ndig im Krieg mit der Nachbarschaft, besonders mit dem Pastor. Sein J&#228;hzorn war sprichw&#246;rtlich geworden und jeder ging dem Bauer aus dem Weg. Seine Felder hatte er in einer musterhaften Ordnung. An Flei&#223; fehlte es nicht bei dem „J&#228;hzornbauer“ &#8211; wie ihn die Kinder nannten. Morgens war er der erste und abends der letzte auf dem Hof. Besonders stolz war der Bauer auf seine Pferde. Da er in der Jugend das Schmiedehandwerk gelernt hatte, machte er s&#228;mtliche Schmiedearbeit allein. Dazu hatte er in der Woche allerdings keine Zeit, dazu suchte er sich jedes mal den Sonntag.</p>
<p>(Glockenkl&#228;nge…)</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bauer:</span> Gottfried, brennt das Feuer in der Schmiede?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gottfried:</span> Jawohl mein Herr!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bauer:</span> Dann vorw&#228;rts, denn gerade jetzt beginnt das Pastorlein  in der Kirche seine frommen Reden! Ich habe es so gern, wenn unsere Hammerkl&#228;nge ihn und die Orgel &#252;bert&#246;nen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Und so ging es jeden Sonntag. Wenn der Pastor auf der Kanzel stand und Gottes Wort predigte, schwang der Bauer seinen Hammer und arbeitete regelm&#228;&#223;ig w&#228;hrend des Gottesdienstes so laut auf dem Hof, dass der Pastor sehr gest&#246;rt wurde. Wenn der Hammer auf dem Amboss niederfiel und die Funken im Kreis umher flogen, pflegte der Bauer zu seinem Gehilfen zu sagen:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bauer:</span> Das ist meine Choralmusik, ich kann doch noch lauter predigen als der Pastor!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gottfried: </span>Pflegen sie niemals in die Kirche zu gehen? &#8211; Na, &#8211; ich meine wenigstens aus Neugierde, es sind ja nur wenige Schritte bis dahin.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bauer:</span> Du siehst, dass das Feuer nicht ausgeht. Reicht, dass sich der Pastor jedes mal abm&#252;ht mit solchen Fragen. So wie es aussieht, geht er auch heute nicht vorbei.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Und der Bauer hatte recht. Eben hatte er diese Worte ausgesprochen, da erblickten sie durch die offene T&#252;r, wie der Pastor auf den Hof kam.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Pastor1:</span> W&#252;nsche Gottes Frieden eurem Hause!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bauer:</span> Ich w&#252;nschte sie w&#228;ren mit dem Gottesfrieden an meinem Hofe vor&#252;bergegangen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Pastor1: </span>Es tut mir leid, dass Sie die Liebe Gottes so von sich wenden, aber Jesus, ja Jesus Christus liebt sie doch! Und er wartet auf Sie. Die Zeit ist doch so ernst, bedenken Sie&#8230;</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bauer: </span>(f&#228;llt ihm ins Wort) H&#246;ren sie auf, Herr Pastor, das was sie da sagen kann ich schon l&#228;ngst auswendig, &#8211; ich geh&#246;re zu den fortschrittlichen Menschen, die &#252;ber all das, was sie da predigen, l&#228;ngst hinweg sind. Ich komme auch ohne euch in den Himmel. Ich lege auch keinen Wert darauf mit kirchlichem Segen und Pfarrer Geschw&#228;tz einst begraben zu werden. Und wenn sie nichts anderes zu reden haben, k&#246;nnen sie gehen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Pastor1: </span>Ich wollte sie nicht aufregen. Ich gehe sofort, aber ich will doch weiter f&#252;r sie beten.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> So hatte der Pastor sein m&#246;glichstes in Geduld mit fasten und beten getan. Umsonst! Der Bauer wollte nichts wissen und wies den Pastor jedes mal hart von sich.<br />
Es war an einem Karfreitagmorgen! Still versammelten sich die Dorfbewohner zum Gottesdienst. Kaum fing die Orgel an zu spielen, begann der Bauer auf seinem Hof die Dreschmaschine auszuprobieren. Auf vollen Touren heulte die Maschine und machte einen solchen L&#228;rm, dass die Feierlichkeit des Karfreitags Gottesdienstes au&#223;erordentlich gest&#246;rt wurde. Diesmal befand sich unter den Gottesdienstbesuchern ein Polizeibeamte. Dieser begab sich auf den Hof des Bauers.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Polizist:</span> Was ist das f&#252;r ein L&#228;rm? Stellen Sie sofort die Maschine ab. Ich befehle es Ihnen! Das ist ja unmenschlich was sie da machen. Und das am stillen Freitag.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bauer: </span>Ist das aber eine Frechheit auf meinem Hof. Sie wissen einfach nicht, wer hier wohnt, aber sie sollen es von heute an wissen, dass sie es mit einem zu tun habe, der vor solch einem Betrug keine Furcht hat. Die Maschine wird zu eurem &#196;rger weiter laufen. Haben sie verstanden?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Polizist:</span> Das werden sie schwer b&#252;&#223;en m&#252;ssen. Stellen sie sofort die Maschine ab!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bauer: </span>Was? Sie wollen mich erschrecken? Was gedenken sie blo&#223; mit mir zu machen? Schafft euch fort von hier, ehe es schlimme Folgen gibt.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Polizist:</span> Ich warne sie noch einmal! Seien sie „menschlich“ und stellen sie die Maschine ab.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Bauer:</span> Seht mal, er will mir befehlen, was ich tun und nicht tun darf! Fort von meinem Hof und h&#252;tet euch noch einmal wiederzukommen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Die Maschine lief bis zum Schluss des Gottesdienstes weiter. Etliche Tage sp&#228;ter trat Gottfried ins Zimmer und &#252;berreicht dem Bauer einen Zettel.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gottfried:</span> Hier, eine gerichtliche Vorladung f&#252;r Morgen, mein Herr.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bauer:</span> (zerrei&#223;t, den Zettel) Wirf’s in den Papierkorb, denn dort geh&#246;rt es hin. Und sollten noch welche kommen, tue dasselbe.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Als er auch der zweiten und dritten Vorladung nicht Folge leistete, wurde der Bauer eines Tages von der Polizei zum Erg&#246;tzen der Dorfbewohner zwangsweise vorgef&#252;hrt. Das Gericht verh&#228;ngte eine recht beachtliche Strafe und drohte im Wiederholungsfall mit sch&#228;rferen Ma&#223;nahmen. Kurz darauf entschloss sich der Bauer, seinen Bauernhof im Dorf aufzugeben und inmitten seines Feldes einen neuen aufzubauen. Er konnte es sich ja leisten und prallte vor aller Welt, dass er sich zum &#196;rger aller andern Bauern einen stattlichen Hof aufbauen wollte, der der sch&#246;nste sein werde von allen Geh&#246;ften der Umgebung. So entstand der Erlenhof pr&#228;chtig und sch&#246;n. Aber Gott sprach „Du Narr, in dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern und was wird’s sein, den du bereitet hast?“ Wenige Tage nach der &#220;bersiedlung in das neue Geh&#246;ft erlitt der Bauer einen Schlaganfall und starb bald darauf. Auf seinen Wunsch wurde die Leiche im Krematorium der Nachbarstadt verbrannt und die Asche still beigesetzt.</p>
<div style="text-align: center;"><span style="font-weight: bold;">-Musik-</span></div>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Den Hof &#252;bernahm sein Sohn. Man nannte ihn den Erlenhofbauer. Wie erwartet trat er v&#246;llig in die Fu&#223;spuren seines Vaters. Er kannte keinen Kirchgang, keine Sonntagsheiligung, kein Gebet. Am Sonntag, nachdem Begr&#228;bnis des Vaters, ging der alte Pastor den Bauern zu besuchen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Pastor1: </span>Guten Tag, junger Bauer. Wenn es erlaubt ist, wollte ich sie an diesem Ruhetage besuchen. Es tut mir recht Leid um sie, so pl&#246;tzlich den Vater verloren zu haben. Es ist f&#252;r unser ganzes Dorf eine ernste Sprache Gottes. Aber ich m&#246;chte doch wissen, wie es ihnen geht.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bauer:</span> Herr Pastor, ich bin heute sehr eingenommen mit Dung fahren. Dieser Misthaufen muss heute noch aufs Feld. Das Eisen muss man schmieden, wenn es hei&#223; ist, sagt das wahre Sprichwort.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Pastor1:</span> Ruhen sie nicht am Sonntag von der schweren Wochenarbeit? Der Mensch bedarf es doch, und die Seele bedarf auch das ihrige.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bauer:</span> Ich habe es schon mal gesagt, dass ich heute keine Zeit habe, schon gar nicht f&#252;r fromme Gespr&#228;che. Ich feiere den Montag als Ruhetag und Sonntag ist ein Arbeitstag wie alle anderen Wochentage. Im &#252;brigen, Herr Pastor, brauchen sie den Weg zum Erlenhof nicht mehr machen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> (Musik begleitend) Schweren Herzens ging der Pastor vom Hof und betrat ihn nie wieder. Nachdem er 42 Jahre seiner Gemeinde treu gedient hatte, erkrankte er und starb bald darauf. Das war f&#252;r die ganze Umgebung ein schwerer Verlust. (Musikende)<br />
Ein neuer Pastor war gekommen. Ein tief gegr&#252;ndeter dem&#252;tiger Mann mit seiner lieben Gattin, Luise. Es war seine erste Pfarrerstelle. Als er sich nach dem Erlenhof erkundigte, erz&#228;hlten die Leute soviel von dem j&#228;hzornigen Bauer. Jeder warnte den Pastor sich auf diesen Hof zu begeben. Der Pastor entschloss sich dennoch den Bauern aufzusuchen und teilte diesem das schriftlich mit.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gottfried:</span> Hier ein Brief, mein Herr. Ein Junge brachte ihn und bat denselbigen so schnell wie m&#246;glich einzuh&#228;ndigen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bauer:</span> (nimmt den Brief und liest)  Lieber Bauer! So Gott will gedenke ich kommenden Sonntag, nach dem Gottesdienst sie zu besuchen, um mit ihnen n&#228;her bekannt zu werden. W&#252;nsche sehr, sie zu Hause anzutreffen. Mit einem Gru&#223;  Pastor der Ortsgemeinde.<br />
So, so. Er sucht meine Bekanntschaft. Das hei&#223;t er will mich einfangen mit seinen frommen Reden? Er t&#228;uscht sich. Mit solchen Fallen f&#228;ngt er mich nicht. Und wo nehmen sie sich nur alle her. Kaum ist der alte gestorben, ist auch schon ein anderer da. Als ob man ohne sie nicht leben kann.</p>
<div style="text-align: center;"><span style="font-weight: bold;">-Musik-</span></div>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Der Sonntag war gekommen, an dem der Pastor den Besuch unternehmen wollte. In der Pastorfamilie ging es aber nicht gleichg&#252;ltig zu. Es waren ernste Tage des Gebets f&#252;r sie.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Pastor2:</span> Morgen ist ein schwerer Tag f&#252;r uns, Luise! Ich w&#252;nschte, er w&#228;re schon vor&#252;ber. Die Leute erz&#228;hlen soviel &#220;bles von dem Bauer. Sie sagen, dass er seinen Vater sogar &#252;bertritt im J&#228;hzorn. Aber wie dem auch sein mag, Christus ist auch f&#252;r ihn gestorben und ich bin schuldig ihm das warm ans Herz zu legen. Der Herr stehe uns bei.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Luise:</span> Mein lieber Mann, bist du &#252;berzeugt dass du schon hingehen musst? Vielleicht gen&#252;gt es vorl&#228;ufig ernst zu fasten und zu beten, das Gott sein Herz erweichen m&#246;ge. Man kann es sich leicht verderben.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Pastor2:</span> Nein, Luise, erstens habe ich es ihm schriftlich benachrichtigt, dass ich komme und zudem wei&#223; ich, dass Gott es so haben will</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Luise:</span> Ja, ich will auch ergeben sein, tue wie es dir klar ist. Gott bewahre und segne uns.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Pastor2:</span> (leise Musik) Lieber himmlischer Vater, Ich danke dir, dass du die S&#252;nder liebst und nicht willst, dass jemand verloren gehe. Ich danke dir, dass du uns berufen hast diese frohe Botschaft den verlorenen zu bringen. Ich bitte dich du wollest meinen Besuch bei dem Bauern segnen. Du wollest sein Herz auftun f&#252;r dich, damit er k&#246;nnte gerettet werden. Erh&#246;re mich. Amen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Als am Sonntag der Pastor nach dem Gottesdienst den Erlenhof betrat, war der Bauer gerade mit seinem alten Knecht Gottfried dabei, Dung aufzuladen. Dies war seine Sonntagsarbeit. Der Bauer spuckte auf die H&#228;nde, nahm von dem Pastor keine Notiz, und lud weiter auf. Der Pastor versuchte nun mit aller G&#252;te den Bauer zu einem Gespr&#228;ch mit ihm zu bitten.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Pastor2:</span> Lieber Bauer, wenn es erlaubt ist, m&#246;chte ich sie ein wenig sprechen. Ich will sie auch nicht l&#228;nger aufhalten. Ich bin n&#228;mlich der Pastor und wollte ihnen, wie allen andern Dorfbewohner, einen Besuch abstatten. Wir wollen doch einmal alle in den Himmel und&#8230;&#8230;.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bauer:</span> (f&#228;llt ihm aufregend ins Wort) Was und? Sie sehen doch, dass ich keine Zeit habe. Zudem m&#246;gen Sie ihren Sch&#228;fchen vorpredigen, bis sie alle  male bekehrt sind. Mich bekehren sie nicht, Herr Pastor, und auf meinem Hof dulde ich keine Predigten. Ich glaube an keinen Gott, ich brauche keinen Gott, Gott braucht mich! (Zeigt mit dem Finger auf sich) Und du Gottfried, was stehst du und sperrst den Mund auf? Oder wolltest du dich auch schon bekehren?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Pastor2: </span>Ich rate nicht zu spotten und Gott in Ruhe zu lassen. Denn es steht geschrieben: „Irret euch nicht, Gott l&#228;sst sich nicht spotten.“</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bauer:</span> H&#246;ren sie auf die H&#246;lle zu heizen. Ich glaube an keine Ewigkeit. Herr Pastor, Ewigkeit ist ein Pfarrer Geschw&#228;tz! Ein leeres dummes Pfarrer Geschw&#228;tz, das nur zur Verdrehung der Menschen dient und zu weiter nichts. Wenn ich einmal tot bin,  mag man mich auf dieser Mistschleife zum Friedhof fahren, das ist mir ganz egal. Sie k&#246;nnen mich wie einen Hund einscharren. Herr Pastor, h&#246;ren sie, wie einen Hund!<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Danach nahm der Bauer seine Mistgabel und arbeitete weiter. Traurig verlie&#223; der Pastor den Hof. Es war sein erstes schweres Erlebnis in seinem neuen Amt. Der Pastor sprach kein Wort &#252;ber den Vorfall im Erlenhof, umso lauter h&#246;hnte der Bauer in den Gasth&#228;usern der Nachbarstadt. Bald wusste es jeder im Dorf und war emp&#246;rt &#252;ber die Ungeh&#246;rigkeit des Bauern. Trotz seiner kirchenfeindlichen Haltung, zeigte der Bauer noch ein kleines Interesse an der Kirche. Dieses bestand darin, an jedem Silvesterabend einen Knecht in die Kirche zu schicken, um dort 52 einzelne Pfennige abzugeben.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gottfried:</span> Herr Pastor, hier bringe ich die 52 Sonnt&#228;gliche Pfennige von meinem Herr Bauer, sie sollen es in den Gotteskasten werfen, denn das pflegt er jeden Silvesterabend zu tun, so habe es sein Vater immer getan.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Pastor2: </span>Bringen sie das Geld ihrem Herrn zur&#252;ck. Wir k&#246;nnen es nicht brauchen,  das bringt doch keinen Segen. Sagen Sie ihm, er m&#246;ge das Geld weiterhin f&#252;r sich behalten.</p>
<div style="text-align: center;"><span style="font-weight: bold;">-Musik-</span></div>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Die Erntezeit war gekommen. Auf den Feldern stand dieses mal eine gute Ernte. Nach alten  Sitten waren alle Bauern zum Gottesdienst gekommen, um bei Beginn der Ernte dem Herrn zu danken und um gutes Wetter f&#252;r die Einbringung der Ernte zu bitten. Es fehlte nur einer, der Erlenhofbauer. W&#228;hrend die Kirchenglocken &#252;ber die Felder dahin klangen, schickte der Bauer seinen Knecht Gottfried mit einer Mistschleife voller Dung zum Feld hinaus. Er selbst holte sich seine besten Pferde und spannte sie vor seine neue Dreschmaschine, die das Getreide zugleich in Garben band und hinter sich warf. Wenn die  andern Bauern aus der Kirche kamen, sollten sie den Erlenhofbauer mit seiner neuen Maschine m&#228;hen sehen und neidisch werden. Er prahlte vor seinem Hofgesinde.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Bauer:</span> Ist es nicht ein nettes Ding? Solch eine Maschine haben unsere Bauern noch nicht gesehen. An der &#228;u&#223;ersten Grenze fange ich an zu m&#228;hen. Die Augen sollen den Bauern aus dem Kopfe fallen vor Neid.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Pfeifend fuhr der Bauer aufs Feld hinaus. Wenn der Gottesdienst geschlossen wurde, mussten die Kircheng&#228;nger am Feld, wo er m&#228;hte, vorbei kommen. Ob sie wollten oder nicht, sie w&#252;rden stehen bleiben m&#252;ssen und seine neue Maschine und deren moderne Arbeitsweise bewundern.<br />
<br style="font-weight: bold;" /></p>
<div style="text-align: center;"><span style="font-weight: bold;">-Musik-</span></div>
<p>Der Knecht war inzwischen zum zweiten mal mit der Mistschleife aufs Feld hinausgefahren und wollte bereits umkehren, da sah er pl&#246;tzlich in der Ferne die Pferde seines Herrn dahinjagen. Der Knecht bestieg sein Pferd und eilte zum Kornfeld hin&#252;ber. Vergeblich suchte er den Erlenhofbauer. Es gelang ihm mit M&#252;he, den beiden Pferden in die Z&#252;gel zu fallen und sie zum Stehen zu bringen. Zitternd und schwei&#223;flie&#223;end standen sie vor dem Knecht, als habe der Tod ihre Z&#252;gel gef&#252;hrt. Die M&#228;hmaschine hatte die Pferde in einem rasenden Tempo mit noch arbeitendem Schneidewerk hin-ter sich geschleppt. Blutig ist die M&#228;hmaschine, Fleischst&#252;cke h&#228;ngen zwischen den Messern, von dem Bauer ist nichts mehr zu sehen. Nur einzelne K&#246;rperteile lagen umher, ein entsetzlicher Anblick! Was war geschehen? Niemand war Augenzeuge des Ungl&#252;cks gewesen. Gerade war der Gottesdienst zu Ende und laut schreit der Knecht den nahenden Leuten zu.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gottfried: </span>Ein Ungl&#252;ck!!! (Musik-Akkord) Ein schreckliches Ungl&#252;ck! Dort liegen die St&#252;cke unseres Bauern.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Die eingehende Untersuchung ergab folgendes: Gleich nachdem der Erlenhofbauer angefangen hatte zu m&#228;hen, musste sich das rechte Pferd von der M&#228;hmaschine gel&#246;st haben. Ohne die Messer der Maschine abzustellen, war der Bauer von seinem Sitz gesprungen, zwischen die Maschine und die Pferde, um das Pferd anzubinden. In diesem Augenblick zogen die Pferde an und rasten mit voll arbeitender Maschine davon. Statt der Garbe lagen hinter der Maschine die zerst&#252;ckten Teile des Bauern. Unter den Gottesdienstbesuchern befand sich auch der Polizeibeamte. Der nahm sofort das Protokoll auf, benachrichtigte die hierf&#252;r zust&#228;ndige Kommission und sperrte das gesamte Feld ab. Am Nachmittag war die Untersuchung abgeschlossen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Polizist:</span> Gottfried! Die Untersuchung ist abgeschlossen. Sorgen sie daf&#252;r, dass die Leiche sofort auf den Erlenhof geschafft wird.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Gottfried lud die zerfetzten St&#252;cke seines Herrn auf die Mistschleife, deckte ein Zelttuch dar&#252;ber und fuhr damit zum Erlenhof. Hier wartete bereits der Tischler mit dem Sarg. Still wurde, was vom Erlenhofbauer noch &#252;brig geblieben war, in den Sarg gelegt und das Zeittuch dar&#252;ber gedeckt. Als man den Sarg schlie&#223;en wollte, rief Gottfried:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Gottfried: </span>Halt, nicht zunageln! Hier bringe ich ein  Spiel Karten. Er hat zu mir gesagt, wenn ich einmal tot bin, will ich meine Karten bei mir haben! Es ist mein Gesangbuch. Dann wird’s mir in der H&#246;lle nicht so langweilig werden.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Die Beh&#246;rde hatte die sofortige Beisetzung der Leiche angeordnet. Als es dunkel geworden war, schleiften zwei Knechte den Sarg ihres Herrn zum Friedhof hinaus und senkten ihn alsbald mit Hilfe des Totengr&#228;bers in einer Ecke des Gottesackers in die Erde. Wie einen Hund auf der Schleife, gerade so, wie es der Bauer einst dem Pastor &#252;ber sich heraufbeschworen hatte. Niemand von den Angeh&#246;rigen des Bauern war zugegen. Als die Leiche verscharrt war, ging der Pastor zum Friedhof hinaus und traf dort den alten Totengr&#228;ber, der die Ger&#228;te gerade wegr&#228;umen wollte. Als er den Pastor sah, fragte er:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Toteng.: </span>Stimmt es, Herr Pastor, das einst zum Erlenhofbauern gesagt haben: „Irret euch nicht, Gott l&#228;sst sich nicht spotten?“<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Pastor2: </span>Ja damals, als ich den Bauer besuchte und &#252;ber Gottes Wort reden wollte, damals war es die einzige Antwort, die ich ihm geben konnte. Er hat sich selbst das Gericht gesprochen.<br />
<span style="font-weight: bold;"> </span><br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Wie ein Schrecken ging die Kunde von dem pl&#246;tzlichen Tod des Erlenhofbauern durch das ganze Dorf. Jeder sah es, dass Gott &#252;ber sein Wort gewacht hatte. Selbst in den Gastst&#228;tten, in denen der Bauer seine gottesl&#228;sterlichen Reden zu halten pflegte, wurde es still. Mancher Sp&#246;tter verstummte in dieser Zeit und fing an &#252;ber Gott und Ewigkeit nachzudenken. Als die Kirchenglocken am n&#228;chsten Sonntag &#252;ber die Felder dahin klangen, str&#246;mten die Leute zur Kirche. Manch einen, der sonst nicht zur Kirche kam, sah man an diesem Sonntag. Der Pastor predigte &#252;ber das Wort „Irret euch nicht, Gott l&#228;sst sich nicht spotten, denn was der  Mensch s&#228;t, das wird er ernten.“</p>
<p>Liebe Zuh&#246;rer! Gott ist ein Gott der Liebe und Geduld. Auch mit einem jedem von uns hat er gro&#223;e Geduld gehabt! Und wenn du sagst: „Ich bin kein Sp&#246;tter, so bist du vielleicht doch nicht bereit dem Herrn zu begegnen. Aber dazu werden dir alle M&#246;glichkeiten geboten, und unsere Bitte ist: N&#252;tze diese M&#246;glichkeit aus, um gl&#252;cklich hier auf Erden und einst ewig beim Herrn zu sein. Tue es, so schnell wie m&#246;glich. Die Zeit ist kurz. Denn es ist schon sp&#228;ter als du denkst!!!</p>
<p><table style="border: 0px solid #CCC;" cellpadding="3" width="100%">
  <tr>
    <td width="35">
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    </td>
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      <b>Name:</b> <a href="http://www.christenload.com/?file_id=240">Die Jähzorn Bauern</a> <small>(56KB)</small><br />
            <b>Klicks:</b> 393 <br />
          </td>
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		<title>Entr&#252;ckung</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Nov 2007 12:06:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ewigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Entr&#252;ckung, ein christliches Anspiel zum Thema Ewigkeit f&#252;r 12  Personen Autor: Wie viele andere, so begeisterte auch Viktor von Kind auf die Technik. Besonders die Autos zogen ihn an. Am Anfang gab er sich keine Rechenschaft dar-&#252;ber, warum es gerade das Auto war, aber mit 17 Jahren legte sich bei ihm die Meinung fest, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: bold; font-style: italic;">Entr&#252;ckung, ein christliches Anspiel zum Thema Ewigkeit f&#252;r 12  Personen</span></p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span> Wie viele andere, so begeisterte auch Viktor von Kind auf die Technik. Besonders die Autos zogen ihn an. Am Anfang gab er sich keine Rechenschaft dar-&#252;ber, warum es gerade das Auto war, aber mit 17 Jahren legte sich bei ihm die Meinung fest, dass der Beruf als LKW-Fahrer vorteilhaft sei, denn man brauchte nicht schwer zu arbeiten und habe dennoch ein gutes Einkommen. Schon in seiner Kindheit hatte er viel davon geh&#246;rt, wie die Fahrer „schwarz“ verdienten, und dies lockte ihn sehr. Er hatte es sich zur Aufgabe gemacht, um jeden Preis eine Arbeitsstelle als Fahrer zu bekommen. Und er hatte dieses Ziel auch erreicht. Stolz sah er auf die Vor&#252;bergehenden, wenn er hinter dem Steuer sa&#223;. Besonders hochm&#252;tig wurde er dann, wenn sich die Taschen mit Geld f&#252;llten. Die Geldliebe, eine Wurzel alles B&#246;sen, hatte ihn so gefangen genommen, dass er sich bald gar nicht sch&#228;mte an all den schmutzigen Gesch&#228;ften teilzunehmen.<br />
Als der Sommer kam, reiften bei Viktor viele Pl&#228;ne, um ans gro&#223;e Geld zu kommen. Seine Freunde aber waren mit ganz anderen Dingen besch&#228;ftigt, sie kamen zusammen, studierten Gottes Wort und bereiteten sich auf die Taufe vor. Viktor f&#252;hlte auch ein inneres Verlangen dazu, aber seine Arbeit und die Dienstreisen hielten ihn ab, an diesen Gemeinschaften teilzunehmen. Er wurde aber dennoch zur Taufe zugelassen, obwohl er nur schlecht vorbereitet war. Einige Wochen nach der Taufe verurteilte ihn sein Gewissen und er sagte sich von den Gesch&#228;ften ab.<br />
Nach einiger Zeit wollte Viktor heiraten. Obwohl er viel Geld dazu brauchte, verdiente er es nur auf ehrlichem Weg. Die Schwester, die Viktor heiraten wollte, war eine wahre Christin. Nachdem ihr Vater gestorben war, wurde sie von der Mutter im Sinne des Verstorbenen erzogen. Der Vater war ihr geistliches Vorbild gewesen, seine Treue und Liebe zum Herrn hatten sich tief in ihrem Herzen eingepr&#228;gt.<br />
Sie erzitterte innerlich, wenn man ihr von den Gesch&#228;ften erz&#228;hlte, die Viktor getrieben hatte. Alleine, in der Stille betete sie inbr&#252;nstig f&#252;r ihren Mann, dass er sich doch nicht wieder in die alten Gesch&#228;fte verwickelte. Durch ihre Beobachtungen konnte sie sehen, dass ihre Gebete nicht vergeblich waren. Es vergingen zwei Jahre. Dem jungen Paar wurde ein Sohn geschenkt, dadurch kamen auch neue Sorgen in ihr Leben. Vera war aufgefallen, dass ihr Mann immer l&#228;nger nach der Arbeit ausblieb. Und was noch besorgniserregender war, dass er immer &#246;fter sonntags in eine Dienstreise geschickt wurde. Bald darauf meldete sich Viktor von dem Dienst im Chor ab, weil er nicht zur &#220;bstunde kommen konnte, und auch die Gottesdienste besuchte er immer seltener.<br />
Eines Tages kam er sehr sp&#228;t von der Arbeit nach Hause, Vera nahm an ihm den Geruch von Alkohol war.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Vera: </span>Was soll das, Viktor? Ist es wahr, oder irre ich mich?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Viktor:</span> Was ist denn?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Vera beruhigte sich, und hielt es f&#252;r einen Irrtum, doch solches wiederholte sich immer &#246;fter. Sie machte sich viele Sorgen darum, wohin das wohl f&#252;hren w&#252;rde. Am Anfang weinte sie alleine im Geheimen, aber sp&#228;ter auch vor ihrem Mann.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Viktor:</span> Wozu die Tr&#228;nen? Du sitzt hier zu Hause und wei&#223;t nicht, woher das Geld kommt. Versuch es doch mal selber, dann w&#252;rdest du etwas anderes sagen. Wir hatten mit dem Bauleiter ein Gesch&#228;ft abgewickelt, jetzt mussten wir darauf einen trinken, um Missverst&#228;ndnisse zu vermeiden, aber das war ja nur ein bisschen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Vera:</span> Und wenn man das in der Gemeinde erfahren wird?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Viktor:</span> Wenn du das nicht sagen wirst, wie sollen sie das denn erfahren?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Vera schwieg, denn sie wollte die Beziehung zueinander nicht zerst&#246;ren. Sogar f&#252;r eine Kleinigkeit konnte Viktor sie so anschreien, dass sie es kaum ertragen konnte. Die Bibel hatte er fast vergessen, die Gottesdienste besuchte er nur ab und zu, das Gebet wurde immer k&#252;rzer und seltener. Oft ging er schlecht gelaunt ins Bett, und morgens fuhr er auch ohne Gebet weg. Wenn seine Frau ihn daran erinnerte, so verschlechterte sich nur sein Verhalten ihr gegen&#252;ber.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Vera:</span> Viktor, wann denkst du daran, dich zu &#228;ndern? Es wird doch fast in jeder Predigt erw&#228;hnt, dass wir in der letzten Zeit leben. Wir m&#252;ssen immer bereit sein. Beunruhigt dich das nicht?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Viktor: </span>Vera, wie bist du nur so komisch. Bin ich denn als einziger so? Da sind noch andere, die mit mir arbeiten. Womit sind Stefan und Peter denn besser als ich?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Vera:</span> Ja, Viktor, du wei&#223;t auf wen du zeigen kannst. Warum siehst du nicht auf Martin oder auf Georg?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Viktor:</span> Ja, jetzt f&#228;ngst auch du noch an. Sei unbesorgt, ich habe noch Zeit.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> So waren noch drei Jahre vergangen. Viktor war nur freundlich, wenn seine Frau keine Fragen &#252;ber seinen geistlichen Zustand stellte. Vera weinte w&#228;hrend dieser Zeit sehr oft. Ihre Sch&#246;nheit war geschwunden, im Gesicht machten sich erste Falten bemerkbar, nachts konnte sie kaum schlafen, schreckliche Tr&#228;ume lie&#223;en sie oft erwachen. Ihr m&#252;des Herz fand keine Ruhe. Ihr einziger Trost waren die Gebete. Abends, wenn alle anderen schliefen, suchte sie ihre Zuflucht im Gebet.<br />
Nach einem Gottesdienst wollte der &#196;lteste noch mit Viktor sprechen, aber er hat ihn so abgefertigt, dass der Bruder schwieg. Als Georg ihn ansprechen wollte, sah Viktor ihn so an, dass auch er schwieg. Nur Martin klopfte ihm auf die Schulter und sagte:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Martin:</span> Mutig bist du, Viktor! Aber du solltest vielleicht die Kosten &#252;berschlagen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Mit h&#228;ngendem Kopf ging Viktor nach Hause. Die Zeit verging. Viktor wurde mit Georg auf eine Dienstreise geschickt. Vera freute sich, dass er diesmal nicht alleine fuhr. Sie hoffte, dass die Anwesenheit von Georg ihrem Mann vom Schlechten abhalten w&#252;rde. Aber Viktor wurde davon nicht beeindruckt. Er sch&#228;mte sich nicht, die anvertraute Arbeit liegen zu lassen und andere Gesch&#228;fte zu machen. Um das Ganze dann zu vertuschen, lud er den Vorgesetzten zum Essen ein. Georg aber befahl er, den Mund zu halten.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Georg:</span> Nein, Viktor, so geht es nicht weiter. Wir haben lange Geduld mit dir gehabt. Wenn ich jetzt nach Hause komme, bringe ich diese Frage vor die Gemeinde.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Viktor: </span>Von mir aus, wenn du eine lose Zunge hast. Und was mich angeht: Ich habe keine Angst, denn ich bin schlie&#223;lich kein kleiner Junge mehr und wei&#223;, was ich antworten soll. Ich bin ja nicht der einzige, der es so macht. Es gibt einige, die noch schlimmer sind als ich.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Die Dienstreise ging zu Ende. Viktor und Georg machten sich f&#252;r die Abreise fertig.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Georg:</span> Was hast du auf deinen LKW geladen?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Viktor:</span> Ich hab mir nur etwas mitgenommen, die Reise muss sich ja schlie&#223;lich bezahlt machen. Ich bin kein Feigling!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Georg:</span> Viktor, ich verstehe dich nicht. F&#252;rchtest du Gott nicht?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Der Tag neigte sich zum Abend, die Lkws kamen immer n&#228;her zur Stadt, und lie&#223;en eine dicke Staubwolke hinter sich. Georg &#252;berholte Viktor und beschleunigte die Fahrt.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Georg: </span>Wie gut, dass ich bald zu Hause bin. Ich bin so m&#252;de. Auch die Gottesdienste habe ich w&#228;hrend dieser Reise sehr vermisst. Vielleicht schaffe ich es, noch rechtzeitig zum Gottesdienst zu kommen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Viktor blieb mit seiner Last hinten, Georg fuhr immer schneller der Stadt entgegen. Er wollte so schnell wie m&#246;glich zu Hause sein. (Musik) Auf einmal erleuchtete ein helles Licht den ganzen Himmel: wie ein Blitz, von Osten bis nach Westen, alles wurde hell. Georg erschrak und trat in die Bremse. Das Auto blieb stehen und er schaltete den Gang aus. Er machte die Augen zu und f&#252;hlte, dass mit ihm etwas unerkl&#228;rliches passierte. Es schien ihm, als ob er vom scharfen Bremsen die Besinnung verlor. Und dann, welch ein Wunder: er konnte es selber nicht fassen, er sah kein Auto mehr, auch keine Stra&#223;e.<br />
Dann ert&#246;nte in der H&#246;he der liebliche Gesang der Engel. „Lasset uns freuen und fr&#246;hlich sein, und dem Herrn die Ehre geben, denn die Hochzeit des Lammes ist angebrochen und die Braut hat sich geschm&#252;ckt“.<br />
Georg, erf&#252;llt mit einer unbeschreiblichen Freude, schwebte immer h&#246;her dem Herrn entgegen und wiederholte: Bald bin ich zu Hause. Ich bin so m&#252;de.<br />
Als Viktor das Auto von Georg eingeholt hatte, konnte er nicht begreifen was geschehen war. Das Auto stand am Stra&#223;enrand, aber Georg selbst war nirgends zu sehen. Er schaute &#252;berall nach, im und unter dem Auto, aber er konnte niemanden finden. Ganz in Gedanken versunken, blieb er stehen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Viktor:</span> Wo ist er denn geblieben, was soll das hei&#223;en?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Es wurde schon Abend und keiner kam. Viktor nahm das Auto von Georg ins Schlepptau, setzte seinen Praktikanten ans Steuer und fuhr in die Stadt. Er fuhr ganz langsam, viele tr&#252;be Gedanken beunruhigten seine Seele. Das Herz schlug in ihm so, als ob es kein Herz w&#228;re sondern eine Hammer.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Viktor:</span> Vielleicht hat die Entr&#252;ckung der Gemeinde stattgefunden?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Viktor versuchte mit aller Kraft diese Gedanken zu verdr&#228;ngen, aber ohne Erfolg. Der Gedanke daran lie&#223; ihn erzittern, obwohl er kein Feigling war. Seine Unruhe stieg noch mehr, als er in der Stadt einen stehen gebliebenen Bus sah, den seine Frau Vera normalerweise fuhr. Die Menschen erz&#228;hlten, dass der Bus auf einmal stehen geblieben und die Fahrerin verschwunden sei. Von den schweren Gedanken, die ihn plagten, und der inneren Aufregung, bekam er Kopfschmerzen. Langsam fuhr er das Auto in die Garage. Dort angekommen, wollte er gleich alles seinem Vorgesetzten beichten, doch ein anderer war ihm zuvor gekommen. Im betrunkenen Zustand erz&#228;hlte er lachend, dass der vollgeladene LKW von Georg bei der Br&#252;ckenauffahrt stehen geblieben sei, und den anderen den anderen den Weg versperrt habe. Als sie dann zum Fahrzeug gekommen waren, war der Motor aus und der Fahrer weg. Viktors Herz wollte beim Zuh&#246;ren aller Geschehnisse zerrei&#223;en. Als er selbst alles berichtet hatte, eilte er nach Hause, um genau zu erfahren, was mit seiner Frau geschehen war. Als er durchs Tor ging, h&#246;rte er, wie der Vorgesetzte lachend sagte:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Chef: </span>Die Christen verschwinden auf einmal alle, jetzt sind wir endlich von ihnen losgekommen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> In seiner Aufregung und Eile hatte Viktor von seiner Ladung vergessen, die er unterwegs h&#228;tte verschwinden lassen, aber auf keinen Fall mit in die Garage bringen sollen. Nachdenklich blieb er stehen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Viktor:</span> Was soll ich jetzt tun, zur&#252;cklaufen und die Ladung verschwinden lassen, oder nach Hause gehen, um rauszufinden, was mit Vera geschehen ist.</p>
<div style="text-align: center;"><span style="font-weight: bold;">-Musik-</span></div>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Einen Moment stand er unentschlossen da, dann ging er nach Hause. Die Haust&#252;r war verschlossen, seine Frau und die Kinder waren nicht da, obwohl alle Sachen auf ihrem Platz waren. Der schwarze Kater schlief ruhig an seinem Ort. In seiner Aufregung wollte er schon bei dem Kater nach dem Verbleib seiner Familie fragen. Doch dann schien es ihm, als ob es nicht ein Kater sondern selbst Satan w&#228;re, der sich &#252;ber die Not des Hausherren freute. Viktor ging aus dem Haus, und macht sich auf den Weg zum neuen &#196;ltesten. Der fr&#252;here wurde aus unerkl&#228;rlichen Gr&#252;nden entlassen und ein neuer wurde vom Kreis geschickt. Als Viktor an die Haust&#252;r klopfte, machte ihm ein kleiner Mann mit fragenden Augen die T&#252;r auf. W&#228;hrend Viktor sprach, bem&#252;hte sich der Mann, seine Aufregung nicht zu zeigen. Dann versicherte er ihm, dass aus dem Kreis keine Vorwarnung gekommen sei. Aber mit dieser Antwort war Viktor nicht zufrieden. Drau&#223;en begegneten ihm die Frau und die Mutter vom Peter, die von einer Gesch&#228;ftsreise zur&#252;ckgekehrt waren. Und sie berichteten auch, was mit ihnen unterwegs geschehen war.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mutter:</span> Wir fuhren mit dem Zug nach Hause, auf einmal schrie eine Frau auf und sagte, dass ihr Mann in einem Nu verschwunden sei Als der Mann nicht gefunden wurde, sollte der Zug weiterfahren. Doch dann bemerkte man, dass der Lokomotivf&#252;hrer und sein Gehilfe auch weg waren. So musste jeder selber zusehen, wie er nach Hause kam.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Auch wenn die Sonne noch nicht ganz untergegangen war, so war es nach Viktors Meinung doch schon alles dunkel. Er entschloss sich zum fr&#252;heren &#196;ltesten zu gehen, zu dem er so unfreundlich gewesen war. Der Bruder, der von allen gesch&#228;tzt wurde, wohnte etwas weiter weg. Er verdiente seinen Lebensunterhalt am Werktisch. Doch jetzt war da keiner zu sehen, nur zwei unfertige Hocker standen neben dem Tisch. Das Haus war auch leer. Auf dem Weg dahin sah Viktor, wie sich einige M&#228;nner und Frauen in kleinen Gruppen versammelten und aufgeregt &#252;ber etwas sprachen. Aber jetzt war alles klar: …der Herr war gekommen und hatte seine Gemeinde zu sich entr&#252;ckt! Er wollte schreien, brachte aber keinen Laut hervor. Seine Brust war wie zugeschn&#252;rt. Er fiel besinnungslos zu Boden.<br />
Als er wieder zu sich kam, war es schon ganz dunkel geworden, ein k&#252;hler Wind wehte vom Fluss her. Die umliegenden H&#228;user waren hell beleuchtet, nur im Hause des &#196;ltesten war es dunkel. Als Viktor die Augen aufmachte, sah er den neuen &#196;ltesten mit seiner Frau, Andreas und Peter mit seiner Frau und Mutter und noch einige neben sich stehen. Jeder beeilte sich so schnell wie m&#246;glich, das zu erz&#228;hlen, was er wusste. Manche Familien waren ganz verschwunden, andere nur zur H&#228;lfte, wieder andere waren ganz zur&#252;ckgeblieben. Es gab auch solche, die die Weinenden zum Spott machen wollten, aber es gelang ihnen nicht so recht. An diesem Abend h&#246;rte man kein Geschrei, keine Lieder, keine lauten Gespr&#228;che. Einige hatten sich im Hause des fr&#252;heren &#196;ltesten versammelt. Sie sa&#223;en alle ganz still und schauten nach oben, als ob sie sich w&#252;nschten, ihre Br&#252;der da zu sehen oder wenigstens eine schmale T&#252;r durch die man hineingehen k&#246;nnte. (Musik) Alles war umsonst. Am dunklen Himmel schimmerten nur einige Sterne, als ob sie um die Zur&#252;ckgebliebenen trauerten. Die Anwesenden fielen auf ihre Knie, und ein herzzerrei&#223;ender Schrei kam aus ihrer Brust heraus: Herr, Herr, &#246;ffne uns! Willst Du dich nicht &#252;ber uns erbarmen? Wie viele Jahre haben wir den Spott der Welt ertragen, verschiedene Angriffe und Vorw&#252;rfe. War das denn alles umsonst!? Herr, sei uns gn&#228;dig, erh&#246;re uns! Aber es kam keine Antwort. Sie schrieen so lange, bis sich der Mond am Himmel zeigte, als ob er sagen wollte: Zu sp&#228;t! Die Sterne und das leer gewordene Haus wiederholten: Zu sp&#228;t, zu sp&#228;t, zu sp&#228;t f&#252;r immer.<br />
Die kleine Gruppe hatte das Haus des &#196;ltesten noch nicht verlassen. Als sie sich alle etwas beruhigt hatten, fing die Frau des neuen &#196;ltesten als erste an zu sprechen:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau:</span> Ich kann das einfach nicht verstehen, sie waren alle gl&#228;ubig, gingen zum Gottesdienst, ertrugen Spott und Hohn der Leute, aber wie war es denn mit uns? Ich z.B. war fast immer auf dem Gottesdienst, habe im Chor Solo gesungen, manchmal auch Kranke besucht. Warum bin ich denn zur&#252;ckgeblieben? Und warum ist mein Mann geblieben? Er ist doch der &#196;lteste, und wie er gepredigt hat, das war doch nicht mit jenen Ungebildeten zu vergleichen!?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Viktor:</span> Ich denke, das liegt daran, dass wir zwar Gl&#228;ubige waren, aber nicht auf den Herrn gewartet haben. Meine Frau Vera hat mir oft gesagt, dass der Herr bald kommt. Ich war dem Knecht &#228;hnlich, der sagte: „Mein Herr kommt noch lange nicht.“ Ich wusste, dass der Herr kommen w&#252;rde, die seinen abzuholen, aber ich dachte, es w&#252;rde noch nicht bald geschehen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">&#196;ltester: </span>Ich habe viel im Buch der Offenbarung gelesen und nach meiner Berechnung war das Kommen des Herrn noch weit entfernt. Aber wie tief habe ich mich geirrt. Meine Frau und ich waren auch keine Wartenden auf den Herrn.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Viktor: </span>Und ich war immer mit der Fahrt in die Gro&#223;stadt besch&#228;ftigt und hatte keine Zeit dar&#252;ber nachzudenken. Zum Abendmahl und zu Festen bin ich noch gekommen, aber sonst hatte ich keine Zeit. Ich wollte gerne ein Haus haben und dazu braucht man viel Geld.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">&#196;ltester:</span> Wir dachten an unser irdisches Haus aber f&#252;r das himmlische hatten wir keine Zeit.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Dann kr&#228;hte auf einmal ein Hahn und das Gespr&#228;ch war beendet. Es ging ihnen so, wie Petrus: sie wollten nur noch bitterlich weinen. Der Sonntagmorgen und auch der ganze Tag war sehr tr&#252;b. Es wehte ein kalter Wind mit Nieselregen. Jedoch gingen an diesem Tag viele Menschen zum Bethaus. Als letzte kam der &#196;lteste mit seiner Frau. Alle Anwesenden schwiegen, sie sahen auf den &#196;ltesten und erwarteten von ihm einige Erkl&#228;rungen. Aber er schaute sie alle verst&#228;ndnislos an. Es war keiner da, um den Gottesdienst durchzuf&#252;hren; keine Prediger, kein Chor, kein Dirigent. Die Versammelten fingen an miteinander zu reden. Einige bekannten offen ihre S&#252;nden und Vergehungen, wegen denen sie meinten zur&#252;ckgeblieben zu sein.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mann: </span>Dass ich nicht bereit w&#228;re, ist mir nie in den Kopf gekommen. Ich verstehe das auch jetzt noch nicht. Vielleicht war der Grund daf&#252;r, dass ich sehr wenig zum Gottesdienst kam. Aber es kam immer etwas dazwischen, einmal die Arbeit, dann die Gelegenheit noch etwas dazu zu verdienen, diese Gelegenheiten wollte ich nicht verpassen. Wenn ich doch die Zeit zur&#252;ckholen k&#246;nnte, dann w&#252;rde ich alles anders einrichten.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor: </span>Er lie&#223; den Kopf h&#228;ngen. Tr&#228;nen rollten ihm &#252;bers Gesicht.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Julia: </span>Ich wei&#223; auch nicht, weshalb ich geblieben bin. Die Gottesdienste habe ich nicht schlechter als die anderen besucht. Ich war auch im Chor, alle wissen wie ich gesungen habe. Das einzige, das nicht gut war, war mein schnelles Beleidigtsein. Manchmal konnte ich wegen einer Kleinigkeit so hochfahren, dass mein Georg nur schwer aufatmete. Und wo ist er jetzt? Gestern habe ich auf ihn gewartet, er hatte versprochen nach Hause zu kommen, und ist immer noch nicht da.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Viktor:</span> Ich wollte dich nicht aufregen. Gestern, als wir zusammen nach Hause gefahren sind, stand sein LKW auf einmal am Stra&#223;enrand, aber er war nirgendwo zu finden, da habe ich es begriffen, dass der Herr ihn zu sich genommen hatte.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Julia: </span>Ist das wahr?<br />
<span style="font-weight: bold;">Viktor</span>:  Ja!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Julia: </span>Ich warte hier auf ihn, und er ist schon bei dem Herrn. Einer wird genommen, der andere zur&#252;ckgelassen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Viktor: </span>Bei mir ist das genauso.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Anna:</span> Ich habe nicht schlechtes getan. Ich w&#252;nschte auch nie jemandem etwas Schlechtes. Aber meine Zunge ist an allem schuld. Ich wollte immer alles wissen und erz&#228;hlte es weiter. Wenn ich doch lieber stumm w&#228;hre, als so gespr&#228;chig.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Autor:</span> Sie weinte bitterlich. Drau&#223;en tobte ein Unwetter, gro&#223;e Regentropfen schlugen ans Fenster, als ob sie die Tr&#228;nen der Ungl&#252;cklichen noch vermehren wollten. Jeden qu&#228;lte nur das eine: Warum haben wir die kostbare Zeit verscherzt, als man noch umkehren konnte?<br />
Wer kann in unsrer Zeit die Tiefe der Not dieser Menschen ermessen. Sie standen schon einige Jahre im Glauben, haben Spott und Hohn von der Welt ertragen, um Christi Willen gelitten. Aber jetzt waren sie lau geworden, haben aufgeh&#246;rt zu wachen, und waren nicht bereit zum Kommen des Herrn.</p>
<p>Lieber Zuh&#246;rer! Wie steht es um dich? Bist du bereit Jesus zu begegnen, oder bist du auch lau geworden, und musst einst besch&#228;mt dastehen?<br />
Eile zu Jesus, bevor die Gnadent&#252;r verschlossen ist!</p>
<p><table style="border: 0px solid #CCC;" cellpadding="3" width="100%">
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		<title>ZWISCHENSTATION</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Nov 2007 12:05:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ewigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[ZWISCHENSTATION, ein christliches Anspiel zum Thema Ewigkeit f&#252;r 8 Personen Arzt: Nun ja, Herr T&#246;lsten. Sie wissen sicherlich, warum ich Sie zu mir bestellt habe. Nicht wahr? Es ist mir allerdings nicht sehr angenehm, Ihnen diese weniger gute Nachricht mitzuteilen. Aber schlie&#223;lich m&#252;ssen Sie es ja doch wissen. T&#246;lsten: Nun reden Sie schon, Herr Doktor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: bold; font-style: italic;">ZWISCHENSTATION, ein christliches Anspiel zum Thema Ewigkeit f&#252;r 8 Personen</span></p>
<p><span style="font-weight: bold;">Arzt:</span> Nun ja, Herr T&#246;lsten. Sie wissen sicherlich, warum ich Sie zu mir bestellt habe. Nicht wahr? Es ist mir allerdings nicht sehr angenehm, Ihnen diese weniger gute Nachricht mitzuteilen. Aber schlie&#223;lich m&#252;ssen Sie es ja doch wissen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">T&#246;lsten: </span>Nun reden Sie schon, Herr Doktor oder meinen Sie es wird leichter, wenn Sie das Gespr&#228;ch in die L&#228;nge ziehen?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Arzt: </span>Also die Untersuchungen haben ergeben, dass sich an der Leber ein Tumor gebildet hat. Sie wissen was das bedeutet. Sie m&#252;ssen operiert werden. Ich werde sofort alles N&#246;tige veranlassen, dass Sie noch in dieser Woche in das st&#228;dtische Krankenhaus eingeliefert werden k&#246;nnen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">T&#246;lsten: </span>Und was ist dann? Bin ich dann gesund?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Arzt:</span> Ja also, das ist so: Ist der Tumor gutartig, verl&#228;uft alles problemlos, und Sie sind nach der Entlassung vollst&#228;ndig gesund.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">T&#246;lsten: </span> Wenn nicht, was ist dann?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Arzt:</span> (leise) Dann haben Sie KREBS.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Wie versteinert blickte T&#246;lsten den Arzt an. Er brachte kein Wort &#252;ber die Lippen. KREBS! Das konnten doch nur andere Leute kriegen, aber er doch nicht! Es dauerte eine Weile, bis er sich wieder soweit in der Gewalt hatte, dass er mit dem Arzt reden konnte.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Arzt: </span>Wissen Sie, die Chance, dass der Tumor gutartig ist, liegt sehr hoch. Ich habe mit einigen Kollegen gesprochen, und sie glauben wie auch ich zu 85%, dass Sie keinen Krebs haben.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher: </span>Als T&#246;lsten sich kurze Zeit sp&#228;ter auf dem Weg nach Hause befand, musste er noch mal &#252;ber alles nachdenken. Was, wenn er doch KREBS h&#228;tte? Was w&#252;rde dann aus seiner Frau und seinen beiden Kindern werden? Nach einer Woche war es dann soweit, man hatte T&#246;lsten f&#252;r die Operation vorbereitet und schob ihn nun in Richtung  OP. Seine Frau ging neben seinem Bett. Er konnte die Angst in ihren Augen lesen. Schlie&#223;lich mussten sie sich vor der OP verabschieden.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Madeleine: </span>Friedrich, ich hab solche Angst!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">T&#246;lsten:</span> Aber Madeleine, dass brauchst du doch nicht. Es wird schon alles wieder gut werden. Du musst nur fest daran glauben.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Er wusste, dass er diese Worte nur sprach, um seine Frau und auch sich selber zu beruhigen. Im Grunde genommen hatte er selber gro&#223;e Angst. Angst vor der Nachricht: &#8221; SIE HABEN KREBS.&#8221; Erst am n&#228;chsten Morgen kam er wieder voll zu sich. Sofort lie&#223; er nach dem Chefarzt rufen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Chefarzt:</span> Guten Morgen, Herr T&#246;lsten. Haben Sie gut geschlafen?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher: </span>Misstrauisch sah T&#246;lsten in das lachende Gesicht des Arztes. Was w&#252;rde jetzt kommen?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Chefarzt: </span>Gute Nachrichten, Herr T&#246;lsten. Der Tumor war gutartig. Wir konnten alles entfernen. Nun k&#246;nnen Sie 100 Jahre alt werden. Sie m&#252;ssen allerdings noch etwas hier bleiben und sich erholen, sonst k&#246;nnte es eine Entz&#252;ndung geben.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher: </span> Als der Arzt wieder weg war, starrte Friedrich T&#246;lsten gl&#252;cklich gegen die wei&#223;e Decke des Krankenzimmers. Er sah immer noch das zufriedene Gesicht des Chefarztes vor sich.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">T&#246;lsten:</span> Was sagte er? Ich k&#246;nnte 100 Jahre alt werden? Und ich hab vor diesem Eingriff solche Angst gehabt. Aber jetzt ist ja alles vorbei.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher: </span> Er lag noch eine Weile l&#228;chelnd da und malte sich das Gesicht seiner Frau aus, wenn sie diese gute Nachricht erhalten w&#252;rde. Am n&#228;chsten Tag ging es T&#246;lsten wieder bedeutsam besser. Er durfte sogar schon etwas aufstehen. Sogleich nahm er eine Zeitschrift zur Hand und begann zu lesen. Doch nach einer Viertelstunde wurde er von seinem Mitpatienten gest&#246;rt, der ihn bat, auf das Telefon aufzupassen, solange er mal weg musste.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">T&#246;lsten:</span> Der muss ja eh jede halbe Stunde raus. Ja, ja, schlimme (seufzend) Blasengeschichte. Dabei wissen die &#196;rzte noch gar nicht, was ihm wirklich fehlt. Aber ich muss schon sagen, er tr&#228;gt diese Ungewissheit wirklich mit Fassung. Ob es an der Bibel oder an dem kleinen blauen B&#252;chlein liegt? Jedenfalls behauptet er das. Aber ich glaub das nicht. Das ist wieder so ein religi&#246;ser Spinner, der sich in irgendeine Idee verrannt hat.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Nach einer Weile kam sein Bettnachbar zur&#252;ck und legte sich wieder hin. Doch es dauerte nicht lange, da griff Frank Martin zu dem kleinen Buch und las darin. Als er nach einer Zeit bemerkte, dass T&#246;lsten seinen &#8220;Spiegel&#8221; weggelegt hatte, sprach er ihn an.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Martin: </span> Entschuldigen Sie, dass ich Sie st&#246;re, aber h&#228;tten Sie etwas dagegen, wenn ich die zwei Bibelworte der Tageslosung laut vorlesen w&#252;rde?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">T&#246;lsten:</span> Oh nur das nicht, Herr Bettnachbar. Ich habe den lieben Gott bislang wenig beansprucht und es ist sozusagen bei fl&#252;chtigen Gr&#252;ssen belassen.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Martin: </span>Vielleicht will er durch die Losung einen Versuch machen, Sie fl&#252;chtig zu gr&#252;ssen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">T&#246;lsten: </span>Das k&#246;nnen Sie ihm aber mal gleich ausreden.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher: </span>Diese letzten Worte hatten abwehrend und unfreundlich geklungen, und so zog sich Martin still zur&#252;ck. T&#246;lsten aber griff wieder nach seinem &#8220;Spiegel&#8221; und vertiefte sich darin. Noch einer geraumen Zeit &#246;ffnete sich die T&#252;r und Madeleine T&#246;lsten trat ein. Das Strahlen ihres Mannes ging sofort in ihr Gesicht &#252;ber. Sie beugte sich &#252;ber ihn und k&#252;sste ihn sacht auf die Stirn.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Madeleine: </span>Zufrieden?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">T&#246;lsten: </span>Was f&#252;r eine Formfrage. Man sieht es doch, oder? Hundert Jahre alt kann ich nun werden, hat mir der Chefarzt prophezeit.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Sie hat ihm Pralinen und Traubensaft mitgebracht. W&#228;hrend sie ihm eingoss und ihm dann das Glas reichte, gingen ihre Blicke zur T&#252;r.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Madeleine:</span> Dein Bettnachbar schleicht wie halbbet&#228;ubt den Gang auf und ab. Hat er was Schlimmes?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">T&#246;lsten:</span> Undurchsichtig wie die Gesichter der &#196;rzte, wenn sie an seinem Bett stehen. Aber der liebe Gott wird es schon wissen. Immerhin scheint er einen guten Draht nach oben zu haben.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Er wandte seinen Kopf. Sie folgte seinem Blick und sah den Rotschnitt der Bibel und ein blaues B&#252;chlein mit festem Einband. Sie antwortete aber nichts darauf und kramte etwas aus ihrer mitgebrachten Tasche.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Madeleine:</span> Ich soll dich &#252;brigens noch ganz herzlich von den beiden Kleinen gr&#252;&#223;en. Ah, da sind sie ja. Urlaubsprospekte. Genau das Richtige, um sich wenigstens in Gedanken davonstehlen zu k&#246;nnen. Dieses Jahr werden wir die Berge mehr mit dem Sessellift erobern. Sonst k&#246;nnte es mit den hundert Jahren nicht ganz hinhauen!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Beide lachten. Dann wurde Friedrich T&#246;lsten ernst. Er griff nach ihrer rechten Hand und dr&#252;ckte sie.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">T&#246;lsten:</span> Ist doch ein Schuss Galgenhumor dabei. Diese Zwischenstation geht mir auf die Nerven.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Madeleine: </span>Nicht nur die &#8220;Zwischenstation&#8221; wie du das nennst, Friedrich. Es hat doch alles Nerven gekostet, vorher und so. Meinst du, ich h&#228;tte in den letzten Tagen vor der Operation nicht gemerkt, wie du innerlich abgeschaltet hattest?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher: </span>Pl&#246;tzlich ging die Zimmert&#252;r auf. Gleich kam Frank Martin herein. Der rote Morgenmantel lie&#223; das schmale Gesicht noch blasser erscheinen. Er nickte den beiden zu und kroch m&#252;hsam ins Bett. Nach ein paar Tagen konnte T&#246;lsten wieder aufstehen. Als er in den Gemeinschaftsraum trat, fiel ihm ein Mann auf, der in einer Ecke sa&#223; und aus dem Fenster blickte.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">T&#246;lsten: </span>Guten Morgen. Mein Name ist T&#246;lsten. Ich habe Sie hier noch niemals gesehen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Walter: </span>Ich bin auch noch nicht lange hier. Aber mir reicht es jetzt schon.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">T&#246;lsten: </span>Da haben Sie recht. Diese &#8220;Zwischenstation&#8221; ist nicht zum aushalten, nicht wahr?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Walter:</span> Ich bin Inhaber zweier Wurstbuden. Ich kann es mir eigentlich gar nicht leisten, hier zu sein. Ich brauche &#214;lgeruch um mich, gebr&#228;unte und ger&#246;tete Haut meiner W&#252;rstchen, dann k&#246;nnte ich morgen schon die M&#252;cke machen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> In den n&#228;chsten Tagen freundeten sich die beiden immer mehr an. Mit dem Wurstbudenbesitzer verband T&#246;lsten mehr als mit dem Frommen aus seinem Zimmer, der nur beten und Bibel lesen konnte. Eines Tages gab es eine &#220;berraschung. V&#246;llig unerwartet, wie &#220;berraschung es so an sich haben. Bei seinem Gang in den Gesellschaftsraum vermisste T&#246;lsten den b&#228;rbei&#223;ig freundlichen Wurstbudenbesitzer, der so wie er an dieser &#8220;Zwischenstation&#8221; litt.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">T&#246;lsten:</span> Wo bleibt er nur? Er ist doch sonst immer fr&#252;her als ich hier. Ich werd mal dort dr&#252;ben die Schwester fragen. Hallo Schwester. Wo bleibt denn der Wurstmaxe?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher: </span>Ihr Gesicht wechselte wie eine huschende Lichtreklame, wei&#223; &#8211; rot.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">T&#246;lsten: </span>Hat&#8217;s Ihnen die Sprache verschlagen?<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Schwester: </span>Nun ja. &#196;h&#8230; Aus der &#8220;Zwischenstation&#8221; ist  &#8220;Endstation&#8221; geworden. Embolie, heute morgen, beim Rasieren!</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Sprachlos sah T&#246;lsten die Schwester an.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Schwester: </span>Hat uns alle &#252;berrascht.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Die Schwester huschte wieder weiter. Nachdenklich begab T&#246;lsten sich wieder auf sein Zimmer. Am Abend bl&#228;tterte der andere wieder in seinem blauen B&#252;chlein. Friedrich T&#246;lsten starrte gegen die angeleuchtete Decke. Seine Gedanken kreisten.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">T&#246;lsten: </span>&#8220;Zwischenstation&#8221;, &#8221; Endstation&#8221; und dann? Dann kommt der Tunnel. Und dann?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher: </span>Er wandte das Gesicht dem Nachbar zu.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">T&#246;lsten:</span> Heute h&#228;tte ich nichts dagegen, wenn Sie ihre Verse mal laut lesen.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Sprecher: </span>Liebe Zuh&#246;rer, auch wenn ihr in dunkle Zeiten kommt, vertraut auf den Herrn. Alles was ihr erlebt, kommt von ihm, vergesst das nicht. Er will nur euer Bestes.</p>
<p><table style="border: 0px solid #CCC;" cellpadding="3" width="100%">
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    <td>
      <b>Name:</b> <a href="http://www.christenload.com/?file_id=149">Zwischenstation</a> <small>(33KB)</small><br />
            <b>Klicks:</b> 413 <br />
          </td>
  </tr>
</table></p>
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		<title>Niemand hat Johann eingeladen</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Nov 2007 10:49:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ewigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Niemand hat Johann eingeladen, ein christliches Anspiel zum Thema Ewigkeit f&#252;r 5 Personen Sprecher: Johann war ein Schmied, und ein sehr gottloser Mann. Er l&#228;sterte Gott, hasste alles, was gut und heilig war, und war bem&#252;ht das Leben aller, die an Gott glaubten und ihm dienten, schwer zu machen. Dabei verschonte er nicht einmal seine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-style: italic; font-weight: bold;">Niemand hat Johann eingeladen, ein christliches Anspiel zum Thema Ewigkeit f&#252;r 5 Personen</span><br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Johann war ein Schmied, und ein sehr gottloser Mann. Er l&#228;sterte Gott, hasste alles, was gut und heilig war, und war bem&#252;ht das Leben aller, die an Gott glaubten und ihm dienten, schwer zu machen. Dabei verschonte er nicht einmal seine Frau, die den Herrn Jesus lieb hatte und ihm von ganzen Herzen in Geduld diente. Alle hatten diesen Mann in bezug auf die Errettung seiner Seele hoffnungslos aufgegeben. Man lie&#223; ihn ruhig in seinen S&#252;nden dahinleben und war froh wenn man von ihm nicht beunruhigt wurde.<br />
Einige Meilen von dem St&#228;dtchen entfernt, in dem Johann seine Schmiede hatte, wohnte das alte Ehepaar Braun. Beide waren fast 90 Jahre alt und hatten ihr Leben aus Liebe dem Herrn geweiht. Nun erfreuten sie sich im hohen Alter des Friedens Gottes und der Gewissheit des ewigen Heils. Mit freudiger Erwartung sahen sie der Stunde entgegen, wo der Herr sie in sein himmlisches Reich holen w&#252;rde.<br />
Eines Morgens wachte der alte Mann in gro&#223;er Erregung auf, und rief seiner Frau zu, sie sollte so schnell wie m&#246;glich aufstehen und das Fr&#252;hst&#252;ck vorbereiten. Am Tisch:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau:</span> Was ist denn eigentlich passiert, dass du es heute so eilig hast?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mann:</span> Ich muss unbedingt in das St&#228;dtchen gehen um Johann einzuladen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Frau:</span> Johann einladen? Und in das St&#228;dtchen willst du? So weit kannst du doch unm&#246;glich gehen.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Mann:</span> Sage mir nur nicht, dass ich nicht in der Lage bin hinzugehen! Ich muss einfach gehen! Ich kann nicht warten. Ich hatte in der vergangenen Nacht einen Traum, und jetzt will ich den Johann einladen. Nachher kann ich dir mehr erz&#228;hlen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Sie beteten noch zusammen. Danach machte sich Herr Braun auf den Weg. Es war nicht leicht f&#252;r ihn diese Strecke, die mehrere Meilen betrug, zur Stadt zu gehen. Aber Gott gab ihm die n&#246;tige Kraft dazu, so dass er ohne anzuhalten sein Ziel erreichte. Im St&#228;dtchen angekommen ging Herr Braun direkt auf die Schmiede zu. Johann war gerade drau&#223;en vor seiner Werkstatt.<br />
<br style="font-weight: bold;" /><span style="font-weight: bold;">Johann:</span> Aber Herr Braun, was f&#252;hrt sie denn so fr&#252;h am Morgen zu mir?</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Mann:</span> Das ist es gerade, was ich dir mitteilen will. Lass uns in die Schmiede gehen, wo wir uns setzen und unterhalten k&#246;nnen.<br />
Johann, ich hatte in der vergangenen Nacht einen Traum, und nun bin ich herkommen, um ihn dir zu erz&#228;hlen. Ich tr&#228;umte, dass die Stunde, auf die ich schon so lange gewartet und mich vorbereitet habe, gekommen war. Es war die Stunde meines Abschieds von der Erde. Es war genauso, wie ich es mir vorgestellt hatte und wie es der Herr in seinem Wort verhei&#223;en hat. Ich habe mich nicht in geringsten gef&#252;rchtet, wovon auch? Mein Sterbezimmer war voller Engel und sie redeten so freundlich mit mir. Dann neigte sich pl&#246;tzlich ein Engel zu mir herab, nahm mich in seine Arme, und trug mich, begleitet von den anderen Engeln, weit fort. Sie trugen weit &#252;ber die Bergen und Wolken hinaus, durch das mit Sternen besetzte Universum. Und wie sie dabei sangen. Noch nie habe ich etwas derart Sch&#246;nes geh&#246;rt. So ging es dann weiter, bis einer der Engel zu mir sagte: Schau doch mal hin&#252;ber in den Himmel. Johann, es ist unm&#246;glich meine Gef&#252;hle und Empfindungen zu schildern, als ich den Himmel erblickte. Man kann es &#252;berhaupt nicht beschreiben was ich dort gesehen habe. Es war so herrlich sch&#246;n, so… Ach, ich kann es gar nicht aussprechen, so wunderbar war es. Als wir n&#228;her kamen &#246;ffneten sich die Tore. Und noch schneller als wir gekommen waren, gelangten wir in der himmlischen Stadt. Ich wurde freudig empfangen, und alle freuten sich, dass auch ich am Ziel angelangt war. Ich kann die Herrlichkeit und die Freude des Himmels, so wie ich es gesehen und empfunden habe, gar nicht beschreiben. Ich konnte das alles erst gar nicht fassen.<br />
Ich verdanke das alles nur der Gnade meines Heilands, der mich durch sein Blut von meinen S&#252;nden erl&#246;st hat. Ich fand dort alle meine Kinder, die mir vorausgegangen sind. Nicht eines von ihnen fehlte. Ja, mein Junge mit dem du so oft in deiner Schulzeit gespielt hast, war auch dort. Einige Zeit sp&#228;ter sah ich den Engel, der mich in den Himmel getragen hatte, eine andere Person bringen. Es war meine Frau. Sie war jetzt noch sch&#246;ner als an unserem Hochzeitstag. Wir sa&#223;en nun zusammen unter dem Baum des Lebens und am Strom, der von dem Thron Gottes und des Lammes ausgeht.<br />
Wir alle waren so unbeschreiblich gl&#252;cklich. Immer wieder sah ich die Engel andere bringen. Solche, die ich liebte, und auch solche, die du liebst. So gingen die Jahre der Ewigkeit dahin, ohne ein Ende zu nehmen. Da kam mir pl&#246;tzlich in den Sinn, dass ich dich Johann, noch nirgends gesehen hatte. Da machte ich mich auf um nach dir zu suchen. Soviel ich mich auch bem&#252;hte und nach dir fragte, ich konnte dich nirgends finden. Da wurde ich besorgt um dich, ging zu Jesus und fragte ihn wo du seist. Oh Johann, ich w&#252;nschte du h&#228;ttest gesehen wie traurig der Heiland war, als er mir sagte, du w&#228;rst nicht gekommen.<br />
Da fragte ich nach dem Grund. Als ich so die Tr&#228;nen meines Heilands sah, sagte er: „Es hat bis jetzt noch niemand Johann eingeladen!“ Da fiel ich zu seinen F&#252;&#223;en nieder und benetzte sie mit meinen Tr&#228;nen und bat: „O Herr, lass mich noch einmal f&#252;r kurze Zeit zur&#252;ck auf diese Erde. Ich will dann hingehen und ihn einladen.“ Genau in diesem Zeitpunkt wachte ich auf. Im Osten fing die Sonne gerade an aufzugehen. Ich war froh, dass ich noch am Leben war und imstande zu dir zu gehen, um dich einzuladen mit mir in den Himmel zu kommen. Nun bin hier und habe dir meinen Traum erz&#228;hlt. Jetzt ist es mein einziger Wunsch, dass du zum Herrn kommst, und dich f&#252;r den Himmel bereitmachst. Lebe wohl Johann. Bedenke, du hast jetzt die Einladung und ich erwarte dich in dem Himmel.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Sprecher:</span> Eine Zeitlang stand er wie gebannt da, dann machte er sich wieder an die Ar-beit, aber es wollte nicht so recht gelingen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Johann:</span> Der alte Braun hat recht. „Oh Gott, hab erbarmen mit mir.“</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Anna:</span> Johann, was ist passiert? Du siehst so bedr&#252;ckt aus.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Johann:</span> Ach. Der alte Braun war gerade hier. Er erz&#228;hlte: Er h&#228;tte heute Nacht getr&#228;umt, er w&#228;re im Himmel. Es war wundersch&#246;n. Er fand dort all seine Lieben. Nach einiger Zeit fiel ihm auf, dass ich fehlte. Nach l&#228;ngerem Forschen erfuhr er vom Heiland, dass ich nicht im Himmel war, weil sich niemand um mich gek&#252;mmert und mich zum Herrn eingeladen hat. Dann wachte er auf. Ja und jetzt… kam er, um mich zum himmlischen Vater einzuladen.<br />
Anna! Ich kann nicht mehr. Ich will auch in dies herrliche Land zu dem lieben Heiland.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Anna:</span> Gepriesen sei Gott! Wir schicken sofort einen Wagen los, um Herrn Braun zur&#252;ckzuholen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Johann:</span> Ja, ich habe mich entschlossen, der Einladung zu folgen. Ich will auch von meinen S&#252;nden errettet werden, und dem Herrn treu folgen.</p>
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