Sep 22 2008
Gaben die Gott gibt
Gaben die Gott gibt, ein christliches Anspiel zum Erntedankfest für 8 Personen
Sprecher: Liebe Freunde! Versuchen wir heute in unseren Gedanken in die Zukunft zu gehen und stellen uns den Tag vor, an dem wir vor Gottes Thron stehen. Wir alle haben vom Herrn Gaben bekommen. Jetzt müssen wir Rechenschaft ablegen darüber, wie wir sie im Leben verwendet haben.
Herr: Mein Knecht! Sag an, welche Gabe Ich dir gab zu meiner Ehre? Wie hast du sie im Leben verwendet und welche Frucht hat es gebracht?
Prediger: O mein Herr! Welche Gabe Du mir gegeben hast? Eine herrliche! Ich bin Prediger Deines Reiches gewesen und habe dir mit Eifer gedient.
Herr: Prediger? Interessant! Ich kann mich nicht an dich erinnern, deinen Namen kenne Ich nicht. Wo hast du gepredigt? Und wann?
Prediger: Herr, so viele Jahre habe ich Dich auf der Kanzel verherrlicht und Du kennst mich nicht?
Herr: Ich kenne dich nicht. Einen Samen muss man säen nicht dort, wo er schon aufgegangen ist, sondern wo Menschen schon so lange in Sünden verloren gehen. Du hast schöne Worte gepredigt und die Schrift ausgelegt, aber vor der Welt hast du dich geschämt, hast versucht dich zu verstecken und hast geschwiegen. Als es dazu kam, in der Tat Mich der Welt zu zeigen, wo du mit deinem Leib leiden musstest, hast du Mich schändlich verleugnet. Nein, für so einen Prediger haben wir keinen Raum!
Und du Magd, womit hast du Mir gedient?
Sängerin: Mit einer schönen und wunderbaren Gabe. Ich bin Sängerin, Herr.
Herr: Sängerin? O das ist herrlich, wenn du für Sünder singst, wenn du ihnen mit lautem klaren Ton die Botschaft der Errettung bringst. Du hast für sie gesungen?
Sängerin: O ja, Herr. Unser Chor war von den besten, und weißt Du, davon sprach die ganze Stadt.
Herr: Hast du denn wirklich in den Gottesdiensten, wo der Chor gesungen hat, die Botschaft weitergegeben? Und für wen hat der Chor gesungen?
Sängerin: Aber zum Singen bin ich doch berufen und nicht zum Predigen.
Herr: Nein, das verstehst du falsch. Im Gottesdienst singen ist eins, das andere scheinst du nicht zu wissen, dass die sündige Welt auf dich wartet. Ja, retten unglückliche, verzweifelte, sie aus den Klauen Satans reißen mit frischem Gesang, wo Armut und Elend wohnen, in den Gefängnissen zu singen dem Schöpfer und Erretter. Nein, vergraben hast du dein Talent, Frucht hast du nicht gebracht. Du hast Ehre und Lob geliebt und hast der Welt keine Freudenbotschaft gebracht.
Mein Kind, du bist seht jung. In deinem Alter ist es nicht schwer Mir zu dienen. Womit bist du hergekommen?
Mädchen: Herr, meine Arbeit war sehr klein, auch selber bin ich nicht groß, aber was du mir gegeben hast, habe ich Dir in Fülle zurückgebracht. Meine Aufgabe war, Deine Worte aufzuschreiben und sie überall zu verbreiten. Arme und Kranke besuchen und sie mit Deinem Worte zu trösten. Ich kann auch Geschichten, Gedichten und Lieder schreiben. Ich kann singen und spielen. Ein unscheinbarer, einfachen Dienst, aber ich tat ihn von Herzen gern.
Herr: O meine Freude! Dein Dienst war groß und nicht einfach. Gehe ein in die Herrlichkeit. Die Früchte deiner Arbeit gehen ja hinter dir.
Wer bist du?
Soldat: Ich bin Dein Streiter. Ich bin bereit, den Menschen das Geschenk der Erlösung zu bringen. Ich habe meinen Leib und mein Blut nicht geschont für die Herrlichkeit. Gelitten habe ich für Dich durch die Brüder und durch die Welt dafür, dass ich Dich geliebt habe. Überall und immer wurde ich verfolgt.
Herr: Dein Dienst ist groß und sehr kostbar. Weil du ihn tatst, warst du auf Erden sehr arm, aber du bist mit Freuden gestorben für Mich, also ererbe Freude und Ruhe, gehe ein in mein haus, er gehört jetzt auch dir.
Womit hast du gedient? Welche Gabe habe ich dir gegeben?
Frau: Ja, wie soll ich das sagen, ich habe überhaupt keine Gaben.
Herr: Das kann wirklich nicht sein. Du hast ein großes Einkommen gehabt. Konntest du damit nicht dienen?
Frau: Ein großes Einkommen? Ja, doch Zufluchtsorte gibt es viele, und Arme wenige. Wie ich konnte so habe ich auch geholfen.
Herr: Dich hat der Reichtum geblendet. Arme gibt es genug, aber die Eitelkeit hat dich besiegt. Viele neue Kleider kauftest du dir im Jahr und deine Nachbarin hatte so wenig Geld, dass auch die Kinder nur alte Sachen tragen mussten. In dem Umkreis, wo du gewohnt hast, wohnte ein altes Mütterchen, ganz arm, ihr könntest du immer helfen, sie brauchte nur ganz wenig. Nein, so ein Faulenzer, der nur für sein eigenes Glück gelebt hat, wer taub war, wenn andere in Schwierigkeiten waren, hat in meinem Reich kein Platz.
Welchen Dienst hast du auf deinem langen Weg verrichtet im Weinberge des Herrn?
Gärtner: Mein Dienst war der kleinste, einfacher Gärtner war ich. Meine Aufgabe war, das Volk, das für Dich arbeitet, zu unterstützen, dass es nicht schläft, sondern vorwärts geht und immer siegt. Mein Dienst, zu beten für die ganze Welt, für die, die vom Satan versucht werden, für die, die noch in der Welt sind und nicht errettet.
Herr: O dieser Dienst ist sehr wertvoll, die Belohnung ist groß; dein Dienst als Stütze für die Menschen, gehe ein in die Herrlichkeit.
Sprecher: Liebe Freunde! Die Stunde ist nicht mehr fern, in der wir wirklich vor unserem Herrn stehen werden und Rechenschaft ablegen, wie wir auf Erden gedient haben. Wollen wir doch im Ernst das Gehörte überdenken und solange es nicht zu spät ist, unsere Gaben aufdecken und nach dem was uns gegeben ist sei es auch der kleinste Dienst, dienen dem Herrn mit Freuden und von Herzen.
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