Archive für die Kategorie 'Dienst'

Sep 23 2008

Gib Rechenschaft über deine Verwaltung

Geschrieben von Christ under Dienst, Neujahr

Gib Rechenschaft über deine Verwaltung, ein christliches Anspiel zu Neujahr oder zum Thema Dienst für 8 Personen

Sprecher: Das Leben gleicht dem Sommertag,
ist Licht und Schatten reich,
und nun auch dieses Lebensjahr
mit windesschnell verstreicht.
O wie schnell flieht doch die Zeit
Die der Herr hier uns beut.

Nun ist auch das Jahr 2001 zum Ende gekommen. Überall hört man dies und viele ziehen Bilanz ihrer Arbeit. So sind auch wir Kinder Gottes in dieser Stunde verpflichtet dem Höchsten gegenüberzutreten und Rechenschaft abzulegen.
So saß auch ein Diener Gottes am Abend des letzten Tages des Jahres und zog Bilanz seiner getaner Arbeit.

Diener Gottes: Ja viele Besucher gab’s in diesem Jahr. Viele kamen mit Problemen, mit Ängsten und Schwierigkeiten und ich konnte ihnen den Weg zum inneren Frieden weisen. Unsere Gemeinde ist gewachsen, darüber ist mein Herz voll Freude. Meine Arbeit war mir viel Wert. Unter den Brüdern herrschte Einigkeit, meine Predigten und Ermahnungen waren sichtlich zum Nutzen, und die Zahl der Zuhörer wuchs immer fort. Ich tat alles, um zum geistlichen Wachstum, derer die Herr in meine Fürsorge gegeben hat, beizutragen und mitzuwirken.

Sprecher: Als er an diesem Silvesterabend so saß und nachdachte, da ging plötzlich die Tür lautlos auf und zwei fremde Männer kamen herein. Was ihn sehr verwunderte, waren die vielen chemischen Vorrichtungen, Geräte und Maße in den Händen des zweiten Mannes. Sie kamen auf ihn zu und sprachen ihn an:

Laborant: Sind Sie ein Diener Gottes?

Diener Gottes: Ja.

Laborant: Haben Sie denn Eifer zu diesem Dienst?

Diener Gottes: Eifer verspürte ich soviel, dass es mir sogar sehr angenehm ist, diese Frage zu hören.

Doktor: Gut, mein Laborant analysiert sofort ihren Eifers mit einer Waage der Gerechtigkeit, und das Gewicht schreibt er ins Buch. Lesen Sie es bitte vor.

Laborant: 100 Pfund Eifer.

Diener Gottes: Das hab ich mir auch so gedacht.

Doktor: Ruhig, es ist noch nicht beendet. Schlagen Sie bitte 100 Pfund in kleine Stücke, legen Sie diese in den Kessel und stellen Sie ihn aufs Feuer, es soll schmelzen. Wenn es abgekühlt ist, wird der Laborant alles sorgfältig betrachten, wiegen und wieder ins Buch eintragen.

Sprecher: Während der Arzt und Laborant die Analyse erzeugten, schwitzte der Diener Gottes heftig vor Aufregung und ganz besonders noch als das Ergebnis vorgelesen wurde.

Laborant: Analyse vom Eifer des Dieners Gottes, eines Kandidaten auf Belohnung mit der Ehrenkrone:
Allgemeines Gewicht:100 Pfund
Bei der Analyse hat sich die Qualität aus 10 Teilen – Eigenschaften herausgestellt.

Eigene eitle Ehre                 23 Pfund
Liebe zu Gott                           4 Pfund
Suche nach Eigenruhm     19 Pfund
Liebe zum Menschen            4 Pfund
Ruf-Hochmut                        11 Pfund
Gaben-Hochmut                  14 Pfund
Mitleid zu Armen Menschen 5 Pfund
Hirtenschaft                             5 Pfund
Liebe zur Macht                    12 Pfund
Lauteres Eifer                         3 Pfund
_____________________________________
Gesamtgewicht                 100 Pfund

Doktor: Wiederholen Sie bitte zur Klarheit noch einmal das Gewicht des lauteren Eifers.

Laborant: Das Gewicht des lauteren Eifers ist nur 3 Pfund schwer.

Diener Gottes: Kann das sein, dass zu meinem Eifer und großem Wunsch dem Herrn zu dienen, so viel Sündiges und Unnötiges hinein geschlichen hat? Nein, nein, das stimmt nicht.

Sprecher: Der Doktor und Laborant besuchen ein anderes Haus, wo eine Kranke wohnt. Gleichzeitig ist es dem Diener Gottes völlig bewusst geworden, dass er nur 3 Pfund Eifer hat. Er beugte seine Knie vor Gott und betet: „Herr, befreie mich vom eigenen ICH.“
Der Arzt und Laborant kommen nun herein zur kranken Frau.

Doktor: Ich sehe, Sie bedürfen einer heilenden Behandlung.

Kranke: O ja. Ich bin sehr krank, ich leide Tag und Nacht unter Kopfschmerzen. Das Hören schwindet und die Ohren schmerzen, aber wovon ich krank bin weiß ich nicht.

Doktor: Prüfen Sie bitte, Laborant, und stellen Sie durch Analyse die Krankheit dieser Seele fest und schreiben Sie es alles ins Buch. Danach lesen Sie es laut vor.

Laborant: Die Kopfschmerzen sind nicht merkwürdig; sie kommen vom vielen Denken ans Irdische und weniger ans Himmlische. Ihre Füße sind geschwollen vom öfteren Gehen zum Ort, wo sie nicht hingehören. Zum Beispiel: Gang zum Markt während der Gottesdienstzeit, Gang zur Nachbarin um Gerüchte zu verbreiten. Der Ohrenschmerz kommt davon, dass Sie es gerne haben, da zu sitzen, wo die Gottlosen sitzen und ihrem Sinnlosen Reden zuzuhören. Die Halsschmerzen kommen vom vielen Reden. Sie wissen jetzt alle Ursprünge ihrer Krankheiten und es ist notwendig, dass Sie die Heilbehandlung nach dem Evangeliumsrezept, das heißt: Buße von Grund des Herzens ausführen.

Kranke: Ich habe oft von anderen gehört, die auch diese Leiden haben! Also ist es notwendig sich genau an das Rezept zu halten um zu genesen. Ich bin sehr froh, Herr Doktor, dass Sie mich darauf hingewiesen haben, wie ich wieder gesund und froh werden kann.

Sprecher: Nun gehen sie ins nächste Haus, das am Stadtrand ist, um noch eine Familie zu besuchen. Sie treten ein.

Doktor: Ist’s erlaubt?

1 Schwester: Bitte kommen Sie herein.

Doktor: Wie geht’s Ihnen gesundheitlich?

2 Schwester: Gut! Sehr gut!

Doktor: Gleich erfahren wir es, die Analyse sagt uns alles. Ich bitte den Laborant eine Analyse zu erzeugen bei beiden Schwestern.

1 Schwester: Herr, Doktor, wir sind nicht leidend, denn wir arbeiten ja auch nur wenig.

Doktor: Wir werden’s sofort erfahren! Lesen Sie uns bitte vor, was die Analyse sagt.

Laborant: Es zeigt sich: Sehnenausdehnung in den Armen von ständiger Hilfe an Notbedürftige und vom Almosen geben. Es zeigen sich ganz harte Knie bei beiden Schwestern und das ist vom ständigen Gebet für die Prediger und um die Einheit der Kinder Gottes. Der Schmerz in den Knien gibt nicht nach. Das Gehirn ist in sehr gutem Zustand. Dieses alles zeigt uns die Analyse.

Doktor: Ich sehe bei ihnen den Christensinn und der muss normal sein. Sie trachten nach dem Himmlischen und darum ist ihr Sinn gesund.

Laborant: Jetzt noch die Schulter, Herr Doktor, die Analyse zeigt etwas Unwahrscheinliches: Sehr stark entwickelte Muskeln von schweren Lasten, die sie ohne Murren für den Namen Jesu Christi und für andere Menschen tragen.

Doktor: Es soll euch nicht bestürzen, wenn euer Adam alt wird und oft krank sein wird, denn euer Himmlische Vater wird euch statt dessen einen himmlischen, verklärten Leib geben.

1 Schwester: Der Herr helfe uns, alles ohne Murren zu tun und sich nicht zu rühmen, als alleine des Herrn, denn unser Fleisch kann bald stolz werden und es wünscht die irdische Ehre zu genießen. Aber besser ist weniger Worte und mehr in der Tat zu wirken.

Doktor: Alles was ihr tut, tut mit Freuden. Seid nicht träge, wenn ihr helfen könnt. Denn der himmlische Vater belohnt es hundertfältig schon hier auf Erden und gibt das ewige Leben.

Sprecher: Ihr lieben Brüder und Schwestern, der Herr kontrolliert uns alle und die genaue Analyse wird im Himmel in Bücher eingetragen, wie der Prophet Maleachi in Kapitel 3, Vers 16 sagt: „Der Herr merkt und hört es, und es wird vor Ihm ein Gedenkbuch geschrieben für die, welche den Herrn fürchten und an seinen Namen gedenken.“ Also ist alles dort oben bekannt, irret euch nicht: In Seiner Hand ist die Waage der Gerechtigkeit. Er wägt richtig und genau. Wollen alle heute sagen: „Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich’s meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.“ (Psalm 139:23-24)

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Mrz 17 2008

Dienstbereitschaft?!

Geschrieben von Christ under Dienst, Hochzeit

Dienstbereitschaft, ein christliches Anspiel zum Thema Dienst und zur Hochzeit für 6 Personen

Willi: Mutter, das Essen ist dir wieder sehr gut gelungen.

Fr. Müller: Christine hat auch einen großen Teil dazu beigetragen.

Hr. Müller: Deshalb schmeckt es so gut. Sag mal, Willi, was hattet ihr für eine Auseinandersetzung nach dem Gottesdienst?

Willi: Ach, Papa, man wollte mir ein Gedicht andrehen. Stell’ dir vor, ich als Junge sag ein Gedicht auf. Das ist doch etwas für Mädchen.

Christine: Ich finde es gar nicht schlimm. Wieso solltest du es nicht tun?

Willi: Nein, das lehne ich grundsätzlich ab. Wenn es ein Anspiel wäre, dann schon eher. Ich würde auch eine größere Rolle übernehmen.

Fr. Müller: Ich erinnere mich sehr gut daran, dass mein Sohn nicht mehr als einen Satz bei einem Anspiel sagen wollte.

Willi: Ja, aber es ist schon lange her.

Hr. Müller: Ich muss gerade an die Predigt von heute morgen denken, in der die Geschichte von Naemann erwähnt wurde. Dieser Aussätzige, der sehr berühmt war, wollte lieber große, wertvolle Geschenke dem Propheten Elisa geben, statt seine Anordnung zu befolgen und sich im Jordan unterzutauchen. Das war ihm zu gering. Aber nur dadurch konnte er geheilt werden.

Fr. Müller: Ihm fehlte die Demut. Nachdem sein Stolz gebrochen war, wurde er gesund.

Christine: Wir sind eher breit, große Dinge zu tun, als kleine. Dabei kommt es auf die Treue an, und nicht darauf, ob wir von den Menschen gesehen werden.

Willi: (nachdenklich) Willst du damit sagen, dass ich stolz bin?

Sprecher: Der Rest des Mittagessens verlief bei Familie Müller recht schweigsam. Jeder hatte über das Gesagte nachzudenken.
Eine Woche später traf der Vater den Hausmeister der Gemeinde.

Hr. Müller: Na, wie geht es?

Hausmeister: Gut, dass ich dich treffe, es gibt viel Arbeit. Wir brauchen dringend noch einige Männer, die bereit wären, die Wege neu zu pflastern.

Hr. Müller: Das ist auch wirklich sehr nötig.

Hausmeister: Ja, kannst du am Donnerstag um 17 Uhr kommen?

Hr. Müller: Wie? Ich? Ich soll den Hof pflastern? – Nein! Am Donnerstag passt es mir nicht. Da habe ich schon etwas vor.

Hausmeister: Schade, aber…

Hr. Müller: Warum nehmt ihr denn nicht Jugendliche für solche Arbeiten? Die wissen ohnehin nicht, womit sie die Zeit ausfüllen sollen und fahren nur die Straßen auf und ab.

Hausmeister: Natürlich, fragen wir sie auch. Aber wir brauchen auch Männer, die Vorbilder sind. Nun ich will dich nicht länger aufhalten. Auf Wiedersehen! (geht)

Hr. Müller: Vorbilder?! Meinen Sohn habe ich ermahnt und bin selber nicht besser.

Fr. Müller: (Hall) Ihm fehlte die Demut. Nachdem sein Stolz gebrochen war, wurde er gesund.

Hr. Müller: Verhalte ich mich wie Naemann? Bin ich zu stolz oder einfach zu bequem um solche Arbeiten zu erledigen? Wir hatten vor einzukaufen, es ist aber nur eine Ausrede.

– Musik -

Fr. Müller: Du kommst heute spät. Ist etwas passiert?

Hr. Müller: Ich habe Heinz, den Hausmeister getroffen.

Fr. Müller: Und?

Hr. Müller: Er bat mich am Donnerstag bei den Pflasterarbeiten am Gemeindehaus zu helfen.

Fr. Müller: Das passt doch gut, weil du am Donnerstag nicht so lange arbeiten musst.

Hr. Müller: Aber ich habe dir doch versprochen, dass wir zusammen einkaufen fahren.

Fr. Müller: Ach, das kann doch warten. Bei solchen Arbeiten werden sicher viele Hände gebraucht.

Willi: Wo werden viele Hände gebraucht?

Hr. Müller: Donnerstags, beim Pflastern der Wege am Gemeindehaus. Ich rufe sofort Heinz an, dass ich dabei bin.

Willi: Vater, ich komme mit. Wir wollten zwar Fußball spielen, aber das ist nicht so wichtig. Nicht wahr, Vater, der Dienst für Gott fängt in kleinen Dingen an?!

Sprecher: an das Brautpaar den Wunsch frei formulieren
– unwichtig, welchen Dienst wir tun
– wichtig ist die Bereitschaft große, wie auch kleine Dienste für Gott zu tun
-Kol. 3,23: Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen.

-ENDE-

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Mrz 17 2008

Keine Zeit für den Ehepartner

Geschrieben von Christ under Dienst, Hochzeit

Keine Zeit für den Ehepartner, ein christliches Anspiel zur Hochzeit und zum Thema Dienst für 4 Personen

Sabrina: So, jetzt ist es schon sechs Uhr abends und Olaf ist noch immer nicht nach Hause gekommen. Bestimmt musste er wieder Überstunden machen. Immer diese Überstunden! Na ja, das geht ja noch, aber zudem muss er heute Abend wieder zur Jungschar und ich sitze wieder allein rum. Wir haben fast keine Zeit mehr zu einem persönlichen Gespräch, immer wird nur das Nötigste besprochen! So geht das nicht weiter. Wir müssen einfach mal darüber sprechen. Aber ich weiß noch nicht wann. (Inmitten ihrer Gedanken kommt ihr Mann nach Hause)

Olaf: Guten Tag!

Sabrina: Guten Abend, meinst du wohl!

Olaf: Ach, nimm es mir doch nicht übel. Ich musste wirklich heute Überstunden machen, es ging nicht anders. So, jetzt habe ich aber einen Bärenhunger! Es duftet schon verführerisch nach Essen.

Sabrina: (resigniert) Ja, das Essen ist fertig, deine Kleider für heute Abend sind auch schon bereitgelegt.

Olaf: Schön, jetzt muss ich mich auch schon beeilen, sonst komme ich zur Jungschar zu spät.

Sabrina: Ihr habt heute doch bis 8:00 Uhr, dann bleibt uns ja der Rest des Abends wenigstens.

Olaf: Ja, das stimmt – Oh, nein! Ich habe vergessen dir zu sagen, dass wir heute Abend noch Leiterbesprechung haben. Es wird wohl etwas länger dauern.

Sprecher: Sabrinas Miene wurde immer länger. Den Abend würde sie wieder ohne ihren Mann verbringen müssen.

Olaf: So, ich geh dann mal.

Sabrina: Ja, aber versuch so früh wie möglich nach Hause zu kommen.

Olaf: Natürlich. Wenn es dir allein zu langweilig wird, kannst du ja deine Freundin Elke einladen.

Sabrina: Wenn sie heute überhaupt zu Hause ist.

Olaf: Bestimmt! Versuch es doch mal. (der Mann geht)

Sabrina: (zu sich selbst) Na gut, ein Versuch ist es wert!

Sprecher: Zu Sabrinas Freude war ihre Freundin Elke zu Hause. Sie versprach sofort zu kommen.

Sabrina: Da bist du ja schon. Das ist wirklich schön, dass du kommen konntest.

Elke: Klar, heute Abend wäre ich sowieso allein gewesen. Thorsten ist nämlich zur Chorprobe gegangen. Wie jeden Mittwoch.

Sabrina: Naja, lass uns erstmal hinsetzen.

Elke: Hat Olaf heute etwa Spätschicht?

Sabrina: Das wäre ja noch schöner. Nee, Spätschicht hat er nicht. Er ist zur Jungschar gegangen.

Elke: Ach ja, ich hatte schon vergessen, dass er Jungschar macht. Ist doch wirklich schön, dass er einen Dienst hat, nicht wahr?

Sabrina: Ja, schön ist es schon – für ihn! Er hat an diesem Dienst sehr viel Freude, er kann auch gut mit Teenagern umgehen.

Elke: Und du?

Sabrina: Was ich?

Elke: Wie empfindest du es denn? Freust du dich nicht mit deinem Mann mit?

Sabrina: Ach, ich weiß auch nicht. Also, …

Elke: Ja, was ist denn los? Habt ihr euch vielleicht deswegen gestritten?

Sabrina: Nein, das nicht! Weißt du, es ist gar nicht so schön an so einem Abend allein zu sein, wo der Mann im Dienst ist. Manchmal komme ich mir so nutzlos vor.

Elke: Ich glaube schon. Im Grunde genommen gönnst du diesen Dienst deinem Mann, oder?

Sabrina: Ja, eigentlich gönne ich es ihm. Aber, es ist fast so – als ob ich ein wenig neidisch auf ihn bin.

Elke: Du meinst, dass er einen Dienst für Gott tut und du nicht.

Sabrina: Ja, genau das meine ich.

Elke: Sabrina, ist dir nicht bewusst was für einen großen Dienst du tust?

Sabrina: (verwundert) Ich?

Elke: Ja, du!

Sabrina: Wie, das verstehe ich nicht.

Elke: Du opferst Gott praktisch die gemeinsame Zeit mit deinem Mann, und das ist ein Dienst.

Sabrina: Aber ein schlechter Dienst, denn ich tue ihn ja ohne Freude.

Elke: Hast du schon mal versucht Freude an diesem Dienst zu bekommen?

Sabrina: Nee, eigentlich nicht – und wie auch?

Elke: Du kannst während dieser Zeit, wo dein Mann zur Jungschar ist für ihn beten. Denn das Gebet wird ihn stärken. So wird er in seinem Dienst mit der Jungschar gesegnet und du wirst Freude an deinem Opfer haben!

Sabrina: Du hast recht. Darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Übrigens, sagtest du nicht vorhin, dein Mann geht jeden Mittwoch zur Chorprobe?

Elke: Ja, warum?

Sabrina: Jungschar und Chorprobe fallen auf einen Tag. So könnten wir gemeinsam für unsere Männer beten. Was hältst du davon?

Elke: Na, wunderbar! Warum sind wir nicht früher auf diese Idee gekommen? (schaut auf die Uhr)Oh, es ist schon spät geworden. Über die Unterhaltung habe ich die Zeit ganz vergessen! Ich mache mich dann mal auf den Weg. (steht auf)

Sabrina: Du, ich muss mich noch bei dir bedanken. Du hast mir die Augen geöffnet.

Elke: Ich glaube wir haben uns gegenseitig die Augen geöffnet. Naja, bis dann.

Sabrina: Ja, mach’s gut!

Sprecher: Liebes Brautpaar! Vielleicht wird es dem einen oder anderen ähnlich gehen, wie in diesem Beispiel. Dann denkt daran: Ein freudiges Opfer und das Gebet sind eine große Unterstützung und ein nicht zu verachtender Dienst!

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Mrz 15 2008

Nur ein Junge

Geschrieben von Christ under Dienst, Hochzeit

Nur ein Junge, ein christliches Anspiel zum Thema Dienst oder zur Hochzeit für 4 Personen

Sprecher:   Vor mehr als hundert Jahren lebte in Schottland ein alter treuer Pastor. Als der Pastor eines Sonntagmorgens zu seiner Kirche ging, begegnete ihm einer seiner Kirchenältesten.

Mann:   Guten Morgen, Herr Pastor.

Pastor:   Ja, Guten Morgen. Sie sind ja heute ziemlich früh da.

Mann:   Ich bin früher gekommen um sie zu treffen.

Pastor:   Haben sie etwas auf dem Herzen?

Mann:   Das kann man so sagen, Herr Pastor. In Ihrer Wortverkündigung und in ihrer Arbeit muss doch etwas nicht stimmen. Nur eine einzige Person, ist in einem ganzen Jahr zur Gemeinde dazugekommen, und das ist nur ein Junge.

Pastor:   Das tut auch mir sehr leid. Es liegt mir schwer auf dem Herzen, aber der Herr weiß, dass ich meine Pflicht getan habe. Ich kann ihm das Ergebnis überlassen.

Sprecher:   Mit schwerem und betrübtem Herzen stieg der alte Pastor an diesem Sonntag auf seine Kanzel, und mit Tränen schloss er seine Predigt. Wie sehr wünschte er, dass er doch seine Arbeit niederlegen und unter den Bäumen des alten Friedhofs ruhen könnte. Er hatte das Bedürfnis nach einer stillen Stunde. Als alle gegangen waren blieb er allein zurück.
Die Kirche war ihm lieb und heilig, schon von Jugend auf war sie seine geistliche Heimat gewesen. Er hatte dort viele Gebete zu Gott empor gesandt, und nun hatte er hören müssen, dass seine Arbeit nicht gesegnet und nicht erwünscht sei.
Doch da war noch jemand in der Kirche. Der Junge hatte seinen alten Seelsorger beobachtet und ging nun auf ihn zu.

Robert:   Guten Tag Herr Pastor.

Pastor:   Bist du es Robert?

Robert:   Ja, ich möchte sie etwas fragen, Herr Pastor.

Pastor:   Na, komm her und setz dich erst.

Robert:   Herr Pastor, glauben sie, dass ich ein Prediger werden könnte, wenn ich willig bin, hart zu arbeiten, um eine Ausbildung zu erhalten? Ein Prediger oder vielleicht ein Missionar?

Sprecher:   Eine Zeitlang herrschte tiefe Stille im kleinen Gotteshaus. Die Augen des alten Pastors füllten sich mit Tränen.

Pastor:   Robert, deine Worte sind Balsam für mein wundes Herz. Ich sehe nun die göttliche Hand in meinem Dienst. Gott segne dich, mein Junge! Ja ich glaube, dass du ein Prediger wirst.

Sprecher:   Viele Jahre später kehrt ein Missionar von Afrika nach London zurück. Es war Robert Moffat. Er hatte das Evangelium den wildesten Häuptlingen und ihren Stämmen gebracht und die Bibel in ihre Sprache übersetzt. Der alte Pastor lebte schon lange nicht mehr, doch die Frucht seiner Arbeit konnte man immer noch sehen.

Folgende Anwendung wäre auf einer Hochzeit angebracht:

Sprecher:   Liebes Brautpaar, wir wünschen euch, dass ihr euch in eurem Dienst Gott gegenüber nicht entmutigen lasst, denn die Frucht Eures Wirkens wird nicht ausbleiben.

-ENDE-

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