Archive für die Kategorie 'Advent'

Nov 29 2008

Das Weihnachtsgeschäft

Geschrieben von Christ under Advent, Weihnachten

Das Weihnachtsgeschäft, ein christliches Anspiel zu Weihnachten oder Advent für 8 Personen

Sprecher 1: Die kleine Stadt war ganz in Weiß gehüllt und wirkte wie ein Märchendorf. Das brachte die Leute richtig in Stimmung. Mütter eilten noch einmal über den Weihnachtsmarkt und gingen bepackt wieder nach Hause. Einige Männer schleppten Weihnachtsbäume und sahen aus wie der Nikolaus. Die Kinder hatten ihren Spaß am Schnee, sie waren an diesem herrlichen Tag am Rodelberg anzutreffen. Nur in der Amselstraße sah man an diesem Tag am Fenster der Erdgeschosswohnung eine plattgedrückte Nasenspitze. Dani Dopsa war wohl der einzige Junge, der sich nicht im Schnee tummelte. Er saß am Fenster, schaute hinunter auf die Straße und beobachtete die Leute. Er kannte alle Einwohner der Amselstraße. Es war keine große Straße. An anderen Tagen hatte er den Vorübergehenden zugewunken oder einen Gruß aus dem Fenster gerufen. Heute hatte er keine Lust.
Dani ärgerte sich über die Leute. Wenn er in ihre frohen Gesichter sah, wenn er die Weihnachtsbäume anschaute, welche die Väter für ihre Familien nach Hause schleppten, wurde er ärgerlich und neidisch. Als dann eine Schar Kinder mit ihren Schlitten an seinem Fenster vorbeizog, da war es aus mit seiner Fassung. Eine dicke Träne des Ärgers und auch des Selbstmitleids rann über sein Gesicht.

Dani: Warum ist bei mir alles so anders? Warum kann ich nicht mit ihnen spielen?

Sprecher 1: Dieses „Warum?“ hatte ihn schon oft beschäftigt, aber Grübeleien nutzten nichts. Dani war gelähmt und er wusste, dass kein Arzt ihm helfen konnte. Er wusste, dass er niemals seine Beine würde gebrauchen können.
Früher, noch vor einem Jahr, war das nicht ganz so schlimm für ihn. Da wohnte Vati noch bei ihm. Er hatte immer lustige Späße auf Lager und spielte am Abend „Mensch ärgere dich nicht“ und „Elfer raus“ mit ihm. Dabei hatte Vati meist verloren. Und in der Adventszeit, da sägten sie miteinander Figuren aus und malten sie an.
Aber nun waren seine Eltern geschieden. Er sah den Vater nur einmal im Monat, und da war dann alles anders als früher, als sie noch eine Familie waren.

Dani: (sitzt und überlegt) (Seufzer) Ach, es ist wirklich schrecklich. Die anderen Kinder können jetzt draußen rumtoben, und ich… Und dazu auch noch die Sache mit Mama und Papa, einfach schlimm! Ich sitze hier den ganzen Tag nur herum und tue gar nichts… (Pause) Jaaa, genau! Jetzt weiß ich was mir fehlt. Ich brauche einen Freund – das ist es!

Sprecher 2: Ja, da hat Dani doch wirklich eine tolle Idee bekommen, einen Freund wollte er haben. Aber wie sollte er das anstellen? Bis jetzt hatte er doch keine Freunde. Und er konnte sich doch keinen einfach so mal zu Weihnachten wünschen! Doch auch für dieses Problem fand er eine Lösung.

Dani: Genau, so mach ich es. Ich werde aus meinem Goldpapier kleine Sterne ausschneiden, und auf die weiße Rückseite etwas draufschreiben. Und dann werfe ich die Sterne aus dem Fenster, wenn ich Kinder unter meinem Fenster bemerke.

Sprecher 2: Gedacht – getan. Schnell gab er seinem Rollstuhl einen Schubs und lenkte ihn zu seinem Schreibtisch. Nach einigem Kramen zog er ein Stück Goldpapier aus seinem Fach. Daraus schnitt er zwanzig kleine Sterne. Auf die weiße Rückseite schrieb er dann: „Ich suche einen Freund! Wer will mit mir spielen und basteln? Dani Dopsa, Amselstraße 1.“ Ob das eine gute Idee war?
Dann richtete er sich entschlossen in seinem Rollstuhl auf und steuerte zurück zu seinem Fensterplatz. Jedesmal, wenn er Kinderstimmen hörte, warf er einige Sterne aus dem Fenster. Er sah auch, wie sich Kinder bückten und seine Sterne aufhoben. Ein Junge winkte zu ihm herauf. Ein anderer aber zerknüllte den Stern und warf ihn in den Schnee. Dani war es, als würden sie ihn selbst in den Schnee werfen. Keiner wollte Freundschaft mit ihm haben. Wieder stieg Hass in seinem Herzen auf. Alle freuten sich auf Weihnachten, alle schmiedeten Pläne. Nur er saß traurig da.

Dani: (sitzt zunächst niedergeschlagen, schreckt dann plötzlich auf) War da nicht eben etwas? Ach ja, die Klingel. Ist es Mutti? Ach nein, kann nicht sein; sie kommt erst nach sechs Uhr!

Sprecher 2: Mit zittriger Hand nahm er den Hörer der Sprechanlage. Würde sich gleich sein neuer Freund anmelden? Bevor Dani sich zu erkennen geben konnte, hörte er eine fröhlich Stimme aus dem Hörer.

Stefan: Ist dort Dani Dopser? Hier spricht Stefan Köhler. Mach bitte auf, ich will mit dir basteln.

Sprecher 2: Kaum hatte Dani den Knopf gedrückt, da stand Stefan mit einem Koffer schon vor ihm.

Stefan: (begeistert) Dani, ich habe eine Idee! Wir beide starten eine Weihnachtsaktion.

Dani: (erstaunt) Eine Weihnachtsaktion?

Stefan: Ja, genau. In unserer Straße gibt es so viele Leute, die einsam und traurig sind, denen machen wir eine Weihnachtsfreude.

Sprecher 2: Der gelähmte Junge schaute erstaunt auf. Er hatte noch nie daran gedacht, dass außer ihm noch jemand traurig sein könnte.

Dani: (skeptisch) Und an wen denkst du?

Stefan: (ohne zu zögern) Genau gegenüber von dir wohnt Monika, sie hat den Fuß gebrochen. In Haus Nr. 5 wohnt Oma Lüdke, die bekommt fast nie Besuch; sie ist sehr einsam. In Nr. 7 ist eine Familie neu zugezogen, die fühlen sich bestimmt noch fremd…

Sprecher 3: Stefan sprudelte richtig über. Dann fertigten sie beide eine Liste an. Zehn Leute wollten sie überraschen. Weihnachtssterne, Tannenzweige, einen Goldengel und eine Karte mit einem Vers sollten die Leute bekommen. Als der Plan fertig war schaute Dani seinen Freund fragend an.

Dani: Stefan, wie bist du auf diese Idee gekommen?

Stefan: Weil ich selber traurig und einsam war. Ich wohne noch nicht lange hier. Meine Eltern sind auch geschieden. Weil meine Mama arbeiten geht, bin ich viel alleine. Ich tat mir immer Leid und dachte, ich wäre der ärmste Junge auf der Welt.

Dani: (reißt vor Erstaunen den Mund auf während Stefan redet, dann leise) Dem geht es ja genau wie mir! Und ich dachte, ich wäre der Einzige…

Stefan: Eines Tages las ich in meiner Bibel, dass Jesus in die Welt gekommen ist, um unser Freund zu sein. Ich bat ihn, dass er mir die Sünden vergibt und mich seien Liebe spüren lässt. Es ist in meiner Familie alles beim Alten geblieben – Vati kam nicht zurück, Mutter musste weiterhin arbeiten – aber Jesus gab mir Freude, als ich traurig war. Er hat mich auch daran erinnert, dass es noch mehr einsame Menschen gibt, die er froh machen will.

Sprecher 3: Dani wurde plötzlich still. Er hätte nie gedacht, dass dieser Stefan an Jesus glaubte. Er sehnte sich danach, Jesus ebenso als Freund kennen zu lernen. Als er wieder aufschaute, hielt Stefan ihm eine kleine Bibel unter die Nase. Er hatte die Weihnachtsgeschichte aufgeschlagen. Dani las die Geschichte, die er schon so oft gehört hatte. Aber diesmal war es anders. Es war, als würde während des Lesens Jesus mit ihm reden.

Stimme: „Dani, auch für dich kam ich zur Welt, auch für dich bin ich dann gestorben und für dich bin ich auch auferstanden. Ich verstehe dich, weil ich auch einmal einsam war.“

Sprecher 3: In Danis Herz zog Freude ein und er nahm sich vor, in der Adventszeit nicht an seine Sorgen zu denken, sondern an andere, die auch einsam waren. Sein zweiter Vorsatz war, in der Bibel mehr über Jesus zu lesen, weil er allein ihn froh machen konnte.

Sprecher 4:
Aus Oma Lüdkes Küchenfenster zogen verheißungsvolle Düfte. Die alte Frau wirtschaftete mit hochroten Wangen in ihrer Küche. Ab und zu blieb sie stehen und warf einen Blick aus dem Fenster, dann ging ein verschmitztes Lächeln über ihr faltiges Gesicht. Sie musste an den Vorabend denken.
(Pause)
Es hatte plötzlich Sturm geläutet. Als sie zur Tür kam…

Oma: Wer ist da? Ist denn niemand da? Seltsam. Nanu, was glitzert denn da im Licht der Lampe? O, ein kleiner Goldengel auf einem Tannenzweig mit vielen goldenen Sternen um sich herum! Wie niedlich!

Sprecher 4: Ja, so entdeckte Oma Lüdke die Weihnachtsüberraschung der beiden Freunde. Tränen traten ihr vor lauter Freude in die Augen. Es hatte jemand an sie gedacht, an sie, die alte, einsame Oma. Als sie dann im Lehnstuhl saß und die Karte las, musste sie an ihre Kindheit denken.

Oma: Ich habe vergessen, dass Jesus der Grund meiner Weihnachtsfreude ist. Ich habe nicht mehr daran gedacht, dass er auch für mich, eine alte, einsame Frau, in diese Welt gekommen ist.

Sprecher 4: Plötzlich zog eine große Freude in ihr Herz. Sie faltete die Hände und dankte dem Herrn Jesus, dass er auch für sie gekommen war.
Dann hatte sie eine Idee. Mit großen, zittrigen Buchstaben schrieb sie ein Plakat und heftete es an ihren Gartenzaun. Die Vorübergehenden schauten es staunend an. Einige schüttelten den Kopf, andere sagten: „Ich glaube, Oma Lüdke wird wunderlich.“ Die Leute konnten den Satz nicht verstehen. Nur einer, ein hochgewachsener Junge, schaute drauf und wusste Bescheid. Es war Stefan Köhler. Auf dem Plakat stand nämlich: „Ich suche meinen Weihnachtswichtel.“
Stefan, der ja selbst der Weihnachtswichtel war, ließ Oma Lüdke lange warten. Er musste zuerst Dani Dopsa Bescheid sagen, und dann wollte er warten, bis es schon etwas dunkel geworden war. Die Sache musste vorsichtig angepackt werden, er durfte von niemandem in der Amselstraße als Weihnachtswichtel erkannt werden.
Oma Lüdke schaute den ganzen Tag aus dem Fenster. Sie wollte schon die Hoffnung aufgeben. Endlich, kurz vor 6 Uhr, klingelte es.

Stefan: (lächelnd) Hallo, ich bin Ihr Weihnachtswichtel, aber nicht ich alleine, Dani Dopsa gehört auch dazu. Bei dem Glatteis konnte er aber nicht mitkommen.

Oma: Macht nichts, Stefan. Aber komm nur herein. Du kannst es dir nicht vorstellen, wie froh ich über euer Geschenk bin! Wie lieb von euch, dass ihr an so eine einsame, alte Frau denkt.

Stefan: Ja, wir haben uns vorgenommen, in der Adventszeit in diesem Jahr möglichst vielen Leuten eine Freude zu machen.

Oma: Das ist aber fein!

Stefan: Mh, das riecht aber lecker! Da läuft einem ja das Wasser im Mund zusammen.

Oma: Findest du wirklich? Hier, die sind für euch.

Sprecher 4: Mit diesen Worten stellte Oma Lüdke drei große Dosen, gefüllt mit goldgelben, köstlich duftenden Weihnachtssternen vor ihn auf den Tisch. Über das alte Gesicht ging dabei ein Strahlen, und bevor Stefan etwas fragen konnte, erklärte die Frau ihr Handeln.

Oma: Ich will in euren Wichtelclub eintreten. Nimm die Sterne mit und verschenkt sie weiter. Wenn ihr noch etwas braucht oder ich irgendwie helfen kann, dann gib mir bitte Bescheid.

Sprecher 4: Mit schnellen Schritten eilte Stefan zu Dani, jetzt gab es viel Arbeit. Sie mussten ihre Liste erweitern, neue Karten schreiben; ihr Weihnachtsgeschäft lief auf Hochtouren.

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Okt 30 2007

Warten auf Erlösung (Teil 4)

Geschrieben von Christ under Advent

Warten auf Erlösung, ein christliches Anpiel zum 4. Advent für 5 Personen

Kind: Papa, heute ist schon der 4. Advent. Nur noch 7 mal schlafen, dann ist Weihnachten. ich freu mich schon so sehr darauf!

Vater: Da hast du auch allen Grund zur Freude, denn an Weihnachten ist der Messias geboren, auf den die Menschen schon so lange gewartet haben. - Soll ich dir heute wieder eine Geschichte vom Warten erzählen?

Kind: Oh, ja, Papa! Von wem erzählst du mir denn heute?

Vater: Ja, - (denkt nach) wer hat denn noch gewartet? -  Ach ja, - ich erzähle dir heute von Simeon. Also, - In Israel gab es einige Leute, die auf den Messias warteten. Ein paar kennst du ja schon, Simeon gehörte auch dazu. Er war ein frommer und gottesfürchtiger Mann und hat in seinem Leben schon viel mit Gott erlebt. Inzwischen ist er sehr alt geworden und nicht mehr so rüstig wie früher. Er wartet täglich auf den Messias und ist sich ganz sicher, dass er ihn vor seinem Tod noch sehen wird, denn eines Tages hatte es ihm der heilige Geist offenbart. Er glaubte ganz fest an diese Verheißung und dann war es soweit: Der heilige Geist sagte ihm, er solle in den Tempel gehen und er gehorchte. Er traute seinen Augen nicht, was er dort sah. Er sah ihn, - den Messias! Voller Freude erzählte er seinem Freund davon.

Simeon: Abija, Abija, Komm schnell her!

Abija: Simeon, was ist denn? Du bist ja so aufgeregt.

Simeon: Du wirst es nicht glauben; ich habe den Messias gesehen. Abija, wirklich ich habe ihn gesehen. Ich habe so lange auf ihn gewartet und dann sagte mir der heilige Geist, dass ich in den Tempel gehen soll. Ich verstand es zuerst nicht, aber ich gehorchte und ging hin. Als ich den Tempel betreten hatte, sah ich dort ein Ehepaar; die Frau hielt ein kleines Kind auf ihrem Arm. Sofort fuhr es mir durch den Kopf: ” Das muss der Messias sein!” Ich konnte es kaum fassen. Voller Freude nahm ich das Kind auf die Arme und lobte Gott.

Abija: Das glaube ich nicht; das wäre zu schön um wahr zu sein. - Bist du sicher, dass es der Messias war?

Simeon: Ja, ganz sicher, sonst hätte mich der heilige Geist doch nicht dorthin geschickt und mir offenbart, dass gerade dieses Kind der Messias ist.

Abija: Das kann ich mir nicht vorstellen!

Hanna: (kommt aufgeregt dazu) Shalom Abija und Simeon!

Abija & Simeon: Shalom Hanna!

Hanna: Was kannst du dir nicht vorstellen?

Abija: Simeon erzählte gerade, er habe den Messias gesehen.- Ich weiß nicht, ob ich das glauben soll (unsicher).

Hanna: Da hat Simeon völlig Recht! Das gleiche habe auch ich erlebt. Ich bin ja oft im Tempel, um zu Beten. Und so war es auch dieses mal. Als ich mich von meinen Knien erhob, sah ich gerade wie ein junges Ehepaar mit einem Kind auf dem Arm den Tempel betrat. Sie ließen es beschneiden wie es in Israel Brauch ist. Nach einiger Zeit kam Simeon in den Tempel. Voller Freude nahm er das Kind und lobte Gott. Ich bekam mit, wie er sagte: ” Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen.” Sofort begriff ich und eilte herzu. - Ich konnte es fast nicht glauben. - Das war der Messias, der Erlöser der ganzen Welt. Und ausgerechnet ich durfte diese Freude erleben. Ich kann euch gar nicht beschreiben, wie mir zu Mute war.

Abiaj: Ja - wenn das wirklich so war; ihr könnt euch das ja nicht eingebildet haben. Ich will es auch glauben.

Hanna: So, jetzt muss ich aber weiter. Ich will die frohe Botschaft auch noch anderen Menschen sagen. Shalom!

Simeon und Abija: Shalom!

Simeon: Abija, Komm wir gehen zu mir nach Hause, dann können wir uns noch weiter darüber unterhalten.

Lied: Es ist schon lange, lange her… ( 3 Strophen)

Kind: Das war aber eine schöne Geschichte. Der Simeon und die Hanna haben wirklich lange auf den Messias gewartet.

Vater: Ich kann es mir kaum vorstellen, was es für sie bedeutet hat, auf den Erlöser zu warten. Ich kann mir denken, dass Simeon oft traurig war und vielleicht sogar gedacht hat: Wird der Messias überhaupt noch kommen? Ich warte ja schon so lange auf ihn! Aber gerade in dieser Hoffnungslosigkeit dachte er immer wieder an die Verheißung, die Gott dem Propheten Jesaja gegeben hatte. - Warte mal, ich will dir die Verheißung vorlesen.(schlägt auf und liest aus der Bibel) Hier Jesaja 9,1: Das Volk, das im finsteren wandelt … hell und hier in Vers 5 steht: Denn uns ist ein …. auf seiner Schulter.

Kind: Wie gut, dass Simeon immer wieder den Trost von Gott bekam. Simeon war wirklich geduldig, dass er so lange gewartet hat.

Vater: Ja, wenn doch alle Menschen auf das 2. Kommen des Herrn so warten würden, wie Simeon auf Jesus gewartet hat.

Kind: Du Papi, wie wartet man eigentlich auf Jesus?

Vater: Das ist eine wichtige Frage. Und ich will sie dir gerne beantworten. Wir glauben doch an Jesus, den Messias, nicht wahr? Und wenn wir ihn von Herzen lieben, tun wir auch das, was er von uns haben will. Wir brauchen uns jetzt nicht hinzusetzen und zu warten, bis er kommt, so ist das natürlich nicht gemeint. Unsere Aufgabe ist es, Jesus zu dienen und anderen Menschen von ihm weiterzusagen. Aber bevor wir das von Herzen tun können, müssen wir Jesus als unseren persönlichen Erretter angenommen haben.

Kind: Ja Vati, jetzt verstehe ich was richtig warten heißt. Ich freu mich schon so auf Weihnachten. Papi, ehrlich gesagt, habe ich mich bis jetzt immer nur auf die Geschenke gefreut. Aber jetzt freu ich mich über das größte Geschenk, das wir bekommen haben. Nämlich Jesus, den Messias. Und ich will ihn auch in mein Herz aufnehmen.

Lied: letzte Strophe

Kind: Sag’ lieber Mensch, wie wartest du auf das 2. Kommen des Herrn? Bist du bereit mit ihm zu gehn’, dann folge ihm froh und gern.

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Okt 30 2007

Warten auf Erlösung (Teil 3)

Geschrieben von Christ under Advent

Warten auf Erlösung, ein christliches Anspiel  zum 3. Advent für 5 Personen

Kind: Papa, erzählst du heute wieder eine Geschichte?

Vater: Zünde schon mal die Kerzen an und dann setzt du dich hier zu mir.

Kind: Gibt es noch eine Geschichte, wo Menschen gewartet haben?

Vater: Oh ja, sehr viele. Hör zu: Weißt du, ich habe dir doch oft erzählt, dass das Volk Israel von fremden Völkern bedroht wurde. So war das auch in der Zeit, von der ich heute erzählen möchte. Der König von Aram und der König von Israel belagerten Juda, um Jerusalem einzunehmen. Der König und das ganze Volk bekamen Angst. Der einzige Ausweg aus dieser Gefahr, schien ein Bündnis mit dem mächtigen Assyriern zu sein. Doch Gott, der noch viel mächtiger ist, den hatten sie vergessen. Aber es gab da noch einen Propheten, zu dem Gott redete.

Kind: So wie du jetzt mit mir redest? Wie hieß der denn?

Vater: Ich weiß nicht genau wie Gott mit Jesaja sprach, aber wir wissen aus der Bibel, dass Jesaja Gott verstanden hat und das ist wichtig! - Doch leider hat der König nicht auf Gott gehört: Einsam stand der König Ahas mitten im hektischen Treiben der Stadt die sich wieder auf eine Belagerung vorbereitete. Reiter jagten im Galopp durch das nahe Quelltor nach Süden.

Jesaja: Komm Schear - Jaschub, wir müssen zum König.

Ahas: (vorwurfsvoll) Jesaja, was machst du hier? Bist du gekommen, um mir Angst zu machen? Ich möchte nicht hören, was du sagst. Ich habe wichtige Fragen zu klären. Zwei Königreiche ziehen herauf und ich muss eine Entscheidung treffen.

Jesaja: Hüte dich und bleibe still; fürchte dich nicht, und dein Herz sei unverzagt vor diesen beiden Brandscheiten, die nur noch rauchen, vor dem Zorn Rezins und der Aramäer und des Sohnes Remaljas. Vertraue Gott, er ist stärker als das mächtigste Heer dieser Welt. Gott selbst sagt: `Fordere dir ein Zeichen vom Herrn, deinem Gott es sei unten in der Tiefe oder oben in der Höhe.’

Ahas: (zu sich) Ein Zeichen - wenn ich ein Zeichen erbitte, so liefere ich mich Gott aus. Die Kriegswagen der Assyrier sind ein deutliches Zeichen ihrer Macht. Ein Bündnis mit ihnen wäre unsere Rettung. - Aber ein Zeichen von Gott würde anzeigen, dass er da ist. Es würde mich verpflichten, ihm zu trauen. Ich kann es nicht. ( zu Jesaja) Ich kann es nicht. Ich will’ s nicht fordern, damit ich den Herrn nicht versuche.

Jesaja: Hört, ihr vom Hause David. Ist es euch zu wenig, dass ihr Menschen müde macht? Müsst ihr auch meinen Gott müde machen. Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben. Siehe, eine Jungfrau wird schwanger werden und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel. - Immanuel; Gott mit uns! (Ahas geht weg)

Schear-Jaschub: Aber Vater, wie will Gott mit uns sein, wenn der König nicht auf Gott hört?

Jesaja: Ich weiß es nicht, mein Sohn. Aber Gott steht zu seinem Wort und wir müssen ihm vertrauen.

- Musik -

Vater: Der König Ahas schloss gegen den Willen Gottes ein Bündnis mit den Assyriern. Er zog in den Krieg und verlor.

Schear-Jaschub: Vater, das ganze Volk ist in Trauer, der Krieg ist verloren!

Jesaja: Ich weiß.

Schear-Jaschub: Aber Vater, was ist mit der Verheißung? Wann kommt der Immanuel? Gott mit uns - Keiner glaubt daran. Das Volk ist verängstigt und abgekämpft. Es ist alles so dunkel.

- Musik -

Jesaja: Ja, es ist alles so dunkel. Doch es wird nicht dunkel bleiben über denen, die in Angst sind. Gott hilft den Schwachen, Gott vergibt den Schuldigen, er hat ein Ziel mit seinem Volk. Was jetzt geschieht, kann nicht das Ende sein. Gott will Frieden und Gerechtigkeit. Wir sehen noch keinen Ausweg, aber oft ist schon ähnliches geschehen. Als unser Volk aus Ägypten zog und am Schilfmeer von den Streitwagen des Pharao eingeholt wurde. Als zu Gideons Zeit, Midianiter ins Land einfielen! Auch da gab es keinen Ausweg mehr! Auch da war Finsternis! Aber dann kam die Wende, von Gott. Und doch, warum kann das nicht das Ende sein? Wir sind nur ein schwaches, ungehorsames Volk. Wir haben es gar nicht verdient, dass Gott sich unser erbarmt. Er hat schon so viel Geduld gehabt. - doch auch er muss müde werden. Müde werden, wie war das: ” Müsst ihr auch meinen Gott müde machen? Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben. Eine Jungfrau wird schwanger und ihr Sohn soll Immanuel heißen. - (freudig) Licht, ich sehe das Licht. Es ist noch nicht das Ende. Die Finsternis hat nicht das letzte Wort. Gott erbarmt sich über sein Volk. Das Volk, das im Finstern wandelt sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Land scheint es hell. Immanuel - Gott mit uns!

Kind: Das war eine schöne Geschichte, Papa. Steht sie so in der Bibel?

Vater: Nicht wortwörtlich, aber es stimmt, dass Jesaja ein großer Prophet zu der Zeit war und dass Gott durch ihn die wunderbare Verheißung seinem Volk gegeben hat.

Kind: Aber das Volk hat doch nicht auf Jesaja gehört. Der König hat doch auch gesagt: Ich will dich nicht hören.

Vater: Trotzdem es gab Menschen, die Gott lieb hatten, die haben den Worten von Jesaja geglaubt. Sie haben gewartet und es weitergesagt, dass der Erretter kommen würde. Es gab auch Menschen die es erleben durften, dass der Messias kam.

Kind: Ja, - wer denn?

Vater: Das wird wieder eine neue Geschichte, aber dafür ist es heute schon zu spät.

Kind: Erzählst du die dann nächstes Mal? (Vater nickt) Ich freue mich schon drauf.

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Okt 30 2007

Warten auf Erlösung (Teil 2)

Geschrieben von Christ under Advent

Warten auf Erlösung, ein christliches Anspiel zum 2. Advent für 7 Personen

Kind: Vati, darf ich heute wieder die Kerze anzünden?

Vater: Heute ist schon der zweite Adventssonntag. Du darfst schon zwei Kerzen anzünden.

Kind: Erzählst du mir heute wieder eine Geschichte wie Leute gewartet haben? Du sagtest doch, daß viele Menschen gewartet haben.

Vater: Heute möchte ich dir von Mose und dem Volk Israel erzählen als sie in der Wüste waren und Gott viele Wunder an ihnen tat:

Usa: Wie wunderbar hat uns Gott hierher gebracht. Er hat uns geführt und geleitet, angefangen mit dem Auszug aus Ägypten und dann das Schilfmeer…

Eliab: Ich weiß es noch wie jetzt, wie wir Mose beschuldigt haben uns hierher gebracht zu haben, damit uns die Ägypter töten. Aber dann diese wunderbare Errettung: Das Meer teilte sich und wir konnten alle hindurchgehen.

Reguel: Ja, so oft hat Gott uns geholfen, obwohl wir ihm nicht gehorsam waren.

Eliab: Wie sehr freuten wir uns, als wir nach der langen anstrengenden Wüsten Wanderung vor den Grenzen des verheißenen Landes Kanaan standen. Alle erwarteten mit Spannung die Rückkehr der ausgesandten Kundschafter, um zu erfahren, wie das Land ist.

Reguel: Ich sehe es noch heute wie es damals war:

Musik (Szenenwechsel)

Reguel: Sie kommen! Kundschafter kommen! Schnell sagt den anderen Bescheid!

Usa: Die Kundschafter sind da! Schaut mal welche großen Früchte sie mitbringen! Es scheint ein sehr reiches Land zu sein.

Gaddi: Schalom, da sind wir wieder! Es ist ein wunderbares Land! Es fließt wirklich Milch und Honig darin. Aber das Volk ist stark und groß, und die Städte sind befestigt und sehr stabil.

Eliab: Ach, wie sollen wir es schaffen gegen solche festen Städte zu kämpfen? Das schaffen wir nicht. Mose hat uns hierher geführt, dass wir alle sterben.

Kaleb: Lasst uns hinaufziehen und das Land einnehmen, denn wir können es überwältigen.

Gaddi: Wir schaffen es nicht gegen dies Volk, denn es ist uns zu stark. Die Leute die darin wohnen sind alle von großer Länge. Wir sahen dort auch Riesen, Anaks Söhne. Wir kamen uns vor wie Heuschrecken gegenüber diesen Riesen.

Kaleb: Das Land, das wir durchzogen haben, ist sehr gut! Wenn wir den Herrn kämpfen lassen, dann ist der Sieg unser und wir werden das Land besitzen. Bleibt beim Herrn, denn er ist mit uns. Habt keine Angst, denn er gibt uns den Sieg.

Musik (Szenenwechsel)

Usa: Aber wir vertrauten nicht auf Gott, sondern glaubten den bösen Kundschaftern.

Reguel: Und weil wir Gott ungehorsam waren befahl er uns zurück zugehen. So nah am Ziel und nun, zurück; wie schrecklich! Für 40 lange Jahre in die Wüste! (Gedankenpause)

Eliab: Ja, das war eine lange Zeit. Was haben wir da nicht alles erlebt. In dieser Zeit habe ich erst richtig erkannt, wie lieb Gott der Herr uns, sein Volk Israel hat. Trotz all unser Missetat und Sünde, trotz allen Unglaubens und Widerspruchs, hatte er immer wieder Geduld mit uns und war stets bereit uns zu vergeben.

Reguel: Mir kommt die Zeit viel länger als 40 Jahre vor. Wenn man auf etwas wartet, so scheint die Zeit doppelt so lang zu sein, als sie wirklich ist.

Usa: Wieso, worauf wartest du denn?

Reguel: Wir alle haben doch sehnsüchtig darauf gewartet, bis wir endlich das von Gott verheißene erreichen. Und nun ist es soweit - wir stehen direkt davor.

Eliab: Ja, du hast recht unsere Sehnsucht wird sich bald erfüllen. Wir brauchen nur noch ins Land hinein zuziehen und es einzunehmen. Bald hat dieses Warten ein Ende!

Usa: Dann werden wir in Frieden leben können. Wir werden uns ausbreiten und ein mächtiges, starkes Volk werden.

Reguel: Der Herr wird das Land in unsere Hand geben. Er kämpft für uns; so hat er es verheißen. Dann wollen unseren großen Gott loben und preisen und ihm allein dienen. (kleine Pause)

Usa: Wisst ihr was mir gerade einfällt?

Eliab: Was denn?

Usa: Gott hat uns doch damals in der Wüste Zin gesagt, dass keiner von uns in das Land Kanaan hineinkommen wird. Weil wir nicht glaubten, dass er uns in das Land hineinbringen kann.

Reguel: Du hast Recht! Jetzt erinnere ich mich auch daran. Oh, wie töricht haben wir doch gehandelt, dass wir Gott damals nicht vertrauten.

Eliab: Wir stehen kurz vor dem verheißenen Land, und kommen nicht hinein. So lange auf diese Zeit gewartet, alles vergebens. Wie schrecklich!

Usa: Aber, wenn Gott uns bis hierher hat kommen lassen - Vielleicht dürfen wir doch ins verheißene Land.

Eliab: Das glaube ich nicht. Gott hat sein Wort noch nie gebrochen. Was er sagt, das hält er.

Reguel: Der Herr sagte damals: “Eure Kinder, die jetzt weder Gutes noch Böses verstehen, die sollen hineinkommen; ihnen will ich’s geben, und sie sollen es besitzen.”

Usa: Ja, unseren Kindern will er’s geben, damit sie darin herrschen und sich ausbreiten. Und er wird ihr Gott sein. Er wird mitten unter ihnen wohnen und mit ihnen Gemeinschaft haben.

Eliab: Das sind doch die Worte, die Gott zu Mose gesagt hat: “Ich will ihnen einen Propheten, wie du bist, erwecken aus ihren Brüdern und meine Worte in seinen Mund geben; der soll zu ihnen reden, alles was ich ihm gebieten werde.”

Usa: Ja, das wird eine schöne Zeit, wenn Gott mitten unter seinem Volk wandeln und mit ihm Gemeinschaft haben wird. Er wird uns alles sagen, was wir zu tun haben. Und wir werden sein Volk sein. Ob dieser Prophet Gottes bald kommen wird?

Reguel: Er wird kommen! Aber keiner weiß wann!

Kind: Vati, wer ist dieser Prophet, den Gott senden wollte?

Vater: Damit ist Jesus gemeint.

Kind: Hat Gott nicht gesagt, wann Jesus kommen würde? Dann könnte man sich doch besser vorbereiten.

Vater: Nein, das hat Gott nicht gesagt, damit die Menschen ihn stets erwarten und immer bereit sind ihn aufzunehmen.

Kind: Und waren die Menschen bereit ihn aufzunehmen?

Vater: Das erzähle ich dir ein anderes Mal. Für heute reicht’s. Du musst jetzt schlafen gehen. Gute Nacht.

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