Archive für die Kategorie 'Abendmahl-Karfreitag'

Mrz 12 2008

Karfreitag

Geschrieben von under Abendmahl-Karfreitag

Karfreitag, ein christliches Anspiel zu Karfreitag für 7 Personen

(Judas sitzt unterem Baum, schützt den Kopf in die Hände, verzweifelt)

Judas: Ich fasse es nicht! Ich, ich einer der nahsten Freunde von Jesus! Wie konnte ich nur! 30 Silberlinge, 30 Silberlinge für einen Freund!
Der Abend fing schon an. In der Dämmerung gingen wir dem Haus, wo wir das Passahfest feiern wollten. Die Sonne schickte ihre letzten Strahlen übers Land. Die Stadt lag in scheinbaren Frieden und Harmonie. Und doch war diese nagende Unruhe in mir. Niemand ahnte etwas. Wir sahen schon das Haus. Vor der Tür wartete der Mann, von dem Jesus uns vorausgesagt hatte, dass er uns seinen großen Obersaal zur Verfügung stellen würde. Der Raum war festlich geschmückt und die Polster wirkten einladend. Wir legten uns gleich zu Tisch. Endlich begannen wir zu essen. Plötzlich sagte Jesus in die Stille hinein: „Wahrlich, Ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten“ (Musikakkord)
Alle waren schockiert. Sie konnten es nicht glauben. Keiner wagte es, dem anderen in die Augen zu sehen. Da hielten sie es nicht mehr aus und fragte, als on nichts wäre: „Bin ich’s?“
Ich tauchte gerade mit Jesus zugleich in eine Schüssel. Er sah mich an – ein Schauer lief über meinen Rücken. (Echo) „Derjenige, der die Hand mit mir in eine Schüssel taucht, wird mich verraten.“
Meine Hand verkrampfte sich. Jesus wusste es! Er hat es die ganze Zeit gewusst! Mir wurde kalt, mir wurde heiß. Mir war, als ob eine kalte Hand nach meinem hinaus. (Er springt auf) Weg! Bloß weg hier! Ich schlug sofort den richtigen Weg ein: zu den Hohepriestern.

(Judas, außer Atem, klopft an die Tür)

1. Hohepriester: Judas, was willst du hier?

2. Hohepriester: Und überhaupt, was machst du hier um diese Zeit? Feierst du nicht Passa, mit Jesus? (Ironisch)

Judas: Wartet doch, lasst mich doch erklären. Vielleicht kann ich euch heute einen Tipp geben.

2. Hohepriester: Du? (spöttisch) Uns einen Tipp geben?

1. Hohepriester: (sieht sich um) Psst. Moment mal. Was sagst du? (flüstern miteinander, gibt ihm die Hand) Warte ich hole das Geld.

2. Hohepriester: Psst! Nicht so laut.

1. Hohepriester: Welches Zeichen gibst du uns?

1. Hohepriester: Keiner wird sich etwas dabei denken, wenn du Ihm einen Kuss gibst! – Und dann haben wir Ihn!

Judas: Bis später also, im Garten.

1. Frau: Habt ihr schon gehört?

2. Frau: Was meinst du, das mit eurem Nachbar?

3. Frau: Ach was! Es dreht sich doch alles um Jesus. Weißt du etwa noch nicht Bescheid?

1. Frau: Nein? Typisch, die wichtigen Dinge kriegst du immer nicht mit! Sie haben Ihn doch letzte Nacht gefangen genommen! Mein Mann war dabei.

2. Frau: Wie? Was? Warum? Das verstehe ich nicht. Wozu? Was ist denn passiert?

3. Frau: Hör zu, das war so: Du weißt doch, dass die Hohepriester schon lange nach einem Grund gesucht haben. Also musste Er weg. Ich glaube, irgendeiner von seinen Jüngern hat Ihn verraten. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass die Hohepriester und Soldaten von alleine auf die Idee gekommen wären, Jesus mitten in der Nacht in Gethsemane zu suchen.

2. Frau: Aber wie wurde Er verraten?

1. Frau: Du kannst es dir nicht vorstellen. Das ist geradezu lächerlich! Sie haben Ihn doch jeden Tag im Tempel gesehen! Und dann ziehen sie nachts los, mit Schwerten und Stöcken bewaffnet, um Jesus gefangen zu nehmen. Und jetzt die Höhe: Dieser Jünger ging auf Jesus zu und küsste Ihn! Das war das abgemachte Zeichen!

3. Frau: Und weißt du, was Jesus zu ihm gesagt hat? Er sagte: „Mein Freund, warum bist du gekommen?“ Verstehst du? Er hat ihn seinen Freund genannt! Dabei wusste Er doch genau, was gleich geschehen würde!

Kind: Mami, ich will nach Hause!

2. Frau: Wie grausam. Abscheulich, mit einem Kuss einen Freund zu verraten!

Kind: Mami, können wir jetzt nicht endlich gehen?

3. Frau: Jetzt reicht’s aber auch. Komm. Schalom!

1. und 2. Frau: Schalom!

Kind: Mutti, habt ihr gerade von Jesus gesprochen?

3. Frau: (abweisend) Warum?

Kind: Jesus ist doch ein ganz lieber Mann, stimmts?

3. Frau: Ja.

Kind: Und der Mann, der Ihn verraten hat, der war doch nicht lieb?

3. Frau: Psst!

Kind: Mutti, warum sagst du denn nichts? Der Mann ist doch ganz, ganz böse!

(gehen an Judas vorbei, Judas sitzt unterem Baum, verzweifelt; Echo: Böse, böse, böse…)

Judas: Böse, böse. (ironisch) Ich bin der böse Mann. (fast wahnsinnig) Ich bin böse! Jesus – sie werden Ihn umbringen! Ihn, Der alle geliebt hat, sogar mich! Was sagte Er zu mir? „Mein Freund!“? Dabei kannte Er mich! Es ist alles so schrecklich. Ich weiß gar nicht wie ich das tun konnte! Wenn ich es nur ungeschehen machen könnte! Und alles nur des Geldes wegen! Das Geld! Was soll ich damit? Weg damit! Weg! Ich bringe es ihnen zurück.

1. Hohepriester: Judas, was machst du? Du darfst dich jetzt nicht bei uns blicken lassen! Du bringst uns damit alle in Gefahr!

Judas: Das ist mir gleichgültig. Ich habe Ihn verraten!

2. Hohepriester: (ironisch) Ach nee!

Judas: Ich habe gesündigt! Ich habe unschuldiges Blut verraten!

1. Hohepriester: Was geht uns das an? Das ist deine Sache!

2. Hohepriester: Sieh zu, dass du hier wegkommst!

Judas: Das werde ich nie wieder gutmachen können! Für mich gibt es keinen Sinn mehr im Leben. Für mich gibt es nur noch einen Ausweg. Oh nein!

AMEN

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Mrz 12 2008

Barrabas

Geschrieben von under Abendmahl-Karfreitag

Barrabas, ein christliches Anspiel zu Karfreitag für 3 Personen

Sprecher: Es ist Nacht. Nach dem Lärm des Tages hat sich wieder völlige Ruhe eingestellt, doch in einer kleinen Gefängniszelle Jerusalems hat sich nicht viel geändert. Hier ist es immer noch Nacht. Nur selten gelingt es den Sonnenstrahlen durch die dicken Gitterstäbe zu dringen, doch hell wird es auch dann nicht.
In dieser feuchten kalten Zelle sitzt ein Mann. Sein Name ist Barrabas. Wie furchtbar sind diese trostlosen, dunklen, kalten Nächte. Für ihn Barrabas soll es die letzte Nacht sein. Die letzte Nacht –er weißt es ganz genau, denn er ist zum Tode verurteilt. Wie quälend sind die letzten Gedanken. Nur noch wenige Minuten, dann ist alles aus. Wenn es am Gitterfenster etwas heller wird, dann wird er die schweren Schritte des Aufsehers hören, das Klirren der Schlüssel im Schloss und das Aufgehen der Tür. Er wird zum Richterplatz geführt werden, wo das Kreuz für ihn bereitsteht. Dann werden fruchtbare Stunden des Leidens folgen. Ein Leiden, dass sich die römischen Gesetzgeber rausgedacht haben. Ein Schauspiel für das blutgierige Volk. Eine Strafe für sein Verbrechen.
Langsam wird es heller. Da – die Schritte des Aufsehers, der Schlüssel im Schloss und die Tür springt auf. Alles geschieht so wie er es sich gedacht hatte. Doch statt der erwarteten Aufforderung hörte er eine frohe Stimme.

Aufseher: Barrabas, du hast die frohe Botschaft wohl noch nicht gehört?

Barrabas: Nennen sie das eine frohe Botschaft, wo sie gekommen sind, um mich zum Richterplatz zu führen, wo ich gekreuzigt werde?

Aufseher: Oh, Barrabas, wenn du wüsstest. Es ist jemand an deiner Stelle gestorben.

Barrabas: Jemand für mich gestorben? Ich verstehe nicht, was hat das zu bedeuten.

Aufseher: Komm mit und du wirst alles erfahren.

Sprecher: Durch den langen Flur, vorbei an unzähligen Zellen, hinaus durch die Stadt und bis hinter die Mauer Jerusalems folgt der Verurteilte Barrabas dem Aufseher. Endlich bleiben sie stehen. Der Aufseher legt seine Hand auf die Schulter Barrabas und zeigt auf einen entfernten Hügel. Dann fragt er:

Aufseher: Siehst du das Kreuz?

Barrabas: Ja, ich sehe auf dem Hügel drei Kreuze.

Aufseher: Siehst du das Kreuz in der Mitte, Barrabas?

Barrabas: Ja?!

Aufseher: Verstehst du immer noch nicht? Das Kreuz in der Mitte war für dich bestimmt. Dort solltest du heute Morgen gekreuzigt werden.

Sprecher: Ganz langsam kommt es Barrabas zum Bewusstsein. Ein anderer ist für ihn gestorben?!

Barrabas: Dieser in der Mitte ist für mich gestorben? – Für mich?

Aufseher: Ja Barrabas, an deiner Stelle. Für dich!

Barrabas: Das ist unmöglich, an meiner Stelle, unmöglich? Das Kreuz an dem hängen sollte, das ich verdient habe? Jemand hat meinen Platz eingenommen? Warum hat er das gemacht? Ich verstehe nicht?! Ich muss wohl glauben, denn ich sehe tatsächlich einen anderen an meinem Kreuz hängen.
Sag mir bitte, wer ist das? Wer ist dieser Mensch? Wer starb für mich und schonte nicht sein eigenes Leben? Wer starb für meine Schuld?

Sprecher: Lieber Freund, Jesus starb auch für dich. Gottes Sohn hing dort am Kreuz nicht nur für einen Sünder, namens Barrabas. Er starb auch für dich, an deiner Stelle. Er trug deine Sünden, Er gab sein Leben, weil du armer, verlorener, schuldiger Sünder leben sollst.

Glaube an diese errettende Botschaft und eine nie gekannte Freude wird dein Herz erfüllen.

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Mrz 12 2008

Jesu Leiden

Geschrieben von under Abendmahl-Karfreitag

Dunkelheit senkt sich über das Land und die Nacht liegt in scheinbarem Frieden. Vier Männer betreten den Garten Gethsemane, tiefe Trauer steht in ihren Augen.
Da wendet sich Jesus seinen Jüngern zu: “Meine Seele ist betrübt, bis an den Tod; bleibt hier und wacht mit mir!”
Er selbst geht ein wenig weiter, fällt auf sein Angesicht und betet zu Gott: ” Mein Vater, ist`s möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht so wie ich will, sondern wie du willst!”
Und er stand auf, ging zu seinen Jüngern und sah, dass sie schliefen. Wie muss das unserm Herrn weh getan haben!
Er, der immer liebend und hilfreich andern nahe gewesen ist, muss erleben, wie selbst seine engsten Freunde ihn in so schwerer Stunde allein lassen. Er spricht sie an: ” Betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallet”.
Dann wendet er sich ab, es fällt ihm schwer, jetzt allein zu sein. Wieder kniet er nieder; sein Herz ringt im Gebet mit Gott – doch seine Jünger schlafen.
Wie lange der Herr dort im Gebet verharrte, weiß man nicht, doch er rang mit dem Tod und sein Schweiß fiel zur Erde wie Blutstropfen. -
Es wird still, sehr still im Garten, so als würde die ganze Schöpfung den Atem anhalten. Dann steht Jesus auf, geht zu seinen Jüngern und weckt sie. Er weiß, sein Verräter wird gleich da sein.

Da, plötzlich wird der Garten hell erleuchtet. Stimmen werden laut und es scheint, als sei das ganze Volk auf den Beinen. Immer näher kommt der Zug. Angstvoll blicken die Jünger auf Jesus. “Was wird geschehen?“
Doch Jesus blickt sie ruhig – ja, liebevoll an. Schon sind die Soldaten da, an ihrer Spitze geht Judas. Er kommt auf Jesus zu und gibt ihm einen Kuss.
Die Jünger sind entsetzt! Jesus aber, sieht Judas traurig an und sagt: “Mein Freund, wozu bist du gekommen?”
Schon treten die Soldaten heran und nehmen Jesus gefangen. Panik macht sich unter den Jüngern breit. Was wird aus ihnen?! Werden sie auch verurteilt? Schnell ergreifen sie die Flucht.
Und Jesus? – Allein steht er da. Umringt vom Heer der Feinde. Er, der eine Legion Engel zur Hilfe holen könnte, lässt sich gefangen abführen – für uns!

Jesus wird vor den Hohen Rat gebracht und verhört. Viele beschuldigen ihn, Unrecht getan zu haben. Doch Jesus schweigt und lässt alles über sich ergehen. Er lässt sich zu Unrecht beschuldigen und verurteilen.
Dann steht er vor Pilatus. Die Menge schreit und wütet. Pilatus ist hilflos. Was soll er tun? Er findet keine Schuld an dem Mann, doch das Volk fordert seine Verurteilung. Was tun?
Er wendet sich an Jesus: “Hörst du nicht, wie hart sie dich verklagen?” Und in seiner verzweifelten Stimme klingt die Frage: Was soll ich tun? -
Doch Jesus sagt kein Wort. Pilatus muss eine Entscheidung treffen. Einerseits will er Jesus nicht verurteilen, doch andererseits, will er auch vor dem Volk gut dastehen.
Da, – eine Lösung ! Zum Passahfest wird ein Gefangener freigelassen. Wenn er Barrabas, diesen Verbrecher und Mörder, Jesus gegenüberstellt, wird das Volk mit Sicherheit Jesus wählen.
Doch wie vom Wahnsinn gepackt, schreit das ganze Volk – um die Freilassung des Barrabas.

Jesus steht daneben und hört was das Volk schreit – und hat Mitleid mit ihnen. Er ist bereit in den Tod zu gehen um dem Volk Leben zu bringen.
So wird Jesus abgeführt. Viele kommen um dabei zu sein. Sie reißen ihm die Kleider vom Leib und peitschen ihn aus. Blut rinnt von seinem Rücken und tropft auf den Boden. Immer wieder und immer härter schlagen die Peitschen auf seinen Rücken und dringen tief in die Haut ein.
Doch nicht genug. Man drückt ihm eine Krone aus Dornen auf sein Haupt, das die Dornen tief ins Fleisch schneiden. Sie lachen und spotten. Sie speien ihm ins Gesicht und drücken ihre tiefe Verachtung aus.
Doch Jesus, der Sohn Gottes, lässt sie gewähren. Er, der Königssohn lässt sich verachten – von Menschen.
Dann, als sie endlich genug haben, führen sie ihn aus der Stadt zum Hügel Golgatha. Dort nehmen sie seine Hände und legen sie aufs Kreuz. Scharfe Nägel bohren sich durch Hände und Füße, als man ihn ans Kreuz nagelt.
Das Kreuz aufgestellt. So, zwischen Himmel und Erde hängt der Herr. Zusammen mit zwei Verbrechern die links und rechts von ihm hängen, soll Jesus sterben.
Menschen gehen vorbei, lachen und spotten – andere weinen. Wie viele von denen, die bei Jesus waren, die seine Hilfe erfahren haben stehen unter der lästernden Gruppe?
Wie sehr leidet Jesus darunter? Er, der allen Menschen Liebe gebracht hat, erntet von den Menschen nur Hass.
So stirbt er, allein für die Schuld der ganzen Welt, – verachtet und verhöhnt und doch geliebt und verehrt.

ENDE

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Mrz 06 2008

Das kleine Segelschiff

Geschrieben von under Abendmahl-Karfreitag

Das kleine Segelschiff, ein christliches Anspiel zum Thema Jesu Leiden für 4 Personen

Autor: Jörg liebte den See, an dem er wohnte. Er kannte keine größere Freude, als den ganzen Tag am Hafen zu stehen und die ein- und auslaufenden Schiffe zu beobachten. – Eines Tages sagte sein Vater zu ihm:

Vater: Jörg, warum baust du dir nicht selbst ein Boot? Ich gebe dir das Holz dazu, und du darfst es in meiner Werkstatt zimmern.

Autor: Mit viel Freude und großem Eifer ging der Junge an die Arbeit. Bald schon zeigte er seinem Vater stolz ein Schiffchen, das er sich gebaut hatte. Es war rot und blau bemalt, und an den drei Masten hingen weiße Segel.

An einem strahlenden Sommertag brachte Jörg sein Segelboot zum Strand hinunter. Er war mächtig stolz, als er sein schönes Schiff auf den blauen Wellen dahinschaukeln sah.
Plötzlich fuhr mit lautem Getöse das Feuerwehrauto die Uferstraße entlang, und Jörg rannte mit seinen Freunden hinterher. Ein großes Warenhaus stand in hellen Flammen. Es brauchte viele Stunden, bis das Feuer gelöscht war. Da fiel Jörg plötzlich ein, dass sein Segelschiff noch am Ufer lag. Er lief an den See hinunter, konnte es aber nirgends mehr entdecken, so sehr er auch danach Ausschau hielt. Betrübt kam er nach Hause. Sein Vater wollte ihn trösten:

Vater: Nimms dir nicht zu Herzen, ich kaufe dir ein neues Boot.

Jörg: Das will ich nicht. Es ist ja doch nicht so wie mein selbstgebautes.

Autor: Einige Wochen später gingen Jörg und sein Vater durch die Hauptstraße ihrer Heimatstadt. Da entdeckte der Junge plötzlich in einem Schaufenster ein kleines Segelboot.

Jörg: Vater, das ist ja mein Schiff, mein kleines Segelschiff!

Vater: Weißt du das genau?

Jörg: Natürlich, ganz sicher. Siehst du nicht das Zeichen vorn am Bug?

Autor: Sie betraten das Geschäft. Zum Erstaunen seines Vaters ging Jörg geradewegs auf den Ladeninhaber zu und sagte:

Jörg: Dieses Boot gehört Ihnen gar nicht!

Autor: Darauf erklärte Jörgs Vater dem fassungslosen Mann den Zusammenhang. Dieser behauptete, er hätte das Segelschiff am Abend des großen Brandes von einem Fischer gekauft. Dann wandte er sich an Jörg und sagte:

Verkäufer: Junge, ich mache dir einen Vorschlag. Ich gebe dir das Schiff zu demselben Preis, um den ich es dem Fischer abgekauft habe. Bist du damit einverstanden?

Autor: Jörgs freudestrahlendes Gesicht gab die Antwort. So kaufte er denn mit seinem eigenen Geld das Schiff, das er selbst gemacht hatte. Frohen Herzens nahm er es unter den Arm, und auf dem Nachhauseweg hörte ihn sein Vater zärtlich sagen:

Jörg: Kleines Schiff, nun gehörst du mir zweimal. Einmal habe ich dich gemacht, und zum anderen mal habe ich dich gekauft.

Vater: Gehörst du Gott auch zweimal?

Jörg: Wieso?

Vater: Nun, einmal gehören wir Gott, weil Er uns geschaffen hat. Doch uns Menschen geht es so wie deinem Boot, wir sind verloren gegangen, weit weg von Gott, weil das Böse uns immer mehr von Ihm trennt. Gott will uns aber zurückholen in Seine Nähe, und darum zahlte Er einen sehr hohen Preis für uns: Er gab Seinen einzigen Sohn, der dann am Kreuz mit Seinem Leben all unser Bösesein büßte .- So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass Er seinen einzigen Sohn gab, damit alle, die an Ihn glauben, nicht verloren gehen – wie dein kleines Schiff – sondern ewig leben.

Jörg: Wie kann ich aber wissen, ob ich Gott zweimal gehöre?

Vater: Wenn du dich von Jesus aus dem Bösen, aus dem Leben ohne Gott zurückholen lässt und den Herrn Jesus bittest, alle Tage bei dir zu bleiben, dich nicht loszulassen, dann bist du Gottes Kind! Und erst als “Gotteskind” gehörst du Gott zweimal.

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