Archive für die Kategorie 'Abendmahl-Karfreitag'

Mrz 12 2008

Jesu Leiden

Geschrieben von Christ under Abendmahl-Karfreitag

Dunkelheit senkt sich über das Land und die Nacht liegt in scheinbarem Frieden. Vier Männer betreten den Garten Gethsemane, tiefe Trauer steht in ihren Augen.
Da wendet sich Jesus seinen Jüngern zu: "Meine Seele ist betrübt, bis an den Tod; bleibt hier und wacht mit mir!"
Er selbst geht ein wenig weiter, fällt auf sein Angesicht und betet zu Gott: " Mein Vater, ist`s möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht so wie ich will, sondern wie du willst!"
 Und er stand auf, ging zu seinen Jüngern und sah, dass sie schliefen. Wie muss das unserm Herrn weh getan haben!
Er, der immer liebend und hilfreich andern nahe gewesen ist, muss erleben, wie selbst seine engsten Freunde ihn in so schwerer Stunde allein lassen. Er spricht sie an: " Betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallet".
Dann wendet er sich ab, es fällt ihm schwer, jetzt allein zu sein. Wieder kniet er nieder; sein Herz ringt im Gebet mit Gott - doch seine Jünger schlafen.
Wie lange der Herr dort im Gebet verharrte, weiß man nicht, doch er rang mit dem Tod und sein Schweiß fiel zur Erde wie Blutstropfen. -
Es wird still, sehr still im Garten, so als würde die ganze Schöpfung den Atem anhalten. Dann steht Jesus auf, geht zu seinen Jüngern und weckt sie. Er weiß, sein Verräter wird gleich da sein.

Da, plötzlich wird der Garten hell erleuchtet. Stimmen werden laut und es scheint, als sei das ganze Volk auf den Beinen. Immer näher kommt der Zug. Angstvoll blicken die Jünger auf Jesus. "Was wird geschehen?“
Doch Jesus blickt sie ruhig - ja, liebevoll an. Schon sind die Soldaten da, an ihrer Spitze geht Judas. Er kommt auf Jesus zu und gibt ihm einen Kuss.
Die Jünger sind entsetzt! Jesus aber, sieht Judas traurig an und sagt: "Mein Freund, wozu bist du gekommen?"
Schon treten die Soldaten heran und nehmen Jesus gefangen. Panik macht sich unter den Jüngern breit. Was wird aus ihnen?! Werden sie auch verurteilt? Schnell ergreifen sie die Flucht.
Und Jesus? - Allein steht er da. Umringt vom Heer der Feinde. Er, der eine Legion Engel zur Hilfe holen könnte, lässt sich gefangen abführen - für uns!

Jesus wird vor den Hohen Rat gebracht und verhört. Viele beschuldigen ihn, Unrecht getan zu haben. Doch Jesus schweigt und lässt alles über sich ergehen. Er lässt sich zu Unrecht beschuldigen und verurteilen.
Dann steht er vor Pilatus. Die Menge schreit und wütet. Pilatus ist hilflos. Was soll er tun? Er findet keine Schuld an dem Mann, doch das Volk fordert seine Verurteilung. Was tun?
Er wendet sich an Jesus: "Hörst du nicht, wie hart sie dich verklagen?" Und in seiner verzweifelten Stimme klingt die Frage: Was soll ich tun? -
Doch Jesus sagt kein Wort. Pilatus muss eine Entscheidung treffen. Einerseits will er Jesus nicht verurteilen, doch andererseits, will er auch vor dem Volk gut dastehen.
Da, - eine Lösung ! Zum Passahfest wird ein Gefangener freigelassen. Wenn er Barrabas, diesen Verbrecher und Mörder, Jesus gegenüberstellt, wird das Volk mit Sicherheit Jesus wählen.
Doch wie vom Wahnsinn gepackt, schreit das ganze Volk - um die Freilassung des Barrabas.

Jesus steht daneben und hört was das Volk schreit - und hat Mitleid mit ihnen. Er ist bereit in den Tod zu gehen um dem Volk Leben zu bringen.
So wird Jesus abgeführt. Viele kommen um dabei zu sein. Sie reißen ihm die Kleider vom Leib und peitschen ihn aus. Blut rinnt von seinem Rücken und tropft auf den Boden. Immer wieder und immer härter schlagen die Peitschen auf seinen Rücken und dringen tief in die Haut ein.
Doch nicht genug. Man drückt ihm eine Krone aus Dornen auf sein Haupt, das die Dornen tief ins Fleisch schneiden. Sie lachen und spotten. Sie speien ihm ins Gesicht und drücken ihre tiefe Verachtung aus.
Doch Jesus, der Sohn Gottes, lässt sie gewähren. Er, der Königssohn lässt sich verachten - von Menschen.
Dann, als sie endlich genug haben, führen sie ihn aus der Stadt zum Hügel Golgatha. Dort nehmen sie seine Hände und legen sie aufs Kreuz. Scharfe Nägel bohren sich durch Hände und Füße, als man ihn ans Kreuz nagelt.
Das Kreuz aufgestellt. So, zwischen Himmel und Erde hängt der Herr. Zusammen mit zwei Verbrechern die links und rechts von ihm hängen, soll Jesus sterben.
Menschen gehen vorbei, lachen und spotten - andere weinen. Wie viele von denen, die bei Jesus waren, die seine Hilfe erfahren haben stehen unter der lästernden Gruppe?
Wie sehr leidet Jesus darunter? Er, der allen Menschen Liebe gebracht hat, erntet von den Menschen nur Hass.
So stirbt er, allein für die Schuld der ganzen Welt, - verachtet und verhöhnt und doch geliebt und verehrt.

ENDE

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Mrz 06 2008

Das kleine Segelschiff

Geschrieben von Christ under Abendmahl-Karfreitag

Das kleine Segelschiff, ein christliches Anspiel zum Thema Jesu Leiden für 4 Personen

Autor: Jörg liebte den See, an dem er wohnte. Er kannte keine größere Freude, als den ganzen Tag am Hafen zu stehen und die ein- und auslaufenden Schiffe zu beobachten. - Eines Tages sagte sein Vater zu ihm:

Vater: Jörg, warum baust du dir nicht selbst ein Boot? Ich gebe dir das Holz dazu, und du darfst es in meiner Werkstatt zimmern.

Autor: Mit viel Freude und großem Eifer ging der Junge an die Arbeit. Bald schon zeigte er seinem Vater stolz ein Schiffchen, das er sich gebaut hatte. Es war rot und blau bemalt, und an den drei Masten hingen weiße Segel.

An einem strahlenden Sommertag brachte Jörg sein Segelboot zum Strand hinunter. Er war mächtig stolz, als er sein schönes Schiff auf den blauen Wellen dahinschaukeln sah.
Plötzlich fuhr mit lautem Getöse das Feuerwehrauto die Uferstraße entlang, und Jörg rannte mit seinen Freunden hinterher. Ein großes Warenhaus stand in hellen Flammen. Es brauchte viele Stunden, bis das Feuer gelöscht war. Da fiel Jörg plötzlich ein, dass sein Segelschiff noch am Ufer lag. Er lief an den See hinunter, konnte es aber nirgends mehr entdecken, so sehr er auch danach Ausschau hielt. Betrübt kam er nach Hause. Sein Vater wollte ihn trösten:

Vater: Nimms dir nicht zu Herzen, ich kaufe dir ein neues Boot.

Jörg: Das will ich nicht. Es ist ja doch nicht so wie mein selbstgebautes.

Autor: Einige Wochen später gingen Jörg und sein Vater durch die Hauptstraße ihrer Heimatstadt. Da entdeckte der Junge plötzlich in einem Schaufenster ein kleines Segelboot.

Jörg: Vater, das ist ja mein Schiff, mein kleines Segelschiff!

Vater: Weißt du das genau?

Jörg: Natürlich, ganz sicher. Siehst du nicht das Zeichen vorn am Bug?

Autor: Sie betraten das Geschäft. Zum Erstaunen seines Vaters ging Jörg geradewegs auf den Ladeninhaber zu und sagte:

Jörg: Dieses Boot gehört Ihnen gar nicht!

Autor: Darauf erklärte Jörgs Vater dem fassungslosen Mann den Zusammenhang. Dieser behauptete, er hätte das Segelschiff am Abend des großen Brandes von einem Fischer gekauft. Dann wandte er sich an Jörg und sagte:

Verkäufer: Junge, ich mache dir einen Vorschlag. Ich gebe dir das Schiff zu demselben Preis, um den ich es dem Fischer abgekauft habe. Bist du damit einverstanden?

Autor: Jörgs freudestrahlendes Gesicht gab die Antwort. So kaufte er denn mit seinem eigenen Geld das Schiff, das er selbst gemacht hatte. Frohen Herzens nahm er es unter den Arm, und auf dem Nachhauseweg hörte ihn sein Vater zärtlich sagen:

Jörg: Kleines Schiff, nun gehörst du mir zweimal. Einmal habe ich dich gemacht, und zum anderen mal habe ich dich gekauft.

Vater: Gehörst du Gott auch zweimal?

Jörg: Wieso?

Vater: Nun, einmal gehören wir Gott, weil Er uns geschaffen hat. Doch uns Menschen geht es so wie deinem Boot, wir sind verloren gegangen, weit weg von Gott, weil das Böse uns immer mehr von Ihm trennt. Gott will uns aber zurückholen in Seine Nähe, und darum zahlte Er einen sehr hohen Preis für uns: Er gab Seinen einzigen Sohn, der dann am Kreuz mit Seinem Leben all unser Bösesein büßte .- So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass Er seinen einzigen Sohn gab, damit alle, die an Ihn glauben, nicht verloren gehen - wie dein kleines Schiff - sondern ewig leben.

Jörg: Wie kann ich aber wissen, ob ich Gott zweimal gehöre?

Vater: Wenn du dich von Jesus aus dem Bösen, aus dem Leben ohne Gott zurückholen lässt und den Herrn Jesus bittest, alle Tage bei dir zu bleiben, dich nicht loszulassen, dann bist du Gottes Kind! Und erst als "Gotteskind" gehörst du Gott zweimal.

ENDE

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Mrz 06 2008

Warum redet ihr vom Blut?

Geschrieben von Christ under Abendmahl-Karfreitag

Warum redet ihr vom Blut, ein christliches Anspiel zum Thema Jesu Leiden für 3 Personen

Autor: Schon oft hat Friedrich, ein treuer Nachfolger Christi, seinem ungläubigen Arbeitskollegen von Jesus erzählt. Doch dieser kann es nicht verstehen, dass das Blut bei den Christen so eine wichtige Rolle spielt. Eines Tages findet folgendes Gespräch statt:

Kollege: Friedrich, warum redet ihr denn immer wieder vom "Blut vergießen"? Ihr solltet euch lieber an die heutige Zeit halten.

Friedrich: Gott gab seinen einzigen Sohn als Opfer für uns Menschen. Wenn sein Blut nicht geflossen wäre, könnten wir keine Vergebung der Sünden erlangen und müssten für ewig verloren gehen.

Kollege: Ihr könnt euch wohl nicht von den Sitten im Mittelalter trennen. Denn ich weiß, wenn früher ein Mensch gesündigt hat, musste für die Vergebung ein Tier geopfert werden. Aber das hat doch nichts mit heute zu tun.

Friedrich: Früher konnte ich es auch nicht verstehen, was das alles bedeutet. Doch seitdem Jesus mein Leben verändert hat, weiß ich ganz genau, dass sein Blut unsere Errettung ist. An dieses "Blutvergießen" erinnern wir uns immer wieder ,indem wir das Abendmahl feiern.

Kollege: Dass ihr das Abendmahl nehmt, verstehe ich ja. Es gehört einfach zu euch. Aber was hat es mit dem Blut zu tun?

Friedrich: Am Abendmahl gedenken wir Jesu Leiden, Sterben und Auferstehen. Der Kelch ist das Symbol für das Blut und das Brot für den Leib. Wir sollen nicht nur zusammenkommen, um zu essen, das steht auch in 1.Korinther 11,34 "Hat jemand Hunger, so esse er daheim, damit ihr nicht zum Gericht zusammenkommt."
Ich wünsche dir, dass du die Bedeutung des Blutes verstehst und Jesus für das vergossene Blut danken könntest.

ENDE

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Mrz 06 2008

Ich habe mitgeholfen

Geschrieben von Christ under Abendmahl-Karfreitag

Ich habe mitgeholfen, ein christliches Anspiel zum Thema Jesu Leiden für 3 Personen

Erzähler: Der berühmte holländische Maler Rembrandt hält sinnend ein Bild in seiner Hand, das er soeben vollendet hat. In diesem Augenblick klopft es. Herein kommt ein Freund. Ergriffen betrachtet er das Bild, das der Maler ihm hinübergereicht hat. Vor einem dunklen Hintergrund hebt sich eine gelbe leuchtete Menschengruppe ab. Der Freund stutzt. Einer von den Soldaten, die bei der Kreuzigung kräftig mithelfen, kommt ihm so merkwürdig bekannt vor. Er trägt auch nicht die Tracht der römischen Kriegsknechte, sondern den Anzug eines holländischen Bürgers. Plötzlich erkennt der Freund die Gestalt auf dem Bild: Rembrandt selber ist es. Fragend wendet er sich an den Maler:

Freund: Warum hast du dich als Helfer bei der Kreuzigung gemalt? Damals lebtest du doch noch gar nicht?

Rembrandt: Verstehst du denn nicht: Ich habe mitgeholfen, Jesus zu kreuzigen, mit trotzigem Ungehorsam gegen Gottes Gebote! Jesus hängt dort um meinetwillen.

Erzähler: Bestürzt hat der Freund dieses Bekenntnis gehört. Nach einer Weile meint er leise:

Freund: Einen hast du doch noch vergessen auf dem Bild - mich, mich hast du vergessen!

-ENDE-

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