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	<title>Christliche Schatzkammer &#187; Aquila</title>
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	<description>Eine Sammlung christlicher Werke</description>
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		<title>Zur&#252;ck zur ersten Liebe</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jan 2010 13:25:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aquila</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachfolge]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur&#252;ck zur ersten Liebe, ein christliches Anspiel zum Thema Nachfolge f&#252;r 7 Personen Julius: Hallo, Rufus! Komm jetzt, lass deine Arbeit liegen. Die &#196;ltesten haben eine au&#223;erordentliche Gemeindestunde einberufen. Es geht um einen wichtigen Brief, der an uns als Gemeinde adressiert ist. Rufus: So, so. Das muss ja ein ganz wichtiger Brief sein! Wie kann man denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Zur&#252;ck zur ersten Liebe, ein christliches Anspiel zum Thema Nachfolge f&#252;r 7 Personen</em></strong></p>
<p><strong>Julius:</strong> Hallo, Rufus! Komm jetzt, lass deine Arbeit liegen. Die &#196;ltesten haben eine au&#223;erordentliche Gemeindestunde einberufen. Es geht um einen wichtigen Brief, der an uns als Gemeinde adressiert ist.</p>
<p><strong>Rufus:</strong> So, so. Das muss ja ein ganz wichtiger Brief sein! Wie kann man denn so kurzfristig eine Versammlung einberufen, wo wir doch alle H&#228;nde voll zu tun haben?</p>
<p><strong>Julius:</strong> Ja, mir geht es ganz &#228;hnlich. Aber zeige mir einen in unserer Gemeinde, dem es nicht so geht. Wir sind alle voll ausgelastet, die einen in der Gemeindearbeit, die anderen in der Missionsunterstützung, und wieder andere in der Stadtmission. Unseren &#196;ltesten geht es da auch nicht anders und darum glaube ich erst recht, dass das ein ganz besonders wichtiger Brief sein muss, um den es heute geht.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Rufus erhebt sich von seiner Arbeit und begibt sich mit seinem Freund Julius auf den Weg zu Versammlungsst&#228;tte. Unterwegs setzen sie das Gespr&#228;ch fort.</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Von wem kommt denn der Brief?</p>
<p><strong>Julius:</strong> Von unserem Herrn Jesus selbst.</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Ach wirklich? Ob das nicht etwas Irref&#252;hrendes ist? Hat nicht der Herr Jesus selbst davor gewarnt, dass sich nach seiner Himmelfahrt viele f&#252;r Christus ausgeben werden? Es w&#228;re ja nicht das erste Mal, dass jemand versuchen w&#252;rde uns zu verf&#252;hren.</p>
<p><strong>Julius:</strong> Nein, ich glaube du hast mich nicht verstanden. Johannes, der Apostel, hatte auf der Insel Patmos eine Offenbarung. Der Herr selbst ist ihm erschienen, und hat ihm vieles im Blick auf die Zukunft offenbart. Und von ihm kommt dieser Brief.</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Ach so ist das, na dann bin ich aber mal gespannt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Herr Jesus f&#252;r uns nur Lob &#252;brig hat.</p>
<p><strong>Julius:</strong> W&#252;rde ich jetzt auch denken. Aber unser Gemeindeleiter sah etwas bedr&#252;ckt aus. Ob das wohl am Inhalt des Briefes liegt?</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Naja, vielleicht enth&#228;lt der Brief ja eine Warnung, oder einen neuen Auftrag.</p>
<p><strong>Julius:</strong> Ich bin auch schon gespannt.</p>
<p>(alle m&#228;nnlichen Darsteller auf die B&#252;hne)</p>
<p><strong>Autor:</strong> Endlich sind die beiden Freunde an der Versammlungsst&#228;tte angekommen. Als alle beisammen sind, er&#246;ffnet der &#196;lteste die Versammlung.</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> Br&#252;der, wir haben einen sehr ernsten Brief von unserem Herrn Jesus erhalten, der von dem Apostel Johannes verfasst wurde. Es ist erfreuliches darin enthalten, aber der Tadel, den der Herr an uns richtet, l&#228;sst alles Erfreuliche verblassen. Stehen wir auf um die Worte unseres Herrn zu h&#246;ren.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Die ganze Versammlung steht auf und alle h&#246;ren auf die Stimme des &#196;ltesten, der den Brief vorliest.</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> <em>„Das sagt, der da h&#228;lt die sieben Sterne in seiner Rechten, der da wandelt mitten unter den sieben golden Leuchtern: Ich kenne deine Werke und deine M&#252;hsal und deine Geduld und wei&#223;, dass du die B&#246;sen nicht ertragen kannst; und du hast die gepr&#252;ft, die sagen, sie seien Apostel, und sind es nicht, und hast sie als L&#252;gner befunden, und hast Geduld, und hast um meines Namens Willen die Last getragen und bist nicht m&#252;de geworden&#8230;“</em></p>
<p><strong>Autor:</strong> Zustimmendes Nicken begleitet die verlesenen Worte. Wie angenehm und warm ist es doch zu h&#246;ren, dass der Herr Jesus ihre M&#252;he, ihre Arbeit, ihre Ausdauer und ihre Treue sch&#228;tzt. Doch was dann folgt, l&#228;sst so manch einen erblassen:</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> <em>„Aber ich habe gegen dich, dass du die erste Liebe verl&#228;sst. Gedenke nun daran, wovon du abgefallen bist, und tue Bu&#223;e und tue die ersten Werke! Wenn aber nicht, werde ich &#252;ber dich kommen und deinen Leuchter wegsto&#223;en von seiner St&#228;tte – wenn du nicht Bu&#223;e tust. Aber das hast du f&#252;r dich, dass du die Werke der Nikolaiten hassest, die ich auch hasse. Wer Ohren hat, der h&#246;re, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer &#252;berwindet, dem will ich zu essen geben, der im Paradies Gottes ist. “</em></p>
<p><strong>Autor:</strong> Die Anwesenden setzen sich wieder und es folgt eine fast unheimliche Stille, die von einem der Anwesenden vorsichtig unterbrochen wird:</p>
<p><strong>Julius:</strong> Ich habe den Brief nicht ganz verstanden. Welchen „Leuchter“ wird der Herr von seiner St&#228;tte wegsto&#223;en, wenn wir nicht Bu&#223;e tun?</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> Der Leuchter ist ein Bild f&#252;r die Gemeinde, der die einzelnen Christen als Lichter in der Welt zusammen h&#228;lt.</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Bedeutet das also, dass Jesus das Licht unserer Ortsgemeinde ausl&#246;schen wird,</p>
<p>wenn wir nicht Bu&#223;e tun und zur „ersten Liebe“ umkehren?</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> Ja, liebe Br&#252;der, von unserer Reaktion auf diesen Brief h&#228;ngt es ab, wie lange unsere Gemeinde noch weiter in ihrer Leuchtkraft bestehen wird. Ich hoffe, dass sp&#228;testens jetzt alle den Ernst der Lage begriffen haben.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Besorgt schauen sich die Gl&#228;ubigen an. Doch so richtig verstanden was los ist, haben sie immer noch nicht. Eine gewisse Unruhe f&#252;llt den Raum und schlie&#223;lich steht ein Bruder auf und stellt eine Frage, die wohl so ziemlich alle zu bewegen scheint.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Gajus:</strong> Um ehrlich zu sein, verstehe ich nicht so ganz, um was es hier geht. Wird die Liebe nicht erst in der Tat und in der Wahrheit sichtbar? Haben wir nicht mehr getan als alle Anderen? Sind wir nicht f&#252;r die Wahrheit eingetreten? Wir haben f&#252;r unseren Herrn gelitten, wir haben vieles um seinetwillen ertragen, wir haben L&#252;gner entlarvt. Und nun hei&#223;t es, wir h&#228;tten die Liebe verlassen?</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> „Die erste Liebe verlassen“, so hei&#223;t es hier ausdr&#252;cklich. Nicht einfach nur Liebe, sondern die „erste Liebe“ ist es, die der Herr bei uns vermisst.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Autor:</strong> Es werden noch einige Bemerkungen von den Anwesenden gemacht und so manch einer ist verwundert und erstaunt &#252;ber den Inhalt dieses Briefes. Doch eines steht fest: Der Herr Jesus selbst hatte ein wichtiges Wort an die Christen zu Ephesus gerichtet und er w&#252;rde ganz sicher dazu stehen. Um der Unruhe ein Ende zu bereiten meldet sich der Gemeindeleiter wieder zu Wort:</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> Mir scheint, wir verstehen noch nicht so recht, was wir falsch machen, deshalb sollten wir den Befehl unseres Herrn Schritt f&#252;r Schritt befolgen. Der Herr Jesus befiehlt uns hier, drei Schritte zu tun. Der erste Schritt ist, daran zu denken wovon wir abgefallen sind. Ich schlage nun vor, wir schlie&#223;en f&#252;r heute die Versammlung, gehen nach Hause und tun den ersten Schritt: Lasst uns versuchen uns zu erinnern, wovon wir abgefallen sind. Und lasst uns daran denken, wie es am Anfang unseres Lebens mit dem Herrn Jesus war. Wenn wir dann das n&#228;chste Mal zusammenkommen, wird einiges vielleicht einfacher zu verstehen sein. Hoffentlich werden wir dann begriffen haben, was unser Heiland meint.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Auf dem Weg nach Hause muss der Gemeindeleiter noch &#252;ber so manches nachdenken. Als er zu Hause ankommt, wird er von seiner Frau empfangen.</p>
<p><strong>Claudia:</strong> Ach, da bist du ja endlich. Ich habe schon die ganze Zeit auf dich gewartet.</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> (nachdenklich) Ja&#8230;, es ist heute ziemlich sp&#228;t geworden. Es ist auch eine ganz au&#223;ergew&#246;hnliche Versammlung gewesen. Wir hatten&#8230;</p>
<p><strong>Autor:</strong> &#8230;Doch seine Frau scheint irgendwie kein gro&#223;es Interesse zu zeigen.</p>
<p><strong>Claudia:</strong> Lass uns mal bei Gelegenheit dar&#252;ber sprechen. Ich bin von dem heutigen Tag schon ziemlich m&#252;de. Ich werd noch gerade nach den Kindern schauen und leg mich dann hin. &#8230; Ach ja, in der K&#252;che steht noch dein Abendessen und das Geschirr kannst du stehen lassen. Ich sp&#252;le es gleich morgen fr&#252;h.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Verwirrt und auch etwas entt&#228;uscht &#252;ber die Reaktion seiner Frau begibt sich der m&#252;de Mann in die K&#252;che. Langsam und nachdenklich nimmt er sein Abendessen zu sich, doch eigentlich h&#228;tte er jetzt viel lieber mit seiner Frau gesprochen. Aber er hat Verst&#228;ndnis f&#252;r ihre M&#252;digkeit und so dauert es nicht lange, bis seine Gedanken wieder ganz beim Brief des Apostel Johannes sind.</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> <em>„Ich habe gegen dich, dass du die erste Liebe verl&#228;sst.“ </em>– was meint der Herr blo&#223; damit? Wir tun doch so viel f&#252;r ihn und um seines Namens willen&#8230; Liebe zeigt sich doch durch die Tat, ich h&#228;tte nie erwartet, dass der Herr uns ausgerechnet das vorwerfen w&#252;rde&#8230; Doch jetzt muss ich das tun, was der Herr von uns allen erwartet: <em>„denke nun daran, wovon du abgefallen bist“ </em>&#8230; Wovon sind wir denn abgefallen, wovon bin ich abgefallen? Wie hat sich meine Liebe zum Herrn damals gleich nach meiner Bekehrung gezeigt?</p>
<p><strong>Autor:</strong> Krampfhaft versucht er die Erinnerungen an die Zeit nach seiner Bekehrung hervorzukramen. Von der M&#252;digkeit &#252;berw&#228;ltigt schl&#228;ft er schlie&#223;lich am K&#252;chentisch ein.</p>
<p>Lied/Musik</p>
<p><strong>Autor:</strong> Noch vor dem Morgengrauen wacht der ungewollt eingeschlafene Mann auf. Es ist nur noch ein Gedanke, der immer wieder durch seinen Kopf geht. Er muss st&#228;ndig an die Worte des Herrn Jesus denken:</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> (nachdenklich) <em>„ &#8230; Denke nun daran, wovon du abgefallen bist &#8230;“ </em>– Wovon bin ich abgefallen?</p>
<p><strong>Autor:</strong> Er verbringt den Rest der Nacht damit, &#252;ber sein ganzes bisheriges Leben nachzudenken, um zu begreifen, was an ihm fr&#252;her besser gewesen ist als jetzt. Doch zu einer klaren Antwort kommt er nicht. Als dann schlie&#223;lich seine Frau wach wird und sie zur Morgenandacht zusammenkommen weiht er sie in das Vorhaben der Gemeinde ein.</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> Du wei&#223;t, dass unsere Gemeinde einen Brief von unserem Herrn Jesus empfangen hat. Er tadelt uns darin, dass wir die erste Liebe verlassen haben. Gestern haben wir mit den Br&#252;dern lange dar&#252;ber nachgedacht was das bedeuten k&#246;nnte und wie wir weiter vorgehen sollten. Naja &#8230;, es war halt die Aufforderung, zun&#228;chst daran zu denken, wovon wir abgefallen sind, dar&#252;ber Bu&#223;e tun, und dann wieder mit den ersten Werken beginnen. Schlie&#223;lich haben wir uns entschlossen den Befehl Jesu einfach Schritt f&#252;r Schritt auszuf&#252;hren. Also wollen wir in n&#228;chster Zeit vorrangig versuchen uns zu erinnern wie es kurz nach unserer Bekehrung war und wovon wir abgefallen sind. Ich denke es w&#228;re nicht schlecht wenn du ebenfalls dar&#252;ber nachdenkst. Ich glaube, dass du mir dabei eine gro&#223;e Hilfe sein kannst. Die Fehler des N&#228;chsten stechen ja gew&#246;hnlich immer viel deutlicher und eher ins Auge als die Eigenen.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Sie wechseln noch einige Worte miteinander und jeder begibt sich an seine Arbeit. Der &#196;lteste muss in der Stadt noch einiges erledigen und macht sich auf den Weg. W&#228;hrenddessen k&#252;mmert sich seine Frau um den Garten und stattet anschlie&#223;end der Nachbarin einen Besuch ab. Der Brief an die Gemeinde ist auch hier Thema Nummer Eins.</p>
<p><strong>Nachbarin:</strong> Und &#252;berhaupt! Das ist doch alles viel zu viel verlangt. Schau doch mal wie es in unseren Ehen l&#228;uft. Jede Liebe erkaltet mit der Zeit. Und wenn schon die Liebe zu dem Ehemann, den man doch sieht, mit der Zeit nachl&#228;sst, wie soll denn da die Liebe zum Herrn nicht nachlassen, den wir nicht sehen?</p>
<p><strong>Claudia:</strong> Aber ist das denn nicht gerade das besondere an der Beziehung zu Gott? Erinnerst du dich vielleicht an den Brief, den der Apostel Paulus uns damals schrieb? Dort sagte er: „Die M&#228;nner sollen ihre Frauen wie sich selbst lieben.“ Aber der Herr Jesus erwartet, dass unsere Liebe zu Ihm noch gr&#246;&#223;er und inniger sein soll, als die Liebe zu uns selbst oder zu dem N&#228;chsten.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Nachbarin:</strong> Das mag wohl sein. Aber dass der Herr von uns erwartet, das wir die „erste Liebe“ nicht verlassen sollen, scheint mir doch zu viel verlangt. Oder erwartest du von deinem Mann, dass er genauso in dich verliebt ist wie am Anfang?</p>
<p><strong>Claudia:</strong> Wei&#223;t du, in letzter Zeit merke ich so eine K&#228;lte ihm gegen&#252;ber. Ich koche, wasche, putze, alles l&#228;uft wie es sein soll aber es ist alles nur Routine. Ich tue das alles auch nicht unbedingt aus dem Grund, weil ich ihm etwas Gutes tun will, oder ihm einen Gefallen tun m&#246;chte. Es geh&#246;rt einfach dazu und ist mir zur Gewohnheit geworden.</p>
<p><strong>Nachbarin:</strong> Na siehst du! Da bist du nicht die Einzige. Das ist v&#246;llig normal, damit muss man halt leben.</p>
<p><strong>Claudia:</strong> Ich glaube nicht, dass wir damit leben m&#252;ssen! Man kann es, man muss aber nicht. Aber schwer ist es schon zur ersten Liebe zur&#252;ck zukommen. Das kostet viel &#220;berwindung, und irgendwie kann ich sie noch nicht aufbringen.</p>
<p><strong>Nachbarin:</strong> Wie denn soll es m&#246;glich sein, zur ersten Liebe zur&#252;ckzufinden?</p>
<p><strong>Claudia:</strong> Ich denke, dass das &#228;hnlich gehen muss, wie es in dem Brief an unsere Gemeinde hei&#223;t. Wenn ich mich recht entsinne, dann hat mein Mann die Worte zitiert: <em>„ &#8230;denke nun daran, wovon du abgefallen bist, und tue Bu&#223;e und tue die</em> <em>ersten Werke!“ </em>Ich muss mich erinnern, wie es am Anfang war und dann Bu&#223;e tun&#8230;</p>
<p><strong>Nachbarin:</strong> (fragend, leise) „Bu&#223;e tun“ &#8230; das h&#246;rt sich ja nach ganz schlimmer S&#252;nde an.</p>
<p><strong>Claudia:</strong> Wei&#223;t du nicht, dass „Bu&#223;e“ eigentlich „Sinnes&#228;nderung“ bedeutet? Bu&#223;e tun bedeutet „den Sinn &#228;ndern“. Es bedeutet umkehren oder auch umdenken. Und wenn man dann den Sinn neu ausgerichtet hat, dann soll man von vorn beginnen.</p>
<p><strong>Nachbarin:</strong> Womit von vorn beginnen? Du wirst doch nur wieder dasselbe tun: kochen, waschen, putzen&#8230;</p>
<p><strong>Claudia:</strong> Das mag sein, aber die ersten Werke habe ich damals aus Liebe zu meinen Mann getan. Ich wollte es f&#252;r ihn tun. Und in diesem Sinn sollten wir wieder alle die ersten Werke tun. Ich glaube, dass der Herr Jesus etwas &#196;hnliches von uns erwartet. So wie es meinen Mann kr&#228;nkt, wenn ich f&#252;r ihn sorge, aber mich nicht wirklich um ihn k&#252;mmere. Genauso muss es auch Christus verletzen, wenn wir zwar alles M&#246;gliche f&#252;r ihn tun, aber uns nicht wirklich um Ihn k&#252;mmern.</p>
<p><strong>Nachbarin:</strong> Ach schau mal an, Claudia! Dann sind wir f&#252;r unsere M&#228;nner doch ein Beispiel! Sie sollen uns ansehen, und dann wissen sie wie es Jesus geht, wenn seine Gemeinde die erste Liebe verl&#228;sst!</p>
<p><strong>Autor:</strong> Da die Nachbarin sich mit diesem Gedanken, sich zu &#228;ndern, offensichtlich nicht anfreunden kann, erkl&#228;rt sie weiter:</p>
<p><strong>Nachbarin:</strong> &#220;berleg doch mal, unsere M&#228;nner zerbrechen sich die K&#246;pfe &#252;ber die erste Liebe. Sie sollen uns anschauen, vielleicht werden sie es dann besser verstehen was es hei&#223;t, wenn die erste Liebe fehlt! Ich glaube darum, wir sollten uns lieber nicht &#228;ndern, damit sie immer wieder daran erinnert werden!</p>
<p><strong>Claudia:</strong> Aber &#8230; w&#228;re es nicht viel besser, wenn wir unseren M&#228;nnern zeigen w&#252;rden, wie es m&#246;glich ist, sich selbst nach jahrelanger Ehe genau so – oder noch mehr- zu lieben, wie am Anfang? &#8230; K&#246;nnten wir ihnen dadurch nicht Mut machen, ihre Liebe zum Herrn immer wieder zu erneuern? So wie wir jetzt leben, entmutigen wir sie nur, weil sie an unserem Leben nur ihren eigenen Zustand sehen. Ich glaube, wir k&#246;nnten sie motivieren, unseren Herrn mit der ,,ersten Liebe&#8221; zu lieben, in dem wir ihnen an unserem Leben zeigen, wie diese ,,erste Liebe&#8221; auch nach zwanzig Jahren gemeinsamen Lebens aussehen kann. Oder glaubst du nicht, dass das anstecken w&#252;rde?</p>
<p>Lied/Musik</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Na Julius, wie weit bist du?</p>
<p><strong>Julius:</strong> Was meinst du?</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Rufus:</strong> Ist dir schon was eingefallen?</p>
<p><strong>Julius:</strong> Du meinst, im Bezug auf den Brief?</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Ja, ich meine im Bezug auf die erste Liebe. Ist dir schon etwas eingefallen, wovon du abgefallen bist?</p>
<p><strong>Julius:</strong> (kurze Pause) Naja&#8230;Wie soll ich das sagen&#8230; Ich habe mich einfach daran erinnert, was ich nach meiner Bekehrung damals alles getan habe. Und es ist heute wirklich etwas anders geworden&#8230;</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Und was?</p>
<p><strong>Julius:</strong> Damals war ich wie verliebt in den Herrn Jesus. Ich habe seine Worte auswendig gelernt. Heute meine ich alle seine Worte zu kennen, und irgendwie sagen sie mir trotzdem weniger als damals.</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Mir geht es da &#228;hnlich. Fr&#252;her wollte ich jedes Schriftst&#252;ck seiner Worte am liebsten selber lesen und auswendig lernen, und heute gen&#252;gt es mir, sie nur in der Predigt zu h&#246;ren, und selbst da h&#246;re ich nicht richtig hin. Als ob der Herr mir nichts Neues mehr sagen k&#246;nnte.</p>
<p><strong>Julius:</strong> Was mir fast noch schlimmer scheint, ist meine Einstellung zu seinen Worten. Damals wollte ich sie lesen und h&#246;ren, um sie zu tun. Ich wollte ganz bewusst gehorchen. Heute sind viele Verhaltensweisen schon zur Gewohnheit geworden und mir scheint es so als h&#228;tte ich Angst jetzt noch etwas zu erkennen worauf ich dann mein Leben &#228;ndern m&#252;sste.</p>
<p><strong>Rufus:</strong> (Denkpause) Und wie sieht dein Gebetsleben aus?</p>
<p><strong>Julius:</strong> Auch das ist nicht mehr so wie fr&#252;her. Damals habe ich jeden Tag mit Gebet angefangen, weil ich ohne den Herrn Jesus nicht leben konnte. Heute fange ich zwar auch jeden Tag mit Gebet an, aber manchmal frage ich mich, ob ich dabei wirklich noch mit dem Herrn rede, oder ob ich einfach nur wie gewohnt Etwas dahin sage.</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Bei mir muss ich feststellen, dass mein Gebet sich nur noch um mich selber dreht. Dabei hat uns der Herr Jesus gelehrt, dass die Dinge Gottes an erster Stelle stehen sollen – es hei&#223;t ja ,,dein Name werde geheiligt, dein Reich komme, dein Wille geschehe&#8221;.</p>
<p><strong>Julius: </strong>Auch der Inhalt meiner Gebete hat sich enorm ge&#228;ndert. Fr&#252;her habe ich um die verlorenen Seelen gefleht als ginge es um meine eigene Seele. Heute sind mir die Kleinigkeiten meines Lebens offensichtlich wichtiger, als das ewige Schicksal meiner Verwandten, Kollegen und Mitb&#252;rger.</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Wo du gerade von den Verlorenen sprichst&#8230; Wie habe ich damals geeifert, jemanden f&#252;r Christus zu gewinnen. Wie frei konnte ich dar&#252;ber reden, was der Herr f&#252;r mich und f&#252;r alle Menschen getan hat. Es war mir eine Freude von Ihm zu sprechen und sogar f&#252;r Ihn verspottet zu werden.</p>
<p>(nachdenklich) Ja &#8230;. wenn man dar&#252;ber so nachdenkt hat sich schon Einiges ge&#228;ndert.</p>
<p><strong>Julius:</strong> Es stimmt also doch, dass wir die erste Liebe verlassen haben. Auch wenn wir noch so sehr aktiv sind, der Herr Jesus hat nicht mehr den geb&#252;hrenden Platz in unserem Leben.</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Aber ich w&#252;sste nicht wie man aus diesem Zustand herauskommen kann.</p>
<p><strong>Julius:</strong> Bu&#223;e tun!</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Das sagst du so leicht. Und wenn es einem nicht einmal so richtig leid tut?</p>
<p><strong>Julius:</strong> „Bu&#223;e tun“ ist mehr als nur „leid tun“! Bu&#223;e ist eine Sinnes&#228;nderung, eine Umkehr vom alten Denken. Eine Umkehr von der Gleichg&#252;ltigkeit hin zum bewussten „Gehorchen wollen“, „Lieben wollen“.</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Aber wie dringe ich zu dieser Sinnes&#228;nderung durch? Wie kann ich wieder Lieben so wie am Anfang?</p>
<p><strong>Julius:</strong> Indem dir jeden Tag neu bewusst wird, was unser Herr Jesus f&#252;r dich getan hat und du immer wieder &#252;ber Ihn nachdenkst.</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Ja aber ich mache doch schon jeden Morgen und jeden Abend meine stille Zeit.</p>
<p><strong>Julius:</strong> Meinst du, dass es ausreicht? Stell dir vor, deine Frau w&#252;rde jeden Tag das beste Essen kochen, W&#228;sche waschen, das Haus w&#252;rde immer aufger&#228;umt sein, aber sie w&#252;rde nur das Notwendigste mit dir reden, oder mit dir besprechen.</p>
<p><strong>Rufus:</strong> (Nachdenklich) Na ja, &#8230; aber ich kann doch nicht den ganzen Tag &#252;ber an Jesus denken.</p>
<p><strong>Julius:</strong> Doch ich denke schon, dass es geht. Ich habe vor kurzem von einer alten, frommen Frau geh&#246;rt. Die Menschen in ihrer N&#228;he bemerkten sofort wie sie von der Liebe zum Herrn Jesus sprudelte. Eines Tages fragte man sie, worin ihr Geheimnis bestand. Sie antwortete ganz verwundert: „Ich habe gar kein Geheimnis! Ich wei&#223; gar nicht, was ihr wollt! Wenn ich mich am Morgen wasche dann sage ich: Herr Jesus, so wie ich mich jetzt mit Wasser wasche, so wasche mich mit deinem Blute, dass ich gereinigt und bewahrt durch dein Blut in diesen Tag gehen kann! Und wenn ich mich anziehe, dann sage ich: Herr Jesus, so wie ich jetzt die Kleider anziehe, so ziehe mich an mit dem Rock deiner Gerechtigkeit! Und wenn ich die Stube ausfege, dann sage ich: Herr Jesus, so wie ich jetzt die Stube ausfege, so fege du den Sauerteig des alten Wesens aus meinem Herzen aus! Und wenn ich das Feuer anmache, dann sage ich: Herr Jesus, so wie ich jetzt das Feuer anz&#252;nde, so z&#252;nde auch das Feuer deines Heiligen Geistes in mir an! So mache ich es mit allem. Ich habe gar kein Geheimnis.</p>
<p>Siehst du, wenn man auch im Alltag stets an Jesus denkt w&#228;chst unsere Liebe zu ihm. Es entsteht eine richtige Liebesbeziehung. So wie es am Anfang war.</p>
<p>Musik/Lied</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> Du Claudia, … langsam fange ich an das alles zu verstehen, ich habe mir in den letzten Tagen sehr viele Gedanken gemacht, &#8230; &#252;ber den Brief, &#8230; und allgemein &#252;ber diese ganze Situation in unserer Gemeinde. Ich denke ich habe verstanden was unser Herr Jesus mit dem Brief sagen will.</p>
<p><strong>Claudia:</strong> Ich habe auch viel dar&#252;ber nachdenken m&#252;ssen, und habe mich auch mit unserer Nachbarin dar&#252;ber unterhalten. In so einigen Dingen musste ich wirklich feststellen, dass ich die erste Liebe verlassen habe. Aber der ganze Zusammenhang mit der Gemeinde ist mir noch nicht so deutlich geworden.</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> Ja schau mal Claudia es ist ja auch gar nicht so einfach das alles zu verstehen. Wenn man sich mal das Bild unserer Gemeinde vor Augen f&#252;hrt, dass doch wirklich</p>
<p>ordentlich und gut aussieht, dann kann einem so eine Nachricht ganz sch&#246;n &#252;berraschen. Doch muss ich ganz ehrlich sagen, dass die Ermahnung im Brief tats&#228;chlich zutrifft.</p>
<p><strong>Claudia:</strong> Wie bist du zu diesem Entschluss gekommen?</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> Wei&#223;t du, ich habe in der letzten Nacht einen Traum gehabt. Ich versuche, ihn dir mal zu erz&#228;hlen. Ich sah einen dunklen Raum in dem sich sehr viele kleine Kerzen befanden. Doch nur ein kleiner Teil der Kerzen brannte und gab ein angenehmes Licht von sich. Diese wenigen Kerzen die brannten, befanden sich an einer Stelle auf einem Leuchter. Unzertrennlich nah befand sich auch ein gro&#223;es sch&#246;nes Bild. Ja es war wirklich wundersch&#246;n und herrlich, und es strahlte so eine sanfte Liebe und tiefen Frieden aus. Durch diese wenigen, leuchtenden Kerzen die aber zusammen ein helles Licht auf das Bild warfen, war dieses mit seinen Eigenschaften deutlich zu erkennen. Durch die Klarheit des Bildes n&#228;herten sich immer wieder nicht brennende Kerzen dem Bild, bis sie so nahe waren, dass sie auch anfingen zu leuchten und einen Platz auf dem Leuchter bekamen. Somit wurde das Licht und der Leuchter immer gr&#246;&#223;er und st&#228;rker, und das Bild immer deutlicher und klarer. Doch dann geschah etwas Seltsames. Das Bild verlor langsam an Klarheit. Ich fragte mich warum. Bis ich auf die brennenden Kerzen schaute. Diese gaben zwar kein schw&#228;cheres Licht von sich, aber sie beleuchteten vielmehr ihren eigenen Leuchter als das Bild.</p>
<p>Als ich aufwachte wurde mir so einiges klar, wor&#252;ber ich mir so viele Gedanken gemacht habe und ich musste einfach feststellen wie der Brief so zutreffend den Stand unserer Gemeinde beschreibt. Ist es nicht auch bei uns so, dass wir in die falsche Richtung leuchten wie die brennenden Kerzen?! Tun wir nicht viele Dingen die uns selbst, und unsere Ortsgemeinde, in ein gutes Licht darstellen, anstatt nur Jesus und sein Werk gro&#223; zu machen?!</p>
<p><strong>Autor:</strong> Nun denkt auch Claudia an die Worte aus dem Sendschreiben: „<em>Aber ich habe</em> <em>gegen dich, dass du die erste Liebe verl&#228;sst. Gedenke nun daran, wovon du</em><em> abgefallen bist, und tue Bu&#223;e und tue die ersten Werke! Wenn aber nicht, werde</em> <em>ich &#252;ber dich kommen und deinen Leuchter wegsto&#223;en von seiner St&#228;tte – wenn</em> <em>du nicht Bu&#223;e tust.“</em></p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> Wenn wir uns nicht korrigieren lassen und nicht Bu&#223;e tun, wird es uns genauso ergehen, wie dem Leuchter in dem Brief. Wenn unser Licht nicht auf den Herrn Jesus f&#228;llt, wird er selbst es ganz ausl&#246;schen und den Leuchter umsto&#223;en. Was soll er mit einem Leuchter, der nur sich selbst beleuchtet? Was n&#252;tzt ihm eine Gemeinde, die nur sich selbst darstellt?</p>
<p>Lied/Musik</p>
<p>(Alle Darsteller auf die B&#252;hne)</p>
<p><strong>Autor:</strong> Dann kommt der Sonntag. Die ganze Gemeinde versammelt sich. Alle sind gespannt, wie die heutige Versammlung ablaufen wird. Werden viele den Mut haben, zu bekennen wovon die abgefallen sind? Zur Einleitung liest der &#196;lteste erneut die Worte des Sendschreibens. Die ganze Gemeinde erhebt sich ehrf&#252;rchtig, um auf das Wort zu h&#246;ren. Nachdem sich alle wieder hingesetzt haben, f&#228;ngt der &#196;lteste an zu sprechen:</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> Liebe Geschwister, die Worte unseres Herrn sind wahr. Ich habe in dieser Woche viel &#252;ber mein eigenes Leben nachgedacht und musste feststellen, dass ich tats&#228;chlich die erste Liebe verlassen habe. Die Beziehung zu ihm ist f&#252;r mich in letzter Zeit nicht so wichtig gewesen wie der Dienst f&#252;r ihn. Dadurch ist mir die Arbeit zum Selbstzweck geworden zu einer Art Karriere aber in der Gemeinde und nicht in der Welt. Nun m&#246;chte ich meinen Dienst aus Liebe zum Herrn tun. Und ich will die Beziehung zu ihm an die erste Stelle setzen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Autor:</strong> Das aufrichtige und offene Bekenntnis des &#196;ltesten hilft auch anderen, auf diese Weise ihre Nachl&#228;ssigkeiten in der Liebe zum Herrn zu bekennen. Einer nach dem anderen steht auf und bekennt vor der Gemeinde, wo er in seinem eigenen Leben entdeckt hat, die erste Liebe verlassen zu haben.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Julius:</strong> Ich habe fr&#252;her sehr darum geeifert, die Verlorenen zu retten und ihnen das Evangelium zu sagen. Ich habe darin den Auftrag Gottes f&#252;r mich gesehen und auch seine Gabe, die er mir gegeben hat. Heute sind mir die Ungl&#228;ubigen so gleichg&#252;ltig geworden, dass ich nicht einmal mehr f&#252;r sie bete. Im Grunde genommen lebe ich damit im Ungehorsam und kann nicht behaupten, dass ich den Herrn liebe, denn wer ihn liebt, der h&#228;lt seine Gebote. Ich werde mich jetzt wieder ganz besonders um die ungl&#228;ubigen Menschen k&#252;mmern. Das ist der Platz, an dem Christus mich haben will und aus Liebe zu ihm will ich ihn einnehmen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Rufus:</strong> Fr&#252;her habe ich das Wort Gottes geliebt, weil es sein Wort an mich war. Heute liebe ich sein Wort nur noch als Stoff zur Diskussion. Dadurch habe ich den Blick f&#252;r die Autorit&#228;t seiner Worte verloren. Ich muss zur&#252;ck zum Anfang und sein Wort mit neuen Augen sehen. Gottes Wort soll mein Leben regieren. Ich will es nicht nur kennen, sondern ihm auch gehorchen. Ich will es t&#228;glich forschen um meinem Herrn besser zu gehorchen, nicht um besser diskutieren zu k&#246;nnen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Nachbarin:</strong> Mein Hausfraudasein ist f&#252;r mich zu einer l&#228;stigen Pflicht geworden. Fr&#252;her hatte ich so klar vor Augen, welchen wunderbaren Plan Gott mit M&#252;ttern und Ehefrauen hat, dass ich mir keine sch&#246;nere Berufung vorstellen konnte, als Kinder f&#252;r Gott aufzuziehen und den Mann f&#252;r den Dienst freizustellen. Heute h&#228;tte ich lieber eine andere Karriere eingeschlagen. Ich bin so unzufrieden geworden, und im Gehorsam lebe ich auch nicht mehr. Ich habe die erste Liebe verlassen, sowohl zum Herrn als auch zu meinem Mann. Ich werde nun mit Freude f&#252;r meinen Mann sorgen, den Haushalt f&#252;hren, f&#252;r die Kinder sorgen und dar&#252;ber hinaus in der Gemeinde mithelfen, soviel ich kann. Ich will an dem Platz stehen, an dem Gott mich haben will, und will es mit Freude f&#252;r Ihn tun.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Autor:</strong> Noch viele andere Br&#252;der und Schwestern stehen auf und bezeugen den Ungehorsam ihres Lebens. Keiner bleibt unber&#252;hrt, denn jeder erkennt sich selbst im Leben anderer. Die sonst so perfekt scheinende Gemeinde erkennt ihre tiefe Not und wird zutiefst traurig &#252;ber ihren eigenen Zustand.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> Nun liegt es an uns, unsere Bu&#223;e als echt zu erweisen. Bu&#223;e hei&#223;t n&#228;mlich nicht nur „um Vergebung bitten“, sonder auch „den Sinn &#228;ndern“. Wenn unser Sinn sich ge&#228;ndert hat, werden wir wieder die ersten Werke mit der ersten Liebe tun.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Autor:</strong> Viele der Anwesenden bringen ihre Schuld selbst vor Gott und bitten Ihn um Vergebung und um einen neuen Anfang. Die meisten wollen eigentlich gar nichts anderes tun, wie bisher, aber alle mit einem ganz neuen Motiv. Doch wie steht es heute mit uns, die wir soviel sp&#228;ter leben? Wovon sind wir abgefallen? Ist es auch bei uns so, dass wir in die falsche Richtung leuchten? Tun wir nicht viele Dinge die uns selbst und unserer Gemeinde hier in ein gutes Licht darstellen? Sind wir bereit Bu&#223;e zu tun, sind wir zum Umdenken bereit? Wenn ja, was werden unsere – deine und meine – ersten Werke sein? Wozu treibt uns die erst Liebe?</p>
<p><table style="border: 0px solid #CCC;" cellpadding="3" width="100%">
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      <b>Name:</b> <a href="http://www.christenload.com/?file_id=297">Zurück zur ersten Liebe</a> <small>(40.04KB)</small><br />
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		<title>Als Jesus in mein Haus kam…</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 21:40:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aquila</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ehrlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Nachfolge]]></category>

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		<description><![CDATA[Versuchet euch selbst, ob ihr im Glauben seid; pr&#252;fet euch selbst! 2. Kor. 13,5 Ich erinnere mich daran, was Grant einmal sagte: ,,Es gibt keinen besseren Test f&#252;r irgendetwas, als den, wie es in Gottes Gegenwart aussieht.“ Ich begann mir vorzustellen, dass ich den Herrn Jesus in mein Haus nahm, es war der Meister selbst. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Versuchet euch selbst, ob ihr im Glauben seid; pr&#252;fet euch selbst! 2. Kor. 13,5</em></p>
<p>Ich erinnere mich daran, was Grant einmal sagte: ,,Es gibt keinen besseren Test f&#252;r irgendetwas, als den, wie es in Gottes Gegenwart aussieht.“</p>
<p>Ich begann mir vorzustellen, dass ich den Herrn Jesus in mein Haus nahm, es war der Meister selbst. Heute war Er nicht nur mein Hirte und mein Erretter, sondern auch der, der mich durchforscht. In seiner Gegenwart w&#252;rde ich die Dinge sehen, wie ich sie vorher nie gesehen hatte.</p>
<p><strong>Das Arbeitszimmer</strong></p>
<p><strong><span style="font-weight: normal;">Die Haust&#252;r war offen und wir traten in das ger&#228;umige Arbeitszimmer. Direkt vor uns stand mein geliebter Schreibtisch. Auf ihm lagen meine Sparb&#252;cher, Aktien, Wertpapiere und Versicherungsunterlagen. Heute Morgen hatte ich sie aus dem Wandsafe herausgenommen, um sie durchzusehen. In dieser Welt der Unsicherheit und Unbest&#228;ndigkeit gab es mir ein Gef&#252;hl der Sicherheit, sie durch meine H&#228;nde gleiten zu lassen, wie jeder verstehen wird. Als ich pl&#246;tzlich das Haus verlassen musste, hatte ich sie offen auf dem Schreibtisch liegen lassen.</span></strong></p>
<p>Nun lagen sie zu meinem gro&#223;en &#196;rger, immer noch da, als Jesus langsam auf den  Schreibtisch zuging. Noch etwas stand auf dem Schreibtisch – ein Weltglobus. Und daneben stand Lieblings Spruchkalender. Es war ein seltsamer Zufall, dass die Verse an diesem Tag gerade Matth&#228;us 6. 19 – 21 waren: “Sammelt euch nicht Sch&#228;tze auf Erden, wo Motten und Rost zerst&#246;rt, und wo Diebe durchgraben und stehlen, sammelt euch aber Sch&#228;tze im Himmel, wo weder Motten noch Rost zerst&#246;rt und wo Diebe nicht durchgraben und stehlen, denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.“</p>
<p>Irgendwie war mir die unbeabsichtigte Zurschaustellung meines Reichtums sehr peinlich. Deshalb raffte ich  schnell meine Sch&#228;tze zusammen und legte mein Herz in den Safe zur&#252;ck. Als ich zur&#252;ck zum Schreibtisch kam, stand der Herr Jesus immer noch da und schaute auf den Globus, wobei Er gedankenvoll die verschiedenen Kontinente und L&#228;nder betrachtete. Er blickte auf und sagte: „Lebst du im Glauben?&#8221;</p>
<p>&#220;ber dem Schreibtisch hingen meine Zeugnisse. Ich hatte hart f&#252;r sie und die Diplome, die daneben hingen, gearbeitet. Wie stolz war ich, auf so vielen Gebieten Hervorragendes geleistet zu haben. Das hei&#223;t, ich war so lange stolz, bis Er leise zu mir sagte: ,,Warum hast du nach all diesen Ehren gestrebt?&#8221; Das war alles, was Er sagte.</p>
<p><span>In diesem Augenblick erinnerte ich mich daran, was Kipling einmal zu seiner Abschlussklasse an der Universit&#228;t gesagt hatte: ,,Wenn ihr durchs Leben geht, strebt nicht nach Ruhm oder Geld oder Macht; denn eines Tages werdet ihr einem Mann gegen&#252;berstehen, f&#252;r den alle diese Dinge nichts wert sind, und dann werdet ihr pl&#246;tzlich erkennen wie arm ihr seid. In diesem Augenblick merkte ich, dass ich diesen Mann getroffen hatte und ich erkannte wie bettelarm ich war.</span></p>
<p><span><strong>Das Esszimmer</strong></span></p>
<p><span><strong><span style="font-weight: normal;">Wir gingen ins Esszimmer und gl&#252;cklicherweise gab es nichts besonders Peinliches dort &#8211; nichts au&#223;er dem Silberservice auf der Anrichte. Auf dem Tisch war nat&#252;rlich kein Essen, nichts als das Zierdeckchen. Und doch konnte ich nicht umhin, an viele Festm&#228;hler zu denken, als wir an diesem Tisch sa&#223;en und uns mit Essen f&#252;llten &#8211; und a&#223;en, bis uns unwohl wurde. Dann schleppten wir uns zum n&#228;chsten Sessel, um uns von der gewaltigen Anstrengung zu erholen &#8211; und auf das Abendessen zu warten.</span></strong></span></p>
<p><span>Pl&#246;tzlich dachte ich an die 7.000 Menschen, die t&#228;glich vor Hunger sterben, in L&#228;ndern, wo kalorienbewusstes Essen unbekannt ist und Abmagerungsdi&#228;ten absurd sind.</span></p>
<p>Als der Herr Jesus so dastand, erinnerte ich mich, dass Er oft vom Fasten gesprochen hatte, aber ich hatte diese Verse immer in ein heilsgeschichtliches Schubfach abgelegt; sie waren nicht auf uns heute anzuwenden. Aber jetzt war ich mir nicht mehr so sicher. Vielleicht meinte Er tats&#228;chlich, was Er sagte.</p>
<p><span><strong>Das Badezimmer</strong></span></p>
<p><span><strong><span style="font-weight: normal;">Als wir den Flur entlang gingen, warf ich einen Blick ins Badezimmer und sah all die Toilettenartikel, die Fl&#228;schchen und D&#246;schen und Gl&#228;schen. All die kleinen Apparate und sonstige Dinge. Meine elektrische Zahnb&#252;rste liegt neben dem Medizinschrank. Sie war f&#252;r mich immer selbstverst&#228;ndlich gewesen. Aber jetzt wunderte ich mich &#252;ber mich selbst. Eine normale  handbetriebene Zahnb&#252;rste w&#252;rde ihren Zweck genauso erf&#252;llen. Und mit dem Preisunterschied k&#246;nnte jemand im fernen Malaysia das Evangelium h&#246;ren. Das  w&#228;re mir nie zuvor in den Sinn gekommen. Ich war wie erschlagen von der Erkenntnis meiner Nichtsw&#252;rdigkeit. Ich w&#252;nschte, gleich Johannes, wie tot zu Seinen F&#252;&#223;en fallen zu k&#246;nnen. Dieses ganze Erleben war einfach niederschmetternd.</span></strong></span></p>
<p><span><strong>Das Schlafzimmer</strong></span></p>
<p><span><strong><span style="font-weight: normal;">Es war unvorsichtig von mir gewesen, die T&#252;r des Kleiderschrankes offen zu lassen. Es schaute wie ein Kleidergesch&#228;ft im Kleinen aus. Von Wand zu Wand Anz&#252;ge und M&#228;ntel und Hemden. Ich brauchte sie wirklich nicht alle, aber irgendwie schmeichelten sie meinem Ego. Und es war immer ein angenehmes Gef&#252;hl, wenn Leute positive Bemerkungen &#252;ber sie machten. Der Herr Jesus sagte nichts zu mir. Es war nicht n&#246;tig. Seine Gegenwart allein gen&#252;gte.</span></strong></span></p>
<p>Oben im Schrank lagen zahlreiche Schmuckst&#252;cke und verschiedene Nippsachen; habe ich doch im Laufe meiner Erziehung und Ausbildung Qualit&#228;t sch&#228;tzen gelernt. Jetzt fragte ich mich wer diese Dinge bekommen w&#252;rde, wenn ich diese Nacht abscheiden sollte? Niemals war mir der Gedanke gekommen sie f&#252;r das Werk des Herrn einzusetzen.</p>
<p><span>W&#228;hrend mich diese Gedanken besch&#228;ftigten bemerkte ich einen Bibelspruch an der Wand den ich bei einem Wettbewerb im Auswendiglernen in der Sonntagsschule gewonnen hatte: „Du sollst deinen N&#228;chsten lieben wie dich selbst.” Ich dachte an all die Kleider, all den Schmuck, all die selbsts&#252;chtige Geldverschwendung. Und dann &#8211; ,,Du sollst deinen N&#228;chsten  lieben wie dich selbst.&#8221;</span></p>
<p><em>Musik</em></p>
<p><span><strong>Das Wohnzimmer</strong></span></p>
<p><span><strong><span style="font-weight: normal;">Als n&#228;chstes gingen wir ins Wohnzimmer. In der Ecke stand meine Golfausr&#252;stung. Der Herr bemerkte: ,,Du spielst gern Golf?&#8221; Diese Frage gen&#252;gte mir, um einen begeisterten Vortrag &#252;ber die feineren Details des Spiels zu beginnen. Ich war selbst &#252;berrascht, wie genau und umfassend ich &#252;ber Golf Bescheid wusste. Aber als ich ausgeredet hatte und Jesus gar nichts sagte, begann ich anders dar&#252;ber zu denken. Ich fragte mich, warum ich nicht ebenso begeistert und eifrig war, anderen das Evangelium mitzuteilen. Und ich fragte mich, ob ich &#252;berhaupt das Recht hatte, soviel Zeit und Geld zu verbrauchen nur um einen kleinen, wei&#223;en Ball durch die Landschaft zu jagen.</span></strong></span></p>
<p>Auf dem Tisch lag ein Tagebuch &#8211; das Tagebuch meines Athenaufenthaltes. Es war eine herrliche Urlaubsreise gewesen und nat&#252;rlich konnte ich sie rechtfertigen &#8211; wegen der Bez&#252;ge auf Athen in der Bibel. Die Besuche der Akropolis, des Areopags und des Parthenon waren unvergessliche Erlebnisse.</p>
<p>Etwas Seltsames war mir passiert, als ich nach Hause kam. Ein Freund fragte mich: ,,Hattest du in Griechenland irgendwelche Frucht? Ich erz&#228;hlte ihm alles &#252;ber die Orangen, die Grapefruits und die k&#246;stlichen Trauben. Aber das war es gar nicht, was er gemeint hatte. Er meinte Frucht im Evangelium. Hatte ich irgendwelche Seelen f&#252;r Christus gewonnen?</p>
<p>Jetzt machte ich mir Vorw&#252;rfe, dass ich als Urlauber und nicht als Seelengewinner gereist war. Ich empfand Abscheu vor mir selbst. Ich dachte daran, dass Paulus auch Athen besucht hatte. Als er die Menschen betrachtete, die tief in G&#246;tzendienst versunken waren, wurde sein Geist erregt. Er war auf Seelen aus. Wie ganz anders war ich dort gewesen!</p>
<p>Im Wohnzimmer war auch eine alte Standuhr. Als Jesus so dastand, schien mir das Tick &#8211; Tack lauter als je zuvor. Ich wurde mir des Ablaufs der Zeit seltsam intensiv bewusst. Und ich dachte auch an einige der Zusammenk&#252;nfte, die in diesem Wohnzimmer stattgefunden hatten &#8211; an den Klatsch, das leere Geschw&#228;tz, die vergeudete Abende &#8211; so viel Gerede, aber nichts von ewigem Wert.</p>
<p>Mein Herz schlug, als Jesus zum Fernseher ging. Ich hatte Angst vor dem, was er sagen w&#252;rde. Die Stunden, die f&#252;r Unsinn in bewegliche Farben vergeudet waren. Die zweideutigen Witze, die so peinlich waren. Kein Zweifel, das Fernsehen hatte die Welt in mein Haus gebracht. Jesus sagte nichts. Er sagte nicht, dass es falsch war. Er sagte nicht, dass es S&#252;nde war. Er sagte &#252;berhaupt nichts und das machte mich elender als zuvor.</p>
<p>W&#228;hrend ich dort mit dem Herrn stand, sah ich Dinge, wie ich sie nie zuvor gesehen hatte. Die Gardinen – wie k&#246;nnte ich je das kleine Verm&#246;gen vergessen, das in ihnen steckt! Ich hatte alle Einkaufszentren in der Umgebung abgesucht, um welche zu bekommen, die genau zu den M&#246;beln und Teppichen passten. Das Klavier – und die sch&#246;nen Liederabende, die wir mit ihm hatten. Eines Abends sangen die jungen Geschwister und fragten, ob jemand einen Liederwunsch h&#228;tte. Ich w&#252;nschte mir die sch&#246;ne alte Hymne “Bin nur ein Pilger hier, der wohnt in einem Zelt.” Und glatt h&#246;rte ich einen ziemlich frisch bekehrten jungen Bruder hinter vorgehaltener Hand sagen: “Und was f&#252;r ein Zelt!”</p>
<p>Meine Gedanken wurden unterbrochen, als mein l&#228;stiger Pommerscher Dachshund in das Zimmer gesprungen kam. Er w&#228;re besser nicht gekommen. Ich &#228;rgerte mich immer noch &#252;ber die Rechnung, die ich dem Tierarzt f&#252;r die Impfung bezahlen musste. Ich hatte immer gedacht, es w&#228;re nicht teuer, einen Hund zu halten aber dieser hier war problematisch &#8211; er fra&#223; nur Hackfleisch und eine der teuren Hundefuttermarken. Ich war sicher, dass in manchen Teilen der Erde Menschen von dem leben k&#246;nnten, was es mich kostete dieses Vieh zu halten. Mein Gast, der Durchforscher, registrierte alles &#8211; und sagte nichts.</p>
<p>Dr&#252;ben in der Ecke konnte ich meine Briefmarkensammlung sehen &#8211; s&#228;mtliche Briefmarken, die Israel je herausgebracht hatte. Ich dachte: ,,Jesus wird sich dar&#252;ber freuen, dass ich an Israel und seiner prophetischen Bedeutung interessiert bin.&#8221;</p>
<p><span>Aber pl&#246;tzlich dachte ich, was f&#252;r Ihn erreicht werden k&#246;nnte, wenn die Briefmarken verkauft und die Einnahmen in evangelistische Literatur investiert w&#252;rden. Bis jetzt hatte ich diese Briefmarkensammlung wirklich wie einen Schatz geh&#252;tet; nun aber h&#246;rte ich pl&#246;tzlich auf, ihn zu lieben.</span></p>
<p>Wie zu erwarten war ging der Herr hin&#252;ber, um sich meine B&#252;chersammlung anzusehen. Ich war sehr stolz auf Darbys gesammelte Schriften. 34 B&#228;nde in Leder gebunden. Um ehrlich zu sein, ich hatte kaum darin gelesen, aber sie verlieh mir den Anschein von Gelehrsamkeit und Geistlichkeit. Da standen andere B&#252;cher, die ich nie gelesen hatte und wahrscheinlich nie lesen w&#252;rde. Und andere, die ich gelesen hatte, aber nicht wieder lesen w&#252;rde. Als der Herr diese B&#252;cher betrachtete, dachte ich dass ich wirklich einige davon verkaufen sollte, um das Geld zur Unterst&#252;tzung des Werkes des Herrn zu verwenden.</p>
<p><span><strong>Die Garage</strong></span></p>
<p><span><strong><span style="font-weight: normal;">Ich wollte wir h&#228;tten nicht in die Garage gehen m&#252;ssen. Aber der Herr war schon an der T&#252;r. Und er h&#228;tte meinen inneren Widerstand sicher bemerkt, wenn ich Ihn aufgehalten h&#228;tte. Ich glaube ich brauche nicht erst zu erz&#228;hlen was Er alles sah &#8211; den neuen Wagen, das Segelboot, die Sportausr&#252;stung &#8211; mir wurde &#252;bel bei dem Gedanken an all das teure Sportger&#228;t das dort lagerte.</span></strong></span></p>
<p><span><strong>Das Ende des Rundgangs</strong></span></p>
<p><span><strong><span style="font-weight: normal;">Als wir in den Innenhof hinaustraten, sagte der Herr &#8211; ziemlich sanft, wie mir schien: ,,Bist du gl&#252;cklich, William?&#8221; </span></strong></span></p>
<p>„Nein, ich bin nicht gl&#252;cklich, Herr. Ich wei&#223;, dass materielle Dinge nicht gl&#252;cklich machen k&#246;nnen. Sie k&#246;nnen nie mein Herz befriedigen. Aber das ist nicht der einzige Grund, warum ich nicht gl&#252;cklich bin. Meinem Leben fehlt die Kraft. Etwas scheint den Flu&#223; Deiner Kraft durch mich zu bremsen. Dann sagte ich &#8211; ziemlich heldenhaft, wie es mir vorkam: ,,Herr, Du kannst Dir nehmen, was immer Du willst. Du sollst von mir haben, was immer Du Dir w&#252;nschst.“</p>
<p><span><strong>Stimme</strong></span></p>
<p><span>William, ich nehme nicht Dinge weg. Du musst die Initiative ergreifen. Du bist derjenige, der sie auf den Opferaltar legen muss.&#8221;</span></p>
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		<title>Eine Mutter</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 21:21:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aquila</dc:creator>
				<category><![CDATA[Muttertag]]></category>

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		<description><![CDATA[Warm scheint die Sonne in den kleinen Garten, und leise bewegt der Wind die bl&#252;hende Reseda auf dem Blumenbett, ihren Duft durch das ge&#246;ffnete Fenster in das kleine Zimmer tragend, in dem kalt und still die Frau liegt, die den Samen der Blumen im Fr&#252;hjahr ausgestreut hatte und nun f&#252;r immer die Augen geschlossen hat. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Warm scheint die Sonne in den kleinen Garten, und leise bewegt der Wind die bl&#252;hende Reseda auf dem Blumenbett, ihren Duft durch das ge&#246;ffnete Fenster in das kleine Zimmer tragend, in dem kalt und still die Frau liegt, die den Samen der Blumen im Fr&#252;hjahr ausgestreut hatte und nun f&#252;r immer die Augen geschlossen hat.</p>
<p>Vor dem Haus flattern unruhig die Tauben, die gewohnt waren, hier ihr Futter zu finden. Aber kein Fenster &#246;ffnet sich mehr. Tiefe Stille liegt &#252;ber dem Haus. Ein Mann tritt jetzt an das Lager der Toten mit feuchtem Schimmer in den Augen. »Sie war mir eine treue Gehilfin«, sagt er leise, »und hat viel gearbeitet. Wie m&#252;de sieht sie aus!«</p>
<p>Es ist, als machten diese Worte den andern Mut. Auch die Tochter kniet nun schluchzend neben dem Bett nieder und klagt: »Mutter, du hast viel f&#252;r uns alle gearbeitet! Ich h&#228;tte dir mehr beistehen sollen! Wie geduldig warst du, stets bereit zu helfen, wie selbstlos gegen&#252;ber uns, deinen Kindern!«</p>
<p>In der hintersten Ecke des Zimmers, fern von den &#252;brigen, sitzt ein junger Mann. Seine Z&#252;ge tragen die Spuren einer w&#252;sten Vergangenheit. Jetzt ist er allein mit der Toten, die andern haben das Zimmer verlassen.</p>
<p>Leise n&#228;hert er sich dem Lager und sinkt auf die Knie. Seinen Kopf legt er an die treue Brust, an die er als Kind so oft sich gelehnt hatte. Zum ersten Mal seit langer Zeit treten ihm die Tr&#228;nen in die Augen: »Mutter«, fl&#252;stert er. »Du bist immer so gut zu mir gewesen, du hattest mich so lieb!«</p>
<p>Er nimmt die arbeitsreichen H&#228;nde der Frau in seine H&#228;nde, k&#252;&#223;t sie mit Ehrfurcht und sagt mit fester Stimme: »In deine kalten H&#228;nde gelobe ich es dir! Es soll anders mit mir werden!«</p>
<p>Die Sonnenstrahlen fallen durch das Fenster und spielen auf dem bleichen Gesicht der Toten. Sie h&#246;rt die liebevollen Worte des Gatten und der Tochter nicht mehr. Sie vernimmt das Gel&#252;bde des verlorenen und geretteten Sohnes nicht mehr. Wie gl&#252;cklich w&#252;rde noch gestern beides sie gemacht haben!</p>
<p>»Warum habt ihr das alles nicht der lebenden Mutter gesagt?«</p>
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