Christliche Schatzkammer

Wegweiser

Wegweiser stehen rings im Land, gebaut von sorgender Menschenhand, damit der Wandrer, der fremde und müd, den Weg zum ersehnten Ziele sieht. Ob Stürme toben und Regen fällt, ob hell in Sonne gewiegt die Welt, ob Winterkälte, ob Frühling im Land, zum Ziele zeigen sie unverwandt. Wegweiser dürfen wir alle

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Verleih uns, Herr

Verleih uns, Herr, in dieser Zeit der Wirren, dass wir von Deiner Bahn uns nicht verirren! Lass keine Macht Dein heil’ges Wort uns rauben! Stärk uns im Glauben! Will uns das Herz in dieser Zeit erkalten, wo Eigennutz und Weltlust herrschend walten, dann duld es nicht, und schenk ihm neue

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Wahre Schönheit

Wahre Schönheit Schön sind die Augen, die vor Freude leuchten, Im Blick auf ihres Nächsten Wohlergeh’n, Und die sich mit des Mitleids Träne feuchten, Wenn sie im Schmerz den Nächsten weinen seh’n. Schön ist der Mund, der nie sich sucht zu rächen, Durch bitt’re Worte, die nur Zwietracht sä’n, Der

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Ich und mein Haus

Ich und mein Haus, wir sind bereit, Dir, Herr, die ganze Lebenszeit mit Seel´ und Leib zu dienen. Du sollst der Herr im Hause sein; gib Deinen Segen nur darein, dass wir Dir willig dienen. Es wirke durch Dein kräftig Wort Dein guter Geist stets fort und fort an unser

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Diene!

Diene! Diene einfach, treu und recht, Er, der Herr, und Du, der Knecht. Frag nicht viel „warum?“ und „wie?“, still auf Deinen Jesus sieh. Dienen ist ein sel’ger Stand, schon dem himmlischen verwandt; helfen, trösten, lindern zart, Liebe, die sich offenbart. Herz, das zu dem Herzen spricht, in die Dornen

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Die Schätze der Jugend

Am frischen, freien Meeresstrand ein Jüngling einst ein Kästchen fand. Drin funkeln Steine, farbig und fein, durchglänzt von lachendem Sonnenschein. »Ei«, spricht er in fröhlichem Übermut, »ihr seid mir gerade zum Spielen gut. « Und hurtig schleudert er Stein auf Stein ins rastlos rauschende Meer hinein. Bald stört er der

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Die Finger

Die Finger zankten hin und her, wer doch der Wichtigste wohl wär‘. »Still da! Der Stärkste, der bin ich, ihr seid nichts nütze ohne mich! Mehr als ihr vier kann ich allein, drum muss ich euer König sein!« So schrie der Daumen. Schon geringer erhob die Stimm der Zeigefinger: »Die

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Die beste Kunst

Es gibt kein Leben ohne Last, wie’s auch nach außen scheine; wohl dir, wenn mutig und gefasst du willig trägst die deine. Und siehst du deinen Nächsten sich mit schwerer Bürde plagen, dann steh nicht müßig, eile dich, und hilf die Last ihm tragen! Gib ihm von deinem Überfluss, such

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Undankbarkeit

Undankbarkeit Undankbarkeit beginnt mit dem Vergessen. Aus Vergessen folgt Gleichgültigkeit. Aus Gleichgültigkeit Unzufriedenheit. Aus der Unzufriedenheit Verzweiflung. Aus der Verzweiflung der Fluch. Lass dich fragen, ob dein Herz durch Undank so mürrisch, so träge, so müde, so verzagt geworden ist. Dem Dankbaren zeigt Gott den Weg zu seinem Heil. In

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